Söldnerbund Dämmersturm

RP-Gilde - Die Aldor
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 Betreff des Beitrags: Re: Natter
BeitragVerfasst: 25. Dez 2012, 13:38 
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Sie stand da. Wie aus Stein. Keine Bewegung. Als wär die Zeit festgefroren. Vielleicht ist sie es auch. Nur nicht im hier und jetzt. Nicht in dieser Welt aus Fleisch und Blut. Sondern in einer anderen Welt. Ein wo das Fleisch vergänglich ist, wo das Blut versickert ist, wo das Leben mit dem Wind der Zeit fort getragen wird, um woanders zu existieren.
Aber sie stand trotzdem nun hier.. in Fleisch und Blut. Ihr Blick war kalt und ohne Gefühle. Die Augen so schneident tödlich wie eine Klinge aus gebrochenem Eis. Eine Waffe.. die es versteht zu töten, die weis wie man Qual und Leid verursacht. Fleich und Blut haben keine Bedeutung, sie gefrieren, bröckeln und verschwinden. Werden vom Wind verweht. Woanders hin..
Doch jetzt.. Sie neigt den Kopf seitlich, senkt die Schwerter, welche durch Leidenschaft erschaffen zum Leben erweckt wurden, geführt von Händen die kalt und nass in Nacht wandern. Sie zieht die Kapuze vom Kopf runter. Das Haare, wild und ungezähmt hängt vor den Augen. Vom Regen durchnässt, kleben sie leicht an der Haut.
Gefühlslose Lippen.. die nur dann lächeln wen sie Fleisch und Blut vergänglich macht, aus stolz.. aus freude am Töten, formen sich langsam zu einem lächeln der Endgültigkeit. Ein Lächeln was die kalten Eisaugen wärme verleiht, doch trozdem liegt was falsches in ihnen, etwas, was da nicht hingehört. Das nicht existieren darf.. das nicht da sein sollte.
Sie sackt auf die Knie, in den Schlamm. Regentropfen fallen wie kleine Kometen zu Boden und wirbeln Dreck und Blut auf, vermischen alles zu einer zähen Flüssigkeit, welche Spuren in sich aufnehmen und verwischen. Die Klingen aus Leidenschaft werden von den Tränen der Nacht gereinigt, das Blut abgewaschen.. An der Schneide rinnt ein einziger Tropfen entlang, hinab zu der Spitze. Keiner Kerbe unterbrach sie. Ein glatter.. und scharfer Weg.
Nun kniete sie da. Ihr Blick richtet sich gen den Himmel. Zu der ewigen Nacht.

Ein Regentropfen von vielen..
Ein Licht am Himmel von vielen..
Ein Leben in der Zeit von vielen..
Und doch.. so anders.
Und doch.. so einsam.
Und doch.. so falsch.
Wir sind...


Ein Blitz zuckt aus der Dunkelheit heraus, schneller wie die Tränen, hinab zu Ihr. In den Schlamm.. Die Klingen spiegeln das Licht, dunkel und blutig. Die Augen leuchten Gletscherblau auf, durchzogen von Rissen. Und trotz des Regen, erkennt man eine Träne, aus dem Augenwinkel, kullert sie langsam über die Wange hinab, tropft vom Kinn runter..

Eine Träne von vielen..
Und doch.. so anders.
Wir sind...


Die letzte Träne... vermischt sich mit Schlamm und Blut.

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 Betreff des Beitrags: Re: Natter
BeitragVerfasst: 5. Apr 2013, 00:17 
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 Betreff des Beitrags: Re: Natter
BeitragVerfasst: 5. Apr 2013, 00:33 
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 Betreff des Beitrags: Re: Natter
BeitragVerfasst: 5. Apr 2013, 00:37 
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 Betreff des Beitrags: Re: Natter
BeitragVerfasst: 12. Aug 2014, 21:20 
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Dies ist meine Geschichte, wie ich zu einem Wesen wurde, das doppelt hungert.


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Manchmal, wenn der Hunger und die Gier ruht, das Flüstern schweigt und die Lust schläft, kann ich mich erinnern. An vergangenes. An Gefühle und Momente, die mir zu oft wie ein Tagtraum erscheinen. Die ich von mir schüttele, wie mit einer ruckartigen Bewegung das Blut von den Schwertern entferne. Dann ist die Nacht und der Tag neutral. Kein Feind, kein Freund. Nur ich.. und die Schatten. Doch langsam.. verschwinden die Erinnerungen.. entrinnen mir, wie das Blut langsam aus einem sterbenden Körper. Zurück bleibt eine leere Hülle. Ein Nebel. Ich.. war früher anders..


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Ein Mensch, jung und unerfahren, in der Gasse aufgewachsen. Tag für Tag kämpfte ich gegen den Tod an, für das Leben. Ich tötete zwar, doch nie aus Spaß oder… weil.. ich Hunger hatte.. weil ich spielen wollte.. weil ich Spaß daran hatte oder weil es mich nach dem süßlichen Geschmack des Blutes gierte. Jahre ist es her.. doch fühlt es sich wie Jahrhunderte an.. Ich erinnerte mich noch genau, an die letzten Sekunden, wo ich noch sowas wie ein Mensch war. In den Bergen.. Schnee.. die Kälte.. Ich, ein Zelt, ein Mann und eine Schachtel..
Ein Mann.. den ich anfangs respektierte.. dann hasste und vor dem ich sowas wie Angst empfand. Der für mich ein Schatten war. Furchteinflößend. Gegenwärtig. Erhaben in seiner Präsens.


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Er gab mir die Schachtel, ein Geschenk. Ich gehorchte, wie so oft, wie immer. Seine Anwesenheit erdrückte damals das Rebellische in mir. Ich begehrte oft gegen Ihn auf. Wurde genauso oft auch bestraft. Ich hasste den Schmerz damals tief in mir, verabscheute ihn, genauso wie den Mann.. aber dennoch, war Er mein Halt in einer untergehenden Welt. Wie naive und jung ich damals doch war. Ich nahm das Geschenk in der Schachtel an mich. Ein Dolch, ein blutiger Nebel umgab es, als habe es ein Eigenleben. Er sagte mir nicht viel, nur das ich damit für Ihn töten solle. Ob Er damals wusste was Leidensdorn, so war der Name des Dolches, wirklich war und mit mir machen würde… vielleicht.. bestimmt..
Als sich meine Hand um den Dolchgriff legte, spürte ich etwas.. sehr sehr altes.. und hungriges.. es war vorsichtig, doch ab jenem Moment wurden ich und Es, ein Wir.. Der Moment wo ich aufhörte zu Leben, aufhörte ein Mensch zu sein..


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Ich tötete für Ihn, stillte den Hunger der Waffe und meinen.. begann Spaß daran zu haben, meine Spielopfer langsam und möglichst qualvoll zu töten. Deren Blut zu kosten, zu trinken und darin zu baden als wär es Wasser. Es nahm immer mehr Besitz von mir, begehrte immer stärker gegen mich auf und gegen Ihn. Wir wollten nicht gehorchen, wir wollten frei sein.. doch ich war rebellisch und lernte schnell.. Die Zeit verging.. und ich kämpfte nun für den Tod und gegen das Leben. Es lehrte mich viel über die Schwachstellen meiner Opfer. Ich wurde zu der Waffe.. und die Waffe wurde zu einem Teil von mir. Es war schwer die Kontrolle zu behalten.. Ihm zu gehorchen und irgendwie auch der Waffe, aber Er wusste was die Waffe wollte und gab uns das was wir begehrten, wonach es uns dürstete. Gebrandmarkt und Gezeichnet, eine Todgeweihte und eine Waffe, erledigte ich Aufträge die keiner machen würde, die im Tod endeten.. aber ich hatte keine Angst mehr.


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Ich hieß das Reich des Todes Willkommen, wurde eins mit dem Schatten der Welt und war immer auf der Suche nach neuen Tanzgefährten, nach Spielopfern.. Wir fragten schon lange nicht mehr nach ob Richtig oder Falsch, ob Freund oder Feind, es war uns egal, alles ist uns egal.. Wir leben in einer anderen Welt. In unserer. Zu Beginn hatte ich viele Träume, die mir schleierhaft waren, deren Bedeutung und Sinn ich nicht verstand, doch heute.. kenn ich den Namen.. Verstehe ich die Aufgabe.. ich kenne unseren Weg..


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Ich war schmerzlos, genoss es eher und wurde durch das Gefühl wilder und brutal. Man kann es nicht erklären, es ist wie ein Antrieb, das Auskosten der Grenzen, aber der menschliche Körper ist schwach und gebrechlich. Es hasste meinen Körper, die Schwäche, an die natürlichen Gesetze gebunden zu sein. Aber dies war nicht nur unsere Schwäche allein. Mit der Zeit nervte mich der Stoff , der mein Fleisch schützen sollte, mich aber in meiner Freiheit einschränkte. Ich warf es ab von mir.. wie so vieles andere auch. Doch mit dieser Freiheit, öffneten sich mir neue Tür. Die Männerwelt war so.. leicht als Opfer zu bekommen, wenn man nur weis wie. Es wurde uns zu langweilig.. wir hatten zwar unseren Spaß, aber es war immer das Gleiche..


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Vieles habe ich bewusst ausgelassen, weil ich es vergessen habe. Ich weis nur noch wenig aus meinem vergangenen Leben. Mich treibt nur noch Es und Er an. Kein Ziel, aber ein Weg den ich kenne. Langsam verschleiern meine Gedanken, meine Erinnerungen. Das Flüstern erwacht, der Hunger kommt aufs neue, eine nie endende Gier nach Schmerzen. Bald beginnt die Jagd nach einem neuen Tanzgefährten oder Spielopfer.. beides ist das Gleiche und am Ende koste ich das Blut, den Tod.. den Wir sind immer hungrig, wir warten in den Schatten und auf unsere nächsten Aufträge. Wir haben nie Angst.

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