Söldnerbund Dämmersturm

RP-Gilde - Die Aldor
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 Betreff des Beitrags: Bericht: Kartoffellieferung
BeitragVerfasst: 2. Jul 2016, 22:41 
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Bericht: Kartoffellieferung nach Markstadt, 29.06. bis 30.06.

Auftrag: Fünfzehn Karren voller Kartoffeln mitsamt ihrer Fahrer sicher nach Markstadt eskortieren

Teilnehmerliste:

Sergei Jagellovsk ( Söldner )
Kathlyn Lawley ( Söldner )
Bruces Falkenbach ( Mitläufer )
Finnje Freitag ( Mitläufer )
Jessica Lichtenherz ( Mitläufer )
Dzul Devens ( Mitläufer )
Vith ( Tagelöhner )
Bernd ( Tagelöhner )

Einsatzleiter:

Alexander Veidt ( Rottenmeister )

Ausgang der Mission: Erfolgreich

Missionsverlauf:

Aufbruch vom Flughafen in Eisenschmiede noch vor Morgengrauen. Die vorbereiteten Utensilien wurden in den Laderaum geschafft: Acht Stabile Holzbretter, falls die Karren im Matsch stecken bleiben würden. Die Hinreise nach Alterac damals war mir noch zu gut im Gedächtnis. Da ich im Vorfeld erfahren hatte, dass wir fünfzehn Karren eskortieren, habe ich fünfzehn große, weiße Planen gekauft und mit schwarzer Farbe die Silhouetten großer Raubvögel auf sie malen lassen, in der Hoffnung, alterac'sche Sittiche damit abzuschrecken. Möglicherweise schlugen die Instinkte ja trotz der Kontrolle durch die Druiden an, so mein Gedanke. Auch habe ich Granaten eingepackt, Heiltränke und explosive Gemische und Brandflaschen, die ich von Finnje Freitag habe herstellen lassen. Auch habe ich Rauchbomben für jeden erstanden und vier Blendgranaten gekauft, die ich Finnje, Lynn, Dzul und Bruces gab.

Ankunft in Gorheim am Vormittag. Ereignisloser Flug, den ich für das Briefing nutzte: Fünfzehn Karren galt es zu bewachen und ich teilte die Rotte so auf, dass auf jedem zweiten Wagen ein Söldner sitzen würde. Ich selber würde mir ein Pferd leihen um nebenher zu reiten, flexibel zu sein und schnell reagieren zu können. Die Bretter würden wir auf den Ladeflächen verteilen. Finnje würde auf dem ersten Karren mitfahren, Dzul auf dem dritten, Sergei auf dem fünften, Jessica auf dem siebten, Bruces auf dem neunten, Vith auf dem elften, Lynn auf dem dreizehnten und Bernd auf dem fünfzehnten und letzten Karren. Ich befahl den Bauern, im Fall von Gefahr unter den Planen Schutz zu suchen. Auch ließ ich Fackeln unter den Planen bereit liegen, für den Fall, das wir sie brauchen würden. Auch erinnerte ich die Rotte daran, dass Nachtelfen wenn möglich zu fangen wären und man das Töten vermeiden sollte.

Nach der Landung ließ ich die Bretter auf die Ladeflächen packen und die Rotte Platz nehmen, während ich mir ein Pferd lieh. Der Weg Richtung Alterszapfen und Erwins Ruh gestaltete sich als ereignislos, bis wir an eine brennende Herberge kamen. Gäste und Besitzer gleichermaßen hatten eine Eimerkette gebildet und versuchten, das Gebäude zu löschen. Man bat uns um Hilfe, doch ich verweigerte ihnen eben diese. Meiner Meinung nach war das Gebäude bereits derart entflammt, dass die Besitzer den Betrieb ohnehin hätten einstellen müssen. Auch wollte ich die Rotte nicht vorab erschöpfen. Als ein Schwarm Sittiche sich am Himmel zeigte und dann gen Westen abdrehte, war mir klar, dass es die bessere Entscheidung gewesen war, die Karren nicht zu verlassen, sondern weiter zu fahren. Ich verwies die Besitzer aber nach Gorheim, mit den Worten, dass man die Herberge auch wieder aufbauen konnte.

Wir passierten einige steile Klippen, ehe wir ein Waldgebiet erreichten. Es begann zu regnen und schließlich versank der vorderste Karren in einer absurd tiefen Pfütze. Hier wurden die Bretter nützlich, auch wenn zwei Stück direkt zerbrachen. Der zweite Versuch, den Karren aus dem Schlagloch zu hebeln wurde jedoch unterbrochen, als uns eine Sumpfbestie angriff, gefolgt von kleineren Sprösslingen, einem mannshohen Baumwesen und einem sich bewegenden Baum.

Hier verzichtete ich auf ein Einnehmen der Formation, besonders, da ich einen Angriff von der anderen Seite der Straße nicht ausschließen konnte. Ich befahl den Angriff nach eigenem Ermessen. Die Kreaturen hatten der Rotte wenig entgegen zu setzen. Mit einer Blendgranate wurde die mannshohe Baumkreatur am Zaubern gehindert. Ich bin nicht sicher, ob es sich hier um einen Kaldorei handelte, doch gestaltete sich eine Gefangennahme als schwierig. Der Baum stürzte auf Bernd, doch nach dem Kampf ließ ich Jessica alle Verwundeten versorgen, ehe wir mithilfe der Bauern den Karren aus dem Dreck schafften. Wir packten die Bretter wir auf die Ladeflächen, stiegen auf und reisten weiter. Erwähnenswert ist, das wir einen Baum sahen, der direkt vor uns die Straße passierte und gen Westen über die Berge kletterte, wobei er sich mit seinen Wurzeln am Fels hoch zog. Auch ein kleiner Sprössling huschte gen Westen. Ich gehe davon aus, dass die Nachtelfen etwas Großes vorhaben und irgendwo ihre "Truppen" zusammen ziehen.

Etwas später kam uns eine Wolke aus Gestank entgegen. Ich schickte Finnje und Lynn voraus, die meine Befürchtungen bestätigten: Zwei Oger, garantiert Deserteure, die sich von Murg's Meute los gesagt hatten, kamen uns auf der Straße entgegen. Wir erwarteten sie mit erhobenen Gewehren und die erste Salve fällte bereits einen der beiden, der zweite wurde von Sergei mittels Magie gefesselt und ebenfalls erschossen. Ich ließ die Rotte die Leichen von der Straße schieben, dann ließ ich sie weiter fahren. Erwähnenswert ist noch eine Stelle, an der die Straße wie umgepflügt aussah und der Wald links und rechts davon Tunnelartig durchbrochen war, gleich einer Schneise. Hier hatten sich wohl weitere Bäume gen Westen bewegt. Wir ebneten die Straße ein wenig, indem wir ein paar Pflastersteine entfernten, dann nutzten wir die Bretter, um sicher über diese Stelle zu fahren.

Nachdem wir den Wald hinter uns gelassen haben, ordnete ich die Bauern an, die Karren von der Straße runter zu lenken, kreisförmig anzuordnen und die Pferde in die Mitte zu schaffen. Denn längst war es dunkel und besonders die Bauern hatten eine Rast nötig. Alle vier Himmelsrichtungen ließ ich überwachen, wobei Lynn, Dzul, Vith und Bruces die erste Wache hielten und Finnje, Bernd, Jessica und Sergei die zweite. Ich gönnte mir zwischendurch auch etwas Schlaf und im Morgengrauen befahl ich den Aufbruch. Der Rest der Reise blieb ereignislos und an der Brücke vor Markstadt verwies man uns zum Hof vor dem Anwesen von Von Bauergard. Rottenmeister Everards Aufräumarbeiten scheinen die einzige Ordnungs-herstellende Instanz in der Stadt zu sein, dieser Tage. Doch noch immer ist die Stadt in einem schlechten Zustand und zu den verbliebenen Trümmern gesellten sich zahlreiche verhungerte Menschen, die in den Straßen lagen, nur einen Steinwurf vom Anwesen entfernt. Eine kleine, gepanzerte Delegation des Wolfs erwartete uns, doch bemerkten auch die Anwohner die Karren und kurz schien die Situation aus dem Ruder zu laufen, als die Bewohner glaubten, die Kartoffeln würden ins Anwesen gebracht werden. Die dürren, ausgemergelten Bürger umringten die Karren, stiegen auf eben jene und begannen, Kartoffeln zu stehlen. Ehe die Delegation des Wolfes zur Waffe greifen konnten, sorgten wir für Ruhe. An dieser Stelle muss ich die Rotte lobend erwähnen, die ruhig bleib und die Bewohner beruhigte und beschwichtigte. Ich selbst stieg vom Pferd, nahm meine Satteltasche an mich und überlies das Tier den Einwohnern. Wissend, dass ein Pferd reichlich Fleisch für mehrere Tage bieten würde. Auch erhob ich die Stimme und versicherte den Bürgern, dass die Kartoffeln für sie seien und sie diese direkt mitnehmen konnten, sobald die Übergabe abgewickelt war.

Das Volk entspannte sich etwas, ließ die Karren auf den Hof des Anwesens. Wir halfen beim Abladen der Kartoffeln, um ein schnelles Wiegen und Verteilen zu ermöglichen. Und nachdem die Säcke abgewogen wurden, wurden sie direkt an das Volk verteilt. Die im Vorfeld gestohlenen Kartoffeln würde ich entschädigen, versprach ich den Bauern. Sechsundvierzig Goldstücke werde ich ihnen zukommen lassen. Ja, derart viele Kartoffeln wurden von den Ladeflächen gezerrt, ehe wir die Bürger beschwichtigen konnten. Ich warnte den Hauptmann vor den Bewegungen der Bäume, bezog mich dabei aber auf Kaderwulst und vermied es, unsere Probleme mit den Kaldorei zu erwähnen. Doch hielt ich es für sinnvoll, diese Sache in irgendeiner Form zu erwähnen, bevor man dem Dämmersturm irgendwie einen Strick daraus drehen konnte. Kurz erstattete ich auch Rottenmeister Everard Bericht von der erfolgreichen Kartoffellieferung, ehe wir uns auf den Rückweg nach Gorheim machten. Dieser erwies sich als ereignislos, auch wenn wir weitere Bäume und Sprösslinge sahen, die sich gen Westen bewegten. Auch fielen uns zahlreiche Spuren von Wölfen auf.

Soldverteilung:

Alexander Veidt: 46 Gold, 10 Marken
Sergei Jagellovsk: 10 Gold, 10 Marken
Kathlyn Lawley: 10 Gold, 10 Marken
Bruces Falkenbach: 4 Gold, 10 Marken
Finnje Freitag: 10 Marken
Jessica Lichtenherz: 4 Gold, 10 Marken
Dzul Devens: 4 Gold, 10 Marken
Vith: 1 Gold, 10 Marken
Bernd: 1 Gold, 10 Marken

Abschließende Worte:


Finnje verzichtet auf ihren Sold und ich selber möchte lediglich die Ausgaben an die Bauern ausgleichen. Beizeiten werde ich das verschenkte Pferd ersetzen und ein Neues per Flugmaschine nach Gorheim schaffen. Das Pferd schien mir ein geringer Preis zu sein, im Angesicht einer hungrigen, verzweifelten Meute und ich bin froh, dass die Situation nicht eskalierte. Da sind auch die Zahlungen an die Bauern zu verschmerzen. Erwähnenswert ist, dass dem Volk eindeutig auffiel, dass der Wolf die Kartoffeln bezahlte und der Dämmersturm sie brachte - und stellenweise noch verteilte. Lucius von Bauergard hat derzeit keinen guten Ruf bei seinen Bürgern. Sergei versuchte, den Marschall zu spüren, sagte mir aber auf dem Rückweg, dass der Marschall entweder tatsächlich fort war, oder in seiner Zuflucht, hinter dem Portal. Es ist merkwürdig, dass das Volk derart sich selbst überlassen wird. Das Volk ist halb verhungert und krank. Möglicherweise könnten wir mit unseren Priestern etwas Linderung anbieten, sofern das nicht als Hohn gegen von Bauergard betrachtet werden könnte.

Ich erzählte dem Hauptmann des Wolfes von den "Sichtungen", damit man dem Dämmersturm keinen Strick daraus drehen kann. Die Probleme mit den Nachtelfen ist Sache des Dämmersturms und wurde bisher nicht erwähnt. Dabei wollte ich bleiben und brachte die Sichtungen daher mit dem verfluchten Wald von Kaderwulst in Verbindung. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal ausführen, dass ich etwas Übles erwarte. Da zieht sich etwas zusammen und ich halte es für möglich, dass die Ländereien unserer Verbündeten angegriffen werden, um das ohnehin angespannte Machtverhältnis zu unseren Ungunsten zu verschieben. Die Nachtelfen haben bereits mit Ogern paktiert. Wenn sie keinen Angriff planen, den man uns in die Schuhe schieben will, halte ich es auch nicht für unwahrscheinlich, dass sie den Wolf kontaktieren, mit dem Angebot, uns mit einer geballten Offensive los zu werden.

Ich schlage vor, Trixine Turbostich und ihren Gyrokopter zwecks eines Aufklärungsflugs los zu schicken. Natürlich gehen die sich bewegenden Bäume im Wald nahtlos unter, aber möglicherweise erkennt sie ja doch etwas Nennenswertes, was uns dabei hilft, die Bewegungen in Richtung Westen zu deuten und uns entsprechend vorzubereiten.

Ich bin mit meiner Rotte zufrieden, die sich professionell und effizient verhalten hat, sei es bei den Kampfhandlungen als auch bei der Übergabe der Kartoffeln.

Dem Sturm entgegen

Alexander Veidt


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