Söldnerbund Dämmersturm

RP-Gilde - Die Aldor
Aktuelle Zeit: 8. Dez 2016, 12:56

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 19 Beiträge ] Gehe zu Seite  Vorherige  1, 2
AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
BeitragVerfasst: 2. Nov 2012, 10:44 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 01.2011
Beiträge: 372
Wohnort: Barbarossapfalz
Geschlecht: weiblich
Tagebuch von Suadya

Was für ein Wetter heute.. Es hat nur geregnet. Naja.. wurden mal die Straßen etwas sauber. Ich bin
trotzdem auf den Markt heute gegangen und traff Ellia und Ihren Sohn Garet. Sie hat einen kleinen
Blumenstand. Mit einer wirklich tollen Auswahl. Und großen, dafür das der Stand recht klein ist. Sie
sagte mir mal Blumend können genauso leicht ein lächeln in das Gesicht zaubern wie Kinder. Schöner
Gedanke.
Jedesmal wenn ich bei mir bietet Sie mir einen Tee an und heute nahm ich ihn dankend an, da ich
gut durchnässt war vom Regen. Wir redeten über alles mögliche. Die anderen Stände.
Ellia hätte sich ja heute morgen schlapp lachen können weil Bauer Rhümpels im strömenden Regen
versucht hat seinen Eierstand abzudecken mit Planen und so, dabei sei er wohl über eine Schnurr gestolpert,
rückwärts gefallen auf die Tischkante und hat mal eben nen par dutzend Eier in die Luft befördert die
alle als Aufschlagziel ihn auserwählt haben. Sah wohl ganz lustig aus. Ich musste schmunzeln.
Garet spielt unter dem Tisch mit Holzfiguren. Sein Vater ist Soldat und schenkt ihm hin und wieder sowas
wenn er den mal nach Hause kommt für ein par Tage, ehe er wieder aufbricht.
Schon traurig. Ein Kind dessen größter Wunsch ist mit dem Vater zu spielen... Kinder sollten andere
wünsche haben.
Ich blieb eine ganze Weile. Kam ja eh kaum Kundschaft dank dem Wetter. Ellia war ganz froh Gesellschaft zu haben.
Und ich auch..
Al ist schon lange weg und ich weis nichts.. nur mein Bauchgefühl sagt das alles gut ist.. also es hat alles gut zu sein..
sonst... sonst.. ja sonst was. Ich sollte mal anfangen das man im Bund mehr Respekt vor mir hat.
Hab ja genug Zeit darüber nachzudenken..
Ellia findet es voll fazinierend das ich eine Söldnerin bin.. Sie dachte immer wir wären voll das ungesellschaftlichste Pakt
das es gibt neben den Gossenbewohner. Ich habe Ihr mal nicht von Rarnulf erzählt.. oder dieser Natter.. Das hätte
sie wohl bestätigt. Sondern nur erzählt das wir auch durchaus ehrbare und.. normale Söldner haben, wie Freyri, Alvrim,
Maldiv.. Julius... und.. und mich, ja.
Der Tag verging und es wurde dämmrig.. und es blieb verregnet. Als ich gehn wollte kamm eine kleine Gruppe von
besoffenen.. stinkenden und laut pöpelnden Männer an die durch den Markt gingen und sachen von den Tischen
warfen. Bis sie bei mir und Ellia ankamen. Hätte niemals gedachtd as Alkohol alt.. und.. widerlich stinken kann.
Sie warfen Blumen um und machten sich an Ellia ran. Ich versuchte die Situation irgendwie zu lösen..
Und ging direkt dazwischen.. Meine Güte.. in Gilneas hätten wir mit diesen Menschen kurzen Prozess gemacht.
Die Männer bemerkten meinen Umstand und machten sich lustig darüber... fast wie der eine neue.. letztens in
der Taverne... Ich ignorierte das Gelächter gekonnt und schlug dem Mann mal eben die Faust mitten ins Gesicht..
Er blinzelte noch und kippte dann nach hinten um.. Die Gesichter der anderen waren sogar echt amüsant.. und
in ihrem besoffenen Zustand suchten sie gleich stunk.. da kamm aber Ellia mit einem Schrotgewehr an und so schnell
konnten wir nicht schauen waren die Typen weg..
Ich half ihr noch den Stand abzubauen und ging dann Heim.
Ich hoffe die Männer haben mich schon wieder vergessen.. wenn nicht.. ich glaub ich nehm Dämmerriss mit die nächsten
Tage. So ein Schwert lässt einen zweimal darüber nachdenken mich anzupöpeln.
Wann kommt nur Al wieder...

_________________
Träume nicht Dein Leben.
Lebe Deinen Traum!


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
BeitragVerfasst: 6. Nov 2012, 11:51 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 01.2011
Beiträge: 372
Wohnort: Barbarossapfalz
Geschlecht: weiblich
Vergangenheit.. und Gegenwart

Bild

Gen abends wurde es im Hafen ruhiger. Die Arbeiter räumten auf, die Soldaten waren nur noch einzeln oder in zweier Gruppen auf Patrouille aufzufinden. Die letzten Sonnenstrahlen bahnten sich ihr Weg über das Meere und verzauberten es förmlich.
Suadya liebte diesen Anblick, wie das Meer glitzerte und die Sonne sich in allen rot-gelben Farben wiederspiegelte. Es hatte was friedliches an sich. Ein Moment am Tag der durch nichts sich zu beeinflussen scheint. Einzeln flogen.. nein, schwebten Möwen noch über das Wasser und hofften auf ein letztes Abendmahl, bevor die Nacht hereinbricht und alles in dunkle Schatten taucht.
Aber noch war es nicht so weit. Suadya hockte auf einer dieser Steinmauern auf der oberen Hafenebene, eine Decke unter sich damit Sie den kalten Stein nicht so sehr spürte. Solche Abende hatte sie öfters. Alleine und in Gedanken bei dem Meer. In Gilneas war ein Sonnenuntergang nie so schön gewesen. Das Meer war selten so friedlich und dann waren da die Klippen. Sie brachen das Meer auf und liesen es wild und unbändig wirken. Vielleicht war es das auch.
Die junge Frau mit den langen rötlich braunen Haaren seufzte, als sie sich an Gilneas und die letzten Tage erinnerte. An das Lachen ihrer Eltern.. Freunde.. und das ihrer Schwester. Alles wurde mit einmal genommen.
Aber das war nun Jahre her und mittlerweile war Sturmwind ihr Zuhause. Oder ? Schmunzelnd nickte Suadya. Was bedeutet Zuhause.. Ist das ein Ort wo man lebt.. wo man sich wohl fühlt.. wo die Familie lebt.. oder wo man aufgewachsen ist. Wo man glaubt sicher zu sein weil man die Gegend kennt.
Für Suadya war Sturmwind ein Ort wo sie wusste das jemand hier war der auf sie aufpasst und beschützen würde. Da wo er wäre, würde sich Suadya wohl und sicher fühlen.
Es war wohl langsam an der Zeit Gilneas loszulassen. Die alten Zeiten waren mal und nun warten neue Zeiten auf sie.
Langsam verschwand die Sonne hinter dem Meer. Das Glitzern der Wellen wurde weniger, das leuchtende Meere wurde dunkler.. genauso wie der Himmel. Suadya wartete. Und plötzlich musste sie sich an etwas erinnern.

„Suadya ? Hast Du alles ?“
„Hmm.. Ja. Denke schon.“
„Schau nochmal nach. Nicht das Du nochmal her musst.“
„Wär es den so schlimm Mutter ?“
„Für mich nicht. Aber was denkst Du würden die anderen über Dich denken ?“
„Hmm.. Ja. Stimmt auch. Ich bin nochmal oben.“
Suadya ging die knarzige Holztreppe rauf und durch den Gang bis zu ihrem Zimmer am Ende. Langsam öffnete sie die Tür und blickte in ein Lichtdurchfluteten Raum. Sie musste blinzeln und ging ein zwei Schritte hinein. Mit der Hand vor den Augen erhoben blickte sich die Jugendliche um.
Das Bett war frisch bezogen und würde die nächsten Monate nicht benutzt werden. Auf dem Tisch lag nichts mehr und der Spiegel würde kein Gesicht mehr wiederspiegeln, sondern nur noch den Wandschrank gegenüber.
Plötzlich flog eine Rotkrähe vor das Fenster und krallte sich an das Holz fest. Mit ihrem Schnabel schlug sie gegen das Fenster.
Suadya blinzelte und ging auf das Fenster zu. Die Krähe mit dem rötlich schimmernden Gefieder blieb hocken und bewegte den Kopf hin und her.. als beobachte sie Suadya. Diese Vogelart war sehr selten in Gilneas zu finden. Und eigentlich halten sie sich nie in der Nähe vom Meer auf.
Zögernd öffnete Suadya dann das Fenster und eine Seite ging langsam nach innen auf. Warum auch immer, die Krähe flog nicht davon, sie steckte den Kopf in das Zimmer und hüpfte dann hinein auf die Fensterbank. In der Sonne glänzten die Federn wunderschön. Plötzlich krächzt der Vogel und schlug mehrmals mit den Flügeln, wodurch sich Suadya erschreckte und nach hinten stolperte gegen das Bett. Die Krähe hüpfte auf den Boden und weiter auf das Bett zu. Schnell krabbelte die Jugendliche über die Bettdecke. Sogleich sprang die Rotkrähe mithilfe von par Flügelschlägen auf die Bettkante und blickte die Menschenfrau mit den gelben Augen an.
Nach wenigen Sekunden biss sich Suadya auf die Unterlippe und streckte vorsichtig die Hand nach dem Vogel aus. Dieser neigte neugierig den Kopf auf die Seite und betrachtet das Vorhaben der Jugendlichen. Bis nur noch wenige Zentimeter zwischen Hand und Vogel sind. Auf einmal sprang die Krähe auf die Hand von Suadya und krächzte leise.
Lächelnd krabbelte sie mit dem Vogel auf der Hand vom Bett runter und musterte das Tier erst einmal. So nahe trauten sich die scheuen Rotkrähen eigentlich keinem ran.
Dann fing der Vogel an sich zu putzen, als würde er die Menschenfrau schon jahrelang kennen und wissen, das in ihrer Nähe keine Gefahr droht.
Völlig faszinierend beobachtete Suadya die Rotkrähe und ging zum offenen Fenster zurück. Da rufte plötzlich ihre Mutter sie.
„Suadya ! Kommst Du ? Wir müssen los.“
Suadya drehte den Kopf zur Seite und blickte zu der Tür.
„Ja ! Ich komme gleich. Einen Moment noch Mutter“
Dann blickte Sie wieder zu der Krähe die immer noch auf der Hand saß und den Schnabel an jener rieb.
„Ich muss los. Vielleicht sehn wir uns ja wieder. Pass auf dich auf.“ Sprach Sie leise zu dem Vogel und hielt die Hand mit ihm dann aus dem Fenster raus.
Kurz geschah nichts. Die Krähe starrte Suadya an und sie blickte zurück. Dann schlug er mit den Flügeln und verschwand Richtung Sonnenuntergang.


Langsam wurde der Wind kühler, je mehr die Sonne verschwand und die Nacht anbrach. Einzeln zeigten sich schon die ersten Sterne am Himmel und würden den Seefahrern jener Nacht den Weg nach Hause zeigen. Suadya atmete tief durch und stand dann auf. Noch war es hell, obwohl keine Sonne mehr da war. Die Dämmerung war ein Augenblick wo Licht und Finsternis gleichzeitig herrschten.
Mit schnellen Handbewegungen sammelte Suadya die Decke ein und schlug sie sich um die Schulter. Eine Weile blieb sie noch da stehen und blickte auf das Meer. Ihre Gedanken kreisten um die Rotkrähe. Ob sie noch lebte ? Oder zusammen mit Gilneas gestorben ist.
Sie würd es wohl nie herausfinden.

www.youtube.com Video From : www.youtube.com


Als Suadya nach Hause ging, bemerkte sie gar nicht die Frau an der Hauswand. Ihre Gedanken kreisten noch zu sehr in alten Erinnerungen. Sie steckte den Schlüssen in das Loch der Tür und wollte ihn gerade drehen als man sie ansprach.
„Ganz schön spät für eine schwangere Frau alleine.“
Erschrocken zuckte Suadya zusammen und zog den Schlüssel dem Schloss, welcher dann leise klimpernd auch noch zu Boden fiel.
„Wie.. meinen ?“ fragte sie misstrauisch und bückte sich nach dem Schlüsselbund, blickte aber zu der Frau. Sie schien noch recht jung zu sein.. doch dann bemerkte Suadya die leicht spitzen Ohren und verwarf den Gedanken schnell wieder. Die Frau trug eine weiß rotes Oberteil, dazu eine graue Hose und braune Stiefel.
„Na.. Es ist schon spät und man sieht Euch die Schwangerschaft schon an. Sturmwind ist nicht gerade sehr freundlich nachts. Und am Hafen noch weniger.“ Sprach die Frau mit sanften Tönen.
„Ich weis. War wohl gedanklich etwas zu lange in Erinnerungen.“ Suadya lächelt kurz… war sich nicht ganz sicher was sie noch sagen sollte.
„Hmm.. Erinnerungen. Die hat jeder.. schöne.. und abscheuliche. Nicht wahr ?“ seufzend blickte die Fremde gen den Nachthimmel. Da bemerkte Suadya das Schwert welches sachte rötlich schimmert. Skeptisch ging sie ein Schritt zurück.
„Ihr braucht keine Angst zu haben.“ Meinte die Frau nur darauf.
„Sicher.. ist sicher.. wie Ihr schon sagtes.. des nachts ist Sturmwind sehr unfreundlich. Was macht Ihr hier ?“ fragte Suadya.
Die Frau zuckte mit den Schultern und streifte sich ein par einzelne Haarsträhnen aus dem Gesicht.
„Ich habe auf wen gewartet. War wohl umsonst. Tja.. kann man nichts machen.“ Lächelnd drehte die Frau den Blick zu Suadya.
„Das.. das tut mir Leid für Euch.“
„Oh ? Ach wirklich ? Wie nett.“ Die Fremde nickte Ihr zu.
„Dann werd ich mal zurück gehen. Ich wünsche noch einen schönen abend.. Miss.“ Die Frau verneigte sich und ging dann an Ihr vorbei.
Plötzlich wurde es kalt und der Wind wehte Suadyas Haar umher. Schnell steckte sie den Schlüssel in das Schloss, drehte in klackend rum und öffnete die Tür.
Mit raschen schritten verschwand hin ein und schloss die Tür hinter sich.
„Unheimlich..“ nuschelte Suadya leise und ging dann zum Karmin, legte ein par frische Holzscheiteln nach und schürte das Feuer neu an.
Nun kreisten ihre Gedanken um die seltsame Frau während sie Wasser aufkochte für einen Tee, sich eine Decke holte und es sich dann auf dem Sessel vorm Karmin gemütlich machte mit dem frischen Kräutertee.
Leise knisterte das Feuer und war zuckende und tanzende Schatten an Wände, an die Decke und auf den Boden.
Wie gebannt fixierte Suadya das Feuer..

„Nicht so.. Du musst dich vom Schwert führen lassen.. Versuch es gleich nochmal. „
Der Mann stand abseits, zusammen mit 5 anderen, jüngeren Männern. Suadya atmete tief durch und nickte. Dann nahm sie wieder die Anfangsposition an. Ein Fuß vorne, das andere schräg hinten. Das Schwert mit beiden Händen seitlich von sich nach unten zeigend haltend. Im Kopf zählte sie langsam bis 3.. Dann schwang sie den Zweihänder. Ging ein Schritt nach vorne, wirbelte das Schwert durch Luft. Dann folgt ein seitwärts schritt.. wieder durchschneidet Stahl Luft..
Suadya hat die ganze Zeit die Augen geschlossen und versucht so gut es geht sich vom Schwert führen zu lassen. Und es klappte. Die Bewegungen wurden fliesender.. Die Schritte genauer und das Führen des Schwerter tödlicher.
Der Mann applaudierte ihr.
„Sehr schön Suadya. Langsam wird es. Hast Dir eine Pause verdient, die anderen trainieren weiter.“
Suadya beendete den Tanz mit dem Schwert und nickt lächelnd.
„Danke Sir.“
Dann ging sie abseits des Trainingsplatzes zu einer Holzbank und setzte sich darauf. Plötzlich hielt ihr jemand einen Krug vor das Gesicht.
„Hast du dir verdient.“
Sie erkannte die Stimme und lächelte.
„Danke dir Markel.“
Sie legte den Zweihänder beiseite und nahm den Krug an sich um einen großen Schluck Staft zu sich zu nehmen. Markel setzte sich derweil neben ihr mit auf die Holzbank.
„Du wirst immer besser. Ich bin ehrlich. Am Anfang hab ich nicht daran geglaubt das Du jemals einen Zweihänder auch nur anheben kannst. Und nun ? Du bist echt ein Naturtalent.“ Er stupste ihr in die Seite.
„Danke. Und gut zu wissen das du am Anfang nicht an mich geglaubt hast. Dann hat sich das harte Training ja doch gelohnt.“
„Ja. Dein Vater ist sicher stolz auf dich.“
„Ich weis nicht.. Ich glaube er wünschte sich manchmal ich wär eine Junge.“
Seufzend beobachtete Suadya die anderen beim Training.
„Sag sowas nicht. Ich kenn deinen Vater nun lange genug um zu wissen das es nicht so ist. Er glaubt an dich. Auch wenn er es oft nicht zugibt oder zeigt.“
„Kann schon sein..“ nuschelte Suadya. Irgendwie bedrückte sie der Gedanke das ihr Vater nicht sonderlich erfreut darüber war als sie voller stolz gesagt hat sie geht zum Militär.
„Hey. Was ist den ? Nun sei mal nicht so bedrückt. Irgendwann wird er es dir schon zeigen und sagen. Vertrau mir, ja ? Und wenn nicht.. darfst Du mich bestrafen dafür.“
„Bestrafen ? Nein.. warum sollte ich. Ich geh meinen Weg einfach weiter. Und der lautet nun weiter trainieren. Bleibst Du noch etwas ?“ Suadya stand auf und reichte Markel den leeren Krug zurück um ihren Zweihänder an sich zu nehmen.
„Na sicher. Zeig mir was du noch so alles kannst.. für eine Fraue.“ Er grinste sie herausfordernd an.
„Pass auf.“ Sogleich ging Suadya etwas abseits und atmete wieder tief durch. Konzentriert nahm sie wieder die alte Position an.. dann begann sie wieder sich vom Schwert führen zu lassen. Irgendwann müsste sie sich nicht mehr konzentrieren. Irgendwann wär es im Blut. Irgendwann.. wär ihr Vater stolz auf sie.
Suadya zeigte Markel noch einige Ausfallschritte und wie sie Angriffen ausweichen würde oder sogar parieren. Bis der Mann sich dann Schwert und Schild nahm und gegen Suadya kämpfte.
Am Ende war sie ziemlich schwer am atmen und sie hörten auf mit dem Training.
„So, ich wird mal los gehen. Ich muss noch einiges schreiben und den Plan für morgen ausarbeiten.“ Meinte Markel noch als er die Waffen wieder zurückstecke in den Waffenschrank.
„Was ist den morgen ?“ fragte Suadya neugierig und wischte sich mit einem Tuch den schweiß aus dem Gesicht.
„Lass dich überraschen.“ Schmunzelte er noch und ging dann.
„Hmm..“ lächelnd machte sich Suadya auf in ihr Zimmer in der Kaserne.


Ein heller Funke knisterte plötzlich aus dem Karmin und riss Suadya in die Wirklichkeit zurück. Blinzelnd blickte sie zu dem langsam erlöschenden Funken aus dem Holzboden. Dann trank sie den Tee leer und stellte den Krug in das Waschbecken. Gähnend und sich streckend hang sie noch das Gitter im Karmin auf vor den tanzenden Flammen und ging dann in das Bett.
Der Mond schien hell und voll in das stille Zimmer und Suadya blickte hinaus. Als sie die Augen schloss und sich konzentrierte konnte sie das Rauschen des Meeres sogar hören.

„Heute steht eine Patrouille an den Gehöften in der Nähe des Strandes an. Nehmt also eine Laterne mit. Es wird dunkel werden sobald ihr da seid. Gustav hat das Sagen. Suadya ?“
„Sir?“
„Pass mir auf die Jungs auf.“ Der alte Mann mit dem grauen Haaren zwinkert ihr lächelnd zu.
„Jawohl Sir !“ schmunzelte Suadya.
„Sehr schön. Viel Erfolg und bis morgen dann. Abmarsch. Für Graumähne !“
„Für Graumähne“ antworte die kleine Truppe aus 4 Männer und einer Frau gleichzeitig und eilten dann los. Drausen waren 5 Pferde angebunden und gesattelt.
„Wir reiten durch das Militärviertel nach Witterfront. Von da an laufen wir an den Klippen weiter nach Sturmsiel. Sollte es nicht zu spät sein gehen wir weiter zum Anwesen von Graumähne.“ Gustav war nicht viel älter wie Suadya, aber er hatte das Talent zu führen und seine Stimme duldete selten widersprache. Alle nickten und sattelten auf. Im gemütlichen Trap machte sich die Truppe dann auf durch die Stadt. Am Rande angekommen ertönte ein Ruf und man öffnete das große Holztor. Dann ritt die Truppe im wilden Galopp über die Brücke.
Es dauerte nicht lange und sie erreichten Witterfront. Es war schön am Dämmern und ein Mann kam ihnen entgegen.
„Ah. Da seit ihr ja. Ich nehme euch die Pferde ab und viel Erfolg. Und passt auf.“
Alle stiegen ab und nahmen die Rucksäcke , welche zuvor an den Satteln der Pferde hingen.
„Ich geh vor. Serv und Boritz übernehmen die Flanke. Henks, Du bleibst in der Mitte. Suadya ? Sicher von hinten ab.“ Gustav drückte Henks die nun angezündete Laterne in die Hand, während die anderen Schild und Schwert zur Hand nahmen, auser Suadya. Sie nahm ihren Zweihänder zur Hand. Mit einem nicken erklärten alle das sie bereit waren und dann ging es auch schon los.
Suadya blieb hinten und blickte sich immer wieder um.. bis sie das Rauschen des Meeres hörte und in jene Richtung blickte. Wie gefesselt starrte sie auf die Wellen welche man im Mondlicht aufschäumen sah und die gegen die Klippen prallten.
Die Patrouille verlief ruhig und spät in der Nacht erreichten sie Sturmsiel.
„Wie geht es Dir Suadya ?“ fragte Gustav während sie sich kurz ausruhten.
„Hm.. Es geht. Wieso fragst Du ?“ sie blickte in sein Gesicht. War da sorge ?
„Naja.. ich bin den Truppenführer. Ich muss doch wissen wie es meinen Leuten geht.. Und Du…“
„Und ich bin eine Frau, da wirft man einen besonderes Auge drauf ?“ unterbrach Suadya ihn schmunzelnd. Verlegen nickt Gustav und rieb sich über den Nacken.
„Ja.. Erwischt.“
„Lieb von dir, aber mir geht es gut. Behandle mich wie alle anderen auch.“
Gustav nickte und erhob sich dann um zu den anderen zu gehen.
Wieder klang das Rauschen des Meeres an ihre Ohren und Suadya ging zum Rand wo die Klippe beginnt und betrachtet das raue Meer.


Bild

Die Erinnerung verschwamm und Suadya wischte sich die Tränen aus den Augen. Alte Zeiten. Vergangene Zeiten. Zeiten.. die einzigartig waren. Nur schwer schlief sie ein. Waren die Gedanken zu bedrückend und zu schwerlastig als das sie ruhig hätte einschlafen können. Und vor allem friedlich. Und dann war da noch die Einsamkeit. In ihrem Leben war Suadya selten alleine gewesen. Es war immer jemand da.
Würde man sie fragen vor was sie angst habe, wär es kein Tier.. kein Mensch oder irgendein anderes Wesen. Nein, es wär die Einsamkeit. Aber bald, das hoffte sie.. wär er wieder da. Wär die Geborgenheit zurück.. das Gefühl sicher zu sein.
Und mit diesem Gedanken an ihn, schlief Suadya dann doch mal ein. Sie bekamm nicht mal mehr mit wein eine Krähe, im Mondlicht rötlich schimmernd an ihre Fenster flog und sie beobachtete.

_________________
Träume nicht Dein Leben.
Lebe Deinen Traum!


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
BeitragVerfasst: 14. Nov 2012, 14:51 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 01.2011
Beiträge: 372
Wohnort: Barbarossapfalz
Geschlecht: weiblich
Tagebuch von Suadya

Das wird nur ein kleiner Eintrag. Ich bin jetzt erstmal bei Ellia. Sie wohnt im Wald von Elwynn am Fluss da. Echt
schön hier. Morgends wie der Nebel durch die Bäume wandert. Die ersten Sonnenstrahlen durch das Blätterdach
fällt und den Boden erwärmt, wo sich auch dann gleich die Tiere an ihr Tageswerk machen.
Aber das Meer find ich schöner. Glaub da werd ich von weg kommen. Ich hoffe Veralis baut kein scheiß
zu Hause.
Arme Ellia.. Ihr Mann ist ja Soldat, der wurde nun aus Sturmwind abgezogen und zieht Richtung Dämmerwald und
dann angeblich nach Westfall. Was auch immer da los ist. Sie hat Richtung Angst und versucht ihrem Sohn Garet
es schonend beizubringen das sein Vater nun für par Tage nicht nach Hause kommt weil er was wichtiges
machen muss.. Ist das so wichtig ?
Naja.. Ich und Ellia können uns gegenseitig ablenken. Sie ist alleine.. und ich bin es auch. Ja.. Alvrim muss erstmal
eine Weile in Eisenschmiede bleiben. Wenn das nur gut geht. Kann nicht einmal Ruhe sein ?
Für ein par tage ? Nein.. anscheinend nicht.
Heute abend will Ellia mir am Fluss was zeigen. Ich meine.. es ist dann schon dunkel und wer weis da alles lebt..
Naja, ich nehm Dämmerriss mit, dann fühl ich mich schon sicherer.
Ich schreib später weiter wenn ich zurück bin.

_________________
Träume nicht Dein Leben.
Lebe Deinen Traum!


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
BeitragVerfasst: 23. Nov 2012, 12:24 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 01.2011
Beiträge: 372
Wohnort: Barbarossapfalz
Geschlecht: weiblich
Nachtrag: Tagebuch

Also.. da bin ich wieder. Zu dem Abend gibt es einiges zu erzählen. Wir waren am Fluss.. und Ellia meinte ich soll die Augen
schliesen. Was ich auch tat. Dann war es still.. ich hörte nur das leise plätschern vom Fluss und das Uhun von den Eulen.
Manchmal war auch das Raschen von Laub und knacksten von Ästern zu hören. Ich fragte leise Ellia, wie lange ich die
Augen noch zu halten soll. Da meinte Sie nur, ich kann sie gleich öffnen... und zwar jetzt.
Was ich auch tat. Und was ich dann sah war soo schön ! Dutzende von Glühwürmchen schwebten leuchtend und glitzernd
vor mir. Das war so schön. Sowas habe ich noch nie gesehn und ich starret erstmal voll faziniert. Ellia musste kichern und
fragte mich, warum ich den so starre. Ich erklärte Ihr das ich sowas noch nie gesehn habe. Nicht mal in Gilneas.
Da starrt Sie mich fassungslos an. Naja.. wir hockten uns dann an den Flussrand und beobachteten die Glühwürmchen. Wie
sie herum flogen.. in kreisen.. in zick zack mustern, oder einfach nur auf der Stelle schwebten.
Eins der kleinen Leuchttierchen flog auf Ellias Kopf zu und macht es sich in den Haaren bequem. Das das lustig aus.
Ich meinte erstmal, jetzt hat sie einen Heiligenschein.
Doch der fröhliche Moment hielt nicht lange an. Da der Mond in seiner vollen Pracht und ohne Wolken auf uns herabschien,
konnte man die andere Seite vom Fluss sehn. Der Dämmerwald. Ziemlich schaurig da.
Naja, aufjedenfall sahen wir Lichter, wie von Laternen. Ich und Ellia stutzen was das für Lichtflecke sein könnten.. Immerhin war
da nichts.. nur der Friedhof von Rabenflucht wäre in der Nähe aber etwas weiter westlich. Also warteten wir gespannt. Bis wir
Gestalten erkannten.. es waren um die 5. Sie standen einfach da.. dann tauchte eine weitere Gestalt auf.
Sie trug eindeutig eine Robe..
Ich meinte zu Ellia das wir lieber ins Hasu zurück gehn sollten, mir behage die Situation nicht. Sie war einverstanden und gerade
als wir gehn wollten, da hörten wir ein leises zischen und genuschele.. bis plötzlich ein Wichtel auftauchte. Wir waren so geschockt
und verharrten an Ort und Stelle..
Der Wichtel sprang umher und schimpfte.. es hörte sich auf jedenfall so an. Was dann passierte war glaub schlimmer wie der
Wichtel. Die Gestalten warfen ein Mädchen vor dem Robenträger und seinem Wichtel. Sie war zum Glück bewusstlos, da sie
sich nicht mehr regte. Und dann.. löste sich der Wichtel in Nebel auf, wirbelte um das Mädchen herum, die sich kurz im Liegen
aufbäumte und dann so Boden zurück sank, womit auch der Nebel plötzlich verschwand.
Dann drehte der Robenträger sich in UNSERE Richtung um !!
Ellia nahm mich bei der Hand und zog mich mit Ihr zurück zum Haus. Ich stolperte mehr vorran..
Im Haus schlossen wir die Tür ab und verkrochen uns im Keller.. das war wirklich unschön.. wir warteten bis es hell wurde.
Nun.. Ende von der Geschichte, Ellia wird einen Wachhund sich kaufen aufm Markt und ich werde wohl ein Auftrag zum Bund schicken
das die sich mal der Sache annehmen. Ich hoffe diese Robengestalt hat uns nicht gesehn..
Ach ja.. Al war da.. ich hab es Ihm gesagt.. er wär am liebsten gleich mal rüber gegangen.. konnte Ihn aber umstimmen. Zum Glück,
will garnicht wissen was passiert wäre wenn Er allein da hin gegangen wäre.
Naja.. ich muss los. Einkaufen und so.. Ich hoffe das Endet gut.. Und das arme Mädchen..

_________________
Träume nicht Dein Leben.
Lebe Deinen Traum!


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
BeitragVerfasst: 2. Dez 2012, 22:48 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 01.2011
Beiträge: 372
Wohnort: Barbarossapfalz
Geschlecht: weiblich
Bild

Suadya betrachtet das Bild, welches Sie selbst gemalt hat und versinkt kurz in Erinnerungen..

Das Lachen erklang fröhlich und kindlich durch das Haus als ich die Tür langsam öffnete. Es war mitten am Tage und ich wusste, das meine Familie nun am Esstisch zu mittag aß. Leise stellte ich den Zweihänder an die Wand, öffnete die Schnalle vom Umhang und zog auch ihn aus, den ich dann an die Garderobe hang zum Mantel von meinem Vater und der Lederweste von Veralis. Ich schmunzelte als ich bemerkte das Er voller Dreck war. Sie spielte gerne im Wald.
Dann erklang wieder das fröhliche lachen.
„Vater ? Gehen wir heute Nacht an die Klippen?“
„Hm.. Frag Deine Mutter. „ antworte eine alte männliche Stimme.
Ich lehnte mich an die Wand, neben der Tür zum Esszimmer und lauschte schmunzelnd.
„Veralis. Du weist doch das Du so spät nicht raus darfst mehr.“ Meine Mutter.. wie immer war ihr stimme so sanft und liebevoll..
„Aber Vater ist doch dabei ! Och bitte Mutter. Heute abend tanzen wieder die Lichter am Himmel.“ Veralis konnte sich selten mit einem Nein abfinden, sie bat solange um etwas, bis sie ihren Willen bekam, aber immer mit einem aber nur oder wenn Du.
„Ich glaube heute abend können wir Ausnahme machen, aber nur heute. Weil es eine besondere Nacht ist.“
„Danke Vater !! Ich räum schnell mit ab und pack dann meine Sache.“ Ich hörte die überschwängliche Freude in Veralis stimme raus. Dann wurde ein Stuhl nach hinten geschoben und Geschirr wird eilig klirrend aufeinander gestellt und wohl weggeräumt.
„Aber kleines.. es dauert doch noch bis zur Nacht. Wieso beeilst Du Dich nun ?“
„Ich muss doch noch das Fernrohr zusammenbauen.“
Dann hörte ich eilige Schritte in meine Richtung. Plötzlich stürmte Veralis an mir vorbei zu der Garderobe, in ihrer Vorfreude bemerkte sie mich nicht mal. Eilig versuchte Sie an die Lederweste zu kommen, aber sie kam nicht dran. Also ging zu ihr.
"Warte.. ich helfe Dir eben." Ich hangelte die Weste aus dem Haken und reichte sie Veralis.
"Danke Dir." Eilig zog sie sich an, lächelte mir sogar zu und war gerade auf dem Weg zu der Tür, die noch offen war, als sie im Türrahmen stehn blieb und langsam sich umdrehte. Ich wartete schmunzelnd ab und verschrenkte die Arme. Sie war noch so jung. Gerade mal 9 Jahre alt.
Große Augen starrten mich überrascht an..
"SCHWESTER !!" Noch im kreischen stürtzte Veralis heran und schlang die Arme um mich.
"Ja.. ich bin Zuhause." Und hob sie dann hoch, an mich drücken.
"Woooahr ! Was machst Du hier und wieso hast Du kein Brief geschrieben ? Hast Du mir was mitgebracht ?" Veralis löcherte mich regelrecht mit Fragen aus.
"Siche. Ein Buch." antwortete ich Ihr.
"Aber sag Mutter nichts." Ich zwinkerte Ihr verschwörerisch zu, worauf sie anfing zu kichern und eifrig nickte. Derweil ging ich in das Esszimmer, wo Vater und Mutter schon standen.
"Suadya.. Schön Dich zu sehn." Ja.. mein Vater. Kurz angebunden wie immer..
"Wie kommt es das Du da bist ? Musst Du nicht im Dienst sein." Mutter ging auf mich zu umarmte mich zusammen mit Veralis auf meinen Armen. Es tat gut ihre Nähe zu spüren. Bei ihr wusste ich, das sie sich freute mich zu sehn. Wo ich seit über 3 Monat enicht mehr zu Hause war.
"Wir alle haben 2 Tage Freigang bekommen. Also ich muss morgen abend wieder zurück." Ich lies Veralis runter und blickt zu meinem Vater. Sein Blick sprach Bänder.
Vorwurf.. Hass.. Abneigung. Er wollte nicht das ich zur Armee gehe. Er wollte nicht mal ein Mädchen als Erbe haben. Ich glaube, er Verachtet mich,d afür das ich es ihm dennoch Recht machen will und mich einschreiben lies. Wer es nach Ihm gegangen, hätt man mich in irgendein Kloster gesteckt.
Aber Mutter sprach mit Ihm, und er fand sich damit ab. Vorläufig. Ich erfuhr von Veralis, das sie sich ab und zu stritten wegen mir.
Mutter setzte sich für mich ein. Aber Vater.. er sprach die ganze Zeit von.. Schande.. Warum seine Familie ? Als wär ich ein Fluch, ein schwarzes Schaf in der Familie. Vielleicht bin ich das.
Veralis hat es gut. Sie steht unter Mutters schutz, nachdem man ihre Talent zur Magie fand, als sie fast die Wohung in brannt setzte.
Sie war der kleine Stolz der Familie glaube ich.
Aber ich geh nun meinen Weg. Ich tu es für meine Familie, um sie zu schützen. Irgendwann werde ich zwangsläugif in Vaters Fußstapfen tretten, ob er nun will oder nicht. Aber ich werd mein bestes geben, um das Ansehn was Er so sehr schätzt und wahrt der Familie, nicht in den Dreck ziehn und schänden.
"Kurze Zeit. Das hätte der Kommandant sich auch sparren können. Ich werd mal mit Ihm reden." Meinte mein Vater nur, mit einem herablassenden Blick auf mich. Dann drehte er sich um und ging durch die Tür auf den Vorderhof raus.
Ich seufzte und blickte meine Mutter entschuligend an.
"Mutter.. ich.. das wollte ich nicht."
"Ach. Red doch nicht sowas. Er hat nur wieder seine launischen Tage. Kennst Ihn doch. Komm, ich mach Dir einen Tee."
Während Mutter in die Küche ging, hockte ich mich an den Tisch. Als ich mich umblickte bemerkte ich das nur ein Bild von mir noch da war. Es fühlte sich nicht toll an, zu wissen, das der eigene Vater einen.. umgeht. Nicht beachten will.. Nicht da haben will, aber ich lasse mich nicht abschrecken.
"Suuu ? Magst Du heute abend mit ?" Plötzlich war Veralis da.. und blickte mich betteln mit den großen Augen an.
"Hm ? Ach, Du meinst bei den Klippen wegen dem nächtlichen Lichtspiel am Himmel ?"
Sie nickte eifrig und ich musste schmunzeln. Wie taff sie doch war.. Ihr war es egal, das unser Vater mich abwies.
"Du wolltest mit Vater dahin."
"Naja, aber wenn Du schon da bist, kannst Du doch auch gleich mit oder ?"
Ich wusste nicht was ich sagen sollte. Wie erklär ich einem Kind das das nicht geht, das ich meinem Vater nicht noch mehr Waffen gegen mich geben will. Andererseits, wenn ich mitgehe zeige ich Ihm vielleicht das mir die Familie doch was bedeutet. Und das ich nur für die Familie, um sie zu schützen, mich einschrieben lies.
Zum Glück kam gerade Mutter mit dem Tee an.
"Kleines.. Deine Schwester ist sicherlich ganz froh, mal daheim zu sein. Sie ist schon oft genug drausen. Wir sollten sie sich erstmal ausruhn lasse. Es folgen noch mehrere Nächte wie diese wo Du mit Ihr an die Klippen gehn kannst. Und Vater hat eine kleine Überraschung für Dich." Ihre Stimme war sanft und liebend. Veralis blickte zu Mutter und nach kurzem zögern nickte sie.
"Oh ! Eine Überraschung ? Was den für eine ?" Sofort war die Aufmerksamkeit auf Mutter gerichtet und ich war erstmal abgehakt.
"Das siehst Du dan schon. Nun geh, Du wolltest doch noch was machen, hm ?"
"Och.. Nagut ! Bis später dann !" Und da flitzte sie schon zu der Tür raus und zog sie knallend hinter sich in das Schloss.
"Danke Mutter."
Meine Mutter blickte mich schwer seufzend an. Was hate Sie nun wieder ? Hab ich was falsches gesagt ? Aber dann jedoch lächelte sie gutmütig. Ihr lächeln war schon immer so warm, egal was los ist. Sobald sie lächelte verschwand die Kälte.. es tat so gut in diesem Moment.
"Du hättest Dich trozdem melden können, das Du zu Besuch kommst. Du kennst Deinen Vater." Sie stellte den Tee auf dem Tisch ab. Als ich mich auf einen Stuhl hockte, legte Mutter plötzlich zwei filigrane Silberketten auf den Tisch neben die Tasse.
Ich blinzelte und blickte Mutter fragend an, sie jedoch lächelte nur gütig wie immer. Ich wusste was das bedeutete.. Sie machte sich sorgen.
"Wieso zwei ?"
"Es verbindet zwei Personen.. und hält die Waage im Gleichgewicht."
"Mutter.. Du weist das ich das was Veralis kann nicht kann.. Wie soll ich das waage halten ?"
"Du wirst es noch verstehn irgendwann mal."
Ich seufzte und betrachtete die Ketten genauer.. sie wirkten so zerbrechlich fein... zierlich halt.. aber das Silber.. es glänzte so stolz und fast schon himmlisch würdig. Veralis war einer Magiebegabte. Was seltenes bei uns, aber wir hatten Glück. Mutter war auch eine Magierin und lehrte Sie in allen was Sie wusste. Es war zwar schwer einem Kleinkind das keine Geduldt kannte und zu aktien uns lebensfroh war, was beizubringen. Aber zumindest fackelt Veralis nun nicht mehr ausvershen was ab.
"Und wann soll ich es Ihr geben ?"
"Wenn die Zeit gekommen ist das Gleichgewicht zu wahren."
Ich blinzelte. Was für eine Aussage.. sehr hilfreich. Also nahm ich die Ketten an mich und verstaute sie in einem kleinen Beutel am Gürtel.
"Du wirst es schon wissen wann."
Mutter nickte mir lächelnd zu. Sie hatte schon so oft recht in was.. wahrscheinlich nun auch jetzt.
"In Ordnung Mutter. Soll ich Dir bei was helfen in der Küche oder so ?"
"Du kannst Holzscheitel zum Kamin bringen und sie anzünden. Die Küche schaff ich schon alleine." Damit drehte sich Mutter um und verschwand leise summend in der Küche.
Ich erhob mich, nachdem ich den Tee in Gedanken versunken ausgetrunken habe und ging raus zum Lager wie die ganzen Holzscheiteln aufgestabelt sind. Fünf schnappte ich mir und als ich wieder rein gehn wollte bemerkte ich meinen Vater am Zaun. Er disskutierte mit dem Nachbarn Kars. Wahrscheinlich über mich.
Er war nicht immer so.. wie er jetzt ist. Es gab eine Zeit da haben wir miteinander gelacht und abends am Kamin gehockt und gespielt..
Bedrückt ging ich wieder rein und machte mich daran zu schaffen den Kamin anzufeuern. Als das Feuer leise kinstern dund prasselnd seine Schatten warf, hockt ich mich auf die Steinbank daneben und starrte es die ganze Zeit über aus an, während die Hitze langsam mehr und mehr wurde..
Vielleicht hätte ich nicht herkommen sollen.. Wär in der Kaserne geblieben und hätte weiter trainiert alleine. Und nun will sich mein Vater beim Kommandanten beschweren. Wieso muss er das machen ? Will Er mein Leben endgültig zur Qual machen Ihm gegenüber ? Oder was will Er damit bezwecken.. Es ist hoffnungslos..
Ich blieb die ganze Zeit am Kamin hocken und versank in Gedanken. Einige waren belanglos, sogar unwichtig und Zeitverschwendung, andere waren zu kompliziert für mich als das ich mir nun den Kopf darüber zerbrechen könnte. Und einige.. brachten mehr Fragen als Antworten.
Schlieslich wurde es abends. Vater und Veralis liesen sich nicht blicken. Mutter war mit dem Haushalt beschäftigt.
"So.. wir sind an den Klippen. Kars und seine Söhne kommen mit. Vielleicht treffen wir auch die Alte Nauti dort an."
"Ohh.. Dann gibt sie uns wieder was Süßes." Veralios upfte aufgeregt am Mantel von Vater rum.
"Können wir langsam los Vater !"
"Ja. Gleich." Er lächelte liebevoll hinab zu Veralis und streichelte Ihr über den Kopf.
Mein Magen zog sich etwas zusammen und ich schluckte rasch einen Kloss im Hals runter.
"So... Passt gut auf, die Klippen sind gefährlich." Mutter reichte Vater gerade einen kleinen Korb. Darin wird wohl was zu essen und trinken sein.
Dann küssten sich beide kurz.
"Ihh !! Vater ! Mutter.." Veralis schüttelte sich und vergrub das Gesicht am Mantel. Meine Eltern lachten darauf.
"Bis später meine süßen."
Dann gingen Vater und Veralis durch die Tür raus und Mutter winkte ihnen noch nach, ehe sie sich umdrehte und mich abwartend anblickte.
"Was ?"
"Willst Du nicht auch raus. Vom Hof hat man auch einen schönen Ausblick."
Ich schüttelte den Kopf..
Mutter seufzte nur und hielt die Tür offen.. Sie kannte mich zu gut..
"Naguut !" Ich erhob mich lächelnd und ging dann auch raus. Mein Blick wanderte zum Nachthimmel. Sternenklar.. kaum eine einzige Wolke. Veralis wird sich freuen.
Dann ging auch ich los, aber nicht Richtung den Klippen. Sondern hinter das Haus zu einem Hügel, er lag in der Nähe des Waldes und darauf war ein Aussichtsposten gebaut worden. Früher hatte er mal einen solchen Zweck, doch jetzt ist es ein Spielgerät für die Kinder.
Ich kletterte die Holztreppe rauf. Oben angekommen konnte ich das Land überblicken, die nahen Berge.. und das weite Meer. Es war ruhig hier oben.
Nach einigen Minuten tauchten dann die ersten Lichter am Himmel auf.. sie tänzelten und zuckten umher, verschwanden aber kurz darauf wieder. In der Ferne konnte ich an den Klippen kleine schwarze Punkte ausmachen.
Dann begann der Tanz richtig. Es war atemberaubend schön... Ein ereigniss das man nur selten mitbekamm..
Und leider auch das letzte.. was ich in Gilneas erlebte..


Bild










www.youtube.com Video From : www.youtube.com

(Und hier ein kleines Video dazu um es sich besser vorstellen zu können ^^)

_________________
Träume nicht Dein Leben.
Lebe Deinen Traum!


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
BeitragVerfasst: 16. Jan 2013, 13:30 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 01.2011
Beiträge: 372
Wohnort: Barbarossapfalz
Geschlecht: weiblich
(Da ich nicht weis wie die ganze Lore über Gilneas ist habe ich mich ziemlich kurz und nicht genau gehalten.)



Die letzten Sonnenstrahlen

Es bedarf nicht viel im Leben um glücklich zu sein. Es reichen meist kleine Momente, sanfte Berührungen, leise Worte und kurze Gesten. Man freut sich über jede Minute. Sie haben die Magie ein Lächeln auf unser Gesicht zu zaubern. Und kurz zu vergessen wie die Welt wirklich ist. An so was erinnert man sich immer wieder. Das Gefühle der Freude.
Aber es gibt auch solche Momente.. die das genaue Gegenteil sind. Voll Trauer, Einsamkeit und Tränen. Man wünscht sich, das jene Momente nie mehr passieren. Das man sie vergisst. Aber in Wirklichkeit, gehören sie zu der anderen Seite der Medaille. Auch sie zeichnen uns.
Wir vergessen nie, wir lernen und finden uns damit ab.

Ich hatte mal solche Momente, mal die anderen. Sie waren im Einklang miteinander. Keiner überwog den anderen. Es stimmte mich immer zufrieden.
Aber in dieser Welt passiert es wohl früher oder später, das etwas passiert, was diesen Einklang durcheinander brachte. Wo eine Seite der Medaille einen stärker prägte, als die andere. Ich bin ehrlich, damit, habe ich nicht gerechnet.
Aber es kam der Tag.

Der Kampf mit den Bestien war vorbei. Die Worgen waren zum Großteil getötet worden. Aber für welchen Preis haben wir gewonnen ? Die.. gebissenen waren zahlreich, viele verschwanden. Ob sie nun einfach flüchteten oder sich umbrachten, weis keiner. Die Zahl der Opfer war groß. Doch wir sind Gilneer. Standhaft und Tapfer. Wir kämpfen und lernten nie aufzugeben, egal was uns passiert. Wir hielten zusammen, unterstützend gegenseitig. So auch nun danach.
Wir kämpfen danach teils noch mit den Worgen, vereinzelt, jene die sich der Wildheit hingaben und sich somit.. vergaßen. Die verfluchten sperrte man ein. So auch mich. Einige schafften es die Kontrolle über sich zu halten. Aber die Form verschwand nicht bei jedem.
Viele waren verzweifelt. So auch meine Eltern. Ihre einzigen Kinder waren eingesperrt und die Hoffnung war gering das man eine Lösung fand. Die Zeit war gegen uns. Gegen Gilneas. Gegen den Fluch. Sie wurde immer weniger.. und jene die sich erst unter Kontrolle hatten, verfielen der Macht. Man tötete Sie. Einige bettelten sogar um den Tot, da sie niemanden verletzten wollten.
Es war eine schwere Zeit. Eine, die uns vieles abverlangte. Die besten Forscher Gilneas fanden nur ein Mittel, das wir uns besser kontrollieren konnten. Aber keine Hoffnung auf Menschlichkeit.. Obwohl, wir es doch tief in uns waren. Die ganze Zeit über.
Es vergingen Wochen, als plötzlich ein Erdbeben Gilneas und das umliegende Land erschütterte. So was ist zum ersten mal passiert, wir dachten uns nichts dabei.. Wir kannten so was nicht. Wie so vieles..
Kurz darauf brach ein teil der Küste ein und wurde von einer Flutwelle überschwemmt. Das Anwesen meiner Eltern wurde von den Fluten weggerissen, aber ihnen selber passierte zum Glück nichts. Sie waren im Dorf wie wir gefangen gehalten wurden.
Veralis war durchgehend am Weinen. Sie wurde gebissen als man zurück nach Hause wollte, nachdem sie Tage im Keller waren. Vater tauchte auf und tötete die Bestie. Aber da war es schon zu spät.
Das Mittel beruhigte die Verfluchten. Vater war die ganze Zeit bei Veralis. Nachts und Tags, Mutter auch, aber sie war auch hin und wieder bei mir. Es tat weh… aber ich fand mich damit ab.
Wir lebten die Tage dahin, wartend.. hoffend… Und weinend. Dann erschütterte wieder ein Erdbeben das Land. Doch dieser.. war kräftiger. Einige Häuser stürzten ein.
Doch das Schlimmste war, das die Mauer zum Teil einbrach.. Sie bekam Risse und große Teile fielen heraus. Und auch das große Tor.. brach auf einer Seite aus der Befestigung. Sie stand offen. Nach all den Jahren. Vielleicht war das ein Zeichen. Vielleicht aber auch eine Warnung. Einige nutzen die Gelegenheit und flüchteten aus Gilneas. Sie dürften es nicht weit geschafft haben.
Denn wenige Tage danach… kamen die Boten des Todes. Sie kamen durch das offene Tor. Und auch mit Schiffen vom Meer aus. Da das Meer gestiegen ist, war es ein einfaches über die Steinschluchten im Meer zu kommen.
Wir waren umzingelt. Aber noch hielten wir stand. Man lies die Gefangenen frei. Sie sollten mit uns kämpfen. Was blieb uns anderes übrig ? Vom Meer schoss man mit Kanonen auf uns. Durch das aufgebrochene Tor kamen immer mehr Horden Untoter und weiter grässliche vernichtungsmaschinen.
Doch auch wir sollten nicht alleine kämpfen. Mit dem Nebel kamen andere Schiffe, fremde. Elegantere. Sie nannten sich Nachtelfen und würden uns im Kampf gegen die Untoten und gegen den Fluch helfen. Neue Hoffnung keimte in uns auf.
Aber wir verloren unsere Hauptstadt. Gegen den grünen Nebel kamen wir nicht an. In der Zwischenzeit schafften die Elfen es uns von der Worgenform zu befreien, mit einem alten Artefakt. Aber sie warnten uns. Sollten wir uns der Wut und der Leidenschaft des Blutes hingeben, verwandeln wir uns wieder zurück.
Meine Eltern waren so glücklich. Sie umarmten weinend Veralis.. und ich stand nebendran. Nur Mutter drückte mich danach an sich. Wieder dieser schmerz..
Außerhalb von Gilneas sammelten wir uns zu einem letzten Schlag gegen die Untoten in der Hauptstadt. Liam, der Sohn des Königs führte uns an. Seine Rede war ermutigend. Und Gilnarisch ! Wir werden nie aufgeben. Wir werden kämpfen bis zum letzten.
Veralis und meine Mutter waren bei den anderen, die nicht mitkämpfen. Ich zog mit den überlebenden der Wachen, meiner Einheit, und mit meinem Vater in den Kampf. Zum letzten aufbäumen.
Und wir gewannen. Die Untoten zogen sich zurück. Das war unser erster Sieg seit langem ! Doch auch jener, hatte einen hohen Preis. Liam wurde tödlich verletzte und starb. Er starb für Gilneas. Für seine Leute.. für jeden einzelnen und für die Opfer.
Unsere letzte Aufgabe bestand darin ihn bei unseren Ahnen zu beerdigen.
Par Tage waren wir Standhaft gegenüber den Untoten. Aber das Schicksal hatte was anderes vor.
Vielleicht war eine Verzweiflungstat, oder sie waren wütend. Wer weis. Doch was die Untoten nun einsetzten.. raubte uns jegliche Hoffnung.
Die Seuche.
Selbst das Land versuchte sich gegen diese Unmacht zur wehr zu setzen und es fing an zu Regnen. Stundenlang, Tagelang. Aber es brachte nichts. Das einzige was es brachte war, das sich der Regen mit den Tränen auf den vielen Gesichtern vermischte und man sie nicht erkannt. Wir hatten verloren.. obwohl wir doch gesiegt haben.
Die Nachtelfen stellten uns Schiffe zur Verfügung.. die uns weg brachten. In Ihr Land..
Der Tag neigte sich dem Ende, und zwischen den Regenwolken tauchte ab und zu die Sonne auf und schickte letzte Hoffnungsstrahlen auf das Land und uns herab.
Doch ich und meine Familie, wir waren noch weit weit weg von den Schiffen.

_________________
Träume nicht Dein Leben.
Lebe Deinen Traum!


Zuletzt geändert von Syra am 1. Mär 2013, 14:02, insgesamt 1-mal geändert.

Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
BeitragVerfasst: 24. Jan 2013, 11:01 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 01.2011
Beiträge: 372
Wohnort: Barbarossapfalz
Geschlecht: weiblich
www.youtube.com Video From : www.youtube.com


Das Land weinte. Gilneas wimmerte vor Schmerz und Qual. Weite teile waren umkämpft, aber noch mehr waren schon in Besitz der Verlassenen. Grüner Nebel schlich um die Bäume herum, vergiftete Fauna und Flora. Wie eine Mauer durchzog die Pest über das Land und verhinderte jedes durchkommen. Doch noch gab es Hoffnung. Hoffnung zu überleben.. um eines Tages zurück zu kommen und Gilneas zu erlösen.. zu befreien. Den endgültigen Frieden zu erreichen.
Kielwasser, ein Dorf mit dem einzigen noch sicheren Hafen versprach die letzte Rettung durch die Elfen. Zwei Schiffe waren noch dort, für die Flüchtlingem während die Nachtelfen gegen die Untoten auf der Mark kämpfen und in der näheren Umgebung. Doch das Elend war auch im Dorf groß. Einzelne Karren mit gefallenen Soldaten standen abseits. An wenigen Stellen erkannte man noch kleine Aschehaufen. Dort, wo man vor dem ewigen Weinen, wir nannten ab jenem Tag den Regen so, die Leichen verbtannte um den Untoten.. keine weiteren Soldaten aus den eigenen Reihen zu überlassen. Es war schon schwer genug gegen was Untotes zu kämpfen, aber wenn es einst eigene Kameraden gewesen wären, wär Gilneas schon eher gefallen. Aber der Wille ist stark.
Vereinzelt tauchten flüchtende Bewohner auf und rannten über den mit Pfützen übersääten Kopftsteinpflaster zu den Schiffen. Es waren meist Frauen und Kinder, standen die Männer alle auf dem Schlachtfeld, um Heim und Familie zu beschützen, oder waren schon bei den Ahnen.
Ein Elf, groß und schlank, in einer einfachen aber doch robusten dunklen Lederrüstung blickte sich um. Das nasse dunkel blaue Haare hang in Strähnen herab. Er sah das Elend der Flüchtlinge, aber auch die Hoffnung und, was viel wichtiger ist, Mut und Zuverzicht. Eine Standhaftigkeit wie sie schon lange den Gilneer zugesprochen wird. Und die Ausdauer nicht aufzugeben. Aber der Elf wusste, das hier das Ende der Schlacht der Verlassenen ist, aber der Anfang des Krieges der Gilneer. Doch die Zeit eilte...
Er atmete tief durch und blickte empor zu den Wolken... Regentropfen prasselten auf sein Gesicht und dann sah Er es.. einzelne Lichtstrahlen, die sich durch die dunklen Wolken mogelten und auf Kielwasser fiehlen. Schmunzelnd blickte Er zum Meer... in der Ferne erkannte man noch jene 3 Schiffe die vor wenigen Minuten hier im Hafen mit hunderten von Flüchtlingen abgelegt sind. Und denen die Sonne den Rücken stärke, ihnen den Weg in ein neues Zuhause zeigte.


Sturmsiel war das nächst größere Dorf in der Nähe der Ländereien am Meer. Es war schon längst verlassen. Nur noch einzelne Milizionäre hielten stand. Auf dem Meer erkannte man die Schiffe der Verlassenen. Und dann ging ein Ruck durch den Boden, als die Kanonenkugeln gegen den Fels der Klippen knallten und Gesteinsbrocken sich lösten. Flüchtlinge schrien verängstigt auf. Aber es brach keine Panik aus.
"Wir müssen hier weg !! Ihr da ! Kommt mit uns !" schrie ein Mann zu den Soldaten.
"Nein ! Wir bleiben und verjagen diese faulenden Maden !"
"Seit kein Närre ! Sie sind und zahlenmäßig überlegen ! Beschützt lieber die Flüchtlinge nach Kielwasser. Dort ist Rettung !"
Der Mann half einer älteren Frau auf einen Kaaren, vor dem zwei Pferde gebunden waren. Sie schnaubten nervös und unruhig.
"Wir laufen nicht weg ! Wir geben unser Zuhause nicht auf ! Wir kämpfen !"
Die Worte des Soldaten waren ernst und mutig gesprochen. Der Mann wusste dies und nickte dem Soldaten zu.
"Für Gilneas." nuschelte Er leise, worauf der Soldat nur nickt und mit seinen 5 Kameraden die Straße entlang schritten.
"Sind alle bereit !? Los los los ! Wir haben keine Zeit !" sprache der Mann etwas lauter und blickte sich sogleich um.
Zwei Karren mit je 8 Flüchtlingen und 3 die vorne hocken. Er konnte nicht mehr warten... also sprang er auf eine Sitzbank einer der Karren und nahm die Zügel in die Hand.
"LOS!" schrie Er und lies die Zügel peitschen, worauf die zwei Pferde kurz sich aufbäumten und dann loss hetzen, die Straße entlang Richtung Kielwasser..
Kurz blickte Er in den Himmel und blinzelte wegen den Regentropfen. Und dann sah er es. Die Sonnenstrahlen.. und musste lächeln.


Sie erinnert sich noch genau an den Platz vor der Kathedrale. An die einst glänzenden Pflastersteine. An die grünen Bäumen und Wiesen. An spielende und lachende Kinder. Doch nun.. herrschte auf dem Platz das Chaos und der Tod. Nun lies Blut und Wasser das Pflaster glänzen. Nun wimmerten verletzte Wachen... und das grün.. wurde braun. Es schmerze in der Brust, in der Seele und die Trauer machte der Wut platz. Doch Wut macht blind.. und das Chaos herrscht darüber.
"Suadya !! Hör auf zu träumen wir müssen weiter !" schrie plötzlich jemand Sie an.
"Jawohl ! Befehle !?" sie blickte zu dem Mann, der eine Platzwunde am Kopf hatte.
"Nimm Dian und Stef, geh die Straße runter und versuch herauszufinden wo diese Maden sind !"
"Verstanden ! DIAN !! STEF ! Mitkommen !" Suadya marschierte sogleich los.. Ihr folgte ein älterer Mann und ein etwas jüngerer. Viele waren sie nicht, hatten die Untoten die Einheit regelrecht in der Luft auseinander genommen. Auf dem Platz sprang Suadya über tote... Kameraden und Feinde.. plötzlich viel Stef der jüngere neben ihr zu Boden und hielt sich die Hand an den Hals, er fing an Blut zu spucken und da bemerkte Suadya den Pfeil in seinem Kehlkopf.
"Verdammt ! Dian !! Zurück... LOS !! Wir müssen hier weg !" sofort stopten beide und marschierten im Zick Zack zurück. Wieder ein gefallener Kamerad. Er starb zu Hause... in Gilneas und die Ahnen würden Ihn in die Hallen zu sich holen.
"Vladir ! VLADIR !! WIR MÜSSEN HIER WEG ! SOFORT !!" Suadya schrie aus vollem Halse. Sogleich drehte sich der Mann von eben um und riss die Augen auf. Er winkte den anderen zu und deutete in die Kathedrale.. Suadya stolperte und fiehl nach vorne. Dian rannte weiter, doch als er anstalten machte zu Ihr zurück zu gehn schrie Suadya Ihn nur barsch an.
"DENK NICHT MAL DRAN! LAUF !" er zögerte und nickte, rannte aber weiter zu den anderen in die Kathedrale.
Kurz blickte Sie sich um... und da waren sie. Die Verlassenen, faulende Maden..
"Scheiße !" nuschellte Sie und stand rasch auf um weiter zu rennen... Sie fixierte den Eingang der Kathedrale.. Vladir wie Er mit Dian da stand und Ihr was zu rief und heran winkte.. Suadya wusste das Sie es nicht schaffen würde.. Aber Sie rannte einfach weiter.. und plötzlich spührte Sie was warmes auf dem Gesicht.. also sie raufblickte blinzelte Sie gegen die Sonnestrahlen.. und dann prallte Sie auch schon gegen Dian, der Sie um die Ecke riss in den Eingang hinein. Alle drei stolperten weiter.
"Los los ! Das schaffen wir !" Vladir rannte vor und zog eine Bodenluke hoch, in dem Dian reinsprang und Suadya hinterher. Dunkelheit, als Vladir, nachdem er auch runter gesprungen war die Luke zu gemacht hat.
"Den Gang weiter !" sprach Er recht leise. Und da erkennte Suadya am Ende einen Lichtblitz... Sie rannten den Tunnel entlang, immer weiter. Keiner blickte zurück. Am Ende angekommen, kletterten alle drei eine Leiter rauf.
"Scheiße.. das war knapp..." keuchte Dian und musste lächeln... Er klopfte Suadya auf die Schulter.. Sie blickte sich aber erstmal um. Land.. Regen.. Tannen... Ein Hügel mit Grabsteinen. Die Ruhestätte.
"Kommt. Wir müssen weiter. Kielwasser ist nicht mehr weit." Vladir nickte den restlichen 10 Seelen zu.. von einst 30..



Der Elf marschierte zur Mitte von Kielwasser und blickte sich um. Er lauschte.. und drehte den Kopf Richtunk Mark. Dort kämpfen gerade seine Brüdern und Schwestern um die Sicherheit der Gilneer. Sie hatten uralte Wächter mitgenommen, aber sie sollten nur Zeit rausholen. Dann blickte Er woanders hin. Eine kleine Gruppe von Kindern sammelten sich um zwei Frauen.. Keines der Kinder weinte. Dann brach die Gruppe Richtung Schiffe auf. Er nickte zufrieden.
Kurz darauf tauchte eine Nachtelfin auf und gab dem Elfen einen Zettel. Er runzelte die Stirn und las was darauf stand. Sogleich spannten sich seine Muskeln an. Er zerknüllte den Zettel und warf ihn weg. Mit schnellen schritten eilte Er zu dem Hafenplatz. Auf Darnassisch verteilter Er Befehle an die restlichen Nachtelfen.
Dann sprach Er mit lauter Stimme zu den Flüchtlingen.
"Bitte begebt euch zu den Schiffen ! Wir haben... KEINE Zeit mehr !"
"WAS !? Aber da drausen sind noch weiter auf dem Weg hier her ! Wir.. Ihr dürft nicht ohne sie los ablegen !" Eine Frau redete hektisch und bittend auf den Elfen ein.
"Es tut mir Leid. Aber wir können die letzten beiden Schiffe nicht in Gefahr bringen mit den Flüchtlingen an Bord." Harte Worte... aber wahre.. und die Frau wusste das.. Er sah es in den Augen. Dann huschte Sie weg..

_________________
Träume nicht Dein Leben.
Lebe Deinen Traum!


Zuletzt geändert von Syra am 1. Mär 2013, 23:03, insgesamt 9-mal geändert.

Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
BeitragVerfasst: 24. Jan 2013, 11:26 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 01.2011
Beiträge: 372
Wohnort: Barbarossapfalz
Geschlecht: weiblich
Tagebuch von Suadya

Vor Monaaten habe ich mir Zweihandschwert und eine passende Rüstung anfertigen
lassen von einem sehr guten Schmied in Eisenschmiede.
Er kannte den Dämmersturm und wollte dadurch nicht so viel Gold haben
für die Herstellung. Trozdem war es noch verdammt teuer und fast mein ganzes
ersparrtes ging weg.
Aber es soll sich ja lohnen. Die Rüstung passt sich sogar der Worgenform an
wenn ich ein par Schnallen und Riemen hier und da lockere.
Auch wenn ich mich wohl nie mehr verwandeln werde. Isr so ein Gefühl das nicht
mehr passieren wird.. ich brauch das einfach nicht.
Reicht schon wen ich als Mensch in manchen Sachen schon besser bin.. Was
mich manchmal nervt.. Ich will nicht alles hören..
Naja zurück zu dem Zwergen und meiner Rüstung.
Ich glaube die Rüstung bestand aus Thorium und Eternium.. sicher bin ich mir
aber nicht. Kann auch was anderes sein. Sie ist aufjedenfall schwer genugg das
man mich mal nicht eben umwerfen kann.. oder ich kein Schwung bekomme beim
Führen meiner Zweihandwaffe.
Die besteht im übrigen aus Adamantit und... noch was anderes.. glaube ich.
Oh man.. ich seh schon.. ich habe keine Ahnung.. Aber das beste kommt ja
nun.
In dem Zweihandschwert ist zwischen Griff und Schwertblatt ein gelder Kristall
eingearbeitet. Sieht echt toll aus !! Passt zu der restlichen dunkel Rot-Braunen Farbe.
Trozdem.. mir ist erst letzen aufgefallen das in dem Stein noch was anderes ist..
Es sieht aus wie ein Zeichen.. da ist dunkler ist.. Frag mich warum ich es
vorher nicht gesehn habe.. Ah ja genau.. und von disem Stein geht.. verschnörkelte
Linien ab über das Schwertblatt..
Und genau solche Linien habe ich auch letzten erst auf meiner Rüstung entdeckt. Also
bin ich wieder zu dem Zwergen hin.. um nach zu fragen was das soll soll..
Ist zwar nicht schlimm.. aber irgendwas wird der sich bei gedacht haben..
So.. Ich dahin.. und was war ? Der Zwergenschmied war weg ! WEG !!
Die Wohung war leer.. einfach alles weg.. Und angeblich hat da NIE
ein Zwerg, und schon garkein Schmied gelebt.
Ich versteh das echt nicht.. ich meine, er muss ja da gewesen sein..
Sonst hätte ich nun meine Rüstung nicht..
Oder..

_________________
Träume nicht Dein Leben.
Lebe Deinen Traum!


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
BeitragVerfasst: 5. Apr 2013, 00:35 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 01.2011
Beiträge: 372
Wohnort: Barbarossapfalz
Geschlecht: weiblich
//

_________________
Träume nicht Dein Leben.
Lebe Deinen Traum!


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 19 Beiträge ] Gehe zu Seite  Vorherige  1, 2

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron
© phpBB® Forum Software | phpBB3 Forum von phpBB8.de
» Kontakt & Rechtliches Support / Hilfe Forum Gooof Webdesign Kostenloses Forum Dein Forumo Forum web tracker