Söldnerbund Dämmersturm

RP-Gilde - Die Aldor
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 Betreff des Beitrags: Re: Alltag
BeitragVerfasst: 28. Apr 2017, 08:49 
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Irgendwo im Lager erklingt leise eine ruhig und wohlklingede Melodie. Eine Flöte spielt auf und die weichen sanften Klänge schleichen sich an die Ohren die sie hören. Ruhe kehrt ein und man vergisst was und wo man gerade noch ist. Zumindest ist das für den Mann so, der gerade spielt. Er hat die Augen geschlossen, die Flöte sitzt an seinen Lippen und er spielt. Auf einem Baumstamm sitzt er weiter weg am Lagerrand und spielt. Wie in Trance und der Musik verfallen, weich, sanft, fast schon wohltuend. Als wäre es hier der perfekte Ort zum entspannen, gar eine erholsame Oase. Einige Zeit spielt er, die Finger immer wieder hebend und senkend über den Klanglöchern, der Flöte. Was auch immer in ihm vorgeht man erkennt es nicht. Mit so viel Gefühl und Ruhe wie er dort sitzt und spielt, als es nach einiger Zeit aufhört und die ruhigen Klänge verhallen. Dann setzt er langsam die Flöte von den Lippen und öffnet nach einem Augenblick und einem Tiefen Atemzug die Augen, blickt hinaus in den dichten Dschungel des Ungoro. "Wenigstens habe ich meinen Frieden und meine Ruhe gefunden in der Musik." Eine längere Pause als er dort sitzt und wohl nachdenkt. "Zurück zu den Wurzeln." Meint er dann mit einem sanftem lächeln zu sich selbst und schaut hinauf in den fast ganz von Blättern verdeckten Himmel.


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 Betreff des Beitrags: Re: Alltag
BeitragVerfasst: 25. Jun 2017, 01:30 
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"Gefallen... durch eine ... aus euren Reihen - kurz nachdem ... sie den Schatten von Kaderwulst ... heraufbeschworen hatte."

Was für eine Flut an Informationen und Erinnerungen. Alexander Veidt saß nachdenklich am Lagerfeuer, starrte in die Flammen und ließ den Tag Revue passieren. Den kalten Thorsten wieder zu sehen brachte so viele Erinnerungen zurück. An Grimaldus Fäller, an sein Komplott und an die Gespräche mit Iris. Es war so viel Zeit vergangen. Mehr als zwei Jahre. Und doch waren die Erinnerungen noch so präsent. Fäller's Kopf, wie er zu Boden fiel. Das Blut, dass in die Fugen des Steinbodens floss. Ian, der im Kerker saß. Und all die Gedanken und Sorgen in diesen Tagen. Alexander schob diese Erinnerungen fort. Die Würfel waren gefallen. Fäller hatte sich sein Schicksal, sein Ende, selbst zuzuschreiben. Die Sache war verhältnismäßig glimpflich ausgegangen, für Alexander. Doch er hätte niemals damit gerechnet, den kalten Thorsten noch einmal wieder zu sehen. Nur zu gut erinnerte er sich an die Patrouille mit Kjell, damals. Die Bande von Thorsten hatte auf ihn gewartet, nachdem er gen Kaderwulst verschwunden ist. Und nun... "Eine aus euren Reihen" ... Alexander hatte all die Wochen in eine ganz falsche Richtung gedacht. Es war nicht Bonniy Lightshadow gewesen, die die Trolle mit ihrer Hexerei beeindruckt hatte. Diese Hexerei hatte sich nicht auf die explosiven Aufzieh-Hörnchen bezogen. Die Trolle hatten nicht Bonniy gemeint. Aber sie hatten echte Hexerei gemeint. Alexander stieß den Atem aus zusammen gebissenen Zähnen aus. Es gab nicht viele weibliche Deserteure des Dämmersturms, die noch immer am Leben waren. Seufzend schüttelte Alexander mit dem Kopf.


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 Betreff des Beitrags: Re: Alltag
BeitragVerfasst: 19. Aug 2017, 12:57 
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An die genaue Wortwahl konnte er sich nicht mehr erinnern, doch sinngemäß schossen ihm die Worte seines Bruders so oft in den Verstand: "Wir haben die verfickte Geißel überlebt. Wir haben jahrelang den Untoten getrotzt. Was kann uns denn noch fertig machen?" Oft dachte Alexander an diese Worte, zog Kraft aus ihnen - und die nötige Ruhe, die ihm trotz aller Bemühungen ab und an abhanden kam. Ja, er hatte genug gesehen, um die Schrecken von Silithus ausblenden zu können. Er hatte tote Kameraden erschlagen, als sie sich im Dienste der Untoten wieder erhoben hatten. Er hatte brennende Dörfer gesehen, das Elend der Seuche. Er kannte die Schrecken des Krieges. Er hatte in den Abgrund geblickt. Und er würde in dessen Angesicht nicht blinzeln! Ja, Ian hatte absolut Recht. Silithus war anders, zweifellos. Doch Schrecken war ihm nicht fremd. Das änderte leider nichts an der Tatsache, dass die üble Zauberei des Schwarms ihm dennoch in den Verstand stechen konnte wie wie Dolch. Oft war er der geistigen Folter bereits zum Opfer gefallen. Trotz bestem Bemühen. Trotz all seinem Hass, den er dem Feind entgegen warf. Doch zumindest war er noch am Leben. Seine Rüstung war nur noch ein Flickwerk aus mühsam repariertem Blech, auch war er wieder einige Narben reicher, doch wenigstens war er noch an einem Stück. Und seine Haare waren wieder ein Stück grauer geworden. Mit jeder verdammten Hexerei, die ihn zu Boden brachte, wurden es ein paar Strähnen mehr. Alexander starrte auf die völlig verwüsteten Ruinen, auf die Reste der eingestürzten Festung und auf die zahlreichen Silithiden-Kadaver, die sie umgaben. Dämlicher, naiver Optimismus würde ihn hier nicht lebendig heraus bringen. Er dürfte nicht leichtsinnig oder arrogant werden! Nein, er würde einfach weiterhin vorsichtig sein müssen. Sein Bestes geben und dennoch immer wachsam bleiben. Er wusste, dass das nicht ewig funktionieren würde. Er war sich sicher, dass er trotz aller Bemühungen nicht als alter Mann sterben würde. Denn er war nun einmal Soldat. Söldner. Er marschierte von einer Schlacht in die nächste. Und das Risiko, irgendwann nicht mehr lebendig heim zu kehren, war allgegenwärtig. Alexander schnaubte belustigt und schüttelte mit dem Kopf. Sie alle würden mit Silithus fertig werden müssen. Jeder auf seine eigene Weise. Die Alternative war der Tod. Und er selbst wollte leben. Noch war seine Zeit nicht abgelaufen. Er würde sich einfach weiterhin Tag um Tag erkämpfen müssen, wie schon immer.

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Klirrende Schritte und knarzender Sand unter seinen Stiefeln trugen ihn durch das Lager, welches am Fundament der zerstörten Festung errichtet worden war. Sein Blick wanderte über Zelte und Lagerfeuer, über verängstigte Trossmitglieder und schweigende Söldner. Er nickte diesen und jenem zu, ehe er sich an ein einsames, abgelegenes Feuer setzte, zum vernarbten Spiegelbild, dessen Gesicht so vernarbt war, wie es Alexanders Rüstung war. Ungefragt nahm Alexander Platz, richtete den Blick erst auf seinen Bruder, dann auf das klägliche Feuer, welches kaum in der Lage war, die Kälte der Nacht fern zu halten. Einen Augenblick lang suchte er nach Worten, obwohl ihm klar war, dass sein Bruder sowieso kein Freund vieler Worte war. Und im Grunde... gab es nichts zu sagen, was auch nicht ein Blick oder ein Grinsen vermochten konnten. Und so breitete sich ein Grinsen auf den stoppeligen Zügen Alexanders aus. Mit einem Deut zeigte er auf die ausgebrannten Reste des gigantischen Sandwurms, den er in zwei Teile gesprengt hatte. "Übertriff das mal", meint er mit einem kehligen, dreckigen Auflachen. Eine Spur Arroganz - ja, Alexander war Stolz auf seine Tat - aber weit mehr Galgenhumor in seinen Worten, während das Grinsen zu einem warmherzigen Lächeln überging. Die Blicke musterten einander, suchten wie tausendmal zuvor nach Verletzungen. Am Ende blieb nur ein Grinsen in Alexander's Zügen. Froh, seinen Bruder einigermaßen heil - und wichtiger noch, lebendig - vorzufinden. "Ein Untoter ist weg. Und ein anderer kam nun dazu." Keine Neuigkeit für Ian, lediglich eine Feststellung. Alexander zuckt mit den Schultern, drosch Ian dann auf den Schulterpanzer, ehe er etwas aus der Gürteltasche hervor kramte. Eine winzige Kerze, die er im Schein des Feuers drehte und nachdenklich betrachtete. "Was kann uns denn noch fertig machen?", wisperte er leise und schob die Kerze zurück in die Tasche, zog Nereon Thalem's Flachmann hervor, um an diesem zu nippen. Dann reichte er diesen an seinen Bruder weiter. Der Tod konnte so schnell kommen. So schnell konnte es einem das Lichtlein ausblasen. So lange hatten sie beide überlebt. Sie würden sich einfach weiterhin Tag um Tag erkämpfen müssen, wie schon immer.


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