Söldnerbund Dämmersturm

RP-Gilde - Die Aldor
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 Betreff des Beitrags: Wir sind Luftlandetruppen
BeitragVerfasst: 2. Mär 2015, 05:25 
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===Wir sind Luftlandetruppen===
oder
=Was aufsteigt muss auch wieder runter kommen=

Position: Südöstliche Küste Pandarias
Zeit: Früher Nachmittag
Operation: Weißer Bauer
Auftrag: Die Hölle entfesseln.

Ohne jeder Vorwarnung durchbrach die Alarmsirene die relative ruhe der alltäglichen Betriebsamkeit an Bord des Luftschiffs und riss alle aus der Monotonie ihrer Tätigkeiten.
Sofort schallten die Befehle der Offiziere durch den Schiffsbauch, die sofort von den jeweiligen Adjutanten aufgenommen wurden um von diesen wieder an die Unteroffiziere weiterzugeben.

„ALARM! ALLE MANN AUF POSTEN! GESCHÜTZE BEMANNEN! BEREITSCHAFT AUF DECK! WAFFEN AUSGEBEN! ARZT UND SANITÄTER BEREIT HALTEN! PILOTEN AUF DECK! BEREITSCHAFTSROTTE SIGMA ALARMSTART! LOS LOS LOS!“

Feldwebel Jenit Sulla, stieß ihren Stuhl kraftvoll zurück als sie aufsprang. Das Putzflies schwungvoll zu dem übrigen Reinigungszeug auf die Back geworfen und der kurze frisch geölte Karabiner glitt zurück in den Holster an welcher an einem Schultertrageriemen befestigt war.
Mit großen Schritten eilte sie über das Zwischendeck in Richtung der Haupttreppe noch während sie die Koppel um ihre Hüften Schloss um die Waffen vorschriftsmäßig anzulegen.
Das Gefühl des Pallaschs an der Hüfte und des Karabiners auf dem rücken hatten etwasberuhigendes.
Das gesamte Schiff war in Bewegung. Überall hetzten Besatzungsmitglieder der Himmelsfeuer umher oder riefen sich gegenseitig Anweisungen zu.
An den Treppen Standen die Bootsmannsgehilfen und warfen den vorbei hetzenden Mannschaftsmitgliedern Waffen und Ausrüstung zu.

Sulla nahm stets 2 stufen auf einmal und brach in vollem lauf auf das Deck hinaus.
„Bereitschaftsrotte Sigma Alarmstart! Bringt die Vögel in die Luft!“
Brüllte einer der Flugkommandeure von einem der Seitendecks aufs Flugdeck hinunter.
Sie rannte die Reihen der Starrflügel-Gyroflugzeuge entlang zum vorderen Teil des Flugdecks wo die Gyrokopter standen und hielt auf die ihr zugewiesene Maschine zu.
Eigentlich gehörte sie den Luftlandetruppen an, doch waren sie so übereilt von Sturmwind aufgebrochen, sodass es zu wenige erfahrene Piloten gab um die neu angeschafften Flugmaschinen zu bemannen. Somit waren einige der Soldaten verpflichtet worden die Bedienung der Gyrokopter während der Reise zu erlernen und die Flieger zu unterstützen. So auch die Gruppe in welcher Sulla als Kommandant Stellvertreter diente.
Sie erreichte ihr Fluggerät, welches gerade von zwei gnomischen Technikern startbereit gemacht wurde, klemmte die Koppel mitsamt Waffen in die Dafür vorgesehene Halterung hinter dem Pilotensitz und warf sich in ihren Platz hinter den Armaturen.
Ihr Herz schlug. Es war ihr erster Kampfeinsatz in einer Flugmaschine. Sie fühlte sich sofort an ihren ersten Kampfabsprung erinnert, als ihre Beine den Dienst verweigert hatten und ihr Kommandant sie vom Rumpf des Luftschiffs hatte stoßen müssen.
Gegenüber sah sie Red, Ihren Gruppenkommandanten in seine Maschine einsteigen, souverän wie immer, und die Ledermütze mit dem integrierten Übertragungsgerät aufsetzen.
Sofort griff sie nach ihrer eigenen Pilotenhaube und brachte die Ohrhörer in Position bevor sie den Transmitter einschaltete. Augenblicklich begann das gerät blau zu flackern und die vertrauten Störgeräusche drangen an ihr Ohr und sie begann zu sprechen während sie begann die Startsequenzen einzuleiten.
„Sigma Kommandant. Hier ist Sigma Zwei. Wisst ihr mit wem wir's zu tun haben?“
Sofort kam Reds Besonnene Antwort knackend aus den Hörmuscheln.
„Gut bewaffnete Horde Einheiten. Vermutlich eine Ork Flottille.“
„Sie wollen hier vermutlich einen Brückenkopf in der neuen Welt errichten.“
Gab sie zurück.
„Es musste so kommen. Zeit, dass wir sie zurück ins Meer werfen.“
Erwiderte er bekräftigend.
Einer der Gnom Techniker klopfte ihr mit der flachen Hand auf die Lederkappe und sprang dann von der Maschine. Das Zeichen zum Start.
Reds Maschine erhob sich bereits und drehte sich langsam in Richtung ihres Ziels.
Auch Sulla zog den Höhenregler zu sich heran und spürte bereits das Kribbeln im Bauch als sich ihre Maschine vom Flugdeck löste.
Auch die Anderen Mitglieder der Rotte und aller anderen an der ersten Welle beteiligten stiegen nun auf und gliederten sich hinter dem Anfliegenden Kommandanten ein.
„Sigma Rotte, Formiert euch hinter mir!“
Kam der Befehl aus dem Transmitter.

Die Maschinen Schwenkten ein und flogen über das Flugdeck hinweg aufs offene Meer hinaus.
Unten waren nun klar die Schiffe der Horde erkennbar. Mit roten Segeln lagen sie vor der Küste wo offensichtlich bereits zahlreiche Konstruktionen und Befestigungen Fertiggestellt waren und eine ganze Armee bereit stand um weiter ins Landesinnere vorzurücken.
Die Schiffe hatten bereits das Feuer auf die Himmelsfeuer eröffnet welche nun begann das Feuer zu erwidern.
Feuer spuckend, bellten die brandneuen 18 Zoll Glatt-lauf Kanonen Batterien ihre Antwort. Doch war das Trägerschiff aufgrund des massiven Feindbeschusses gezwungen außerhalb einer effektiveren Reichweite zu bleiben.
„Kontrolle. Sigma Rotten Kommandant. Rücken aus.“
Wurde der Kontakt zurück zum Trägerschiff hergestellt. Augenblicklich folgte die effiziente Antwort der Flugkontrolle.
„Wir haben hier einen Flottenverband der Horde. Die haben sich hier Häuslich eingerichtet. Befehl von Himmelsadmiral Rogers: 'Verhindern, dass die Horde vor uns Fuß in dem Neuen Land Fassen Kann.' Fliegt ihre Bauwerke an und jagt alles was ihr finden könnt zum Nether bis ihr von Rotte Omega und Delta abgelöst werdet. Kehrt dann zum Träger zurück und Beginnt mit den übrigen Truppen mit der Luftlandung. Rotte Zeta gibt euch Luftunterstützung. Viel Glück Rotte Sigma und lasst die Hölle los.“

Sie beschleunigten ihre Gyrokopter in Richtung der Schützentürme welchen die Horde direkt hier der Küstenlinie errichtet hatten und wohl die Größte Bedrohung für die Wendigen Lufteinheiten darstellten.
Knackend schaltete sich wieder der Transmitter ein und neue Stimmen waren aufgeregt zu hören.
„Was zur Hölle ist das?!“
„Admiralin! Wir haben Anzeichen Einheimischer entdeckt. Kunstvolle Gebäude!“
Drangen die Stimmen der Si7 Agenten, welche die Reise mit ihnen angetreten hatten an Sullas Ohr.
Sofort worden sie von der Herrischen Stimme von Himmelsadmiral Rogers unterbunden.
„Genug geredet. Augen Aufs Ziel.“
Red schaltete sich nun wieder ein und sendete nun auf einem breiten Kanal um Alle Lufteinheiten zu erreichen.
„Ihr habt die Admiralin gehört. Konzentriert das Feuer auf die Horde Basis. Beginnt mit dem Angriff.
Das klirren von Projektilen an dem Metall ihrer Maschine zwang Sulla abzuschwenken und tiefer zu gehen.
„Schützen! Passt auf Formation verlassen.“
Die anderen Piloten folgten ihrem Beispiel und drehten ebenfalls seitlich ab, während sie versuchten ein vernünftiges Ziel zu bekommen.
„In Angriffsreichweite gehen und Ziel suchen.“
Bellte Reds stimme nun sichtlich weniger gelassen, während Sulla bereits an den Waffenkontrollen riss und die Automatische Kanone sowie die Raketenlafetten auf den Feind ausrichteten.
Die Bordgeschütze verfügten über enorme Feuerkraft, was jedoch auf kosten von Reichweite und Präzision ging. Sie driftete seitlich an dem Turm vorbei und konnte nun die Orkschützen gut sehen die dicht gedrängt auf den Gefechts Plattformen standen und Wuchtige großkalibrige Waffen auf die Flugmaschinen der Allianz ausrichteten. Weitere Schüsse krachten gegen den Gyrokopter und einige durchschlugen ihr Ziel auch.
Eilig öffnete sie wieder einen Kanal.
„Ich hab ein Ziel.“
„SCHALT SIE AUS!“
Kam Reds Befehl gebellt.
Sie zog den Abzug durch. Die Automatische Kanone Bellte los.
Holz, Stahl, Fleisch und Knochen wurden förmlich auseinandergerissen als das Geschütz wütend durch das Hordengebäude Biss und alles pulverisierte was sie traf.
Auch die Anderen Flieger hatten nun das Feuer eröffnet und die Orks sahen sich einer Wand Aus Bleischrapnellen gegenüber. Einige warfen sich hin. Andere Sprangen von dem Turm hinunter ins Meer wo einige auf den Klippen zerschellten.
„Konzentriert euch auf Explosivstoffe!“
Sie richtete die Waffe auf einen Berg von Kisten und Fässern mit Roten Warnsymbolen darauf.
Ein Feuerstoß brach aus dem Gebäude hervor als die Nächste Salve den Sprengstoff traf und löste eine Kettenreaktion aus welche das gesamte Gebäude und jeden der noch nicht niedergemäht worden war in seine Einzelteile Zerlegte.
„Einschlag!“
„Netter Schuss Sig. Zwo.“
Kam Reds bestärkende Antwort.
Sie drehten Ab und hielten auf das nächste Gebäude zu. Zwei weitere Rotten waren neben ihnen in Position gegangen und funkten herüber.
„Obacht Feinde am Boden.“
Trupps von Orks und Goblins eilten durch die Befestigungsanlagen und leiteten Gegenmaßnamen ein.
Sulla richtete ihr Geschütz neu aus und mähte durch die Reihen der Hordenkrieger. Eine blutige Spur des Todes hinterlassend. Ein Weiterer Knopfdruck und eine Lafette entließ ihre Raketenladung in einen wagen voller Waffen. Die Goblins die ihn gerade entluden konnten sich nicht mehr rechtzeitig retten und wurden wie Stoffpuppen durch die Luft geschleudert.
Im Gegenzug nahmen jetzt jedoch auch der Feindbeschuss wieder zu. Ein Projektil Durchschlug direkt neben Sullas Kopf eine Metallplatte und riss einen Hydraulikschlauch durch. Augenblicklich begann die Maschine zu Ruckeln hielt jedoch die Höhe.
„Das Feindfeuer ist zu Stark.“
Funkte Red ihren Flügelmännern zu.
„Alles klar. Wir Ziehen das Feuer auf uns und ihr Kümmert euch um die Anlagen. Rotte Kappa! STURZFLUG!“
Man merkte sofort, dass Rotte Kappa aus erfahrenen Kampfpiloten bestand. In einem Waghalsigen Manöver vielen ihre Maschinen ab um sich erst knapp über dem Boden abzufangen und Synchron einen Bleisturm auf die Schützen am Boden los ließen.
Rotte Sigma schwenkte dagegen ab und umrundete den Neuen Turm.
„Raketen bereit machen.“
Befahl Red. Sulla suchte ein Ziel am Fuße des Schützenturmes. Weitere Schüsse schlugen in ihre Maschine ein.
„FEUER!“
Zischend ließen die Gyrokopter einen Raketenhagel los und drehten ab noch bevor der Turm in einem Sturm aus Feuer Splittern und Orks weggefegt wurden.
„Gut gemacht! Keine Gnade.“
Admiral Rogers legendärer Hass auf die Horde, Troff aus jedem Wort, dass aus dem Transmitter drang.
„Weiter zum nächsten...“
Reds Funkspruch wurde abrupt vom schrillen Prioritätssignal des Transmitters unterbrochen und schwieg sofort.
„Hier Flug Kontrolle. Die Linie der Schiffe ist zu Stark. Wir kommen nicht nah genug heran um Trägerunterstützung zu geben. Ihr müsst ihre Schiffe im Nahkampf versenken damit wir die Bodeninvasion einleiten Können.“
Kam der Funkspruch aus dem Kontrollraum.
Red übernahm wieder und änderte seinen Befehl.
„Okay. Auf mein Zeichen, alle ausschwärmen und Kurs auf die Flotte!“
Die Flugmaschinen Gingen in breite Angriffsformation und hielten aufs Meer zu als plötzlich vollkommen unerwartet die Maschine von Flügelmannes in einem Feuerball auseinander flog.
„Gabron hat's erwischt!“
Hektisch suchte sie den Boden nach dem Ursprung der Gegenmaßname. Da viel ihr Blick auf eine Reihe von Geschützbatterien. Mehrere Luftabwehrkanonen und Goblin Raketengeschütze wurden Auf sie ausgerichtet.
Ein weiteres Geschütz feuerte noch bevor Sulla eine Warnung aussprechen konnte.
Das Geschoss Riss die Seitenturbine eines Weiteren Gyrokopters ihrer Rotte auseinander und entzündete den Treibstofftank und lies die komplette Flugmaschine in Flammen aufgehen.
Einen Augenblick waren über den Transmitter noch die entsetzten Schreie von Sanara zu hören, einer Veteranin die bereits seit Jahren im Gefecht an Sullas Seite gestanden hatte, bevor ihre Maschine vollkommen aussetzte und abstürzte.
Doch es blieb keine Zeit um sich darum zu kümmern. Eine Raketenlafette wurde vom Boden abgefeuert und die Große rote Explosivgeschoss hielt direkt auf Sullas Rotte zu.
Sie brach auf der Stelle aus der Formation auf und schrie eine Warnung ins Mikrophon.
„Im Anflug!“
„Ausweichmanöver einleiten.“
Hallte Reds redundante Antwort in ihrem Ohr.
Sie versuchte seitlich abzudrehen, doch eine der Goblin Raketen schien ihre Bewegung mit zu verfolgen.
Hilflos brüllte sie ins Mikrofon.
„SIR! EXPLOSIVGESCHOSS IST AUFGESCHALTET! AUSWEICHMANÖVER WIRKUNGSLOS!“
„AUSSTEIGEN AUSSTEIGEN!“
Doch der Befehl kam bereits zu spät. Hitze hüllte sie ein als das Geschoss in den Hinteren Teil ihrer Maschine einschlug und Höhen und Seitenruder sowie eine der Seitenturbinen wegriss.
Ohne jeder Steuermöglichkeit geriet die Maschine ins Trudeln. Panisch schreiend Riss sie an den Kontrollen herum ohne auch nur irgend was ausrichten zu können, während sie immer schneller trudelnd auf den Boden zu stürzte.
Sie hörte gerade noch Reds resignierende Stimme aus dem Transmitter.
„Sigma Kommandant an alle. Sigma Rotte ist in schweres Feindfeuer Geraten. Sigma Zwo, Vier und acht sind abgeschossen. Können Angriff auf Flotte nicht durchführen. Rotte Epsilon muss übernehmen. Alle Sigma Rücksturz zum Träger. Seht zu dass ihr hier raus kommt. Ich halte sie auf solange ich kann.“
Dann schlug ihre Maschine auf dem Boden auf.

_________________
Mein Name ist Legion, denn wir sind viele.


Zuletzt geändert von Tanqol am 12. Aug 2016, 01:57, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wir sind Luftlandetruppen
BeitragVerfasst: 11. Mär 2015, 03:52 
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Position: Südküste des Jadewalds, nördlich von Garosh'ar
Zeit: Nachmittag
Operation: Weißer Bauer
Auftrag: Das Feld von hinten aufrollen

Mit einem schlag wich die Dunkelheit blitzenden Sternen und unerträglichen Kopfschmerzen.
Sulla setzte sich nach Luft schnappend auf.
Für einen Augenblick musste sie das Bewusstsein verloren haben.
Mit einer Hand griff sie Orientierungslos zur Seite und und wuchtete sich aus dem Sitz des bruch gelandeten Gyrokopters und stürzte neben den halb in die Erde eingegrabene Maschine auf den aufgebrochenen Boden und übergab sich.
Noch bevor sie sich den Mund abgewischt hatte Griff sie nach ihrer koppel hinter dem Pilotengriff und riss den Karabiner heraus.
Während sie versuchte die tanzenden Lichter vor ihren Augen weg zublinzeln suchte sie die Umgebung hektisch nach einer möglichen Bedrohung ab, doch so weit sie sehen konnte, was zugegebener maßen in ihrem zustand nicht besonders weit war, schienen keine grünen Horden auf sie einzustürmen. Sie holsterte die Schusswaffe wieder und legte die Koppel um. Mit beiden Händen tastete sie sich zum Cockpit zurück als ihr Feuchtigkeit in die Augen stieg. Wütend über ihre vermeintliche schwäche, strich sie sich mit der Hand über die Augen um die vermeintlichen Tränen wegzuwischen, nur um fest zu stellen, dass ihre Finger lediglich von Blut benetzt wurden welches ihr aus einer Platzwunde in die Augen floss.
Sie riss sich die Pilotenkappe vom Kopf und warf sie zu Boden. Die andere Hand tastete über die Armaturen der Flugmaschine. Mit suchenden Fingern tastete sie nach dem Transmitter. Sie fasste in etwas weiches Feuchtes. An der Stelle wo ihre Stirn anscheinend mit der Armatur Freundschaft geschlossen hatte war ein runder roter Blutfleck.
Ein Knackendes Geräusch hinter sich lies sie aufschrecken.
Sulla wirbelte herum, Pallasch und Karabiner im selben Augenblick in der Hand. Doch die schnelle Bewegung war zu viel für ihren angeschlagenen Zustand und sofort stieg die Übelkeit und Schwindelgefühl wieder in ihr hoch. Die Sehne einer Armbrust sirrte los, im selben Moment als sie das Gleichgewicht verlor und Stürzte. Der Bolzen schlug in den Pilotensitz ein, an eben der Stelle wo eben noch ihr Kopf war.
Mit wütendem Schnauben lies die Orkin ihre Armbrust fallen und griff nach der Streitaxt an ihrem Gürtel und stürzte auf die gestrauchelte Bruchpilotin zu.
Sulla hielt die Luft an wuchtete ihre Schusswaffe auf den Rechten Arm und versuchte krampfhaft zu zielen. Die Orkin hatte den Halben Weg die Hügelkuppe an deren Fuß Sulla abgestürzt war als Sulla ausatmete und den Abzug zog. Ihre Hand war zu unruhig und so hatte sie etwas zu hoch gezielt.
Anstatt ihr Herz zu treffen, riss es der Orkin den Unterkiefer weg. Sie verlor das Gleichgewicht und stürzte den restlichen Hang hinab wo sie laut gurgelnd und nach Luft ringend versuchte wieder auf die Beine zu kommen. Doch Sulla war schneller.
Als die Orkin sich gerade auf die Arme hochgestemmt hatte, katapultierte sich die Soldatin gegen ihre Kontrahentin und riss sie wieder zu Boden. Noch bevor diese nach ihr greifen konnte, setzte Sulla ihr die zweischneidige Säbelspitze auf die Brust und warf sich auf das Heft um die Gerade Klinge durch die Lederrüstung der Orkin in ihr Herz zu rammen.
Einen Augenblick verschnaufte sie über der Toten doch war ihr Klar, dass die Kriegerin vermutlich nicht alleine unterwegs war.
Gerade als sie sich aufgerafft hatte, wobei sie bemerkte, dass ihr Gleichgewichtssinn langsam zurückkehrte drangen Störgeräusche aus dem Cockpit des Gyrokopters.
Erst war es bloß abwechselndes Pfeifen und weißes Rauschen doch dann waren langsam dumpfe Anweisungen und hektische Bestätigungen zu hören welche darauf hindeuteten, dass die Luftschlacht noch in vollem Gange war.
Allmählich wurden die Funkmeldungen deutlicher. Vermutlich war das Funkrelai der Flugmaschine zerstört worden und nur noch der Portable Transmitter war Funktionstüchtig, was bedeuten Musste dass eine Weitere Relaistation sich nähern musste und mit ihr Verbündete Truppen.
Hastig griff sie in die Maschine und nahm das Portable Element der Funkanlage heraus, klemmte es sich an die Koppel und verließ eilig die Absturzstelle in Richtung einer Nahen Baumgruppe bevor weitere Unannehmlichkeiten auftauchten.

In einem Kleinen Gestrüpp neben einem Baum lies sie sich nieder, lud eilig ihren Vorderlader mit Munition aus der Kartusche an ihrer Hüfte nach und begann dann einen Notruf abzusetzen während sie die nähere Umgebung nach Anhaltspunkten absuchte.
„Hier Spricht Sigma Zwei. Kann mich jemand hören?“
Von ihrer Position konnte sie nun sehen, dass sie auf einer Kleinen Wiese Abseits Etwas außerhalb der Küstenbefestigungen der Horde heruntergekommen. Direkt voraus lag die eingegrabene Küstenlinie mit Gefechtstürmen und Befestigungseinrichtungen. Die Rasenfläche auf welcher sie gelandet war schien einmal stärker mit Bäumen bewachsen gewesen zu sein, doch hatte die Horde, das meiste wohl zum Ausbau ihres Brückenkopfes abgeholzt. Karren voller Schlagholz und auch einige stillgelegte Schredder standen überall herum.
„Hier Spricht Sigma Zwei. Das ist ein Notruf. Hört ihr mich? Mayday!“
Nördlich ihrer Position, auf der Anderen Seite eines kurzen Flusslaufes, hinter einem Kirschhain in voller Blüte, Ragten Zwei große Felsen auf zwischen welchen sich eine Art Tempelanlage zu schmiegen schien.
Sulla konnte aus der Entfernung nicht richtig sehen, doch schien es von ihrer Position aus so, als hätte die Horde auch dort Bereits ihre Spuren hinterlassen. Etwas weiter im Westen schien eine Siedlung Einheimischer zu liegen. Doch hatte sie die Arte der Gebäude noch nie gesehen.
Wenn sie hätte raten müssen, hätte sie wohl auf eine Siedlung irgendwelcher Elfen getippt.
„Hier Spricht Sigma Zwei. Ich wurde abgeschossen und musste nördlich der Hürdenstellungen Notlanden. Kann mich irgend jemand hören?“
Plötzlich ertönte ein hohes Klicken aus dem Transmitter. In schneller Abfolge wurde ein Code zum wechseln der Frequenz übermittelt.
Zwar bezweifelte Sulla, dass dumme Goblins in der Lage wären ihre Überlegenen technischen... oder auch magischen... jedoch auf jeden Fall Überlegenen Übertragungsgeräte abzuhören, jedoch war Vorschrift nun mal Vorschrift und so dechiffrierte sie den Code und stellte den neuen Kanal ein.
„Hier spricht Sigma Zwei. Ich wurde abgeschossen. Können sie mich hören. Ende.“
Zu ihrer Erleichterung antwortete diesmal der Transmitter und die beruhigende Stimme aus dem Flugkontrollraum meldete sich.
„Hier Flug Kontrolle. Verstehen sie klar und Deutlich. Freut mich, dass sie's Geschafft haben. Rotte Sigma hat es übel erwischt. Wie ist ihr Zustand. Sind sie Dienstfähig? Ende.“
Anstatt ihm zu antworten stellte sie eilig eine Frage.
„Hat Red es geschafft?“
Einen Augenblick schwieg der Transmitter. Eine Pause welche die Verspätete Antwort beinahe überflüssig machte.
„Hier Flug Kontrolle. Sigma Eins hat's nicht geschafft. Wir wissen, dass sie sich nahe gestanden haben. Tut mir Leid. Sind sie Dienstfähig? Ende.“
Sofort lenkte der Funker das Gespräch zurück auf den Einsatz.
„Hier Sigma Zwei. Ich bin in Ordnung. Warte auf Anweisungen. Ende.“
„Hier Flug Kontrolle. Das wollte ich hören.“ Kam die bekräftigende Antwort. „Wie ist ihre Position.“
„Hier Sigma Zwei. Ich liege ein gutes Stück außerhalb des Horden Brückenkopfes unter einer Baumgruppe. Meine Maschine liegt westlich von meiner Position. Ihr müsstet sie von. Oben ausmachen können.“
Der Ton des Funkers wurde nun wieder gänzlich sachlich.
„Verstanden. Halten sie ihre Position Sigma Zwo. Wir haben mehr Maschinen verloren als wir kalkuliert haben. Dennoch war der Luftangriff erfolgreich. Die Feindliche Flottille liegt in Trümmern und die letzten Maschinen kümmern sich um die übrigen Schiffe, jedoch ist ihre Luftabwehr stärker als wir erst angenommen haben. Trägerunterstützung kann nur eingeschränkt erfolgen. Dennoch überfliegen wir gerade den Hordenstützpunkt und nähern uns ihrer Position. Agenten des Si7, unter anderem auch ein Repräsentant des Königs haben sich bereits abgesetzt und versuchen den Widerstand zu sabotieren. Die Luftlandekommandos stehen klar zum Einsatz und werden in ihrer Nähe abspringen.“ Er pausierte kurz und versuchte eine etwas feierliche Stimme aufzusetzen.
„Sie übernehmen das Kommando über ihre Gruppe, zu diesem Zweck werden sie interimsweise befördert. Gratuliere Fähnrich. Neuer Rufname lautet Krähe Zwo. Die Rückkehrer ihrer Einheit werden zusammen mit Krähe Vier und Krähe Acht an ihrer Position abgesetzt. Krähe Eins, Sieben und Neun steigen weiter Westlich aus und treffen sie an der Küste. Ihr Befehl lautet, die Befestigungsanlagen überwinden. Verhindern, dass die Horde Waffen oder Sprengstoff aus dem Lager schaffen können. Den Weg für die Agenten des Si7 Freimachen und Schlussendlich den Stützpunkt einnehmen und sichern. Verstanden?“
„Hier Krähe zwo. Worin genau besteht der Auftrag des Si7?“
Fragte sie unter Benutzung ihres neuen Rufnamens.“
„Das geht sie im Augenblick nichts an. Sie erfahren alles was sie wissen müssen, WENN sie es wissen müssen. Haben sie ihren Auftrag verstanden?“
Kam die forsche Erwiderung.
„Hier Krähe zwei. Alles verstanden. Schwert schnappen, Horde kappen. Wie immer. Ach und eins noch. Nördlich von meiner Position Scheinen Sich Weitere Feindverbände in der Nähe von Eingeborenen Siedlungen häuslich eingerichtet zu haben. Ende.“
„Verstanden. Darum Kümmern wir uns später. Kontrolle Ende und aus.“

Es dauerte nicht lange bis die Silhouette aus dem Bewölkten Nebel zum Vorschein kam. Das Schiff vermied es direkt über das Lager zu fliegen. Ihre Flanke schien auch bereits vom Abwehrfeuer ramponiert zu sein. Doch teilten die Bordgeschütze ebenso sehr aus.
Langsam schob sich der schwere Pott näher und als er sie beinahe überflogen hatte lösten sich kleine Punkte von ihm. Sie kamen schnell näher und wurden immer größer.
Als sie die übliche Höhe erreicht hatten, pilzten sie ruckartig auf als sich die Fallschirme Öffneten und glitten anmutig zu Boden.
Sulla trat aus dem Schatten er Bäume heraus und hob den Arm um mit ihrem Säbel schwingend auf sich aufmerksam zu machen.
Die Soldaten Landeten einer nach dem anderen, befreiten sich von den Haltegestellen noch ehe die schirme ganz erschlafft waren, Namen die Karabiner von ihren Schultern und begannen sofort die Landezone zu sichern.
Ihre Gewehre waren eindeutig klobiger und unhandlicher als der einiger maßen teuer gearbeitete welches Sulla zu ihrer Promotion in den Unteroffiziersstand als Geschenkt von ihren Kameraden erhalten hatte, doch führten ihre träger sie geschult in bester Jäger Manier.
Goralf, ein hochgewachsener Blondschopf aus dem Rotkammgebirge dirigierte die Gruppe präzise mit einer Mischung aus Handzeichen und Schnalzlauten während Sulla auf ihn zuschritt und die Arme auf dem Rücken verschränkte.
Ein Stück weiter den Hang hinunter landeten die Vierte und die achte Gruppe wo sie sich ebenfalls Sammelten und die Umgebung zu sichern und zu sondieren begannen.
„Gratuliere Zur Beförderung. Feldwebel“
Begrüßte sie ihren frisch gebackenen Stellvertreter,
„Interim.“ Betonte er augenblicklich, nur um schnell hinzu zu fügen.
„Ich bedaure die Umstände. Wir wissen wie nahe sie und der Leutnant sich gestanden haben.“
Sulla hatte jedoch weniger Lust noch Muße, sich damit zu beschäftigen. Überhaupt Hatte sie Red nur gemocht, da er der einzige zu sein schien, der Innerhalb des Militärs ein Gespräch führen konnte ohne dabei die Kontrolle über seinen Machismo zu verlieren. Zumindest war es das was sie sich einredete um die bevorstehenden Aufgaben zu überstehen.
„Unsinn. Ihr werdet sehen. Wenn wir den Job hier hinter uns haben ist der Rang so gut wie permanent.“
Lenkte sie geschickt ab und streckte den Arm, die Hand kreisförmig über ihrem Kopf drehend in die Luft als Zeichen an die Anderen Mitglieder ihrer Gruppe sich zu Sammeln.
Gut dreißig Männer und Frauen bezogen vor Ihr Stellung, immer noch die Umgebung absichernd. Ebenso wie die anderen beiden Gruppen Hang abwärts.
„So weit so gut Ladys. Ihr kennt das Spiel. Luftlandung hinter Feindlichen Linien. Nicht, dass erste mal und wenn ihr euren Job gut macht nicht das Letzte mal. In diesem Augenblick sterben unweit von hier Kameraden. Onkel Varian braucht euch. In diese Sinne. Ausrücken!“

In loser Formation setzten sich die drei Gruppen in Bewegung.
Während sich Nahsicherer in kleinen Trupps von Deckung zu Deckung vorarbeiteten um das Terrain aufzuklären folgte der Großteil kampfbereit in freier Linie.
Es dauerte nicht lange bis einer der Nahsicherer zurückkam und die Einheit zum Stillstand brachte.
„Direkt vor uns ist eine Straße. Sie führt Direkt aus der Hordenstützpunkt heraus. Sie schaffen gerade einige Karren hinauf in Richtung der Zwillingsfelsen dort.“
Berichtete er außer Atem.
„Sie versuchen Kriegsmaterial in die Berge zu schaffen. Das werden wir ihnen nicht erlauben. Alle Mann auf Position!“
Ein Handzeichen in Richtung von Krähe Vier wurde bestätigt und an Krähe Acht weitergegeben.
Die drei Gruppen von zusammen beinahe hundert Mann spurteten eine Anhöhe hinauf. Und bezogen Stellung kurz bevor die Böschung den Blick auf ihren Hinterhalt freigegeben Hätte.
Sulla spähte über den Kamm und erblickte eine Reihe von voll bepackten Kodos welche schwere Karren voller Munition zogen sowie Kriegsmaschinen und Karren mit Verwundeten. Flankiert wurden sie von etlichen bewaffneten Orks von denen die meisten wohl bereits Verletzungen davongetragen hatten.
Die Straße glich mehr einem breiten ausgetretenen Trampelpfad und die Kräftigen Tiere kamen auf der feuchten Erde nur mühsam voran.
Die Soldaten der Himmelsfeuer griffen zu ihren Musketen und legten in drei Gliedern liegend und hockend auf den Tross an.
„Wir haben keine Zeit uns hier aufzuhalten. Zielt auf die Wagenlenker und verwundet die Kodos. Wenn die Dinger durch gehen können wir sie dazu Zwingen ihre Ladung aufzugeben und sie zum Rückzug bewegen. Granaten auf die Sprengstoffladungen. Feuer frei bei Detonation.“
Wisperte Sulla ihren Nebenmännern zu welche eilig den Befehl weiterleiteten.
Mehrere Männer und Frauen machten gläserne Sprengstoffkugeln und Zündwerkzeug bereit.
Sulla wartete biss sich die Wagenkolonne genau Parallel zu den Lauernden Allianzsoldaten lagen und gab dann das Handzeichen zum Wurf.
Zischend und rauchend flogen die schwarzen Metallkugeln über den Hügelkamm und Rollten in den Schlamm der improvisierten Straße.
Ein guturaler Schrei war zu hören dann folgte bereits das dumpfe Donnern der Wurfsprengkörper zu hören.
Die Orks die das Pech hatten zu nahe an einer Granate zu stehen wurden von einer Wolke aus Feuer Rauch und Schrapnellen zu Boden gerissen.
Einer der Sprengsätze detonierte direkt unter einem der Wägen und jagte ihn in einer gewaltigen Explosion in die Luft bei welcher die voran gehende Kodo Bestie förmlich entzwei gerissen wurde.
Die Soldaten warteten einen Augenblick bis sich die Feuersäulen und der erste Rauch verzogen hatten und eröffneten dann das Feuer auf die überraschten Orks.
Das erste Glied feuerte im Liegen und fegten sofort die am nächsten Stehenden Grünhäute von den Beinen. Einer der Wagenlenker wurde an der Schulter verwundet und verlor die Zügel während sein Kodo ein Auge einbüßte und durch ging. Es brach aus der Reihe aus und wollte über die Wiesen vor den Angreifern flüchten wobei der Wagen voll beladen mit verwundeten gefährlich schwankte sodass der Fahrer in den Straßen Schlamm stürzte. Nun kippte der Wagen endgültig und begrub Fahrer und verwundete unter sich. Die Deichsel brach und hätte die Panische Bestie beinahe zu Fall gebracht doch versetzte dies, das schwerfällige Biest nur noch mehr in Panik und es zog mit aller Kraft den gebrochenen Wagen und jeden der sich nicht daraus befreien konnte gewaltsam mit sich davon.
Das zweite Glied feuerte ihre Salve aus kniender Position ab. Weitere Orks fielen unter dem Bleihagel. Auch ein großer Ork welcher die reihe entlang ritt und offenbar versuchte seine Männer zur Ordnung zu rufen wurde aus dem Sattel seines Wolfes gerissen und stand nicht mehr auf.
Ein weiterer Kodo versuchte zu flüchten stieß jedoch mit einem weiteren zusammen und verkeilte sich in seinem Geschirr wobei die beiden Tiere wütend versuchten sich gegenseitig niederzuringen. Ihre Lenker hatten keine Aussicht, sie zur Ordnung zu rufen bevor die Salve des dritten Gliedes. welches nun aufgestanden war und nun über die Köpfe der anderen Soldaten hinweg feuerte, sie ebenfalls von den Kutschböcken holten.
Einige Orks versuchten mit Armbrüsten und Musketen unkoordiniert das Feuer zu erwidern wurden jedoch ausnahmslos niedergemäht ohne nennenswerten Schaden anzurichten.
Innerhalb weniger Augenblicke war der Wiederstand gebrochen und die überlebenden flohen und ließen die Wagen zurück.
Sulla hob die Hand und rief zum.
„Feuer einstellen!“
Die Erste Linie die bereits nachgeladen und angelegt hatte nahm die Gewehre runter und erhob sich auf die Knie.
„Tötet die Kodos und jeden der uns noch gefährlich werden könnte. Dann geht’s sofort weiter.“
Befahl sie.
„Was ist mit den Verwundeten?“
Fragte Goralf dem bei der Frage anscheinend nicht ganz wohl war.
Sulla überlegte einen Augenblick. Bisher war ihr die Frage erspart geblieben und sie hatte noch nicht überlegt wie sie mit einer solchen Situation umgehen würde. Doch antwortete sie schließlich entschlossen.
„Treibt sie zusammen und lasst drei Mann zu ihrer Bewachung zurück. Ausführen!“
Der Mann war ob dieser Antwort eindeutig erleichtert und begann sofort die Soldaten zur Eile anzuhalten.
Mit kühler Akribie schwärmten die Männer und Frauen aus und führten die Befehle durch.
Ein Trupp Schnitt den verwundeten wehrlosen Kodos die Hälse durch. Den anderen, bei weitem widerspenstigeren Exemplaren mussten sie mehrfach in den Kopf schießen um zu vermeiden ihnen zu nahe zu kommen.
Unterdessen trieben die übrigen Soldaten die widerwilligen verwundeten der Orks am Rande der Straße zusammen und Stellten einen Wachtrupp zusammen.

Sobald alle Aufträge durchgeführt waren, Sammelten sich die Gruppen an der Straße wieder und Marschierten auf den Horden Stützpunkt zu.
Von einer Erhöhten Position auf einem Hügel blickten sie Auf das Chaos des Horden Brückenkopfes hinab.
Hinter den hölzernen Abwehranlagen stieg dichter Rauch auf. Am Himmel drehten Gyrokopter und Starrflügel Jäger ihre Runden, unter stetigem Beschuss durch Bodenstellungen und am Boden schienen Allianz Truppen in heftige Kämpfe verwickelt, von der Horde arg in Bedrängnis gebracht.
Überall detonierten Sprengkörper, Schüsse Krachten von einer Seite zur anderen und Verwünschungen wurden gebrüllt. Eine große Einheit der Orks rückte vom Südöstlichen Teil gegen die eindringenden Soldaten vor und trieb sie Meter um Meter zurück.
Sulla war erstaunt die Horde immer noch so verbissen kämpfend anzutreffen. Doch war andererseits bei einem Ork nicht verwunderlich was mit Kampf zu tun hatte.
„Alle Mann in Position! Linie zu drei Gliedern! Eine Salve, dann Sturmangriff! Fertig Machen zum Feuern!“
Befahl sie entschlossen.
„Sollen wir wirklich da runter gehen?! Die Machen uns fertig!“
Rief ihr einer ihrer Kameraden namens Janele unsicher zu, während sich die Soldaten eilig in drei reihen aufstellten, die Gewehre geladen und Feuerbereit einheitlich den lauf nach oben.
Sulla richtete sich die Halsberge ihrer Rüstung gerade und zog ihren Karabiner mit der einen, den Pallasch mit der anderen..
„Natürlich gehen wir da runter! WIR SIND LUFTLANDETRUPPEN!“
Ihre Stimme lies keinerlei Widerspruch zu.
1. „Erstes Glied! ANLEGEN!“
Die erste Reihe senkte die Gewehrläufe auf Brusthöhe in Richtung der Orks.
„ZIELEN!“
Die Soldaten hoben die Gewehrkolben an die schulter und zielten über Kimme und Korn.
„FEUER!“
Eine Salve Schlug in die Reihen der Horde ein und riss einige von den Füßen. Auch die vierte und achte Gruppe hatte zur linken und Rechten Position bezogen und eröffnete das Feuer.
Augenblicklich ruhte die Aufmerksamkeit eines größeren Orkverbandes auf den Neuankömmlingen. Sie wandten sich in ihre Richtung und setzten zum Sturmlauf an.
„Zwotes Glied! ANLEGEN!“
Die erste Reihe ging auf die Knie, das zweite Glied legte diszipliniert über ihre Köpfe hinweg an.
„ZIELEN! FEUER!“
Die zweite Salve schlug in die Anstürmenden Orkkrieger ein. Doch schien sie das kaum aufzuhalten. Nur wenige stürzten. Die übrigen fingen die Treffer entweder an Schilden oder Rüstung ab oder ignorierten die Verwundungen einfach im Kampfrausch.
„Drittes Glied! ANLEGEN! ZIELEN! FEUER!“
Sowie die dritte Salve abgefeuert war standen die abgehockten Soldaten auf der Stelle wider auf.
Wie ein Mann warfen sie gleichzeitig ihre Gewehre an Riemen über die Schulter und rückten einen Schritt in Nahkampfformation auf.
„SCHWERTER!“
Brüllte Sulla und hob ihrerseits den Säbel während die Soldaten allesamt blank zogen. Die Orks hatten bereits die halbe strecke überwunden und brüllten ihnen wüste Herausforderungen entgegen.
„Für König und Königreich! ZUM SIEG VORWÄRTS!“
Sie lies den Säbel fallen und stürmte neben ihren Männern Los.
Unter lautem Hurrah trafen die Luftlandetruppen auf die Orkreihen.
Sulla hatte sah einen riesigen brocken von Ork auf sich zu kommen. Einen Augenblick dachte sie an ihre Ausbildung. Was hatte ihr Ausbilder noch gleich über das töten von wütenden Orks gesagt?
Dann kam das Adrenalin zum Tragen. Sie tauchte unter einem wuchtigen Axtschwung hindurch wirbelte herum und ließ den Säbel auf den Arm des Angreifers niedergehen.
Der Ork schrie als ihm der Arm knapp unterhalb des Ellenbogens abgetrennt wurde doch Sulla musste sich bereits dem Nächsten Angreifer zuwenden. Sie parierte einen Schwerthieb. Wandte sich um in die Richtung aus welcher plötzlich ein brüllen auf sie zu kam. Sie hob den Karabiner und feuerte dem Ork eine Ladung Blei zwischen die Augen, wirbelte wieder herum während sie die Schusswaffe in den Rückenholster steckte, pariert einen weiteren Schwerthieb und stieß ihrem Gegner die Klinge ins Auge.
Sie befreite sich von ihrem Gegner und sah sich um.
Sie waren genau im Richtigen Moment gekommen. Die in Bedrängnis geratenen Einheiten, hatten sich gesammelt und rückten nun wieder frisch entschlossen vor.
„Treibt sie zu den Docks!“ Brüllte sie und stieß ihrem Säbel einem Weiteren Ork in die Brust.

Sie trieb ihre Männer voran und während sie sich in das Innere des Stützpunktes vorarbeiteten zerbrach das Gefecht zunehmend in kleinere Geplänkel.
Sie waren bereits nahe an eine der größten Luftabwehrstellungen gekommen wo ein Haufen Orks verbittert versuchte die Geschütze gegen die Angreifer abzuschirmen.
Sie verbarrikadierten sich hinter Schanzkörben und feuerten aus Großkalibrigen Musketen
„Goralf und zwei Mann zu mir!“
Die Männer Standen sofort an ihrer Seite als sie sich begann von der Hauptkampflinie Abzusetzen.
„Erste Abteilung! Ausbrechen und auf die Geschütze! Wir Müssen das Abwehrfeuer unterbinden damit wir Trägerunterstützung erhalten können!“
Auf der Stelle scherten Ihre Männer aus und setzten die Geschützbesatzung zusätzlich unter Druck jedoch ohne Aussicht rasch die Oberhand zu gewinnen.
Die Allianzsoldaten suchten Deckung hinter allerlei Schutz und nahmen nun ihrerseits verstärkt die Feindstellung unter Feuer, ohne jedoch den Anschein zu machen schnell die Oberhand zu gewinnen.
Sulla winkte ihren Begleitern ihr zu folgen und setzte sich vom Kampf ab.
Sie umrundeten ein brennendes Gebäude und suchten Nach einen Weg hinter die Geschütze.
Unterwegs trafen sie kaum auf Widerstand. Lediglich einige Goblins flüchteten panisch schreiend aus dem Weg des kleinen Stoßtrupps.
Sie erklommen einen eingestürzten Gefechtsturm und hatten nun Blick von Oben auf die Eingegrabenen Orks.
Sie deutete auf einen Berg von Sprengstofffässern. Eine Horde an Goblins rannte Hektisch hin und her um immer neue Munition heranzuschaffen um die Geschütze am Feuern zu halten.
„Haben wir noch Granaten übrig?“
Fragte sie, woraufhin einer ihrer Soldaten triumphierend einen schwarzen Glassprengkörper aus seiner Kartusche zog.
„Wir arbeiten uns vor und sobald wir in Reichweite sind wirfst du. Macht euch auf einen Harten Kampf gefasst.“
Sie kletterten über die Schutthaufen hinab und der Sold warfen sich in der Nähe der Stellung hinter einem Stapel Kisten in Deckung.
Sulla bedeutete dem Mann zu werfen. Dieser Zog ein Luntenfeuerzeug hervor und hielt es an das Zündloch der Granate.
Im selben Augenblick klappte der Soldat in der Hälfte auseinander.
An der stelle wo er gesessen hatte Steckte nun ein messerscharfes Kreissägeblatt im Boden.
Granate und Feuerzeug waren dem toten aus der Hand gefallen.
„SCHREDDER!“ Brüllte Goralf und hechtete zur Seite um einem Weiteren Geschoss zu entgehen welches stattdessen einen weiteren von Sullas Männern enthauptete.
Der Schredder ließ sich mit einem Sprung von dem Geröllhaufen über den sie ebenfalls gekommen wahren herab und lies sich mit lautem Getöse vor ihnen zu Boden. Am Steuer saß einer der Goblins die sie eben aufgestöbert hatten und riss Hecktisch an den Steuerknüppeln.
Die Maschine legte ein neues Sägeblatt in die Halterung am Arm ein richtete sich auf Sulla aus und Stapfte los.
Sie konnte sich gerade noch unter dem kreischenden Sägeblatt wegducken und rollte sich ab. Das gackernde Lachen des Goblins hinter sich.
Goralf kam ihr zu Hilfe und sprang auf dem Schredder um eines der Hydraulikelemente mit dem Schwert zu durchschlagen. Explosionsartig sprengte sich der Schredder rückwärts weg und warf so den Mann ab. Dieser versuchte aufzuspringen doch hatte die Mordmaschine in bereits in ihrem Greifzangen an der Linken Hand eingefangen. Sulla sprang sofort vor um ihrem Kameraden zu helfen doch spürte sie nur blanken Stahl am Kopf als der Torso des Schredders auf einem Drehgelenk plötzlich herumwirbelte und sie von dem Roboterarm getroffen durch die Luft geschleudert wurde.
Das war bereits das zweite mal an diesem Tag, dass ihre Stirn Bekanntschaft mit Metall machte und bereits das erste mal war zu viel gewesen.
Stöhnend wälzte sie sich herum als sie Spürte wie die Verletzung an ihrem Kopf wieder zu bluten begann.
Der Schredder kam langsam auf sie zu gestapft und der Goblin blickte hämisch aus seiner Kanzel auf sie herab.
Doch als der Schredder den Arm mit der Kreissäge zum Schlag über den Kopf hob, krachte ein Schuss und der Kopf des Goblins platze auseinander.
Aus ihrer Deckung hinter einem Schutthaufen hinkte eine Gestalt hervor.
„Habt euch echt Cheit gelachen.“
Drang Sanaras Stimme angestrengt zu ihr herüber. Die Elfe musste den Absturz überlebt haben doch war sie in einem üblen zustand.
Sie hatte ein Ohr verloren und eine Hälfte ihres Gesichts schien wie weggeschmolzen. Ein grober verband Bedeckte ihr Auge. Doch der Gezielte Schuss eben sprach für sie.
Noch während Goralf sich aus dem Griff des Schredders befreite spurtete Sulla zu der fallen gelassenen Granate, zündete sie und warf sie in hohem Bogen in Richtung des Munitionsdepots.
Die Explosion War viel Größer als sie gedacht hatte.
Sie mussten sich auf den Boden werfen um nicht von umherfliegenden Splittern getroffen zu werden.
„Wo icht Red?“
Fragte Sanara als sie sich aufrappelte. Doch Sullas Blick brachte sie augenblicklich zum verstummen.
Sie spähte über die Barrikaden Hinweg. Ihr Ohr richtete sich angespannt auf.
Sie war die Einzige Nachtelfe in der Einheit und Sulla war erleichtert, dass sie überlebt hatte. Nicht nur weil sie wusste, wann man den Mund halten konnte.
„Grochartig. Ihr habt praktich die gechamte Luftabwehr lahm gelegt. Chelbs´cht wenn eines von den Geschützen noch funktioniert haben chie kaum noch etwach hochchuchiechen.“
In der Tat waren nur noch Sporadische Schüsse zu Hören. Dafür schienen die Gewehrsalven von der Anderen Seite der Stellung nun rapide näher zu kommen.
Sanaras aussage wurde ebenfalls von dem Transmitter bestätigt der sich sogleich knackend zu Wort Meldete.
„An alle Einheiten. Himmelsfeuer geht in Stellung. Allemann Köpfe Einziehen. Bombardement geht jetzt raus.“
Schon kündete fernes Donnern vom Eintreffen des Luftschiffes.
„WIR MÜSSEN HIER WEG!“
Schrie Sulla und nahm sofort die Beine in die Hand. Sie rannten hangabwärts in Richtung der Dock doch bereits nach wenigen Metern Schlugen die Sprengladungen bereits in die Feindliche Stellung ein und jagten alles zum Nether was sich dort Befand.

Kurz bevor sie die Docks erreichten Trafen sie wieder auf ihre Einheit deren Männer wohl die Selbe kluge Entscheidung getroffen hatten wie sie.
Die Männer wirkten müde und einige waren verwundet, auch fehlte auf den ersten Blick das eine oder andere Vertraute Gesicht, doch schien alles im großen und ganzen glatt verlaufen zu sein.
Der Soldat mit nahmen Janele setzte sich an ihre Seite und instruierte sie als sie schnurstracks zu den Docks marschierte wo noch ein gewisser Widerstand zu herrschen schien.
„Da haben wir ordentlich den Deckel vom Schraubglas gelockert und dann streichen die da oben einfach den Abschuss ein.“
Lachte er.
„Sie haben sich verbissen gewehrt. Aber sobald sie einen Vorgeschmack einer Sauberen Batterie 18 Zöller gekostet haben sind sie gerannt wie die Hasen. Die Anderen Einheiten haben's auch geschafft, schauen aber ziemlich ramponiert aus im Gegensatz zu uns.“
„Und ihr wolltet nicht runter gehen und den ganzen Ruhm den anderen überlassen?“
Gab Sulla halb bissig halb süffisant zurück.
„Irgendwelche Anweisungen über den Gruppen Transmitter.“
Fragte sie weiter nach.
„Noch nicht. Haben lediglich einen Spruch abgehört der wohl nicht für uns Wahren. Anscheinend haben die Jungs vom Geheimdienst irgend 'nen Anführer an den Docks Festgenagelt und woll'n sich den jetzt kaufen.“
Sulla Marschierte den Holzsteg entlang passierte eine offensichtlich eilig aufgebaute und ebenso eilig aufgesprengte Barrikade. Tatsächlich schien am anderen ende der großen Laderampe etwas vorzugehen.
Das Prickeln von Magie stellte ihr die Nackenhaare auf. Und dann war es so schnell verschwunden wie es erschienen war.
Sie Passierten eine weitere Barrikade und blieben dann stehen. Am Ende des Steges waren lediglich Zwei Agenten des Si7 und einige Soldaten zu sehen die in ein heftiges Gespräch verwickelt zu sein Schienen.
Sulla hatte kein Bedürfnis sie zu unterbrechen. Der Kampf schien für sie vorüber zu sein. Solle der Si7 sich um die Angelegenheiten des Si7 kümmern.
So trat sie an den Rand des Holzsteges und blickte hinaus aufs Meer wo die Überreste der Orkflottille in einiger Entfernung im Wasser trieben.
Plötzlich schien sich etwas auf dem Wasser zu bewegen. Orks schwammen auf die Küste zu. Die überlebenden von den Schiffen hielten sich an Treibgut klammernd auf die Küste zu. Der Ausdruck auf ihren hilfesuchenden Gesichtern deutete auf alles andere denn auf Kampfeswillen.
Sulla blickte hinüber zu den Agenten. Einer, ein Nachtelf schien einen scharfes Wortgefecht mit einem von Sullas Vorgesetzten zu führen und gestikulierte wild in die Richtung der Schiffbrüchigen.
Im gleichen Augenblick knackte Sullas Transmitter.
„Kontrolle an alle Einheiten in Küstennähe. Orks halten von den zerstörten Schiffen auf die Küste zu. Sofort Feuer eröffnen. Befehl direkt von von Himmelsadmiral Rogers. Ich wiederhole. Keine gefangenen.“
Goralf sah ungläubig zu Sulla.
„Das kann nicht ihr ernst sein.“
Sulla zog ihren Karabiner.
„Befehl ist Befehl!“
Gehorsam zogen die anderen ebenfalls ihre Waffen und legten an.
Die stimme des außer sich geratenden Elfen war nun deutlich herüber zu hören.
„SIE SIND UNBEWAFFNET!... SIE WOLLEN SICH ERGEBEN!... DAS IST UNRECHT!“
Sulla spannte den Hahn und legte ebenfalls an!
„Möge das Licht ihren Seelen gnädig sein. FEUER!“

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Mein Name ist Legion, denn wir sind viele.


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