Söldnerbund Dämmersturm

RP-Gilde - Die Aldor
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 Betreff des Beitrags: Einsatzbericht: "Eskalation im Dämmerwald"
BeitragVerfasst: 1. Sep 2013, 21:04 
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(OOC: Entschuldigt bitte schonmal vorab, dass der Bericht nicht so detailliert ist. Habe in letzter Zeit nicht allzu viel Freizeit, trotzdem sollte ich versuchen, die Berichte zeitnaher zu verfassen. Ich gelobe Besserung.)

Einsatzbericht "Eskalation im Dämmerwald"

Am vereinbarten Zeitpunkt trafen von Wellenheim, Hemsworth, Jagellovsk, Sheppard und ich auf der Brücke ein, die das Rotkammgebirge mit dem Dämmerwald verbindet. Nachdem Einsatzbereitschaft hergestellt wurde, brachen wir Richtung Dämmerwald auf. Auf dem Weg gab es einen erstaunlich organisierten Hinterhalt der Untoten. Sechs Bogenschützen, auf einer Anhöhe postiert, nahmen uns unter Feuer, während sich von hinten sechs Nahkämpfer näherten. Natürlich waren sie zu schwach ausgerüstet, um uns ernsthaften Schaden zuzufügen, aber es sollte uns einen Vorgeschmack geben. In Dunkelhain angekommen, merkten wir bereits, dass etwas nicht stimmte. Der Ort richtete sich zweifelsfrei für eine Verteidigung ein. Als wir zur befehlshabenden Nachtwache zitiert wurden, begegnete diese uns nur mit Feindseligkeit und Misstrauen. Ein normaler und gesunder Sinneswandel, den solche Situationen hervorrufen. Deshalb mache ich der Nachtwache hier keine Vorwürfe. Sie haben einen Schuldigen gesucht und ihn in uns gefunden. Wir seien daran Schuld, dass die Untoten so unruhig sind. Bevor wir da waren, sei alles in Ordnung gewesen. Sie wollten, dass wir unsere Fehler wieder korrigieren. Als Pfand verlangten sie einen der unseren. Ich liess Sheppard zurück. Angesichts der vor uns liegenden Aufgabe nicht optimal.

Also brachen wir auf, Richtung Rabenflucht. Der Weg war gepflastert mit Spuren des Kampfes. Als Hemsworth, die die Vorhut bildete, meldete, dass sich viele Untote nähern, darunter auch Kavallerie, zogen wir im Geäst unter und liessen den Feind vorbeiziehen. Als wir sahen, wie Silberhauch die Straße entlangging, riefen wir sie zu uns. Sie wurde nachgeschickt. Nach kurzer Rast gingen wir wieder auf die Straße und weiter gen Rabenflucht-Friedhof. Etwa auf einem Drittel der Strecke ging ein Feldweg von der Hauptstraße ab. Am Zaun lehnte eine verunstaltete Leiche, die den Feldweg entlang zeigte. An ihr war ein Zettel befestigt. Sofort, nachdem ich ihn las, ging er in Flammen auf. Auf ihm stand: "Ich habe Antworten". Da ich von einer Falle ausging, beschloss ich, dass wir weiter der Hauptstraße folgen, jedoch abseits des Weges. Ein Fehler, wie sich herausstellen sollte. Bald schon fanden wir uns, von Illusionen geplagt, Rücken an Rücken und im tiefen Geäst wieder. Jeder von sah jeweils ein Mädchen in der Dunkelheit stehen. Als ich ihm näher kam, fing es an zu weinen. Als ich nach ihm schlug, verschwand die Illusion. Stattdessen kamen uns Untote Hände von Unten entgegen, versuchten, uns festzuhalten. Ich befahl den sofortigen Rückzug zur Straße, wo der Spuk schliesslich endete. Er wurde jedoch ersetzt durch sechs Reiter, die geradewegs auf uns zukamen. Diese waren aber keinerlei Herausforderung, bald schon waren sie erledigt. Ich beschloss, mit dem Trupp zurück zur Kreuzung zu gehen und dem Feldweg zu folgen. Als wir zwei verfallene Häuser erreichten, spürte Jagellovsk etwas Verdorbenes in einem der Häuser. Als wir das Haus umstellten und von Wellenheim und ich das Haus stürmten, saß dort ein alter Mann am Schreibtisch, Remus Nurg, wie sich später herausstellte. Ich verhörte ihn, nachdem ich ihn entwaffnet und Jagellovsk ihn mit Magie festhielt. Eine gewisse "Gretchen", einst von ihm entführt und als eine Art Schülerin missbraucht, ist sehr mächtig geworden und für das Chaos verantwortlich. Sie ist der Grund dafür, dass die Untoten so organisiert sind. Sie gilt es auszuschalten. Er versuchte uns weiszumachen, dass er wüsste, wie. Er könne die Hütte jedoch nicht verlassen, weil sie eine magische Barriere um das Haus wirke. Natürlich war das nur ein Vorwand, damit wir ihn am Leben lassen. Ich war sicher, dass nichts anderes das Mädchen erlösen würde, als kalter Stahl. Ich zerrte den Nekromanten, das war er zweifelsohne nach seinen Erzählungen, in die Barriere und er verbrannte. Ich sollte noch erwähnen, dass Jagellovsk während den Verhandlungen Disziplin vermissen liess, er hätte den Nekromanten beinahe umgebracht und damit direkte Befehle von mir missachtet, wäre ich nicht eingeschritten. Auch, wenn der Zorn die Disziplin nicht übermannen darf, werde ich sein Vergehen ohne disziplinarische Folgen lassen, da auch ich mit meinem Hass zu kämpfen hatte. Ausserdem hat er als Magie-Empfänglicher für diese Mission zumindest seinen Teil beigetragen. Vor seinem Ableben teilte uns Nurg noch mit, dass sich "Gretchen" entweder westlich Rabenfluchts aufhält oder in den Katakomben des Friedhofs. In einem Massengrab aus dem 1. Krieg. Wir zündeten das Haus an und zogen etwas weiter entfernt im Wald unter. Wachen wurden eingeteilt und ich liess die Söldner ruhen. Als wir aufwachten, fehlte Hemsworth, die Wache hatte. Wir machten uns auf die Suche und Schleifspuren führten uns zu einer Kapelle samt Friedhof. Während Silberhauch und Jagellovsk sicherten, gingen von Wellenheim und ich rein. In der Kapelle hing ein furchtbar verstümmelter Geistlicher in Ketten über dem Altar. Auf dem Altar lag ein Paar Augen. Von Wellenheim meinte, diese Augen zu kennen. Dann startete draußen bereits ein Feuergefecht. Von Wellenheim und ich stürmten auf den Friedhof, während Jagellovsk und Silberhauch Feuerschutz gaben. Durch die Kapellentreppe erhöht, konnten sie über unsere Köpfe wirken. Der Feind bestand aus einigen Untoten und einer Schützin, Hemswirth, wie sich später herausstellte. Beziehungsweise ihre Hülle, die uns gekonnt mit Pfeilen beharkte. Während von Wellenheim die Untoten binden sollte, versuchte ich, die Untoten zu umgehen und Hemsworth zu attackieren. Sie war jedoch zu schnell, also widmete auch ich mich vorerst den Untoten. Jagellovsk konnte währenddessen Hemsworth unter Mühe und Not mit Magie fesseln. Ich konnte sie so schliesslich ohne weiteres von ihrem Leid erlösen. Die Gefahr war gebannt, jedoch waren wir nun wieder einer weniger.

Wir zogen also weiter gen Rabenflucht, der Weg war immer wieder mit Zeichen des Kampfes gespickt. Als wir Rabenflucht näher kamen, passierten wir ein Lager, in dem sich bunt gemischte Gesellschaft aufhielt. Von Priestern und Paladinen über die Nachtwache bis hin zu einigen Söldnern war alles vertreten. Sie saßen ob des Konflikts offenbar fest. Da wir sie nicht kannten, liessen wir das Lager hinter uns und näherten uns weiter dem Friedhof. Meine Absicht war es, aus dem Osten auf den Friedhof zu gelangen. Also verliessen wir die Straße wieder und näherten uns durch den Wald an. Die alten Zäune Rabenfluchts waren schon in Sichtweite, als ich eine große Gestalt in der Ferne ausmachte, zusammen mit einigen kleineren. Wir machten einen Bogen um sie, um sie von der Seite zu überfallen. Ich schickte Silberhauch als Vorhut, aber hielt sie in Sichtweite. Als wir den Ort, wo ich die Gestalten gesehen hatte, erreichten, war da nichts. Und plötzlich tauchte direkt vor Silberhauch die riesige Gestalt auf. Der Kampf entbrannte, der große, mittlerweile von Jagellovsk entwaffnete Krieger schleuderte Silberhauch an den nächsten Baum und ich stellte mich ihm im Zweikampf. Von Wellenheim schützte Silberhauch und bindete gleichzeitig einige Untote im Nahkampf, Jagellovsk und seine Diener bekämpften die Untoten ebenfalls sehr effektiv. Auch Silberhauch konnte sich wieder sammeln und kämpfen, wobei sie in Worgenform vielen Untoten den Gar aus machte. Die Untoten waren alle im Nahkampf gebunden, so kam es, dass ich mich alleine dem Krieger stellen konnte, der die Axt mittlerweile wieder an sich genommen hatte. Ich musste einige harte Treffer einstecken, während sich Silberschwung schwer tat, die dicke Vollplattenrüstung des Hünen zu durchdringen. Er erinnerte in vielerlei Hinsicht an den "Reiter vom Dämmerwald". Vor allem sein Inneres hatte eine ähnliche Konsistenz. Schliesslich brachte er mich mit einigen harten Treffern zu Boden. Hier schlug er ein weiteres mal auf mich ein, die Rüstung leistete jedoch ihrem Teil und ich brach mir lediglich drei Rippen. Mit letztem Atem konnte ich den Krieger mit Silberschwung erschlagen, dann rang ich nur noch mit der Luft. Als von Wellenheim mich aus meiner Rüstung befreite, war der Kampf vorüber. Schwer angeschlagen zogen wir uns zurück zum Lager. Hier verband mich Jagellovsk notdürftig und wir verbrachten die Nacht in dem Lager, um unsere Wunden zu lecken. Am nächsten Tag sprach ich die Paladine an und bot ihnen meine Hilfe an. Ich erklärte ihnen, was Nurg uns erklärt hatte. Wie sich herausstellte, war Nurg ihnen nicht unbekannt. Sie waren einverstanden. Wir holten noch den Befehlshabenden der Nachtwache herbei und erarbeiteten den Schlachtplan. Während die Nachtwache mit den beiden Paladinen die Aufmerksamkeit der Untoten im Ort Rabenflucht auf sich ziehen, sollten wir den Friedhof unter Weisung des Priesters über einen kleinen Trampelpfad erreichen und uns in die Katakomben schleichen.

Gesagt, getan, marschierten wir bald gen Rabenflucht. Wir verliessen schon bald die Straße, weil die Straße in einen Hohlpfad mündete, zu anfällig für Hinterhalte. Wir näherten uns schliesslich den Häusern. Wir trennten uns, die Nachtwache nahm den Stadtkern unter Beschuss, während wir hinter einigen Häusern in Deckung gingen. Dort mussten wir anfangs nur eine Hand voll Untote erschlagen, aber dann kamen zwei Monströsitäten aus dem Geäst. Auch diese konnten wir recht wirksam bekämpfen. Hierbei ist die herrausragende Leistung von Wellenheims und Jagellovsks zu erwähnen. Jagellovsks Diener jagte eine Eislanze in den Körper der Monströsität und von Wellenheim rammte sie mit seinem Hammer schliesslich wie einen Keil tiefer ins Fleisch hinein, was ihr den Rest gab. Als sich der Kampfeslärm legte, gab es Befehl zum Sammeln im Dorfzentrum. Dort wurden die Aufgaben nochmals verteilt, dann begann der Angriff. Wir erreichten den Kern des Friedhofs wie besprochen über einen Trampelpfad, während der Rest einen Angriff vortäuschte und so die Aufmerksamkeit auf sich zog. Der Plan ging auf, im Friedhof erwarteten uns nur einige Untote, darunter auch Kavallerie. Auch hier tat sich von Wellenheim wieder hervor, indem er sich mutig mit seinem Schild den Reitern entgegenstellte. Trotz allem wieder ein kaum erwähnenswertes, einseitiges Gefecht. Den Moment der Überraschung ausnutzend, eilten wir weiter zu dem Eingang des Massengrabs, so schnell es eben mit einem alten Priester ging. Am Eingang angekommen, fing der Priester an, Wirres zu reden. Kurz darauf platzte er förmlich vor unseren Augen. Dann wurde es Schwarz.

Ich fand mich in einer kleinen Zelle wieder, von der eine Seite aus einer magischen Barriere bestand, die anderen aus massivem Stein. Nach einigen erfolglosen Versuchen, mich zu befreien, beschloss ich, abzuwarten. Dann sah ich Silberhauch in der Kammer vor meiner Zelle umherirren. Sie konnte mich nicht hören oder sehen. Vor mir befanden sich drei Schalter: "Leben", "Tod" und ein weiterer, der mir entfallen ist. Selbstverständlich betätigte ich den Schalter "Leben". Plötzlich kamen drei Käfige an Ketten hinab, jeder gerade groß genug für das Kind in ihm. Sie fingen furchtbar an zu schreien, als ihre Käfige den Flammen unter ihnen näher kamen. Unten waren zwei Hebel angebracht, die gleichzeitig nach oben gezogen werden mussten. Das Problem daran war, dass diese sich in kleinen Versenkungen befanden, die genau einen Finger zu schmal für Silberhauchs Hände waren. Silberhauch trennte sich in einem selbstlosen Akt der Menschlichkeit kurzerhand beide kleine Finger ab und zog die Hebel. Die Flammen erloschen und die verstörten, aber unverletzten Kinder krachten samt Käfig hinunter. Trotz dem, dass Silberhauch noch keinen Eid abgelegt hat, werde ich die Zweihundert Goldmünzen Entschädigung hiermit bewilligen. Silberhauch und die Kinder verschwanden wieder und in meiner Zelle öffnete sich ein kleiner Gang, der in einer ähnlich großen Kammer mündete, wie die Silberhauchs. Erwartend, dass ich mich auch bald einem kranken Spiel stellen muss, ging ich die Kammer auf und ab. Als nichts geschah, konnte ich endlich nach einigen Stunden einen Stein in der Wand finden, der sich hineindrücken liess. Daraufhin öffnete sich die Wand und gab einen weiteren Gang frei. Einen sehr langen Gang, wie sich herausstellen sollte. Am Ende des Gangs traf ich in einer Grabeskammer auf Silberhauch und von Wellenheim, beide sehr angeschlagen, aber sie lebten. Nur Jagellovsk fehlte. Nachdem ich von Wellenheim Silberhauchs Wunden verbinden liess, wagten wir uns tiefer in die Kammer vor. Wir trafen auf "Gretchen", endlich. Aber ihr kamen mächtige Skelettmagier zur Hilfe, acht an der Zahl. Wieder kümmerten sich Silberhauch und von Wellenheim um die Gegner, während ich versuchte, das Hauptziel aususchalten, in diesem Fall "Gretchen". Und wieder war ich zu langsam und konnte es nicht erreichen. Ich schloss mich den beiden an und half ihnen gegen die Magier, wenn auch angeschlagen durch meine Rippenbrüche. Im Verlauf des Kampfes nahm Silberhauch wieder die Worgenform an und konnte "Gretchen" schliesslich von ihrem Leid erlösen, nachdem ihr Schild durch das Töten ihrer Skelettmagier geschwächt worden war. Kaum war der Kampf vorbei, tauchte Jagellovsk mit der Nachtwache im Schlepptau auf. Hier beende ich meinen Bericht, die Heimreise verlief ruhig. Die Untoten fielen wieder zurück in ihr unorganisiertes Verhalten und Dunkelhain bleibt uns hoffentlich als Auftraggeber erhalten.

Sold- und Markenverteilung:
Fäller: 50 Goldmünzen, 12 Marken
von Wellenheim: 30 Goldmünzen, 15 Marken
Jagellovsk: 3 Goldmünzen, 11 Marken
Silberhauch: 1 Goldmünze plus 200 Goldmünzen Entschädigung, 12 Marken

Desweiteren werden von Wellenheim und Silberhauch mit der Siegmarke ausgezeichnet.

Dem Sturm entgegen,
Grimaldus Fäller,
Champion und stellv. Kommandant


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 Betreff des Beitrags: Re: Einsatzbericht: "Eskalation im Dämmerwald"
BeitragVerfasst: 3. Sep 2013, 20:26 
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*Bevor Sergei nach Loch Modan abgereist ist, hat er diesen knappen Zusatz für den Bericht hinterlassen.*

Nach meiner Gefangennahme fand ich mich ebenfalls in einer Zelle wieder, die, wie ich später erfahren habe, denen der anderen Söldner glich, nur dass es dort keine Schalter gab. Die vom Champion beschriebene "magische Barriere" war eine ausgeklügelte Kombination aus einem stark regenerativen, räumlich begrenzten Schild und einer psychometrischen Projektionsfläche (für den Laien: eine angewandte Praxis aus der Weissagung, bei der eine vorher präparierte Oberfläche dazu benutzt wird, Bilder und Ton eines Sendeortes an einen Empfangsort zu schicken). Für die Anderen war es wohl mehr als genug, sie dadurch festzuhalten, aber mir gelang es, nachdem ich begriffen hatte, dass die Steinwände nicht derart mit Bannsprüchen belegt waren, eine der schwächeren Wände zu sprengen. Mein Manaschild schützte mich vor den dabei herumfliegenden Steintrümmern. Ich fand mich daraufhin in einer großen, quadratischen Kammer mit sehr viel stärkeren Wänden wieder. In ihrer Mitte war eindeutig ein nekromantisches Ritual vorbereitet worden: ein sezierter Leichnam lag auf einer großen Steinplatte, daneben ein brodelnder Kessel und ein kleiner Tisch mit verschiedenen alchemistischen Kräutern und Tinkturen. Unter den Kräutern konnte ich Faulblüte, Grabesmoos und andere magische Leitmittel finden. Die Tinkturen werde ich hier nicht näher beschreiben, es sei nur so viel gesagt, dass ich ihre Art und ihre Funktion sofort als verdorben erkannte. Am Kessel hing ein Zettel, der mich aufforderte, ein Gebräu zu mischen, um den Leichnam wiederzubeleben, damit er mir den Weg weisen würde. Ich weigerte mich, das Spiel der Nekromantin mitzuspielen, vereiste den Kessel, schüttete die Tinkturen aus und verbrannte den Leichnam. Nachdem ich den Raum nach versteckten Ausgängen abgesucht hatte, setzte ich mich in den freigesprengten Durchgang meiner Zelle und begann eine Meditation. Erst Stunden später, wahrscheinlich zu dem Zeitpunkt, als die Anderen die Nekromantin töteten, öffnete sich ein Durchgang und ich entkam in einen dunklen Tunnel, dem ich lange folgte, bis ich schließlich in der vom Champion beschriebenen finalen Grabeskammer wieder auf die Truppe stieß.

_________________
Wenn ich nicht so viel Scheisse bauen würde, käme ich mir dämlich vor.


Zuletzt geändert von Ingo am 26. Mär 2014, 20:00, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Einsatzbericht: "Eskalation im Dämmerwald"
BeitragVerfasst: 4. Sep 2013, 13:11 
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Beiträge: 1256
Wohnort: Münster
Geschlecht: männlich
Grimaldus Fäller,
Champion des Dämmersturms,
Sturmwächter,
Stellvertretender Kommandant des Söldnerbundes

Auf euren Wunsch hin, folgt der Bericht über die Ereignisse im Grab des 10. Bataillons, die mir, getrennt von der Gruppe widerfahren sind.

Ich fand mich also, nachdem wir alle gelähmt und vergiftet, in Tiefschlaf versetzt wurden, zwischen Erde und Fels, in einem dunklen Schacht wieder. Ich gönnte meinen Gliedern, Knochen und meiner Lunge einige weitere Minuten Ruhe, - auch um vor etwaigen Beobachtern die Illusion zu schaffen, ich würde tot sein oder schlafen. Als sich nichts regte und ich die nötige Kraft aufbringen konnte, mich zu erheben, schritt ich weiter durch den Gruftkomplex. Durch Mechanismen, die mir völlig unbekannt sind, öffnete sich eine düstere, weitläufige Kammer. Ohne einen anderen Ausweg zu kennen, geschweige denn mit weiteren Befehlen rechnen zu können, beschloss ich aus Eigenantrieb diese zu erkunden. Als ich etwa das Zentrum der leeren Kammer, die ansonsten übersät von Knochen war, erreicht hatte, traten Gestalten aus den Schatten hervor. In ihrer Laszivität nicht zu übertreffen - splitterfasernackt und von unheiliger, makelloser Blässe gesegnet. Der Anblick verwirrte meinen Verstand und hüllte meine Aufmerksamkeit in ihren düsteren Zauber, ehe sie begannen ihre brennenden Waffen - es waren Peitschen - auf mich niederregnen zu lassen. Meine Rüstung verformte sich - und ihre Bewegungen waren von solcher Eleganz geprägt, dass ich kaum einen Treffer landen konnte. Ich nahm die Verletzungen in Kauf - es waren vier dieser Gestalten - und schlug um mich. Mal konzentriert, mal verzweifelt - mal wild, wie auf dem Schlachtfeld. Mit rationiertem Glück und geforderter Ausdauer konnte ich die Kreaturen letztendlich vernichten. Als dies geschah öffnete sich eine weitere Pforte. Ich schritt sie entlang und erreichte nach dem Durchqueren eines schier endlosen, erdigen Tunnels die Kammer der Nekromantin, wo ich dann auf euch und Letticia Silberhauch traf.

Die Ereignisse haben ihre Spuren hinterlassen, werden mir aber eine Lehre sein, derart faulem Zauber in Zukunft die Stirn zu bieten und mich nicht von falscher Perfektion beirren zu lassen. Sie starben und vergingen, so wie jeder unserer Feinde. Und so wie jeder unserer Feinde, hatten sie unseren Untergang im Sinn.

Hoffend, dass ihr wohlauf seid,

Julius von Wellenheim,
Söldner,
Hüter der Schriften des Dämmersturms,
Stellvetretender Rottenmeister,
Spitze der Wellenheimer Lanze

Dem Sturm entgegen.

_________________
Dem Sturm entgegen! - Schlachtruf und Grußformel der Söldner des Dämmersturms.


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 Betreff des Beitrags: Re: Einsatzbericht: "Eskalation im Dämmerwald"
BeitragVerfasst: 4. Sep 2013, 21:50 
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Beiträge: 175
Geschlecht: weiblich
<Keine Ansprache, der Zettel ein wenig verknittert und eine recht schlichte Schrift.>

Nachdem wir betäubt wurden wurd ich ebenfalls in einer Kammer wach. War allein, hab mich dann umgesehn. Rauskommen war nicht möglich, von Wellenheim trat dann in die leere Kammer, konnte ich durch ein kleines, vergittertes Fenster sehen.
Er hat mich weder gesehen noch gehört, gab auch Schalter, musste ihm wohl so die Aufgabe stellen. Hab das meiner Meinung nach Harmloseste genommen. Hab den Kampf dann gesehen, hab versucht einzugreifen, meine Kugeln kamen aber nicht durch. Hab zugesehen und abgewartet. Nach dem Kampf öffnete sich ein Gang, wollte erst nicht durch, ging in ebenso eine große Kammer. Passierte aber nach Wartezeit nichts, bin also durch. Hab dann da die Aufgabe erhalten, da waren drei Kinder in Käfigen, wurden herabgelassen, unter ihnen Feuer. Hab die Aufgabe gelöst, worauf ein weiterer Gang geöffnet wurde. Ich bin diesen dann entlang gegangen, kam so in die Kammer der Nekromantin.

Silberhauch.

_________________
"I can. I will.
Believe that.
"
-Roman Reigns


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