Söldnerbund Dämmersturm

RP-Gilde - Die Aldor
Aktuelle Zeit: 5. Dez 2016, 15:29

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 1 Beitrag ] 
AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Rauchen, Saufen, Schlachten führen - von Rarnulf Rotglut
BeitragVerfasst: 6. Mär 2013, 19:18 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 01.2011
Beiträge: 168
Geschlecht: männlich
Auch ich wage mich unter die Schreiberlinge, da ich grad in der passende Stimmung bin :D Der Thread dient dazu den grimmigen, kleinen Kampfzwerg vielleicht besser verstehen zu können und sei es nur OOC. Deweiteren werden einige Details zur Hintergrundgeschichte von Rarnulf angerissen und in Zukunft evtl sogar näher beleuchtet. Ich hoffe euch gefallen die Geschichten rund um und mit Rarnulf. Kritik ist immer gern gesehen.

Anmerkungen:
Dwyar'hun - Sternenbogen. Eine Armbrust die kleine, stachlige Steinkugeln anstatt Bolzen verschießt. Zwerge nutzten diese antike Waffe bevor sie Gewehre hatten. Viele Zwerge kennen weder die Waffe noch ihren Namen.

Gwyarbrawden - Blutschwur. Ein Schwur unter Zwergen Krieger. Zwerge die sich gegenseitig den Blutschwur leisteten, würden den Tod des Anderen unter allen umständen rächen. Egal wie schwer es sein würde.

Und nu viel Spaß mit der ersten Geschichte ;)







Sanft zog der Zwerg an seiner Pfeife und pustete den Rauch aus. Es war ein spezieller Duft, der Duft von einem Kraut welches mit Mithril-Späne verfeinert wurde. Jede normale Rasse in Azeroth hätte das Kraut umgebraucht oder zumindestens aus den Schuhen befördert, doch nich einen Zwergen und vorallem nicht diesem Zwerg.
Langsam erhob sich der 1,40m große Berg. Ein letzter Zug von der Pfeife, ein letzter Schluck aus dem Krug. Münzen wechseln den Besitzer, klappern auf der Theke. Die große Streitaxt wurde geschultert und der Zwerg verließ die Taverne.

Die rythmischen Schläge der Hämmer auf den Ambossen begrüßen Rarnulf als er aus der Taverne tritt. Der schwere Geruch in Ironforge dringt in seine Nase und bringt den Duft von Ruß, Schlacke und frisch geschmiedeten Stahl mit sich. Seine Muskeln spannen sich an, sehnen sich nach dem Gewicht eines Hammerkopfes. Nach der Hitze eines Ofens, nach dem Formen vom erhitzen Stahl. Nach Schweiß der in die Augen fließt und den Vibrationen die den ganzen körper durchfahren wenn all dies aufeinander trifft. Doch betritt Rarnulf heute nicht die Schmiede, sein Weg soll ihn wo anders hinführen.
Rarnulf atmet tief durch, ehe er sich in Bewegung setzt. Zahlreiche Zwerge kommen ihm entgegen. Einige davon Soldaten die er schon lange kennt, Andere sind Händler oder gar einfache Bevölkerug. Vereinzelt begenet er auch den Dunkeleisen-Verräter, Anhänger von der Verräter-Prinzessin die sich einst Tochter von Magni schimpfte. Tochter von dem Thane, welcher nun in den Tiefen von Ironforge steht, mehr tot als lebend. Der Rat war eine Farce, eine Zusammenkunft der Clans um den brüchigen Frieden zu wahren. Einen Frieden, der so nur auf dem Papier bestand. Einen Frieden, der Früher oder Später in eine Schlacht ausufern wird, eine Schlacht welche Azeroth erschüttern lassen würde. Der Krieg der drei Hämmer hat einen ganzen Landstrich vernichtet dank den Dunkeleisen-Zwergen. Sie sind Verräter, Integranten und Feiglinge, aber sie sind nicht dumm. Bei der nächsten Schlacht würden sie sich sicher nicht nur auf die Elementare verlassen. Unter Moira ist alles möglich und Rarnulf hatte nicht gerade Lust herauszufinden was Sie genau plante.

Rascheln geht von Kettenhemden aus und das Schaben von Metallteilen die aneinander reiben ist zu vernehmen, als Rarnulf durch die Straßen schreitet. Seine Gedanken schweifen ab zu dem Dämmersturm, zu seiner Rotte. Ein bunt zusammengewürfelter Haufen der sich Söldner nennt. Söldner, welche sich hinter dem Rücken abstechen würde anstatt sich aufeinander zu verlassen. Nur eines hält die Rotte zusammen: Furcht. Furcht vor der Wut der Rottenmeister. Furcht vor der Diziplinierung. Furcht von dem Status der Todgeweihten. Rarnulf spuckt aus. Schwarzgetränkte Körperflüßigkeit klatscht auf den Boden Ironforges auf. Zu viel Ruß in der Lunge.
Und doch gab es einige im Bund, welche Loyalität besaßen. Unter Freyri, Ingo und Ihm bestand ein unausgesprochendes Band. Ein Band, welches Kampfgefährten auszeichnete: Gwyarbrawden. Ein Wort dessen Bedeutung ausser den Zwergen kaum Jemand kannte, vorallem keine Söldner. Dazu kam, dass der Langhaar ein Kind gezeugt hatte. Aus Liebe oder Trieben ist Rarnulf egal. Langhaar ist schnell angefressen und tut hart. Fast könnte man meinen er wäre ein Zwerg in Menschenformat. Und genau das machte ihn aus. Alvrim würde für seine Rotte sein Leben geben, egal ob er die Person hasst oder liebt. Es ging ums Prinzip. Der Idealist wollte keine Toten auf der Rechnung. Eine Rechnung die nicht aufgehen würde. Eine Lektion die Rarnulf mehr als nur einmal schmerzhaft erlebte und doch würde Rarnulf auch sein Leben für das Langhaar geben.

Die Erinnerung kam hoch. Die Erinnerung an knöchelhohes Blut. Blut der Orcs vor den Toren Ironforges. Der Zweite Krieg. Gespaltende Köpfe, abgetrennte Gliedmaßen, röchelnde Sterbende. Das schallende Gelächter von Blutbart dröhnte in das Ohr von Rarnulf. Fast war es so, als wäre sein ehemaliger Kommandant neben ihn. Einen Schlachthammer in jeder Hand zertrümmerte der Zwerg die Knochen der Orcs und watete durch die Leichen seiner Gegner. Sein Bart war rot, doch nich wegen der Haarfarbe. Das Blut zahlreicher Gegner hatte sich festgesetzt und den Bart gefärbt. Nach jeder Schlacht konnte der Kommandant ganze Krüge damit füllen. Noch ebend stand er neben Rarnulf, da war er auch schon verschwunden. Stattdessen hielt Rarnulf nun die Hand eines sterbenden Zwergen oder viel eher einer Zwergin. Eine Axt hatte ihr beiden Beine abgetrennt und ein Jeder wusste, dass sie nicht mehr lange leben würde. Liebesschwüre wurden ausgetauscht und der letzte Atemzug getan. Sanft bettete Rarnulf die Hand seines geliebten Weibes auf ihren Streithammer. Ihre Dwyar'hun, ein Erbstück ihres Clans weitergreicht seit Äonen, klemmt er sich an den Gürtel. Aus dem Selbigen zog er zwei kleinere Streitäxte und wiegte sie in den Händen. Tränen vermischten sich mit Wut und Zorn stieg auf. Der Zorn aus der Tiefe. Brüllend stürmte Rarnulf in die Masse der Orcs und ward für einige Stunden nicht mehr gesehen...
Die nächste Erinnerung stieg in Rarnulf hoch. Regen prasselte auf seine Haut. Alte Gebäude zierten das Bild. Er war wieder in Gilneas, einen verfluchten Ort. Umringt von Untoten flüchtete er mit den Rotten. Zwei Männer und eine Frau starben unter seinem Befehl, darunter ein Rottenmeister. "Liebe" und Loyalität brachte sie dazu. Liebe bringt nichts als den Tod...
Rarnulf war nich für den Posten des Kommandanten gemacht. Er war ein einfacher Krieger. Seine Welt war das Kämpfen, nicht das Befehligen. Schmerz kroch in den Körper des Zwerges. Die Arme wurden schwer, die Beine taub. Durch die Gasse stürmten die Männer und Frauen. Sie hatten Gilneas verlassen, flüchteten durch die Wälder und wurden aufgegabelt. Sie hatten es geschafft, doch zu welchem Preis?

Rarnulf schüttelt den Kopf. Seine Hand fährt über den Bart, den Bart welcher seit Gilneas, seit seiner Rasur, wieder gewachsen war. Es war ein Zeichen und ein Mahnmal für Rarnulf. Er musste...er würde besser werden. Ein Schandbart sprach mehr als tausend Worte bei den Zwergen und Rarnulf war sich dies mehr als nur bewusst. Mitlerweile spricht kaum noch etwas dafür, dass Rarnulf einen Schandbart hatte. Bald würde er seinen Bart wieder flechten und in aller Pracht zeigen können.
Ein leichter Schlag gegen die Schläfe bringt Rarnulf wieder in die Realität zurück. Er ist an seinem Ziel angekommen: den Trainingspuppen. Bedächtig lehnt er seine Streitaxt gegen die Wand. Wie eine alte Freundin bettet er sie dort, auf dem besten Platz, um ihn bei seinem Training zuzuschaun. Zwei Streitäxte fliegen förmlich in seine Hände. Es sind die Selben wie damals. Kleiner als seine Zweihand-Streitaxt und dafür gemacht als Paar getragen zu werden.
Erneut stürmt der Zwerg, doch diesmal auf die Trainingspuppen. Nicht brüllend sondern ruhig, geordnet. Sich genau bewusst was er wie tut. Der Zorn aus der Tiefe is gebändig und fährt auf den Feind in Strohform nieder, wie der Hammer auf den Amboss. Die Streitäxte sausen umher, Schweiß tritt aus den Poren. Tief graben sich die Axtblätter in die Strohbeine und Arme. Der vertraute Schmerz steigt in dem Zwergenkörper empor. Rarnulf heisst ihn willkommen, so wie man einen alten Freund willkommen heisst. Der Zwerg weiß, dass der Schmerz kein Gegner ist. Es ist ein Hinweis seines Körpers, ein Ansporn sich noch mehr anzustrengen, eine Geliebte welche man umarmt und mit der man sich bettet. Die einzige Geliebte die einen nie verlässt und die immer wieder kommt.

Nach einiger Zeit ist die Puppe komplett zerlegt. Rarnulf wischt sich den Schweiß mit hilfe seines Bartes ab. Die Streitäxte werden zurück in die Gürtelhalterung gesteckt. Schleppend bewegen sich der Körper des Zwerges zur Zweihandstreitaxt am der Wand. Seufzend streifen die Finger über die Runen am Griff entlang. Ächzend hiefen die schmerzenden Arme die alte Freundin auf die Schulter und Rarnulf schreitet langsam zum Quartier des Dämmersturm, sich wieder in Gedanken verlierend...

_________________
Ein Zwerg und seine Axt, ist das beste was man als Freund hat.


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 1 Beitrag ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
© phpBB® Forum Software | phpBB3 Forum von phpBB8.de
» Kontakt & Rechtliches Support / Hilfe Forum Gooof Webdesign Kostenloses Forum Dein Forumo Forum web tracker