Söldnerbund Dämmersturm

RP-Gilde - Die Aldor
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 Betreff des Beitrags: Grimaldus' Geschichte
BeitragVerfasst: 2. Jul 2011, 20:00 
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Meine erste selbstgeschriebene Geschichte, ist auch noch nicht in der Endfassung. Bin trotzdem für Kritik offen. Ich bin an manchen Stellen zu faul geworden, um sie näher zu beschreiben.



Der Fußsoldat Grimaldus Fäller harrte hinter einer abgestorbenen und schliesslich umgestürtzten Eiche aus, die wohl der Seuche zum Opfer gefallen war, während die Pfeile und Bolzen über ihn die Luft durchschnitten. Kurz musste er beim Anblick des Baumes an seine Heimat denken, an seine alte Heimat, wie sie war, bevor die Seuche kam.

Nicht umsonst lautete sein Nachname Fäller, verrückt dass es ihn fast trauriger stimmte, diesen einst mächtigen und so viele mühsame Jahre gewachsenenen Baum vor sich hinrotten zu sehen, als der Tod des jungen Rotschopfs, der ihm gerade noch folgte. Grimaldus hat ihn zu einer nahen Deckung befohlen, als ein Bolzen dem Jungen den Schädel durchbohrte. Dabei hatte er ihm doch immer gesagt, er solle seinen roten Schädel unten halten... Der Bolzen entsprang keinem der Untoten, es war einer ihrer eigenen Schützen. Kolleteralschaden. Manchmal sorgte sich Grimaldus mehr um die Deckung gen der eigenen Schützen als der Deckung in Richtung des Feindes.
Er hat ihn in den Tod geschickt und es machte ihm nichts aus. Seitdem er eine gewisse Führungsrolle einnehmen musste, als Dienstältester in seinem Trupp, durfte das ihm nichts mehr ausmachen. Sein Vorgesetzter, Friedrich Arndbrück, war ein Feigling, gehörte jedoch zum Adel des einst so großen Loarderons. Er verharrte einige Meter weiter hinten in einem Loch, starr vor Angst. Ein Jungoffizier mit dem Gesicht eines Helden, lange Blonde Haare und einem gestählten Körper. Das alles besteht nicht gegen die Furcht, wenn man sie zulässt.

Nur Feiglinge überleben den Krieg.

Schon seid Tagen gab es nicht mehr zu essen, als die reichhaltigen Aaslarven. Eine interessante Symbiose ist zwischen den Kreuzfahrern und den Aaslarven entstanden, denkt Grimaldus, die Larven essen unsere Toten, mindern so den Nachschub des Feindes und decken uns mit reichhaltiger und reiner Nahrung ein. Doch schnell wird er aus seinen Gedanken gerissen, als ein gefallener Untoter über seine Deckung stürtzt und reglos auf ihm liegen bleibt. Er hieft den Kadaver von sich herunter und lugt über die Deckung. Die Untoten fingen an zu stürmen. Eine Masse aus Fleisch und Knochen rollt unaufhaltsam auf die paar Kreuzfahrer zu und der Jungoffizier befiehlt sofort den Rückzug. Die einzig richtige Entscheidung von ihm und wahrscheinlich die mutigste an diesem Tage. Auf Feigheit stand Todesstrafe. Also setzten die wenigen Soldaten zum Rückzug an. Ausnahmsweise führte der Jungoffizier den Trupp als erster Mann an.

Die Untoten machten keine Anstalten, sie zu verfolgen, waren sie doch sowieso dem Tod geweiht. Oder noch schlimmer: Dem Untod. Grimaldus hatte schon vor langer Zeit die Angst vor dem Tot verloren. Doch gegen seine Glaubensbrüder in den Kampf ziehen zu müssen liess ihn jedes Mal aufs neue erschaudern. Nach einigen entbehrreichen Tagen stiess der halbverhungerte Trupp auf einen anderen... halbverhungerten Trupp. Sie zogen in die entgegengesetzte Richtung.
"DAS sollte also unsere Verstärkung sein." dachte Grimaldus
Der Vorgesetzte von Grimaldus gab sich wieder als der mutige Kreuzfahrer von nebenan, doch Grimaldus hatte den Großteil seines Trupps auf seine Seite gezogen, um den Jungoffizier der Feigheit zu beschuldigen. Grimaldus beschloss, ihn noch an diesem Tage öffentlich anzuklagen.

Die beiden Trupps wurden zusammengelegt und bezogen Lager in einem zerstörtem Dorf. Grimaldus wusste, dass die Anklage auch zu seiner Exekution führen könnte, obwohl ihm der Offizier des anderen Trupps, ein hochgewachsener, altgedienter Veteran namens Manuel Romdur, als vernünftig erschien. So begann er im Kerzenschein in seinem Zelt einen Brief an seine Frau zu verfassen.
Er wusste nicht, dass sie zu diesem Zeitpunkt bereits tot war, hingerichtet von den Leuten des scharlachroten Kreuzzugs. Ein scharlachroter Inquisitor hatte sie angeklagt, den Makel der Seuche in sich zu tragen. Grimaldus' Sohn, Boktarus, wurde so von Grimaldus' Bruder und dessen Frau nach Sturmwind gebracht, bei denen er in einem Holzfällerlager nahe Sturmwinds aufwuchs.

Nachdem er den Brief dem Geistlichen des Trupps übergab, trat er bei der abendlichen Situationsbesprechung in der Mitte des Lagers am Lagerfeuer vor und erhob die Stimme gegen den Jungoffizier:

"Sir Romdur, hiermit möchte ich Sir Arndbrück des Hochverrats bezichtigen, da er im Angesicht des Feindes nicht in der Lage war, seine Truppen anzuführen. Lediglich beim Rückzug war er an vorderster Stelle. Er ist ein Feigling, schlimmer als alles, was sich uns in den Weg stellen kann."

Grimaldus sagte es gerade heraus und ohne jegliche Einleitung, es schoss einfach spontan aus ihm heraus. Genauso überrumpelt waren die beiden Offiziere, Arndbrück stotterte nur vor sich hin. Nachdem Sir Richter die Truppe zur Rede gestellt hatte, war die Entscheidung gefällt... Sir Arndbrück sollte noch an diesem Abend durch Köpfung exekutiert werden. Der Jungoffizier bettelte weinend um sein Leben, man solle ihn doch einfach laufen lassen, flehte er.
Sir Romdurs Entscheidung war jedoch gefällt und als Henker wählte er den Ankläger aus - Grimaldus. Am späteren Abend fand sich Arndbrück kniend vor einem Holzklotz wieder und so fand sein Leben ein Ende, durch die kaum zögernde Klinge Grimaldus'.

Nach einer Andacht, gehalten durch den Geistlichen, der einer jeden Einheit zugewiesen wurde, ging die Truppe nach Einteilung der Nachtwache schlafen. Die Kreuzfahrer zogen nun umherirrend und ohne jegliche Befehle in den Wäldern Loarderons umher. Sie lebten wie die Partisanen und bekämpften die Patroullien der Untoten. In diesen Monaten, fiel das rechte Auge Grimaldus' der Augenfäule zum Opfer. Langsam faulte sein Auge unter unheimlichen Schmerzen weg. Er wurde beinahe verrückt, das ging so weit, dass er sich eines Tages sabbernd vor Schmerzen das eigene Auge herrausriss.

Das Licht war so gnädig, mir ein zweites Auge zu schenken.

Schliesslich erreichte der Trupp einen Aussenposten, der gerade dabei war, sich aufzulösen. Grimaldus wurde mit einigen anderen Krüppeln und Veteranen entlassen. Nun, sie wurden nicht direkt entlassen, eher wurde ihnen aufgetragen, in Sturmwind unterzutauchen und auf weitere Befehle zu warten. Der relativ feige Befehlsstab von Grimaldus, abgeschnitten vom Oberkommando, verlangte, dass der Kreuzzug sich im Untergrund in kleinen Zellen wieder aufbauen solle.

Mit einigen anderen Veteranen kämpfte er sich bis nach Sturmwind durch. Dort trennten sich die Wege zur Sicherheit und Grimaldus nahm eine neue Identität als Söldner an...


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