Söldnerbund Dämmersturm

RP-Gilde - Die Aldor
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 Betreff des Beitrags: Alexander Veidt's Gedichtebuch
BeitragVerfasst: 4. Dez 2014, 14:34 
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( Wollte zum einen mal all meine geistigen... Ergüsse in einem Thread haben, der Übersicht halber - zum anderen auch jene, die ich nicht in Geschichten einbaue )

Liebe ist wie eine Pistolenkugel.
Sie trifft dich blitzschnell und unvorbereitet.
Bohrt sich durch dein Fleisch, direkt ins Herz.
Sie kann Adrenalin durch deine Venen schicken.
Aber auch unglaubliche Schmerzen verursachen.
Und dann fällst du, in ein Meer aus Dunkelheit.
Ein dumpfer Aufschlag und dein Blick verschwimmt.
Und während dein Herz aufhört zu schlagen,
dein Körper kalt wird, ist niemand da um es zu bemerken.
Liebe ist wie eine Pistolenkugel.
Liebe tut weh.

- Alexander Veidt, 'Liebe tut weh'

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Blau-Weiße Banner, ruht mächtig und alt
von Tyr's Hand im Osten bis in den Silberwald
Unter silbernen Zinnen regiert von g'rechter Hand
Unser Lordaeron, Unsere Liebe, Unser Heimatland

Es wohnen in stolzen Hallen, am Lordamere-See
Fleissige, gute Menschen, mit Herzen rein wie Schnee
Nicht Alterac, nicht Gilneas ham' mich je so gebannt
wie der Anblick von Lordaeron, uns'rem Heimatland

- Alexander Simmons, 'Loblied auf Lordaeron'

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Die Welt verschwimmt
Das Leben zieht vorbei
In meinen Augen
Ist alles einerlei

Wo einst war Licht, nun Schatten liegen
Wo einst war Hoffnung, wird sie versiegen
Beim Licht, was habe ich's versucht
Und bin am Ende selbst verflucht

Die Welt zerbricht
Das Leben, eine Qual
Und ohne dich
Ist mir das so egal

- Alexander Simmons, 'Egal'

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Am Horizont seh ich Andorhal
Aus uns'ren Kehlen tönt Kampfesschall
Hundert Ritter stürmen mit mir durch die Nacht
Auf dem Weg zur Front, unser Zorn erwacht

So zieh'n wir los, mit dem Schwert in der Hand
Lebhafter Zorn in einem toten Land
Nichts hält uns auf, gleich einer Flammenwand
Brennender Hass in dem verfluchten Land

Schwindelig vor Wut und Adrenalin
Wie ein Sturm wir durch unsere Feinde ziehen
Stürmen nur vorwärts, schauen nie zurück
Die Schlacht umarmt mich wie das pure Glück

Rüstung aus Hass und das Schwert in der Hand
Gerechte Wut in diesem Albtraumland
Flammenbanner wehen und wir halten stand
Lodernder Eifer im verseuchten Land

Die Wende naht, ihre Reihe bricht
Der Sieg der naht und ich halte nicht
Wir marschieren weiter, im Geist vereint
Bringen den Kampf direkt zum nächsten Feind

So zieh'n wir los, mit dem Schwert in der Hand
Lebhafter Zorn in einem toten Land
Nichts hält uns auf, gleich einer Flammenwand
Brennender Hass in dem verfluchten Land

Und der Zweifel der sagt, dass ich nie gewinn'
Die Hoffnung die schwindet, hat es einen Sinn?
Doch in meinem Herzen, da brennt ein Licht.
Der nächste Sieg wartet schon auf mich.

- Alexander Simmons, 'Feuerprobe'

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Oh süße, süße Dunkelheit.
Ich lass mich von dir umfangen.
Du süße, süße Dunkelheit.
Immer bei mir, muss nie bangen.

Meine Schöne, meine Freundin.
Meine Seele , mein Schmerz.
Mein Trostspender, meine Zuflucht.
Meine geliebte Finsternis, mein Herz.

Oh schöne, schöne Dunkelheit.
Muss dich nie vermissen.
Du schöne, schöne Dunkelheit.
Wünscht, ich könnt dich küssen.

Mein Leben, mein Sterben.
Mein Anker in der Not.
Mein Teufel auf der Schulter.
Mein Untergang und Tod.

- Alexander Veidt, 'Dunkelheit'

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Zerbrochen
meine Seele, erfroren ist mein Herz.
Durch die Kälte, die in mich gekrochen.
Ich fühle nur noch Schmerz.
Sag, wo ist die Sonne hin? Ich sehe sie nicht mehr.
Ich sehe nur noch Dunkelheit, das Atmen fällt so schwer.
Verloren
ist die Hoffnung, kann sie nicht mehr finden.
Das Schicksal, gegen mich verschworen,
Ich kann ihm nicht entwinden.
Sag, wo ist das Gute hin? Es hat mich längst verlassen
Ich spür‘ wie meine Träume immer mehr verblassen
Gestorben
die Gefühle, will sie nicht empfinden.
Besser ist, sie bleiben verborgen.
Brauchte lange, dass raus zu finden.
Sag, wo ist das Glück nur hin? Muss es immer schwinden?
Sag mir wo, wenn nicht auf Erden, kann ich es denn finden?

- Alexander Simmons, 'Zerbrochen'

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Ich möchte endlich irgendwo zuhause sein,
Keine Kälte spüren, auch wenn ich bin allein.
Ich möchte mir nicht ewig ein Fremder bleiben,
Nicht in einem Meer aus Dunkelheit treiben.
Ich möchte mich in guter Gesellschaft finden,
Und mich nicht immer an fremde Maßstäbe binden.
Ich möchte niemals mehr meine Wünsche von mir trennen,
Und nie wieder versuchen, vor mir davon zu rennen.
Erst dann bin ich fähig, mich zu akzeptieren,
In mir Ruhe zu finden und mich nicht an mich zu verlieren.

- Alexander Veidt, 'Zuhause'

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Ob finstrer Tag, ob schwarze Nacht
Der Zorn gibt meinem Schwertarm Macht
Verzage nicht, nur weil ich weiß
Der Sieg ist nah und Hass brennt heiß

Aus Hass und Wut so scharlachrot
Gewinn ich Kraft, wenn Unheil droht
Ich kämpf mit flammend Herzen nur
Verzehr den Feind, das ist mein Schwur

Wenn Hoffnung stirbt, die Reihe weicht
Die Wut ein kochend Hoch erreicht
Und wer nun stirbt, der wusste nicht
Der Zorn obsiegt, und nicht das Licht

Ob finstre Nacht, ob schwarzer Tag
Stets macht der brennend Hass mich stark
So schreiten wir zu grimmig Tat
Erzittre, Tod, der Kreuzzug naht

- Alexander Veidt, 'Scharlachroter Zorn'

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Tragen abends den Kampf an der Brücke aus
Voller Angst zittern sie
Wollen nur, möglichst bald, aus dem Albtraum raus
Brüllen nun, voller Leid, ihren Schmerz hinaus
Stundenlang, fechten sie, voll vergossnem’ Blut
Qualen stark wie noch nie
Jener Trupp, stürmt voran, durch die flammend Glut
Körper taub, durch den Schmerz und die pure Wut

Für wen die Stund' schlägt
Die Zeit verrinnt rasch
Für wen die Stund' schlägt

Noch nicht tot, schauen sie, hoch zum Abendrot
Sicher zum letzten Mal
Durch den Wald, ein Schrei hallt, laut aus höchster Not
Es ist klar, ihnen allen, dass der Tod nun droht.
Stahl auf Stahl, Schwert in Fleisch, Blut den Boden tränkt
Unerträglich, die Qual
Jener Trupp, seinem Feind, keinen Meter schenkt
Ob nun Sieg, oder Tod, ihrer wird gedenkt.

Für wen die Stund' schlägt
Die Zeit verrinnt rasch
Für wen die Stund' schlägt

- Alexander Veidt, 'Wem die Stunde schlägt'

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Hoffnung kann verstummen, im lauten Schlachtenlärm
Finsternis mag siegen, wo das Licht scheint doch so fern
So viele tote Freunde, ein Berg aus tausend Leichen
Solange ich noch stehe, werde ich niemals weichen.

Ich werde nie aufgeben,
Drum höret meinen Schwur:
Werde kämpfen, geb' mein Leben.
Für die Heimat, nur.
Für die Heimat, nur.

Der Tod holt sich die Schwachen, ein ganzes Land, gegeißelt
Gemeinsam brechen wir das Schicksal, was scheint in Stein gemeißelt.
Haltet stets die Reihen, bekämpft sie bis zum Ende,
Schickt sie in die Hölle, bringt dem Kampf die Wende

Ich werde nie aufgeben,
Drum höret meinen Schwur:
Werde kämpfen, überleben.
Für die Heimat, nur.
Für die Heimat, nur.

Egal wie hart wir kämpfen, niemals scheint es genug,
Und trotzdem mach ich weiter, bis zum letzten Atemzug.
Noch immer steh ich aufrecht, das Schwert gewetzt und scharf,
Weil das Feuer meines Herzens niemals erlischen darf.

Ich werde nie aufgeben,
Drum höret meinen Schwur:
Werde kämpfen, werde leben.
Für die Heimat, nur.
Für die Heimat, nur.

- Alexander Simmons, 'Für die Heimat nur'

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Es fallen die untoten Massen
Wir bringen ihnen den Krieg
Unser Mut wird uns niemals verlassen
Für uns wird’s ein großer Sieg

Wir trotzen allen Gefahren
Wir kennen nur unsere Pflicht
Lordaeron, mein Lordaeron wir nahen
Lordaeron, wir retten dich

Wir werden den Mut nie verlieren
Man erkennt es an unserem Blick
Wo immer wir hin marschieren
Das Licht leitet unser Geschick

Schwestern, formiert die Kolonnen
Brüder intoniert den Kampfesschrei
Lordaeron mein Lordaeron wir kommen
Lordaeron, wir stürmen dich frei

- Alexander Simmons, 'Lordaeron-Marsch'

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Wir haben uns vorgenomm'
Im Leben zu nichts zu komm'.
Was uns, dem Licht sei dank,
Bisher ganz gut gelang!
Trinkfest und arbeitsscheu,
Sind wir nur der Heimat treu.
Wir sing' und träum' davon,
Von dir, mein Lordaeron, Lordaeron.

- Alexander Veidt, 'Mein Lordaeron'

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Es braust ein Ruf wie Donnerhall,
wie Schwertgeklirr und Schlachtenhall:
Zum Schwert, Zum Speer, bildet die Reih'n,
Wer will des Landes Hüter sein?

Durch unsre Leiber zuckt es schnell,
und aller Augen blitzen hell
der Alteracer wild und stark,
beschützt die schöne Landesmark.

Solang ein Tropfen Blut noch glüht,
noch eine Faust das Schwerte zieht,
und noch ein Arm den Bogen spannt,
betritt kein Feind hier unser Land!

Und ob mein Herz im Tode bricht,
wirst du doch drum verzagen nicht.
Reich, wie an Wasser eine Flut,
ist Alterac an Heldenblut!

- Alexander Veidt, 'Irgendein Scheiß für die Gorheimer Lanzenträger'

Bild

Das Wappen weiß, das Wappen blau,
Der Adler darauf thront.
Beim Anblick weiß ich ganz genau,
in jener Burg der König wohnt.

Und fort ist es, ja fort ist es,
Das Reich von Lordaeron.
Der Untod herrscht in jenem Land
Und keiner schert sich drum
Der Untod herrscht in jenem Land.
Und keiner schert sich drum

- Alexander Veidt, 'Klagelied von Lordaeron'

Bild

Ich sah das Licht kläglich verblassen
Im Angesicht untoter Massen
Wenn Asche fällt auf tote Kameraden
Das Land erstickt an Seuchenschwaden
Mein Blick gehetzt, die Wangen hohl
Sag ich letztes Lebewohl

Die Nacht bricht an, sie jagt gekonnt
Den Tag nun fort vom Horizont
Dunkelheit senkt sich über den Ort
Die Ferne ruft mich, ich will fort
Und obwohl mich die Zweifel plagen
Will ich den letzten Abschied sagen

Ich ziehe los, mein Herz das weint
Durch jenes Land, wo's Licht nicht scheint
Alles was ich kannte, lass ich zurück
All meine Träume, die Illusion vom Glück
Vor mir nur die Straße, im Sternenlicht
Wohin sie mich führt, das weiß ich nicht

- Alexander Simmons, 'Exodus'

Bild

An den Stiefeln, da klebt die Asche
An den Händen, da klebt ihr Blut
In der Brust, da schlägt mein Herz schwer
Über mir Wolken, gleich einem Schattenmeer
Hinter mir, lass ich die Seele
Vor mir liegt der Horizont
Verlass die Heimat, stets gen Süden
Folge ich dem großen Fluss
Und hoffe, es gibt ein Licht
Das ich erst noch finden muss

Ein letztes, blasses Licht auf der Welt
Ein letztes, schwaches Licht auf der Welt

Und ich bitte nicht um Vergebung
In dieser kalten, harten Welt
Aus trüben Pfützen auf meinen Wegen
Blicken mir tote Augen entgegen
Hinter mir, lass ich mein Herz
Vor mir liegt der Horizont
Einen Fuß stets vor den Anderen
Mein Lied vom Lebens' Überdruss
Doch ich hoffe, es gibt ein Licht
Das ich erst noch finden muss

Ein letztes, blasses Licht auf der Welt
Ein letztes, schwaches Licht auf der Welt

- Alexander Simmons 'Exil'

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Der Traum, welch wirres Hirngespinst
In mannigfaltig Welt er linst
Zeigt was sein kann, was lang vergangen
Und oft ist man wach noch gefangen
Die Bilder hallen spukend nach
Manchmal liegt man gar lange wach
Sinniert was wäre, was gewesen
Doch schwer ist's, manchen Traum zu lesen
Schöne Träume träum' ich rar
Meistens sind sie unschön gar
Erinnerungen, Leid, Unfug und Mist
Doch was das wirklich Schlimme ist:
Ob Wachsein oder Traumes' Bann
Beides widert mich maßlos an
Schöne Momente, welch Seltenheit
Ob wach ob träumend, Bitterkeit
Am Ende aber muss ich lachen
Irgendwann kommt das Erwachen
Es bleibt die Freud auf traumlos Nächte
Und auf den Tag, der's Ende brächte
Im endlos Schlaf, ja das kann's geben
Vorbei ist dort der Albtraum Leben
Nur dann ist alles einerlei
Nur im Tod da ist man frei

- Alexander Veidt, 'Albträume'

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Es braust ein Ruf wie Donnerhall,
wie Schwertgeklirr und Schlachtenhall:
Zum Schwert, Zum Schild, bildet die Reih'n,
Wer will des Landes Hüter sein?

Durch Hunderttausend zuckt es schnell,
und aller Augen blitzen hell
der Lordaerone fromm und stark,
beschützt die heil'ge Landesmark.

Er blickt hinauf in Himmelshöh'n,
wo tote Freunde niederseh'n,
und schwört mit stolzer Kampfeslust:
Ich kämpfe solang's Herz schlägt in der Brust!

Solang ein Tropfen Blut noch glüht,
noch eine Faust das Schwerte zieht,
und noch ein Arm die Armbrust spannt,
betritt kein Feind hier unser Land!

Und ob mein Herz im Tode bricht,
wirst du doch drum verzagen nicht.
Reich, wie an Wasser eine Flut,
ist Lordaeron an Heldenblut!

Der Ruf erschallt, die Schlacht beginnt
die Fahnen flattern hoch im Wind:
Für Lordaeron gegen die untote Brut
Tränken das Land mit Feindesblut!

- Alexander Veidt, Heldenblut

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 Betreff des Beitrags: Re: Alexander Veidt's Gedichtebuch
BeitragVerfasst: 8. Jan 2015, 18:06 
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Alles tot. Die Klingen schweigen
Totenstill ist Wald und Flur
Am Himmel sich die Sterne zeigen
Trüb hinterm Seuchenschleier nur

Alles tot. Vergeblich lauschet
Man der hungrig Raben Schrei
Ein Klagelied der Wind nur rauschet
Die letzte Schlacht ist lang vorbei

Alles tot. Verfallene Hütten
Sind wie Gräber anzusehen
Die, von Schnee bedeckt, inmitten
Eines weiten Friedhofs stehen.

Alles tot. Nichts hör ich klopfen
Als mein Herze durch die Nacht
Heiße Tränen nieder tropfen
Auf die kalte Winterpracht

Alles tot. Nichts bleibt zurück
Muss alles schließlich einmal enden
Nur selten hat man jenes Glück
Das grausig Schicksal abzuwenden

Alles tot. Nur Schnee und Eis
Erblicken sie, die fröstelnd Wachen
Doch bald ist es Zeit, wie jeder weiß
Den alten Hass neu anzufachen

Alles tot. Der Schneesturm tobt
Als ob die ganze Welt gefriert
Und tausendmal sei hier gelobt
Dass es auch wieder wärmer wird

- Alexander Simmons, 'Winter'

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Grausam sacht, doch mit Gewalt
Drang dein Schwert in mich
Nicht mehr Du - eine Gestalt
So kalt wie blanker Stahl

Nacht erfüllt nun deinen Geist
Das Licht - es blendet dich
Und du weißt, was Kummer heißt
So schmerzhaft deine Qual

Es lebt Nichts mehr an diesem Ort
Den bei dir man Seele nannte
Die Gnade, das Gute - alles fort
Es kommt nie mehr zurück

So unendlich fremd ist mir
Der Mensch den ich einst kannte
Doch im Gegensatz zu dir
Hab ich noch etwas Glück

Fort, Vernunft und dein Verstand
Du spuckst, auf was du bist
Hast scheinbar dich selbst verbannt
In tiefste Dunkelheit

So werde ich dich in Stücke schneiden
Bis nichts mehr übrig ist
Und vorbei ist dann dein Leiden
Sehr bald ist es soweit

- Alexander Simmons, 'Verrat'

Bild

Sind von Geburt an Todgeweiht
Dem Dasein voller Schmerz und Leid
Vom Anbeginn des Seins versprochen
Ein Schicksal das nicht wird gebrochen

Umringt von wandelnd Feind und Tod
Entbehrungen und Hungersnot
Man fragt, wie kann's so etwas geben
Ein langer Albtraum genannt Leben

Und keiner wagt's, davon zu sprechen
Gibt keine Chance, da aus zu brechen
Es hilft kein Beten und kein Weinen
Wir sind verloren, möcht' ich meinen

Und doch gibt es den Unterschied
Seite an Seit, in Reih und Glied
Kämpfen wir gegen's Schicksal an
Solang' ein jeder von uns kann

Vergebens, zweifellos, die Mühe
Zu schwach des Trotzes Funke glühe
Ein Feuer gleich auf nassem Holz
Sind wir auf uns're Torheit stolz

Im Grund' kommt es nur darauf an
Das jeder kämpft so lang er kann
Am Ende stirbt man aufrecht stehend
Doch nie gebrochen, wimmernd, flehend

Einst wird auch unsere Zeit ablaufen
So teuer wie's nur geht verkaufen
Wir bis dahin Land und Leben
Und das ist unser einzig Streben

So nehmen wir das Dasein hin.
Wir wissen, es hat wenig Sinn.
Gewinnen so zwar nie den Krieg
Doch jeder Tag ist schon ein Sieg

- Alexander Simmons, 'Trotz'

Bild

Wo einst ein Mensch aus Fleisch und Blut
Bleibt nur noch Erde, Asche, Glut
Ein Leid dass ich musste beenden
Doch nichts kann mir je Trost da spenden
Verschließ in meinem Herz die Pein
Mein Gesicht bleibt so kalt wie Stein
Und meine Augen, die sind leer
Benommen zuckt mein Blick umher
Hab vor Augen ihr Gesicht
Doch ist sie nun daheim im Licht
In meinen Ohren noch das Flehen
Doch nichts macht die Tat ungeschehen
Ich musste sie zur Ruhe betten
Es war zu spät, sie noch zu retten
Das red' ihr mir erfolglos ein
Und will einfach kein Mörder sein
Der Schreck mir in den Gliedern steht
Ich hoff, dass es ihr besser geht
Wie sehr musste ich mit mir ringen
Um die Erlösung ihr zu bringen
Der Wind weht ihre Asche fort
Sie ist an einem bess'ren Ort
Nur ich, ich habe nicht das Glück
Und bleibe vorerst hier zurück
Mit ihrem Blut an meinen Händen
Bereit, dass nächste Leiden zu beenden

- Alexander Simmons, 'Gnadentod'


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