Söldnerbund Dämmersturm

RP-Gilde - Die Aldor
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 Betreff des Beitrags: Thelsamar
BeitragVerfasst: 20. Jan 2013, 09:28 
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Ich habe mir mal die Freiheit genommen, die Ereignisse um Thelsamar niederzuschreiben. Wer sich und seinen Charakter raushaben will sage bitte bescheid. Im Laufe der Woche wird der Eintrag komplettiert und vermutlich auch noch vielfach verbessert, ich hoffe auch noch auf Inspiration Eurerseits :3 Hauptaugenmerk liegt ganz egoistisch vermutlich beim Dämmersturm.


Der zwanzigste Tag im ersten Mond des neuen Jahres.
Vor zwei Tagen trafen sie in Thelsamar ein.
Zum wiederholten Male.
Vier dunkle berittene Rappen in langsamen Schrittgang schritten mit blutigen Dämmerlicht des sterbenden Tages im Rücken über den Weg, eine fünfte Gestalt zu Fuß. Leise hallend klapperten die Hufe der Pferde über den unebenen Pfad aus groben Steinen im aufkommenden Abendwind, der an dürren Ästen zerrte, abgestorbene Blätter unter die Schritte wirbelte, wo sie zu Staub zertrampelt wurden, als sie nach einer weiteren Erhebung die Talsenke erreichten.
Einer der Reiter bildete die Spitze des Trupps, aufrecht und stolz in der Haltung. Trotz dem Gewicht der Plattenrüstung an seinem Körper, bewaffnet mit schwerem Metallschild auf dem Rücken und Schwert an der Seite, saß er vollkommen aufrecht im Sattel, das Gesicht unkenntlich durch das Visier seines fast schwarzen Vollhelms. Der unter den Schatten des Metalls verborgene Blick lag zielgerichtet ohne ein einziges Mal weiterzuwandern auf der Straße vor ihm. Alles an seinem Auftreten spiegelte den Begriff "Anführer" der Gruppe wieder, die alle auf auf dunklem Stoff über der Kleidung das gleiche Wappen trugen: Schwert und Schild weiß geprägt auf nachtschwarzem Stoffgrund.
Der zweite Mann schien bereits viele Schlachten hinter sich zu haben, denn das Gesicht mit dem ein oder anderen Narbenmal und den wachen grünen Augen unter der bei jedem Hufschlag leise klirrenden Kettenhaube wurde von einem dichten Bart gesäumt, der schon lange ergraut war. Nur ein schlichtes Schwert in einer Lederscheide hing am Waffengurt,wippte bei jedem Schritt dumpf pochend gegen die Plattenelemente seiner Beinrüstung, während er mit der Gelassenheit eines Veteranen ein braunes Stück aus einem Lederbeutel am Gürtel nahm und es sich ruhig zwischen die Lippen schob, darauf herumkaute.
Der dritte Mann schien wesentlich jünger zu sein, das faltenlose Gesicht unter beinahe kinnlangem haselnussbraunen Haar und Kinnbart noch komplett ungezeichnet vom Kampf, jung und unberührt wie frischgefallener Schnee. Eine andere Geschichte erzählte jedoch die Kettenrüstung an seinem Leib, die abgenutzt, vielfach verwendet wirkte. Auch der wuchtige Anderthalbhänder mit dem abgewetzten Griffband, den er an einem Brustgürtel befestigt auf dem Rücken trug, schien alles andere als neu. Spätestens der ruhige und konzentrierte Blick der braunen Augen räumte jeglichen Gedanken an einen unerfahrenen Jüngling aus.
Der vierte Reiter stellte sich beim zweiten Blick eindeutig als Frau heraus, auch wenn das kohlrabenschwarze Haar kurz wie das eines Jungen geschnitten war. An einem Halfter über dem Lederharnisch wurde ein Repetiergewehr mit aufmontiertem Zielfernrohr aud dem Rücken getragen und der scharfe dunkle Blick, der nicht mehr ganz jugendlichen Züge in der sonnengebräunten Mimik ließ erahnen, dass sie durchaus mit der Fauerwaffe umzugehen wusste.
Neben den Gestalten auf den Pferden stapfte der fünfte Mann, ebenso schweigend wie der Rest der Truppe. Nur schien die Stille ihn wie eine persönliche Aura, ein alter Freund und Begleiter, zum umgeben, als er die Schritte in den dumpf klappernden Plattenstiefeln mit monotoner, zermürbender Ausdauer über den Weg lenkte. Auch sein Gesicht war unter einem schweren Helm verborgen, während er mit stoischer Ruhe, Schild auf dem Rücken, Breitschwert am Gurt mit sich trug ohne auch nur einen Moment des Zögerns oder Verschnaufens.

Noch immer waren die Spuren des verwüstenden Waldbrandes zu sehen, der die Landschaft wie ein wütender Sturm gezeichnet hatte. Verkohlte Stämme, rußverdorrte Halme und verbrannte Erde, die durch den Regen zu schwarzem Schlamm geworden war. Der Geruch nach Bier, Kohle, Metall und Rauch lag in der Luft als die kleine Gruppe die gepflasterte Hauptstraße erreichte, die hangabwärts in das Zentrum des Ortes führte. Vorbei an der alten Kanone auf dem Hügel, voller abblätterdem Rost auf dem Außenlauf und auf schweren Zugrädern, die sich durch ihr eigenes Gewicht in die feuchte Erde drückten, mit groben Klötzen aus Holz verkeilt. Vorbei an Abfällen einer improvierten Palisade. Hier ein zerbrochenes Stuhlbein, dort gesplitterte Teile einer zerkratzen und schartigen Tischplatte aus dicken Eichenholz, die halb verborgen im Schlamm des Wegesrandes steckte.
Thelsamar. Eine kleine Stadt mitten in Loch Modan, nahe der sumpfigen Tümpel des Lochs, zwischen dichten hohen Kiefernwäldern und am Hang der hohen Bergkette mit den Gipfeln und Gletschern in immerwährendem Winter von Dun Morogh. Eingeschmiegt in eine Talsenkeder Landschaft.Thelsamar, eine Stadt deren Gebäude selbst sich teilweise in die sanften Hügel gegraben hatten, die Dächer von manchen mit Erdreich bedeckt und mit Gras überwachsen. Typisch der Bauart der Zwerge, felsig, monumental und doch an den Boden geduckt wie ein lauerndes Tier, schienen die Häuser Jahrhunderte überdauern zu können, sie vielleicht auch schon überdauert zu haben. Beißender Rauch qualmte schwarz aus dem Kamin der Schmiede, gedämpft waren die Hämmerschläge zu hören, als glühendes Metall klirrend und funkensprühend auf Ambossen zurechtgeschlagen wurden. Ab und an klang ein fauchendes Zischen als ein fertiges Stück in den riesigen Wassertrögen abgekühlt wurde aus dem Halbdunkel, matt erhellt von der dunklen Glut der gewaltigen Esse. Das hohe und durchdringende Kratzen von Schleifsteinen, die Schwerter zu Waffen schliffen, die Kanten scharf und tödlich zu Schneiden formten, lag so permanent in der Luft, dass es fast zu einem Hintergrundgeräusch wurde und dies aus einem einzigen Grund:
Troggs. Keiner hatte sagen können woher die Massen dieser ungezieferartigen Pelzträger gekommen waren. Niemand hatte von ihrem Anführer Ghaz'Trogg jemals zuvor gehört, niemand wusste warum sie gerade über diese Stadt herfallen wollten. Keine Woche war seit dem Angriff vergangen, dessen Abwehr Teile des Waldes und Leben gefordert hatte, als sich die vollkommen überraschten Verteidiger dem Ansturm der Kreaturen am Pass gestellt hatte um der Stadt Zeit zu erkaufen, die Möglichkeit zu geben Barrikaden zu errichten, teeriges Öl auf dem Untergrund auszubreiten, was den Weg und die Wälder und Angreifer in ein Inferno getaucht hatte. Die Chance die Waffen zu erheben und scheinbar endlose Schar der keifenden und krächzenden Kreaturen aufzuhalten, als sie mit ihren primitiven Keulen und rostigen Schwerten auf die Stadt zurollten, wie eine Flutwelle aus Fell und Tod. Teuer erkauft, mit dem Blut der Gebirgsjäger, war die so dringend benötigte Zeit, die Thelsamar gerettet hatte. Und eines wussten alle hier mit absoluter Sicherheit: Diese Zeit war fast abgelaufen. Die letzte Ruhe vor dem Sturm und dem Tag der Vergeltung bringen würde, war mit diesem Abend angebrochen.

_________________
Alle für einen, und jeder für sich selbst!


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