Söldnerbund Dämmersturm

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 Betreff des Beitrags: Der Frühlingskrieg (Öffentlich)
BeitragVerfasst: 3. Mär 2015, 00:40 
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Historiographische Aufzeichnung der Expansions-Ära

Der Frühlingskrieg

Eintrag I, Einleitung


Diese Aufzeichnungen dokumentieren die Krise im Nordwest-Gefälle, die im Frühjahr unmittelbar nach dem großen Alterac-Feldzug ausgebrochen ist. Als Kriegsparteien stehen sich gegenüber; Fürst von Bauergard (bekannt als "Die Kobra"), Fürst von Wolke (bekannt als "Der Wolf") und die Truppen der Tobiasstädtischen Koalition, angeführt vom Söldnerbund Dämmersturm und der Cherusker Fahne. Der Beginn dieser Aufzeichnungen deckt sich mit dem Zeitpunkt der ersten geplanten Späheinsätze; das Oberkommando des Dämmersturms ist sich darüber bewusst, dass Kampfhandlungen nicht länger aus dem Weg gegangen werden kann. Das Studium dieser Aufzeichnungen soll jedem Mitglied des Söldnerbundes dazu dienen, die Geschichte seiner Einheit nachvollziehen - und aus ihr lernen zu können.

Walter Torfstich,
Skriptor des Dämmersturms
(Unmittelbar vor dem Frühlingskrieg)



Vorgeschichte

Gegen Ende des Alterac-Feldzuges, der während der Expansions-Ära des Dämmersturms geführt wurde, entstand die Tobiasstädtische Koalition. Dieses Bündnis aus Söldnerbund Dämmersturm und der Cherusker Fahne, hat das erklärte Ziel, die Ländereien von Tobiasstadt, Alterszapfen, Gorheim, Kupferdorf und Burg Wiesel (wenig später in Burg Wellenheim umbenannt) zu verteidigen und sich im Falle eines Angriffes oder im Falle wirtschaftlicher Not gegenseitig zu unterstützen. Rottenmeister Julius von Wellenheim, Hüter der Schriften, wurde zum obersten Vertreter des Dämmersturms in Alterac ernannt. Seine Rotte, die Wellenheimer Lanze und alle in Alterac zum Dämmersturm übergelaufenen Truppen und administrativen Abläufe unterstanden fortan seinem Befehl. Das schnelle Abrücken des Dämmersturms bei Einbruch des Winters, hinterließ von Wellenheim mehrere Aufgaben, allerdings auch neunzig Prozent des übrigen Kriegsgerätes aus dem Alterac-Feldzug. Von Wellenheim konzentrierte seine Arbeit auf die strukturelle Aufwertung der im Alterac-Feldzug gewonnenen Gebiete, besonders auf Gorheim, in dem die Reperaturen schnell vorangingen. Die Nahrungsmittelknappheit, die der Krieg hinterlassen hatte, wurde mit einer durch den Dämmersturm finanzierten Luftbrücke aus Eisenschmiede überbrückt. Alexander Veidt, Teil der Wellenheimer Lanze, wurde zum Botschafter Wellenheims ernannt. Außerdem erhielt er die Aufgabe, einen Teil der übergelaufenen Truppen für kommende Kampfeinsätze auszubilden, denn diese waren zum Ende des Alterac-Feldzuges hin kaum mehr als schlecht bewaffnete Banditen. Veidt war für diese Aufgabe insofern qualifiziert, als das er schon während des Feldzuges für Ordnung unter den Überläufern (insbesondere der Wieseltruppen aus Gorheim) gesorgt hatte.

Während des Alterac-Feldzugs hatte der Dämmersturm die Ländereien des Ebers (Fürst Trüffel) in der präzise ausgeführten Operation Schlachthaus erobert und die Herrschaft des Ebers binnen weniger Tage gebrochen. Dies geschah im Auftrag Markstadts, dem wirtschaftlichen Zentrum des Nordwest-Gefälles und der Hauptstadt der Ländereien der Kobra. Als sich der Dämmersturm im Anschluss der Besetzung der heutigen Koalitionsgebiete widmete, übernahm die Kobra die Kontrolle über die ehemaligen Ländereien des Ebers. Dieser immense Machtzuwachs von immerhin zwei größeren und einem kleineren Dorf, beunruhigte Fürst von Wolke, der im Westen des Gefälles über einige Festungen und verhältnismäßig produktiv geführte Ortschaften herrscht.

Da Fürst von Wolke, der Wolf, über den mit Abstand stärksten Militärapparat im Gefälle verfügte - und zum Zeitpunkt des Entstehens dieser Schrift, auch immernoch verfügt, liegt die Vermutung nahe, dass es zu offenen Forderungen gen Markstadt kam, die territoriale Expansion unter Androhung von Waffengewalt einzustellen. Markstadt erwiderte diese Drohungen (oder handelte aus einer Laune heraus), als es die am Rande des wolkischen Territoriums lagernden Söldnergruppen von Straßenwald kontaktierte und damit beauftragte, Angriffe auf die Siedlungen des Wolfs zu starten. Diese Angriffe waren zunächst wenig erfolgreich. Allerdings untersagte der Wolf seiner Armee, den betroffenen Siedlungen Unterstützung zu schicken, sodass die ertragreiche Minensiedlung Höhlingen schließlich überwältigt und den Plünderungen der Söldner zum Opfer fiel. Möglicherweise lag das Zögern des Wolfs an den Wetterbedingungen, denn die Mobilisierung einer so großen Armee, wie der des Wolfs, hätte im tiefsten Winter Verwundbarkeit offenbart. Durch diesen Sieg bestärkt, heuerte die Kobra einen Attentäter an, um den Wolf ein für alle mal zu beseitigen und ihre Expansion vollständig zu etablieren. Das Attentat scheiterte jedoch und hatte die sofortige Mobilisierung sämtlicher Vasallen des Wolfs, seiner Kriegsmaschinerie und der gesamten Armee zur Folge, die unter der Führung des Erben von Wolkes, Ferdinand von Wolke, binnen kürzester Zeit Höhlingen zurückerobert - und nur eine Woche später Straßenwald vollständig zerstört hatte.

Die wenigen überlebenden Söldner von Straßenwald und die zwielichtige Bevölkerung flohen nach Osten. An der Grenze der Koalitionsgebiete war es Alexander Veidt, der darüber verfügte, die Überlebenden des Söldnerbund Helmstahl unter Hauptmann Vincent Dürer, in den Dienst des Dämmersturms zu stellen und alle weiteren Flüchtlinge nach Tobiasstadt abzuschieben. Das war eine weitsichtige Entscheidung, denn der Dämmersturm wäre vermutlich nicht in der Lage gewesen, zusätzlich zum Wiederaufbau, auch Herr über die schwer einzuschätzenden Flüchtlingswellen aus Straßenwald zu werden, geschweige denn das die Luftbrücke genügend Lebensmittel für die Versorgung all dieser Kreaturen geliefert hätte. Tobiasstadt löste das Problem vorläufig, indem es jeden Flüchtling ins Militär integrierte und ein Milizregiment aushob. Der noch gut gerüstete Söldnerbund Helmstahl wurde fortan als Grenzwache in den eisigen Gebirgspässen der südlicheren Koalitionsgebiete eingesetzt; gegen Gold und Verpflegung.

Als Reaktion auf den Sieg des Wolfs, ließ die Kobra in Markstadt einen großen Teil der bereits evakuierten Landbevölkerung zur Miliz erklären und ausrüsten. Diese Entscheidung war unumgänglich, denn in einer offenen Feldschlacht hätte die völlig überforderte, viel zu kleine markstädtische Armee, die seit dem Alterac-Feldzug bei Dörflingen (weit abseits von Markstadt, in den ehemaligen Ländereien des Ebers) stationiert war, keine Chance gehabt, auch nur einen Bruchteil der Ländereien der Kobra gegen Invasoren zu verteidigen.

Wenige Wochen vor Beginn dieser Aufzeichnungen erreichte der Abesandte des Wolfs, Gawein von Klippenturm, die Ländereien der Koalition, um sich über ihre Schlagkraft und ihre Gesinnung zu erkundigen. Klippenturm erwies dem Hüter der Ländereien, Julius von Wellenheim, jedoch nicht den nötigen Respekt; es heißt, er sei nicht einmal bereit gewesen, seinen Namen zu verraten. Durch ein Duell, in dem Kjell, ein Mitglied der Wellenheimer Lanze, den Neffen Gaweins erschlug, wurde entschieden, dass dieser seinen Namen verraten und das Land umgehend verlassen müsse. Gawein von Klippenturm verließ also die Grenze des Koalitionsgebietes, hinterließ aber die Drohung, dass man es nicht dabei belassen würde.

Unsicher, wie man sich dieser Drohung gegenüber verhalten solle - und im Bewusstsein darüber, dass der junge Wolf bald auf Markstadt marschieren würde und der Dämmersturm in diesem Konflikt Farbe bekennen muss (ob für oder gegen den Wolf), reiste der Botschafter der Lanze, Alexander Veidt, nach Eisenschmiede. Als Reaktion auf die Meldung aus dem Norden, trat das Oberkommando zusammen und beriet sich über die kommenden Schritte. Das Resultat dieser Besprechung war der Beschluss, sich offenkundig aus dem Konflikt herauszuhalten, bis es nicht mehr zu umgehen sei, Partei zu ergreifen und in keinem Fall für die Interessen des Wolfs einzutreten. Stattdessen würde man versuchen, die Streitkräfte des Wolfs derart zu sabotieren und zu dezimieren, dass sich die Fortsetzung des Feldzuges für den Wolf als zu kostspielig erweisen würde. Ziel des Feldzuges könne nicht etwa die Vernichtung des Wolfes sein (was militärisch schwierig und außerordentlich verlustreich wäre), sondern ein neuer Status Quo, der nachhaltig Bestand haben kann; ein Abkommen, das alle drei Fraktionen, Koalition, Kobra und Wolf mit ebenbürtiger Macht ausstattet. Um dieses Vorhaben jedoch angemessen zu planen, so das Oberkommando, seien drei Aufklärungseinsätze von Nöten.

Bild
Situation zu Beginn des Frühlingskrieges

_________________
Dem Sturm entgegen! - Schlachtruf und Grußformel der Söldner des Dämmersturms.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Frühlingskrieg (Öffentlich)
BeitragVerfasst: 17. Mär 2015, 01:28 
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Historiographische Aufzeichnung der Expansions-Ära

Der Frühlingskrieg

Eintrag II, Operation Geist

Operation Geist soll die Unterstützung der markstädtischen Truppen bewirken, ohne das der Dämmersturm sich offenkundig dazu bekennt, Fürst von Bauergard zu unterstützen. Die Sabotage der vorrückenden Wolfsarmee soll Herzog von Wolke und seinen Sohn möglichst rasch an den Verhandlungstisch zwingen, um den Frühlingskrieg, vor der totalen Unterwerfung einer der Kriegsparteien, zu beenden. Mittel dieser verdeckten Kriegsführung sollen überfallartige Angriffe auf kleinere Verbände des Wolfs und seinen Nachschub sein.


Observation


Zitat:
Treffen mit Grünauge, ad-Kadif un Jagellovsk zur Abreise nach Alterac am Hangar von Eisenschmiede. Flug verlief ereignislos, Absprung ohne größere Probleme trotz schlechten Wetterverhältnissen durchgezogen. (Anm.: Die Fallschirme solltn in ihrer Machart verbessert werden - stelln nach wie vor zu oft'n unkalkuhlierbares Risiko durch Fehlfunktionen oder Ausfall dar). Planung mit den Teilnehmern durchgegangen - außenliegenden Treffpunkt und zeitliche Rahmen für unerwartete Trennung oder Zwischenfälle festgelegt.

Unbemerktes Betreten der Stadt erfolgte über den Abwasserkanal. Die Stimmung in der Bevölkerung zeigt sich niederschmetternd. Ein durch die evakuierten Flüchtlinge überlaufenes Armutsviertel, das nur schlecht durch Suppenküchen ernährt wird, Zwangsrekrutierungen in allen Altersklassen der niederen Schichtn und disziplinarische Strafen die öffentlich zur Mahnung vollzogen werden. Die überfüllte Stadt macht n unbemerktes Eindringen von kleinen Gruppen leicht.

Als Zeitpunkt des Einbruchs wurde ne öffentlich angesetzte Hinrichtung am Folgetag gewählt die man inner Bevölkerung in Erfahrung brachte. Noch zuvor wurde der Herrschaftssitz aus erhöhter Position einer naheliegenden sackralen Stätte samt Wachkontingent un Gebäudestrukturn ausspioniert. Der Zugriff erfolgte durch zeitgleiches Ausschalten der verstreut positioniertn Wachen über die Mauern unter Nutzung der Wetterbedingungen. Die Heraldik wurde zur Tarnung entwendet un angelegt, die letzten Wachen danach befragt, ausgeschaltet un ebenso durch den bereitgestellten Elementar Jagellovsks im Kanal entsorgt, wie die Vorgänger. Die Tarnung erwies sich als erfolgreich genug um unbemerkt über das Gelände zu passiern. Da ne nicht näher auszumachende un nicht zeitgleich unbemerkt ausschaltbare Anzahl Soldaten auf nem Balkon die Brücke zum Turm bewachte entschieden über einen unbewachten Seiteneingang den Weg durch das Anwesen selbst zu nehmen. Auch hier wurden die Wachen auf zwei Ebenen in einem Überfallmanöver zeitgleich unschädlich gemacht, die Leichen in geeigneten Räumlichkeiten versteckt.

Bei der Wachgruppierung aufm Balkon selbst wurd die Alarmvorrichtung von mir übersehn – der Plan sie durch die Information, dass 'nen Warnsignal durch gesichtete Eindringlinge gegeben wurd von ihrer Position zu locken schlug in nem Alarm nieder. Die Soldaten wurden zügig ausgeschaltet – Grünauge zur Verbarrikadierung der Türen zurückgelassen um den Vorstoß in den Turm zügig zu Ende zu bringen. Verbarrikadierung war mangelhaft, die alamierten Nachrückenden schalteten Grünauge der sich dämlicherweise zum ersten Fehler noch in Nahkampfreichweite positioniert hatte aus. Trotz kurz mangelnder Koordination wurden der Zugang zum Turm gewaltsam geöffnet, die Soldaten neutralisiert ehe die Verstärkung eintraf. Einzig nen Portal war in dem Raum zu finden, Jagellovsk konnt' nicht sagen wohin es führt, oder ob ne Rückkehr möglich is. Ad-Kadif angewiesen Grünauge der vom Balkon gestürzt war in Sicherheit über den zuvorigen Einstiegspunkt zu bringen, Jagellovsk angewiesen sich nach Erhalt aller ihm möglichen Informationen mit Hilfe des vorher festgelegtn Ankerpunkts der Blinzelrute ebenso aus'm Anwesen zu entfernen, statt das ungewisse Portal zu nutzen. Zwischenzeitlich die Türen vernünftig verbarrikadiert um das Eintreffen der Nachhut zu verzögern, während nach kurzer Unklarheitn ob der Vorgehnseweise ad-Kadif un Grünauge sich auf der Rücksseite des Anwesens entfernten un Jagellovsk sich der angewiesenen Tätigkeit widmete. Der Versuch des Magiers die Treppe im strömenden Regen niederzubrennen schlug fehl, also wurdn die kurzzeitig aufgehaltnen Wachen mit ner Finte auf ne falsche Fährte geschickt um Jagellovsk, ad Kadif un Grünauge Zeit zu verschaffen. Flucht von zweiterer Gruppe lief daraufhin nich zuletzt auch durch ad Kadifs Mühn reibungslos, die beidn tauchtn in der Stadt unter.

Jagellovsk wiederrum hatte n Turm in Brand gesteckt un sich auf eigne Faust durch das Portal gegeben. <Eine Textpassage wurde bis zur Unleserlichkeit durchgestrichen, man kann noch die Worte 'verdammter' und 'halbgar' erahnen.> Folgte ihm sobald die Wachen abgelenkt un weit genug entfernt warn. Kamen in ner Art "hüperdiemensionalen" Raum raus un wurden von nem arkanen Konstrukt empfangen, das ne erstaunliche Ähnlichkeit zu nem närrischen Gaukler oder sonstig geistig zurückgebliebenen Wesen mit nem Scheißssinn für Humor hatte. Dutzende Portale un ne verdammt beeindruckende Konstruktion die Jagellovsk als Leyknoten identifizierte. Da nich ersichtlich war welche der Portale funktionstüchtig warn, wohin die funktionierenden führn un um weitere Informationen durch die Ablenkung zu erhalten auf nen Spielvorschlag des Wärters eingegangen. Ne Handvoll alberner Kinderrätsel zu lösen war der Preis für die Zielnennung eines Portals und dessen Durchquerung. Abgelenkt genug kam raus, dass die Schaffung des Raums vier Jahrzehnte in Anspruch genommen hat un die Hallen Portale sowohl in die Südsee (keine nähere Ortsangabe), als auf Feralas, Khaz Modan, Dalaran un seit neuestem das vorgefundene in Alterac boten. Die magischen Fähigkeiten des Marschalls müssn demnach alle bisher angenommene Stärke noch um ein ganzes Stück übersteigen.

Da nen größeres Vorkommen verbotener Magie in Dalaran auffallen un geahndet werden würd un alle anderen Zielpunkte zu weit entfernt waren für das Durchschreitn das Portals nach Khaz Modan entschieden weit im Südosten Dun Moroghs endete. Die Unterkunft scheint verlassen oder vergessen zu sein, Dokumente deren Chiffrierung dem Code aus Gipfelhügel glichen wurden gesichert, das diesseitige Portal zerstört un die antreibenden Arkankristalle gesichert. Auch das Portal in Alterac sollte durch den Brand unnutzbar geworden sein. Mehrtägiger Rückmarsch nach Eisenschmiede verlief ohne Zwischenfälle.

Durch ad Kadif un Grünauge, die ne gewisse Zeit zur Versorgung dessen Wunden in Marktstadt blieben ehe sie zurückkehrten noch erfahrn, dass es zwischenzeitlich in der Stadt zu nem Anschlag auf die Kobra selbst kam, der jedoch durch den Marschall verhindert wurde. Noch vor dem Eindringen in's Anwesen hatten Rückfragen in der Bevölkerung die Anwesenheit verdächtiger Gestaltn (vermutlich dem Wolf zugehörig) ebenso Informationen über die Kobra in Erfahrung bringen wolltn. Auch die Rückkehr der beiden erfolgte ohne weitere Zwischenfälle.

Dokumente un Arkankristalle wurden übergeben.

Verluste: Keine. Grünauge sollte nach kurzer Rehabilitation wieder einsatzfähig sein.

Folgende Auszeichnung und Soldverteilung wird vorgeschlagen:

ad-Kadif: 55 Gold, 15 Marken, Siegmarke
Jagellovsk: 50 Gold, 15 Marken, Scharmützeltaler
Grünauge: 40 Gold, 10 Marken, Scharmützeltaler
Everard: 55 Gold, 5 Marken

A.E.

Anmerkung: Vielleicht wär ne Auszeichnung für den großteil reibungsfreien Ablauf der Infiltration für die beteiligten Söldner überlegenswert, auch wenn manche Dinge wider Befehl oder taktisch unklug gelöst wurden.



Zitat:
Aufklärungsflug des Geschwaders über Franzdorf

Teilnehmer: Manfred Ofenrichter (Pilot), Trixine Turbostich (Pilot)

Verlauf: Start mit Gryokoptern in Gorheim am frühen Morgen. Führten die S.E.L.F.I.E.-Kamera mit uns. Erreichten Zielgebiet noch vormittags. Das folgendes Bildmaterial konnte aufgenommen werden. Keine Kampfhandlungen; möglicherweise wurden wir Aufklärer jedoch gesehen. Rückflug eingeleitet. Sichere Landung in Gorheim. Einsatz für beendet erklärt.

Ergebnisse

<An dieser Stelle sind einige beschriftete Fotografien angebracht, die aus der Vogelperspektive das verschneite Gebiet um Franzdorf zeigen. Über den verschütteten Ruinen von Franzdorf befindet sich ein schwer bewachter (vermutlich) kezanischer Stützpunkt. Es lassen sich etwa ein Dutzend Schreddermodelle und eine ruhende Fliegerstaffel aus etwa fünfzehn leichten Jagdmaschinen erkennen. Durch den hoch liegenden Schnee wurden Straßen gegraben, die zu beiden Seiten in die Ländereien des Wolfs führen. Eines der Gebäude ist mit der Vermutung beschriftet, als Munitionsdepot zu dienen.>

Manfred Ofenrichter
Schatten Drei des Geschwaders Himmelsschatten
Söldner des Dämmersturms



Zitat:
Infiltration des wölfischen Heereslagers bei Straßenwald

Von Erfolg gekrönt, war's Vorhaben der Wellenheimer Lanze. Gleich nachdem der Befehl Alterac erreichte, brach der Hüter der Ländereien, Julius von Wellenheim, wackeren Herzens auf. An seiner Seite ritten Alexander Veidt und Valedor Falkenring. Bei Straßenwald, da lagen die Knochen eindrucksvoll gestapelt - und der einst im lichten Wald auf dem Hügel gelegene Söldnerstutzpunkt, ward gar völlig niedergebrannt von der Schar des jungen Wolfs. Stattdessen traf die eiserne Rotte, die, um sich vor Sichtung zu hüten, das Wappen des Dämmersturms nicht trug, auf zahlreiche Zelte und ein schwer bewachtes Heereslager. Dutzend um Dutzend, Soldat an Soldat - lange Zeltreihen und die Wappen vieler fremder Häuser, der Vasallen des Wolfs, waren da zu sehen. Ferdinand von Wolke, der junge Wolf, ruhte mit über fünfhundert Mann auf der Lichtung. Und diese Männer wirkten allesamt wacker und erfahren, trugen schweres Eisen und würden Sturmwinds Recken in nichts nachstehen. Schweres Kriegsgerät, Kanonen und Katapulte, stand bereit - und von weither ließen sich nicht weniger, als fünfzig treue Schlachtrösser auf den höchsten Hügelkuppen erblicken. Dies mussten - ohne Zweifel - die Tiere der furchterregenden Kavallerie des Wolfs sein. Doch fraglos genügte dieser Anblick nicht, um all das zu sehen, was am Wolfsheer so mächtig war. Also ließ Rottenmeister von Wellenheim über eine Patrouillie herfallen. Nach wildem Geplänkel, indem sich die Soldaten Ferdinands als schrecklich zäh und überaus gekonnt erwiesen, nahm man ihnen die Wappenröcke ab und trat schnell den Rückzug an. Einen Tag später brach Falkenring mit der Heraldik des Wolfs am Bauche auf, um ins Lagerleben des Feindes einzutauchen. Und die eherne Anmut des Falkenrings verführte gleich zur ersten Sonne, ein junges Ding mit Namen Margarete, die Tochter eines Vasallen war, doch ihrem Vater gerne Ärger machte. Drum ließ sie Falkenring, der im Lager nicht weiter aufgefallen war, bei sich ruhen - es gelang ihm aber nicht, den hohen Kreisen im Kommandozelt näher zu kommen, denn sie waren gut bewacht - und ihn, wenn er auch aussah wie ein Herzog und man ihn oft dafür hielt, ließ man nicht so einfach eintreten. Stattdessen erfuhr er also das Reden der einfachen, strammen Soldaten, die da sprachen und klagten, dass ihr Kampf so sinnlos sei, würde doch die Schlacht bei Markstadt, durch den Schlag ihres Luftschiffes schon entschieden sein. Ein Luftschiff! Das stärkste Beil des Wolfes. Und so sah er außerdem, wie die Goblins von Franzdorf Sprengstoff und neue Munition lieferten - und hörte auch, dass man bald wieder aufbrechen würde. Drum merkte er sich all dies, verließ das Lager bei Nacht und trug seinem Rottenmeister, auf Burg Wellenheim, all dies vor.

Julius von Wellenheim
Rottenmeister des Dämmersturms
Hüter der Schriften
und Hüter der Ländereien von Alterac



Theoretica


Das Theoretica von Operation Geist umfasst vier Einsätze, die nach Meinung des Oberkommandos höchste Priorität haben. Erst wenn die Ziele dieser Einsätze erreicht wurden, können weitere Schläge gegen die Armee des Wolfs geplant werden.

1. Ein kezanischer Stützpunkt, der sich auf den Ruinen von Franzdorf, irgendwo im Gebirge befindet, versorgt die Armee des Wolfs mit modernen Waffen und technologisch fortschrittlichem Kriegsgerät, wie etwa Schredder-Kampfläufern, Flugmaschinen, Schusswaffen, Sprengstoff und schwerer Artillerie. Dieser Stützpunkt muss beseitigt werden, um den Wolf von der Versorgung durch die Horde abzuschneiden.

2. Die Armee des Wolfs muss ausgebremst werden, ansonsten könnte sie in relativ kurzer Zeit Markstadt erreichen und angreifen.

3. Die Armee des Wolfs verfügt nicht nur über modernes Kriegsgerät, sondern auch über etwa fünfzig schwer gepanzerte, elitäre Ritter, die dem Wolf die Treue geschworen haben. Dieser Einheitentyp muss geschwächt werden, um den Truppen Markstadts Spielraum auf dem Schlachtfeld einzuräumen - ansonsten wäre die Schlacht bereits nach einem einzigen Ansturm entschieden.

4. Bei der zerstörerischen Geheimwaffe des Wolfs handelt es sich offenbar um ein bewaffnetes Luftschiff. Dieses Luftschiff muss beiseitigt werden, denn es wäre dazu in der Lage, den Konflikt ohne eine weitere Bodenoffensive zu entscheiden.



Practica


1. Die Rotte Everard wird über den Ruinen von Franzdorf abspringen und (A) versuchen, eine flächendeckende Lawine auszulösen, um das Nachschublager der Goblins zu zerstören. Sollte dieses Vorhaben scheitern, wird (B) ein Angriff auf den Stützpunkt eingeleitet. Um mit den zum Teil schwer gepanzerten Kampfläufern der Horde fertig zu werden, wird der Rotte reichlich Sprengstoff zur Verfügung gestellt. Es ist nicht davon auszugehen, dass die Flugmaschinen den Stützpunkt verteidigen werden, da sie sich entweder nicht in der Luft befinden, wenn der Angriff stattfindet oder abseits des Schlachtfeldes das Luftschiff eskortieren. Den bisherigen Informationen nach, umfasst der Stützpunkt eine Besatzung von 20-30 bewaffneten Goblins und mehreren Dutzend ziviler Kräfte.

2. Valedor Falkenring wird ein weiteres Mal das Heereslager des Wolfs infiltrieren und die Frau aufsuchen, die ihm schon bei seinem Aufklärungseinsatz hilfreich war. Er muss sie überreden, mehrere Phiolen mitgeführtes Gift in das Futter der Streitrösser und Lastentiere zu schmuggeln. Das Verenden der Tiere wird zur Folge haben, dass die Armee des Wolfs erheblich langsamer auf Markstadt marschiert - außerdem verliert die gefürchtete Kavallerie dadurch ihre primäre Schlagkraft.

3. Ein Sondertrupp aus Scharfschützen, angeführt von Ingo Renfray, wird von Gorheim aus mit Pferden in die zentralen Ländereien des Gefälles vordringen und die Straße mit Sprengfallen präparieren. Genauer soll die Gruppe einen Hinterhalt legen und das Heer des Wolfs direkt angreifen und sich dabei darauf konzentrieren Ritter, Offiziere und Vasallen des Wolfs auszuschalten, ehe der zügige Rückzug eingeleitet wird. Außerdem soll die Einheit die alte Reichsstraße an mehreren Stellen zerstören, um das Vorankommen der Wolfstruppen weiter zu verlangsamen. Auch diesem Trupp wird reichlich Sprengstoff zur Verfügung gestellt.

4. Das Geschwader fliegt regelmäßige Patrouillen um das Luftschiff und seinen Landeplatz aufzuspüren. Es ist den Truppen der Koalition vermutlich nicht möglich, das Luftschiff in der Luft auszuschalten, denn vermutlich wird es von den Flugmaschinen aus Franzdorf eskortiert - das Geschwader Himmelsschatten dagegen ist mit aktuell nur drei Piloten zu klein für einen Luftkampf dieser Größe. Stattdessen muss der Landeplatz des Luftschiffes gefunden - und es vom Boden aus zerstört werden. Die dafür zuständige Einheit wird vermutlich aus geeigneten Streitkräften des Dämmersturms gebildet. Da zum Zeitpunkt, an dem dieses Practica erstellt wurde, noch keine genauen Informationen über die Bedingungen dieses Angriffes vorliegen, hält sich das Oberkommando die Wahl der Einheit noch offen.


Verlauf

Zitat:
Kommandant!

Welch' Glück umgibt mich dieser Tage, dass ich euch so wunderbares berichten darf. Ein weiteres Mal, wie ihr es aufgetragen habt, ließ ich den Falkenring ausreiten und seine junge Liebschaft zur Margarete von Franzdorf, im Heereslager des Wolfs aufleben, das nun schon bei Talstadt sich befindet. Er war ihr ein Charmeur! Das muss ich sagen. Und weil er sie nun so rosig redend - und ganz verstohlen, an sich band, war es ihm ein leichtes, das Gift unter die Vorräte der Streitrösser zu treiben. Dem Lastentier war's Glück zugetan, da kam er nicht recht ran, denn die Zeit war knapp. Doch dem Wolf sind erstmal seine stolzen Ritter genommen, Valedor hat es gut getan und meiner Rotte dieser Tage große Ehre bereitet. Mich eurem Urteil stets und willig beugend, wage ich doch zu empfehlen, diesen Mitläufer für den Eid heranzuziehen - und für eine Auszeichnung. Fünfzig Reiter in einem Streich - das mag keinem sonst gelingen - und dabei trug er's schwärmend' Weib noch auf der Schulter!

Und noch was muss ich sagen, - ihr habt's bereits erfahren? Meine Salma ist heimgekehrt und schenkte mir einen Sohn. Ein kräftiger, gesunder Junge - der mich ganz und gar - und zu jeder Stunde mit Vaterstolz erfüllt. Doch hab' ich pflichtbewusst was zu versprechen! Mit Ordnung und wackerer Disziplin werde ich ihn zum Dämmersturm erziehen, damit er eines Tages in meine Fußstapfen treten und an erster Stelle dem Söldnerbund dienen kann, wo er an zweiter Stelle das Erbe des Hauses von Wellenheim antritt. Mich berauscht's derart, - und hitzig warm erfüllt es mich in diesen kalten Landen, dass ich ganz kühn noch eine weitere Bitte vorzutragen habe. Ich wünsche meine Salma zur Frau - fürwahr aus Liebe, aber auch damit's mit dem Jungen seine heilige Ordnung hat. Die Statuten verweigern mir dies - doch euer Wort wiegt schwerer. Und wenn ich nur eines schwören könnte, so wäre es doch meine Treue, die Treue des letzten Wellenheimers zum Dämmersturm - und aller die noch folgen sollen. Mein Platz hier in Alterac wäre dann in Stein gemeißelt - und keiner mag an der Würde des Dämmersturms - und der Würde seines Vertreters, hier im hohen Norden, zweifeln.

Ich zweifle keine Stunde an der rechten Entscheidung des Oberkommandos. Möge es darüber verfügen, wie sich's mit mir verhält.

Dem Sturm entgegen,
Julius von Wellenheim
Rottenmeister des Dämmersturms
Hüter der Ländereien von Alterac
Hüter der Schriften



Zitat:
Treffen der Einsatzteilnehmer Reddick, Jagellovsk, Grünauge, ad-Kadif und Everard in Eisenschmiede. Flug in das Nordwestgefälle verlief ereignislos, allerdings sorgte die Wetterlage für Turbulenzen. Absprung erfolgte dennoch ohne Zwischenfälle bereits einige Meilen vor dem Zielpunkt um das Risiko eines Unfalls oder von Verletzungen an den Steilhängen durch den Wind geringzuhalten.

Temperaturen und Wetterverhältnisse verschlechterten sich weiter auf dem Marsch in an die Umgebung angepasster Kleidung Richtung Franzdorf abseits der Straße. Spuren wurden grob beseitigt, der Witterung der Rest überlassen zum der möglichen Entdeckung vorzubeugen nachdem einige vermutlich motorisierte Fahrzeuge auf der Grabenstraße entdeckt wurden. Aufgrund des stetig stärker werdenden Schneesturms befohlen Schutz an den Felshängen im Westen zu suchen statt das Risiko erfrorener Einsatzteilnehmer. völliger Erschöpfung und nem halsbrecherischen Aufstieg einzugehn.

Nach Abklingen des Sturmes und damit einhergehender Rast Franzdorf nordwärts umgangen. Einige Teilnehmer littn dennoch unter den harten Marschbedingungen. Zusammen mit ad-Kadif den Aufstieg der restlichen Gruppe vorbereitet, Steilhänge erklommen. Verschiedenes schweres Kriegsgerät konnte ausgemacht werden, darunter Schredder, die Fliegerstaffel jedoch konnte nich bestätigt werden - befand sich sehr warscheinlich wo anders. Schneereichen Steilhang zur Positionierung der Sprengladungen und des Dynamits gewählt, aus der Deckung heraus nach dem Anbringen der Explosivstoffe sequänzielle Zündung befohlen. Geröllrutsch un Lawine begruben den Zielpunkt vollkommen - un auch nach dem Abstieg wurden keine Überlebenden nach einer Sicherungszeit vorgefunden.

Rückkehr ins Koalitionsgebiet im Rücken der Wolfsarmee abseits der Straßen. Fanden Spuren von getöteten Arbeitern und verbrannten Holzlieferungen noch im Herzogsgebiet jenseits von Burg Stahlkamm. Der Gedanke von Saboteuren der Kobra auf dem Feingebiet liegt entsprechend nahe. Die Armee selbst is seit den letzten Berichten weiter nach Osten gewandert, hat das Heereslager in der Nähe der weiträumig entwaldeten Reichstraßenkreuzung zwischen Kaderwulst und Talstadt aufgeschlagen. Umgingen das Lager großzügig über die Steilpässe.

Tobiasstadt wurde ohne weitere Zwischenfälle erreicht, Marsch nach Gorheim und Rückflug nach Eisenschmiede.

Verluste: Keine. Alle Teilnehmer sollten weiterhin einsatzbereit sein.

Verbliebene Mittel: 5 Heiltränke, 10 schwere Granaten

Folgende Auszeichnung und Soldverteilung wird vorgeschlagen:

ad-Kadif: 50 Gold
Grünauge: 50 Gold
Jagellovsk: 50 Gold
Reddick: 50 Gold
Everard: 100 Gold

A.E

Anmerkung: Eventuelle Auszeichung für den erfolgreichen Einsatz im Feindesgebiet und die Vernichtung des Stützpunktes unter dem Anschein von Naturgewalt statt Fremdeinwirkung wäre für die Teilnehmer denkbar. Durchhaltevermögen der Rotte unter den extremen Wetterbedingungen und dem Gewaltmarsch war ausreichend un diszipliniert, ist aber ausbaufähig.



Ingo hat geschrieben:
Einsatzbericht
Von Ingo „Sturmbote“ Renfray
Operation Geist, Phase Zwei

Einsatzgebiet: Reichsstraße von Alterac, im Nordwestgefälle, zwischen Talstadt und Markstadt
Missionsziel: Hinterhalt für feindliche Offiziere und Truppen ausführen und Straße demolieren, um das feindliche Vorrücken aufzuhalten
Missionsteilnehmer: Ingo „Sturmbote“ Renfray (Champion), Iris Theane (Söldnerin), Klaruz Dunkelklüft (Söldner), Isirion Grünauge (Söldner), Jenit Sulla (Tagelöhnerin), Wilfred Koch (Tagelöhner), Vaeln Reddick (Söldner)
Missionsdauer: 2 Tage
Missionsergebnis: Schwere Verluste bei der feindlichen Infanterie, leichte Verluste bei den feindlichen Offizieren, Straße auf circa 30% ihrer Länge demoliert

1.Tag: Lufttransport am Vormittag des 23. Tages diesen Monats von Eisenschmiede nach Gorheim verläuft ohne Zwischenfälle. Mittags in Gorheim kurze Einsatzbesprechung, dann Ritt nach Tobiasstadt. Nach Absprache mit den Helfern der Cherusker geht es weiter über den Pass. Der Ritt bis zur Kreuzung nimmt einige Stunden in Anspruch und es ist Nachmittag, als wir endlich ankommen. Am Zielort ist noch alles ruhig; ein kleiner Hügel in der Nähe stellt sich als gute Feuerposition heraus. Beim Ausspähen der Lage bemerken Iris und Isirion Feuerschein im Süden – entweder wurde Talstadt geplündert und gebrandschatzt oder das Heerlager des Wolfs hat sehr viele Feuerstellen. Die Ankunftszeit der feindlichen Verbände wird auf 1-2 Stunden geschätzt, weswegen wir schnell ans Werk gehen. Klaruz, Jenit und Wilfred kümmern sich um das Verteilen der 8 Sprengladungen in Schlaglöchern auf der Straße, Isirion und Iris legen das Dutzend Minen, ich das Dutzend Sprengfallen so, dass die der Straße zugewandte Seite des Hügels vollständig abgedeckt wird. Nachdem alles bereit ist, verteilt sich der Trupp auf dem Hügel in Schusspositionen; Iris wird als Späherin auf den Baum auf der Hügelkuppe beordert. Das Warten auf die feindlichen Truppen beginnt.

Abend: Die Wolfsarmee lässt nicht allzu lange auf sich warten. Als die Sonne langsam unterzugehen beginnt, trifft die Vorhut der Feinde an der Kreuzung ein. Da es sich nicht um Offiziere, sondern nur circa 30 schwere Infanteristen handelt, lassen wir sie passieren. Hinter ihnen folgen etwa 100 weitere Infanteristen unter verschiedenen Bannern – eindeutig Vasallentruppen. In der Menge der Kolonne kann der Trupp 6 Adelige und 5 Offiziere ausmachen. Da die Gelegenheit, so viele Männer des Wolfs auf einen Schlag mit seinen Vasallen zu erledigen, zu günstig ist, als dass man sie nicht beim Schopfe greifen sollte, befehle ich die Zündung der Sprengladungen. Nachdem sich der Staub gelegt hat, liegt ungefähr die Hälfte der feindlichen Soldaten zerfetzt im Dreck, während der Rest in den Kratern Deckung sucht. Die Explosion hat anscheinend alle Offiziere und Adeligen getötet. Ich befehle, das Feuer erst einmal zu halten – möglicherweise würden die Vorgänge an der Front die Adeligen aus der Nachhut heranlocken. Da es nebenbei angefangen hat zu gewittern, befehle ich schließlich, als sich eine Weile lang nichts tut, unter dem Geräuschschutz des Donners gezielte Schüsse auf die Soldaten abzugeben, um so viele wie möglich zu töten. Die entstehende Panik unter den Soldaten lockt die Vorhut zurück; ihr Anführer kündigt sie mit einem goldenen Horn an. Ich versuche, ihn auszuschalten, treffe aber leider nicht tödlich. Währenddessen marschieren Armbrustschützen vom Ende der Kolonne heran; Iris versucht wiederum deren Anführer auszuschalten, kann ihn aber ebenfalls nur schwer verwunden.

Nachdem sich die Soldaten der zerfetzten Infanteriekompanie hinter einige Felsen in Deckung gerettet haben, befehle ich den Beschuss auf die heranrückende Vorhut zu verlagern, in der Hoffnung, sie so weit dezimieren zu können, dass wenn sie in unsere Sprengfallen liefen keiner mehr übrig bleiben würde. Zu diesem Zeitpunkt scheinen die feindlichen Truppen endlich begriffen zu haben, von wo wir angreifen. Während wir Schuss um Schuss die Vorhut auf etwa 20 Mann dezimieren, bringen sich die Armbrustschützen in Stellung; ihr Beschuss richtet aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse nicht allzu viel Schaden an, aber zwei Glückstreffer erwischen tatsächlich mich und Iris. Heiltränke und Entschlossenheit halten uns auf den Beinen. Daraufhin befehle ich der Truppe, in volle Deckung zu gehen und sich bereit zum Abzug zu machen, während sich die Vorhut schon bereit macht zu stürmen. Auf ihrem Weg den Hügel hinauf laufen die Soldaten durch die Stolperdrähte und die Granatenbündel halbieren ihre Anzahl. In unserer guten Deckung warten wir den zweiten Armbrustbeschuss ab, nur Wilfred, der unbedingt noch ein paar Pfeile auf die Angreifer abschießen muss, bekommt einen Streifschuss ab. Ich gebe den Befehl, einen letzten Abschiedsgruß in Form aller verfügbaren Granaten zu schicken. Unser Granatenhagel reibt die Überreste der Vorhut effektiv auf, dann treten wir den Rückzug an. Insgesamt schätze ich die feindlichen Verluste auf circa 70 bis 80 Mann, davon wie gesagt 6 Adelige und 5 Offiziere, also 15 Prozent der Wolfsarmee, wenn wir von einer Gesamtstärke von 500 Mann ausgehen. Leider hatten wir keine Gelegenheit, weitere Ritter aufs Korn zu nehmen. Weil sie nicht beritten waren, war es schwer in der Masse der Kolonne die Adeligen und Offiziere von den Infanteristen zu unterscheiden. Wir haben alles gegeben, alles verschossen was wir hatten, aber letztendlich war es wie der Versuch einen Hausbrand mit Schneebällen zu löschen und wir mussten uns zurückziehen.

Nacht: Wir erreichen, ohne verfolgt zu werden, den Pass nach Tobiasstadt. Die Hilfskräfte der Cherusker versorgen unsere Wunden und ich lasse aus Burg Wiesel zusätzliche Heiltränke anfordern. Die Truppe darf sich bis zum Morgengrauen ausruhen, sie hat es sich verdient. Außerdem ist es unwahrscheinlich, dass sich die Wolfstruppen so schnell wieder neu formieren können, dass wir die Straße nicht auch mit einer kleinen Erholungspause ordentlich demolieren können.

2.Tag: Frühmorgens laden wir die zusätzlichen Sprengsätze und Dynamitstangen auf und schwingen uns wieder auf die Pferde. Die Verwundung von Wilfred Koch hat sich als schlimmer erwiesen als zunächst gedacht; für ihn übernimmt Vaeln Reddick. Auf dem Rückweg zur Reichsstraße lasse ich die unmittelbare Umgebung der Kreuzung umgehen, indem wir eine Weile lang querfeldein reiten. Die Feuerstellen der Wolfsarmee sind noch aus großer Entfernung zu sehen; ich vermute, sie haben sich erstmal eingegraben, möglicherweise um ihre Route zu überdenken. Iris meint, während unseres Ritts zwei Reiter in nordwestlicher Richtung zu sehen, aber bevor wir einen guten Blick erhaschen können, verschwinden sie hinter einem Hügel. Möglicherweise Späher der Kobra oder des Wolfs. Als wir wieder die Straße erreichen, beschließe ich, nicht lange zu fackeln und mit der Demolierung zu beginnen. 10 unserer 20 Dynamitstangenbündel werden unter Klaruz´ Leitung von Jenit und Vaeln an strategischen Stellen der Straße platziert, während der Rest von uns Wache hält. Noch während sie arbeiten, meldet Iris erneut Bewegung: diesmal 5 bewaffnete Schleicher, die sich von Nordosten nähern. Ich gebe Befehl, die Pferde zu verstecken und in Deckung zu gehen, um sie beobachten zu können. Die Bewaffneten tragen Masken, keine Rüstungen, aber sie wirken auch nicht wie lumpengekleidete Banditen. Dafür wirkt ihr Vorgehen zu abgestimmt und ihre Kleidung zu hochwertig. Isirion und Vaeln bemerken indes, dass ein einzelner Findling in der Nähe etwas seltsam aussieht; wie eine Attrappe. Mich beschleicht immer mehr das Gefühl, dass hier ein Hinterhalt geplant wird und wir irgendwie in der Todeszone sitzen. Deshalb gebe ich Befehl, die Lunten zu zünden und uns dann schnell auf den weiteren Weg nach Norden zu machen. Um mögliche Lauerstellungen des unbekannten Gegners zu umgehen, schlagen wir einen Bogen abseits der Straße.
Die geplanten Explosionen erfolgen indes ohne größere Probleme und die Straße wird verschüttet, aufgerissen und ganz allgemein auf langer Fläche unbrauchbar gemacht. Anbei ein großes Lob an Klaruz als unseren Sprengmeister.

Den feindlichen Stellungen auszuweichen erweist sich zuerst als nicht besonders schwierig, aber Klaruz bemerkt, dass auch weiter westlich immer wieder unauffällige Auffälligkeiten wie sich bewegende Büsche in der Landschaft zu sehen sind. Wahrscheinlich Postenketten, die bei feindlichen Manövern Alarm schlagen sollen. Als wir schließlich den Bogen zu Ende drehen und von einem Hügel aus Legdenstein überblicken, stehe ich vor der Wahl, ob wir weiter vorrücken oder uns lieber zurückziehen sollten. Unschlüssig, ob es das Risiko wert ist, getarnt in gesichertes Kobragebiet vorzurücken und dort weiter Ladungen zu platzieren, gebe ich die Frage an die Truppe weiter. Schließlich fällt meine Entscheidung im Angesicht der Möglichkeit, unser Eingreifen in den Konflikt gegenüber der Kobra preiszugeben und ich beschließe, dass wir uns zurückziehen und versuchen, die Straße näher an der Kreuzung weiter zu zerstören. Der Rückweg verläuft ereignislos und wir wiederholen das Manöver mit den Dynamitstangenbündeln, ohne gestört zu werden. Insgesamt haben wir, so schätze ich, circa 30% der Strecke von Talstadt nach Legdenstein in ein Trümmerfeld verwandelt, wenn man die Krater durch den ersten Hinterhalt mitzählt. Das bedeutet Unfälle, gebrochene Achsen, müde Männer, die helfen müssen, Karren und Kanonen zu schieben und jede Menge Zeitaufschub für die Armee des Wolfs. Unser Rückzug nach Tobiasstadt und schließlich nach Gorheim verläuft ereignislos. Kurz vor dem Ende des Tages landen wir wieder in Eisenschmiede. Habe die Truppe wegtreten lassen.


Persönlicher Kommentar: Der ganze Trupp hat sich während des Einsatzes durch ein hohes Maß an Disziplin und Entschlossenheit ausgezeichnet. Die Vorbereitung des Hinterhaltes verlief reibungslos und wie aus dem Lehrbuch. Wo andere im Angesicht der gegnerischen Übermacht vielleicht die Nerven verloren hätten und geflohen wären, hielten sie unter Beschuss und Ansturm die Stellung ohne ein Wort der Klage. Dieser Akt der Tapferkeit führte zu horrenden Verlusten unter den feindlichen Truppen; um ihn zu würdigen, empfehle ich die Auszeichnung aller beteiligten Mitglieder mit der Silberaxt. Außerdem empfehle ich, ebenfalls aufgrund der oben genannten Begebenheiten, die Beförderung von Jenit Sulla und Wilfred Koch zu Mitläufern.

Soldverteilung: Die Soldhöhe entspricht der Norm. Marken entfallen, da keine Angaben bestehen.

Ingo „Sturmbote“ Renfray: 100 Goldmünzen
Iris Theane: 50 Goldmünzen
Klaruz Dunkelklüft: 50 Goldmünzen
Isirion Grünauge: 50 Goldmünzen
Jenit Sulla: 1 Goldmünze
Wilfred Koch: 1 Goldmünze
Vaeln Reddick: 50 Goldmünzen



Ergebnis

Operation Geist erwies sich als ein voller Erfolg. Der Waffenstützpunkt bei Franzdorf konnte durch den Einsatz der Rotte Everard vollständig zerstört werden. Valedor Falkenring gelang es, die Reittiere der Wolfsarmee zu vergiften und im Anschluss daran konnte der Sturmbote in einem geradezu vernichtenden Überfall auf die Kolonnen des Wolfes ein Siebtel seiner Armee vernichten. Das Guerilla-Konzept des Frühlingskrieges hat also in jeglicher Hinsicht seinen Zweck erfüllt, weswegen es auch im weiteren Verlauf des Konfliktes zur Anwendung kommen soll. Durch die massive Zerstörung der Reichsstraße, die Verluste und die Schockwirkung der unablässigen Sabotage, ist die Armee Ferdinands einmal mehr ins Straucheln geraten. Der Marsch in Richtung Markstadt ist also abermals um viele wertvolle Tage verzögert. Einzig das Luftschiff des Feindes konnte immer noch nicht aufgespürt werden. Aufgrund der makellosen Erfolge, die Operation Geist mit sich brachte, wurden sämtliche Teilnehmer der Operation (zum Teil sogar mehrfach) ausgezeichnet. Die Rotte Everard erhielt nun schon zum dritten Mal den Dreinachtsmond; diesmal um die reibungslos ablaufende Zerstörung des kezanischen Stützpunktes bei Franzdorf zu ehren. Der Trupp des Sturmboten wurde dagegen für seine vernichtende Wirkung mit der Silberaxt ausgezeichnet.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Frühlingskrieg (Öffentlich)
BeitragVerfasst: 24. Mai 2015, 19:32 
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Historiographische Aufzeichnung der Expansions-Ära

Der Frühlingskrieg

Eintrag III, Operation Schmetterling

Operation Schmetterling soll an die Erfolge von Operation Geist anknüpfen und die verdeckten Tätigkeiten des Dämmersturms zum Abschluss führen. Ziel der Operation ist die Sabotage des Wolfes insoweit, als das Markstadt dazu in der Lage ist, seiner Armee auf dem Schlachtfeld begegnen zu können. Noch während die Planung für Operation Schmetterling beginnt, überschlagen sich jedoch die Ereignisse. Eine unbekannte, wappenlose Armee hat das Nordwest-Gefälle betreten, den Wolf herausgefordert und ihm in einer eintägigen Schlacht und vielen kleineren Scharmützeln große Verluste beigebracht, ehe sie vom plötzlich auftretenden Luftschiff fast vollständig vernichtet wurde. Diese plötzliche Fügung zeigt einmal mehr die Zerstörungskraft, die sich hinter der Geheimwaffe der von Wolkes verbirgt, weswegen Operation Schmetterling auch großen Wert darauf legt, sie endlich aus dem Weg zu schaffen.


Observation

Zitat:
Eilmeldung aus Alterac, Schlacht bei Legdenstein, Sichtung des Zeppelins

Teilnehmer: Manfred Ofenrichter (Pilot)

Verlauf: Meldung tobiasstädtischer Späher in Gorheim, dass zwei Heere bei Legdenstein aufmarschieren würden. Befehl von Rottenmeister von Wellenheim, eilig die Flugmaschine bereit zu machen. Start bei Gorheim im Schutz der Nacht. Annäherung an die Schlacht nahe Legdenstein - Landung hinter einigen Felsen. Beobachtung der Schlacht:

Eine fremde, zweihundert bis dreihundert Mann starke, wappenlose Armee marschiert in kleinen Formationen auf. Gut gerüstet, - in erster Linie leichte Infanterie. Der junge Wolf reagiert, indem er ebenfalls aufmarschieren lässt. Über vierhundert Mann. Hauptsächlich schwere Infanterie und Armbrustschützen. Dahinter leichte Infanterie und leichte, sowie schwere Artillerie. Der junge Wolf verzichtet zunächst auf starke Schlachtreihen; lässt die Männer stattdessen in zehn bis zwanzig Mann starken Gruppen aufmarschieren, dessen letztes Drittel - manchmal auch die Hälfte - aus Armbrustschützen besteht. Schlachtbeginn durch Angriffsbefehl des jungen Wolfes. Erste Scharmützel vor der linken Flanke des jungen Wolfes. Viele Einzelkämpfe. Geschicktes Manövrieren und Beschuss auf mittlerer Entfernung lassen die vorstoßenden Wolfstruppen wieder den Rückzug antreten. Der Wolf reagiert auf die ersten Verluste mit einstündigem Bolzenhagel. Dann eine Stunde Ruhe. Dann wieder eine Stunde Bolzenhagel. Der Wolf formiert die Truppen wieder zu festen Schildwällen; versucht seinen Feind (vermutlich) aus der Reserve zu locken. Das Vorhaben gelingt. Die fremde Armee ergreift die Initiative und konzentriert Angriffe auf die Hauptkampflinie des Wolfs. Das Vorhaben scheitert kläglich. Der junge Wolf lässt die zurückfallenden Truppen der fremden Armee verfolgen. Der ausrückende Stoßtrupp gerät in einen Hinterhalt und wird beinahe restlos niedergemacht. Wieder eine Stunde Bolzenhagel, den die fremde Armee über sich ergehen lässt. Eine Stunde Pause. Dann zusätzlich dazu Artilleriebeschuss. Wieder eine Stunde Pause. Dann dreistündiges Bombardement mit Bolzenhagel und Artillerie. Dann, ein gezwungener, aber konzentrierter Angriff aller Truppen (der fremden Armee) auf die rechte Flanke des Wolfs. Fürchterliches Blutvergießen. Den Fremden gelingt der Durchbruch, doch kurz darauf treten sie (vermutlich) aufgrund der gewaltigen Verluste den Rückzug an. Sichtung eines schwarzen Schattens am Himmel. Das Luftschiff, in Begleitung von acht kezanischen Abfangjägern, hält auf die flüchtende, fremde Armee zu und vernichtet sie beinahe restlos mit fremdartiger, brennstoffbasierter Kriegstechnologie. Das ganze Feld brennt. Dann: Umgehender Start der eigenen Maschine, um das Luftschiff zu verfolgen. Dabei: Sichtung einer zweiten, etwa hundert Mann starken Streitmacht, die aus dem Süden auf die hinteren Reihen, auf Tross und Artillerie des Wolfs zuhält. Ursprung unbekannt. Aufgrund der Verfolgung des Luftschiffes kann der Schlachtverlauf nicht weiter verfolgt werden. Verfolgung des Luftschiffes bleibt unerkannt.

Kurz vor Weisshaupt wird der Rückzug angetreten. Landung in Gorheim. Meldung beim Rottenmeister. Flug nach Eisenschmiede. Meldung beim Oberkommando.

Dem Sturm entgegen,
Manfred Ofenrichter



Zitat:
Aufklärungsflug über Legdenstein, nach der Schlacht bei Legdenstein

Teilnehmer: Manfred Ofenrichter (Pilot), Trixine Turbostich

Verlauf: Start mit Gryokoptern in Gorheim am frühen Morgen. Führten die S.E.L.F.I.E.-Kamera mit uns. Erreichten zügig das Zielgebiet. Das folgendes Bildmaterial konnte aufgenommen werden. Keine Kampfhandlungen; möglicherweise wurden wir Aufklärer jedoch gesehen. Rückflug eingeleitet. Sichere Landung in Gorheim. Einsatz für beendet erklärt.

Ergebnisse

<An dieser Stelle sind einige Fotografien angebracht, die das Gelände um Ledgenstein zeigen. Zum Teil gibt es immernoch Brandherde, die auch der Regen nicht löschen konnte. Die Armee des Wolfs lagert dort, wo sie sich auch vor der Schlacht von Legdenstein befand. Im Hinterland befinden sich vereinzelt Trümmer und tote Lastentiere. Vermutlich der verwundete Tross und die teilweise zerstörte Artillerie. Im Lager selbst sind zahlreiche Lazarette zu sehen. Vermutlich hat der Wolf also mit vielen Verwundeten zu kämpfen und ist deshalb noch nicht weiter gezogen.>

Dem Sturm entgegen,
Manfred Ofenrichter



Zitat:
Notiz an den Sturmboten
Einsatz magischer Kräfte des Dämmersturms im Frühlingskrieg
Vorschläge von Sergei Jagellovsk


1.Da sich nun drei Arkankristalle in unserem Besitz befinden, besitzen wir auch die potenziellen Speicherkapazitäten, um eine gewaltige Menge Mana freizusetzen. Ich habe die Schlachttheoretica studiert und bin der Ansicht, dass die größte mögliche Gefahr, die wir nicht direkt kontern können, von dem feindlichen Luftschiff ausgeht. Mit Hilfe der Arkankristalle wäre ich, als Meister der Beschwörung, in der Lage einen Hybriden der Elementarwelt, einen Jäger des Himmels aus Wind und Feuer, herbeizurufen. Die Rede ist natürlich von phoenix imperator, dem Kaiserphönix. Ich muss zugeben, dass ich nicht über den Grad der Meisterschaft verfüge, der nötig ist, um ein so eigensinniges Wesen wie den Phönix zu bändigen und meinem Willen zu unterwerfen. Aber die Unterwerfung ist auch gar nicht nötig, er muss nur entfesselt werden: der Kaiserphönix ist ein äußerst territorialer Prädator, der keine Einmischung in sein himmlisches Jagdgebiet duldet. Ein großer, fliegender Rivale in seinem Territorium wird ihm missfallen. Und was ihm missfällt, das verbrennt er oder zerreißt es mit seinem diamantharten Schnabel, sei es nun Holz, Stahl oder Fleisch. Natürlich würde das letztendlich auch bedeuten, dass wir nicht mehr in der Lage wären, im Nordwestgefälle gefahrlos Luftaufklärungseinsätze durchzuführen. Allerdings muss der Verlust dieser Möglichkeit im Angesicht des möglichen Nutzens, der Zerstörung des feindlichen Luftschiffes, abgewogen werden.

2.Durch eine relativ simple Manipulation mit Runen der Erosion könnten die Gebirgspässe ins Gebiet der Koalition für mögliche Angreifer zu Todesfallen gemacht werden. Während meiner Zeit in Theramore wurden auf diese Art und Weise marode und verfallene Gebäude abgerissen. Ganze Berghänge mit Tonnen von Stein und Erde herabstürzen zu lassen wäre normalerweise eine magische Mammutaufgabe, aber die Runen der Erosion ermöglichen es, Schlüsselstellen, die die Statik des Ganzen aufrechterhalten, zu unterminieren und so die Trägheit des Hanges durch Einwirkung der Schwerkraft außer Kraft zu setzen. Im Grunde genommen wie eine gezielte Sprengung, nur ohne Explosion und ohne weitere Sprengladungen verschwenden zu müssen. Die Vorbereitungen dafür würden allerdings einige Tage in Anspruch nehmen.

3.Da es nun seit längerer Zeit keine Aggressionen des Marschalls gegen die Magier des Dämmersturms gab, sollte darüber nachgedacht werden, ihn zu kontaktieren. Wir wissen aus unseren Erfahrungen in seinem Teleportarium, dass er eine Verbindung nach Dalaran hat – es ist sogar gut möglich, dass es sich bei ihm tatsächlich um einen Kirin Tor handelt. Da Walter und ich ebenfalls der Sekte angehörten, wäre es nicht unvorstellbar, dass wir zu einem beiderseitig nützlichen Kompromiss gelangen könnten.



Zitat:
Notiz an den Sturmboten
Einsatz magiebegabter Kräfte des Dämmersturms im Frühlingskrieg
Vorschläge
von
Walter Torfstich


I
Da sich nunmehr drei Arkankristalle im Besitz des Dämmersturms befinden, verfügt dieser zumindest vorübergehend über die Ressourcen, ein Mittelstreckenportal zu schaffen, dass unterschiedliche Punkte im Nordwestgefälle miteinander verbindet. Ein Spezialist auf diesem Gebiet wäre dazu in der Lage die mögliche Distanz und Effizienz zu vergrößern, ohne das Wohl der Reisenden zu gefährden. Ich muss an dieser Stelle jedoch anmerken, dass ich mich nicht zu diesen Spezialisten zähle. Ich wäre allerdings dazu in der Lage, die Portalroute mit einigen weniger handelsüblichen Verfahren zu codieren, um sie gegen äußere Einflüsse abzusichern. Eine stabile Portalroute ermöglicht wesentlich größere Mobilität, auch hinter die feindlichen Linien.


II
Da es nun seit längerer Zeit keine Bemühungen des Marschalls gab, gegen die Magier des Dämmersturms vorzugehen, sollte die Möglichkeit in Betracht gezogen werden, ihn zu kontaktieren. Ich bin sicher, dass der Dämmersturm von seinem Wissen profitieren kann; natürlich nur, wenn seine Gesinnung zuvor festgestellt wurde. Bisher sprechen die Indizien aber dafür, dass er nicht vorhat, aggressiv gegen die Koalition vorzugehen.


III
Das Potenzial der Stäbe aus Alterac, die den Kurzstreckenteleport erleichtern, muss weiter erforscht werden. Möglicherweise wäre mit wenigen Modifikationen bereits ein magisch unbegabter Träger in der Lage, den Zauber dieser Gegenstände freizusetzen. Das Ziel wäre ein verbrauchbarer/aufladbarer Ausrüstungsgegenstand, der ein neues Maß an Mobilität im Kampfeinsatz ermöglicht.


Dem Sturm entgegen,
Walter Torfstich
Skriptor des Dämmersturms



Theoretica

Das Theoretica von Operation Schmetterling setzt im Grunde genommen die Vorgehensweise von Operation Geist fort, muss sich aber mit einer neuen Situation auseinandersetzen.

1. Die Schlacht bei Legdenstein hat gezeigt, dass das Luftschiff des Wolfes eine unzumutbare Gefahr darstellt. Seine Zerstörung hat höchste Priorität.

2. Die verdeckte Vorgehensweise aus Operation Geist war erfolgreich. Daher sollte die fortgesetzt werden, um den jungen Wolf und seine Armee weiter zu sabotieren, zu destabilisieren und zu demoralisieren.

3. Angesichts der fremden Truppen im Land ist es nun notwendig, Kontakt zum Marschall aufzunehmen. In erster Linie um die Aktivitäten gegen den Wolf zu optimieren, um sich für ein rasches Ende des Konflikts einzusetzen und sich für die abschließenden Verhandlungen als teilnehmende Fraktion zu bekennen. Außerdem soll die Kontaktaufnahme dazu dienen, vom arkanen Wissen des Marschalls zu profitieren.

4. Es ist notwendig, offensiv Druck auf den Wolf auszuüben, um ihn schneller von seinen Plänen abzubringen und eine Absicherung zu schaffen, sollte eine größere Schlacht um Markstadt zu seinen Gunsten ausfallen. Dies meint in erster Linie einen direkten Angriff auf seine Ländereien.


Practica

1. Die Aufklärungsflüge haben ergeben, dass sich das feindliche Luftschiff vermutlich in der Festung Weisshaupt befindet. Die Rotte Everard, die sich mehrfach durch verdeckte Operationen, ohne Unterstützung, hinter feindlichen Linien, als ausgesprochen effizient hervorgetan hat, wird die stark bewachte Burg des jungen Wolfs infiltrieren, das Luftschiff aufspüren und es zerstören. Da es sich um ein ausgesprochen riskantes Unterfangen handelt, wird der Einheit der Todgeweihte Vaeln Reddick hinzugefügt, um gegebenenfalls den Rückzug Everard zu decken.

2. Valedor Falkenring genießt gute Kontakte ins Heereslager des Wolfs. Ihm ist es bereits zweimal gelungen, das Lager zu infiltrieren und Schaden anzurichten. Dies wird er nun ein drittes Mal tun, um die Munitionskarren des Wolfes aufzuspüren und möglichst flächendeckend zu zerstören.

3. Der Sturmbote wird, sobald sich der Wolf ein weiteres Mal in Marsch gesetzt hat, erneut einen Sondertrupp anführen, diesmal ausschließlich aus Scharfschützen bestehend, um mit erneuten Überfällen Jagd auf die Offiziere des Wolfes zu machen.

4. Seit dem Aufklärungseinsatz in den Gemächern des Marschalls von Markstadt befinden sich drei leistungsstarke Arkankristalle im Besitz des Dämmersturms. Die Arkankristalle werden verwendet, um ein Mittelstreckenportal zwischen Gorheim und Lichtnah zu erschaffen. So wäre es möglich, nach Abschluss von Operation Schmetterling und der Offenlegung des Beitritts vom Dämmersturm in den Konflikt, eine zweite Front zu eröffnen und den Wolf auf seinem eigenen Territorium anzugreifen. Um diesen Plan in die Tat umzusetzen braucht es die volle Unterstützung aller zauberkundigen Anhänger des Dämmersturms und einen gut gerüsteten Trupp, der es schafft, sie hinter die feindlichen Linien und daraus hervor zu eskortieren.

5. Erst nach Ausführen der ersten vier Punkte des Practicas wird offener Kontakt zum Marschall von Markstadt aufgebaut. Man sichert der Kobra Unterstützung zu und bekennt sich zu den Überfällen, die seit Beginn des Konfliktes über die Armee des Wolfes hereinbrechen. Mithilfe des Marschalls lässt sich dann die weitere, abschließende Sabotage der Feindarmee optimieren.


Verlauf

Zitat:
[Portalbeschwörung vor Lichtnah]

Missionsziel: Erstellung eines Portals nahe Lichtnah, als Verbindungspunkt zu Gorheim zwecks zukünftiger Operationen

Vormittags Ankunft in Gorheim und Einsatzplanung in der hiesigen Schenke. Besprechung der Optionen für die Position des Portals. Die Wahl blieb zwischen einem Felsplateau und einem Waldstück nahe des Dorfes. Meine Entscheidung fiel zugunsten des Waldes aus. Das Felsplateau lag mir zu offen, die Gefahr einer späteren Entdeckung des Portals war mir zu hoch. Außerdem würden unsere Truppen auf dem Pfad in Richtung Dorf sichtbar und ausgeliefert sein. Der Wald bot Deckung und die Möglichkeit, das Portal zu tarnen.

Per Flugmaschine würden wir schnell dorthin kommen, und in der Nacht mit dem Fallschirm abspringen. Der Nachtteil dabei war allerdings die Nähe zu Lichtnah. Beide Positionen des Portals bargen also Risiken. Ich beschloss, dass der Wald dennoch besser geeignet war. Das dichte Unterholz bot Deckung, die Nähe zu Lichtnah die Möglichkeit eines schnellen Angriffs. Dazu kam: Wenn man uns nun beim Absprung sah, sah man nur uns. Wenn man aber das Portal auf dem Plateau fand, hätte dr Feind einen Eindruck von unseren Möglichkeiten. Eben deshalb ließen wir die Wappenröcke in Gorheim, damit im Falle von Problemen der Dämmersturm weiterhin unbekannt blieb. Sergei Jagellovsk, der auf Seiten Gorheims für das Portal zuständig sein würde - kümmerte sich darum, dass Alexander Veidt's Sektion Alpha das Portal dort sichern würde, stellte auch eine seiner magischen Kreationen zur Verfügung. Sobald die Sonne unterging flogen wir los.

Die Landung im Waldstück verlief ohne Probleme. Wir sammelten uns, sicherten in Richtung Lichtnah ab und während Walter Torfstich das Portal vorbereitete, buddelten wir bei einem passenden Baum ein Erdloch, sammelten Zweige und Äste zwecks einer Tarnung. Leider wurden wir beim Absprung scheinbar gesehen, denn von Lichtnah her kamen zehn gerüstete Soldaten. Obwohl Simon Kologran versuchte, uns mit einer Illusion zu verbergen, kam es zum Kampf. Acht der zehn Soldaten fanden den Tod, Krudnir Volgrimsson wurde schwer am Arm verletzt.

Da die Soldaten von ihren Familien sprachen, kam ich zu dem Entschluss, eine gewaltfreie Übernahme von Lichtnah anzustreben. Der Krieg machte auch der Zivilbevölkerung unter dem Wolf zu schaffen. Ich erklärte den beiden überlebenden Soldaten meine Absicht und nahm sie gefangen. Walter Torfstich erschuf das Portal nach Gorheim, welches wir tarnten, ehe wir durch eben jenes nach Gorheim zurück kehrten.

Anmerkungen: Die Gefangenen werden zwecks Verhör zum Kommandanten persönlich gebracht, dem ich meine Absicht, Lichtnah gewaltlos einzunehmen ebenso unterbreiten möchte.

Nachtrag: Krudnir Volgrimsson, dessen Arm stark verletzt wurde, hat seine Entschädigung verspielt, da er beide Gefangenen zu bestehlen versuchte und Artikel 17 zuwider handelte. Er hatte nicht das Recht, die Männer um ihre Habseligkeiten zu erleichtern, da sie sich ergeben hatten und auf Befehl des Kommandanten in Burg Wellenheim gut behandelt werden sollten.

Aufgrund wiederholter Dreistigkeit steht Krudnir Volgrimsson bei mir unter Beobachtung. Ich selbst brachte ihn zu einem Heiler, der mit dem Licht versuchen sollte, den Arm zu retten. Ich kam für die Behandlungskosten auf, da ich Volgrimsson's uneingeschränkte Einsatzfähigkeit benötige. Zumindest, bis seine Mängel seine guten Leistungen endgültig überschatten und mein Geduldsfaden endgültig reisst. Ich schwor Volgrimsson den Eid, ihn zu erschlagen und ihn und seine Habseligkeiten dem Feuer zu übergeben, sollte er mir noch einmal negativ auffallen. Kommandant Orodaro und der Sturmbote sind mein Zeuge. Alternativ kann er zum Todgeweihten ernannt werden. Dies soll seine letzte Chance sein.

Besoldung der Teilnehmenden Mitglieder des Dämmersturms:

Freyri Heldenhammer: 97 Gold, 15 Marken
Walter Torfstich: 50 Gold, 15 Marken
Ian Falkner: 50 Gold, 15 Marken
Krudnir Volgrimsson: 50 Gold, 15 Marken
Bjorn Volgrimsson: 1 Gold, 10 Marken
Buri Frostbart: 1 Gold, 15 Marken
Vaeln Reddick: -
Simon Kologran: 1 Gold, 15 Marken

[Freyri Heldenhammer]


Zitat:
Vorläufiger Missionsbericht: Operation Schmetterling
von Sergei Jagellovsk (in Vertretung von Rottenmeister Alvrim Everard)


Im Folgenden gebe ich, so gut es mir möglich ist, Zeugnis über die Geschehnisse des letzten Einsatzes ab. Unsere Annäherung an das Zielobjekt erfolgte nach dem Fallschirmabsprung über die Klippen, auf deren Spitze Weißhaupt liegt. Der ursprüngliche Plan war es, das Luftschiff ungesehen zu infiltrieren, Sprengladungen zu legen und diese dann aus der Entfernung zu zünden, entweder mithilfe von Lunten oder pyrokinetischen Projektilen. Dieser Plan wurde leider bereits kurz nachdem wir die Klippen erklommen hatten wieder verworfen, denn Vaeln Reddick wurde beim Ausspähen der feindlichen Wachposten von ebenjenen entdeckt und ließ sich, um den Rest der Truppe nicht zu verraten, von ihnen gefangen nehmen. Daraufhin änderte der Rottenmeister den Plan folgendermaßen: zusätzlich zum Infiltrieren des Schiffes und dem Platzieren der Sprengladungen wollte er mit einer brennenden Fackel und Lunte auf ebenjenem zurückbleiben, um durch die Androhung der Zerstörung der Geheimwaffe des Wolfs dessen Soldaten zur Herausgabe Vaeln Reddicks zu bewegen. (Anmerkung: wir legten natürlich noch weitere Lunten zur Fernzündung und zogen uns dann auf seinen Befehl hin auf eine geschützte Position bei den Klippen zurück)

Der Plan funktionierte insofern, dass die Soldaten sich bereiterklärten, Vaeln Reddick gehen zu lassen, jedoch wurde der Rottenmeister dazu aufgefordert, sich zu ergeben und war von Armbrustschützen umzingelt. Um ihm die Flucht zu ermöglichen, beschwor ich einen Schwarm Feuerbälle, die ich in einen der Türme der Festung hinter den Soldaten einschlagen ließ. Diese Ablenkung sollte ihm die Zeit geben, die nötig wäre, unsere Position zu erreichen oder von der Klippe zu springen, damit ich ihn mit einem chronometrischen Entschleunigungsspruch (sprich: Langsamer Fall) abfangen und sicher landen lassen könnte. Leider wurde der Rottenmeister bei seiner Flucht von mehreren Bolzen getroffen, ich war jedoch dazu in der Lage, seinen Fall abzufangen. Danach zündeten wir die Lunten und zerstörten das Luftschiff, seilten uns ab und verbrannten das Seil hinter uns. Da der Rottenmeister schwer verwundet war, machten wir uns sofort daran, das Gebiet des Wolfs zu verlassen. (Anmerkung: Der Rottenmeister überließ mir für den Fall seiner Kommandounfähigkeit die Befehlsgewalt, bevor der Plan ausgeführt wurde)

Da ich den Portalweg bei Lichtnah für zu gefährlich hielt, weil wir dabei unter jeden Umständen von den ansässigen Wachen gesehen worden wären, zogen wir nach Osten, runter vom Bergkamm, der das Einflussgebiet des Wolfs bildet, und hin zur Reichsstraße. Meine Absicht war es, den Rottenmeister zur nächstgelegenen Siedlung (Pökelheim) zu bringen und dort ordentlich verarzten zu lassen, da niemand in der Rotte über mehr als rudimentäre medizinische Kenntnisse verfügt. Auf dem Weg durch den Pass wurden wir jedoch von orcischen Räubern überfallen und einer von ihnen schaffte es, mich durch einen Glückstreffer auszuknocken. Isirion Grünauge wurde bei diesem Kampf ebenfalls schwer verwundet. Danach ist die Erinnerung an die folgenden Ereignisse durch den Kopftreffer, den ich erlitt, recht ungenau. Aus dem, was die Anderen mir erzählt haben, habe ich folgende Ereignisse rekonstruieren können: es scheint so, dass Harad ad-Kadif sich nach dem Überfall alleine auf den Weg nach Tobiasstadt machte, um das Geschwader zu alarmieren und uns abholen zu lassen. Vaeln Reddick blieb beim verwundeten Isirion Grünauge, während ich darauf bestand, mithilfe meines treuen Elementars Boris den Rottenmeister weiter nach Pökelheim zu bringen. Unglücklicherweise entpuppte sich die Siedlung als verlassen; die Vermutung liegt nahe, dass nicht nur die Dörfer auf der Marschroute des Wolfes, sondern in der Tat alle Dörfer im Einflussbereich der Kobra von ebendieser evakuiert und die Bevölkerung nach Markstadt gebracht wurde. Nachdem er Tobiasstadt erreicht hatte, alarmierte Harad ad-Kadif folglich Manfred Ofenrichter, der uns schließlich alle nacheinander mit der Transportmaschine auflas.

Zusammenfassung: Missionsziel wurde erreicht, das feindliche Luftschiff zerstört. Schwere Verletzungen bei Rottenmeister Alvrim Everard und Söldner Isirion Grünauge, leichte Verletzungen bei den Söldnern Vaeln Reddick, Harad ad-Kadif und Sergei Jagellovsk.


Zitat:
Die Rotte Everard wurde wie folgt besoldet.

Alvrim Everard, Rottenmeister: 100 Goldmünzen, 30 Marken

Sergei Jagellovsk, Söldner: 50 Goldmünzen, 30 Marken

Isirion Grünauge, Söldner: 50 Goldmünzen, 30 Marken

Harad ad-Kadif, Söldner: 50 Goldmünzen, 30 Marken

Vaeln Reddick, Todgeweihter: Todgeweiht



Zitat:
Einsatzbericht
Von Ingo „Sturmbote“ Renfray
Operation Schmetterling

Einsatzgebiet: Feindliches Armeelager im Umland von Markstadt, Nordwestgefälle, Alterac
Missionsziel: Sabotage der feindlichen Schießpulvervorräte
Missionsteilnehmer: Ingo „Sturmbote“ Renfray (Champion), Iris Theane (Rottenmeisterin), Valedor Falkenring (Söldner)
Missionsdauer: 2 Tage
Missionsergebnis: Keine Bestätigung des Erfolgs der Sabotage, Valedor Falkenring wird vermisst

1.Tag: Der taktische Einsatz wurde wie folgt geändert: da aufgrund der schweren Verletzungen von Wilfred Koch und Isirion Grünauge für die Angriffe auf die Offiziere der Wolfsarmee nur noch 2 Scharfschützen zur Verfügung stehen, wurde ebenjener Angriff in Valedor Falkenrings Infiltration des feindlichen Heerlagers integriert. Lufttransport von Eisenschmiede nach Gorheim am Mittag des 25. Tages diesen Monats erfolgte ohne Zwischenfälle. Die Annäherung an das Zielgebiet erfolgt zu Pferde, wobei wir den Pass bei Tobiasstadt zum Straßenkreuz nehmen, bei dem schon der große Hinterhalt für die Wolfsarmee stattfand. Dort biegen wir dann in das Waldgebiet westlich der Straße ab, um uns in seiner Deckung dem feindlichen Lager zu nähern. Bei der Ankunft im Umland von Legdenstein müssen wir feststellen, dass die feindliche Armee bereits weitergezogen ist. Wir folgen der Spur der Truppen heimlich weiter nach Norden; schließlich finden wir sie etwas südlich von Markstadt, abseits der Straße, im Wald wieder. Interessanterweise hat sich die Wolfsarmee nicht mehr als einheitliches Lager formiert, sondern in viele kleine Lagerchen aufgespalten. Valedor bestätigt mir, dass das eine neue Entwicklung ist. Vielleicht eine Taktik, um sich vor flächendeckendem Beschuss zu schützen?
Das uns am nächsten gelegene Lager besitzt eine Reihe von Kanonen und scheint auch, seinem Aussehen nach, eher zum Tross zu gehören, trotzdem schicke ich erst einmal Iris auf den nächsten Baum, um uns eine bessere Übersicht zu verschaffen. Das Dickicht des Waldes verschafft uns zwar einen Deckungsvorteil, schmälert aber auch unsere Sicht. Iris entdeckt in dem Lager haufenweise wettergeschützte Fässer und Kisten, sowie einen offenen Kommandostand mit Offizieren darin. Die Mannstärke der Truppe beläuft sich auf etwa 30-40 Mann, allesamt unverwundet. Ich schlussfolgere daraus, dass dies wahrscheinlich eine Wachtruppe ist, die etwas Wichtiges behüten soll – wie zum Beispiel Schießpulver und Munition.

Wir suchen uns daraufhin eine gute Schussposition auf einem Felsenkamm, von dem wir das ganze Lager überblicken können und warten auf den Einbruch der Nacht. Der Plan sieht folgendermaßen aus: sobald es dunkel genug ist, wird Valedor sich in der Nähe des Lagers in Position bringen, wofür wir ihm ca. 10 Minuten geben. Sobald die Zeit abgelaufen ist, eröffnen wir das Feuer zuerst auf die Wachposten, dann, hoffentlich, auf die aufgeschreckten Offiziere. In dem entstehenden Chaos sollten sich dem als Wolfssoldat verkleideten Valedor Gelegenheiten bieten, in das Lager zu schlüpfen und die Munition zu sabotieren. Nachdem wir einige Salven verschossen haben, werden wir uns zurückziehen, wobei wir für ihn ein Pferd zurücklassen. Als Treffpunkt wird der Hügel am Straßenkreuz im Süden festgelegt. Sollte er sich dort nach einem Tag nicht blicken lassen, gehen wir davon aus, dass er gefangen genommen oder getötet wurde und ziehen uns aufs Koalitionsgebiet zurück.

Nacht: Wir begeben uns in Stellung und bereiten unseren Angriff vor. Als es schließlich Zeit ist, geht mein erster Schuss leider daneben – der Tremor erwischt mich beim Zielen. Iris trifft jedoch und fegt einen der Wachposten vom Turm. Panik macht sich im Lager breit, aber diese Panik hat Methode: die Soldaten reagieren sehr diszipliniert und die Wachposten machen uns sehr viel schneller, als ich erwartet hatte, ausfindig. Wir wechseln sofort die Position, gerade rechtzeitig, um hinter uns Granaten den Felskamm zersplittern hören zu können. Auf einem bewaldeten Hügelchen gehen wir wieder in Stellung und feuern weiter. Der zweite Anlauf ist erfolgreicher als der erste: wir treffen beide unsere Ziele, Iris 2 Wachmänner, ich einen Artillerieoffizier. Der Wachturm ist endlich leergefegt, der letzte Soldat dort scheint das Weite gesucht zu haben. Leider hat der Feind inzwischen einen Suchtrupp zu unserer alten Position geschickt, der unsere Schüsse gehört hat. Ich beschließe daher, den Rückzug einzuleiten und auf dem Weg der Patrouille noch einen letzten Abschiedsgruß zu schicken. Wieder gehen Granaten um uns herum nieder, verfehlen uns aber weit. Iris´ Pferd scheut angesichts des Lärms und bricht ins Dickicht aus. Unseren letzten Schüssen fallen vier Mann des sechsköpfigen Suchtrupps zum Opfer, danach ziehen wir uns beide auf meinem Gaul zurück nach Süden. Eine letzte, klägliche Artilleriesalve verfehlt uns abermals. Der ganze Feuerüberfall dauert vielleicht eine Viertelstunde. Valedor ist ab diesem Zeitpunkt auf sich allein gestellt.

2.Tag: Wir begeben uns zum vereinbarten Treffpunkt und wechseln uns über die Stunden hinweg mit der Wache ab, jedoch erscheint Valedor nicht und nach Ablaufen der vereinbarten Frist bei Anbruch der Nacht ziehen wir uns aufs Koalitionsgebiet zurück.


Persönlicher Kommentar: Je mehr ich von diesen Wolfssoldaten sehe, desto mehr beeindruckt mich ihre Disziplin. Schon bei dem geradezu verheerenden Hinterhalt mit den Sprengladungen (siehe Bericht: Operation Geist) haben sie sich sehr viel schneller gefasst als erwartet; bei dem Überfall auf ihr Lager war ihre Reaktion beispielhaft. Was Valedor betrifft, so müssen wir wohl davon ausgehen, dass er gefangen genommen oder getötet wurde. Möglicherweise haben wir unseren Gegner unterschätzt und sind hier ein nicht ordentlich kalkuliertes Risiko eingegangen.

Soldverteilung: Die Soldhöhe entspricht der Norm. Marken entfallen, da keine Angaben bestehen.

Ingo „Sturmbote“ Renfray: 100 Goldstücke.
Iris Theane: 50 Goldstücke.
Valedor Falkenring: Vermisst.



Zitat:
Falkenrings Infiltration

Dem Sturm zum Gruße,

- ich muss mit großer Besorgnis feststellen, dass mein treuer und sonst doch so zuverlässiger Gefolgsmann nicht von seiner Mission zurückgekehrt ist. Ich befürchte das Schlimmste - nämlich seine Gefangenschaft oder gar den kriegerischen Tod in Ausübung seiner Pflicht. Hier und jetzt, muss ich mit allem Bestürzen Valedor Falkenring für vermisst erklären - und erhoffe mir doch, dass das Geschwader einen weiteren Flug leistet, um festzustellen, ob uns denn zumindest der schwache Trost vergönnt ist, dass er seine Aufgabe noch erfüllen könnte, ehe Schreckliches geschah.

Dem Sturm entgegen - und im stillen Gebet für Falkenring:

Julius von Wellenheim
Hüter der Ländereien,
Hüter der Schriften,
Rottenmeister des Dämmersturms



Zitat:
Aufklärungsflug über dem Heereslager des Wolfes, südlich von Markstadt

Teilnehmer: Manfred Ofenrichter (Pilot)

Verlauf: Start mit Gryokopter in Gorheim am frühen Morgen. Führte die S.E.L.F.I.E.-Kamera mit mir. Erreichten zügig das Zielgebiet. Das folgende Bildmaterial konnte aufgenommen werden. Keine Kampfhandlungen; möglicherweise wurde ich jedoch gesehen. Rückflug eingeleitet. Sichere Landung in Gorheim. Einsatz für beendet erklärt.

Kommentar: Feind verfügt nach wie vor über einsatzfähige, moderne Artillerie. Außerdem wurde die Belagerung Markstadts eingeleitet. Valedor Falkenring konnte nicht ausfindig gemacht werden - er ist mit großer Wahrscheinlichkeit gefallen. Die Stärke des Feindes wird auf etwa vierhundert Mann geschätzt. Zweihundert schwere Infanteristen. Etwa einhundert eingezogene Bergmänner. Der Rest verteilt sich auf Armbrustschützen, Elitetruppen und die Leibgarde des Adels. Sechzehn schwere Kanonen und etwa ein Dutzend altertümliche Belagerungsgeräte. Der Tross besteht aus etwa zweihundert zivilen Kräften.

Ergebnisse

<An dieser Stelle sind einige Fotografien angebracht, die das flache, felsige Gelände südlich von Markstadt zeigen. Westlich der aufmarschierten Wolfstruppen befindet sich ein größeres Waldstück. Die West- und Nord- und Ostpforte Markstadts wird noch nicht belagert. Mehrere Bilder zeigen die massive Artillerie der Wolfstruppen, die schwer gepanzerte, gewaltige Infanterie und einen ganzen Haufen wild bewaffneter, Holzschild tragender Leibeigener aus den Bergen.>



Ergebnis

Operation Schmetterling konnte nicht an die Erfolge von Operation Geist anschließen. Zwar wurde das Luftschiff zerstört, doch die Schäden, die Rotte Everard hinnehmen musste, haben sie für den Rest des Frühlingskrieges außer Gefecht gesetzt. Der Überfall auf das Heereslager des Wolfes hat zwar kurzzeitig für Chaos gesorgt, jedoch nur wenig Schaden angerichtet. Die nachfolgende Infiltration Falkenrings ist gescheitert - und wie die Luftaufklärung ergeben hat, ist es ihm nicht gelungen, die feindlichen Munitionsvorräte zu zerstören. Vermutlich hat er sein Scheitern mit dem Leben bezahlt. Einzig die Portalbeschwörung vor Lichtnah durch die Rotte Heldenhammer war trotz Feindsichtung ein voller Erfolg, sodass Operation Kriegshammer zügig eingeleitet werden kann. Die Schäden und Misserfolge der anderen Missionen haben zur Folge, dass das Wolfsheer, wenn auch nicht mehr unbesiegbar, nach wie vor eine militärisch ausgesprochen potente Streitmacht bildet, die nur in einer überaus verlustreichen Schlacht, auf offenem Feld bekämpft werden kann. Der Wolf hat im Anschluss an diese Operation die Belagerung Markstadts eingeleitet. Man kann davon ausgehen, dass die Metropole, die ohnehin schon ein halbes Jahr lang die gesamte Bevölkerung der Kobra-Ländereien versorgt, dieser Situation nicht lange standhalten wird. Um den Wolf nun noch aufzuhalten, ist ein Ausfall der Kobratruppen und eine Feldschlacht kaum noch abzuwenden.


Bild
Situation nach Operation Schmetterling

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Frühlingskrieg (Öffentlich)
BeitragVerfasst: 26. Jun 2015, 16:20 
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Der Frühlingskrieg

Eintrag IV, Operation Kriegshammer

Die Planung von Operation Kriegshammer wurde noch während der laufenden Operation Schmetterling abgeschlossen - und das Vorhaben unmittelbar danach eingeleitet. Kriegshammer behandelt die Eroberung Lichtnahs durch die Rotte Heldenhammer, mit Unterstützung der Rotte Theane und mit Rückgriff auf die in Operation Schmetterling vorbereitete Portalverbindung. Operation Kriegshammer soll den Druck auf von Wolke maximieren und dem Dämmersturm Lichtnah als Verhandlungsobjekt sichern, um im Anschluss an den Frühlingskrieg hohe Auflagen gegenüber dem Wolf einfordern zu können.


Observation

Zitat:
Observation von Lichtnah

Mir ward' aufgetragen, eine stetige und aufmerksame Beobachtung Lichtnahs vorzunehmen, um der Rotte Heldenhammer ein leichtes, umsichtiges Vorstoßen zu ermöglichen. Drum hielt ich es für eine doch sehr passende Gelegenheit, die vom Veidte herangezogene Sektion Alpha für dies' Unterfangen zu nutzen, nach Gorheim zu schicken - und die geschmiedeten Recken durchs Portal bei Lichtnah auf die Lauer zu legen. Dies, was hier nun stehen mag, sind die Notizen, die's sorgsame Observieren zutage gefördert hat.

1. Dem Feinde ist's wohl nicht entgangen, dass ihm ein ganzer treuer Haufen im Walde abhanden gekommen ist - drum schlägt er immerzu sich seinen Weg durchs kleine Dickicht, mal mit drei, mal mit fünf Mann. Da musste sich die Sektion stets rasch zurückziehen - und entkam nur um Haaresbreite wachsamen Blicken.

2. Außerdem ward' gesehen von einer Schicht, wie meldend' Reiter den Ort verließen. Bald schon, fürchte ich, wenn's nicht gar längst geschehen ist, wird Lichtnah um Hilfe ersuchen - beim Wolf, bei Aiden - oder sonst welchem Herr der Westmark.

3. Um die Garnison ist's eher spärlich bestellt. Vielleicht ein Dutzend erfahrener Männer, doch sollte man auch die wehrhafte, nordische Bevölkerung nicht unterschätzen. Sicherlich wird sie sich zu verteidigen wissen, wenn der Tag des Angriffs erstmal gekommen ist.

4. Lichtnah verfügt über reichlich Belagerungsgerät - nicht von moderner Art, aber Triböke, die über's Mauerwerk großes Gestein schleudern können - und Ballisten - und kleinere Katapulte.

5. Die Mauern von Lichtnah sind hoch und fest, es bräucht' viel Kraft, sie gewaltsam zu bezwingen.

6. Mit dem Portal ist's eher kläglich, zumindest großes Gerät wird kaum auf die andere Seite kommen. Vielleicht eine kleine Bombarde, doch erhofft euch nicht zuviel. Stabil ist's aber, soweit ungeschultes Auge das zu beurteilen vermag.

Dem Sturm entgegen,
Julius von Wellenheim,
Rottenmeister des Dämmersturms
Hüter der Schriften -
und Hüter der Ländereien von Alterac



Theoretica

1. Lichtnah muss im Zuge von Operation Kriegshammer erobert und gesichert werden. Dies hat zur Folge, dass dem Wolf erstens der Nachschub an Belagerungsgerät gekürzt wird, er nun direkt militärisch unter Druck gesetzt wird - und das der Dämmersturm die Weichen für eine ertragreiche Verhandlung stellt, in der Lichtnah als Verhandlungsobjekt eingesetzt werden kann. Die Einnahme muss schnell erfolgen, um etwaigen Hilfstruppen des Wolfes zuvorzukommen.


Practica

1. Die Rotte Heldenhammer wird den Angriff auf Lichtnah anführen. Da die Rotte sich überwiegend aus schwer gepanzerten Infanteristen zusammensetzt, wird sie von der mobileren Rotte Theane unterstützt.

2. Auf Wunsch von Rottenmeister Freyri Heldenhammer wird Gottfried von Kapen, der Vasall des Wolfes, der über Lichtnah herrscht, die Möglichkeit erhalten, den Ort kampflos zu übergeben, um etwaige Kollateralschäden an der Zivilbevölkerung zu vermeiden. Das Oberkommando geht jedoch davon aus, dass Von Kapen dieses Angebot ablehnen wird; es wäre daher klüger an seine Ehre zu appellieren und stattdessen ein Duell zu fordern. Um im Falle einer Niederlage das Leben des Rottenmeisters zu schützen, sollte sich ein Scharfschütze bereit halten, um von Kapen im Zweifelsfall zu töten und die Eroberung auf konventionellem Wege einzuleiten.

3. Die konventionelle Eroberung Lichtnahs kann unter Zuhilfenahme von reichlich Sprengstoff, allerdings nur ohne schweres Kriegsgerät erfolgen. Möglicherweise schaffen es Mörser noch durch die Portalverbindung; schwere Kanonen, die Destruktorgeschosse fassen könnten, sind für dieses Vorhaben aber auszuschließen. Lichtnah verfügt dagegen über Triböke, die in der Lage sind, etwaige Angreifer unter Beschuss zu nehmen. Daher muss die Einsatzleitung vor Ort einen Plan entwickeln, wie man auf diese Bedrohung reagiert. Das Oberkommando empfiehlt an dieser Stelle einen schnellen Sturmangriff mit Rampen/Leitern auf die Mauern Lichtnahs, denn sind diese erstmal erreicht, kann der Feind kaum weiter schießen. Der Wald vor Lichtnah darf als Deckung - und um die Ressourcen für den Bau von Leitern und Rampen zu liefern - bei diesem Vorgehen nicht außer Acht gelassen werden.

4. Eine langfristige Belagerung muss aufgrund mangelnder Zeit ausgeschlossen werden. Möglicherweise würde der junge Wolf in dieser Zeit Markstadt angreifen und den Frühlingskrieg zu seinen Gunsten beenden. Außerdem ist Lichtnah seitens des Dämmersturms nur über die Portalverbindung zu erreichen; ein anliegender Klippenpfad dagegen ermöglicht die Unterstützung des Ortes von außen und macht ihn gegen eine Belagerung umso widerstandsfähiger.

5. Nachdem Lichtnah erobert wurde, sollte es auf einen Gegenangriff vorbereitet werden, denn die Aufklärung hat ergeben, dass Lichtnah zunehmend Boten entsandt hat. Diese Vorbereitung kann von den zahlreichen Belagerungsgeräten im Ort profitieren und könnte von der Zivilbevölkerung Gebrauch machen, sofern diese, auf irgendeine Weise, zum Kampf zu motivieren ist. Im Falle einer Belagerung Lichtnahs durch Wolfstruppen kann weitere Unterstützung über die Portalverbindung angefordert werden.


Verlauf

Veidt hat geschrieben:
Bericht: Operation Kriegshammer, Invasion von Lichtnah

Ankunft beider Rotten in Gorheim im Morgengrauen. Bereits vor dem eigentlichen Angriff sind verschiedene Mitglieder von Rotte Theane und Rotte Heldenhammer durch das Portal gegangen, um sich an den Zusammenbau von Leitern zu machen. Vaeln Reddick und Eskel Rabenrecht begleiteten mich nach vorne, vor die Tore Lichtnahs. Wir nahmen Granaten mit. Walter Torfstich, Finnje Freitag und Bjorn Volgrimsson würden den Mörser bedienen. Mit einer Mörsergranate zogen wir die Aufmerksamkeit der Wachen auf uns, während wir zu dritt gen Tor schritten. Meinen Umhang hob ich einem Banner gleich hoch, als Zeichen des Wunsches nach Unterredung. Gottfried von Kapen kam zwar mit seiner Leibwache nach draußen vor die Tore, aber er schenkte meinem Versuch einer friedlichen Lösung kein Gehör. Zu loyal stand er dem Wolf gegenüber, den er als einige Rettung für das Land sah. Zu groß war der Hass auf Fremdlinge und es schien mir, als sei allein die Tatsache, dass ich Zwerg bin, ein Grund, mir nicht zu zu hören. Als ich versuchte, ein Duell zu fordern, zog er sich in die Mauern zurück. Rückblickend hätte ich mir die Vernunft sparen sollen, direkt ein Duell fordern sollen. Oder noch besser, ich hätte dem Mann direkt ins Gesicht schießen sollen, als sich die Tore öffneten. Nun befahl ich den Angriff, mit schrecklichen Folgen.

Drei Leitern wurden in Richtung Mauer getragen. Das Mörserfeuer blieb größtenteils ohne Wirkung, sogar nachdem Rottenmeisterin Theane das Abfeuern übernommen hatte. Die Gegenwehr von Lichtnah erwies sich als heftiger als angenommen. Ein Dutzend Steinschleudern wurde gegen uns eingesetzt und ich vermute, dass Gottfried von Kapen drei bis vier Dutzend Dorfbewohner explizit auf den Umgang mit diesen Belagerungswaffen gedrillt haben muss, denn sie feuerten rasch und es war ein Wunder, dass keiner von uns von Felsbrocken erschlagen wurde. Auf der Mauer war die Gegenwehr ebenso enorm. Niemand schaffte es auf die Mauer. Ian Falkner wurde bei dem Versuch, die Leiter zu erklimmen und eine Granate zu werfen von eben dieser zu Fall gebracht. Die Leiter zerbarst bei der Fehlzündung und Falkner fiel mehrere Meter und landete auf dem Rücken. Tagelöhner Zeriah Zane versuchte, ihn zu wecken oder zu bergen, vergebens. Als der Angriff völlig vergebens schien, befahl ich den Rückzug zum Portal. Ian Falkner selbst konnte ich alleine nicht bergen, daher nahm sich seine Waffe mit, auch weil ich seinen Zustand nicht direkt feststellen konnte, im Tumult der Schlacht. Zeriah Zane kündigte direkt nach der Schlacht den Dienst. Und ich muss mein Versagen eingestehen. Von Kapen hätte direkt ausgeschaltet werden sollen. Doch die Aufklärung war ebenso ein Problem: Wir wussten von dort stationierten Soldaten. Doch es hatte den Anschein, als hätte das Dorf Verstärkung bekommen oder wie vermutet: Von Kapen hätte die Einwohner im Umgang mit den Steinschleudern geschult. Das erkläre die Geschwindigkeit, mit der Felsbrocken auf uns regneten. In diesem Fall hätten wir uns wohl sogar bei einem erfolgreichem Eindringen in das Dorf mit verzweifelten, entschlossenen Dorfbewohnern messen müssen. Wir waren zu wenige für einen erfolgreichen Angriff. Die einzige Chance wäre wohl ein Duell mit Von Kapen oder eine hinterlistige Ermordung im Vorfeld gewesen, um die Moral zu brechen. Es ist mein Versäumnis, diesen Schritt nicht gewählt oder das Duell nicht rechtzeitig in die Wege geleitet zu haben. Ernsthafte Verletzungen gab es keine, mit Ausnahme von Ian Falkner, der zurück gelassen werden musste.

Nachtrag: Ian Falkner wurde mittels eines Gefangenenaustauschs durch Walter Torfstich befreit.

Freyri Heldenhammer



Ergebnis

Operation Kriegshammer war ein völliger Fehlschlag. Die Eroberung Lichtnahs ist nicht geglückt und dementsprechend konnte kein zusätzlicher Druck auf die Wolfstruppen ausgeübt werden, der den Krieg eventuell früher beendet hätte. Zumindest konnte die Rotte Heldenhammer größtenteils einen erfolgreichen Rückzug in die Wege leiten, sodass die Verluste gering blieben und die Einheit für die nun drohende Schlacht bei Markstadt eingesetzt werden konnte. Das Portal wurde im Anschluss an Operation Kriegshammer wieder geschlossen. Die magischen Ressourcen wurden stattdessen in der darauffolgenden Operation Fallbeil genutzt, um einen mächtigen Illusionszauber zu konstruieren. Die Rotte Heldenhammer ging auf Befehl des Kommandanten nahtlos dazu über, Operation Fallbeil vorzubereiten und einen Stützpunkt nahe Markstadt zu errichten, von wo aus die Truppen auf das spätere Schlachtfeld ziehen konnten. Der Fehlschlag von Operation Kriegshammer ist in erster Linie auf die überraschend wehrhafte Bevölkerung Lichtnahs unter dem durchaus charismatischen, erfahrenen Anführer Gottfried von Kapen zurückzuführen, in zweiter Linie aber auch auf das Versäumnis von Rottenmeister Heldenhammer, der viel früher hätte zum Angriff übergehen sollen, um das Überraschungsmoment nicht zu verschenken, Von Kapen vielleicht im Vorfeld zu töten - und die Feindtruppen somit zu demoralisieren.

Die große Streitmacht unter Ferdinand von Wolke, dem Sohn des Wolfes, hatte nun bereits die Belagerung Markstadts in die Wege geleitet. Da die Stadt aufgrund der landesweiten Evakuierung ohnehin schon über wenig Ressourcen verfügte, würde sie diesem Zustand nicht lange standhalten. Eine Schlacht vor Markstadt, mit allen verfügbaren Mitteln, erschien nun unausweichlich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Frühlingskrieg (Öffentlich)
BeitragVerfasst: 11. Jul 2015, 15:09 
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Der Frühlingskrieg

Eintrag V, Operation Fallbeil

Fallbeil behandelt die finale Militäroperation gegen die Truppen des Wolfes, die inzwischen Markstadt belagern. Hauptsächlich konzentriert sich die Planung dieses Vorhabens auf die Schlacht bei Markstadt an der ein Großteil der Truppen des gesamten Nordwest-Gefälles auftreten werden. Die beteiligten Truppen des Dämmersturms, die fast sein gesamtes Potenzial ausschöpfen, werden vom Kommandanten persönlich in die Schlacht geführt. Die anderen Koalitionstruppen werden von Njörn Cherusk (Tobiasstadt) und Vincent Dürer (Helmstahl) kommandiert, während der Marschall von Markstadt die Truppen der Kobra organisiert. Auf der Gegenseite formiert sich unter Ferdinand von Wolke, dem Sohn des Wolfes, die wohl gefährlichste Streitmacht, die das Gefälle je gesehen hat. Aufgrund der misslungenen Operation Schmetterling und dem Scheitern der Rotte Heldenhammer vor Lichtnah in Operation Kriegshammer, befinden sich die Koalitionstruppen nun in einer heiklen Situation. Markstadt wird der Belagerung nicht lange standhalten, - und alle Hoffnung ist dahin, den Vormarsch des jungen Wolfes noch zu stoppen, ehe dieses letzte gewaltige Gemetzel zur Notwendigkeit wird.


Observation

Operation Fallbeil nutzt den jüngsten Spähbericht Manfred Ofenrichters. (siehe Operation Schmetterling, Verlauf, letzter Eintrag)


Theoretica

1. Die Belagerung von Markstadt muss durchbrochen werden, um den Sieg des Wolfes zu verhindern. Da Operation Schmetterling insgesamt ein Fehlschlag war, bleibt dem Dämmersturm als letzter Ausweg die offene Schlacht, mithilfe aller Verbündeten, die er im Verlauf der Krise um sich scharen konnte.


Practica

1. Die Fallbeil-Operation des Kommandanten umfasst den Angriff auf die Ostflanke der Wolfsarmee, mithilfe des bereits errichteten Stützpunktes und unter Einsatz schwerer Artillerie - einschließlich der legendären Destruktorgeschosse. Als Ort der Schlacht ist hier das weitgehend flache, süd- und südöstlich von Markstadt gelegene Terrain gewählt. Kommandant Orodaro wird an dieser Stelle persönlich die Rotte Heldenhammer, die Rotte Theane und Teile des Geschwaders Himmelsschatten in den Kampf führen. Aus einer gedeckten Stellung heraus, an der vor Schlachtbeginn drei schwere Kanonen platziert werden, eröffnet die Rotte Heldenhammer das Feuer auf die Wolfsarmee. Da der Feind immer noch selbst über schwere Artillerie verfügt, muss diese das Ziel des ersten Angriffes sein. Da das Geschwader aufgrund der Verluste des Frühlingskrieges nur noch mit leichten Flug- bzw. Transportmaschinen ausgestattet ist, wird es in der Schlacht von Markstadt als bodengebundene Schredder-Einheit operieren. Trixine Turbostich wird in Gorheim warten, um im Falle einer Niederlage als verbleibende Pilotin dem Dämmersturm weiterhin zur Verfügung zu stehen. Die Schlacht wird durch den Ausfall der markstädtischen Truppen eingeleitet - diese attackieren die Hauptkampflinie des Wolfes von Norden heran. Dann eröffnet die Artillerie des Dämmersturms das Feuer. Der schwere Artilleriebschuss durch die Destruktorgeschosse wird eine Reaktion des Wolfes hervorrufen. Wenn er noch dazu in der Lage ist, das Feuer zu erwidern, wird ein Artilleriegefecht die Folge sein. In diesem Fall rückt das Geschwader aus und fällt dem Feind mithilfe der markstädtischen Truppen in die Flanke, während die Rotte Theane und die Rotte Heldenhammer das Feuer aufrechterhalten. Schickt der Feind stattdessen Infanterie, um die Artilleriestellung anzugreifen, wird der Beschuss so lange wie möglich aufrechterhalten, ehe sich die Rotte Heldenhammer, die Rotte Theane und das Geschwader formieren, um ihre Stellung im Nahkampf zu behaupten. Die markstädtische Miliz wird dem Dämmersturm in diesem Fall zur Hilfe eilen. Ist die Ostflanke des Wolfes gebrochen, wird der Kampf unablässig weiter ins Zentrum der Wolfsarmee getrieben.

2. Der Wellenheim-Plan, konstruiert auf Burg Wellenheim von Mitgliedern der Rotte von Wellenheim, umfasst den Angriff auf die südwärts gerichtete Flanke der Truppen des jungen Wolfes. Hierbei wird die Region unmittelbar süd- und südwestlich von Markstadt, als Kampfplatz gewählt. Die Wellenheimer Lanze führt eine Streitmacht, bestehend aus sämtlichen Koalitionstruppen (Cherusker Fahne, die Alteractruppen des Dämmersturms, Helmstahl), in das westlich der Wolfsarmee gelegene Waldstück, erobert es - und öffnet damit eine weitere Flanke der Wolfsarmee. Der junge Wolf wird gezwungen sein, einen Teil seiner Truppen westwärts auszurichten, um sich gegen das Waldstück abzuschirmen. Die Sektion Alpha und die Cherusker Fahne sind darin geschult, in losen Formationen zu kämpfen, deswegen muss mit unablässigen Distanzangriffen ein Gegenangriff auf das Waldstück provoziert werden. Sobald dieser Gegenangriff stattfindet, stürmt die Wellenheimer Lanze in die vorrückenden Truppen des Feindes und fängt Teile von ihnen ab, - zieht sich zurück - und reitet dann unablässig weitere Angriffe bis die feindliche Moral gebrochen ist und das Schlachtenglück im Wald zugunsten des Dämmersturms ausfällt.

3. Die Rotte Everard wird vollständig in Eisenschmiede verbleiben, um im Falle einer Niederlage a) die Angelegenheiten des Dämmersturms zu vertreten und b) den Wiederaufbau der alten Strukturen einzuleiten.

Bild
Operation Fallbeil, die Schlacht bei Markstadt (Planung)


Verlauf

Die Schlacht um Markstadt erstreckte sich über zwei Tage der letzten Juliwoche, im letzten Jahr der Expansionsära (2. Jahr des Draenorfeldzuges). Der Dämmersturm ließ gemäß des Practica zwei Streitmächte aufmarschieren. Die Rotte Heldenhammer; die Rotte Theane; das Geschwader Himmelsschatten in Schreddern und einige weitere rottenlose Kräfte im Südosten Markstadts auf einer weitläufigen Anhöhe. Dieser Verband, im folgenden "Kontingent Dämmersturm" genannt, führte schwere Artillerie- und Sprengstoffunterstützung mit sich. Die "Koalitionstruppen" mit der Wellenheimer Lanze; drei Dutzend gorhemischen Mitläufern; der Sektion Alpha; dem Helmstahl und der Cherusker Fahne sammelten sich südlich Markstadts, nahe am Waldrand des markstädtischen Forstes. Der Marschall von Markstadt formierte etwa zweihundert Mann südlich der Südbrücke Markstadts, dahinter ein leichtes Artilleriekontingent mit Ballisten und östlich der Stadt das Bauernherr aus zweihundert Milizionären. Ferdinand von Wolke formierte insgesamt etwa fünfhundert bis sechshundert Mann, als er sah, wie sich der Widerstand gegen ihn sammelte. Darunter zunächst eine gen Markstadt gerichtete Hauptkampflinie aus zweihundert Mann in Plattenrüstung, dann ein Artilleriekontingent aus etwa zwölf, schweren kezanischen Kanonen und sechzehn Triboken aus Lichtnah. Im markstädtischen Forst positionierte der junge Wolf ein Kontingent aus etwa dreißig elitären Plänklern. Ansonsten blieb die Westflanke gen Forst weitgehend ungedeckt. Die Ostflanke nahm eine etwa einhundertfünfzig Mann starke Infanterie aus eingezogenen Alteracern ein, überwiegend mit Äxten, Schwertern und Rundschilden bewaffnet - aber ohne nennenswerte Rüstung. Die Südflanke wurde von der Reserve des Wolfes gehalten, darunter vierzig Söldner aus Aiden und etwa sechzig Armbrustschützen. Irgendwo hinter der Hauptkampflinie formierte sich Ferdinand von Wolke mit seiner elitären Leibgarde aus kampfgestählten Söhnen alteracschen Adels. Der zivile Tross wurde vor der Schlacht bereits in Sicherheit gebracht und bot auf dem Schlachtfeld somit kein Ziel.

Die Aufstellung der Truppen entspricht beinahe vollständig dem im Practica angegebenen Schlachtplan, mit Ausnahm der weiter nordwärts stehenden Leibgarde Ferdinand von Wolkes.

Als namhafte Befehlshaber führten die Truppen an:

Kontingent Dämmersturm:

Kommandant Tim Orodaro (Oberbefehlshaber des Kontingentes Dämmersturm)
Champion Ingo "Sturmbote" Renfray (Befehlshaber des Geschwaders Himmelsschatten)
Rottenmeister Freyri Heldenhammer (Befehlshaber der Rotte Heldenhammer)
Rottenmeisterin Iris Theane (Befehlshaberin der Rotte Theane)

Koalitionstruppen:

Rottenmeister Julius von Wellenheim: (Befehlshaber der Wellenheimer Lanze, Oberbefehlshaber des dämmersturmschen Anteils an den Koalitionstruppen)
Alexander Veidt (Befehlshaber der Sektion Alpha)
Hauptmann Njorn Cherusk (Oberbefehlshaber der Cherusker Fahne)
Hauptmann Vincent Dürer (Befehlshaber des Söldnerbundes Helmstahl)

Markstadt:

Der Marschall (Oberbefehlshaber der markstädtischen Truppen)
Leutnant Rolf Magmannssohn (Befehlshaber der markstädtischen Infanterie)
Leutnant Erik Fleischmeister (Befehlshaber der markstädtischen Infanterie)
Feldwaibel Spatta Kuss (Befehlshaber der markstädtischen Miliz)

Armee des Wolfes:

Ferdinand von Wolke, der junge Wolf (Oberbefehlshaber der Wolfsarmee)
später: Friedrich von Wolke, der alte Wolf (Oberbefehlshaber der Wolfsarmee)
Sir Gawein von Klippenturm (Befehlshaber der schweren Infanterie, linke Flanke)
Sir Bruno von Karstaag (Befehlshaber der schweren Infanterie, Mitte)
Lady Margarete von Franzdorf (Befehlshaberin der schweren Infanterie, rechte Flanke)
Sir Erwin von Gipfelhügel (Befehlshaber der schweren Artillerie)
Kiruwizz Duebeldruckz (Berater der schweren Artillerie)
Eckhardt von Kapen (Befehlshaber der leichten Artillerie)
Sir Erwin von Balpadure (Befehlshaber der Reserve, linke Flanke)
Feldwaibel Silvester (Befehlshaber der Reserve, rechte Flanke)
Francis Lock (Befehlshaber der leichten Infanterie)
Staffelführer Waldemar Waldmann (Befehlshaber der Jäger)


Die Schlacht bei Markstadt begann, bevor alle Truppen vollständig formiert waren, durch den Artilleriebeschuss der Wolfsarmee auf die markstädtische Armee, die gerade im Begriff war, die Südbrücke zu überqueren, um den jungen Wolf von Norden heran zu attackieren. Dieser verheerende Beschuss ließ zunächst die totale Vernichtung der markstädtischen Armee annehmen, doch der Marschall hatte für diesen Fall die nötigen Vorkehrungen getroffen. Das Bombardement wurde durch einen kolossalen Schildzauber abgefangen. Zeitgleich rückte über die Ostbrücke das Bauernheer Markstadts aus, um seine Stellung nördlich des Kontingentes-Dämmersturm zu beziehen. Es erreichte diese Position aber erst verspätet. Als Reaktion auf den Schlachtbeginn und den Beschuss der markstädtischen Truppen, eröffnete der Dämmersturm aus drei schweren Kanonen das Feuer auf die wölfische Artillerie - dabei kamen neun Destruktorgeschosse zum Einsatz, denen auch eine Kanone des Dämmersturms bei einer Fehlzündung zum Opfer fiel. Die Destruktorgeschosse verfehlten zunächst und richteten stattdessen Schaden unter der leichten Infanterie des Wolfes an. Schließlich aber, trat der erwünschten Schaden ein - und der vernichtende Munitionstyp verwandelte die nordwärts gewandte, noch nicht zurückfeuernde Artillerie des Wolfes in einen Feuerball, aus dem kein Besatzungsmitglied lebend entkam. Als Reaktion auf diesen verheerenden, demoralisierenden Einschlag, mitten im Zentrum der Wolfsarmee, schickte der junge Wolf die leichte, zahlenmäßig weit überlegene leichte Infanterie unter Francis Lock, gegen die Artilleriestellung des Dämmersturms. Das "Kontingent Dämmersturm", das in einigen alten Ruinen, auf einer Anhöhe Stellung bezogen hatte, platzierte im Vorfeld Sprengfallen, die den anstürmenden Alteracern nun verheerende Schäden zufügten. Die tapfer kämpfenden Reste wurde dann im Nahkampf mit Schwert und Schredder niedergemacht.

Währenddessen marschierte die Hauptkampflinie des Wolfes stürmend gegen die markstädtischen Truppen an, um sie auszuradieren und die Stadt schnell einnehmen zu können. Zahlenmäßig waren diese beiden Truppen einander ebenbürtig, allerdings verfügten die Wolfstruppen über wesentlich bessere Ausrüstung, was ihnen schnell die Oberhand im Kampf einbrachte.

Zeitgleich begann die Schlacht um den markstädtischen Forst im Westen. Die Koalitionstruppen, mit Ausnahme der Wellenheimer Lanze, eroberten in einem kurzen, aber nervenaufreibendem Scharmützel das Waldgebiet, vernichteten die Jägerstaffel unter Waldmann und öffneten somit die Westflanke der Wolfsarmee. Trotz des schnellen Sieges erlitt besonders die Cherusker Fahne hohe Verluste durch die Guerillaangriffe der Jäger, die erst vollständig aufgerieben werden konnten, als Alexander Veidt ein weitläufiges Durchkämmen der schlachtfeldnahen Waldabschnitte vorschlug. Die Sektion Alpha und die Lanzenträger des Dämmersturms erlebten in diesem Waldstück ihre Feuertaufe, nahmen aber nun wenig Verluste und sicherten schließlich westwärts ab, statt offen gegen die Wolfsarmee zu marschieren. Als Reaktion auf die Koalitionstruppen, die nun im Wald, westlich seiner Armee ungestört aufmarschieren konnten, schickte Ferdinand von Wolke aus der Reserve das Aidener Kontingent unter Sir Erwin von Balpadure und einen Teil der Hauptkampflinie unter Sir Gawein von Klippenturm, den er glaubte, aufgrund seiner Übermacht an der Südbrücke, entbehren zu können. Als Reaktion auf die westwärts marschierende Reserve stürmte die bis hierhin abwartende Wellenheimer Lanze auf das Kontingent aus Aiden. In einem einzigen, äußerst blutigen Ansturm, unter Rottenmeister Julius von Wellenheim, dem man vor der Schlacht den Speer des Torkhan verliehen hatte, machte die dämmersturmsche Reiterei die Männer unter Balpadure nieder. Daraufhin richtete sich die Ostseite der Reserve neu aus und eröffnete weitgehend wirkungslos den Beschuss auf die Lanze. Das Kontingent unter Gawein von Klippenturm, das von Norden in Richtung Wald marschierte, wäre eigentlich das zweite Ziel des Kavallerieansturms der Wellenheimer Lanze gewesen, doch Julius von Wellenheim wich in diesem Punkt vom Practica ab und stürmte stattdessen weiter in die Reserve des Wolfes, um sie restlos und brutal niederzumachen. Selbst fliehenden Männern wurde keine Gnade gewährt. Im Anschluss daran rammte der Rottenmeister den Kopf des Erwin von Balpadure, gepfählt an seiner schwarzen Lanze, auf einem Hügel, in den Boden. Die Truppen unter Gawein von Klippenturm erreichten nun, ungestört von der Kavallerie, das Waldstück und lieferten sich ein blutiges Scharmützel mit der linienbrechenden Cherusker Fahne und dem Helmstahl. Die Truppen des Dämmersturms im Wald, erhielten von Alexander Veidt nicht den Befehl, weiter vorzurücken, beteiligten sich also vorerst nicht weiter am Kampf und erlitten auch keine Verluste. Gaweins Kontingent, in der Unterzahl, musste sich schließlich geschlagen geben und zog sich vom Schlachtfeld zurück.

Nachdem der Gegenangriff der leichten Infanterie auf die Artilleriestellung des Kontingentes-Dämmersturm abgewehrt war, beschloss Kommandant Tim Orodaro den Kampf weiter zur Hauptkampflinie zu tragen, um die markstädtischen Truppen zu unterstützen. Ein Grund für diese Entscheidung waren auch die heftig ausfallenden Regenfälle, die den Einsatz der Artillerie erschwerten. Deshalb wurden die Kanonen stehen gelassen, das Kontingent mit Granaten aufmunitioniert - und ein weiterer Vorstoß gewagt. Ferdinand von Wolke reagierte sofort und schickte einen weiteren Teil der Hauptkampflinie gegen die heranrückenden Dämmersturmsöldner. Dieser wurde angeführt von Lady Margarete von Franzdorf, - einer Dame, die dem Dämmersturm unwissentlich schon viel Unterstützung hat zukommen lassen, als sie den Spion der Wellenheimer Lanze, Valedor Falkenring, bei sich aufnahm. (Es ist davon auszugehen, dass der Vater Margaretes im Vorfeld der Schlacht von Markstadt umgekommen ist, denn späteren Informationen nach zu urteilen, genoss sie weder eine Militärausbildung, noch hat sie jemals zuvor Truppen in den Kampf geführt.) Im Vorfeld für dieses Aufeinandertreffen, steuerte der Todgeweihte Vaeln Reddick, einen mit Sprengstoff beladenen Karren in die Reihen Franzdorfs. Trotz des immensen Schadens und der Unordnung, die er auf Befehl seines Kommandanten, damit verursachen konnte, schafften die Alteracer es, sich wieder zu formieren. Als sich das franzdörfische Kontingent und das Kontingent-Dämmersturm gegenüberstanden, eröffneten beide Seiten zunächst den Beschuss - zur Überraschung des Dämmersturms verfügten auch die Franzdörfer über Granaten. Das schlechte Wetter und die auf beiden Seiten mangelhafte Verarbeitung des Sprengstoffes, verursachten jedoch eine unverschämt hohe Zahl an Blindgängern, sodass die Wirkung der Granaten unwesentlich war. Die schweren Schildreihen der Alteracer dagegen stellten den Dämmersturm vor eine harte Herausforderung. Orodaro befahl, den Schildwall in einer zügigen Bewegung zu umrunden und schließlich zu flankieren. Dieser Befehl erreichte nicht alle Teile des Kontingentes Dämmersturm, weswegen bereits früh ein Schredder des Geschwaders, geführt von Rethorn Lightshadow, die Linien zu durchbrechen versuchte, aber an der unerschütterlichen Formation scheiterte und außer Gefecht gesetzt wurde. Die hinter dem Schildwall postierten Armbrustschützen nahmen den Dämmersturm pausenlos unter Beschuss - Kommandant Orodaro reagierte geistesgegenwärtig und setzte die Schredder von nun an als Schutzschild ein, ließ die Rotten dahinter Stellung beziehen - und sich gesichert auf den Nahkampf vorbereiten, während der Sturmbote aus seinem Schredder heraus Fernkampfunterstützung lieferte, um die feindlichen Reihen auszudünnen. Das Vorhaben, den Schildwall zu umrunden, gelang nur mäßig, - doch zumindest hatte man es nun nicht mehr mit der ganzen Wucht der alteracschen Plattenträger zu tun, die nur träge hinterher kamen, um auf den manövrierenden Dämmersturm zu reagieren. Schließlich aber, als Margarete die zurückhaltenden Manöver des Dämmersturms bemerkte und ihre Armbrustschützen nicht den gewünschten Schaden anrichteten, befahl sie den Angriff. Der Schildwall brach auf und die Alteracer stürmten gegen die Reihen des Dämmersturms, wobei der zweite Schredder des Geschwaders, geführt von Manfred Ofenrichter außer Gefecht gesetzt und der des Sturmboten schwer beschädigt wurde. Tatsächlich war die Moral der Alteracer, anspornt von ihrer charismatischen Anführerin, derart hoch, dass die darauffolgenden Nahkämpfe ein äußerst blutiges Gemetzel darstellten. Es ist der Verdienst Walter Torfstichs, der in hoher Konzentration, ohne Unterlass beschwörend, Schildzauber durch die Reihen des Dämmersturms schickte, durch jene der gestählte Angriff der Alteracer überstanden werden konnte. Der unerschütterliche Zorn des Dämmersturms, besonders hervorgebracht durch die tobende Rotte Heldenhammer und den Sturmboten, der aus seinem Schredder heraus, ohne Unterlass feuernd einen Trupp nach dem anderen niedermähte, dezimierte die Reihen Franzdorfs schließlich derart, dass sich Margarete zum Rückzug gezwungen sah. Statt nachzusetzen und die Franzdörfer zu vernichten, befahl Kommandant Orodaro in einem nahen Gemäuer Stellung zu beziehen und seine Truppen für das Kommende zu schonen.

Die Miliz, die den Dämmersturm in dieser Situation eigentlich hätte unterstützen müssen, hält sich zurück und marschiert erst vorwärts in Richtung Südbrücke, als Margarete und die Ostflanke der Wolfsarmee bereits besiegt waren.

Nun, da die Ostflanke, die Südflanke und die Westflanke des Wolfsheeres einbrachen, drohte auch die geschwächte Hauptkampflinie vor Markstadt nachzugeben. Doch es kam anders. Plötzlich dröhnten die Glocken der Stadt über das Schlachtfeld und die markstädtische, abgekämpfte Armee zog sich schlagartig in Richtung Stadtkern zurück, überließ dem Feind die Südbrücke und ließ die Miliz im Stich. Ferdinand von Wolke massierte derweil sein gesamtes, übrig gebliebenes Aufgebot auf die Südbrücke, darunter auch seine gefürchtete Wolfsgarde, die Elite der Wolfstruppen, bestehend aus kampfgestählten Vätern und Söhnen des alten, alteracschen Adels, die dem Wolf die Treue geschworen hatten. Die Südbrücke fiel in die Hände Ferdinands. Die nunmehr ausgesperrte Miliz drohte massakriert zu werden, als sie immer wieder gegen die Hauptkampflinie des Wolfes auf der Brücke anrannte, um zurück in die Stadt zu gelangen.

Kommandant Orodaro leitete sofort ein Manöver zur Rettung der Miliz und zur Zerschlagung der übrig gebliebenen Wolfstruppen ein, beendete die Pause seines Kontingentes und stieß augenblicklich zur Südbrücke vor, wo nach und nach Milizionäre gegen Wolfsgarde und Hauptkampflinie kämpfend, niedergemetzelt wurden. Das Erscheinen des Dämmersturms gab ihnen allerdings neuen Mut, sodass sie nicht die Flucht ergriffen. Auf eine Idee des Sturmboten hin, hatte man den Raketenwerfer eines beschädigten Schredders abmontiert, um nun die Wolfsgarde aus einem Geschützkrater heraus unter Beschuss zu nehmen. Die Wolfsgarde reagierte jedoch augenblicklich unter persönlicher Führung Ferdinands. Die Feuerkraft des Dämmersturms reichte nicht aus, um die anstürmende Elite aufzuhalten - also teilte Orodaro die Truppen auf, ließ die Rotte Theane zu einem Gehöft vorstoßen um von einer gesicherten Position aus das Feuer aufrecht zu erhalten und die Rotte Heldenhammer, die bis zum letzten Moment einen Schildwall bildete, sprengte zu beiden Seiten hin, dem feindlichen Ansturm aus dem Weg. Zuerst traf es das Geschwader, welches nicht schnell genug auf den Plänkler-Befehl reagieren konnte. Im Nahkampf hoffnungslos unterlegen, gingen die Piloten des Dämmersturms, nach einem kurzen einseitigen Schlagabtausch, unter. Manfred Ofenrichter fiel im blutigen Nahkampf. Kommandant Orodaro platzierte sich derweil auf dem höchsten, anliegenden Felsen, rammte die Standarte des Dämmersturms in den Boden und forderte Ferdinand von Wolke zum Zweikampf heraus. Dieser zeigte sich endlich aus den Reihen seiner Wolfsgarde, nahm die Herausforderung an und wurde nach einem kurzen aber heftigen Kampf, in dem diese beiden Kolosse aufeinander trafen, vom Söldnerbaron getötet. Rottenmeister Heldenhammer stellte sich dem größten Teil, der nun ebenfalls ausschwärmenden Wolfsgarde, wurde aber übermannt und getötet, genau wie der Großteil seiner Rotte, der tapfer kämpfend, keinen Meter weichend, noch viele Verluste am Feind verursachte. Die Rotte Theane leistete sich derweil siegreich ein Gefecht mit einem kleineren Trupp der Wolfsgarde und schloss sich kurz darauf den brutalen Kämpfen auf der Straße an. Zunächst hatte es den Anschein, als würden die geköpfte Wolfsgarde und das Kontingent-Dämmersturm einander bis auf den letzten Mann ausradieren, dann jedoch brach die Wellenheimer Lanze von Süden heran in das verlustreiche Scharmützel und verschob das Kräftegleichgewicht derart, dass die Wolfsgarde, die stolz kämpfend, keinen Meter wich, vollständig getötet werden konnte. Schließlich stießen auch Cherusker Fahne, Helmstahl und Veidt mit Sektion und Infanterie des Dämmersturms, zu den Nahkämpfen vor. Der Miliz gelang es schließlich, die stark geschwächte, nunmehr völlig demoralisierte Hauptkampflinie zu durchbrechen und besiegelte damit das Ende der Wolfsarmee unter Ferdinand von Wolke.

Doch der alte Wolf, Friedrich von Wolke, war über die Westbrücke überraschend in die ungeschützte Stadt eingedrungen. Dies war der Grund für den raschen Rückzug der markstädtischen Armee, die sich gerade noch rechtzeitig im Anwesen der Kobra verbarrikadieren konnte, um den blutigen Häuserkampf aufzunehmen. Cherusker Fahne und Helmstahl zögerten keinen Moment und schlossen sich den Straßenkämpfen an. Kommandant Orodaro dagegen befahl der Wellenheimer Lanze, den umgehenden Rückzug und Abtransport aller Toten und Verwundeten, mitsamt Kriegsgerät einzuleiten. Der erschöpfte, aber noch einsatzfähige Rest des Kontingentes Dämmersturms, stieß dann zusammen mit den dämmersturmschen Alteractruppen, ebenfalls in die Stadt vor. Die Häuserkämpfe hielten sich in Grenzen. Der Großteil des Kampfes war bereits von den alliierten Truppen geschlagen worden - und nach kurzen Scharmützeln erreichten die Truppen des Söldnerbundes das befestigte Anwesen der Kobra. Die Kämpfe wurden bereits eingestellt, der geschlagene Wolf zog seine Truppen zurück, um nicht auch noch sein zweites Heer für dieses gescheiterte Unterfangen zu riskieren. Ihm war es nicht gelungen, das Anwesen zu erstürmen. Frustriert und wütend, unterzeichnete Friedrich von Wolke den Waffenstillstand und die bedingte Kapitulation seiner Armee, die ihm den Rückzug in seine Ländereien ermöglichte.

Der Frühlingskrieg war beendet, doch nun sollte der Kongress von Markstadt folgen, der die neuen Machtverhältnisse reguliert und dem Dämmersturm und seinen Ländereien zu großem Wohlstand verhilft. Kommandant Orodaro befahl umgehend das Abrücken nach Gorheim, von wo aus die Truppen wieder nach Eisenschmiede geflogen werden konnten.


Ergebnis

Der Dämmersturm hatte mithilfe seiner Verbündeten einen großen Sieg errungen. Der Wolf war restlos geschlagen und militärisch nicht mehr zur Offensive in der Lage. Ferdinand von Wolke war tot - und mit ihm ein Großteil des alteracschen Adels, der sich den von Wolkes verschrieben hatte. Die Verluste auf Seiten des Dämmersturms waren schmerzlich, denn die Rotte Heldenhammer und das Geschwader waren vernichtet. Die Wellenheimer Lanze ging jedoch verlustfrei aus der Schlacht und bewies als Kavallerieeinheit ihre vernichtende Effizienz. Außerdem war die alteracsche Infanterie des Dämmersturms kaum an den heftigeren Kämpfen beteiligt gewesen und überstand die Schlacht mit wenigen Verlusten. Die Cherusker Fahne dagegen verlor in den brutalen Nahkämpfen im Wald, davor - und in Markstadt, beinahe die Hälfte ihrer Männer. Der Helmstahl sogar drei Viertel. Die Armee von Markstadt wurde in den blutigen Kämpfen um die Südbrücke auf fast ein Drittel reduziert, die Miliz verlor wiederum mehr als die Hälfte ihrer Männer. Von diesen Zahlen ausgehend, hatte der Dämmersturm durch seine vergleichsweise geringen Verluste, am Ende des Frühlingskrieges also militärisch derart an Einfluss gewonnen, dass er bei den anschließenden Verhandlungen über reichlich Druckmittel verfügte.

Das Kalkül des Kommandanten, Markstadt und den Wolf gleichermaßen zu schwächen, um ein neues Gleichgewicht zu konstruieren, war also aufgegangen.

Der militärische Erfolg in der Schlacht bei Markstadt ist maßgeblich auf den Einsatz der Destruktorgeschosse zurückzuführen, die im Vorfeld der Nahkämpfe, die gesamte feindliche Artillerie vernichteten. Ohne diesen frühen Vorteil, wäre ein Sieg undenkbar gewesen. In den anschließenden Nahkämpfen war es die persönliche Führung des Kommandanten, die das Kontingent-Dämmersturm erfolgreich in die Ostflanke des Feindes führte. Weniger erfolgreich war das Scharmützel gegen die Wolfsgarde, das letztlich zwar gewonnen wurde, jedoch den Verlust der Rotte Heldenhammer und des Geschwaders nach sich zog. Allerdings wäre es fatal gewesen, der Wolfsgarde ein Eindringen in die Stadt zu erlauben - dies hätte die Häuserkämpfe erschwert und vermutlich um mehrere Tage verlängert. Das Opfer der Rotte Heldenhammer und das Opfer des Geschwaders, waren also notwendig, um die Schlacht zu entscheiden - auch wenn kurz darauf die Wellenheimer Lanze und die Koalitionstruppen hereinbrachen, um das Ende der Wolfsgarde zu besiegeln. Das Kontingent-Dämmersturm war die einzige, verfügbare Kraft, die zum entscheidenden Zeitpunkt die Wolfsgarde daran hindern konnte, in die Stadt einzudringen - und das ist ihm auch gelungen.

Die Wellenheimer Lanze erwies sich als überaus effizient und dem Feind hochüberlegen, dem man im Vorfeld der Kämpfe die Kavallerie geraubt hatte. Es gelang der Wellenheimer fast im Alleingang, die Reserve des Feindes aufzureiben und sein gesamtes Hinterland niederzumetzeln, sodass es keine Möglichkeit für ihn gab, seine Kampflinien zu entlasten. Als schnelle Eingreiftruppe war die Lanze auch maßgeblich an der Vernichtung der Wolfsgarde beteiligt. Wenn die Schlacht bei Markstadt in ihren Strukturen auch altertümlich gewesen sein mag, wurde mit dem Einsatz der Lanze nun deutlich bewiesen, dass ein umsichtig vorbereiteter Einsatz von Kavallerie, früher wie heute, einen entscheidenden Beitrag am Schlachtgeschehen leisten kann.

Die nahkampfstarke Cherusker Fahne und der opferbereite Helmstahl waren ebenfalls maßgeblich am Schlachtverlauf beteiligt und bewiesen vor allem gegen Gawein von Klippenturm blutige Effizienz. In den späteren Häuserkämpfen führten sie die Koalitionstruppen in den Kampf und räumten mit den zahlenmäßig überlegenen Wolfstruppen auf, wo sie nur konnten. Die Sektion Alpha und die alteracsche Infanterie des Dämmersturms dagegen, erlebten nur im Kampf um den markstädtischen Forst aktiven Feindkontakt. Dies war aber sinnvoll, da ihr Erhalt die Überlegenheit des Dämmersturms nach dem Frühlingskrieg gewährleistet.

Die unmittelbare Folge auf die Schlacht bei Markstadt waren viele Auszeichnungen und Beförderungen, darunter Walter Torfstischs Ernennung zum Rottenmeister. Er trat damit das Erbe Freyri Heldenhammers an. Dieser hatte sich, was hier noch ewähnenswert sein mag, in seinem Testament für die Begnadigung von Todgeweihten und die Solderhöhung von Mitläufern eingesetzt. Kurz nach der Schlacht wurde der maximale Sold der Mitläufer mithilfe der "Heldenhammer-Stiftung" um ein Goldstück erhöht und Vaeln Reddick wurde für "rehabilitiert" erklärt.

Mittelfristig hatte die Schlacht bei Markstadt den "Kongress von Markstadt" zur Folge, der die neuen Machtverhältnisse klären und vor allem Reperations- und Tributzahlungen an den Dämmersturm bewirken sollte, um die Koalitionsgebiete und den Söldnerbund zu großem Wohlstand zu führen.



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 Betreff des Beitrags: Re: Der Frühlingskrieg (Öffentlich)
BeitragVerfasst: 16. Aug 2015, 13:51 
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Der Frühlingskrieg

Eintrag VI, Abschlussbericht


Der Frühlingskrieg fand sein Ende in der sieg- aber verlustreichen Schlacht bei Markstadt. Der Untergang des Geschwaders und der Rotte Heldenhammer hinterließen tiefe Wunden in den Reihen des Dämmersturms. Nichtsdestotrotz kam es wenige Monate nach der Schlacht zum erwarteten Kongress von Markstadt, dessen Verhandlungen in einen akribisch angelegten, friedensgewährleistenden Koalitionsvertrag mündeten. Die daraus resultierenden Reperationszahlungen an den Dämmersturm stellten schließlich den Erfolg ein, auf dem das Kalkül des Kommandanten fußte, weswegen der Krieg - alles in allem - als Erfolg zu werten ist. Die Tobiasstädtische Koalition wurde aufgelöst. An ihre Stelle rückte nun die Markstädtische Koalition, in der sich alle Parteien des Gefälles zur Zusammenarbeit verpflichteten. Der Dämmersturm, trotz seines Sieges, machte eine Vielzahl von versöhnlichen Zugeständnissen - darunter auch die Verlagerung des einzigen Flugplatzes im Gefälle von Gorheim nach Markstadt. Über den finanziellen Erfolg hinaus konnte sich der Dämmersturm nunmehr vollends im Gefälle etablieren und nahm nun eine führende politische Position unter den vier Mächten ein. Als mittelfristige Folge auf den Frühlingskrieg, kam es zum sogenannten Kartoffelsommer. Die Entbehrungen des Krieges sorgten für Hungersnöte der Flüchtlinge in Markstadt. Die weitgehend vom Krieg verschonten Einwohner der Dämmersturmländereien und Tobiasstadts, konnten so ihre Ernte zu außerordentlich hohen Preisen an den Mann bringen (was dann später im Koalitionsvertrag etwas gezügelt wurde) und kamen so zu schnellem Reichtum. Der daraus resultierende wirtschaftliche Aufschwung regte die Migration in Dämmersturmgebiete an und hinterließ auf markstädtischem Grund und Boden (der ja die Hauptlast des Krieges trug) manch ein verlassenes Gehöft. Der Dämmersturm, der Einwandererfamilien zum Militärdienst verpflichtet, konnte sich somit einen reichen Zuzug an Rekruten, aber auch an Arbeitskräften sichern.

Walter Torfstich
Skriptor des Dämmersturms


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