Söldnerbund Dämmersturm

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 Betreff des Beitrags: Bericht: Ressourcensuche, Rotte Veidt I
BeitragVerfasst: 11. Feb 2017, 00:14 
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Bericht: Ressourcensuche, Rotte Veidt I

Auftrag: Kontaktaufnahme mit den Wesen bei der Teergrube, zwecks Sicherung von Öl

Teilnehmerliste:

Dzul Devens ( Söldner )
Kathlyn Lawley ( Söldner )
Finnje Freitag ( Mitläufer )
Marisa Grauwerth ( Mitläufer )
Henry Case Dorsett ( Tagelöhner )

Einsatzleiter:

Alexander Veidt ( Rottenmeister )

Ausgang der Mission: Erfolglos

Missionsverlauf

Der Kommandant gab der Rotte Veidt den Auftrag, dem Weg von Rotte ad-Kadif nach Norden zurück zu verfolgen. Harad hatte herausgefunden, dass es unweit unseres provisorischen Stützpunktes eine Vielzahl von Ölteergruben gab. Etwa dreieinhalb Stunden Fußmarsch entfernt. Selbige Gruben sind scheinbar heimatbindend für einige Kreaturen, die Rotte ad-Kadif aus der Entfernung allerdings schwer identifizieren konnte. Die Rotte Veidt sollte möglichst großen Zugriff auf das Öl erlangen, entweder durch Kontaktaufnahme mit den Sumpfkreaturen oder notfalls mit Gewalt. Das Öl war wichtig als Treibstoff für die Schredder und Brennhilfe bei anderen Unternehmungen.

Der Kommandant stellte uns Marisa Grauwerth zur Seite, die Harad beim letzten Marsch begleitet hatte. Sie sollte uns die Richtung weisen und uns mit Informationen versorgen. Der Kommandant hatte bereits erklärt, dass es unterwegs einen Fluss gab, über den Rotte ad-Kadif bereits Seile gespannt hatte.
Miss Grauwerth erklärte uns außerdem, dass man nach dem Überqueren des Flusses einige Bäume mit dem Messer markiert hatte, um den Weg besser finden zu können.

Und so marschierten wir los, wobei ich Miss Grauwerth und Finnje Freitag an die Spitze beorderte, Lynn Lawley und Dzul Devens an meiner Seite ließ und Henry Case Dorsett das Schlusslicht bilden ließ. Leider konnte Sergei Jagellovsk uns aus gesundheitlichen Gründen nicht begleiten. Kurz nach Aufbruch mussten wir allerdings feststellen, dass unsere Kompasse verrückt spielten. Auch anhand von Moos auf den Baumstämmen war die Himmelsrichtung nicht festzustellen. Und das Blätterdach war zu dicht, um den Stand der Sonne zu erkennen.

Nach einer Weile erreichten wir einen leuchtenden, mannshohen Kristall, der sich aus dem Boden erhob. Die Planzen um ihn herum schienen besonders prächtig zu gedeihen und mir kam die Idee, ein Stück dieses Kristalls mitzunehmen. Finnje's Warnungen, dass das Zerschlagen von Kristallen niemals gut ausging, schlug ich dummerweise in den Wind. Dzul schlug ein Stück ab und eine Entladung von Energie schleuderte uns zurück. Niemand wurde ernsthaft verletzt, doch hätte es auch übel enden können. Ich war derart ermattet, dass ich im Verlauf der nächsten Stunden meine beiden Heiltränke trinken musste, um mich wieder fit zu fühlen. Ein Jammer, dass Sergei nicht dabei war, um mich diesbezüglich zu beratschlagen. Meine Hoffnung ist, dass dieses Kristallstück, was ich nun verwahre, einen Nutzen für uns haben wird. Da Pflanzen drum herum besser gedeihen, könnte es vielleicht den Sumpfkreaturen als Heilmittel dienen. Oder aber ich habe mit dem Abschlagen eines Stücks ein Heiligtum beschädigt und würde ihren Zorn auf mich ziehen. Ich weiß es nicht. Aber ich hoffe, ich habe keinen Fehler damit begannen. Der Hauptkristall und das abgeschlagene Stück indes leuchteten unbeeindruckt weiter, ein Zeugnis der unfassbaren Macht, die dem Krater Un'Goro inne wohnt.

Wir setzten unseren Weg fort und es begann, zu regnen. Schließlich sackten Miss Grauwerth, Finnje und Lynn in den weichen, durchnässten Untergrund. Marisa konnte sich rasch befreien und während sie und Case Finnje heraus halfen, halfen Dzul und ich Lynn. Ich zerschlug die Ranken, in denen Lynn's Arme sich verfangen hatten, denn sie drohte, im Schlammloch zu ertrinken. Dzul zog sie Stück für Stück heraus. Dann aber kündete ein Brüllen von sich nähernden Raptoren. Drei Stück waren es, die sich uns näherten. Als Case und Marisa Finnje endlich aus dem Matsch zogen, lößten sie einige Wurzeln im durchweichten Boden. Ein Baum kippte um und erschlug einen der Raptoren, ehe er uns erreichen konnte. Was für ein Glück! Ich befahl Dzul, Lynn zu befreien - ich hatte ihm mein Seil zugeworfen - und trat den restlichen beiden Raptoren entgegen und eröffnete das Feuer. Ich traf sie, durchsiebte sie mit Kugeln. Doch sie rannten weiter auf uns zu und ich sackte in ein Schlammloch, als das Gewicht meiner Rüstung doch noch seinen Tribut forderte. Auf meinen Befehl hin wickelte Dzul das Seil um eine nahe Palme und Lynn und ich konnten uns endlich aus den Schlammlöchern ziehen, während Finnje, Marisa und Case die beiden Raptoren erledigten. Doch es schien, als habe Marisa ein wenig die Orientierung verloren. Weil der Regen ein Vorankommen schwierig machte, gingen wir ein Stück zurück und suchten auf den Wurzeln eines mächtigen Baums Zuflucht und warteten, bis der Regen aufhörte. Finnje's Vorschlag, zurück zum Kristall zu gehen und uns dort neu zu orientieren, schlug ich in den Wind, weil ich hoffte, dass der Fluss nah war und auf Grauwerth's Orientierung vertraute.

Nach fünf Stunden Rast konnten wir weiter marschieren. Der Regen hatte nach zwei Stunden endlich aufgehört. Drei weitere Stunden dauerte es, bis der Boden wieder betretbar war. Unsere Spuren waren natürlich fortgewaschen worden. Wir machten einen Bogen um die Schlammlöcher, hielten diese links von uns und marschierten weiter in die Richtung, in der wir Norden vermuteten. Wir marschierten eine Stunde, doch wir kamen dem Fluss kein Stück näher. Dann aber sahen wir eine eigentümliche Kreatur an einem der Wasserlöcher stehen. Hoch wie ein Pferd und mit vier Hufen, silbrig schimmerndem Fell und einem langen Haupt, aus dessen Stirn ein Geweih ragte, mit zwei kurzen Verästelungen. Neben ihr schwebte ein faustgroßes Licht in der Luft. leuchtete gelblich und wuselte um die andere Kreatur umher. Wir alle beobachteten die beiden Wesenheiten. Das Licht erinnerte mich gar an Beschreibungen der Irrwische, die man bei den Nachtelfen wohl öfter sieht. Doch was die andere Kreatur sein sollte, wollte sich mir nicht erschließen. Dann aber begann der Boden zu erzittern, unter gewaltigen Schritten, die uns leider nicht unbekannt waren. Etwas Großes näherte sich. Mit einem Pfiff versuchte ich, beide Wesenheiten zu warnen - als hätten die Schritte der nahenden Bestie nicht genügt. Doch Licht und Hirsch-Wesen flohen rechtzeitig und ich führte die Rotte zu einem nahen Baum, wo wir uns unter eine große Wurzel kauerten.

Es war die gigantische Riesenechse, der wir den Namen Dunkelzahn gegeben hatten. Mit seinem Erscheinen schien die Welt ein Stückchen finsterer zu werden, als würde das spärliche Licht des Waldes zurück weichen. Wären die roten Augen alleine nicht Zeichen der Unnatürlichkeit dieses Wesens, so kann man die Düsternis um diese Kreatur nicht abstreiten. Eine Düsternis, die bis in meinen Leib drang. Als es das Haupt senkte, um vom Regenwasser zu trinken, färbte sich dieses schwarz. Und alle nahen Tiere verendeten augenblicklich, als ihnen die Lebenskraft mittels roten Fäden in den Schlund der Bestie gesaugt wurde. Auch schien es, als würden die nahen Pflanzen absterben. Dann passierte etwas eigenartiges, denn das Wasser des Tümpels erhob sich, warf sich dem Monster beinah trotzig entgegen, doch dieses zerschlug die aufbegehrende Woge mit seinem Schwanz. Danach war das Schauspiel vorbei. Dann wühlten sich viele kleine Insekten aus dem Boden, hängten sich wie Parasiten an die pechschwarzen Schuppen, als würden sie von dunklen Essenz kosten - nur um ebenfalls zu verenden und sich in schwarze Nebelwogen aufzulösen. Das Biest stapfte schließlich davon und erst, als wir die bebenden Schritte weder hören noch spüren konnten, verließen wir unser Versteck.

Miss Grauwerth war wenig begeistert davon, dass ich laut gepfiffen hatte und sagte es mir auch. Doch ich hielt einen Pfiff für sinnvoller als Steine oder Pfeile, die von den Wesen als Angriff hätten interpretiert werden könnten. Der Pfiff war nicht laut genug gewesen, um Dunkelzahn selbst anzulocken. Vermutlich hört das Biest unter den eigenen Schritten sowieso nichts von der Umgebung. Doch mir war die Warnung der Wesen wichtig gewesen. Denn ich glaube, die Kreaturen des Kraters wehren sich gegen diesen unnatürlichen Eindringling. Und das könnte auch die Lösung sein, um Kontakt aufzubauen und an Ressourcen zu gelangen, denn ich denke, wir müssen dieser Bestie alles entgegen setzen, was wir haben. Es ist derart von Schatten durchdrungen, dass ich selbst vermute, unser Feind hat dieses Biest hier im Krater platziert, wie einen Wächter, den es zu überwinden gilt.

Ich ließ die Rotte weiter marschieren, in der Hoffnung, den Fluss oder die Waldkreaturen zu finden. Doch Dunkelzahn hatte derart viel Getier aufgescheucht, dass wir keine konkreten Spuren fanden. Ich muss gestehen, dass ich hier wohl übereifrig war. Gerne hätte ich Kontakt mit den Wesen aufgenommen, oder wenigstens die Teergruben erreicht, um selbiges dort zu versuchen. Doch wir fanden nicht einmal den Fluss. Also folgten wir schließlich unseren eigenen Spuren zurück zum Baum, wo wir das Ende des Regens abgewartet hatten. Alle älteren Spuren waren natürlich vom Regen fortgewischt.

Schließlich kam mir die Idee, Verbände, Seile und andere Materialien zu benutzen, um Äste, Wurzeln und Bäume zu markieren, um eine einigermaßen dauerhafte Spur zu schaffen, die man zurück verfolgen konnte. Es war auf jedenfall besser, als Äste mit einem Messer anzuritzen. Finnje ergänzte, dass knallige Farben gut wären, um sich vor dem Grün und Braun des Waldes abzuheben. Und Case fügte hinzu, dass es besser wäre, sich die Zeit zu nehmen und den Wald einigermaßen zu kartographieren. Oder zumindest, den Weg ausreichend aufzuzeichnen, mit Anzahl der Schritte und einer Gradangabe, was Richtungswechsel betraf. Dies würde Zeit kosten. Aber unsere Markierung mittels Stoff dauerte ebenfalls einige Zeit. Nach vier Stunden hatten wir den Weg zum Kristall gefunden und eine Spur angelegt. Lynn schlug vor, in Zukunft vielleicht unterschiedliche Farben für die vier Himmelsrichtungen zu verwenden.

Ich erwähnte auch, dass im Angesicht von unzuverlässigen Kompassen der ursprüngliche Weg von Rotte ad-Kadif nicht einmal 'Norden' sein müsse. Rotte ad-Kadif hat bei ihrem Ausflug nicht gezielt nach einem Ort gesucht, sondern ist sondierenderweise in die Wildnis vorgedrungen und konnte den eigenen Spuren zurück folgen. Wir hatten es weitaus schwerer, uns in der Wildnis zurecht zu finden. Immerhin haben wir nicht einmal den Fluss, geschweige denn die Teergruben gefunden. Schließlich beugte ich mich den Ratschlägen von Finnje und Case und befahl die Rückkehr ins Lager. Wir hatten ja nicht einmal eine Möglichkeit, die Himmelsrichtung zu bestimmen, wie Finnje immer wieder betonte. Wir waren schon so lange unterwegs, ohne den Fluss zu finden. Es war besser sich auszuruhen und beim nächsten Versuch gezielt vorzugehen und die Umgebung so zu markieren - oder kartographieren - dass wir uns langfristiger im Wald zurecht finden konnten. Selbst wenn wir bei Ausflug die Teergruben gefunden hätten, hätten wir bei späteren Ausflügen wieder das Problem der Orientierungslosigkeit.

Bei einem weiteren Vordringen in den Wald würden wir den Weg daher einigermaßen markieren müssen. Eventuell auch Schritte zählen. Bezugspunkte aufzeichnen, damit wir uns nicht noch einmal derart verlaufen würden. Deshalb schlage ich vor, bei einem weiteren Ausflug in den Wald entsprechende Notizen anzufertigen. Und genug Stoff einzupacken, um den Weg zu markieren. Möglicherweise haben wir auch Farbe, um Stoff hervor heben zu können. Erst wenn wir unsere Wege ausreichend markieren können, ist an die Gewinnung und den Transport von Öl zu denken. Vielleicht kann auch Kletterausrüstung benutzt werden, um die Bäume zu erklimmen und anhand der Sonne die Himmelsrichtungen zu bestimmen.

Rottenmeister Torfstich gab sich fasziniert, als ich ihm das Kristallstück zeigte. Er erklärte, die Kristalle hätten ein ungewöhnlich großes, magisches Potenzial - größer als bei den meisten anderen Substanzen. Aber die Magie sei sauberer als Arkanmagie, frei von jeder Korruption und sehr urtümlich. Kein Magier könne so etwas beschwören. Als ich ihn auf mögliche Gefahren ansprach, meinte Walter, dass es ganz darauf ankäme, wofür man den Kristall einsetzt. Er könne ihn sich als Ressource für größere Zauber vorstellen, ähnlich den Arkankristallen, die der Dämmersturm in Alterac nutzte. Auch sprach er von Urmana, war sich diesbezüglich aber nicht sicher.

Natürlich ist die Gewinnung solcher Kristalle riskant. Schon ein winziges Stück zu bekommen hätte sogar tödlich enden können. Doch ich werde versuchen, mit den Kreaturen des Waldes darüber zu reden. Vielleicht haben sie dazu etwas zu sagen. Und vielleicht könnte der Kristall, als Ressource, auch eine Rolle bei der Vernichtung unserer Feinde spielen. Ich ende den Bericht und mache mich daran, den nächsten Ausflug in den Wald vorzubereiten.

Dem Sturm entgegen

Alexander Veidt


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