Söldnerbund Dämmersturm

RP-Gilde - Die Aldor
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 Betreff des Beitrags: Aufzeichnungen: Der Dschungelsturm (Öffentlich)
BeitragVerfasst: 10. Apr 2012, 17:16 
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Dem Sturm entgegen,

die folgenden Seiten beschreiben den legendären Einsatz, der unter dem Decknamen "Dschungelsturm" in die Geschichte des Dämmersturms einging. Eine Aufzeichnung von Hoffnungslosigkeit, Heldentum, Verrat und Loyalität, die bis aufs Blut reichte. Der Dschungelsturm ist einer der umfangreichsten Einsätze, dem sich der Söldnerbund Dämmersturm bis heute annahm. Eine Zeit, in der er sich auf der Schwelle befand, zwischen totaler Vernichtung oder glorreichem Fortbestand. Wer diese Zeilen liest, erfährt vieles über die blutigen, alten Tage des Dämmersturms, die Geburt des Sturmboten auf den Schlachtfeldern des Schlingendorntals und die Standfestigkeit des schwarzen Banners, wie es bis heute in Geschichten und Schwüren gepriesen wird. Bis zum Tode, in Blut, Dreck, zwischen Tränen, Leichen und dem Gewehrfeuer des Feindes.



Das Entstehen von Operation: Dschungelsturm

Während des großen Feldzuges, der Nordend erschütterte, Ressourcen fraß und mehr Familien ihre Väter kostete, als kaum ein Krieg zuvor, ließen die Feuer der Schlacht auch nicht von alten Streitereien ab. Horde und Allianz standen nur wenige Atemzüge vor der völligen Eskalation ihres vererbten, ewigen Kampfes und vor den Westküsten Azeroths und Khaz Modans bahnten sich Flottenkonflikte ungeahnten Ausmaßes an. Die neutralen Häfen des Dampfdruckkartells galten für längere Zeit als Ausnahme unter den zahlreichen, überaus gefährlichen See, - und Landrouten zum Gewährleisten einer stabilen Wirtschaft. Die Horde schreckte nicht davor zurück, zivile Schiffe auf hoher See zu versenken. Um eine Alternative, neben den überaus gefährlichen Seewegen zu finden, konzentrierte man sich auf altbewährtes. Karawanen zu Land, die den Import und Export mit neutralen Fraktionen aufnehmen sollten. Im Falle des Dschungelsturms war dies die Stadt Beutebucht im Schlingendorntal. Das Schlingendorntal war zu dieser Zeit zwar ebenfalls hart umkämpftes Pflaster, doch der Einfluss des Kartells ermöglichte zahlreichen Reisenden die sichere Einfuhr von Waren aus dem Ausland. Es war weder im Interesse der Horde, noch im Interesse der Allianz, diese ungeschriebenen Abmachungen zu brechen. Man wählte eine Straße durch den nördlichen Dschungel, wobei sich eine neue Problematik auftat. Die Unternehmer der berüchtigten Venture Company, Feinde des Kartells und gemeinhin bekannt als skrupellos und gierig, hatten längst damit begonnen, Einreisenden nur unter Wucherpreisen den weiteren Weg zu genehmigen. Dicht an der gewählten Handelsstraße lag Plattform 51, jener Stützpunkt der Venture Company, welcher dafür verantwortlich war, eben jene Gebühren einzufahren. Man heuerte den Söldnerbund Dämmersturm an. Dieser hatte die Aufgabe, die Sicherung besagter Handelsstraßen zu gewährleisten. Aufgrund vorhergehender guter Beziehungen, zwischen Dampfdruckkartell und Dämmersturm, war ihm dessen Unterstützung gewiss. Dieser Einsatz sprengte jeglichen Rahmen, bisherigen Profits, den der Söldnerbund je gemacht hatte. Bei Erfolg würde er eine neue, wohlhabendere Zeit in seinen Reihen einleiten.


Die Vorbereitungen

Während sich das Dampfdruckkartell bereit erklärt hatte, einen talentierten Admiral, namens Grifnatz Rübenhau an der Seite des Dämmersturms ins Feld zu schicken, hatte man bereits umfassendere Vorbereitungen begonnen. Der Kommandant war zunehmend damit beschäftigt, die kargen Goldreserven des Dämmersturms zu investieren, Geschäftstreffen zu unternehmen und Planungen durchzugehen. Am Ende, kurz vor Einsatzbeginn entstand folgende Liste zur Verfügung stehender Güter:

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Nahrungsmittel:

Brot: Fünfzig Körbe
Fleisch: Zwanzig Körbe
Alkohol: Zwanzig Fässer
Obst und Gemüse: Zwanzig Körbe
Wasser: Nur Eigenbedarf, Zielpunkt liegt an einem Fluss

Anmerkung: Es ist nicht davon auszugehen, dass Essensrationen im Dschungel ein Problem sein werden.

Schweres Gerät:

Mörser: 3
Kanonen kleinen Kalibers: 1
Karren: 3 (Ohne Lasttiere) Anmerkung: Worgen vorhanden.

Munition und Sonstiges:

Schwarzpulver: Dreißig Fässer
Dynamit: Zwanzig Stangen
Mörsergranaten: Fünfzig
Kanonenkugeln: Fünfzig
Gewehre: Zwanzig Vorderlader (BKS "Amsel" Kleinkaliber) Anmerkung: Imitate der BKP-Serie
Pfeile: Zwei Kisten voll
Bolzen: Eine Kiste voll

Holz: Ein Karren voll mit Pfählen, zum Bau einer Sturmbasis.
Zelte: Sechs

Einsatzkräfte:

Sämtliche Einheiten des Dämmersturms, darunter die Rotten Tredan, Erien und Orodaro. Anmerkung: Herr Crookston für etwaige Beförderungen in Betracht ziehen.

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Ausgangsplanung (Kurzübersicht):

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Die Planung des Dämmersturms sieht vor, die unterbesetzten feindlichen Stellungen, im Folgenden Hügel Eins, Hügel Zwei und Hügel Drei genannt, in rascher Folge zu eliminieren. Dafür soll eine Sturmbasis am Flusslauf errichtet werden, von wo aus die Rotten schnell zugänglich das Schlachtfeld betreten können. Bei früher Feindsichtung werden überflüssige Feinheiten einer Verteidigungsvorbereitung abgebrochen und man beginnt mit einer sofortigen Angriffswelle auf die Hügel Eins und Zwei. Hügel Drei soll primäres Ziel der Mörser werden. Bei Erfolg werden die Stellungen besetzt und zusammen mit der eintreffenden Verstärkung des Dampfdruckkartells auf etwaige Gegenschläge vorbereitet. Ein Angriff auf die Hauptquartiere des Feindverbandes wird nur bei akuter "Offenheit" des Konfliktes in Erwägung gezogen. Zwischenzeitlich sind Führungspersonen der Venture Company durch Scharfschützenangriffe zu töten.

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Verlauf der frühen Einsatzphase:

Es hatte lange Zeit gedauert die Truppen auf das Kommende vorzubereiten. Es war ein Einsatz ohne Gleichen. Eine Mission, von welcher die glorreiche Zukunft des Söldnerbundes abhing. Ebenso riskant, wie verlockend. Dreißigtausend Goldmünzen. Reichtum im Kampf gegen jene zu gewinnen, die ihn bereits gefunden haben. Die Venture Company sollte ein unbarmherziger Feind sein. Ein Feind, in dessen Reihen zu stehen, es bedeutet hätte, einer unter vielen zu sein. Ein Leben. Ein wertloses austauschbares Leben. Ein Tagelöhner.

Man erreichte das Schlingendorntal über die Straßen des Dämmerwaldes. Die Blicke der Einwohner Dunkelhains, die man den Söldnern zuwarf, waren trüb und mitleidig. Die Euphorie, die so manche Soldatenerscheinung mit sich bringt, hatte diesen Ort längst verlassen. Die Karren des Söldnerbundes wurden von Worgen gezogen, sperrige Lasttiere hätten die Reise erschwert und das knappe Budget weiter in die Enge getrieben. Abgesehen davon war man allerdings zuversichtlich, dem Feind mit schnellen Schlägen trotzen zu können.

Die Dschungelhitze schlug auf das Gemüt, war allerdings eine angenehme Abwechslung zur Kälte der vorherigen Reise. Nach einem langen Marsch endlich wieder die Sonne zu erblicken, trieb den Männern und Frauen Gänsehaut auf den Körper, blendete sie und machte mehr als deutlich, dass sie nun die schickalsträchtigen Ländereien dieses Einsatzes erreicht hatten.

Da sich die Straße unter fester Kontrolle der Venture Company befand, war man schnell gezwungen, sich seinen Weg durch das Dickicht zu schlagen. Durch Pflanzen, Blumen und Insekten, die viele der Söldner niemals zuvor gesehen hatten. Stets berührt von durchlappten, nassen Kleidungsstücken, denn Schweiß floss hier in Strömen. Und so sei es jedem gesagt, der plant, einen ähnlichen Pfad zu beschreiten: Das Schlingendorntal mag keine Wüste sein, doch wer mit Wasservorräten spart, der wird schneller mit seinem eigenen Körper, als mit dem Feind zu kämpfen haben. Da es keine ungesicherte Brücke gab, die den Weg zum geplanten Stützpunkt des Dämmersturms wies, überquerte man den reißenden Fluss. Zum Bedauern aller, gingen dabei zahlreiche der mitgeführten Ressourcen verloren. Weitaus fataler war allerdings die Tatsache, dass man den Spähern des Feindes in die Arme lief. So kam es bereits in den ersten Stunden, nach Erreichen des Dschungels zu eifrigen Feuergefechten. Der Dämmersturm wurde jeglicher Initiative beraubt und die Venture Company wusste, mit wem sie es zu tun hat. Eine Tatsache, die erst viel später hätte eintreten dürfen.

Nachdem man die ersten Angriffe feindlicher Verbände überstanden hatte, begann man den Stützpunkt zu errichten. Fort Dämmersturm wurde geboren und sollte bis zum Ende dieser Mission das Bollwerk des Söldnerbundes gegen die angreifenden Goblins sein. Die Sturmbasis war zum Überraschen des Feindes in beachtlichem Tempo errichtet und bereit, genutzt zu werden.


Die große Desertion

Auf die frühe Einsatzphase folgte der Tiefpunkt des gesamten Einsatzes, - ein folgenschwerer Verlust für den Dämmersturm und ein einflussreiches Ereignis für sein weiteres Bestehen. Als Einleitung für die kommenden Einsätze während des Dschungelsturms ernannte man Faylon Crookston offiziell zum Rottenmeister des Dämmersturms. Diese Entscheidung löste Empörung und konsequente Abneigung in der Führungsebene des Söldnerbundes aus, - basierend auf Unsympathie und Argumenten, die schlussendlich auf diese zurückzufahren waren. Trotz Angeboten Crookstons beruhte der Kommandant aber weiter eisern auf der Entscheidung, ihn als Rottenmeister beizubehalten. Dies hatte zur Folge, dass sich relativ schnell zwei Gruppierungen bildeten, - die Rotte Servertis und die Rotte Windtänzer äußerten sich offen gegen die Entscheidung des Kommandanten, während Rottenmeister Crookston und der spätere Champion Ingo Renfray, sowie weitere rottenfreie Anhänger des Dämmersturms am Befehl ihres Kommandanten festhielten. Die Debatten zogen sich bis tief in die Nacht, ehe Rottenmeister Tredan Servertis den Dämmersturm verließ, nachdem er den Kommandanten attackierte. Dies ist nicht monokausal auf die Beförderung Faylon Crookstons zurückzuführen, sondern basierte zudem auf massivem Zweifel seitens Servertis an den Führungsqualitäten des Kommandanten.

Unbeeindruckt vom Austritt des Rottenmeisters setzte der Kommandant seine Planungen fort, binnen kürzester Zeit die Stellungen des Feindes, Hügel Eins und Hügels Zwei, vollständig zu überwältigen, um somit die Straße für kommende Lieferungen freizumachen und Fort Dämmersturm von feindlichen Angriffen zu entlasten.

Bei bedenklich schlechter Moral, die noch durch die Crookston-Debatte beinflusst war, organisierte man einen geteilten Angriff auf Hügel Eins und Hügel Zwei, Crookston nahm hierbei den Platz ein, der eigentlich Rottenmeister Servertis vorbestimmt war, sehr zum Missmut des alten Gefolges des Verräters. Am Ende des Tages hatte man den Feind nach erbitterten Kämpfen überwunden. Berichten zufolge, sei Servertis mitten im Geschehen plötzlich aufgetaucht, um seine Rotte ein letztes Mal zum Sieg zu führen und gegen den Dämmersturm anzustimmen. Vom Leid der Kämpfe, vom Blut und den entstellten Kameraden demoralisiert desertierten nach der Schlacht etwa 40% des Dämmersturms, was bis heute zum größten Truppenverlust in der Geschichte des Dämmersturms führte.


Der Dampfdruck-Dämmersturm-Wall

Infolge der gewaltigen Desertion und des Massenverrats am Dämmersturm, sah man sich gezwungen, defensivere Mittel und Wege einzuleiten, die bedrohte Mission erfolgreich abzuschließen. Hügel Eins und Hügel Zwei waren vollständig vom Feind bereinigt, offen blieb allerdings, wie es möglich sei, diese Stellungen nun zu verteidigen. Um einer schnellen Reaktion des Feindes vorzubeugen wurde bei geringem Truppenaufwand, Hügel Drei durch Mörserbeschuss geräumt. Der Dämmersturm gewann somit genug Zeit, bis zum Eintreffen Admiral Rübenhaus vom Dampfdruckkartell, bei Fort Dämmersturm auszuharren. Anlässlich der großen Zahl an Verwundeten war dies auch nötig. Wäre es zu diesem Zeitpunkt zu einem Gegenangriff gekommen, hätte dies einen sofortigen Abbruch der Mission zur Folge gehabt, sofern man überhaupt dazu in der Lage gewesen wäre, sich rechtzeitig zurückzuziehen. Beim Legen eines Minenfeldes östlich der gehaltenen Stellungen, konnte ein Schredder der Venture Company erbeutet werden.

Admiral Rübenhau erreichte vier Tage später Fort Dämmersturm. Seine Einheit geriet nur wenige Stunden zuvor unter Beschuss einer bis zu diesem Zeitpunkt unbekannten Söldnereinheit im Dienste der Venture Company. Diese neue Bedrohung löste neue Debatten aus, inwiefern es noch sinnvoll sei, die Operation mit den mangelhaften Mitteln fortzusetzen, doch Kommandant Tim Orodaro beharrte weiter darauf, die Stellung nicht zu verlassen, ehe man nicht alle Optionen ausgeschöpft habe. Rübenhau bezog auf Hügel Zwei und Hügel Drei Stellung, er richtete sich fortwährend auf kommende Angriffe der Venture Company ein. Ein weiterer Vorstoß war nicht geplant. Man hatte, was man wollte.


Der Fall von Hügel Drei

Der übermächtige Feind, die Venture Company, reagierte schnell auf die Errichtung des Dampfdruck-Dämmersturm-Walls. Man ließ dem mehrfach ausgezeichneten Admiral Rübenhau keine Zeit, seine Position ausreichend zu festigen. Die Venture Company entsandte mehrere, zahlenmäßig vollkommen überlegene, schwer gerüstete Truppenverbände zum konzentrierten Angriff auf Hügel Drei. Zwar tapfer kämpfend und größere Verluste am Feind verursachend, als sie selbst hinnahmen, unterlagen die Elite-Haudraufs von Beutebucht, wurden überwältigt und gefangen genommen. Ebenso Admiral Rübenhau. Die geplante Verteidigungslinie scheiterte an ihrer ersten Feuerprobe.


Die Befreiung Admiral Rübenhaus

Die Gefangennahme Rübenhaus hatte den dramatischsten und gleichermaßen riskantesten Einsatz der gesamten Operation zur Folge. Man musste ins Herz des Feindes selbst vordringen, um den überlebenswichtigen Verbündeten zu befreien und dem Feind einen schwerwiegenden Schlag zu versetzen. Dieser alte Bericht aus den Tagen des Dschungelsturms schildert die Ereignisse aus den direkten Eindrücken heraus.

"Binnen weniger Stunden formierten sich mehr als acht Zehntel der verfügbaren Truppen des Dämmersturms. Es waren nicht viele, doch man war sich der Tatsache bewusst, dass von der Rettung des Admirals, jeglicher Fortschritt abhing, den sie in diesem Dschungel noch machen konnten. Und in Anbetracht der Tatsache, hohe Verluste eingesteckt zu haben, würde aus dem Verlust Rübenhaus' das Ende der Mission und gegebenenfalls sogar die Vernichtung des gesamten Söldnerbundes resultieren. Die Tiefen des Waldes waren kaum ersichtlich. Man wusste nicht, wohin er gebracht wurde, geschweige denn, was die Venture Company mit ihm vorhatte oder ob er überhaupt noch unter den Lebenden weilte. In dieser Hinsicht nutzte der Dämmersturm einen hybriden Vorteil, der bereits mehrfach zu Erleichterung der Einsatzumstände geführt hatte. Worgen. In ihrer wilden, unbarmherzigen Gestalt waren sie fähig, die Fährte des verschollenen, alliierten Kommandanten aufzunehmen. Und aller Vermutung nach, sie führte ins Herz des Feindes. Zur Plattform 36, dem Stützpunkt der am Kampfeinsatz beteiligten Einheiten der Venture Company. Ein gewaltiges Terrain, abgefackelter Trauerlandschaften offenbarte sich den Truppen des Dämmersturms nach ihrem Eintreffen. Der Gestank von Öl und Rauch lag in der Luft. Hälse eines jeden zogen Kratzen mit sich. Ungesundes Klima, mit Aussicht auf Bleihagel, denn der Feind verfügte an dieser Stellung über mehr als zweihundert Tagelöhner, welche allesamt bereit waren, für warmes Essen und einen verdreckten Schluck Wasser, in die tödlichen Söldnerklingen zu springen. Solange, bis das schwarze Banner des Dämmersturms fallen würde. Doch Tim Orodaro hatte andere Pläne. Sich in dieser Situation einem offenen Kampf zu beugen, hätte den Untergang jeglicher Existenz der Männer und Frauen unter seinem Kommando bedeutet. Es mag schon verwunderlich sein, aus welchen Begebenheiten man in solch Situation Inspiration bezieht. Sich selbst, als gefallenen Söldnerhauptmann tarnend, umringt von den scheinbar trügerischen Verrätern, jedoch letztlich aufs Blut loyalen Mitgliedern des Sturms, unterwarf er sich dem drohenden Urteil der Venture Company. Der Eindruck einer Schein-Kapitulation erzeugte derartige Verwunderung, dass es dem Trupp tatsächlich gelang, ohne Waffengewalt, auf die Plattform, ins Hauptquartier.. vor den lokalen Großknecht zu treten. Doch kaum mehr einen Lidschlag später erfüllte die gleißende Abendsonne blanken Stahl. Die Söldner zogen ihre Waffen.. und aus dem Ring, schwarzer, wehender Wappenröcke, trat der Kommandant, das Bajonett im Hals des Großknechtes versenkend. Eine unerbittliche Salve Gewehrfeuer, vom kommenden Sturm berichtend, zerfetzte die heranahenden Truppen. Ingo Renfray lieferte aus sicherer Entfernung Unterstützungfeuer, sodass es nach langen, blutigen Minuten gelang, den Admiral aus der Kommandozentrale zu befreien. Dynamit und Granaten heulten, bis der Tag zu Weinen begann.. und der übrige Dämmersturm war verschwunden. Entflohen durch die strömenden Gewässer. Der Tod des Großknechtes, welcher unter dem Namen "Zwillingshub" bekannt war, dominierte die nächsten Monde mit Chaos und Unsicherheit in den Reihen des räuberischen Unternehmens. Der Dämmersturm hatte endlich Zeit, Luft zu holen."


Der Söldnerbund Plattenbrust

Motiviert von den Erfolgen im Herzen des Feindes und im Bestreben, den kürzlichen Tod des Großknechts und die daraus resultierende Zerstreuung des Feindes auszunutzen, zog man einen Durchbruch der groben Frontlinie im Norden in Erwägung. Allerdings scheiterten diese ersten Versuche fatal an der Verteidigungslinie des Söldnerbundes Plattenbrust, der sich erst jetzt auf den Schlachtfeldern des nördlichen Schlingendorntals zeigte. Man hat nie herausgefunden, wann genau und mit welcher Bezahlung sich der Hauptmann Blutbert, Anführer der Plattenbrustsöldner in den Dienst der Venture Company stellt, - Fakt ist aber das Admiral Rübenhau bereits im früheren Verlauf der Mission von diesen durchaus fähigen Kriegern attackiert wurde.

Der erste Vorstoß in das Gebiet der Plattenbrustsöldner, nördlich des Venture Company Territoriums endete in einer Niederlage für den Dämmersturm, dessen Streitrkäfte sich hierbei sogar unter Führung des Kommandanten selbst, bis nach Fort Dämmersturm zurückziehen mussten. Der Rückschlag wäre weitaus fataler ausgefallen, hätte der Söldner Ingo Renfray nicht im letzten Moment eingegriffen und den Männern und Frauen des Dämmersturms das nötige Deckungsfeuer geliefert.

Nunmehr völlig handlungsunfähig von den ständigen Gegenschlägen des Feindes, gleichermaßen aber auch nicht dazu in der Lage, das Krisengebiet einfach wieder zu verlassen, schickt der Dämmersturm Ingo Renfray ins Gebiet der Plattenbrustsöldner. Als Einzelkämpfer soll er hinter die feindlichen Linien vordringen und Hauptmann aus sicherer Entfernung heraus erschießen. Das Attentat glückt, doch aus dem Chaos heraus ergreift Sheyja, eine hochrangige Kurtisane des Bundes das Kommando und führt die Männer sofort in Richtung Fort Dämmersturm. Renfray gelingt unter schwerem Beschuss die Flucht. Die wenigen, zur Verfügung stehenden, alarmierten Verteidiger des Dämmersturms erwarten den ungeordneten Angriff des Söldnerbundes, ehe es Miyuu von Durenald gelingt, Sheyja bereits zu Beginn der neu aufflackernden Kämpfe mithilfe des Lichtes zu vernichten. Ihrer beiden Führungskräfte beraubt ziehen sich die Plattenbrustsöldner wieder zurück.

Einen Tag später erreicht Fort Dämmersturm die Kapitulation des Söldnerbundes Plattenbrust. Es fließen fünftausend Goldmünzen, diverse Nahrungsvorräte und eine große Munitionslieferung in die Hände des Dämmersturms, ehe man den gegnerischen Söldnern einen freien Rückzug von der Front gewährt.


Chaos in den Reihen des Feindes

Das weiterhin vorherrschende Chaos in den Reihen der Venture Company erlaubte den beinahe handlungsunfähigen Streitkräften des Dämmersturms mit geringem Aufwand, die erste der prüfenden Versorgungskarawanen sicher bis nach Fort Livingston zu geleiten. Diese Karawanen dienten, abgesehen vom sicheren Liefern der Vorräte zu diesem abgelegenen Außenposten dazu, herauszufinden, inwiefern man bereits von einer sicheren Route sprechen konnte oder nicht. Der Zeitpunkt, zu dem man die Karawane eskortieren sollte erwies sich, so kurz nach dem Sieg über den Söldnerbund Plattenbrust allerdings als unvorteilhaft. Für mehrere Operationen fehlte es an einsatzfähigen Einheiten, sodass man keine Möglichkeit hatte, dem Feind zeitgleich weitere Schläge zu versetzen. Als Resultat darauf gelang es einem Vorarbeiter der Venture Company, der auf den Namen Grimaldi hörte, Hügel Drei mithilfe seiner Abteilung zu erobern. Allerdings handelte Grimaldi ohne Absprache mit den anderen Vorarbeitern, sodass er sich relativ schnell inmitten von Kartell- und Dämmersturmtruppen wiederfinden musste. Seine Abteilung wurde bis auf den letzten Goblin niedergemacht.

Als den Befehlshabern des Dampfdruck-Dämmersturm-Bündnisses diese Situation klar wurde, das der Feind ungeordneter ist, denn je, setzte man auf weitere Maßnahmen, ihn festzusetzen und seiner Handlungsmöglichkeiten zu berauben.

Der Söldnerbund Dämmersturm und die Piratenbande unter Admiral Rübenhau entschieden sich, die Venture Company mit einer List zu täuschen. Unter dem Vorwand einen Waffenstillstand auszurufen, trafen sie sich zu Verhandlungen, mit zwei Vorarbeitern der Gegenpartei. Die Vorarbeiter wurden während der Besprechung getötet. Die sicherheitshalber ausgerichteten Mörserstellungen, unter der Führung von Ingo Renfray, vernichteten zwei der notgedrungen, anrückenden Abteilungen, welche ebenfalls darauf aus waren, die diplomatischen Verhandlungen zu ihren Gunsten zu nutzen. Im Verlauf der Schlacht erreichte lediglich eine kleine Feindgruppe die ohnehin beendete Versammlung, wo sie vom Kommandanten und seiner Leibgarde in einem kurzen Gefecht niedergemacht wurden. Alle anderen Abteilungen, die in die beidseitig manipulierten Gespräche eingreifen wollten, wurden zuvor von Ingo Renfray und den Mörsergeschützen vollständig aus dem Kriegsgebiet getilgt. Der Sturmbote war geboren und er sollte dem Dämmersturm in Zukunft noch viele weitere Siege bescheren.

Im weiteren Verlauf erhielt der Dämmersturm Verstärkungen durch neu angeworbene Söldner aus dem Ausland, die bald das Kampfgebiet erreichen sollten. Ohne langes Zögern organisierte der Kommandant weitere Angriffsmaßnahmen. Die Situation richtig einschätzend und auf Drängen des Sturmboten hin, war man nun sogar zu der tollkühnen Tat bereit, einen direkten Angriff auf die Venture Company der Plattform 51 zu wagen, sodass man einen Tag später, am Fuße der gewaltigen Stahlgerüste die Abteilung von Vorarbeiter Rankenschreck niederstreckt und den Feind einiger Schredder beraubt. Natürlich war es zu diesem Zeitpunkt noch nicht möglich, die gesamte Streitkraft des Feindes zu erfassen und zu besiegen, doch der Schlag verfehlte seine Wirkung nicht und ein geordneter Rückzug erwies sich für den Dämmersturm als problemlos durchführbar.

Nach diesem Sieg kam es zu einer weiteren, prüfenden Eskorte, was den Goblins die Zeit gab, sich endlich, mit dem, was sie noch hatten, neu zu sammeln. Eine letzte große Schlacht rückte somit immer weiter ins unausweichliche Bild der gesamten Operation "Dschungelsturm". Ein Kampf gegen die uneingeschränkte Masse der willenlosen Tagelöhner war das, was Orodaro schon vor Beginn des Unterfangens fürchtete, allerdings waren die Umstände nun andere und je nachdem, wo der Feind zuschlagen würde, habe man tatsächlich reelle Chancen auf einen Sieg.


Die Schlacht am Nazferiti

Im Angesicht der kommenden Schlacht widmete sich der Kommandant in den nächsten Tagen vollends der Errichtung weiterer Verteidigungsmaßnahmen. An Munition mangelte es nicht, seit man den Söldnerbund Plattenbrust besiegt hatte. Letztendlich war nur die entscheidende Frage zu klären, ob der Feind von Osten heran über den See oder von Norden und Süden heran über die zahlreichen Brücken und Dschungelpfade zur Schlacht finden würde. Zwar wäre ein rascher Angriff über den See auf die drei Hügel Gift für eine unvorbereitete Verteidigung gewesen, doch ein Nahkampf im Dschungel hätte die Situation weitreichend verschlimmert. Tatsächlich hoffte das Oberkommando der Dampfdruck-Dämmersturm Koalition sogar mit einem Angriff über den See, da man so genug Zeit hatte, den Feind mit der Artillerie auf offenem Gelände unter Beschuss zu nehmen. Die Verteidigungspläne reichten von anfänglichen Beschüssen am Seeufer, bis hin zu einem letzten blutigen Kampf, zwischen den Palisaden von Fort Dämmersturm. Vorher würde der Feind mehrere Flankenangriffe, Sprengfallen und vorbereitete Verteidigungsstellungen überwinden müssen. Hügel Eins wurde unter das Kommando des Sturmboten gestellt, Hügel Zwei unterlag dem Befehl Orodaros, der sich Rottenmeister Faylon Crookston als Leibgardisten wählte, er trug mittlerweile den Beinamen "Der Goblinschlächter". Die ausschließlich vom Kartell stammenden Streitkräfte bei Hügel Drei unterlagen dem Kommando von Admiral Rübenhau. Der kommandierende Vorarbeiter der Gegenseite war nie genau zu definieren, es handelte sich wohl um eine Zusammenarbeit mehrerer Abteilungen. Zahlenmäßig waren die Kartellstreitkräfte den vereinten Truppen von Dampfdruckkartell und Söldnerbund etwa Fünf zu Eins überlegen.

Die Spähposten des Dämmersturms meldeten die Mobilisierung des Feindes bei Sonnenuntergang. Mit hoffnungslos überladenen Booten wollte die Venture Company versuchen, das andere Ufer zu erstürmen. Bereits zu Schlachtbeginn kam es zu gewaltigen Verlusten auf Seiten der Goblins, die zahlreiche Schredder, Tagelöhner und Vorarbeiter unter immerzu erbebendem Mörserbeschuss verloren. Zeitgleich feuerte eine Rotte des Dämmersturms vom Ufer aus gezielt nach Befehlshabern und Maschinisten des Feindes. Das Zahlenverhältnis änderte sich binnen dieser kurzen Zeit bereits von Fünf zu Eins auf Drei zu Eins und ließ damit große Hoffnung zu, die Schlacht zu gewinnen. Nichtsdestotrotz konnten die Goblins das Ufer erstürmen und zwangen somit die erste Verteidigungslinie zum Rückzug den Dschungel, wo man die vorrückenden Streitkräfte des Kartells unablässig weiter mit Mörsergranaten bombardierte. Dann erreichte der Feind die Hügelstellungen, wo die Schlacht sich entscheiden sollte. Die immer weiter dezimierten Tagelöhner der V.C. konzentrierten ihre Angriffe auf Hügel Eins, sodass Hügel Zwei und Drei nur mit einer geringen Anzahl versprengter Goblins zu kämpfen hatte. Darüber hinaus waren die Angriffe auf Hügel Eins allerdings derart schlecht geplant, langsam und ungeordnet, dass es der Einheit des Sturmboten ein Leichtes war, sich zu behaupten. Die gewaltige grüne Masse der Venture Company war bis zum Dampfdruck-Dämmersturm-Wall bis auf den letzten Goblin vernichtet worden, ohne das es je zu den brutalen Nahkämpfen kam, die man zuvor befürchtet hatte.


Die letzte Eskorte

Da der Feind nun vollends besiegt war, organisierte man eine letzte, große Eskorte, um der Allianz und den Auftraggebern klar und deutlich die Botschaft zu vermitteln, dass der Auftrag nun erfüllt sei. Überraschenderweise erreichte die längst angeforderte Verstärkung des Kartells nun aber mithilfe von Flugmaschinen das Kampfgebiet. Es ist schwer einzuschätzen, wie sich diese Unterstützung auf die Schlacht am Nazferiti ausgewirkt hätte, doch letztendlich war sie nur der Topfen auf heißem Stein, am Ende des Dschungelsturms, der mithilfe aller verfügbaren Kräfte nach halbherzigen Gefechten beseitigt wurde. Ein Dämmersturm-Tagelöhner namens Rarnulf Rotglut war es, der Vorarbeiter Hurz erschlug, den letzten Befehlshaber des Feindes in diesem Konflikt.


Abschließende Worte

Als Resultat auf die Erfolge am Nazferiti erklärten der Dämmersturm und das Dampfdruckkartell ein dauerhaftes Bündnis, über Operation Dschungelsturm hinaus. Als man später die Plattform und alle umliegenden Einrichtungen der Venture-Company plünderte, erhielt der Dämmersturm einen nur wage überlieferten Anteil, der in seiner Summe allerdings so hoch war, dass sich jeder einzelne der Söldner hätte zur Ruhe setzen können. Demnach kam es später auch zu Rekordsummen bei der Soldvergabe. Heute ist die Summe auf etwa 40.000 Goldmünzen zu schätzen, die der Dämmersturm für den Einsatz im Dschungel erhielt.

Fort Dämmersturm wurde an Admiral Rübenhau übergeben, bis es dem Dämmersturm möglich sei, den Posten selbstständig zu halten. In Wirklichkeit war es auch langfristig sinnvoller für den Dämmersturm und den Admiral gleichermaßen, dass er diese Position dort halten kann und der Söldnerbund sich nicht weiter um seine Stützpunkte im Schlingendorntal zu kümmern brauchte.

Operation Dschungelsturm beendete eine Ära. Danach kam es zu zahlreichen Umstrukturierungen nicht zuletzt beflügelt durch den finanziellen Aufstieg der Organisation. Nie mehr durfte es geschehen, dass ein Drittel der verfügbaren Männer und Frauen, sich von ihrem Kommandanten lossagt und desertiert. Orodaro wurde vorsichtiger. Die Erfolge im Schlingendorntal sprachen sich herum und das ganze Unterfangen war nicht weniger als ein Sprungbrett in die Höhen der anerkanntesten Söldnerverbände des südlichen Königreiches. Es ist nicht zuletzt "die Geburt" des Sturmboten, an die man sich erinnert, wenn man das Wort Dschungelsturm ausspricht, denn ohne ihn, seine Heldentaten, die er selbst nie bestätigen würde und seine unvergleichlichen Fähigkeiten auf dem Schlachtfeld und als Berater des Kommandanten hätte das Unterfangen kein gutes Ende genommen.


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Dem Sturm entgegen! - Schlachtruf und Grußformel der Söldner des Dämmersturms.


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