Söldnerbund Dämmersturm

RP-Gilde - Die Aldor
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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal in Azeroth
BeitragVerfasst: 7. Mär 2018, 02:11 
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*Noch nicht mal das Wappen am Laib wird nicht gezögert. Sie braucht das Gold.* Aghdas Arran Chuck


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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal in Azeroth
BeitragVerfasst: 21. Mai 2018, 14:42 
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Es war einmal in Azeroth (Bericht)


Teilnehmer: Kathlyn Lawley (Söldner); Alexander García (Söldner); Jon Fischer (Söldner); Marisa Grauwerth (Söldner); Rorie Steinherz (Tagelöhner); Hjalmar (Tagelöhner)
Ausgang: Erfolgreich Gescheitert Es ist kompliziert
Ziel: Im Sinne der finanziellen Regeneration des Dämmersturms die, auf die McFarlane Bande ausgesetzten hoch dotierten Kopfgelder eintreiben.


Verlauf


Start und Informationsbeschaffung in Westfall

Die Söldner Kathlyn Lawley, Alexander García, Jon Fischer sowie der Tagelöhner Hjalmar trafen sich in Westfall, nahe des Übergangs zu Elwynn. Die Einsatzleitung ging an Kathlyn Lawley. Bevor wir zum Nazferiti aufbrechen wollten, besprach man, dass es sinnvoll wäre, sich vorher bei der Flussschiffgesellschaft nach Hinweisen und Informationen zur Bande umzuhören. Auch die Späherkuppe als größter Stützpunkt der Allianz kam uns in den Sinn. Bevor es aber endgültig zur Sache ging, zogen wir unsere Heraldik aus. Die Gründe dafür sind dem weiteren Verlauf des Berichtes zu entnehmen. Es ist noch anzumerken, dass Lawley und Hjalmar Pferde des Dämmersturms nutzen. Fischer und ich zogen mit unseren eigenen los. Außerdem führten wir mehrere Heiltränke, explosive Gemische sowie Rauchsätze mit uns.

Um Zeit zu sparen teilten wir uns auf. Fischer und ich galoppierten zur Späherkuppe. Ein aufkommender und stark tobender Sturm machte es uns aber unmöglich auch nur eine nützliche Information zu erhalten; die Miliz war schlicht damit beschäftigt ihren sowieso schon vollkommen abgeranzten den Stützpunkt vor Schäden zu bewahren. Daraufhin machten wir uns wie geplant – bereits jetzt schon knietief in der Scheiße steckend im Schlamm versinkend – zum Nazferiti auf, zu dem Punkt, der von der Späherkuppe am schnellsten zu erreichen ist. Dort warteten wir auf Lynn und Hjalmar die zuvor zur Flussschiffgesellschaft aufgebrochen ist. Da die Einsatzleiterin nicht das erste Mal mit ihr interagiert, war es naheliegend, dass sie die geeignetste Person ist um sich dort nach Informationen umzuhören. Es gab gespaltene Meinungen über die McFarlane Bande. Einerseits sympathisieren einige der Arbeiter der Gesellschaft mit der Bande – Arbeiter dessen Land ihnen zu einem Schleuderpreis abgeluchst wurde. Die Legende hält sich, der Anführer der gesuchten Verbrecher, Seff McFarlane, hatte ein ähnliches Schicksal und reagiert nun entsprechend auf diese Ungerechtigkeit. Die höheren Amtsträger der Flussschiffgesellschaft verfluchten die Bande allerdings. Bis vor einigen Wochen kam es immer wieder zu Überfällen auf neuere Kontore am Ufer – die Schäden seien mit zehntausend Dukaten kaum aufzuwiegen. Seitdem die Verbrecher aber auf einem gekaperten Schiff der Flussschiffgesellschaft bei einem Angriff auf das Hauptkontor – eine größere Schaluppe mit bronzener Gallionsfigur, rotem Segel und blauen Streifen am Rumpf die auf den Namen ‚Marie Elena‘ getauft wurde – noch wenige Male an den südlichen Docks gesichtet wurde, hörten die Übergriffe auf. Dies deckte sich mit unseren Mutmaßungen, die Bande habe Westfall über den Nazferiti gänzlich den Rücken zugekehrt. Außerdem erfuhr Lawley und Hjalmar, dass der Geschäftsführer der Flussschiffgesellschaft, Frank, nicht auf Weiteres zu sprechen sei. Er befinde sich auf einer Geschäftsreise in Richtung des südlichen Kaps.


Der Deal zwischen Defias und Beschäftige der Flussschiffgesellschaft


Nach der Informationsbeschaffung folgte wie oben angesprochen die Zusammenkunft am Ufer. Zwar war uns die Motivation der Bande noch nicht klar – denn die Flussschiffgesellschaft ist allen Anschein nach noch nicht besiegt – doch kam uns der Verdacht auf, dass die Geschäftsreise von Frank und der plötzliche Abmarsch der Verbrecher einen Zusammenhang haben könnte. Nach der Besprechung zogen wir weiter, den Nazferiti entlang, der McFarlane Bande auf den Fersen. In regelmäßigen und kurzen Abständen – etwa 15 Meilen – begegneten wir immer wieder Posten der Flussschiffgesellschaft, die ihr Einflussgebiet enorm vergrößert haben, vergleicht man ihre derzeitige Lage mit denen der, der früheren Einsatzberichten zu entnehmen ist. Nach wenigen Stunden der berittenen Reise zeigte sich in abschätzbarer Entfernung ein demolierter Bauernhof, den Fischer und ich zügig auskundschaften. Dabei kam heraus, dass der Bauernhof wohl schon seit längerer Zeit verlassen war – in Verbindung mit den gesuchten Verbrechern konnten wir dies aber nicht bringen.

Im Süden von Westfall angekommen wurde das Land, nachdem auch das letzte Dock der Flussschiffgesellschaft passiert wurde, wilder. Es ließen sich hier nur noch vereinzelte Farmen erkennen. Der lange und zügige, mir heftig am Arsch scheuernde Ritt den Nazferiti entlang erforderte eine Rast die wir einlegten.
Nach Stunden der Rast begegneten wir einem Schiff der Flussschiffgesellschaft, das den Nazferiti entlangfuhr. Nichts Außergewöhnliches, besonders nicht auf dieser Route, aber natürlich behielten wir es aufmerksam im Auge. Wie es der Zufall wollte – wir blieben währenddessen unentdeckt – öffnete die Besatzung, bestehend aus zwei Goblins, nicht unweit der Einsatztruppe des Dämmersturms die Ladeluke und warf kurzerhand einen großen Sack voll mit Fracht über das Ufer ohne vom Kurs abzukommen geschweige denn anzuhalten. Und wenig später erblickten wir drei berittene Gestalten die direkt auf die Ware zuhielten. Alle waren verhüllt in roten Tüchern. Und da wir uns in Süd-Westfall aufhielten war es naheliegend, dass es Anhänger der Defias-Bruderschaft waren – und dies erleichterte uns die Entscheidung ungemein ihnen die Parierstange über den Schädel zu ziehen sie kurzerhand auszuschalten. Lawley inzwischen befahl der Schiffbesatzung anzuhalten. Und weil Goblins störrisch und stur sind schickte sie noch einen Argumentverstärker in Form eines Pfeils hinterher, der einen der Grünhäute kurzerhand aufspießte. Aber das Schiff fuhr weiter. Wer hätte das gedacht. Während ich damit beschäftigt war einen der Defias-Anhänger zu der Ware zu befragen, versuchte Lawley, Fischer und Hjalmar das Schiff anzuhalten, dessen übrige Besatzung – bestehend aus einem Goblin – lauthals fluchte und mit seinem Passierschein wedelte. Die Befragung ergab, dass die Defias-Anhänger von der Flussschiffgesellschaft Dynamitstangen verkauft bekommen haben – wie sich später herausstellte bestand die gesamte Fracht des Schiffes aus Dynamit, aber nur ein kleiner Teil dessen ging an die berittenen Gestalten. Genauer gesagt 25 Stangen. In einem, nach unserem Überfall geschehenden waghalsigem Manöver konnte schließlich auch das Schiff gestoppt werden. Da mir die, mittlerweile ins Gebüsch kotzende Tuchfresse immens auf den Sack ging, schickte ich sieDass der letzte noch lebende Anhänger der Defias in diesem Moment in Ohnmacht gefallen war, war ein glücklicher Zufall, so konnte ich mich ebenfalls zum mittlerweile stehenden Schiff bewegen, die Pferde natürlich mitbringend.


Dem Nazferiti entlang ins Schlingendorntal, auf direktem Wege zur Venture Company

Während Hjalmar und Fischer sich um den Goblin kümmerten – denn die standen bereits mit beiden Beinen am Schiff – konnten Lawley und meine Wenigkeit Rorie Steinherz ausmachen, die verspätet zu uns stieß und die Einsatztruppe verstärkte. Sie brachte, neben ihren Dampfpanzer in Form einer Rüstung einen Widder mit, der ihr als Reittier dienen sollte. Bei der Befragung mit dem Goblin stellte sich heraus, dass im Auftrag der Flussschiffgesellschaft noch, im Vergleich zu den Handelspartnern in Süd-Westfall, größere Mengen Dynamit an weitere Abnehmer im Schlingendorntal geliefert werden sollten. Da wir ebenfalls vorhatten den Nazferiti entlang zu reisen – denn dies war bis dato unser einziger Anhaltspunkt um die McFarlane Bande ausfindig zu machen – handelten wir ein Geschäft mit dem Goblin aus, er solle uns mitnehmen, als einzig anwesende Person, die das Schiff trotz der gefährlichen Strömung navigieren konnte, getarnt als bewaffneter Begleitschutz. Nachdem er sich auch noch gehörig von uns bezahlen ließ – so gehörig, dass ein Großteil Fischers Falschgold ausmachte – führten wir unsere Reittiere sowie unsere restliche Ausrüstung an Bord. In der Hoffnung man könne die dämmersturmschen Sprengstoffvorräte nach dem Auftrag auffüllen, beschlagnahmten wir einen Teil des Dynamits und versteckten es am Ufer, den Sturm, der zuvor der Späherkuppe zu schaffen gemacht hat in jenem Moment vergessend. Nach kurzer Eröffnungsrede seitens unseres Kapitäns – sein Name ist war Hacklebertz – ging es auch schon weiter. Vom erschöpfenden Ritt zu Land zur entspannten, wenn auch holprigen Schifffahrt den Nazferiti entlang. Es dauerte nicht lang, da erreichten wir den, im Schlingendorntal ansässigen ersten Kunden. Die Venture Company. Ein Glück, dass wir uns zu Beginn entschieden, die Heraldik auszuziehen, denn vor uns erstreckte sich eine voll mechanisierte Anlage, die in der Lage war unser Schiff samt Besatzung innerhalb eines Wimpernschlags auszulöschen. Uns blieb deshalb nichts anderes übrig als das Geschäft abzuwickeln, der Venture Company also das gesamte, sich auf unserem Schiff befindende Dynamit zu überreichen. Nebenbei befragten wir einen der Vorarbeiter der V.C. nach der McFarlane Bande, nannten ihm dabei explizit das von der Flussschiffgesellschaft gekaperte Schiff, die Marie-Elena. Der Vorarbeiter behauptete, das Schiff vor zwei Wochen gesehen zu haben, auf der gleichen Route, auf der wir uns befinden. Nach der Übergabe ging es weiter, tiefer ins Schlingendorntal, die Venture Company hinter uns lassen, ohne Dynamit an Bord abgesehen von den 25 Stangen die von den roten Tuchfressen Defias beschlagnahmten. Die Fahrt verlief unkompliziert. Bei dem nächsten und letzten Handelspartner aufzutauchen – der sich in der Nähe des Kaps befinden sollte - ohne die ihm versprochene Ware an Bord wäre zu riskant gewesen, also beschlossen wir in der Nähe von Fort Livingston wieder an Land zu gehen.


Schiffbruch und Rast in Fort Livingston

Um den Goblin zum Schweigen zu bringen – immerhin brachten wir seinen Arbeitskollegen um und beschlagnahmten die Hälfte seines Dynamits – versuchten wir ihn zu rekrutieren, damit er sich als Tagelöhner in den Reihen des Dämmersturms versuchen kann. Dies lehnte er ab. Also sah ich keine andere Möglichkeit, als ihn zu töten. Keine Einwände. Zuvor aber sprang ich vom Bord ans Ufer um das Schiff mithilfe eines Seiles an einem nahgelegenen Baum zu befestigen. Daraufhin gab ich Fischer das Zeichen: Er griff daraufhin den Goblin an, scheiterte bei dem Versuch ihn zu töten und Hacklebertz setzte daraufhin als Racheakt die Motoren in Gange, auf das das Schiff vollkommen durchdrehte und drohte die Hälfte der Anwesenden über Bord zu schmeißen. Den Schrotangriff den ich daraufhin dem Goblin entgegenschickte – der ihn augenblicklich tötete – legte gleichzeitig auch die Schiffsteuerung lahm, was uns die Entscheidung abnahm, ob man noch versuchen solle, das Schiff zu retten oder über Bord zu gehen. Die Zwerge, Hjalmar und Rorie gingen zwar wie ein Stein unter, konnten sich aber aufgrund ihrer schweren Plattenrüstung schnell ans Ufer retten. Lawley und Fischer ebenfalls. Ich hingegen kam erst spät gegen die Strömung an und dank zahlreicher Rettungsversuche der anderen wurde ich nicht von den Wassergewalten zerdrückt. Fischers und Steinherz‘ Pferde hatten weniger Glück. Die restlichen Reittiere konnten sich an Land retten. Wir sammelten uns und zogen los, uns an der riesigen Zerklüftung orientierend, die der Kataklysmus mit sich gebracht hat. So mussten wir nicht allzu tief ins Dickicht eintauchen und hielten weitere Katastrophen vorerst auf Abstand. Es dauerte nicht lang da erreichten wir Fort Livingston. Man einigte sich darauf, die Wappen des Dämmersturms wieder überzustreifen und bei der Wahrheit zu bleiben: Das man Jagd auf die McFarlanes mache. Nachdem die Infanteristen unsere Gesichter mit denen der aktuellen Steckbriefe verglichen, nahmen sie uns unsere Waffen ab und erlaubten uns, eine Weile zu rasten. Die Informationsbeschaffung gestaltete sich mehr als schwierig. Zwar war fast jedem Reisenden, der hier in Fort Livingston rastete die Kriminellen, auf denen wir auf der Suche waren, ein Begriff, doch abgesehen von Mutmaßungen und nach Schlagzeilen gaffenden Gesichtern kamen uns nur wenig brauchbare Informationen zu Ohren. Allen Anschein nach sind die Verbrecher über den Nazferiti weitergereist – sie hätten sich, gerade weil die Allianzsoldaten jedem Reisenden auf ein potenzielles Kopfgeld untersuchen, niemals so offenkundig in der Nähe oder gar bei einem Stützpunkt der Allianz blicken lassen.


Zeppelin, Dschungelfieber und Verstärkung

Rorie Steinherz erfuhr von einem Fremdenführer der Forscherliga, der eine Gruppe reisender Studenten sich führte, dass sich nicht unweit von Fort Livingston – nämlich zwanzig Meilen nördlich – ein Stützpunkt der Forscherliga befindet, der mit einer erschlossenen Route mit dem der Allianz verbunden ist. Nachdem Hjalmar uns darauf aufmerksam machte, dass wir das am westfällischen Ufer gelagerte Dynamit mittlerweile vergessen konnten, sprach er einen Zeppelin an, der westwärts von uns am Horizont verschwand. Dem gingen wir aus irgendeinem Grund nach. Wir nahmen unsere gesamte Ausrüstung mit samt der Reittiere. Der Weg durchs Dickicht gestaltete sich mit den Vierbeinern aber als schwierig, weshalb Hjalmar mit den Pferden und den Dynamitstangen wieder zum Fort zurückkehrte. Der Rest, nämlich Kathlyn Lawley, Jon Fischer, Rorie Steinherz und ich kämpften sich weiter durchs Dickicht, schließlich über einen gefährlichen Fluss nur um schlussendlich auf Späher der Horde zu treffen, dessen Stützpunkt allen Anschein nach das Ziel des Zeppelins war. Wir legten es nicht darauf an, von der Horde entdeckt zu werden nur um noch mehr Ärger zu entfachen, also zogen wir schleunigst wieder von dannen und kehrten nach Fort Livingston zurück wo Hjalmar auf uns wartete. Kathlyn Lawley und Jon Fischer ging es von Stunde zu Stunde schlechter, bis bei ihnen das Dschungelfieber diagnostiziert wurde. Wir rasteten einige Tage in Fort Livingston. Da der Auftrag nicht mit zwei kampfunfähigen Söldnern durchgeführt werden konnte, forderten wir Verstärkung aus Eisenschmiede an. Marisa traf wenig später ein, mit der von Steinherz vorgeschlagenen, von der Forscherliga eingerichteten Reiseroute. Ich übernahm daraufhin die Einsatzleitung. Unser nächster und vorerst letzter Anhaltspunkt war Beutebucht.


Aufbruch nach Beutebucht 1 – die Gurubashi-Arena

Nachdem wir Fischer und Lawley von ihren explosiven Gemischen und Heiltränken befreiten, zogen wir weiter. Nach einem holprigen Ritt entlang der Zerklüftung eröffnete sich vor uns der tiefe, undurchsichtige Dschungel. Doch noch bevor einander unsere Orientierungskünste vorführen konnten, begegneten wir zwei Reisenden: Vater und Sohn. Beide legten noch ein Gebet am nächstgelegenen Wegschrein ab. Sie erklärten, dass sie auf dem Weg zur Gurubashi-Arena waren. Da dies sowieso auf unserer Route lag, boten wir ihnen unseren Begleitschutz an. Mit der Karte der Reisenden erreichten wir schon nach wenigen Stunden die Arena, auf der die dicht befahrene Haupthandelsroute in Richtung des Kaps führte. Zahlreiche Wesen tummelten sich hier, von denen die meisten auf dem Weg in die Arena waren. Wir hielten es für richtig, sich in diesem Ballungszentrum nach Informationen umzuhören. Leider konnten wir nicht in die Arena eintreten ohne Karten zu erwerben. Also machte ich mich auf, dies zu tun, während die anderen anfingen, sich nach den McFarlanes zu erkundigen. Da ich mehrere Stunden hätte warten müssen, drängelte ich mich schlicht und ergreifend vor und kam so nach wenigen Minuten schon an die von mir begehrten Karten. Wir entschieden danach trotzdem nicht in die Arena einzutreten. Einerseits tummeln sich drinnen genau die gleichen Personen wie draußen, andererseits ist es fraglich, ob man bei der in der Arena stattfinden Attraktion überhaupt dazu kommt, Leute zu befragen. Während Hjalmar sich mit einem Troll unterhielt, der ihm Glücksbringer andrehen wollte, erklärten Rorie und Marisa, dass sich die Informationsbeschaffung ähnlich schwierig gestaltete, wie schon zuvor in Fort Livingston. Es stellte sich immer wieder heraus, dass die einfachen Arbeiter und Bauern stark mit der Bande sympathisieren, was mit ihrem Hass auf die Flussschiffgesellschaft zusammenhängt. Da wir nun doch nicht vorhatten in die Arena einzutreten, hatte ich vor, die Karten wieder loszuwerden. Ich mischte mich ein weiteres Mal unter die Leute und traf schon nach kurzer Zeit auf einen Familienvater, der mir Informationen der McFarlane Bande im Tausch mit den Karten für die Arena anbot. Ich willigte ein. Er erzählte, dass er mit der Flussschiffgesellschaft Nord-Westfall zusammenarbeite. In letzter Zeit kam es immer wieder zu Lieferausfällen, die wohlmöglich mit den gesuchten Verbrechern zusammenhängen. Dabei hatte man es immer wieder auf schweres Gerät und Waffen abgesehen. Der Familienvater vermutete, dass da etwas im Busch sei. Ich verabschiedete mich und traf mich wieder mit den anderen. Wir trugen unsere Informationen zusammen. Hjalmar hatte in der Zwischenzeit einen Aufnäher der Blutsegelkabuniere sowie einen Anhänger des Dampfdruckkartells erworben. Dass die McFarlanes irgendetwas planten war uns nun klar. Es galt nur noch herauszufinden was.


Aufbruch nach Beutebucht 2 – Angriff der Troll-Armee

Wir ritten entlang der Haupthandelsstraße Richtung Beutebucht. Marisa schien das Klima besonders zuzusetzen. So drohte sie mehrere Male beinahe vom Pferd zu fallen. Ansprechbar war sie kaum noch, geschweige denn kampffähig. Abgesehen verlief unsere Reise davon relativ unproblematisch. Hin und wieder begegneten wir an uns vorbeiziehenden Händlern und Reisenden. Die mehrere Meter hohen Klippen, die die Handelsstraße auf der wir uns befanden in die Mangel nahm sowie die schwüle Hitze und die flimmernde Luft, ließ uns trotzdem die Augen offenhalten um nicht vollkommen überrascht in einen Hinterhalt zu geraten. Es kam wie es kommen musste. Hinter dem nächsten Felsen kam uns ein panisch schreiender Mensch entgegen, der einige Meter hinter sich bereits seinen Karren mit Waren liegen gelassen hat. Nachdem er uns vor angreifenden Trollen warnte, wurde er von einem Pfeil durchbohrt und starb augenblicklich. Augenblicke später kam uns eine Meute von hochgewachsenen, mit Knochen behangenen Trollen entgegen. Wir schalteten schnell, da diese offensichtlich auf Ärger aus waren und bewarfen sie mit Gemischen, ehe wir in den Nahkampf übergingen und die erste Welle vollkommen vernichteten. Wirklich gefährlich wurden uns die Trolle, die uns von den Klippen aus mit vergifteten Pfeilen beschossen. Nachdem Hjalmars Pferd getötet wurde und sein Besitzer sowie ich schwere Verletzungen davontrugen, gingen wir in Deckung, mit dem Rücken zur Klippe, sodass wir wenigstens nur noch aus einer Richtung beschossen werden konnten. Nach dem Kippen von Heiltränken folgte der Gegenangriff in Form von meiner Armbrust und schließlich der Idee, mit den 25 Dynamitstangen den ganzen Abhang zu sprengen. Während ich also alles nötige dafür packte und mich auf den Aufstieg vorbereitete, zogen die Zwerge das Feuer auf sich und schritten mit dem letzten verbliebenden Pferd, nämlich meines, zum Karren des zuvor getöteten Händlers. Steinherz hat sich dabei besonders hervorgetan – ohne die Deckung ihres Schildes hätte die Einsatztruppe nach wenigen Salven ausgesehen wie Alteracer Lochkäse. Aber auch mein Pferd raffte wegen dem Gift, mit das die hinterhältigen Trolle ihre Pfeile bestrichen irgendwann dahin. Kurz bevor ich ‚die Bombe‘ legen konnte, den ganzen Abhang sprengen wollte um den Trollen gehörig Angst einzujagen, stoppte der Angriff. Urplötzlich. Wir vermuteten, ihnen ist die Munition ausgegangen. Schnellstens packten wir das Wichtigste zusammen – so viel wir eben ohne Pferde tragen konnten – und zogen weiter, die Straße entlang, hin zu einer Passage, an der der Abhang abflachte und Einlass gewährte zu einer Lichtung mit Wasserfall.


Aufbruch nach Beutebucht 3 – Aufbruch zur Küste, zurück und das Aufeinandertreffen mit den Blutsegelkabunieren

An einen Fluss abseits der Straße konnten wir unser Wasser auffüllen. Um einen weiteren Hinterhalt zu vermeiden, brachen wir zur Küste auf um von dort aus nach Beutebucht zu reisen. Auf einer erhöhten Position verschafften wir uns einen Überblick. Dort entdeckten wir einen Gorilla. Wir hielten es für unklug mitten in sein Territorium zu laufen, also blieben wir gehörig auf Abstand und marschierten weiter durchs Dickicht. Zu unserer Überraschung stoßen wir urplötzlich auf eine alte, morsche Holzbrücke die wir aber, trotz der schweren Rüstungsträger, unbeschadet passieren konnten. Unbeschwert, wenn auch mitgenommen hielten wir weiter auf die Küste zu, ehe wir das Opfer von einem gut durchdachten Angriff eines Rudels aus Raptors wurden; dabei ging, meinem jugendlichen Leichtsinn zu Schulden meiner Tapferkeit meinem Leichtsinn wegen Hjalmar und ich unter den zahlreichen Angriffen unter. Rorie konnte sie im Alleingang danach mit einem explosiven Gemisch in die Flucht jagen und damit die gesamte Einsatztruppe davor bewahren, als Mittagessen zu enden. Nach einer geschlagenen Nacht – Marisa ging es langsam wieder besser – entschied die Truppe, man müsse, obwohl man die Küste schon fast erreicht hatte, wieder zurück auf die Handelsroute. Mittels einer Liege wurde ich transportiert, da bei dem Raptorangriff mein Bein schwer verletzt wurde. Hjalmar musste, der Erschöpfung wegen seine Rüstung ausziehen. Trotzdem erreichten wir die Handelsstraße, nachdem wir ein weiteres Mal dem Gorilla begegnete – wobei unklar ist, ob es sich um das gleiche Exemplar wie zuvor handelte – unbeschadet. Und dort begegneten wir dem fahrenden Volk, wie zuvor schon. Nur wurden sie in diesen Augenblick nicht mit Pfeilen durchbohrt. Im Gegenteil. Sie waren bestens gelaunt. So gut gelaunt, dass sie unserer Bitte, mit ihnen bis nach Beutebucht reisen zu dürfen, nachkamen; wir fuhren in ihrem Karren mit und wurden von einem Passagier namens Doktor Rob notdürftig verarztet.
Der Ärger wartete nicht lange auf sich. Der Karren, in dem sich die gesamte Söldnerschar befand, hielt urplötzlich an. Grund dafür war eine Straßensperre der Blutsegelkabuniere. Ich ließ es auf den Versuch ankommen, mich als der ihren auszugeben, indem ich mir den Aufnäher, den Hjalmar Tage zuvor an der Gurubashi-Arena erworben hat, in Sekundeneile auf die Schulter nähte. Währenddessen haben Hjalmar, Rorie und Marisa Zeit geschunden. Die einfachen Piraten haben mir noch abgekauft, dass ich zu den Blutsegelkabunieren gehörte – wer aber hätte damit rechnen können, dass sich unter ihnen ein hochrangiger Offizier befinde. Balthasar Jefferson. Dieser durchschaute das falsche Spiel und wollte die Wahrheit wissen. Damit rückten wir raus und erfuhren, dass Frank, der ja auf einer Geschäftsreise nach Beutebucht war, in den nächsten Tagen ein Treffen mit den Blutsegelkabunieren hat. Wo sich Frank befand, wusste er allerdings nicht. Wo das Treffen stattfinden sollte, wollte er uns ebenfalls nicht sagen. Dass wir daran schuld seien, dass die Blutsegelkabuniere ihr Dynamit nicht erhalten, verschleierten wir. Jefferson bot uns schließlich Begleitschutz nach Beutebucht. Dies nahmen wir dankend entgegen und verabschiedeten uns von Doktor Rob und seinem verbliebenen Anhang.


Ankunft und Informationsbeschaffung in Beutebucht

Die Ankunft in Beutebucht verlief unkompliziert. Wir hielten es nicht für nötig, noch eine Sekunde länger in der Nähe der Piraten zu verweilen als nötig. Dank Marisas Kenntnisse fanden wir uns relativ gut in der wirren ‚Stadt‘ zurecht und tauchten in einem Etablissement namens ‚Zum rasierten Hocker‘ unter. Dort besprachen wir das weitere Vorgehen. Der Hauptverdacht war, dass die McFarlanes das Treffen mit Frank, dem Geschäftsführer der Flussschiffgesellschaft und den Blutsegelkabunieren sprengen wollte. Also war es nun unser Ziel, die McFarlanes nach Möglichkeit vorher ausfindig zu machen, damit nicht einer der wichtigsten Geldgeber für die Kopfgelder dahinrafft, bevor wir auch nur eine Dukate gesehen haben. Bevor wir aber zur Hafenbehörde aufbrachen um uns nach Schiffen der Flussschiffgesellschaft zu erkundigen, schnappte ich das Gespräch zweier Menschen auf, die sich über einer der McFarlanes unterhielten: Einer der Verbrecher sei vor nicht allzu langer Zeit ins Geschäft gekommen und hätte sich dort über Präzisionswaffen erkundigt. Als ich die Menschen darauf ansprach, machten sie schleunigst die Biege. Die Suche nach einem exotischen Präzisionsgewehr verstärkte unsere Vermutung, dass die McFarlanes einen Anschlag auf Frank planten. Leider konnten wir Marisas fachkundigen Rat ein weiteres Mal nicht in Anspruch nehmen, da sie erschöpft im Gasthaus blieben musste. Also blieb es bei Steinherz, Hjalmar und mir den Auftrag in eine schlussendlich doch noch gute Richtung zu führen. Unser erster Anhaltspunkt war die Hafenbehörde. Hier erkundigte ich mich bei diesem degenerierten und korrupten Pack einem der Beamten nach den Schiffen der Flussschiffbehörde. Heraus kam, dass sich drei Schiffe am Hafen befinden. Nachdem er mir auch die dazugehörigen Stege mitteilte, zog ich ab und traf mich wieder mit Hjalmar und Rorie die in der Zwischenzeit, mit jemanden sprachen, der sich mit Präzisionsgewehren auskenne. Herauskam, dass sich ein Anhänger der McFarlanes – wahrscheinlich der, der zuvor schon den zwei Menschen in Matrosenkleidung aufgefallen war – nach einer gnomischen Waffe erkundigt hat, die HZZM2, die aber gar nicht auf dem öffentlichen Markt zu erwerben ist. Der Händler leitete die Zwerge weiter an einen gewissen Emmet, an dem der Händler auch den McFarlane Kriminellen verwiesen hat. Nun hatten wir zwei Anhaltspunkte: Den Hafen mit den dazugehörigen Informationen oder die Adresse von Emmet. Wir entschieden uns erst zu Emmet zu gehen.

Emmet und die McFarlane Bande

Bei der Adresse angekommen zögerten wir nicht und klopften schlicht und ergreifend an der Tür. Emmet stellte sich als ein älterer, hilflos paranoider Mensch heraus. Als wir ihn seiner Wohnung eine Unterredung hielten, bestätigte er, dass die McFarlane Bande bei ihm gewesen ist und Interesse an diesem exotischen Präzisionsgewehr hatten. Emmet hatte zugesagt, er könne es ihnen besorgen versicherte ihnen zwar, er könne diese Waffe über Umwege anschaffen, doch der Preis dafür soll die gesuchten Verbrecher allerdings stutzig gemacht haben. Seitdem hat er sie nicht mehr gesehen und er vermutet, dass er sie auch nicht mehr sehen wird. Bevor wir ihn aber weiter ausquetschen konnte, klopfte es an der Tür. Darauffolgte die Aufforderung, alle Insassen, also wir, die Söldner und Emmet, sollen ohne Waffen mit erhobenen Händen nach draußen kommen. Emmet schwafelte paranoid vor sich her, angeblich sei dies der Geheimdienst, der ihm auf die Schliche gekommen ist. Während die Zwerge drauf und dran waren sich festnehmen zu lassen, also ohne Waffen nach draußen spazieren wollten, redete Emmet auf uns ein, warten zu müssen und wenn nötig, zu kämpfen. Ich willigte ein, die Zwerge allerdings marschierten befehlsverweigernd nach draußen und ließen sich fesseln. Nicht lebensmüde marschierte ich also schließlich auch nach draußen und bekam so erstmals die Gestalten ins Blickfeld: Keine Uniform und maskiert, aber dafür eine breite und vor allem hochwertige Palette an Ausrüstung. Bevor sie jedoch auch noch Emmet zwangen, sich zu ergeben, fielen alle der verschleierten Personen, mit Ausnahme von mir einer gezielten Explosion zum Opfer. Die McFarlane Bande zog auf, die, zumindest für diesen Augenblick, unsere Retter darstellten, so ironisch es auch klingt. Seff, Cheryl, Dieter, Kwing-Schulze und Hango, Nikoslav und schließlich Joe – abgesehen von Jey Wahrer waren alle anwesend. Emmet trat schließlich heraus und erklärte, dass wir, die Söldner, die sich immer noch totstellten, nicht zu den maskierten, bewaffneten Personen gehörten. Dies rettete uns wohl vorerst das Leben, aber wir kamen trotzdem nicht darum herum, von der Bande gefesselt zu werden um schließlich, weit weg von Emmets Wohnung aber immer noch in Beutebucht, in einem Lagerhaus zu untergebracht zu werden, das voll war mit Sprengstoff, Waffen und sogar einem Maschinengewehr.


Der Plan

Bevor die McFarlane Bande uns also töteten, rückten sie erstmal mit der Sprache raus, wie das bei großen Verbrechern und Schurken ja üblich ist. Tatsächlich, sollte man Seff McFarlane, einen verbitterten, von der Flussschiffgesellschaft verarschten Mann tatsächlich Glauben schenken, handelte es sich bei den maskierten und schwer bewaffneten Gestalten, die Emmets Wohnung umstellten um den Geheimdienst. Man vermutet sogar, dass das SI:7 dahintersteckt. Wir hielten es für das Beste bei der Wahrheit zu bleiben und uns zu erklären. Hjalmar ließ dabei aber geschickt seine Antisympathie gegenüber Frank, dem Geschäftsführer der Flussschiffgesellschaft miteinfließen. Seff erklärte, dass sie tatsächlich hier sind um Frank zu töten, aber das reichte nicht, um die Gesellschaft zunichte zu machen. Franks Tod war die ‚persönliche Note‘ in seinem Plan, denn der Geschäftsführer hatte vor Jahren Seffs Frau getötet und dessen Tochter vergewaltigt, als jene ihren Hof nicht abtreten wollten. Plan war es, die Anwesenden des Treffens das bald stattfinden sollte zu töten; darunter also die Vertreter der Flussschiffgesellschaft, den Blutsegelkabunieren, sowie, und das erfuhren wir zu diesem Zeitpunkt, mit die Venture Company, die Defias und nicht zuletzt einer Geheimorganisation, die zumindest in den gesamten östlichen Königreichen agiert, ‚die Ungekrönten‘. Letztere sind schon seit geraumer Zeit hinter der Bande und Emmet hinterher. Da es nicht reichte, die Vertreter der größten Handelspartner der Flussschiffgesellschaft zu töten – denn sie würden nach kurzer Zeit schlicht ersetzt werden – ging der Plan noch einen Schritt weiter. Denn nachdem dermaßen viel Irritation gestiftet wurde, fallen, so laut Prognose der Bande, die Aktien der Gesellschaft ins Bodenlose. Diese würde man dann zum Großteil aufkaufen, die Geschäftsführung übernehmen und das Gewerbe schließlich vollends gegen die Wand fahren. Das war der Plan. Und für diesen Plan brauchte man nicht nur die HZZM1 sondern auch weit über hunderttausend Goldstücke. Um an das nötige Kapital zu kommen, wollte man vorerst die Bank von Beutebucht ausrauben. Das ist kein Scherz. Und wir sollten ihnen dabei helfen. Uns blieb gar nichts anderes übrig, wenn wir weiterleben wollten. Zum Dank wurde uns Gold in Höhe der Kopfgelder versprochen, die auf die McFarlanes ausgesetzt waren.


Der Bankraub der in die Geschichte eingehen soll – Teil 1

Zuallererst holten Strumpf, Joe und ich in den frühen Morgenstunden die restlichen Stangen Dynamit aus dem Gasthaus, in dem die Söldnerschar gerastet hat. Marisa liegt immer noch fiebrig im Bett und war zu diesem Zeitpunkt vollgepumpt mit schläfrig machenden Arzneimitteln, was mir die Erklärungsversuche ersparte, plötzlich mit den von uns gesuchten Verbrechern gemeinsame Sache zu machen. Die Marie-Elena bekam einen neuen Anstrich und wurde mit Schredder-Motoren versehen. Sie sollte den McFarlanes und den Söldnern als Fluchtvehikel dienen – nach dem Bankraub, versteht sich. Jey würde uns zu einem gegebenen Zeitpunkt mit der Schaluppe abholen. Während Nikoslav, Hjalmar und ich das Maschinengewehr auf dem Dach der Bank von Beutebucht in Stellung bringen sollten, war es die Aufgabe von Dieter und Joe das angrenzende Gasthaus in Brand zu setzen um die Zivilisten aus dem Weg zu räumen und den Haudraufs keine Möglichkeit einräumend, uns über einen direkten Weg zu erreichen. Nachdem das Feuer gelegt war – ein Inferno – ging es also los. Die Söldnerschar und Nikoslav kämpften sich durch das Gasthaus, im Gepäck das Maschinengewehr und eine Menge Munition. Wir schlängelten uns durch Zivilisten und auch wenn die brandheiße Luft im Gebäude uns den Atem nahm und der Haut Verbrennungen zufügte, gelangten wir schließlich heil nach draußen. Bestandteil unserer Aufgabe war es auch, die kezanischen Präzisionsschützen auf dem Dach der Bank auszuschalten. Hjalmar und Rorie hatten keine Probleme damit dies durchzuführen. Danach platzierten wir das Maschinengewehr auf dem Dach der Bank. Gleichzeitig erklang der Schuss eines Bankangestellten, der den Überfall meldete. Daraufhin mobilisierten sich zahlreiche Haudrauf-Einheiten am anderen Ende der Stadt und stiegen in kleineren Schiffen um zu uns überzusetzen. Hier kam das Maschinengewehr in Stellung an das ich mich setzte. Während ich also damit beschäftigt war, einen Haufen Grünhäute den Garaus zu machen, zeigten sich endlich auch Cheryl und Seff, die kurz zuvor die Heckenschützen an den naheliegenden Felsen ausgeschaltet haben. Seff brachte einen Handbohrer mit um eine gezielte Sprengung des Daches vorzubereiten. Als ich mich für wenige Sekunden umdrehte sah ich nur einen abgebrochenen Handbohrer und einen Zwergen der auf einen fluchenden Seff einredete. Mir ist schleierhaft, was da passiert ist. Plan war es nun, das Dach Stück für Stück zu sprengen – das ging solange gut, bis das Maschinengewehr irgendwann einfach weggefegt wurde, weil niemand Zeit hatte, es zur anderen Seite des Daches in Sicherheit zu ziehen. Direkt unter uns am Steg wurde die Konzentration von Sicherheitskräften immer größer. Hango wurde im Nahkampf getötet, Schulze landete blutend im Wasser. Doch nach einer gefühlten Ewigkeit offenbarte sich nach einer letzten Sprengung das Innere der Bank.


Der Bankraub der in die Geschichte eingehen soll – Teil 2

Ich hatte die Ehre, als erster in den Tresorraum zu steigen und wurde gleich von einem Paar Schrotflinten erwartet, die wir aber rasch ausschalten konnten. Nun zeigte sich auch endlich Jey Wahrer, der die Marie-Elena in unmittelbarer Reichweite zur Bank navigierte – sich selbst ankündigend, indem er eine Granate in Richtung der Goblins warf. In der Zwischenzeit stopften wir Gold in Säcke, mobilisierten handliche Kisten und ließen palettenweise Goldbarren eine improvisierte Rampe, die direkt zu unserem Fluchtschiff führte, herunterrutschen. Es dauerte nicht lang da öffnete sich die Tür der Bank und es zeigten sich weitere, mit Kettenhemd und Schrotflinten ausgestattete Haudraufs. Die blutrünstige Cheryl machte kurzen Prozess mit ihr und verhinderte schlimmeres. Ganze Schiffverbände des Dampfdruckkartells und der Blutsegelkabuniere waren mittlerweile damit beschäftigt uns den Weg abzuschneiden. Also mussten wir uns mit dem Gold zufriedengeben, das wir bis dahin auf das Schiff gebracht haben und machten nun selbst die Biege. Die Motoren, mit der die Marie Elena versehen wurden machten sich bezahlt, doch die Hafenblockade der Galeonen war mittlerweile so dicht, dass es unmöglich war, zu türmen. Strumpf und Joe haben glücklicherweise einige der Schiffen Stunden zuvor präpariert. Kurz bevor die Marie-Elena also drohte aufzuklatschen, explodierten einige der Galeonen, was uns letztendlich die Flucht ermöglichte. Doch noch bevor wir endlich in Sicherheit schippern konnten, machte eine Flugmaschine auf uns Jagd. Nikoslav überreichte uns Repetiergewehre; er selber griff zu einem Raketenwerfer. Doch es blieb bei wenigen Schüssen des ‚einfachen‘ Schießeisens um auch diese Gefahr zu bannen. Die McFarlane Bande setzte uns schließlich an der Küste ab unweit von Beutebucht. Man versprach uns, man melde sich in naher Zukunft bei uns um den Plan schließlich zu vollenden. Wir sollten warten. Also warteten wir.


Das Wiedersehen


Wir warteten. Doch kurz bevor sich die Zweifel in uns festsetzen konnten, man hätte uns über's Ohr gehauen, zeigte sich ein Mitglied der McFarlane Bande. Es war Vater Joe der uns darüber informierte, dass das Treffen von Frank, den Geschäftspartnern der Flussschiffgesellschaft sowie den Geheimdienst 'die Ungekrönten' am heutigen Tag stattfinden sollte. Da die Marie-Elena überall am Kap gesucht wird, mussten wir laut Joe den Treffpunkt mit dem Rest der Bande über den Dschungel erreichen. Außerdem wurden wir darüber in Kentniss gesetzt, dass Kopfgelder auf Hjalmar, Rorie und mich ausgesetzt waren in Höhe von fünfhundert Goldstücken. Das Kopfgeld der McFarlane Bande wurde pro Mitglied auf tausend Goldstücke erhöht. Auf einer Klippe angekommen, auf der man einen guten Blick auf das Geschehen werfen konnte - bisher waren nur Mitglieder der Blutsegelkabuniere zu sehen in Form einiger Dutzend Matrosen sowie drei Kriegsschiffen - verabschiedete sich Joe mit den Worten, der Rest würde gleich hier eintreffen. Nach einiger Zeit traf nicht nur ein Gyrokopter ein, sondern auch ein Flussschiff, dass mehrere bewaffnete Söldner beherbergte und einen, in schwarz gehüllten Mann, der, wie sich später herausstellte, Frank war. Weiter beobachten konnten wir nicht, da unweit von uns ein Haufen rotmaskierter, bewaffneter Gestalten auftauchten die uns ohne Vorwarnung festnahmen - dass sie zufällig auf ihrer Patroullie auf uns stießen war ziemlich unwahrscheinlich. Wir nahmen an, es gehörte zum Plan oder Vater Joe hatte uns verraten. Wir ließen uns also abermals auf diesem Auftrag die Waffen abnehmen und schließlich führten uns die Piraten oder die Defias, oder weiß der Geier wer das war uns ab.
Wir stiegen die Klippe entlang runter auf die Küste, wurden in ein Beiboot gesetzt und schipperten damit zu einem der Flakschiffe der Blutsegelkabuniere, wo wir dann unter Deck gebracht worden sind. Dort 'wartete' auch Jey Wahrer auf uns, ebenfalls gefesselt. Der wollte zu diesem Zeitpunkt aber kein Wort sagen. Irgendwann zeigte sich schließlich auch Cheryl, die von mehreren bewaffneten Matrosen zu uns geschleppt wurde. Außerdem zeigte sich Vater Joe, der seinen Verrat an der McFarlane Bande beichtete um von seinen Straftaten freigesprochen zu werden. Wir saßen fest aber dabei wollten wir es nicht belassen. Hjalmar war der erste, der es schaffte mit purer Kraft die Fesseln zu lösen. Daraufhin folgten die anderen; es folgte ein Gemetzel unter Deck bei dem wir als Sieger hervorgingen. Kurz bevor ein Unteroffizier drohte uns mit Schrot zu durchsieben, wurde er von hinten von Vater Joe erschossen, der dann doch kein Verräter war. Liest sich das nur so bescheuert? Der hatte nämlich nur so getan, als würde er den Fadenziehern, nämlich den großen Spielern der Geschäftspartner und der Flussschiffgesellschaft in die Hände spielen indem er die McFarlane Bande gegeneinander ausspielt. Der Waffenhandel der HZZM1 verlief nicht nach Plan. Deshalb kam der Verdacht auf, es befände sich ein Verräter in den eigenen Reihen. So änderte Seff den Plan, damit nicht jeder in eine Falle lief. Jeder bekam andere Befehle. Wir hatten aber keine Zeit darüber nachzudenken, wer uns denn verraten haben soll. Unser Ziel war es nun die Schiffbatterie auf die Küste auszurichten. Auch Nikoslav traf ein und tötete während er zu uns stieß mehrere Matrosen. Während Jey Wahrer sich die Kleidung eines toten Blutsegelkabuniers anneignete, warfen wir, also die Söldnerschar, einen Blick auf die Küste. Dort brach das reinste Chaos aus. Ein Großteil der Anwesenden wurde vergiftet, Piraten bekämpften Defias, Defias erschossen Söldner der Flussschiffgesellschaft und innerhalb weniger Sekunden lagen mehrere hochrangiger Mitglieder - darunter als Beispiel auch Balthasar Jefferson - im Dreck. Nur von Frank fehlte jede Spur, der allen Anschein nach immer noch auf dem Plumpsklo sitzt, dass er zu dem Zeitpunkt betrat, als wir durch die maskierten Kerle abgeführt wurden. Das Gefecht verlief zugunsten der Piraten, die daraufhin mit zwei Dutzend Matrosen das Plumpsklo umstellten. Frank wurde gezwungen mit niedergelassenen Waffen und erhobenen Händen aus dem Plumpsklo zu schreiten doch noch bevor er befragt werden konnte, musste er sich von seinen Eiern verabschieden. Das war Seff. Nun sollten wir die Kanonen abfeuern um der Küste ordentlich einzuheizen und das taten wir. Unterdessen zeigte sich auch Dieter Strumpf der im Chaos auf ein Beiboot geflüchtet ist um zu uns zu kehren. Er erklärte, dass er derjenige war, der ein Großteil der Anwesenden vergiftet hat indem er sich als Kellner der Versammlung verkleidet hat. Dadurch haben die Anwesenden sich erst gegenseitig verdächtigt. Er brachte auch den, auf dem Schiff versteckten Raketenwerfer mit. Nun wo Seff seinen Todfeind, nämlich Frank beim sterben zusah kam die Frage auf, wie es denn nun weiterging. Da offenbarte Vater Joe, dass Seff selbst der Verräter war: Denn der ganze Plan diente dazu, dass alle ohne Misstrauen ihre Aufgabe erledigen. Seff McFarlane selbst hatte Sturmwind informiert, aber nicht um die Bande auszuliefern, sondern um ihren Tod zu inszenieren. Und das klappte folgendermaßen: Während Seff Frank beim sterben zusah, tauchten Streitkräfte der Allianz mit Gyrokoptern auf. Sie seilten sich ein und umstellten ihn. Seff zeigte im nächsten Augenblick auf das Schiff wo der Rest der Bande sowie die Söldnerschar steckte und zog daraufhin die Waffen. Natürlich wurde er sofort erschossen. Um den Rest der Bande auszulöschen, richteten sich die Maschinengewehre der Gyrokopter auf das Flakschiff, auf dessen Oberdeck wir uns kurz zuvor noch präsentiert haben. Doch als die Gyrokopter endlich anfingen zu schießen, saßen wir alle schon sicher im Beiboot. Zeitgleich schoss Jey mit dem Raketenwerfer auf das Pulverlager des Schiffes - dies resultierte in einem riesigen Feuerball. So sah es aus, als hätten die Gyrokopter das Schiff explodieren lassen und alle wären im Glauben, sie hätten die McFarlanes und uns in die Luft gesprengt. Wir warteten in einem umgeworfenen Beiboot bis die Allianztruppen abgezogen sind und haben uns dann schlussendlich auf eine Sandbank gerettet.


Flucht und Ende

Für uns ging es in einer nochmals umgestrichenen Marie Elena nach Surwich. Abgeholt haben uns Emmet sowie Schulze, der doch nicht ertrunken ist und sich am Tag des Raubzugs an Land retten konnte. Vater Joe erklärte uns noch, dass nun alles nach Plan verlaufe. Sein Kontaktmann in Sturmwind hatte das Gold, was wir Tage zuvor gestohlen hatten, längst erhalten und wird nun die nötigen Anteile der Flussschiffgesellschaft aufkaufen damit die McFarlane Bande sie schlussendlich ruinieren kann. Die Bande teilte sich auf und bevor auch der Priester Joe verschwand, drückte er uns eine Schatzkarte in die Hand, die einen Ort südlich von Surwich auf einer Insel markierte. Dorthin reisten Hjalmar, Rorie und ich und hoben eine Kiste aus in der sich fünftausend Goldstücke befanden. Unser Lohn. Schlussendlich.



Soldverteilung


5000 Goldstücke

Kasse des Dämmersturms: [4798] Goldmünzen

Alexander García, Söldner: [50] Goldmünzen, [75] Marken
Kathlyn Lawley, Söldner: [50] Goldmünzen, [25] Marken
Marisa Grauwerth, Söldner: [50] Goldmünzen, [25] Marken
Jon Fischer, Söldner: [50] Goldmünzen, [25] Marken
Hjalmar, Tagelöhner: [1] Goldmünze, [25] Marken
Rorie Steinherz, Tagelöhner: [1] Goldmünze, [25] Marken



gez. Alexander García


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