Söldnerbund Dämmersturm

RP-Gilde - Die Aldor
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 Betreff des Beitrags: Einsatzbericht "Die Inseln von Kwai"
BeitragVerfasst: 7. Sep 2016, 21:04 
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Die Inseln von Kwai

Missionsdauer: 1 Tag
Beteiligte Mitglieder: Jenit Sulla (Einsatzleiter), Lia Blake, Jonathan Blake, Daraja Carben,
Ducan Carben, Dzul Devens, Finnje Freitag, Alexander García
Vorgegebener Rang: Ausschließlich Mitläufer
Ausgang:
Gescheitert



Ziel

Die o.a Mitläufer bekamen den Auftrag, auf die naheliegende Inselgruppe von Kwai überzusetzen um einen, auf einer vorhandenen Karte eingezeichneten Schatz zu bergen, um den, laut Kommandanten erschöpften Goldhaushalt des Dämmersturms aufzustocken.
Die Karte gehörten einem gewissen Kaaskopp, die er während eines Würfelspiels gewonnen haben sollte. Die Hintergründe zu besagtem Stück Pergament interessierten mich aber nicht weiter.
Jenit Sulla meldete sich freiwillig den Einsatz zu leiten. Es folgten keine Einwände.

Ablauf

Bevor wir in die gestellten Boote – Zwei an der Zahl – stiegen, rüsteten wir uns mit Seilen, Spaten und Kompass aus. Auf Anweisungen Sulla's stellte sich jeder Mitläufer vor. Dabei präsentierte er in wenigen Sekunden seine Kampf-bezogenen Fähigkeiten. Nachdem die ernannte Einsatzleiterin die Schatzkarte noch schnell in die Hand gedrückt bekam, machten wir uns mit besagten Ruderbooten zu den, schon vom Flaggschiff erkennbaren Inselgruppen auf. Schon nach wenigen Minuten erkannten wir ein, im dichten Nebel verborgenes, halb zerfallenes Pier, das sich als ideale Andockstelle erwies. Des Weiteren ließ sich entlang der Küste zwei Wachtürme ausmachen, beide mit Moos bedeckt und von Fäule überzogen. Ich wusste nicht, was uns anfangs mehr zu schaffen machte; Die stickige, warme Luft – kaum auszuhalten in den Rüstungen die wir trugen – oder die penetranten Insekten. Vielleicht ging es aber auch nur mir so. Um nicht blind in das dichte Dickicht, bestehend aus exotischer Fauna hinein zu marschieren, studierte Sulla mithilfe eines von Fischer mitgenommenen Kompass die Karte. Diese zeigte, neben der groben geographischen Darstellung einen Warnhinweis: Ein geschlossenes Augenpaar samt Ausrufezeichen. Nicht weiter darüber nachdenkend, wurde uns die Formation mitgeteilt die sich aus einer Vorhut, bestehend aus Freitag, Devens und Fischer, einer Nachhut, die sich aus den beiden Blakes und den Carbens zusammensetzte und der Seitendeckung, die meine Wenigkeit und Sulla übernahm.


Nach einem Marsch ins Landesinnere traf die Vorhut auf eine, vom Dickicht umschlossene, kürbisgroße Kristallformation an. Vorsichtig wurde diese von Freitag untersucht, ohne direkt damit in Berührung zu kommen. Wir hielten aber uns nicht lange damit auf, da die Kristalle zunächst mehr Fragen aufwarfen als beantworteten. So kennzeichneten wir deren Standort in unsere Karte und zogen weiter in das Landesinnere. Nach stundenlangem Marsch legten wir eine kurze Rast auf einer Lichtung ein. Dort entdeckten wir ein gerade zu monströses Schuppenkleid eines anscheinend schlangen-ähnlichen Wesens, das sich allen Anschein nach vor nicht allzu langer Zeit, auf dieser Lichtung gehäutet hat. Wir diskutieren wie es weiter gehen sollte. Fischer, der sich zu diesem Zeitpunkt der Gruppe zugewandt hatte, wurde von einer überdimensionalen Spinne angegriffen, die hinter seinem Rücken im Gestrüpp lauerte. Für seine Unachtsamkeit entschuldigte er sich mit schnellen und effektiven Schwerthieben, was dem Spinnentier stark zusetzte. Die solide Arbeit der Vorhut machte der Spinne schnell den Garaus, die aber in ihrer Verzweiflung ein flächendeckendes Sekret ausstieß. Der Überraschungseffekt und die Schnelligkeit des Giftbeschusses lies uns keinen Spielraum zum Ausweichen weshalb Jonathan Blake und ich getroffen wurden – es ätzte ohne Probleme durch unsere Rüstung und hinterließ mittelstarke Verbrennungen, die nach einer anschließenden, raschen Behandlung unserer Sanitäterin, Daraja Carben keine, für die Mission einschränkenden Folgen hinterließen.


Mit dem Entschluss einen nahen Wachturm – ähnlich denen an der Küste – zu untersuchen, sandte Sulla, Freitag und Devins als Späher aus. Der Rest der Meute sollte warten um die Gegend abzusichern um eventuelle Gefahren schnellstmöglich zu bannen.
Entgegen aller Erwartungen verfiel Sulla schon nach wenigen Minuten in Ungeduld und befahl einen der Mitläufer, die gerade erst ausgesandten Späher zu verfolgen, um sie zu „fragen“, warum sie denn so lange brauchen. Diese Einstellung stoß, nachdem Devens und Finnje zurückgeholt worden sind auf große Abneigung. Besonders der Tierführer Devens äußerte harsche Kritik gegenüber der Einsatzleiterin. Da es aber zu keinem Streit kam – lediglich scharfe Kommentare und böse Blicke wurden ausgetauscht – konnte Devens kurz darauf berichten. Er teilte uns mit, dass sich hinter dem Wachturm, dem eine Renovierung zugute kommen würde, drei Baracken befänden. Diese seien voll mit den zuvor schon entdeckten Kristallen – diesmal aber deutlich größer -, zerschlagenen Möbeln und Knochen. Außerdem solle sich am Boden mehrere Gitter befinden, die einen Einblick auf ein Tunnelsystem ermöglichen, das weiter hinten durch eine Art Portal, ähnlich dem Eingang zu einer Gruft, zugänglich ist.


Wir kombinierten: Merkwürdige Kristalle; keine Zivilisation trotz eindeutig, von Menschen oder Ähnlichem erbauten Gebäude; ein Warnhinweis auf der Karte, der zwei geschlossene Augen zeigte; der riesige Schuppenpanzer auf der Lichtung. Ich glaube, die Blakes äußerten zuerst den Gedanken, dass es sich um einen Basilisken handeln müsse. Kurzerhand die wenigen Kenntnisse über Basilisken austauschend, die wir hatten, überlegten wir uns einen Plan, jenen auszuschalten um, den laut Karte im Tunnelsystem befindenden Schatz zu bergen. Wir gingen allesamt davon aus, dass sich im Tunnel ein Basilisk befände. Die zunehmende Häufigkeit der Kristallformationen und der Knochen ließ darauf schließen.


Die Meute kam zu einem einstimmigen Ergebnis: Es sollte eine Falle sein. Welche sich denn am besten für solch ein gewagtes Unterfangen eignen sollte, wurde in einer, sich ziehenden Diskussion entschieden. Devens äußerte den Vorschlag, am Eingang – also das zuvor beschriebene Portal – des Tunnels mehrere Fangschlingen anzubringen. Diese sollten, den durch Spinnenfleisch – das durch Freitag teilweise mit Giften präpariert wurde – angelockten Basilisken fixieren, indem sich die, an den Wänden mithilfe von Dolchen, Stöcken und Steinen befindenden Seile um seinen Körper schlingen. Da sich die Dolche in der Wand verkeilen sollten, ging Devens davon aus, dass die Falle, die Flucht des Basilisken, oder gar seine Jagd auf uns behindern, wenn nicht sogar unmöglich machen soll.
Freitag übernahm freiwillig die Rolle als Lockvogel. Außerdem platzierte sie o.a präpariertes Spinnenfleisch. Fischer und Devens nahmen nahe der zuvor errichteten Falle Stellung, sodass sie, nachdem die Falle zuschnappt, dem Basilisken im Nahkampf in den Rücken fallen können. Der Rest sollte von einem der Gitter an der Oberfläche aus das Feuer bei jeglichem Feindkontakt eröffnen. Ducane Carben und ich erhielten explosives Gemisch. Habe ich schon erwähnt, dass es in Strömen regnete? Dies erschwerte unsere Bedingungen immens, da uns das Wasser im Tunnel während die Falle gebaut wurde, bereits bis zu den Knieen stand. Nichtsdestotrotz verrichtete jeder Mitläufer solide Arbeit, sodass wir besagte Falle in kurzer Zeit errichten konnten und jeder in Windesleile Position bezog.

Wir warteten. Wir horchten. Man überprüfte noch einmal die Ausrüstung – ungeduldig aber konzentriert. Die Dämmerung setzte langsam ein und der Regen blieb unerbittlich. Dann – nach einer gefühlten Ewigkeit, auch wenn es nur eine halbe Stunde sein mochte – hörten wir das Geräusch von verdrängtem Wasser das gegen die Wand schlitterte. Die Leute die sich oben befanden, darunter auch ich, sahen es zuerst. Unter dem Gitter färbte es sich dunkelrot. Bei genaueren hinsehen erkannten wir die scharlachfarbenen Schuppen, die er wie einen Plattenpanzer trug. Unsere Vermutung wurde bestätigt. Das Monstrum - selten machte ich Bekanntschaft mit so einer Bestie - raste auf Devens und Fischer zu. Freitag, die die Rolle als Lockvogel übernahm rannte währenddessen von der hungrigen, alles vertilgende Ungeheuerweg, um nach oben zu den Schützen zu gelangen die bereits am feuern waren. Der größte Teil unserer Schüsse prallten vom Schuppenkleid ab. Das explosive Gemisch zeigte Wirkung ohne den ganzen Tunnel in die Luft zu jagen. Der Basilisk ging in die Falle. Mit einer solch brachialen Gewalt wand es sich, stoß ohrenbetäubende Geräusche aus und entging schon nach wenigen Sekunden tragischer Weise den Fangschlingen – An dieser Stelle sei anzumerken, dass es nicht das fehlende Potenzial der Falle war sondern die schiere Stärke des Scheusals. Jenes nahm wieder Fahrt auf, Richtung Ausgang. Um ihn daran zu hindern, auf freies Feld zu gelangen rannten wir nach unten, um Fischer und Devens Unterstützung zu leisten. Von hier an, versuchte jeder, sei es mit Schusswaffen oder Schwerter den Basilisken im Nahkampf – von Angesicht zu Angesicht - das Handwerk zu legen. Doch die Schüsse und Hiebe prallten wie schon zuvor ab. Nur ein kleiner Teil aller Angriffe setzte ihm zu, ließen ihn bluten – ließen ihn mit noch erbitterlichen Angriffen antworten. Ich glaube Sulla traf es als Erste: Der Blick des Untiers- direkter Sichtkontakt mit der Einsatzleiterin - wenige Augenblicke danach wurde sie kristallisiert. Das gleiche Schicksal traf Jonathan Blake, der Bruchteile von Sekunden danach vom riesigen Schweif des Monsters, in seiner Kristallform zerschmettert wurde. Devens, der versuchte, auf den Rücken des Ungeheuers zu gelangen, wurde wie eine Fliege abgeschüttelt und gegen die Wand geschleudert – sofortige Ohnmacht folgte. Angesichts der aussichtslosen Lage lockten ich und Freitag – triefend vor Naivität zögerte ich zunächst, was mich mein Leben gekostet hätte, wäre ich nicht vom Glück gesegnet – den Basilisken schlussendlich an die Oberfläche. Dort beschossen wir das Wesen - mehr einem Krokodil als einer Schlange ähnelnd - das nun, an der Oberfläche ersichtlich, schon schwer verletzt war. Freitag hat sich, zum Schutz des Blicks, vor dem Aufstellen der Falle, die Augen mit einem Mullverband verdeckte. Es entzog sich meinen Horizont, den Basilisken auf großer Entfernung, mit stark eingeschränkter Sicht, bei der Lautstärke die der prasselnde Regen von sich gab und auf unbekannten Terrain, mit Pfeilen spicken zu können - Doch sie tat es und dafür Hut ab. Fischer und Devens konnten flüchten, der Rest der Truppe trat ebenfalls den Rückzug an. Als die von ihrer Hetzjagd auf uns abließ um wieder in seinen Hort zu kriechen, sammelten wir uns und erklärten die Mission für fehlgeschlagen: Zu viele Verletzte und zwei Tote. Trotz einiger Einwände, besonders von den Mitläufern, dessen Kampfgeist noch lange nicht gebrochen war, machten wir uns auf den Weg zu den Booten um auf das Flaggschiff überzusetzen.

Fazit

Zum Ende dieses Berichts sei gesagt, dass jeder einzelne Mitläufer das Beste aus sich herausgeholt hat. Sei es Devens, der eine hervorragende Falle gebaut hat, die uns einige wertvolle Sekunden einbrachte, Freitag die mit schier unglaublicher Präzision aus weiter Entfernung, in Bewegung und mit verhüllten Augen den Basilisken immer noch zusetze, sodass sich der Rest aus dem Tunnel retten konnten, oder Fischer, der seinen Kameraden im Angesicht des Todes nicht zurückließ, obwohl es seine Chancen minimierte, sein eigenes Leben zu retten. Es fehlte uns schlichtweg an Erfahrung. Unter dem Gesichtspunkt, dass wir es mit einem mächtigen Wesen zutun hatten, war eine kompetente Führungsposition unabdingbar.

Ich möchte an die gefallenen Mitläufer Jenit Sulla und Jonathan Blake gedenken. Auch in den letzten Sekunden, kämpften sie tapfer und entschlossen. Möge das Licht ihren Seelen Frieden schenken, sie an einem besseren Ort empfangen, für immer – und dem Sturm entgegen.

gez. Alexander García


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