Söldnerbund Dämmersturm

RP-Gilde - Die Aldor
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 Betreff des Beitrags: Mythen, Sagen und Legenden
BeitragVerfasst: 23. Jun 2013, 10:02 
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Die Geschichten von Helden, Untaten, sagenhaften Artefakten? Hier will ich einen Platz für sie schaffen. Packt aus eure Mythen und Geheimnisse aus Azeroth. Ob angepasste Märchen und Sagen aus unserer Welt oder eigene Schöpfungen, sei es von dem alten Gott Dragon, die Schaffung von Fortbruch oder Grimmaldis Märchen.

Die Flottillen der Toten (Mythos aus Kul'Tiras)

Die Flottillen de Toten segeln um die Welt...
Schon seit alten Tagen erzählt man sich die Geschichte der längst vergessenen Flotten der Toten. Nur wenige wissen heute noch von ihnen und noch weniger wissen was es damit auf sich hat. Nur in einem Reich, weit im Westen der Östlichen Königreiche raunt man es noch immer von Generation zu Generation, von Kindermund zu Kindermund. Vielleicht liegt der Grund darin, dass niemand außer denen, welche die See lieben jemals die Sturmglocken versunkener Inseln und die Toten in den dunklen Fluten je gesehen oder gehört hat.
Die Flotillen der Toten segeln auf Flüssen unter Wasser um die Welt. Die Erklärung ist ganz einfach: Das Meer ähnelt dem Himmel in vielerlei Hinsichten. Es ist nicht nur ebenso endlos und weit, nicht nur mitunter ebenso tiefblau. Das Meer ist wie der Spiegel des Himmels, sondern auch seine Schwester in unserer Welt. Und es ist bekannt, dass die klare Luft des Himmels dichter wird, je tiefer man kommt, so dass sie den Lebenden Atem spendet und leichter wird, je höher man fliegt. Wenn nun ein Schieff im Sturm untergeht und sinkt erreicht es irgendwann in seinem Abstieg in die ewige samtene Dunkelheit eine Tiefe, in der das Wasser so dicht ist, dass es vermag es zu tragen.
Dort hört es auf zu sinken und schwimmt auf einer Oberfläche weit unter dem Meeresspiegel, außerhalb der Reichweite der Stürme und der Lebenden, aber ein ganzes Stück über den sandigen und schlammigen Grund des Meeres.
Es herrscht nichts als Stille in den Untiefen dort. Tödliche Stille.
Manche der gesunkenen Schiffe tragen noce ihre Takelage und einige sogar noch ihre von Wind und Sturm zerfetzten Segel. Auf vielen weilt sogar noch die Besatzunf, in der Takelage verheddert oder auf ewig ans Ruderrad gebunden.
Ihre Reisen enden dort nicht, denn sie gehen weiter, ziellos ohne einen Hafen in Sicht, denn die Strömungen ziehen durch die Mere. Die gesunkenen Schiffe mit ihre toten Besatzungen segeln um die Welt, über versunkene Städte hinweg und zwischen längst vergessenen Bergen die vom Grund des Ozeans aufragen. Sie segeln bis Fäulnis und Bohrwürmer sie auseinander brechen lassen und schließlich die letzte Reste hinab bis zu der dunklen, kalten Stille der tiefen Ebene fallen und dort die Ruhe der Jahrhunderte stören.
Doch die Seelen der Männer und Frauen die auf See starben, ziehen auch weiter durch die endlosen Fluten ohne jemals wieder an Land oder Heimat zu kommen und manchmal hört man ihre Stimmen zusammen mit den lautlosen Glocken der vergessen Städte im Wind über den Wellen, wo sie niemals sterben und für immer eins mit dem Meer geworden sind, bis es eines Tages alle Ozeane dieser Welt verschwunden sind und sie zur Schwester des Meeres, dem ebenso ewigblauen Himmel steigen werden und dann von dort ihre Lieder und Geschichten flüstern werden...

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Zuletzt geändert von Alvrim am 23. Jun 2013, 11:32, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mythen, Sagen und Legenden
BeitragVerfasst: 23. Jun 2013, 11:31 
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Der Geschichtenerzähler (Märchen aus dem Dämmerwald)

Einst lebte ein junger Kürschner in den Wäldern von Elwynn. Häufig reiste er in den Grafschaft und Ländern von Seenhain bis Dunkelheit umher. Sein Name war Braedan Farell. Hier und dort am Wege blieb er über Nacht. Aber es brauchte nicht lange, bis er einsah, dass er nirgends willkommen war, trotz dem Heulen der Wölfe und dem harschen Wind der an manchen Abenden durch die Baumwipfel heulte. Denn die Leute in dieser Gegend waren zwar gastfreundlich, aber sie erwarteten auch, dass der Fremde ihnen den Abend mit einem Lied oder einer Geschichte zu verkürzen wusste um sie von den Mühen und Plagen des Tages abzulenken. Aber die Fähigkeiten zum Erzählen von Fabeln und Mären fehlten dem jungen Braedan Farell ganz und gar, da er nie auch nur ein altes Buch in den Händen gehalten hatte, niemals nur einer einzigen Geschichte gelauscht hatte, die er zu erzählen gewusst hätte.

Eines Tages in einem Winter, der so bitterkalt war, dass selbst die Vögel tot und erfroren vom Himmel fielen brach der Abend in einer einsamen Gegend die Nacht herein und ein furchtbarer Schneesturm zog in den Wäldern umher. Hungrig, müde und dem Kältetod nahe erblickte der Kürschner eine Hütte zwischen den Schneeflocken, aus dunklem Holz mit einer uralten Türe aus Ebenholz, schwarz wie die Nacht. Nicht lange währte sein Zögern in dem eisigen Unwetter und er hob an, an die dunkle Türe der Finsteren Hütte anzuklopfen um Unterkunft für die Nacht zu erbitten, wohl wissend, dass auch dieses Mal ihm der Tod im Sturme drohte, da er keine Geschichte zu erzählen wusste. Doch noch ehe er die Faust das dritte mal gegen das Holz geschlagen hatte, öffnete ihm ein seltsam düster dreinblickender uralter Mann, der sprach: "Willkommen Braedan Farall. Komm herein, und setz dich ans Feuer" Der junge Mann begriff nicht recht, woher der Mann seinen Namen kannte, aber er getraute sich auch nicht, danach zu fragen, denn alles wirkte sehr unheimlich, dennoch wollte er nicht in der bitteren Kälte draußen ausharren. Sie aßen und der schweigende Mann wandte nicht einmal den Blick der halbblinden, trüben Augen von Braedan und ebenso stumm zeigte er ihm seinen Schlafplatz in einer Nische vor der Feuerstelle in der die Glut langsam erlosch, während der Wind heulend um die Wände des Hauses strich und an den Fensterläden rüttelte. Alsbald schlief Braedan Farell ein, von der Müdigkeit übermannt und das einzige Nachtlicht in der kargen Stube verlosch.

Aber lange währte die Ruhe nicht. Er war kaum eingeschlafen, als die Tür aufflog und drei Männer hereinkamen, die einen Sarg hinter sich herzogen. Braedon sah sich Hilfe suchend nach seinem Gastgeber um, schlotternd und steif vor Schrecken und Furcht nicht fähig seine Glieder zu rühren aber der uralte Mann war verschwunden.

"Wer wird uns helfen den Sarg zu tragen?" hob einer einer der drei Männer zu sprechen an. "Wer wohl? Welch törichte Frage. Da kommt doch nur Braedan Farell in Frage", antworteten die beiden anderen sogleich. Zitternd vor Angst und Schrecken musste Braedan aufstehen und gemeinsam mit den Männern den Sarg tragen. Hinaus ging es über die offene Lichtung durch den Schneesturm in den finsteren Wald. Der junge Mann wurde durch Gräben und Hecken gezerrt und jedes Mal wenn er stehen bleiben wollte um umzukehren, wurde er beschimpft und getreten. Endlich kamen sie zu einem einsamen verschneiten Friedhof mitten im Herzen des Waldes.

"Wer wird den Sarg über die Mauer heben?" fragte der eine Mann. "Wer wohl? Welch törichte Frage", antworteten die anderen beiden Gestalten. "Da kommt doch nur Braedan Farell in Frage." Und so musste er den Sarg über die verfallene Mauer heben, obwohl er sich dabei fast die steifgefrorenen Arme und Beine ausrenkte und auf dem spiegelglatten Eise ausrutschte und fiel, ehe sie auch ihn über die Mauer zwangen, durch die schmalen Wege und Gräber trieben, auf denen in dieser finstern Nacht nicht ein Licht den Toten leuchtete. Weiter zogen und schleiften sie ihn mit, den schweren Sarg mit Braedan zusammen auf ihren Schultern durch den Sturm tragend, bis sie ein unberührtes Flecklein in dem steineren Friedhof zwischen all den Tafeln und Figuren erreichten.


"Wer wird das Grab schaufeln?" fragte der erste Mann erneut und seine Stimme verlor sich im Heulen des Schneesturmes. "Wer wohl? Welch törichte Frage. Da kommt doch nur Braedan Farell in Frage“, lautete erneut die Antwort der anderen beiden. Und so gaben gaben ihm Spaten und Schaufel und zwangen ihn, in dem eisig gefrorenen Boden und Schnee zu graben, bis das Blut von seinen Fingern tropfte. Als endlich die Grube ausgeschachtet war, fragte der erste Mann wieder, mit schauriger Stimme und hämischen Spott in den Worten:


"Wer öffnet den Sarg?" "Wer wohl? Welch törichte Frage. Da kommt doch nur Braedan Farell in Frage." antworteten die anderen. Braedan, mit schmerzenden Gliedern, blutenden Fingern, steif vor Angst und Kälte einer Ohnmacht nahe, musste sich hinknien, die Nägel mit den bloßen schmerzenden Häden herausziehen und den schweren Sargdeckel abnehmen. Und dann erstarrte er vor Schreck, als er in den Sarg vor der dunklen Grube im hellen Weiß des Schnees hineinblickte: Der Sarg war leer, obwohl er so schwer zu schleppen gewesen war.

"Wer wird in dem Sarg zu Grabe gebettet werden?" fragte der erste Mann und unter der dunklen Kapuze leuchten seine Augen unmenschlich auf, glommen wie Kohlen aus der Tiefe des Nethers. "Wer wohl? Welch törichte Frage.", antworteten die beiden anderen. "Da kommt doch nur Braedan Farell in Frage."

Und die drei dunklen Männer wollten ihn ergreifen, aber er war schon voller Furcht davon gerannt. Mit einem Sprung war er über der Mauer und rannte weiter durch den Schneesturm und den Wald, während Hecken und Dornensträucher seine Beinkleider zerrissen und ihm mit spitzen Stacheln und Ästen die Haut zerkratzten. Er rannte in wilder Flucht über die Lichtung immer weiter auf den Waldesrand zu. Die Männer aber blieben ihm auf den Fersen. Jedes Mal wenn sie aufholten, nahm er seine Kraft zusammen und rannte noch etwas, bis er meinte tot umfallen zu müssen. Dann aber sah er Licht in einem Fenster bei einer Hütte am Elwynnfluss und rief so laut er konnte um Hilfe. Endlich an der Türe aus dunklem Ebenholz angelangt, klopfte er voller Furcht mit blutenden Händen an die Pforte, doch ehe das dritte Pochen ertönte, wurde ihm aufgetan und vor ihm stand niemand anderes Sein düsterer, unheimlicher uralter Gastgeber vom Abend zuvor im Herzen des dunklen Waldes.

Dies war zuviel für den jungen Kürschner und er sank in einer tiefen Ohnmacht zu Boden. Als er wieder zu sich kam, war heller Tag, das Licht fiel furch die Bleiglasfenster und der Sturm hatte sich gelegt und den Wald mit einer dicken Schneedecke bekleidet. Der alte halbblinde Mann machte sich in der Küche zu schaffen und zog einen gusseisernen Topf zum Kamin in der er das Feuer schürte, wortlos wie am Abend zuvor. Braedan jedoch wollte keine Minute länger verweilen und zog seine Kleider an, die keine Spuren der Vergangenen Nacht zeigten. Auch seine Hände und Beine waren nicht blutig und zerkratzt und nichts erinnerte an die unheimlichen Ereignisse inmitten des Schneesturmes.

"Hör mir zu", sprach der nun endlich der düstere, alte Mann und richtete den Blick der perlgrauen Augen auf ihn. "Du hast mir Leid getan. Ein junger Bursche, der keine Geschichte und kein Lied kennt und im bitterkalten Winter vor verschlossenen Pforten hungern und frieren muss. Hast du nun eine Geschichte, die du abends an den Torffeuern erzählen kannst?" Dem armen Braedan jedoch fuhr der Schreck durch Mark und Bein und so gab er keine Antwort und griff nach seinem Bündel und rannte so schnell ihn die Füße trugen aus der Hütte am Flusse entlang. Erst als er schon ein gutes Stück hinter sich gebracht hatte, wagte er es, sich noch einmal umzuschauen. Aber hinter ihm lag nur mehr der offene Waldrand, auf denen einige Ziegen an einer Futterkrippe im Schnee fraßen.

Nie wieder musste Braedan Farell die Nächte unter eiskaltem Himmel verbringen, denn von nun an, wusste er für seinen Lebtag eine Mär aus jener stürmischen Nacht in zwischen den finsteren Bäumen des Dämmerwaldes zu erzählen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mythen, Sagen und Legenden
BeitragVerfasst: 29. Jun 2013, 15:40 
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Die Geschichte vom Nachtgeist

Vor langer, langer Zeit gab es im Hochland einen Thanen, so mächtig wie ein Bär, so schlau wie ein Fuchs und so flink wie ein Greif. Er stand seinem Volk mit Rat und Tat zur Seite, regierte ehrlich und weise und rechtschaffen und jeder Zwerg kannte und respektierte ihn. Sein Haar leuchtete rot wie der Morgen, sein Hammer schimmerte gleißend wie Mondlicht. Der Thane soll Ettins und Riesen erschlagen haben und mit seiner Weisheit so manches Unheil abgewandt haben. Es gab jedoch eine Sache, gegen die er nicht gefeit war. Das Alter.

So musste der Thane feststellen, wie sein Geist vergesslich wurde, sein Körper zunehmend schwächer und gebrechlicher. So suchte er nach einem Nachfolger, nach einem Zwerg, der genau so gut auf sein Volk aufpassen konnte. Es war sein Sohn, der ihm in den Sinn kam. Der Sohn war mutig, stark und ehrgeizig. Der große Thane unterzog ihn mehreren Prüfungen, um seine Geduld, sein Mitgefühl und seine Weisheit zu testen.

Es ist nicht mehr überliefert, wie genau diese Prüfungen abliefen. Doch der Sohn versagte bei jeder Einzelnen von ihnen. Er war machthungrig, leichtsinnig, opportunistisch, verschlagen und ungeduldig. So musste der Thane seinem Sohn schweren Herzens sagen, dass er ihn nicht für geeignet hielt, sein Nachfolger zu sein. Der Sohn trug ein etwas Böses in sich. Würde er dieses Übel in seinem Herzen nicht besiegen, nicht verdrängen, so es ein schlimmes Ende nehmen für den Sohn, den Clan, das gesamte Hochland.

Der Sohn war zuerst empört. Zutiefest gekränkt, traurig. Und dann wütend. Hatte er nicht immer sein Bestes gegeben? Gab es denn einen besseren Nachfolger? Wer sonst sollte denn Thane werden? Ein Gedanke wuchs in ihm, wie eine Krankheit. Und so stand er eines Nachts über seinem schlafenden Vater und hob die Hände, bereit, sie dem Thane um den Hals zu legen und das Leben aus ihm heraus zu pressen. Um seinen Platz einzunehmen. Doch im letzten Moment hielt er inne, wurde sich seines Tuns bewusst und dem Bösen, welches in seinem Herzen lauerte. Sein Vater hatte die ganze Zeit recht gehabt. Der Sohn lief davon, suchte den höchsten Gipfel des Hochlands auf, meditierte und betete zu den Ahnen, dass sie ihm von diesem Übel befreien mochten.

Und so löste er sich von dem Übel in seinem Herzen, überwand sich selber. Doch dieses Böse wurde nicht vernichtet. Es entwickelte ein Eigenleben. Der Sohn kehrte bußfertig zu seinem Vater zurück, schilderte ihm die Geschehnisse. Der große Thane jedoch war tot. Irgendwann nachdem der Sohn das Gemach verlassen hatte, war er entschlafen. Reumütig wurde sein Sohn zum Thane, und ein guter Thane wurde er. Doch das Übel war noch da draussen. Der Machthunger, die Gier, die Selbstzweifel. Für einen jeden Zwerg galt es, nach Verbesserung zu streben und dabei rechtschaffen zu bleiben. Dann, nur dann, würde dieses Übel eines Tages endgültig aufhören, zu existieren. Nur dann würde der Nachtgeist endlich ein Ende finden und das Gute im Hochland würde obsiegen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mythen, Sagen und Legenden
BeitragVerfasst: 22. Jul 2013, 21:08 
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Teufelsgras

Manche derjenigen die von den kargen Einöden der Scherbenwelt zurückkehren erzählten sich die sonderlichsten Geschichten die sie in den zerbrochenen Weiten erlebten. Eine davon handelt vom Teufelsgras, das nur in den felverseuchten Gegenden der Höllenfeuerhalbinsel zu finden ist. Als das einzige was dort überhaupt wuchs und somit das einzige was dort brannte, entzündeten die Reisenden und Soldaten ihre Feuer damit. Die dürren Halme brannten stets mit einem rußenden, kümmerlichen Licht - und es brannte langsam. Die Grenzbewohner erzählten sich jedoch, dass in selbst in den Flammen jedoch die Dämonen wohnten und so verbrannten sie es ohne aber in das Licht zu sehen. Die Geschichten raunen, dass die Dämonen hypnotisieren, lockten und diejenigen die hineinsahen zuletzt in das Feuer zogen. Und der nächste Lebende, der närrisch genug war in das Feuer zu sehen konnte dann das Gesicht des Vorhergehenden darin erblicken.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mythen, Sagen und Legenden
BeitragVerfasst: 25. Dez 2013, 18:12 
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Die Geschichte von Maria (Im Original die "Bloody Mary")

Maria war ein wunderschönes Mädchen von erst sechzehn Sommern. Langes, dunkelbraunes, glattes Haar. Dunkelbraune, recht kühle Augen. Helle, zarte und absolut reine Haut. Ein zierlicher Körperbau und mit Magie in ihrem Blut. Ihre Mutter war Hausfrau und ihr Vater arbeitete beim Militär. Eine recht normale Familie, möchte man meinen. Aber Maria war unglücklich. Sie war verliebt, aber ihr Vater verbot den Kontakt zu dem jungen Recken, der erst vor kurzem in das Dorf gezogen war. Er sperrte Maria ein.
Eines nachts war es genauso. Die Eltern gingen aus, sie wollten auf dem Dorffest tanzen gehen. Maria wurde wie so oft in ihrem Zimmer eingesperrt. Schließlich hätte sie auf dem Fest den Knaben treffen können! Doch in dieser Nacht wollte Maria sich dagegen wehren. Sie wollte wie all' die anderen Mädchen in ihrem Alter auf dem Dorffest tanzen, ihren Liebsten sehen und seine Arme um sich spüren. Aber sie kam nicht herraus. Die Türe war abgesperrt, das Fenster nicht zu öffnen. In all' ihrem Leid zertrümmerte Maria ihren Spiegel und schnitt sich dabei die Arme und Hände auf. So ohne Hilfe und ohne Verbandsmaterial verstarb Maria an ihren Verletzungen. Angeblich flüsterte sie mit ihrem letzten Atemzug das Wort "Gerechtigkeit".
Als der Tag der Beerdigung kam stand der Vater vor dem Spiegel, wärend er sich für die Beerdigung herrichtete. Leise soll er ihren Namen in tiefer Trauer geflüstert haben. Und Maria soll Gerechtigkeit walten gelassen haben. Ihre Seele, die keine Ruhe finden soll, soll ihn geholt haben. Für die Ungerechtigkeit, die er ihr angetan hatte.
Seit jeher soll Maria jeden, der ungerecht ist vor dem Spiegel holen, sobald dieser ihren Namen spricht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mythen, Sagen und Legenden
BeitragVerfasst: 25. Dez 2013, 20:58 
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Brautschau (Märchen) (Im Original von den Gebrüdern Grimm)

Es war ein junger Hirt, der wollte gern heiraten und kannte drei Schwestern, davon war eine so schön wie die andere, dass ihm die Wahl schwer wurde und er sich nicht entschliessen konnte, einer davon den Vorzug zu geben. Da fragte er seine Mutter um Rat, die sprach: "Lad alle drei ein und setz ihnen Käs vor, und hab acht, wie sie ihn anschneiden." Das tat der Jüngling, die erste aber verschlang den Käs mit der Rinde: die zweite schnitt in der Hast die Rinde vom Käs ab, weil sie aber so hastig war, liess sie noch viel Gutes daran und warf das mit weg: die dritte schälte ordentlich die Rinde ab, nicht zu viel und nicht zu wenig. Der Hirt erzählte das alles seiner Mutter, da sprach sie: "Nimm die dritte zu deiner Frau." Das tat er und lebte zufrieden und glücklich mit ihr.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mythen, Sagen und Legenden
BeitragVerfasst: 25. Dez 2013, 21:02 
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Bin ich schön?(Im Original die "Kuchisake Onna" aus Japan)

Es soll einst eine Frau gelebt haben, eine wunderschöne Frau mit langem blonden Haar. Sie war verheiratet und ihr Mann war Krieger und liebte sie sehr. Ein Jeder befand die Dame als schön, es gab niemanden der etwas anderes behaupten würde. Der Mann war sehr eifersüchtig und er schloss sie ein. Die Frau wollte fliehen, doch da wurde er bös', er schnitt ihr die Mundwinkel ein, hinauf bis zu ihren Ohren. Der Verrückte sagte: "Wer wird dich jetzt noch schön finden?"
Weinend verstarb die Frau und seit je her streift ihr Geist umher, unfähig zur Ruhe zu finden. Ihr Gesicht ist durch ein seidenes Mundtuch verdeckt. Es heißt, sie würde eingebildete oder eitele Personen heimsuchen diese sodann Fragen: "Bin ich schön?" Man sollte es bestätigen. Das Weibe wird ihr Gesicht dem Blicke freigeben, erneut fragen. Es wird erzählt, man solle ein weiteres Mal bestätigen, dann würde die Dame verschwinden und es würde nichts geschehen. Sollte man erschrecken, verneinen oder fortlaufen, so wird der Geist einen verfolgen und töten. Weibliche Opfer werden den selben Fluch erleiden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mythen, Sagen und Legenden
BeitragVerfasst: 27. Dez 2013, 13:47 
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Drachenzähne (Mythos)

Um die Streitkräfte eines Landes zu vermehren, bedient man sich der Magie von Drachenzähnen. Hierzu benötigt man einen Drachen, den man "nur" fangen und erlegen muß, um ihn seiner Zähne zu berauben. Dieselben Zähne säht man nun sorgfältig in einem entsprechend vorbereiteten Acker aus und wartet auf die ersehnte Ernte. Der aufmerksame Beobachter nimmt als erstes den stählernen Glanz von Speerspitzen wahr, nach und nach gefolgt von noch unterdrücktem Kriegsgeheul, welches sich zunehmend steigert, sobald die ganze wohlgerüstete Kriegerschar dem Boden entwachsen ist. Hier stehen sie nun, aufgereiht, den ausgesähten Zähnen gleich. Doch sollte man wissen, daß diese Armee tunlichst genau zum richtigen Zeitpunkt geerntet werden muß, denn sie ist derart wild und kriegerisch, daß sie kurzerhand denjenigen angreift, der gerade in der Nähe ist. Gut tut folglich derjenige, der Maßnahmen zu seinem Schutz ergreift, bevor die Kriegerschar herangewachsen und kampfbereit ist. Wenn keine Feinde greifbar sind, kann es auch vorkommen, daß sich die Krieger gegenseitig bis zum Tod bekämpfen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mythen, Sagen und Legenden
BeitragVerfasst: 27. Apr 2014, 20:08 
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Rest in Peace - Die Hexenverbrennung

Die Hexenverbrennungen sind natürlich kein Mythos. Keine nette, aber wohl eine effiziente Art die Hexer loszuwerden. Allerdings werden natürlich auch oft überstürzte Entscheidungen getroffen - aus Angst. Viele Unschuldige werden im heiligen Feuer verbrannt. Es heißt, wenn eine liebende Seele durch Intrigen dem Tode übergeben wird, kann diese nicht ruhen. Sie muss weiter in unserer Welt wandeln, bis die Wahrheit an's Licht kommt und ihre Geliebten wieder an sie glauben. Es ist wohl zwingend für ihren Seelenfrieden.

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BeitragVerfasst: 27. Apr 2014, 20:19 
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Die Puppe

Einst soll ein junges Mädchen gelebt haben, welches ihre Puppe überall mit hin nahm. Dieses Spielzeug war immer ihr Herzstück, eine billige Strohpuppe ihres verstorbenen Vaters. Die Kleine wuchs zu einer hübschen, jungen Frau heran und noch immer war das Püppchen immer bei ihr. Eines Abends soll die junge Frau mit einem Körbchen bewaffnet durch den dichten Dämmerwald geschlichen sein, auf dem Weg zu ihrer Großmutter. Wie man nun vermutlich erwartet, wurde das junge Ding überfallen, geschändet und schlussendlich ermordet. Es sollen drei Räuber gewesen sein - aber es ist nicht das Ende der Geschichte! Diese Männer sollen kurz darauf ihren Verstand verloren und sich umgebracht haben. Sie redeten kurz vor ihrem Tod wohl ständig von einer Strohpuppe, welche sie mit rot leuchtenden Augen anfangs bloß in ihren Träumen und dann auch im Wachzustand verfolgt haben. Aber diese Geschichte wollte ihnen niemand glauben. Sie hatten schließlich den Verstand verloren. ...oder?

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