Söldnerbund Dämmersturm

RP-Gilde - Die Aldor
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 Betreff des Beitrags: Vergessen
BeitragVerfasst: 28. Okt 2010, 13:41 
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Manchmal gibt es Tage im Leben eines Wesens, an denen jenes dem unerklärlichen Bauchgefühl nachkommen und einfach im Bett bleiben sollte.
Tage, an denen einfach alles in schiefe Bahnen verläuft, was auch nur im Ansatz die Ambitionen dazu besitzen könnte.
Tage, die so beschissen enden, dass man sich einfach still und heimlich in Ecke verkriechen will und einfach ausharrt, bis der Mist vorbei ist.
So in etwa könnte man die Ansicht der Kaldorei beschreiben, die sich wutschnaubend ihren Weg durch die nächtlichen Gassen Sturmwind’s bahnt.
Der volle Mond beschien sanft ein hasserfülltes, vernarbtes Gesicht, leuchtete ihr den Weg der Sie Richtung Hafen führt.
~Was bildet sich dieser Schaumschläger von Möchtegerndruide eigentlich ein?!~ schoss es ihr voller Zorn durch den Kopf.
Im Grunde eine Frage, die doch so leicht zu beantworten war.
Seit Erien denken konnte, hat Sie die Probleme angezogen wie das Licht die Motten, hatte die unschätzbare Fähigkeit, sich von einer Misere in die andere zu begeben.
So auch damals, als Sie Amroth kennen lernte, ihn als ihren Schüler akzeptierte und ihn die Grundsätze des Druidentums gelehrt hat.
Die Tatsache, das ihr Tero’shan gute neuntausendsiebenhundert Jahre älter war als Sie, schockierte Erien zwar- hielt Sie zu jener Zeit aber nicht wirklich von ihrem Vorhaben ab.
Eher im Gegenteil.
Die Kaldorei wusste genau, dass die ältere Generation der Nachtelfen versessen auf Tradition war, jüngere Völker als dumm und unwissend abtat, niemals länger in einer Stadt wie Sturmwind blieb und schon gar nicht mit Menschen zusammen arbeiten würde.
Ganz im Gegensatz zu Erien.
Wenn ihr etwas fehlte, mal abgesehen von einem festen Wohnsitz und einem geregelten Leben, war es die Bindung zu ihrem eigenen Volke.
Auf unerklärliche Art und Weise, schaffte Sie es immer und immer wieder, es sich mit jedem, verdammten Elfen zu verscherzen.
Das Erien damals dem Glauben unterlag, bei Amroth würde es anders enden- war ihr eigener fataler Fehler, dessen Konsequenz Sie nun ausbaden musste.

Kurz von ihren Gedanken abschweifend, blieb Sie stehen, besah sich die Wässer des Kanals, die im Sternenlicht vor sich her funkelten.
Leise und tief ausatmend, wich für einen kurzen Augenblick sämtliche Anspannung aus ihrem Körper und Erien ließ alles nochmals vor ihrem geistigen Auge ablaufen.
Sie, die Failon verarztete.
Amroth, dessen Wege die beiden kreuzten.
Ein kurzer Blick auf Erien’s Körper, welcher von Verbänden geziert wurde- allesamt noch von der Jagd auf Thuel stammend.
Und dann?
Dann lief alles aus dem Ruder.
Nachdem Failon sich zurückgezogen hatte, um Ruhe und Erholung zu finden, entbrannte ein heftiger Streit zwischen Shan’do und Tero’Shan.
Sätze wechselten den Besitzer, Drohungen, Flüche und ein „Lebe wohl.“

Erien konnte nicht anders.
Ein leises Seufzen entfleuchte ihr, traurigen Blickes ging Sie wieder ihrer Wege, begleitet von dem Zirpen der Grillen, dem Gestank des Kanals und den üblichen Geräuschen, welche erst mit Anbruch der Dunkelheit zustande kamen.
Dass das alles so enden musste, hatte Sie nicht gewollt. Aber solle Sie ihre Einstellung, ihren Glauben aufgeben- nur um ihrem Volk wieder ein Stückchen näher zu sein?
Ihr Blick glitt über den ruhigen Hafen, den die Nachtelfe mittlerweile erreicht hatte. Am Fuße der Treppe stehend, besah Sie sich die Schiffe, die Dockarbeiter und einige zwielichtige Gestalten.

Der pelzige Klang von schweren Säblerpfoten, ließ Erien aufhorchen.
Doch zum Reagieren- blieb ihr keine Zeit.
Noch bevor Sie sich gänzlich umdrehen konnte, versagte ihr Bewusstsein.
Wie ihr scheinbar lebloser Körper die Treppe herunterfiel und mit dem Kopf vorran auf den Steinen aufschlug- bekam Sie unlängst nicht mehr mit.


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 Betreff des Beitrags: Re: Vergessen
BeitragVerfasst: 30. Okt 2010, 13:24 
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Kopfschmerzen.
Mit einem schwachen Blinzeln öffneten sich ihre Augen, das Licht löste in ihrem Schädel förmlich explosionsartige Schmerzen aus, allerlei an Farben schienen einen wahren Freudentanz zu vollführen.
Leise stöhnend fasste Sie sich an die Stirn, bemerkte milde verdutzt einen dicken, sorgsam angelegten Verband.
Im Rücken spürte Sie irgendwas weiches und warmes, vermutlich eine Decke.
Langsam setzte Erien sich auf, ließ den Blick schweifen und als ein sanfter Wind durch ihre Haare fuhr, hob Sie jenen letztlich in den Himmel, betrachtete diesen kurz.
Wo zum Henker war Sie?
Mit steifen Gliedern, erhob die Nachtelfe sich schwerfällig von ihrem Lager, tappste taumelnd zum Rande des – Raumes?
Langsam, prüfend und verwirrt zugleich, schweifte ihr Augenmerk über die nähere Umgebung.

Die Kaldorei befand sich auf einem Baum, oder vielmehr dessen Stumpf.
Oder war es gar kein Baum? Wenn doch, dann war das Biest verdammt riesig und vor allem verworren.
Von ihrem Standpunkt ausgehend, schienen mehrere Wege sich wie Wendeltreppen um jenes Ungetüm zu ranken, alle führten scheinbar in noch höhere Gefielde.
Vom Rande konnte man scheinbar eine Stadt erkennen.
Große Flüsse, die Gebäude waren allesamt mit Pflanzen bewuchert…aus der Ferne das Rauschen eines Wasserfalles.
Der Wind rauschte sachte durch die Blätter der unzähligen Bäume und dessen Klang schien ein ständiger Begleiter der Bewohner zu sein.

Kurz stellte Erien sich auf die Zehnspitzen, versuchte einige Blicke mehr zu erhaschen.
Sie sah gerade noch so, wie ein ziemlich groß gewachsenes Wesen über eine steinerne Brücke spazierte.
Wesen mit…langen Ohren? Dunkler, fast violetter Haut und langem grünen Haar?
Irritiert hoben sich ihre Brauen und die Nachtelfe wankte zurück zu ihrem Bett- oder vielmehr den Decken, denn vielmehr war es nicht, wie ihr in jenem Augenblick auffiel.
Vorsichtig, zögernd sah Sie sich immer und immer wieder um, bis die Kaldorei sich erneut aufmachte.
Es nutzte alles nichts- irgendwie musste Sie einfach heraus finden, wo Sie war, wer diese Wesen waren und vor allem- was Sie hier zu suchen hatte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Vergessen
BeitragVerfasst: 2. Nov 2010, 08:03 
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Hätte irgendeiner von der Enklavenbrücke aus, zufällig in eben jene Richtung gesehen, wäre ihm vielleicht nichts sonderlich besonderes aufgefallen.
Es schien ein Tag wie jeder andere auch zu sein.
Im einzigen Ort von Teldrassil, wo die Sonne sich ungehindert ihren Weg durch das Laubwerk bahnen konnte, gluckerte das Wasser aus den Seen, die Frösche quakten lautstark ihre Lieder- nur um von singenden Vögeln übertrumpft zu werden.
Lachende Elfen bahnten sich ihren Weg an den Schildwachen vorbei, die Priesterinnen im Tempel sahen dem mit schmunzelndem Wohlwollen zu.

Würde derjenige sein Augenmerk dann länger auf der Zirkelenklave ruhen lassen, vielleicht um ein Anblick auf einen der Druiden zu erhaschen- würde etwas ungewöhnliches seine Aufmerksamkeit erregen, etwas- was definitiv nicht in die Stadt und in das alltägliche Leben passte.
Er würde sehen, wie eine ziemlich klein geratene Kaldorei sich taumelnd ihren Weg an das nah gelegene Ufer bahnen würde, eine Hand an ihren Kopf gepresst und zu allem Überdruss noch recht seltsam gekleidet.
Er würde sehen, wie jene Elfe in die Knie sackte und sich zusätzlich mit den Händen auf dem weichen Waldboden abstützte, nur um sich im nächsten Augenblick an ihr Haupt zu fassen und ruckartig etwas fortzureißen, was den Anschein nach einem Verband machte.

Ja…vielleicht würde er sich auch aus seinem Schneidersitz heraus erheben und sich sowohl neugierig, als auch vorsichtig der Fremden nähern, die sich mit entsetzten Gesichtsausdruck in der Wasseroberfläche ansah- Sie vielleicht genauer betrachten.
Blut würde ihm auffallen- Blut, welches sich, ausgehend von einer recht großen Platzwunde an der Stirn, seinen Weg durch ihr Gesicht bahnte, manches auch schon unlängst getrocknet.
Alte Verbände- die ihren Körper scheinbar nur an den Schultern zierten, aber von manchen Ausbeulungen an der seltsamen Kleidung heraus schließend, sich noch an Bauch und Oberschenkel befanden.
Zu guter Letzt- würde er besorgt und erstaunt die Brauen heben, wenn jene Elfe ihn bemerken und ansehen würde, das Gesicht bleich, die Hände zittrig.
Wenn Sie mit brüchiger und heiserer Stimme fragen würde:
„Wer bin ich?“


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