Söldnerbund Dämmersturm

RP-Gilde - Die Aldor
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 Betreff des Beitrags: Ein Patt in vier Zügen
BeitragVerfasst: 13. Dez 2014, 18:32 
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Anmerkung: Die Geschichte hat Referenzen zu dem Buch "Lushins Verteidigung" und behandelt die dort auftretenden (erfundenen) Personen so, als ob es entsprechende Personen auch in Azeroth gegeben hätte, mit kleinen Anpassungen versteht sich, selbst wenn nur die Namen fallen. Die Kenntnis dieses Buches ist zum Verständnis der Geschichte allerdings nicht wichtig.

I. Fibonacci-Eröffnung

Schach.
Dadurch wurde ich Roberts Untergebene, aber es ist nicht, wie ich ihn traf.

Insomnie.
Das ist, wie wir uns trafen.
Oder vielmehr, was zu beschuldigen und verurteilen ist: Das, und meine eigene Inkompetenz.

Wie Geez Roberts und ich uns kennenlernten ist die Geschichte von allem, was falsch lief an einem Wintertag.
Da ist etwas Besonderes am Wintersonnenlicht, das sich wenn ich es aus den Augenwinkeln heraus betrachtete, wie Wasser über meine Sicht ergoß. Geschärftes Wasser, das an den Kanten der Dinge schnitt, bis sie so erschienen, wie sie wirklich sind. Wintersonnenlicht ist wie Insomnie - alles schien so klar, dass ich mich fragte, ob ich wirklich wach war.

An diesem Tag
tötete ich einen Mann,
ließ einen anderen im Stich,
schloss Freundschaft.

Der Mann, den ich tötete, war gerade verzweifelt genug (ich wollte nie seine Gründe wissen, jeder hat seine Gründe), als Geisel denjenigen zu nehmen, den ich im Stich ließ – in einem Überfall, den alle Beteiligten mehr vermasselten, als sich auch nur einer von ihnen hätte vorstellen können.
Ich erinnerte mich daran, was sie mir in der Militärakademie über diese Art von Situation erzählt haben. Ich entschied mich lediglich, diesen Anweisungen nicht Folge zu leisten.
Warum? Wegen dem, was er sagte (Worte sind sehr viel gefährlichere Waffen als Pistolen). Weil ich dem Täter irgendwie Glauben schenkte, und das war der schlimmste Fehler, den ich machen konnte. Ich glaubte ihm und ich versprach mir selbst, niemals wieder jemandem so einfach zu vertrauen.

"Ich möchte niemandem wehtun."

Ich wusste, dass ich wach war, als ich diese Worte hörte und die Pistole in den Händen des Mannes sinken und gegen die Schläfe des Opfers drücken sah.
Da war eine Leichtigkeit wenn ich so lange wach war, als ob mein Körper nicht länger mir gehörte, der ursprüngliche abgestreift und meine Haut nur eine dünne Maske. Ich sah wie ich meinen Finger auf dem Abzughebel ruhen ließ, mit der kühlen Gleichgültigkeit eines außenstehenden Beobachters. Das Gewicht der Pistole schwand und diese Geste schien selbstverständlich genug (es war nicht das erste oder letzte Mal, dass ich auf menschliches Fleisch geschossen habe), um kein besonderes Interesse in meinem Kopf zu wecken.
Ich blinzelte – und für eine Sekunde glaubte ich, das Bewusstsein verloren zu haben und das reichte meinem Opfer, sein Opfer zu töten und uns alle zu Mördern zu machen.
Da war eine laute, summende Unschärfe zwischen dem dumpfen Aufschlagen von einem, zwei auf den marmorierten (geometrisch arrangierte Kacheln in grün und ocker) Boden fallenden Körpern und dem Moment, in dem mich Geez Roberts außerhalb des Lazaretts fand.

Ich zögerte, und da waren zwei Schüsse.
Hätte ich es nicht getan, wäre da nur einer gewesen.
Ich zögerte, und da waren zwei Leichen.
Hätte ich es nicht getan... Wer weiß, vielleicht hätte ich beide retten können?

Nein, das war überhaupt erst mein Fehler – keine Klarheit über meine Prioritäten zu haben. Das war eines der ersten Dinge, die sie einem in der Armee beibrachten: Prioritäten sind alles. Entscheidungen waren leicht, wenn man seine Prioritäten kannte.
Da war ein Filmriss zwischen dem Blut und dem jungen Offizier, den ich bisher nur im Vorübergehen im Hauptquartier gesehen hatte. Ich weiß (weil ich es am nächsten Tag, während ich meinen Kater und die ersten Stunden erholsamen Schlafes in Wochen bekämpfte, erzählt bekam), dass ich innerhalb dieser verlorenen Minuten mit einem Verbindungsoffizie sprach, mit meinem Vorgesetzten (schmaläugig und rein und ordentlich und nicht interessiert) und mit meinen Kameraden vor der Kaserne. Ich sprach mit einem zersausten Feldscher, der sich die Nacht um die Ohren schlug, erkundigte mich nach dem Zustand des bedauernswerten Leutnant (auf dem Operationstisch liegend, wartend, wie ein Frosch vor der Sezierung, wie eine Schildkröte ohne Haut unter ihrem Panzer).

Und ausgerechnet da, zwischen allem, was schiefgelaufen war und kurz nach Mitternacht, tauchte dieser junge Offizier vor mir auf (ich habe seitdem vergessen, wie jung er war, weil ich mich später so sehr an das Alter und die Müdigkeit in den Ringen unter seinen Augen gewöhnt habe) – der Rang nicht wirklich dem Alter entsprechend, (doch das würde er nie), zu dick angezogen selbst für die Frische der Nacht (die Schultern hingen etwas herab, gelangweilt, so dass sie noch schmaler schienen, der Schritt jedoch selbstbewusst und der Kopf stolz erhoben), und befragte mich.

"Ich dachte, beide hätten es verdient, dass ihnen geholfen wird."

Das war mein Moment der Ehrlichkeit gegenüber einem Fremden, und ich zahlte lange dafür. In diesem Moment war ich ein Fisch, und er hatte nicht vor, mich vom Haken zu lassen.
Er schrieb es in schwarzer Tinte auf mit dem Militärsiegel versehenem weißem Papier.

Dies ist die Geschichte von allem, das in dieser Nacht schief lief, angefangen mit diesem rechtfertigenden Bericht in seiner unordentlichen, runden, vollen Kalligrafie.

Ich habe nie um nur einen verdammten Gefallen gebeten.
(Und ja, er mochte es, dass ich laut sein konnte und fluchte, wenn es unbedingt sein musste.)

Wenn ich nur stark genug versuchte, in statischen Klängen Muster zu erkennen, fingen sie irgendwann an, Sinn zu ergeben. Es war, als würde man Figuren in Wolken erkennen, ausgestreckt auf einem grünen Sommerfeld, oder die Augen schießen bis die Farbflecken hinter den Lidern begannen, ein Gemälde zu formen. Oder ein Gesicht.

Ich konnte das gleiche mit Geez Roberts tun: Der Unterton all seiner Wörter war wie die Zeit, bevor Menschen lernten, Äste zu spitzen Waffen zu schnitzen. Es war wie einen Fisch mit den blanken Händen zu fangen. Zwischen dem, was ich über ihn wusste und dem, was er zu sein schien war Platz für Mythos, Einbildung und Täuschung. Der Trick war, dass ich es nicht erkannt habe, bis es zu spät war.

Ich wusste es damals noch nicht (und ich hätte diesen Rat gebrauchen können). Es war das erste Mal, dass wir miteinander sprachen – abgesehen von ein paar höflichen Floskeln, in diesem Kasernengang ausgetauscht. Aber das kam nicht oft vor.

Ich diente im zweiten Batallion.
Er diente im dritten Batallion.
Es kam nicht so oft vor.

Wir sprachen eine Weile. Mir fiel auf, dass er freundlich war auf diese ungezwungene Art, wie es sich nur Rangmittlere leisten können. Eine Ungezwungenheit, halb Lüge, halb Schau.

Das Problem mit Oberst Roberts war, dass man niemals wirklich sagen konnte, ob sein Lächeln ehrlich war. Man musste sich auf seinen Instinkt und die Jahre der Bekanntschaft verlassen, um den Unterschied zu erennen. Ich war in der Lage, ein falsches Lächeln anhand der Gesichtsmuskulatur zu erfassen: Musculus currugator, mentalis und risorius, und das Platysma. Bei Geez Roberts funktionierte dieser Trick jedoch nicht.

Doch da waren noch andere Tricks, manche Gewissheiten, die man erlangte, wenn man lange genug dranblieb.
Wie ein diskreter und unerwarteter Zug einer augenscheinlich unwichtigen Figur, eine plötzliche Entwicklung des Spiels, dessen Bedeutung einem erst bewusst wird, nachdem alles vorbei ist, gesellte sich Harper zu uns.
Ich kannte seinen Namen nicht (hatte aber seinen Gesicht schon einmal gesehen, auch wenn ich es bis dahin wieder vergessen hatte). Er gab ihm die gekritzelten Notizen über mich (es ist immer eigenartig, sich an das erste Mal an etwas, das ich beobachtete, zurückzuerinnern. Etwas, das ich später als eine Art Ritual ansah. Es ist eigenartig, sich zu erinnern, wie naiv, wie schutzlos ich war).

Dann bot er an, mir einen Drink zu spendieren.
Zwei Menschen waren gerade wegen mir gestorben. Ich konnte sehr gut einen kostenlosen Drink gebrauchen.

Das war das Ende dieser bestimmten Periode der Insomnie in meinem Leben.

Wir setzten auf unserem Weg Harper bei den Unterkünften ab. Roberts wandte sich ihm zu und sagte ihm leise etwas, das ich nicht verstehen konnte.

Am nächsten Tag bat er mich offiziell, in seine Abteilung zu transferieren.
Ich lehnte (auf offiziellem Wege) ab.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Patt in vier Zügen
BeitragVerfasst: 13. Dez 2014, 19:12 
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II. Evans-Gambit

Eine Variation der lordaeronischen Partie, benannt nach dem kul' tirassischen Kapitän zur See W.D. Evans, der sie im Jahre -15 (a.P) erfand.

Es gab einen Mann, der einen sicher von Gadgetzan nach Ramkahen bringen konnte. Er suchte sich seine Kunden aus, nicht anders herum: Er musste einen mögen, um auf dieser Reise behilflich zu sein. Seine Begründung: Wenn er zwei Wochen keinen Kontakt zu einem anderen Menschen außer einem hat, musste er zumindest sichergehen, dass man sympathisch war. Wenn er ablehnte, konnte kein Gold der Welt nachhelfen. Er ließ sich nicht kaufen. Man musste mit seiner Entscheidung einverstanden sein, denn die Alternative war ein langsamer, schmerzvoller Tod in der Wüste.
Ich weiß das, weil mir Geez Roberts davon erzählte.
Er hatte einen Tropfen Tanari-Blut in sich. Er brachte ihn dazu, die Wüste zu lieben und zu hassen. Er brachte ihn dazu, den Sand zu ersehnen, während es ihn nach Wasser dürstete.

"Ich hörte, Ihr interessiert Euch für Schach. Man sagt, dass Ihr immer gewinnt."

Seine Stimme klang wie Eisen in Samt verpackt, wie ein süßes Gift und die Auflösung eines längst vergessenen, unlösbaren Selbstmatt. Es konnte dem Ohr schmeicheln, aber man musste immer bedenken, dass es tödlich war.

"Ich hörte, Ihr seid ebenfalls an Schach interessiert. Dass Ihr immer gegen den General verliert."

Geez Roberts roch nach vergorenem Kaffee mit Milch und Zigaretten. Er rauchte nicht, doch seine Finger müssen nach feuchtem Holz geschmeckt haben.

"Warum wollt Ihr nicht für mich arbeiten?"

Ich studierte ihn mit einem flüchtigen Blick.

"Ihr seht nach Ärger aus. Ich möchte keinen Ärger. Ärger ist mir zu mühselig."
(Dies ist keine Liebesgeschichte, auch wenn Geez Roberts der wahren Liebe damals näher kam, als alles andere in meinem Leben.)

Ich kam vergleichsweise spät von der Infanterie zur Marine. Wäre ich zeitiger beigetreten, hätte ich damals einen höheren Rang erreicht. Kluge, ruhige Charaktere wie ich wurden befördert. Wir schafften es niemals bis zur Spitze, kamen ihr aber schneller näher als jeder andere.
Er war neugierig wegen all dem. Er baute das Spiel auf (sowohl übertragen als auch buchstäblich) und schlug eine Wette vor: Sollte er gewinnen, würde ich mich in seine Einheit versetzen lassen.

Er begann, die Figuren zu positionieren.

"Ich bin zu jung beigetreten", sagte Geez Roberts, später, nachdem er mich bei diesem ersten Spiel geschlagen hatte (Ich erspare an der Stelle schlichtwegs die Spannung). "Ich hatte kein Interesse am Militär, aber ich hatte Interesse an der See. Zur Marine zu gehen, schien der logische Ausweg zu sein. An manchen Tagen wache ich auf und kann mich nicht erinnern, warum ich Soldat bin. An manchen Tagen wache ich auf und kann nicht erklären, warum ich solch eine Leidenschaft für die See besitze. Wenn ich noch einmal von vorn beginnen würde, wäre ich vielleicht kein Soldat. Oder vielleicht doch. Ich weiß es nicht."

Zeitreisen, wären sie uns allen möglich, wären weniger nützlich, als viele es sich vorstellen. Ich weiß das, weil Roberts es erklärte: Wenn wir davon reden "von vorn zu beginnen", sprechen wir von einem Paradox.

"Würde ich noch einmal geboren", sagte er, "würde ich wahrscheinlich wieder beim Militär landen. Selbst wenn ich alles schon vorher wüsste - beim entscheidenden Moment würde ich mich wieder in die See verlieben. Es gibt keine Wahl."

Keine Wahl, sagte er. Man ist jedes Mal mehr als glücklich, mit dem gleichen Boot erneut zu sinken.

"Du könntest deine Vergangenheit bis zu einem bestimmten Grad überschreiben, aber du kannst dich nicht selbst überschreiben."

Er ist wie eine sehr komplexe Retrospektiv-Aufgabe einer Schachkomposition. Es ist unmöglich, mit Sicherheit herauszufinden, welche Schritte zu seiner aktuellen Position führten.
(Partielle Retroanalyse: Der letzte Zug kann nicht präzise bestimmt werden, beide Möglichkeiten müssen separat untersucht werden.)

Manchmal nahm er mich nach einer späten Partie auf einen Drink mit. Er tat es sogar oft, aber damals nach dem ersten Mal, nach der ersten Partie, zögerte ich, seine Einladung anzunehmen.

Er begann, seine Figuren einzuschleusen – zuerst nur eine Reihe Bauern in den unteren Rängen. Niemand sonst behandelte solche Leichtfiguren mit solch einer Hingabe, wie er es tat. Im Laufe der Jahre und Spiele konnte ich Blicke seines gequälten Gesichts erhaschen, wann immer er einen von ihnen verlor.

Alles verschwand, wenn ich mich stark genug konzentrierte. Die Geräusche um uns herum fuhren herunter, auf einmal war alles bedeutungslos außer der Schachpositionen, des Spiels: komplex, undurchschaubar, beladen mit außerordentlichen Möglichkeiten.
(Wenn man glaubt, dass ich gerade nach einer Metapher für Geez Roberts suche, liegt man gar nicht so falsch.)

Ich suche noch immer nach einem Weg, wie ich ihn hätte schlagen können.

Lushin nutzte eine radikale Strategie, um sich gegen Turatis einfallsreiche Angriffe zu wehren.
Geez war nicht so begabt wie Turati. Ich war jedoch auch kein Lushin zu dieser Zeit.

Die verzweifeltsten Momente waren es, in denen ich begann, mich an all die Dinge zu erinnern (wirklich zu erinnern), die mir mein Vater im Schach beigebracht hatte. All die Warnungen. Wie, dass Boden-Matt auch dem unrochierten König passieren kann.
Aber Geez Roberts bekam einen nicht mit etwas so absurd einfachem dran.

Ich wiederholte (entlastete) das Spiel in meinem Kopf, über einem imaginären Schachbrett, selbst wenn wir am Thresen saßen. Ich zeichnete unsere Züge mit schalem Bier auf schmierigem Holz nach, hunderte Male, bevor ich entschied, dass manche Dinge im Universum nicht erklärt werden können und dass Geez Roberts bemerkenswerterweise zu ihnen gehörte.
(Die Mechanismen der Partie: Schwarz beschlagnahmte die Diagonale, ein weißer Bauer fiel, meine Antwort schlug einen Bauern und einen Läufer – so zeitig im Spiel gab mir das ein dummes Selbstvertrauen – und am Ende schlängelte sich seine Dame durch die Verteidigung aus Springern und Türmen, und das war alles.)

Deshalb, Stunden später, in einer schlecht, bernsteinfarben ausgeleuchteten, menschenleeren Taverne:

"Jeder, den du liebst, wird dich zurückweisen oder sterben", sagte er.
"Ist Euch das passiert?"
"Ich habe niemals jemanden geliebt."

Ich starrte ihn an.
Lügner.
Betrüger.
Ich kannte ihn gerade mal ein paar Tage und wusste schon genug.

Ich wusste, dass es eine unverhohlene Lüge war.
Er wusste, dass es eine unverhohlene Lüge war.

Dann: "Nein." Er schüttelte seinen Kopf, als spreche er mit sich selbst, seinen Worten lauschend, Hamlet gleich. "Das ist eine Lüge."

Natürlich.

Und: "Aber sie wird mich zurückweisen, schlussendlich. Oder sie wird sterben."

Und das war sein Kunstgriff. Das war die Zauberformel. Die Illusion des Oberst.

Er platzte mit einer Art von intimen und irgendwie enthüllenden persönlichen Informationen heraus und gibt dem Ganzen den Anschein, es sei ein Versehen. Das gab einem wiederum das Gefühl, etwas ganz Besonderes zu sein, weil man einen kurzen Blick des Mannes hinter der Maske erhaschen konntest und auf einmal nach mehr verlangte. Ich wurde süchtig nach diesen Momenten der Erleuchtung. Ich fand ihn sehr romantisch und getrieben und auf diese Weise macht er mich zu seinem Hund. Und es ging nicht weniger um Loyalität als um Liebe.

Das Schachspiel sicherte also meine Loyalität. Aber es war das Nachspiel, das ihm meine Liebe sicherte.

Der wirkliche Trick an der ganzen Sache lag darin, dass ich Jahre später noch immer nicht sicher war, ob diese Enthüllungen tatsächlich geplant waren. Mein Zögern, zuzugeben, dass da nichts weiter hinter der Maske steckte, war der Raum, den er nutzte, um an seinen Fäden zu ziehen.

Der Mythos erforderte das Geez leiden musste.
(Der Mann, der Mythos... Da war kein wirklich großer Unterschied.)
Geez dachte an Selbstzerstörung.
Ich konnte dem nicht zustimmen. Selbstzerstörung war zu einfach für ihn, auch wenn er es auf wunderschöne Weise tat.
Es war, als würde sich alles reimen, doch die Sprache hat nur eine begrenzte Anzahl an Silben.

"Ich bevorzuge echte Spiele gegenüber Schachkompositionen, gezeichneten Spielfelder und Stellungen in alten Büchern", verriet er, obwohl ich ihn mir auf seinem Bett ausgebreitet liegend vorgestellt habe, die Luft im Raum voller Staubpartikel, dem Geruch von Papier. Er mit einem Bein hochgelegt und einem Arm unter seinem Kopf, die Augen ein Diagramm Madrasi Schachs studierend, oder die Retroanalyse einiger weniger schwerwiegender Selbstmatts.
Dann, lächelnd: "Ich bevorzuge es, meinem Gegner in die Augen zu sehen" und er fiel zurück auf seinen Stuhl, zufrieden seufzend. "Aber ich bin auch Taktiker. Natürlich liebe ich Schachnotation."

Ich habe ihn aus einem in tosenden Flammen stehenden Gebäude kommen sehen, mit Staub bedeckt, und dann gelassen die Asche von seinem Mantel streichend. Ich habe seinen Oberstleutnant zu ihm laufen sehen, seine Hände auf seiner Kleidung, "Ihr habt etwas übersehen" sagend, als wären er und der Oberst die letzten Lebenden im Universum.

Tod und Glück liefen Hand in Hand mit ihm.
(Oder so taten sie es in meiner Vorstellung, aber man muss bedenken, dass meine Schachbretter jetzt Schwarz statt Grün sind.)

Da ist eine geübte Unbeirrbarkeit in jedem Soldaten, jedem Söldner, deshalb mochte ich es, in ihrer Gesellschaft zu sein. 'Mögen' ist nicht das richtige Wort... Ich fühlte mich wohl in ihrer Gesellschaft. Manche Dinge wurden leichter, wenn man den Sinn und Zweck seines Tagewerks erkannte. Grün tragen. Blau tragen. Schwaz tragen. Auf eine Art machte es das Leben leichter, fokussierter man konnte vorgeben, dass jede Entscheidung ihre Richtigkeit hatte.

Entscheidungen sind leicht, wenn du deine Prioritäten kennst, sagten sie in der Akademie.

Die Kammer des Obersts war ein Scheinbild von etwas ganz anderem. Etwas Grundverschiedenem. Entscheidungen waren wieder Entscheidungen. Zumindest glaubten wir das. Kleine, gehorsame Hunde. Wir liebten es, uns selbst etwas vorzumachen, indem wir nach einiger Zeit glaubten (manche von uns brauchen länger als andere, McElystyr brauchte am längsten), wir würden bei ihm bleiben, weil wir es wollten.

Weil er uns brauchte.
(Hier ein Lachen einfügen.)

Wir lagen alle komplett falsch.
Wir gaben alle vor, dies sei nicht die Armee, nicht die Marine wir gaben vor, dies sei etwas anderes.

Da waren sechs Leute in dieser Schreibstube, in diesem Zirkus und drei von uns haben niemals vergessen, dass Geez noch immer Albträume wegen der Dinge, die er getan hatte, hatte.

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Zuletzt geändert von Alvrim am 13. Dez 2014, 21:05, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Patt in vier Zügen
BeitragVerfasst: 13. Dez 2014, 20:33 
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III. Solus Rex

Im Märchenschach wurden neue Bedingungen aufgestellt. Eine der erfolgreichsten Neuheiten darin war Circe. Die Basisvoraussetzung war, dass eine geschlagene Figur auf ihrem Startfeld ausgetauscht wurde. Wenn das Feld besetzt war, wurde die Figur wie im normalen Schach entfernt. Es gab einige Regeln bezüglich des Austauschs: Ein Turm, Läufer oder Springer kehrte zu dem Startfeld mit der gleichen Farbe zurück wie das Feld, auf dem er geschlagen wurde. Ein Bauer kehrte zu dem Startfeld auf der Linie zurück, auf der er geschlagen wurde. Der König war im gewöhnlichem Circe ausgenommen. War der König zudem Teil der Circe-Bedingung, wurde das Problem Circe rex inclusiv genannt.

Er hat immer gesagt, seine Kindheit sei ein so entferntes Land, wie es das Land seines Vaters wirklich war.

Meines lag nur einen Schritt hinter mir.

(Den Läufer ins Schach zu setzen war nutzlos, denn der schwarze Läufer wäre auf D5 dazwischen gegangen und nach 2.BxD5 wäre er wieder auf C8 aufgetaucht und auf B7 dazwischen gegangen. Der Schlüssel war 1.Kb4, das nichts bedrohte aber die A-Linie freihielt, sodass jeglicher Schlag auf E1 den Turm zu A1 geschickt hat und dort den Läufer festsetzte.)

Ein Geheimnis, eine verborgene Erinnerung, von der nur wenige Menschen wissen – man kann es als ein Zugeständnis betrachten:
Geez Roberts liebte seinen Vater und er war fort.
Ich hasste meinen Vater und war ist fort.
Da war keine Tragik, in keinem von beiden.

Bei Geez war das Problem, dass er den Tod mit Zurückweisung gleichsetzte.
Jeder, den du liebst, wird dich zurückweisen oder sterben und so lautet die Geschichte.
Er sagte oft, dass man niemandem trauen konnte außer sich selbst. Er sagte das und trotzdem sah ich, wie er Oberstleutnant Harper behandelte. Die Lügen, die er aufbaute und wie er ihnen selbst nur zur Hälfte Glauben schenkte. Er war schlauer als seine eigenen Lügen, schlauer, als es gut für ihn war.

Ich kam mit leeren Händen zurück (und Geez Roberts war die letzte Person, die ich enttäuschen wollte und sei es nur, weil er es mir niemals vorgehalten hätte und es besser gewesen wäre er hätte es getan – ich mir wünschte, er hätte es getan.)

Fallman war verschwunden.

"Beginn von vorn", sagte er.
"Nein, wir haben viel herausgefunden", sagte ich.
"Nein, wir haben viel verloren", sagte er.

"Lösche es und beginne von vorn. Streiche es und beginne von vorn. Tabula rasa."

Plato sagt uns, dass wir gar nichts lernen: Wir erinnern uns lediglich an das, was wir schon wissen.

Nach hunderten und aberhunderten Partien mit Geez Roberts erinnere ich mich daran:
Er hatte einen starken Läufer und einen schwachen Turm.
(Ich konnte nur nicht vorhersagen, welcher.)
Er griff aus der Flanke an, aber der finale Schlag würde mit voller Kraft aus dem Zentrum kommen.
All seine Züge schienen an Ort und Stelle unvernünftig, aber im Nachhinein verstand man, dass es ein kaltblütiger, ausgeklügelter Plan war.

Er kümmerte sich nicht so sehr um seinen Springer, wie man (ich, zum Beispiel) es von einer klassischen Schachausbildung annehmen würde.
Als ich ein Kind war und das erste Mal gespielt habe (ich hielt die Figuren in meiner Hand, mysteriös, wunderschön, ehe ich wusste, wie sie sich zu bewegen hatten), war ich besessen vom Springer, dem Ritter auf seinem Pferd – so wie ich besessen war von den Geschichten über Helden und Magier, Prinzessinnen und dem großen bösen, feuerspeienden Drachen. Dann wurde ich erwachsen und wuchs aus allem heraus. Ich spielte weiter und lernte und studierte und verstand, dass zeitgenössisches Schach den Springer aus dem Rampenlicht verbannt hat.

Ich las einst in einem verstaubten, zerfledderten Lehrbuch (eines von denen, die einem immer noch von Andersens Opfer der beiden Türme an Kieseritsky erzählen, als wäre es ein episches Gedicht), dass die Moderne eine Glaubenskrise in den Springer einläutete. Ich dachte, der Autor hätte im weitesten Sinne Recht damit.

"Ich hätte sie getötet, wenn Sie es angeordnet hätten."
"Ich weiß", und zum ersten Mal war da etwas wie Reue, zu was für einer Person er mich gemacht hatte.

Er hatte mich zu einer Mörderin gemacht, aber so hatten wir uns schließlich kennen gelernt, nicht wahr?
Das letzte Mal, dass ich sie sah, sagte ich Marian Brender, sie solle ihr Haar lang wachsen lassen (damit sie nicht erkannt würde, oder zumindest redete ich mir das ein) und berührte ihren Nacken. Sie griff an mein Handgelenk und fühlte meinen ruhigen Puls.

"Nachmacherin", sagte sie, nur kann ich mich nicht erinnern, ob sie es laut tat.

"Nein, das ist, was du mit Roberts tust", lag es mir auf den Lippen aber wir kannten uns nicht gut genug, um so offen miteinander zu sein, also ließ ich ihren Nacken und sie meine Hand los. Fast alles, was ich über sie wusste war, dass ich sie getötet hätte, wenn es so weit gekommen wäre.
Das zeigt erneut, was für ein kleiner, gehorsamer Hund ich war.

"Für jemanden, der Hunde nicht mag, benutzt Ihr sie ziemlich oft in Ihren Analogien."
"Ich hätte sie getötet", wiederholte ich und die Luft im Büro des Obersts wurde aufgewirbelt wie von einem alten Buchdeckel geblasener Staub.

"Kannst du Schach spielen?", fragte ich sie.
Wir saßen auf einem Steg, Hitze auf unseren Händen und Augen. Isabelle war so schön und dürr und geheimnisvoll wie eine Unterwasserexpedition, der Druck in den Ohren des Tauchers trommelnd.
Sie schüttelte den Kopf. Da waren einige schwache Flecken und Verfärbungen unter ihren Fingernägeln, die mir sagten, dass sie in ihrer Pubertät geraucht hatte und dass sie es als lange her betrachtete.
"Ich könnte dir Dame beibringen. Du sollest niemals Schach lernen", sagte ich, mehr als nur ein wenig verbittert.

Als ich mit Marian Brender über die Planken auf das Schiff stieg, fühlte ich nichts weiter außer Neugierde. Wie mochte es sein, sie zu töten? Wenn es dazu kam. Ich wollte beinahe, dass sie die Verräterin war. Ich dachte, Geez verdiene den Abschluss. Und ich konnte mir vorstellen, dass sie sich mit Freude geopfert hätte.
Wenn es wahr ist und ein Gleichgewicht wirklich existiert, dann funktioniert dieses Universum durch Aufopferung.

Als ich Marian Brende begrüßte, dachte ich daran, sie umzubringen.
Aber als ich Lebewohl sagte, wollte ich ihr sagen, dass der Oberst einen Tropfen Tanari-Blut in sich trägt.

Sie wäre die einzige gewesen, die diese Information wertzuschätzen gewusst hätte und das ist fast alles, was ich über sie wusste, abgesehen von meiner Bereitschaft, sie zu töten.
(Irgendwie hätte dieses Wissen ihr Exil vielleicht leichter gemacht.)

Das Universum funktioniert durch Aufopferung und vielleicht, schlussendlich, war Marian Brender tatsächlich Geez erlegen. Der Wüstenhorizont verschluckte sie und wir wussten alle, dass wir uns nie wieder sehen würden. Und selbst wenn wir es getan hätte, wäre sie nicht mehr dieselbe gewesen.

"Sie hätten mich zu einer Mörderin gemacht", und als er nicht antwortete fragte ich mich, ob – wann – ich sein Opfer sein würde. Und welche Form dieses Opfer annehmen würde.
(Man mag hier irgendein Schachgleichnis oder eine Metapher einfügen, wenn man es kann, denn ich war es Leid, auf den nächsten Zug zu warten, Leid, das Schachmatt zu vermeiden.)
Obwohl ich nicht sein Bauer war, habe ich gelernt, dass manchmal wichtigere Figuren verloren wurden. Sein Spiel. Er legte die Regeln fest.

Die wiederkehrenden Perioden der Insomnie überkamen ihn in regelmäßigen Abständen, ein Memento an alle Kriegstage und Nächte. Ich wusste, dass er manchmal Angst davor hatte, einzuschlafen, weil er nicht sicher sein konnte, an was Träume einen erinnern konnten.

"Es ist zwei Wochen her, dass ich geschlafen habe. Das Schlimmste daran ist, dass ich bei jemandem schlafe, und mich im Morgengrauen so sehr dafür schäme, dass ich gehe, ehe sie bemerkt, dass ich keine Ruhe gefunden habe. Ich habe Angst, dass sie denkt, ich würde sie verlassen."

Das sagte er, als wir uns trafen.
In der allerersten Nacht.

Der Schlüssel zu Geez Roberts Siegen und Niederlagen im Schach war, dass er bereit war, jede Figur außer seiner Dame zu opfern.
Ich habe ihn einst dazu befragt. Er lächelte und gab mir seine Antwort zwei Jahre später.
"Das Leben ist wie ein Schachbrett", erklärte er. "Wenn du nicht darauf gefasst bist, etwas zu opfern, das dir wichtig ist, kannst du nichts erreichen - und wenn du rücksichtslos bist und alles opferst, bist du am Ende vielleicht der Gewinner, aber allein, und du verlierst deine Menschlichkeit. Die Balance ist schwierig. Ich habe sie noch nicht gefunden", sagte er. "Ich gehe zu viele Risiken ein. Der Schlüssel liegt darin, dass ich die Anzahl der Figuren gering halte, deren Verlust ich tatsächlich bedauern würde."

Nein.

Der Schlüssel zu Geez Roberts war, dass er bereit war, jede Figur außer seiner Dame zu opfern

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Zuletzt geändert von Alvrim am 13. Dez 2014, 20:59, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 13. Dez 2014, 20:43 
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IV. Patt

"Du solltest mit dem Schmollen aufhören."

"Ich schmolle nicht", protestierte McElystyr.

Ohne ein Wort von ihm stand ich auf und durchsuchte seine Kleidung nach einer Zunderbüchse. Ich fand Streichhölzer.

"Ich bin umgestiegen." Da war die Phantomime eines Lächelns auf seinen Lippen.

Ich beugte mich über sein Bett und zündete seine Zigarette an, statt ihm die Streichhölzer zu reichen.

"Du bist ein Idiot", sagte ich. Die gesamte Szene war richtiggehend rührend, wirklich. Ich hatte mir nur niemals vorstellen können, mit jemandem wie McElystyr so gut befreundet zu sein.
Mein Oberst war irgendwo da draußen, von Schuldgefühlen geplagt, auf dem Weg nach Theramore und ich wollte McElystyr einfach nur dafür schlagen.
"Ich weiß", stimmte er zu. Er zerknitterte den schlichten Stoff seines Patientenkittels und sein Blick schien in weiter Ferne zu liegen.

Mir war es nie unangenehm, mich selbst als Bauern zu sehen. Aber das war nie Geez' Plan, nicht für mich, nicht (entgegen McElystyrs verzweifelter Bitten) für irgendeinen von uns. Es war ironisch, dass es sogar (oder vor allem) den besten Spielern passiert: Er hatte sich selbst ins Schach gesetzt.

McElystyr ließ die Asche auf sein Bett fallen.

Als Geez Roberts ein kleiner Junge war, hat er Landkarten genommen und auf ihnen gemalt, Inseln dort hingesetzt, wo keine Inseln hingehören. Der Gedanke an eine Insel war für ihn unvorstellbar, denn das Meer war so fremd für den Jungen wie Tageslicht um Mitternacht.

Und einmal hörte ich, er hätte ein Spiel gewonnen (damals, als noch keiner von uns ihn kannte und da nur er und Harper waren, er und die Schatten, allein auf der Welt), nachdem er nacheinander einen Läufer, einen Turm, einen Springer geopfert hatte. Ein bezaubernd elegantes Opfer. Ich habe nie den Mut aufgebracht ihn zu fragen, ob es stimmte: Ich hatte eine furchtbare Angst davor, herauszufinden, dass es das nicht tat.

Zwischen den inneren Säumen der braunen, lose zugezogenen Vorhänge drang schlichtes, helles Tageslicht herein, über unsere Formen fallend, es verwandelte McElystyrs blondes Haar in billiges Gold. Er wirkte kleiner unter seinen Decken und Überzügen. Staub setzte sich herab und wurde in den greller werdenden Lichtstrahlen sichtbar.

Übrigens, ich vergaß, es zu erwähnen: Dieses erste Mal, dass wir uns trafen, an diesem Tag vor über einem Jahrzehnt. Am Tag, an dem ich einen Mann tötete, einen anderen im Stich ließ und Freundschaft schloss. An diesem Tag war Geez Roberts der einzige, der mich fragte, ob es mir gut geht.

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