Söldnerbund Dämmersturm

RP-Gilde - Die Aldor
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 Betreff des Beitrags: Berwerbung: Araschar Sturmfels
BeitragVerfasst: 15. Jun 2014, 16:52 
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* ein in eine Lederhülle geschlagenes Pergament wird dem Hauptquatier durch einen Boten überbracht. Der Mann scheint dies tatsächlich als
Profession erwählt zu haben. Sein Pferd ist stark und seiner Kleidung der Witterung angepasst. Wer auch immer diese Botschaft schickt scheint wert darauf zulegen, dass sie ankommt
und hat auch noch das nötige Kleingeld dazu.
In der gewachsten Lederhülle befindet sich ein Büttenpapier welches schon auf den ersten Blick interessant wirken dürfte. Es wurde mit einem Lacksiegel geschlossen. Darauf zusehen ein dreigeteiltes Wappen mit einem Baum, einem Berg und einem Bären. Nach dem da Siegel und einem protestierenden Knirschen gebrochen wurde, zeigt sich dem Leser eine gestochen scharfe Handschrift
mit einem delikatem Schwung, ganz offensichtlich die Handschrift einer Frau.*

"Sehr geehrtet Hauptmann,

zunächst freue ich mich, dass meine Zeilen ihren Weg in Eure Hände gefunden haben.

Zu meiner Person würde ich gerne im Verlauf zu sprechen kommen, vielmehr soll Euch an dieser Stelle
meine Motivation gewahr werden, weshalb ich mir eine Unterredung mit Euch wünsche.
Um mein Auskommen in näherer Zukunft zu bestreiten bin ich auf der Suche nach einer passenden
Tätigkeit welche meinen Fähigkeiten entspricht.
Ich habe unter Führung des Schwertmeisters Baliho den Umgang mit Kurzschwert und Schild sowie dem Bidenhänder gelernt.
Der Kampf mit dem Bogen ist mir auch vertraut, ist er doch unerlässliche für das Auge und die Hand.

Aufgrund meiner gesellschaftlichen Ausbildung werde ich sicherlich auch einer hervorragende Gesellschaft in Euren Reihen darstellen.

Mein Name ist Araschar von Sturmfels. Da meine Eltern eine Zwangsheitat gegen meinen Willen vereinbart haben, sehe ich mich
gezwungen das elterliche Gut zu verlassen und hoffe meine Freiheit wahren zu können in dem ich in Eurem Regiment
Zuflucht finde. Wie Ihr lesen könnt ist meine Situation recht heikel, da ich nicht nur über nur noch geringe monitäre Mittel verfüge
sondern mich auch im Verborgenen halten muss da ich sonst Gefahr laufe, gewaltsam wieder nach Hause gebracht zu werden.
Leider sind Titel und Gut in gewissen Kreisen wichtiger als das Wohl der eigenen Tochter.

Zur Zeit verweile ich in der Altstadt Stormwinds, im ansässigen Gasthaus unter dem Namen "Leandra".
Sofern Ihr Euch eine Unterredung vorstellen könnt, würde ich mich freuen von Euch zu hören.

Mit besten Wünschen

A. v. Sturmfels"

Mit einer sinnlich geschwungenen Handschrift endet der Brief.*


OOC:

Hallo zusammen,

nachdem ich jetzt gut eine Woche lang geforscht und gesucht habe wo sich gewisse RP-Gilden verstecken bin ich auf euch aufmerksam geworden.

Mein Name ist Jean, bin 31 Jahre alt und spiele seit 2007 wow. Bisher war ich ein heißer und inniger Kaldorei RPler. Leider
ist diese Art des RPs so ziemlich ausgestorben und die Gilden die verblieben sind, bespielen nur noch ihre Plots sonst sind diese tot.

Schweren Herzens trenne ich mich von meinem Druiden und hoffe bei euch ein neues zuhause zu finden in dem ich mich in meinen
Char finden und die Gilde als Gemeinschaft erleben und mich integrieren kann.
Neben dem WOW RP habe ich lange Jahre DSA3 gespielt und war Larper. Ich hoffe das Xdressing seht ihr mir nach
aber ich wollte das gerne mal für mich ausprobieren.


Zu Araschar:

Junge Menschenfrau 20 jahre alt.
circa 170cm groß und 50kg schwer.
(restliche Beschreibung im Flag)

Stammt aus einer rittlichen Familie.
Als einzige Tochter wurden ihr gewisse Freiräume gelassen, wohl bewusst dessen, dass sie eine gewisse Mitgift darstellt.
Da ein Adliger aus Stormwind ein Auge auf sie geworfen und den Titel eines Barons inne hat beschloss ihre Familie
sie zu verheiraten.
Bis dato konnte sie sich frei bewegen hat Kampf und Reitunterricht genießen können, musste sich jedoch in der Rolle als Frau
und Mutter unterrichten lassen. (kann also kochen nähen putzen :) *sexismustrief*)
Da sie sich nicht in ihr Schicksal fügen will hat sich kurzer Hand Rüstung und Schwert aus der elterlichen Rüstkammer und ein
Pferd aus den Stallungen geklaut. Den Schmuck und einige kostbare Gewänder hat sie zu Geld gemacht um ihre Flucht zu finanzieren.


Joa dann mal vielen Dank für das nette Gespräch mit dem Herr Zwerg (name vergessen ><) und ich würde mich freuen IC von euch
zu hören,
Lieben Gruß der JayP


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 Betreff des Beitrags: Re: Berwerbung: Araschar Sturmfels
BeitragVerfasst: 15. Jun 2014, 17:40 
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Willkommen schon mal hier im Forum ^^

Bei Pen & Paper Veteranen freu ich mich immer tierisch. Hab Baliho auch sofort einordnen können. Haben durchaus einige DSA-Spieler bei uns in der Truppe.

Die Idee deines Charakters klingt nach einem Allrounder, wo noch fleissig gelernt werden kann. Auch der Hintergrund deines Chars gefällt mir.

Von daher drücke ich einfach mal die Daumen, dich bald auch ic willkommen heißen zu können.

Edit:

Naja, wobei trotz adeliger Herkunft mit 20 Jahren noch nicht soo viel mit Schwertkampf gewesen sein kann. Sprich: Du würdest erstmal recht niedrige Werte bekommen, die eine Grundausbildung rechtfertigen, deinen Char aber nicht zu früh zu mächtig werden lassen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Berwerbung: Araschar Sturmfels
BeitragVerfasst: 15. Jun 2014, 18:06 
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Willkommen erstmal im Forum von meiner Seite.

Nun die Bewerbung ist soweit in einer sehr ordentlichen Form an der ich nichts auszusetzen habe und an dieser Stelle bedanke ich mich schonmal dafür.

Aber nun werde ich meiner Profession und Leidenschaft als Kritiker nachgehen und ein paar Punkte beziehungsweise Fragen anmerken, die mir beim Studieren deiner Zeilen durch den Kopf gingen.

Ein weiblicher Adelsspross, welche in weiblichen Pflichten unterrichtet wird und für eine nutzbringende Ehe vorgesehen ist - und dennoch in Kriegskunst unterrichtet wird? Klingt ein wenig merkwürdig für mich, aber gut, das kann man wohl so stehen lassen, auch wenn ich davon ausgehe dass man wohl nicht von ausgeprägten Kampfkenntnissen und Erfahrungen sprechen kann? Andere Länder andere Sitten.

Dann der Grund der Bewerbung: Dein Charakter zieht den billigen Tagelöhnerdienst, wo man grob gesagt erst einmal der Depp vom Dienst ist, in einer Söldnereinheit (und diese Profession als 'käufliche Klinge' wird nun sicherlichvon vielen nicht als geradezu erstrebenswert, ehrenvoll oder respektabel erachtet) oder die Freiheit und der gehobene Gesellschaft vor und schiebt hier das Wohlergehen vor. Well - auch möglich aber auch das erscheint mir seltsam.

Dazu noch die Tatsache, dass man den Bund somit in die Bredouille gegen ein Adelshaus der Allianz bringen könnte, wenn das ganze ans Licht kommt, da sie ja unerkannt und undercover bleiben will.

Summa summarum: Das Konzept kann man wohl so stehen lassen, aber mir persönlich sind die gewöhnlicheren Geschichten lieber als eine Aneinanderreihung von recht ausgefallenen Sonderfakten. Ein Bauer der sein Land und Gut verliert, ein Soldat der aus der Armee entlassen wird, Hanspeterkaiuwe der Schläger aus der Gosse, sonstiges... Der Reiz liegt für mich einfach mehr in einer 'gewöhnlichen' Geschichte, der man durch den Charakter selbst Würze verleiht, denn einem großen Drama im Hintergrund.

Das ist nur eine Anregung von meiner Seite.

MfG

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 Betreff des Beitrags: Re: Berwerbung: Araschar Sturmfels
BeitragVerfasst: 15. Jun 2014, 18:44 
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servus, erstmal vielen Dank für die schnellen und auch ernsthaften Antworten :)

ja also, die Sache mit der Kriegskunst, ich denke wir sind uns alle im Klaren darüber und das wurde schon angesprochen, dass Jemand
auch wenn er untwiesen wurde etwas mehr als ein Laie ist. Sie weiß zumindest wie man ein Schwert hält und wie man sich verteidigt mehr
jedoch nicht.
Da sie drei große Brüder hat, ist sie nun mal kein zartes Röslein sondern musste sich als kleinste und einziges Mädel ja auch irgendwie
behaupten. Daher denke ich ist es verschmerzlich zu sagen sie hat (von dem Schwertmeister ihrer Brüder) ein paar Trainigseinheiten stibitzt
weil es ihr einfach unheimlich Spaß macht sich zu bewegen, der Klang des Stahls wenn er aufeinander prasselt, oder das Sirren
wenn Klingen die Luft durchtrennen. Denke damit dürfte ich vielleicht den angeschnittenen Punkt der "Kriegsausbildung" etwas von meinem
Interpretationsstandpunkt darlegen können.
Es ist zwar nicht schicktlich für eine junge Frau so ein Handwerk zu ergreifen aber wenn sie es heimlich machen würde?

Und zu dem Punkt der Gefahr. Gut das kann ich jetzt nicht ausräumen, das stimmt. Punkt. :)


Aber ich finde jetzt nicht dass meine Charidee ein *snowflake* ist. Wieviele Gesichten und Romane handeln genau von solchen jungen
Frauen (Arielle :P , Merida, Fluch der Karaibik) die von Zuhause ausbrechen weil sie lieber ihre Freiheit haben wollen anstatt in einem goldenen Käfig zu leben?
Ich (aus meiner Motivation heraus) würde alles daransetzten lieber frei zu sein als mich etwas beugen zu müssen dass ich auf garkeinen
Fall möchte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Berwerbung: Araschar Sturmfels
BeitragVerfasst: 15. Jun 2014, 19:18 
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Soweit deinen Charakter als Special Snowflake zu bezeichnen würde ich nun auch nicht gehen. Ich sehe hier nur ein recht dramatisches Potential. Aber deinem Charakter muss klar sein, dass mit viel Freiheit auch bei dieser Söldnereinheit nichts ist. Sie wird zwar natürlich nicht verheiratet (hmmm... wobei? ;D) aber sollte sich dennoch der Rangstruktur unterordnen und Befehlen folge leisten. Das Söldnertum ist kein Freifahrtsschein... und die Beispiele ein wenig viel Mary Sue in deinem Falle gemischt mit zB Arya Stark *zwinker* Aber vielleicht sehe ich das auch ein wenig eng und stelle mir deinen Char falsch vor. Soviel Begründung nur zu meiner Kritik von zuvor - nichts für ungut.
Ich bin einfach ein Fan von recht hundsgewöhnlicher Charaktergeschichten wie Charakteren, das geb ich auch offen zu.

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 Betreff des Beitrags: Re: Berwerbung: Araschar Sturmfels
BeitragVerfasst: 15. Jun 2014, 20:05 
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alles gut und nein Heirat ist nicht drin... die kratzt jedem Kerl die Augen aus ^^


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 Betreff des Beitrags: Re: Berwerbung: Araschar Sturmfels
BeitragVerfasst: 16. Jun 2014, 13:26 
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So ich geb den anderen mal noch 1-2 Tage zum kommentieren, dann hau ich dir nach Rücksprache mit Oro nen Kalenderinvite rein. Behalt also am Besten den Kalender im.Auge.

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 Betreff des Beitrags: Re: Berwerbung: Araschar Sturmfels
BeitragVerfasst: 16. Jun 2014, 14:35 
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Du musst unsere Vorsicht entschuldigen. Wir hatten hier schon einige... naja... negative Erfahrungen mit weiblichen Chars. Es gibt halt einfach zu viele Dramaqueens auf der Aldor.

Die Bewerbung ist ordentlich und wie Sascha schon erwähnte, sehen wir Pen&Paper-Spieler hier sowieso immer gerne. Mit der Story hab ich persönlich kein Problem, nur solltest du dich IC auf einen gewissen "Kulturschock" gefasst machen, vor allem auf Einsätzen. *lacht*

Insofern würd ich mich freuen, wenn du dazustoßen würdest. Ich bin gespannt auf deinen Char.

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Wenn ich nicht so viel Scheisse bauen würde, käme ich mir dämlich vor.


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 Betreff des Beitrags: Re: Berwerbung: Araschar Sturmfels
BeitragVerfasst: 16. Jun 2014, 23:09 
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Achja ich möchte vorweg schonmal sagen, dass all mein RP bitte auch nur im RP behandelt wird. OOC bin ich klein und knuddelig und weich aber im rp bin ich einfach nur ein Arschloch x3

Edith sagt ich soll was sinnvolles reinhauen:

also ja eh...meine Befürchtung ist, dass das Profil zu krass wird. Aber ich bin da eh ein sehr krittischer Mensch der leicht in Meinungsverschiedenenheiten diesbezüglich gerät.

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Ein Zwerg und seine Axt, ist das beste was man als Freund hat.


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 Betreff des Beitrags: Re: Berwerbung: Araschar Sturmfels
BeitragVerfasst: 16. Jun 2014, 23:13 
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Moin,

hier mein Statement:

Zitat:
Naja, wobei trotz adeliger Herkunft mit 20 Jahren noch nicht soo viel mit Schwertkampf gewesen sein kann. Sprich: Du würdest erstmal recht niedrige Werte bekommen, die eine Grundausbildung rechtfertigen, deinen Char aber nicht zu früh zu mächtig werden lassen.


Dieser Trend, das es zur allgemeinen Meinung wird, gute Soldaten müssten wenigstens in den Dreißigern sein, ist mir mittlerweile sehr aufgefallen. Ich war anfangs einer ähnlichen Ansicht, aber wenn man sich das ganze mal etwas intensiver vor Augen führt, dann ist diese Position kaum noch haltbar. Wir kennen jugendliche Profisportler, Künstler und näher aufs Thema bezogen, es gab sogar Feldherren, die im Alter von 20 Jahren, ganze Armeen ins Feld geführt haben (Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel im dreißigjährigen Krieg - oder Manfred von Richthofen, der mit 26 als Fliegerass des Ersten Weltkrieges galt.) Gerade in adligen Kreisen, wo eine gewisse Förderung gewährleistet werden kann, sehe ich da durchaus Potenzial, die Fähigkeiten eines einfachen Gefreiten zu übertreffen, dessen Grundausbildung ja wahrscheinlich auch nur ein paar Monate in Anspruch nahm. Es muss sich dabei auch nicht um Ausnahmetalente handeln, - dafür gäbe es einfach zu viele Beispiele. Jeder von uns kennt einen (oder mehrere) Schulkameraden, die in irgendeiner Sache besonders glänzten und die älteren Herren sicherlich hätten noch älter aussehen lassen. Das mal grundsätzlich, - auch wenn hier natürlich keine "wirkliche" Förderung vorliegt, sondern lediglich diese halbe Ausbildung durch den Bruder. Erst ab diesem Punkt - und von der Tatsache ausgehend, dass sie keine aktive Kampferfahrung hat, müsste man dann zwingend beschließen, ihr ein gemäßigtes Profil zu geben, nicht aber angesichts des Alters.


Zitat:
Dann der Grund der Bewerbung: Dein Charakter zieht den billigen Tagelöhnerdienst, wo man grob gesagt erst einmal der Depp vom Dienst ist, in einer Söldnereinheit (und diese Profession als 'käufliche Klinge' wird nun sicherlichvon vielen nicht als geradezu erstrebenswert, ehrenvoll oder respektabel erachtet) oder die Freiheit und der gehobene Gesellschaft vor und schiebt hier das Wohlergehen vor. Well - auch möglich aber auch das erscheint mir seltsam.


In erster Linie geht es ihr ja darum, der Zwangshochzeit zu entgehen - da sie die Flucht aus dem "goldenen Käfig" in ihren Kreisen ächtet, wird sie nun erstmal recht mittellos da stehen. Ich halte es nicht für unrealistisch, wenn man sich aus dieser Mittellosigkeit heraus ins Söldnertum begibt und verweise mal auf die Einzelschicksale realer Kriegsunternehmer/Söldner. Sie mag zwar eine Frau sein, aber das WoW-Universum ist in der Hinsicht ja etwas moderner eingestellt, als das reale Mittelalter. Das Wohlergehen bezieht sich hier nicht auf den Dienst im Söldnertum, sondern auf die Flucht aus dem Elternhaus. Entweder ist sie sich der Tatsache bewusst, dass sie - wie Ingo schon sagte - diesen "Kulturschock" erleben wird, für den sie Opfer zu bringen hat - oder sie ist einfach dämlich. Das wiederum kann ich noch nicht sagen.


Zitat:
Dazu noch die Tatsache, dass man den Bund somit in die Bredouille gegen ein Adelshaus der Allianz bringen könnte, wenn das ganze ans Licht kommt, da sie ja unerkannt und undercover bleiben will.


Auch hier darf man es nicht übertreiben. Wenn man bei WoW von den gesellschaftlichen und politischen Strukturen des realen Mittelalters ausgeht, dann schert sich die Allianz einen Dreck um einzelne Adelshäuser, solange diese ihren Wehrbeitrag leisten. Etwaige Konflikte würden also unter das Fehdenrecht fallen - aber ... Sind wir mal ehrlich. Wie realistisch ist es, dass dieses Adelshaus, sollte es denn nun Wind davon bekommen, den Dämmersturm als etablierte Streitmacht anschwärzt - oder ihm gar den Krieg erklärt? Ich halte es jedenfalls für unwahrscheinlich - eine Enterbung ist da die gängigere Bestrafung. Angesichts der Tatsache, dass sie ja schon verschwunden ist, hat sie sowieso jeden politischen Wert für das Adelshaus verloren. Man müsste sich schon das Szenario eines verstörten, wütenden Vaters zurechtspinnen, der sie aus den "gierigen Klauen" des Dämmersturms reißen will, um da irgendeine bedrohliche Konsequenz für den Dämmersturm zu erschließen.


Zitat:
Summa summarum: Das Konzept kann man wohl so stehen lassen, aber mir persönlich sind die gewöhnlicheren Geschichten lieber als eine Aneinanderreihung von recht ausgefallenen Sonderfakten. Ein Bauer der sein Land und Gut verliert, ein Soldat der aus der Armee entlassen wird, Hanspeterkaiuwe der Schläger aus der Gosse, sonstiges... Der Reiz liegt für mich einfach mehr in einer 'gewöhnlichen' Geschichte, der man durch den Charakter selbst Würze verleiht, denn einem großen Drama im Hintergrund.


Also ich lese da ehrlich gesagt nur, dass sie adligen Blutes ist und in Ungnade fiel, weil sie 'ne Zwangshochzeit verweigerte. So "sonderlich" ist das nicht. Es stößt vielleicht auf, dass sie blauen Blutes ist, aber das sind so unendlich viele (reale Personen und Chars in WoW), das ich das nicht als große Besonderheit abtun würde. Das muss nicht gleich heißen, dass sie'n Mulan-Verschnitt ist, - oder die Wanderhure, die am Ende fürchterliche Rache an ihren Buhlern nimmt. Aus dem Provinzadel zu kommen, kann genauso gut heißen, dass ihre Familie weniger Land besitzt, als manch' ein erfolgreicher Freibauer mit finanziell größerem Erfolg. Die Chargeschichte wirkt zwar irgendwie "bekannt" und "abgedroschen", aber weder ist sie besonders "heroisch", "romantisiert" oder überzogen "dramatisch". Das sie irgendeine Not hat, die sie ins Söldnertum zwingt, ist ja nur logisch.


Zitat:
Ein weiblicher Adelsspross, welche in weiblichen Pflichten unterrichtet wird und für eine nutzbringende Ehe vorgesehen ist - und dennoch in Kriegskunst unterrichtet wird? Klingt ein wenig merkwürdig für mich, aber gut, das kann man wohl so stehen lassen, auch wenn ich davon ausgehe dass man wohl nicht von ausgeprägten Kampfkenntnissen und Erfahrungen sprechen kann? Andere Länder andere Sitten.


Auch wenn da diese merkwürdige Sache mit der halbherzigen Ausbildung durch den Bruder ist, - Ja. Warum muss sie denn ausgerechnet die einzige Tochter sein? Hättest du ihr einen weniger bedeutenden Platz in der familiären Struktur gegeben, wäre der Verlust an Glaubwürdigkeit für das Offenhalten dieser militärischen Alternative, wesentlich geringer ausgefallen. Normalerweise sind die familiären Pflichten ja durch die Erbfolge klar festgelegt - man dürfte sie also schon als kleines Kind darauf gedrillt haben, eines Tages einen anderen Gutsherren o.ä. zu heiraten, statt sie irgendwie mit Waffen in Verbindung zu bringen.

Vielleicht habe ich das jetzt überlesen: Wo kommt sie denn eigentlich her?


Zitat:
Du musst unsere Vorsicht entschuldigen. Wir hatten hier schon einige... naja... negative Erfahrungen mit weiblichen Chars. Es gibt halt einfach zu viele Dramaqueens auf der Aldor.


Richtig, deswegen sind wir da etwas voreingenommen.

Ich sehe das Problem hier weniger im Konzept an sich, als vielmehr in der Art der Präsentation. Ihr Schreiben wirkt zu "offen", dafür dass sie eine geflohene Adlige ist. Damit lässt du wenig Spielraum für Chars, ihre Geschichte im RP zu erfahren - und wenn in so einer Bewerbung gleich alle markanten Punkte auffindbar sind, liefert uns das natürlich auch sofort viel Spielraum für Kritik. Jeder Char, der etwas länger gespielt wird, könnte bei solchen Bewerbungen als "Special-Snowflake" durchgehen, wenn er gleich alles reinpackt, was ihm widerfahren ist. Ich hätte einfach darauf verzichtet, dass das ganze mit 'ner Hochzeit zu tun hat, bzw. es hier nicht im IC-Teil (vielleicht auch nicht im OOC-Teil) erwähnt. Wenn das dann im RP rauskommt, wirkt das ganz anders (besser), als wenn es so "leichtfertig" in die Bewerbung, bzw. in dem Brief an den Dämmersturm geschrieben wird.

Wenn ich sehe, dass jemand eine kurze, knackige Bewerbung schreibt, ohne detailliert auf Lebensabschnitte einzugehen, dann lässt das schon mal die Annahme zu, der Spieler sei dazu in der Lage, sein Konzept kritisch zu überdenken. Ein solcher Spieler könnte dann sogar einen SI-7 Agenten im Dämmersturm verkörpern - im Idealfall würden die Spieler dann erst sehr spät - oder eben gar nicht davon erfahren.

Oder um das noch deutlicher zu machen:
Wenn da nun einfach steht "blabla - Zwangshochzeit - blablbla - von zuhause geflohen - blablbla - adlig - blablabla - Waffenausbildung", dann wirkt das so abgedroschen, und klischeebehaftet, dass schnell mal einer die Augen verdrehen möchte, ohne weiter über das ganze nachzudenken. Wenn das alles aber erst später ans Tageslicht kommt, erscheint es den anderen Spielern schlüssig - und niemand zweifelt deine Kompetenz im RP an.



Nun aber genug der fiesen Worte, - im Endeffekt bin ich dafür, deinen Char zum Bewerbungsgespräch einzuladen und dir 'ne Chance zu geben. Die hast du allemal verdient, - da gab es wirklich wesentlich schlimmere Bewerber/innen und noch wesentlich schlimmere Bewerbungen.

Gruß,
Oro

_________________
Dem Sturm entgegen! - Schlachtruf und Grußformel der Söldner des Dämmersturms.


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