Söldnerbund Dämmersturm

RP-Gilde - Die Aldor
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 Betreff des Beitrags: Der große Alterac-Bericht, Nordwest-Gefälle (Öffentlich)
BeitragVerfasst: 4. Jun 2014, 03:51 
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Ich grüße den Sturm!

Im Folgenden erläutere ich meine Ergebnisse, die mir dereinst Sturmwächter und Champion Grimaldus Fäller in Erfahrung zu bringen befahl. Der Bericht bezieht sich auf das Nordwest-Gefälle, eine isolierte Region in Alterac, die weitesgehend vom Krieg im Tal und den Hügelländern verschont geblieben ist und nunmehr unter die Kontrolle von Emporkömmlingen und Söldnerfürsten geraten ist.



Die Anreise

Ich verließ Khaz Modan über den Thandolübergang und durchquerte Arathi in Richtung Hinterlande. Unterwegs traf ich auf einen Stützpunkt der Verlassenen, konnte ihn jedoch passieren, ohne auf mich aufmerksam zu machen. Die Lage im Land scheint katastrophal. Auch wenn die Waffenruhe nicht gebrochen wird, so herrscht doch starke Anspannung und wirtschaftliche Repression durch die umherziehenden Truppen der Untoten. Dazu schien die Ernte des letzten Jahres mehr als dürftig ausgefallen zu sein. Räuber, Banditen und Stromgarde gegenüber feindselig gesinnte Kriegerstämme streifen mordend durch das Land. Ich geriet unterwegs in einen Hinterhalt, konnte mich jedoch leicht verletzt aus der Situation befreien und flüchten.

Im Hinterland ruhte ich eine Woche am Nistgipfel, denn ich hatte mir eine schwere Erkältung beim Durchqueren der regnerischen Hochlande zugezogen und musste meine Wunden versorgen. Die Wildhammerzwerge empfingen mich mit großer Gastfreundschaft - ich soll außerdem meine Grüße vom Freisturmklan ausrichten - lange Zeit unterhielt ich mich mit einem ihrer Greifenreiter. Er bat mir an, mich auf dem Rücken seines stolzen Reittieres nach Alterac zu geleiten, doch das wäre nicht Sinn meiner Mission gewesen, daher lehnte ich ab.

Ich verließ das Hinterland über den Seuchennebelklamm - und nach langer Wanderung erreichte ich schließlich die Brücken von Caer Darrow. Ich hielt mich zwei Tage in der Nähe der Burg auf, um eine Zeichnung von ihr anzufertigen, dann zog ich westlich entlang des Darromersees und schließlich südlich entlang der Flussläufe. Ich suchte nach einer geeigneten Furt - da es dort keine intakten Brücken mehr gibt und wurde schließlich an einer alten Trollruine, der sogenannten Zugwindspitze, fündig. Von dort aus lässt sich bedenkenlos nach Alterac marschieren. Ich rastete in einer einsamen, kleinen Taverne für mehrere Tage - auch um meine Vorräte aufzufrischen und folgte den alten Reichsstraßen schließlich nach Strahnbrad, wo ich mir neues Kartenmaterial über das Nordwest-Gefälle besorgte. Die Verwaltung des Syndikats wird vermutlich einen hohen Wegzoll für das Passieren des Gebietes verlangen.

Strahnbrad, - das Tor nach Alterac wurde also durchquert und schließlich fand ich mich auf den alten, schneeumwehten Straßen des Verräterkönigreiches wieder. Ich folgte einigen weniger bekannten Pässen. Besonders in Zentralalterac ist Acht zu geben auf die Oger, denn sie wüten im ganzen Land und unterdrücken die Bevölkerung, wenn nicht gerade ein Söldnerheer in der Nähe ist, dass ihr seine Dienste anbieten. Von diesen Gestalten, - kommend aus allen Ländern der Welt, gibt es hier besonders viele. Glücksritter, alte Veteranen, Taugenichtse und sogar Obdachlose aus Sturmwind. Ich beschloss die Gesellschaft dieser Fahnen nicht zulange in Anspruch zu nehmen und zog weiter, bis ich schließlich nach langer, beschwerlicher Reise das Nordwest-Gefälle erreichte.


Alterszapfen

Der erste Ort, den ich im Nordwest-Gefälle aufspürte trug den Namen Alterszapfen. Ich schätzte die Einwohnerzahl auf etwa vierzig Familien - der Ort bestand hauptsächlich aus kleineren Gehöften und war von reichlich Fels und Baumreihen umringt. Die Einwohner sind mürrische Gesellen, die das Plündern und Brandschatzen der Söldner gewöhnt sind - trotzdem schien keiner der umliegenden Fürsten ernsthaftes Interesse an dem Ort zu haben.


Tobiasstadt

Ich entschied mich zunächst weiter gen Süden zu reisen - jedoch entlang der Reichsstraße, um einen Abstecher nach Tobiasstadt zu machen. Der Ort wird ebenfalls von keinem Fürsten beansprucht, jedoch residiert hier der Söldnerhauptmann Njörn Cherusk. Die Einwohnerzahl ist auf etwa fünfzig Familien zu schätzen, - die Sollstärke der Cherusker Fahne auf vierzig abgehärtete, wilde Krieger, die offensichtlich immer schon in Alterac beheimatet waren. Die Familie "Tobias" ist seit Generationen für ihre Schmiedekunst bekannt. Man sagte mir, die Stadt würde mal dem einen Fürsten - und mal einem anderen dienen, in den letzten zwei Jahren, aber nur noch der Cherusker Fahne, die für stolze Goldsummen von jedem angeheuert werden kann.


Gorheim

Gorheim liegt im Einflussgebiet des Fürsten "Rufus de Pusché" der vielerorts nur "Das Wiesel" genannt wird. Der Ort umfasst mehrere Mühlen - und diese sorgen offensichtlich auch für den Lebensunterhalt der Bevölkerung, die auf siebzig Familien zu schätzen ist. Als Garnison hat de Pusché eine Kompanie von etwa zwanzig Mann abgestellt, dessen Ausrüstung zu wünschen übrig lässt. Die Bevölkerung beklagt sich über die Inkompetenz des Fürsten, der einen Großteil der Ressourcen an die "Metropole" der Region "Markstadt" zahlen muss, da er sich einst in einer Fehde mit der "Kobra" geschlagen geben musste. Seitdem haben sich die Zustände immer weiter verschlechtert, obwohl eigentlich die Basis für eine funktionierende Wirtschaft gegeben ist.


Burg Wiesel

Weiter nördlich, im Schnee, liegt Burg Wiesel. Zumindest das, was davon übrig ist. Der ehemalige Militärstützpunkt von Alterac wurde schon vor Jahren von marodierenden Ogern zerstört und wieder verlassen. Fürst de Pusché hat sich nicht die Mühe gemacht, die zerstörten Wehranlagen zu reparieren, - die auch unter seiner Fehde mit der Kobra gelitten haben. Einem ernsthaften Angriff würde die Burg kaum standhalten. Nur der Bergfried ist noch einigermaßen intakt, wohin sich de Pusché im Zweifelsfall mit einer Garnison von etwa achtzig Mann zurückziehen könnte. In der Burg lebt außerdem eine Bevölkerung von etwa fünfzig Personen - Tendenz sinkend, wie man mir gesagt hatte. Aus Angst vor Verrat lässt der Fürst fast wöchentlich einen seiner Untertanen am Galgen aufhängen.


Kupferdorf

Kupferdorf, an einem großen Bergsee nördlich von Burg Wiesel gelegen, ist vermutlich der einzige Grund, warum sich de Pusché immer noch als Fürst halten kann. In den Minen wird nach wie vor schwer gearbeitet - zum Teil sind es auch entführte Reisende oder Dorfbewohner der umliegenden Lande, die man dort bis zum Zusammenbruch schuften lässt. Die Ortschaft selbst ist überschaubar. Ich schätze die Einwohnerzahl auf fünfzig Familien. Die Garnison umfasst etwa zwanzig Mann, - wie viele jedoch als Sklaventreiber in den Minen abgestellt wurden, konnte ich nicht herausfinden. Als man auf mich aufmerksam wurde - angesichts der vielen Fragen, zog ich es vor, die Ländereien des Wiesels zu verlassen. Große Teile des Kupfererzes werden ebenfalls nach Markstadt geliefert. Kleinere Eskorten begleiten die Karren.


Kaderwulst

Ich erreiche Kaderwulst nach meiner raschen Abreise gen Westen. Der Ort ist stattlich und die Bevölkerung scheint in KADERWULST IST EINE LÜGE den letzten Jahren zumindest keinen Hunger gelitten zu haben. Viele Rinder und anderes Nutzvieh werden durch die Straßen des Ortes getrieben, in dem auch neue Häuser erbaut werden. Ich schätze die Bevölkerung auf etwa 300 Familien – jeder der ihren scheint einer gut gerüsteten Bürgerwehr KADERWULST IST EINE LÜGELÜGELÜGELÜGELÜGE anzugehören. Deshalb hat sich offenbar auch keiner der umliegenden Fürsten getraut, den Ort zu attackieren. Die Kaderwulster sind Fremden gegenüber äußerst misstrauisch – des Nachts habe ich sie bei lange bei ungewöhnlichen Messen beobachten können. Sie scheinen sich im Dienst einer höheren Macht zu sehen. Ich rate dringend von einer Kooperation mit dieser merkwürdigen Ortschaft ab. Der Ort wird von einer alten, zum Teil jedoch eingestürzten, Festungsmauer umgeben. KADERWULST IST EINE LÜGE


Talstadt

Das große Gehöft von Talstadt liegt entlang einer alten Reichstraße, die nordwärts bis nach Markstadt führt und sich im Herrschaftsgebiet der Kobra befindet. Der Ort scheint hauptsächlich zur Nahrungsmittelversorgung der umliegenden Lande zu dienen. Die Kobra hat eine Garnison von dreißig Mann in Talstadt abgestellt, die den umliegenden Banditenbanden problemlos standhalten können. Ich sah Kettenhemden und schwere Schilde. Die Bevölkerungzahl von Talstadt wird sich auf weniger als 50 Familien beschränken.


Legdenstein

Legdenstein ist ebenfalls ein großes Gehöft entlang der Reichsstraße des Wiesels. Ähnlich wie in Talstadt wurden hier etwa dreißig gut bewaffnete Männer stationiert, während die Bevölkerung etwa sechzig Familien umfasst, die die umliegenden Felder bestellen und Markstadt mit Nahrungsmitteln versorgen.


Lordamm

Lordamm am Lordameresee ist eine Kleinstadt in nächster Nähe zur Provinzmetropole Markstadt. Der Ort befindet sich im Einflussgebiet der Kobra und glänzt durch Fischerei und regen Handel. Die relativ hohe Bevölkerungszahl ist auf die gute Versorgung durch die umliegenden Gehöfte Legdenstein und Talstadt zu erklären – ob Lordamm allerdings auch einen strategischen Wert hat, sofern man nicht nach Tirisfal übersetzen – oder einen Seekrieg beginnen möchte, wage ich allerdings zu bezweifeln. Ich gehe davon aus, - wer Markstadt nimmt, der nimmt auch Lordamm. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 150 Familien – die Garnison setzt sich aus sechzig gut gerüsteten Männern zusammen, die unter anderem über leichtes Belagerungsgerät verfügen.


Markstadt

In Markstadt hielt ich mich relativ lange auf. Der Ort ist relativ groß, hat einen, die ganze Stadt umfassenden Wassergraben und eine funktionierende Infrastruktur. Der Ort stellt den Zenit der Macht der Kobra dar, die hier vor fünf Jahren durch eine Reihe von zweifelhaften Todesfällen an die Macht gelangt ist. Es herrscht ständiger Handel – und fast täglich versuchen Bauern vom Land, sich in der Stadt eine neue Existenz aufzubauen. Ich schätze die Bevölkerung auf mehrere Tausend; jedoch nicht mehr als zehn – die Garnison nochmal auf dreihundert in gewohnter Ausrüstungsstärke. Die Stadt teilt sich in mehrere Viertel auf, darunter auch ein Distrikt nur für das Militär und ein Ghetto für Fremdländer. Zwar hat die Stadt keine Mauern, doch der angelegte Kanal hält die meisten Feinde fern. Im Zweifelsfall wäre die Garnison mit Ballisten dazu in der Lage, eine anrückende Armee bereits aus der Ferne unter schweren Beschuss zu nehmen.


Erwins Ruh

Das kleine Gehöft, das ich für einen kurzen Abstecher, während meiner Zeit in Markstadt besucht habe, liegt im Einflussgebiet der Kobra. Ich habe etwa vierzig Familien gezählt - und eine Garnison von zehn mittelmäßig gerüsteten Soldaten Markstadts. Auf den Feldern werden Hopfen und Getreide angebaut.


Neuingen

Neuingen liegt ebenfalls am Lordamere und hält sich hauptsächlich durch Fischerei am Leben. Die Ortschaft ist jedoch mehrmals zum Austragungsort kleinerer Fehden zwischen dem Eber und der Kobra geworden, weswegen ein Großteil der Bevölkerung nach Markstadt abgewandert ist. Jetzt leben hier noch etwa dreißig Familien, die bereits einem halbherzigen Angriff schutzlos ausgeliefert wären.


Pökelheim

Pökelheim liegt im Einflussgebiet des Ebers und sichert eben jenem, einen reichen Zufluss an frisch gefangenem Fisch. In keinem anderen Ort der Region wird der Fischfang so drastisch betrieben – die Garnison von zwanzig gut gerüsteten Männern wurde nur dazu abgestellt, die ärmliche, jedoch 70 Familien zählende Bevölkerung zum Arbeiten zu zwingen.


Der Eberbau

Der Eberbau liegt westlich von Pökelheim an einer hohen Felsklippe. Es handelt sich weniger um eine Burg, als vielmehr um ein befestigtes Höhlensystem, dass der Eber sein Zuhause nennt. Zivile Bevölkerung gibt es kaum, dafür wurden jedoch mehrere Türme und schwer bewachte Schützengräben errichtet, um das feuchte und dreckige Heim und (ich würde fast schon sagen Banditennest) Lager es Ebers zu schützen. Ich schätze das Truppenaufgebot auf etwa zweihundert schwerbewaffnete Söldner ein – sie sind unter anderem im Besitz primitiver Feldgeschütze – Katapulte und mehrerer Ballisten. Ein direkter Angriff würde sicherlich in vielen Verlusten resultieren, ehe man bis zum Eber durchbricht. Es ist davon auszugehen, dass die „Festung“ des Ebers viele Schätze und Kriegs- sowie zivile Güter enthält.


Karpfenfang

Karpfenfang ist eine winzige Siedlung auf einer kleinen, vorgelagerten Insel im Lordamere. Die Bevölkerung von bestenfalls zwanzig Familien leistet Tribut an den Eber. Überwiegend Fisch. Sie ist arm, schwach und wird von keiner Garnison geschützt.


Dörflingen

In Dörflingen hielt ich mich wiederrum länger auf, - der Ort ist für die Verhältnisse der Umgebung relativ weitläufig, hier leben etwa neunzig Familien und vierzig gut gerüstete Söldner. Dörflingen liegt am Lordamere und verfügt auf einer kleinen, vorgelagerten Insel, über einen hohen Aussichtsturm, der im Zweifelsfall der Verteidigung des Ortes zugute kommt. Das Kartenmaterial diesbezüglich ist veraltet. Der Kataklysmus hat zu einer massiven Überflutung durch Gletscherwasser geführt, die den Ort jetzt direkt an die Ufer des Lordameresees verlagert hat. Die Bevölkerung ist einerseits im Fischfang, anderseits auch in der Landwirtschaft und regen Textilindustrie tätig. Viele Hirten hüteten ihre Schafe in der Umgebung. Tribut wird an den Eber entrichtet.


Aiden

Aiden liegt im Einflussgebiet des Wolfs. Die Stadt ist leicht befestigt und befindet sich am Hang eines hohen Berges. Die Garnison umfasst ein Dutzend schwer gepanzerter Soldaten und nochmal etwa fünfzig gut gerüstete Söldner, die den Ort lange zu verteidigen wissen. Der Verwalter von Aiden ist ein Ritter namens Sir Erwin von Balpadure, der dem Wolf zur Lehenstreue verpflichtet ist. Er versteht sich darin, die Ressourcen des Landes auszunutzen, seine Bevölkerung ruhig zu halten und die Ortschaft stetig zu erweitern. Ich schätze die Bevölkerungszahl auf 120 Familien.


Weißhaupt

Weißhaupt ist längst kein einfaches Dorf mehr. In den letzten zwei Jahren hat der Wolf das Land ausgezerrt, um an den Klippen dieses Plateaus eine nahezu uneinnehmbare Festung zu errichten. Sein eigener Sohn leitet das Kommando über die hier ansässigen Truppen, die ein Aufgebot von dreihundert stark gerüsteten, zum Teil schwer gepanzerten und sogar berittenen Soldaten und Söldnern umfassen. Ich schätze die Bevölkerung auf zweihundert Familien, die überwiegend unter schrecklichen Bedingungen im lokalen Bergwerk schuften müssen. Der Ort profitiert vom Handel mit kezanischen Großkonzernen, die das entlegene Gebiet regelmäßig mit Zeppelinen erreichen, um Steinkohle und Silber einzukaufen, und wiederum schweres (zum Teil auch modernes) Kriegsgerät an den Wolf verkaufen. Weißhaupt hat mir erst wirklich vor Augen geführt, warum der Wolf solchen Respekt im Umland genießt. Kritisch sehe ich aber auch die Rolle der Horde in diesem Gebiet, die zwar keine Eroberungspläne zu hegen >scheint< aber doch großen Profit aus dem Machtgewinn des Wolfes schlägt.


Lichtnah

Lichtnah liegt mitten im Gebirge, im Tal, an einem großen Bergsee. Der Ort ist schwer zu erreichen und wird von einigen Mauern geschützt. Herr über diesen Ort ist Gottfried von Kapen, der in der Gunst des Wolfes steht. In jüngster Zeit hatte der Ort unter den Angriffen von Banditen zu leiden, die jedoch allesamt von den stark gerüsteten Truppen Lichtnahs wieder fortgejagt werden konnten. Dieser kleine Trupp umfasst jedoch nur etwa zwanzig Kriegsveteranen – die Bevölkerung müsste etwa bei sechzig Familien liegen. Vor dem Ort liegt ein kleines Waldstück, dass die Bevölkerung zur Holzgewinnung nutzt. Im Ort gibt es daher mehrere Experten für den Bau von Belagerungsmaschinen.


Franzdorf

Franzdorf existiert nicht mehr, - der Ort wurde vor vier Jahren von einer riesigen Lawine zerstört. Stattdessen haben sich hier nun kezanische Goblins niedergelassen, die als Waffenhändler von den Kleinkriegen des Landes profitieren. Für vermutlich gewaltige Goldsummen haben sie sich in den Dienst des Wolfes gestellt und verkaufen die exotischen Waffen nur noch an ihn. Ich sah Fluggeräte, Schredder und Kanonen.


Burg Stahlkamm

Burg Stahlkamm liegt in einem engen Tal, mitten in den Bergen Alteracs. Ich rate von einer Belagerung dieses Ortes ab – der Wolf hat seine Heimatfestung so stark ausgebaut und mit reichlich schwerem Gerät versehen, dass mir eine Einnahme unmöglich erscheint. Die Mauern sind so dick, dass sie selbst langem Kanonenbeschuss standhalten würden und die hohen Berge bilden einen natürlichen Schutzwall um diesen Ort. Die Bevölkerung von vermutlich zweihundert Familien ist voll und ganz auf das Militär ausgerichtet, stellt Waffen her, repariert sie, bildet Soldaten aus oder versorgt Gefallene. Die Hauptstreitmacht des Wolfes, die hier stationiert ist, muss kaum einen Finger rühren, denn jeder weiß, dass sie dazu in der Lage wäre, den gesamten Landstrich zu erobern. Es fiel mir schwer, die Größe auch nur irgendwie einzuschätzen – bei fünfhundert Mann hörte ich auf zu zählen.


Höhlingen

Höhlingen liegt auf einer platten Ebene, direkt hinter den höheren Bergen des Nordwest-Gefälles. Der Ort umfasst eine Bevölkerung von etwa achtzig Familien und leistet Tribut an den Wolf, indem sie in den lokalen Minen eine reiche Eisenerzader leer schürft. Der Herr dieses Ortes nennt sich Gilderoy Lock und steht in den Diensten des Wolfes. Er wurde eingesetzt, nachdem der Ort vor einigen Monaten gegen die harten Arbeitsbedingungen rebellierte. Der Wolf hat hier nunmehr zwanzig schwere Infanteristen und zehn Reiter postiert, die für Ruhe sorgen – und (quasi) als Sklaventreiber fungieren sollen.


Straßenwald

Straßenwald wurde im zweiten Krieg von der Horde vollständig zerstört, danach als Außenposten verwendet und schließlich wiederrum von der Allianz zerstört und verlassen. Es sind noch Überreste der ehemaligen Palisaden erhalten. Heute wird der Ort von Söldnern und Banditen als Unterschlupf genutzt – es scheint keinen spezifischen Wortführer zu geben, hier herrscht das Gesetz des Stärkeren. Ich kann aber sagen, dass die Zahl der Unholde, sollten sie sich einmal unter einem Banner vereinen, ausreichen würde, um manche Siedlung einfach zu überrennen.


Westberg

Zu meiner Überraschung traf ich auf dem Westberg auf Zwerge(mutmaßlich des Sturmlanzenklans, aber ich habe dafür kein Auge), die eine kleine Eisfestung ihr Eigen nennen. Von zwergischer Gastfreundschaft konnte jedoch keine Rede sein – weder war jemand bereit mit mir zu sprechen, noch habe ich den Grund für ihre passive Haltung zu den Konflikten, die sie umgeben, erfahren. Insgesamt waren es etwa einhundert Zwerge von denen vermutlich jeder fähig war, eine Waffe zu tragen.


Gipfelhügel

Dieses Dorf existiert nicht mehr. Es ist Opfer der Kleinkriege geworden, wurde geplündert und zerstört. Die Ruinen liegen auf einem kleinen Bergkamm.


Perenoldhügel

Dieser Ort auf der alten Reichsstraße wurde im Laufe der letzten Jahre durch Oger zerstört, die hier immer noch plündernd durch das Land ziehen, allerdings bei weitem nicht so zahlreich wie in Zentral-Alterac.



Herzog de Pusché (Das Wiesel)

Das Wiesel ist der schwächste unter den größeren „Fürsten“ im Nordwest-Gefälle. Wenn die Gerüchte stimmen, handelt es sich beim Wiesel um einen überlebenden Bastard irgendeiner ehemaligen Adelsfamilie Alteracs. Es hat jüngst eine Fehde gegen die Kobra verloren und muss nun überhöhten Tribut an selbige zahlen, was seine ohnehin schon unfassbar schlecht bewirtschafteten Ländereien weiter in den Ruin treibt. Es wäre noch euphemistisch zu behaupten, die Einwohner dieser Lande leben in größter Armut. Hinzu kommt, dass das Wiesel mit wachsender Zahl desertierender Soldaten und sich von ihm abwendenden Gefolgsleuten, offensichtlich paranoid geworden ist. Beinahe täglich werden Leibeigene und sogar Soldaten des Wiesels verurteilt und gehängt. Vielleicht erhofft de Pusché sich daraus den Respekt, den er längst verloren hat. Die meisten anderen Fürsten betrachtet de Pusché bestenfalls noch als Vasallen der Kobra – wenn nicht sogar als verlausten, dreckigen Fußabtreter, der bald untergehen wird.


Fürst von Bauergard (Die Kobra)

Die Kobra genießt den Luxus, über die Ländereien des zentralen Nord-West-Gefälles zu herrschen. Somit hält sie das Monopol auf die Kornkammer der Region. Darüber hinaus ist Markstadt die einzige größere Stadt in der Umgebung und demnach ein Knotenpunkt für Handel, Diplomatie und das Ziel für jeden, der sich nach etwas gehobenerer Zivilisation sehnt. Der Kobra werden enge Verbindungen zum Syndikat nachgesagt – ich nehme sogar an, dass sie ein hochrangiges Mitglied desselbigen ist - über eine tatsächlich adlige Herkunft konnte ich nichts herausfinden. Durch den Fehdensieg über de Pusché hat die Kobra ihr Einflussgebiet bis nach Osten hin erweitert – und tagtäglich füllen sich ihre Schatzkammern. Das eher mäßig ausgebildete Heer befindet sich in ständiger Fehde mit den Banditenheeren des Ebers, die nach dem Reichtum der „Hauptstadt“ trachten – einen wirklichen Vorteil konnte keiner der beiden Herrscher erringen und ich ahne, das im Zweifelsfall der Wolf mit seiner mächtigen Armee eingreifen würde, würde eine der beiden Parteien an zu viel Einfluss gewinnen.


Herzog von Trüffel (Das Schwein)

Ich weigere mich den Adelstitel dieses gierigen, fetten Banditenfürsten anzuerkennen. Vermutlich handelt es sich bei ihm um einen ehemaligen Söldnerhauptmann, der nunmehr Ländereien besetzt und die Bevölkerung aufs brutalste unterjocht. Sein stetiger Kampf mit der Kobra scheint ihn zu vergnügen – jedenfalls ist er die langen, blutigen Kämpfe noch immer nicht müde geworden, obwohl seine Wunschbeute, Markstadt, bisher noch in weiter Entfernung liegt. Herzog von Trüffel scheint außerdem abhängig vom Wolf zu sein, der ihn regelmäßig mit Waffen versorgt.


Herzog von Wolke (Der Wolf)

Herzog von Wolke, besser bekannt als der Wolf, ist auf dem besten Wege der Herrscher über das gesamte Nordwest-Gefälle zu werden. Man könnte gar meinen, er sei es bereits, lauern seine Spione doch überall. Er unterhält die bei weitem größte Armee in der Region, die durch ihre schiere Präsenz jeglichen Zweifel an seinem Herrschaftsanspruch wanken lässt. Von Wolke hat die Ländereien, die er hält, weitgehend stark befestigt und an den Orten, die er für wichtig hielt, Vasallen eingesetzt, die mit Eifer um seine Gunst werben. Der Wolf genießt Beziehungen zur Horde, versorgt den Eber mit Waffen und scheint auch regen Handel mit Markstadt zu betreiben. Seine eigene Armee ist bestens gerüstet und könnte es mit regulären Truppen der Allianz aufnehmen – ich befürchte sogar, dass er vereinzelt im Stande ist, durch seinen Kontakt zu den kezanischen Kartellen, modernes bis exotisches Kriegsgerät in die Schlacht zu führen. Über die Herkunft des Wolfes ist wenig bekannt, - ich vermute es handelt sich um einen gefallenen Adligen aus Lordaeron, der als Söldnerhauptmann zu neuer Macht gelangen konnte.


Klima und Vegetation

Das Nordwest-Gefälle entspricht unterm Strich den gemäßigteren Gebieten Alteracs. Besonders die weiten Täler im Zentrum lassen ertragreiche Landwirtschaft zu. Ich berichte von großen Niederschlägen und steifer Brise, aber nicht von der schneidenden Kälte Nordends. Dieser kommen die Bergregionen im Westen am nächsten – die meisten Ortschaften befinden sich jedoch auf bestellbaren Hochebenen oder in abschirmenden Bergtälern, sodass sich kaum einer wirklich ins Hochgebirge verläuft. Im Winter wäre ohnehin dringend davon abzuraten. Am großen Lordameresee ist das Wetter meist regnerisch. Ich traf im Nordwest-Gefälle sowohl auf grüne, fruchtbare Ebenen, als auch auf tiefe, dunkle Wälder und hohe (wirklich hohe) Gebirgszüge, die vermutlich niemals vom Eis befreit werden. Die Gegend ist kartographisch betrachtet sehr verwinkelt und uneben, sodass der Dämmersturm beinahe jedem erdenklichen Schlachtfeld begegnen könnte, wenn man von Wüsten, tropischen Urwäldern und hoher See absieht.


Abschließende Worte

Das Nordwest-Gefälle befindet sich nach umfangreicher Observation in komplizierteren Verhältnissen, als ich zunächst angenommen hatte. Es haben sich in den letzten Jahren durchaus erste Talente unter den Führungspersönlichkeiten hervorgetan, die nunmehr ihre Machtposition festigen. Ein Angriff auf de Pusché der als schwächstes Glied in der Kette ein naheliegendes Ziel sein mag, würde unweigerlich den Zorn Markstadts nach sich ziehen und uns bereits unmittelbar zu Beginn der Operation mit einem starken Feind konfrontieren. Es wäre ratsam, dem Wiesel vielleicht sogar unsere Unterstützung anzubieten, um gemeinsam den Sturz der Kobra zu bereiten – nicht weil das Wiesel ein besonders starker Verbündeter, aber doch zunächst ein annehmbarer Schirmherr wäre. Der Sturz der Kobra könnte auch verbunden werden mit der diplomatischen Option eines Bündnisses mit „von Trüffel“ – sofern ihm Diplomatie überhaupt ein Begriff ist. Sollten wir uns zu rasch und zu bedrohlich in der Region ausbreiten, wird das unweigerlich die Aufmerksamkeit des Wolfes nach sich ziehen, dem der Dämmersturm bei aktueller Truppenstärke nicht gewachsen ist. Es ist also unumgänglich im Umland nach Verbündeten zu suchen – es reicht nicht aus, den Feind nach und nach zu überrennen, denn davon gibt es in diesem Land zu viele. Die freien Kleinstädte im Nord-West-Gefälle sind möglicherweise für Kooperation zu begeistern – und wenn es nur um die Ressourcenversorgung unserer Einheiten geht. Da die Kassen des Dämmersturms gut gefüllt sind, wäre das Anheuern der Cherusker Fahne – und möglicherweise auch einiger Regimenter aus Straßenwald eine denkwürdige Option.



Dem Sturm entgegen,
Walter Torfstich


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Dem Sturm entgegen! - Schlachtruf und Grußformel der Söldner des Dämmersturms.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der große Alterac-Bericht, Nordwest-Gefälle (E.a.A.)
BeitragVerfasst: 13. Jul 2014, 00:43 
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(Einsicht nur auf Antrag, - Vereidigten wird automatisch Einsicht gewährt.)

Historiographische Aufzeichnung der Expansions-Ära

Der große Alterac-Feldzug

Eintrag I, Einleitung


Der Sturm grüßt den wertgeschätzten Leser,

der mit großer Neugier das Studium der Historie des Söldnerbundes ersucht. Die folgenden Seiten zeigen die gewissenhaft-akribische Arbeit des dämmersturm'schen Skriptoriums, die Ereignisse um den Alterac-Feldzug zusammenzutragen und chronologisch anzuordnen. Die Berichte stammen direkt aus jener Zeit und sind unmittelbar nach den behandelten Ereignissen vom Skriptorium, dem Hüter der Schriften - oder den Einsatzleitern in die Aufzeichnungen des Söldnerbundes aufgenommen worden. Um die Zukunft - und wohl auch das Hier und Jetzt in all seinen Zügen erfassen zu können, ist die Erkenntnis über das Vergangene unumgänglich. Weise ist, wer aus den Fehlern anderer lernt, wer ganz und gar zu erkennen vermag, was gut ist - und was nötig ist, um gutes hervorzurufen. Das Erreichen einer solchen Weisheit bedarf vieler Vorbilder - und der Kreativität, aus diesen Vorbildern Innovation zu schaffen. Alterac soll dem Schüler ein Beispiel sein, für Hervorragendes, für die Kunst des Krieges, die Kunst des Sieges - und das Wissen um ein zielgerichtetes, konsequentes Taktieren.

Julius von Wellenheim,
Hüter der Schriften,
Rottenmeister des Dämmersturms
(Unmittelbar vor dem Alterac-Feldzug)



Vorgeschichte

Der große Alterac-Feldzug steht im Kontext der Expansions-Ära und entspricht in seinem Vorhaben vollkommen ihrem namensgebenden Zweck. Die expansionistische Politik des Söldnerbarons Tim Orodaro hatte sich bereits unmittelbar nach Ende der Kartellkrise angedeutet. Das khaz modanische Söldnertum war nunmehr weitgehend für den Dämmersturm erschlossen. Politische Kontakte, finanzielle Stabilität und unbestrittene Effizienz hatten eine schnelle Etablierung im Zwergenland ermöglicht. Die frühe Verteidigung des Morogh zur Zeit der Zwielichtkriege und der diplomatische Kontakt zur Siedlung "Kurlsgart" am nördlichen Fuße des Dun Morogh'schen Hochgebirges leiteten erste Sympathien ein, die sich später im kurzen, aber blutigen Konflikt von Operation "Bumerang" weiter festigten. Unter dem Banner der Allianz kämpfte der Söldnerbund auch in Nordend, wo er sich einen unschätzbaren Stellenwert unter den freien Streitkräften des Reiches sicherte, als er maßgeblich beteiligt war am Zusammenbruch des Süd-Durotanischen Clanbündnisses und der 6. Brigade von Unterstadt. Eine lange, persönliche Abwesenheit des Söldnerbarons, wurde mit dem stellvertretenden Kommando des Sturmwächters Grimaldus Fäller überbrückt. Im Kontext dieser "Stellvertreter-Zeit" steht der Versuch, den Dämmersturm auch in Beutebucht und dem neutralen Süden Fuß fassen zu lassen, der aber nach ersten Rückschlägen weitgehend verlustfrei wieder abgebrochen wurde. Auf ziviler Ebene gab sich Grimaldus Fäller jedoch als großer Reformer, - er war hauptverantwortlich für die Einführung ministerialer Ränge und Verwaltungseinheiten im Dämmersturm. Diese strukturelle Modernisierung war unbedingte Voraussetzung für einen geschmeidigen Ablauf der immer komplexeren, bürokratischen Aufgaben, denen sich der Söldnerbund zu stellen hatte. Direkt nach seiner Rückkehr, - auch angesichts des Fehlschlags im Süden, richtete der Kommandant seine Aufmerksamkeit nach Norden und leitete umgehend Vorbereitungen für einen Feldzug in das anarchistische Verräterreich Alterac ein. Besonders lukrativ erschien Alterac aufgrund seiner isolierten Lage, der Tatsache, das weder Horde noch Allianz ernsthaften Einfluss auf das Gebiet genossen und des Wissens darüber, das der Sektor ohnehin ein von paramilitärischen Verbänden und pseudo-adligen Emporkömmlingen umkämpftes Gebiet war. Besonderes Augenmerk galt dem "Nord-West-Gefälle", das weitgehend vom mug'tholschen Sturm verschont geblieben ist, noch im Einflussgebiet Strahnbrads, also des berüchtigten Syndikates lag. Der Dämmersturm erhoffte sich tatsächlichen territorialen Gewinn, neuen Raum für Rekrutierungen und einen ökonomischen Aufstieg durch die Eroberung der noch immer standhaft gebliebenen Menschensiedlungen Alteracs. Außerdem sprachen die politischen Rahmenbedingungen für ein Eingreifen des Dämmersturms in das sich noch junge und gerade erst etablierende Machtgefüge der neuen Herren des Nordwest-Gefälles. Unmittelbar nach dem Fall von Orgrimmar bestand eine globale Waffenruhe zwischen Horde und Allianz. An den meisten Fronten schwiegen die Kanonen - und die ausgebluteten Königreiche hatten die Möglichkeit zum Wiederaufbau. Die verhärtete Front im Alteractal entspannte sich zwar nur geringfügig - und es schien fast sicher, das bald wieder die Kampfhandlungen aufgenommen werden würden, doch sicher war auch, das dort, wie schon seit Jahren, keine Partei die Dominanz über den Rest von Alterac gewinnen könnte. Weder der Frostwolfklan, noch die Sturmlanzenbrigade. Andererseits hätte jedwede Aggression in Alterac, außerhalb des Tals, sei sie nun von Horde oder Allianz gewesen, eine Eskalation des Konfliktes zur Folge gehabt, der die beiden Großmächte fraglos aus dem Weg gehen wollten. Auf diesem Kalkül basierte die Annahme des Kommandanten, auch die Verlassenen würden keine Invasion nach Alterac starten.

Um genauere Details über die politische Lage, die Vegetation und die militärische Stärke der möglichen Feindparteien zu gewinnen, schickte der Dämmersturm Walter Torfstich, der den umfangreichen "Großen Alterac-Bericht" anfertigte, auf dessen Ergebnissen die Planung des Söldnerbunds basieren sollte. Zeitgleich arbeiteten die Verwaltungseinheiten des Dämmersturms auf Hochdruck an den Vorbereitungen für eine Invasion. Viele Rekrutierungen erlaubten einen frischen Schwung Tagelöhner, doch in erster Linie wurden die Reihen des Dämmersturms um massiveres Kriegsgerät, Munition und medizinische Versorgung erweitert. Die gut gefüllten Kassen und der Verkauf der Windnacht, ermöglichten den Kauf schwerer Artillerie und moderner, taktischer Sprengsätze die der primitiven Ausrüstung der Söldner Alteracs überlegen sein sollten. Das Geschwader Himmelsschatten wurde, um Mobilität zu gewährleisten, um eine Transportmaschine erweitert. Dutzende Karren und Nutztiere wurden dem Fuhrpark hinzugefügt. Die hochmodernen Kampfläufer, die seit dem Dschungelsturm auf ihren Einsatz warteten, wurden umfangreich getestet, um zahlenmäßige Unterlegenheit in Alterac auszugleichen. Im Bewusstsein darüber, dass der Dämmersturm erstmals, als führende Fraktion in den Krieg zieht, wurden zivile Personen angeheuert. Der Tross des Dämmersturms sollte die Versorgung der Söldner, die Instandhaltung der Waffen und nicht zuletzt den Lagerkomfort gewährleisten. Kurlsgart verweigerte den Beitritt in die Streitmacht des Dämmersturms, steuerte aber der Ehre wegen ein zwei Mann starkes Kontingent der Plankenbrecher-Brigade bei. Im ganzen Land - und darüber hinaus, suchte der Kommandant zum Teil viermal wöchentlich Lieferanten, Verbündete oder solche, die es noch werden sollten auf, um ein schlagfertiges Heer für die kommende Operation aufzustellen.


Planung

Um die bevorstehenden Operationen in Alterac zu planen, rief der Söldnerbaron eine Versammlung der Rottenmeister, Champions und hohen Amtsträger des Dämmersturms ein. Aus gesundheitlichen Gründen konnten Rottenmeister Rarnulf Rotglut und der Sturmbote Ingo Renfray nicht erscheinen. Dieser nunmehr deutlich reduzierte Führungsstab, bestehend aus Kommandant Tim Orodaro, dem Sturmwächter Grimaldus Fäller, Rottenmeister Freyri Heldenhammer, Rottenmeister Alvrim Everard und dem Schatzmeister Rethorn Lightshadow, arbeitete einen Plan aus, der dem Dämmersturm zum schnellstmöglichen Sieg über die Herrscher des Nordwest-Gefälles verhelfen sollte. Der Kommandant verkündete eine neue Doktrin, die fortwährend alle seiner strategischen Entscheidungen in die Gattungen Theoretica und Practica einordnet. Theoretica ist, was zu erreichen ist, um den Gesamtsieg zu erringen, was zu tun ist, um den Krieg zu gewinnen. Practica ist die Umsetzung des Theoretica mit taktischen Mitteln.

Theoretica

Das Theoretica des Kommandanten basiert auf den Ergebnissen des "Großen Alterac-Berichts" von Walter Torfstich, weicht aber von dessen eigenen Vorschlägen ab.

Der Führungsstab stellt fest, dass Herzog de Pusché den schwächsten, der größeren Herrscher des Nordwest-Gefälles darstellt. Er entrichtet Tribut an die Kobra und würde auch ohne die Intervention des Dämmersturms in absehbarer Zeit fallen. Herzog von Wolke dagegen ist der mit Abstand mächtigste Fürst im Nordwest-Gefälle. Er profitiert vom aktuellen Machtgefüge, ohne das ein Krieg für ihn nötig wird. Er fördert den Eber, um Markstadt in Bedrängnis zu halten, treibt mit Markstadt aber gleichermaßen Handel, um seinen Aufstieg und seine Diplomatie mit der Horde zu finanzieren. Er ist militärisch stark und bei aktueller Größe und Macht vom Dämmersturm nicht zu besiegen. Jedwede radikale Machtverschiebung zugunsten einer Partei, sei es "das Wiesel", "die Kobra" oder "der Eber", würde das sofortige Eingreifen des "Wolfs" nach sich ziehen, der um eine Balance bemüht ist, die seine Hegemonie sichert. Aufgrund der militärischen Schwäche des Wiesels würde sich dieses zwar kurzfristig als erstes Ziel einer Invasion durch den Dämmersturm eignen, hätte langfristig aber aufgrund der (nun ausbleibenden) regelmäßigen Tributentrichtung nach Markstadt zur Folge, dass die Kobra gegen den Söldnerbund interveniert und es früh zur Konfrontation mit einem großen, zahlenmäßig völlig überlegenen Feind kommt.

Der Führungsstab stellt also fest: Das Wiesel kommt als erstes Ziel nicht in Frage.

Der Führungsstab stellt fest, dass Markstadt sich seit geraumer Zeit in einer Fehde mit dem "Eber" befindet. Markstadt selbst bildet die größte Stadt im Sektor und verfügt durch die gerissene Herrschaft der "Kobra" über große finanzielle Reserven. Beide Parteien, weder "Kobra" noch "Eber" sind dazu in der Lage, einen Vorteil zu erringen. Der Eber ist von der wirtschaftlichen Unterstützung des Wolfes abhängig - und Markstadt verfügt schlicht und ergreifend über keine ausreichend ausgebildeten Soldaten, sondern lediglich über eine (wenn auch zahlenmäßig starke) Miliz und einige Söldnerrotten. Markstadt gibt sich zwar stark in der Defensive, ist jedoch kaum dazu in der Lage, "dem Eberbau" gefährlich zu werden.

Der Führungsstab stellt fest: Markstadt braucht die Unterstützung des Dämmersturms, um den Eber zu besiegen.

Der Dämmersturm und seine Verbündeten wären als Kontraktarmee und mit der militärischen Rückendeckung durch das Milizheer von Markstadt dazu in der Lage, das Territorium des Ebers zu erobern und seinen Besitz dem Herrschaftsgebiet der "Kobra" einzuverleiben. Die hohe Bezahlung Markstadts an den Dämmersturm würde im weiteren Konflikt um das Nordwest-Gefälle ein finanzielles Polster schaffen, das die Bewältigung aufkommender Komplikationen ermöglicht. Der Fall des Ebers und die Machtverschiebung der Kobra nach Westen hin, hätte ein Eingreifen des Wolfes zur Folge, der fraglos dazu in der Lage wäre, Markstadt zu vernichten. Daher ist es unbedingte Voraussetzung, den Eber schnell zu besiegen, den Vertrag zu erfüllen und sich dann in die südlicheren Regionen des Sektors zurückzuziehen. Der darauffolgende, rasch ausbrechende Konflikt zwischen "von Wolke" und Markstadt würde beide Parteien für einige Zeit beschäftigen und für den weiteren Verlauf des Feldzuges schwächen. Ein zweiter Plan, sollte dieses Kalkül nicht aufgehen, der Eber also nicht schnell genug besiegt werden, gestaltet sich so, dass der Dämmersturm die Niederlage möglichst früh anerkennt, sich nach Markstadt zurückzieht und die Stadt von innen heraus sabotiert, um stattdessen einen Sieg des Ebers zu gewährleisten. Der kommende Konflikt würde sich demnach nicht auf die Kobra, sondern auf den Eber konzentrieren. Nach dem Eingreifen des Wolfes und dem Austritt des Dämmersturms aus dem Schlachtengewühl des Nordens, richtet der Söldnerbund seine Aufmerksamkeit auf das "Wiesel". Aufgrund der politischen, finanziellen und militärischen Schwäche des Wiesels ist dem Söldnerbund die Sicherheit bestellt, die Armee de Puschés aufkaufen zu können und ihn kampflos zu entmachten. Nach einer angemessenen Regenerationszeit, in der der Dämmersturm auch das Rekrutierungs- und Bündnispotenzial der freien Städte des Landes aufgreift, interveniert er schließlich unter eigenem Banner im Norden. Die Kriegsparteien "von Wolke" und Markstadt oder "von Wolke" und "Trüffel" werden nicht mit dem Eingreifen einer dritten, emporgestiegenen Partei rechnen. Erste Zielpriorität hat das beschäftigte Heer des Wolfes, - danach die geschwächten Territorien des zentralen Gefälles. Mit diesem Überraschungsmoment, der elitären Qualität des Dämmersturms, seiner vielen Verbündeten, der technologischen Überlegenheit und erholten Verfassung, wird man dazu in der Lage sein, den Wolf zu besiegen und seine Hegemonie zu stürzen, ohne ein einziges Mal gegen seine Festungen stürmen zu müssen.

Nach dem Ende der Armee des Wolfes und der Einnahme von Markstadt, wird die Fraktion "Dämmersturm" eine Reihe von Korrekturen vornehmen müssen. Die Ortschaften, die nach wie vor zu ihren alten Fürsten halten, werden auf diplomatischem Wege überzeugt oder im Zweifelsfall mit militärischer Überlegenheit erobert. Das Schicksal der vier Fürsten, Wiesel, Kobra, Eber und Wolf, wird der Dämmersturm zu einem späteren Zeitpunkt klären. Man darf jedoch bereits vorab in Erwägung ziehen, sie für den Dämmersturm zu rekrutieren und als Regenten im Umland einzusetzen.

Ein Kalkül des Sturmwächters zieht einen weiteren Ausweichplan in Erwägung, sollte es zu unerwarteten Komplikationen kommen. Aufgrund der Sympathien des Wolfes zur Horde und demnach ihrer Möglichkeit, schnell Einfluss im Land zu gewinnen, wäre es dem Dämmersturm möglich, als Kontraktarmee einen Stellvertreterkrieg für die Allianz zu führen. Die materielle Unterstützung der Allianz wäre eine Möglichkeit, eine drohende "Gesamt-Niederlage" abzuwenden. Dies hätte jedoch zur Folge, im Falle eines Sieges, den Vorstellungen der Allianz Folge leisten zu müssen. Daher bleibt man zunächst dabei, sich diese Option für den Notfall aufzuheben.


Practica

Anmerkung Eins:
"Die Phase der Akquisition, beziehungsweise der vorbereitenden Bedingung ist ein wesentlicher Teil der erfolgreichen Verfolgung eines bestimmten Ziels. Obwohl sich ein Krieger stets reaktiv auch ohne Bekanntmachung oder Vorwarnung zum Kampf bereithalten muss, ist ihm der größte Erfolg beschieden, wenn er sich auf den Krieg vorbereitet und einen Plan verfolgt, der den Eigenheiten seines Gegners Rechnung trägt. Dies ist der Krieg in seiner handwerklichen oder wissenscahftlichen Ausgestaltung. Häufig wird der Kampf gewonnen, noch bevor der erste Schuss abgegeben wurde, oder sogar noch bevor sich der erste Schuss ankündigt." - Kommandant Tim Orodaro, Zitat eines unbekannten Lehrmeisters

Anmerkung Zwei:
"In der Phase der offenen Kriegsführung, insbesondere wenn sich eine Partei in einer verteidigenden oder konternden Position befindet, muss proaktiv vorgegangen werden. Es muss festgestellt werden, welche Rohstoffe oder Ressourcen benötigt werden, um sich einen Vorteil zu verschaffen und den Gegner in die Defensive zu drängen. Es muss ermittelt werden, über welche dieser Rohstoffe oder Ressourcen der Gegner verfügt. Dann müssen ihm genommen werden. Jage nicht dem Ruhm hinterher. Erzwinge keine Konfrontationen, die nicht zu gewinnen sind. Lasse dich auf kein Kräftemessen ein, wenn du weißt, dass seine Kräfte die deinen übertreffen. Verschwende keine Zeit. Entscheide, was dich stark genug macht, und beschaffe diese Dinge. Der begehrteste Rohstoff von allen ist stets die Fähigkeit den Kampf fortzusetzen." - Kommandant Tim Orodaro, Zitat eines unbekannten Lehrmeisters

Anmerkung Drei:
"Das Gefecht ist kein Zustand, in den man leichtfertig eintreten sollte. Das Gefecht ist stets schmerzhaft und fordert stets seinen Preis, daher bekennt sich der scharfsinnige Kommandant erst dann zu ihm, wenn ihm keine andere Option mehr zur Verfügung steht. Sobald dieses Bekenntnis abgelegt wurde, sobald die Phase der Ausführung, beziehungsweise der grundlegenden Bedingung begonnen hat, muss der Kampf mit allergrößter Effizienz durchgeführt werden: durch den zügigen Einsatz überwältigender Kräfte, um den Feind so rasch und vollständig wie möglich auszulöschen. Man darf ihm nicht die Zeit oder den Platz lassen, um zu reagieren. Man darf ihm kein Wehrmaterial oder eine andere Möglichkeit hinterlassen, auf die er während einer Erholungsphase zurückgreifen könnte. Man eliminiert ihn physisch und psychologisch, sodass die Bedrohung, die er darstellt, vollständig ausgemerzt wird. Töte ihn mit dem ersten Schuss. Vernichte ihn restlos mit dem ersten Schlag. Dies mag als die Durchführung eines Angriffes in seiner reinsten Form betrachtet werden." - Kommandant Tim Orodaro, Zitat eines unbekannten Lehrmeisters

Anmerkung Vier:
"In der Endphase jedes Kampfes oder zu einem bestimmten Zeitpunkt, nachdem der entscheidende Schlag ausgeführt wurde, muss die Niederlage anerkannt werden. Dies ist häufig die schwierigste Lektion, die ein Krieger lernen muss. Nur selten wird darüber geschrieben und es ist weder geschätzt noch ist es festgelegt. Man muss begreifen, wann man verloren hat. Diesen Zustand zu erkennen ist ebenso wichtig wie das Erringen des Sieges. Sobald man erkennt, dass man verloren hat, also in jeder theoretischen Hinsicht besiegt wurde, lässt sich entscheiden, welchen praktischen Nutzen man daraus ziehen kann. Man könnte sich beispielsweise zu einem Rückzug entscheiden und dadurch Kampfesstärke und Wehrmaterial bewahren, die ansonsten verschwendet wären. Man könnte sich zur Kapitulation entscheiden und dadurch womöglich die Fortsetzung des Lebens, wenn auch in Gefangenschaft erzielen. Man könnte sich dazu entscheiden, dem Sieger mit letzter Kraft soviel Schaden wie möglich zuzufügen und ihn gegenüber anderen Feinden zu schwächen. Man könnte sich für den Tod entscheiden. Die Weise, auf die ein Krieger mit der Niederlage umgeht, ist ein aufrichtigeres Zeichen seines Mutes, als sein Verhalten als Sieger." - Kommandant Tim Orodaro, Zitat eines unbekannten Lehrmeisters

Anmerkung Fünf:
Der Dämmersturm wird sich darum bemühen, den Status des Befreiers im Volk zu erringen. Plünderungen werden vermieden - jeder feindliche Ort und jedes Heer erhält vor der Schlacht das Angebot, ehrenhaft zu kapitulieren. Eine solche Kapitulation wäre lediglich mit der Bedingung verbunden, das Land zu verlassen oder sich dem Dämmersturm unterzuordnen. Zweiteres würde der Dämmersturm mit einer Dukate pro Person, irrelevant ob Mann- Frau oder Kind, umgehend vergüten. Eine solche Unterordnung hätte noch nicht den Einzug ins Truppenaufgebot des Dämmersturms zur Folge. Die Rekrutierung wird gesondert betrachtet und steht jedem frei. Sollte trotz dieser Optionen keine kampflose Kapitulation erreicht werden - und sollten weitergehende Verhandlungen ebenfalls fehlschlagen, wird die Bevölkerung bekämpft, wie der Feind auf dem Schlachtfeld. In diesem Fall wäre eine Unterwerfung für den weiteren Konfliktverlauf zu langwierig - und der bestmögliche Nutzen ist die Beseitigung der Ortschaft und die Ausbeutung ihrer Ressourcen. Der Dämmersturm wird auf ein Spendenbudget zurückgreifen, das nach Einschätzung des Kommandos verteilt wird, 5000 Goldstücke aber nicht unterschreiten wird. Undiszipliniertes Verhalten gegenüber der Bevölkerung wird mit öffentlicher Demütigung, körperlicher Bestrafung oder im Härtefall mit dem Tod bestraft.

Anmerkung Sechs:
Der Dämmersturm wird auf dem Schlachtfeld mit aller Härte vorgehen und auf das gesamte Repertoire seiner Kriegsgeräte zurückgreifen. Die favorisierte Vorgehensweise werden schwere Artillerieschläge auf militärische Stellungen des Feindes sein. Die modernen Kanonen und überaus fürchterlichen Rumms'n'Knall Destruktorgeschosse sind dem Feind technologisch überlegen. Nachdem der Feind mit schwerem Kanonenschuss eingedeckt und niedergehalten wurde, setzt sich die zweite Welle aus schnellen Überfallangriffen der Infanterie und der Stampede der Wellenheimer Lanze zusammen.

Anmerkung Sieben:
Sabotage ist unerlässlich um den Feind vorbeugend zu schwächen. Die Mobilität des Dämmersturms durch das Geschwader Himmelsschatten ermöglicht Luftschläge fernab der Frontlinie und Luftlandungseinsätze in feindlichem Territorium. Der Dämmersturm wird Attentate auf feindliche Offiziere durchführen, wird die Produktionskraft der feindlichen Wirtschaft lahmlegen und Chaos stiften, wo es nur möglich ist.

Anmerkung Acht:
Der Dämmersturm wird seine aktive Sollstärke massiv erhöhen. Rekrutierungen aus dem Volk sind unerlässlich. Hierfür wird das Ausheben neuer Rotten von Nöten sein. Da der Dämmersturm zu Beginn des Einsatzes nicht über genügend Rottenmeister verfügt, diesen Zufluss zu verwalten, wird man sich bemühen, die Führungspersönlichkeiten einer Ortschaft zu gewinnen, die dann vorerst als unvereidigte Hilfstruppenoffiziere fungieren. Tatsächliche Aufnahmen in den Dämmersturm aus der Bevölkerung wird man erst bei längerer Einsatzdauer beschließen können.

Anmerkung Neun:
Der Dämmersturm wird massiv auf die Hilfe bereits bestehender, neutraler Parteien und Heere zurückgreifen. All diese Parteien wird man in der Zwischenphase, nach dem Sieg über den Eber, aufsuchen und mit großzügiger Besoldung oder freundschaftlicher Hilfe für die Sache des Dämmersturms gewinnen. Das schließt auch die Truppen des Wiesels, nicht aber das Wiesel selbst, mit ein. Das Budget für diese Bündnisse wird mindestens 20.000 Goldstücke betragen.

Anmerkung Zehn:
Der Dämmersturm wird auf die Versorgung durch die gesicherten oder verbündeten Territorien setzen. Daher ist es wichtig, keine zu großen Verwüstungen in den Ortschaften, speziell an der Landwirtschaft des Nordwest-Gefälles, anzurichten.

Anmerkung Elf:
Jede geplante Truppenbewegung unterliegt einer unerlässlichen Folge von Arbeitsschritten, die alle sorgsam als Bericht zusammenzufassen sind. Jeder Operation geht ein gewissenhaft angefertigter Spähbericht voraus, darauf folgt ein Bericht der strategischen Theoretica und taktischen Practica, sowie ein abschließender Bericht des Ergebnisses der Operation.


Dies ist das ursprüngliche und erste Practica des Alterac-Feldzuges, - in den anzuschließenden Einsatzberichten soll es Verwendung und Verfeinerung finden.

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Dem Sturm entgegen! - Schlachtruf und Grußformel der Söldner des Dämmersturms.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der große Alterac-Bericht, Nordwest-Gefälle (Öffentlich)
BeitragVerfasst: 22. Jul 2014, 01:28 
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Der große Alterac-Feldzug

Eintrag II, Operation Wandersmann


Dieser Bericht soll sowohl Planung und Ergebnis der Reise ins Nordwest-Gefälle wiedergeben, als auch ein Musterbeispiel der moderneren Arbeit des Skriptoriums und der Einsatzleiter sein, die sich fortan streng an den im vorherigen Kapitel genannten Arbeitsschritten zu orientieren haben. Observation, Theoretica, Practica, Verlauf und Ergebnis.


Observation

Operation Wandersmann nutzt den Spähbericht von Walter Torfstich zum Ermitteln von Theoretica und Practica.


Theoretica

Der Dämmersturm muss das Nordwest-Gefälle zügig erreichen. Dies sollte vor Anbruch der Wintermonate geschehen, um nicht von niedrigen Temperaturen und eingeschneiter Infrastruktur behindert zu werden. Ziel ist der Beginn des Alterac-Feldzuges mit allen Mitteln, die dem Söldnerbund zur Verfügung stehen.

Die vollständigen Kriegs- und Versorgungsressourcen, die der Dämmersturm für diesen Großeinsatz verwendet, belaufen sich auf:


Medizinische Ausrüstung: 1 Wagen.
Tränke und Gifte: 1 Wagen.
Werkzeuge: 1 Wagen.
Treibstoff: 1 Wagen.
Vorräte: 2 Wagen.
Infanteriemunition: 3 Wagen.
Artilleriemunition: 6 Wagen.
Schredder- und Koptermunition: 2 Wagen.
Sprengstoff: 4 Wagen.
Artillerie: 3 Wagen.
Schredder: 2 Wagen.
Gyrokopter: 2 Wagen.

Die Reiseroute entspricht den Vorschlägen aus dem großen Alterac-Bericht von Walter Torfstich. Größere Pausen sind, um sich auf die bevorstehenden Etappen vorzubereiten liegen in Loch Modan und am Nistgipfel. Ansonsten ist die Reise schnell abzuschließen.

Die volle Sollstärke des Dämmersturms kommt zum Einsatz:

Die Kommandosektion einschließlich des Sturmwächters und des Sturmboten.
Die Rotte Everard.
Die Rotte Rotglut.
Die Rotte Heldenhammer.
Die Rotte von Wellenheim.
Das Geschwader Himmelsschatten.

Ein zwei Mann starkes Kontingent der Plankenbrecherbrigade.

Der Dämmersturm setzt auf die umfangreiche Unterstützung durch zivile Trossmitglieder, die einen reibungslosen Verlauf des Feldzuges gewährleisten sollen. Der Tross ist zahlenmäßig etwa doppelt so groß, wie die Streitkräfte des Dämmersturms.


Practica

Das Practica beläuft sich auf wenige Leitsätze, die zu Beginn der Reise beschlossen wurden.

Die Kommandosektion übernimmt die Spitze.
Danach folgen fünfundzwanzig voll beladende Karren.
Die mit Sprengstoff beladenden Karren haben einen Abstand von fünfzig Metern zueinander einzuhalten.
Auf diese Wagen sind die Rotten des Dämmersturms verteilt.
Hinter der Kommandosektion folgt die Rotte Everard, die Rotte Heldenhammer, die Rotte von Wellenheim und die Rotte Rotglut.
Eigenständige Trosskarren bilden das Schlusslicht.

Bei ernsthaften Problemen hat der Tross anzuhalten.
Befehle und Warnungen werden in Befehlsketten weitergereicht.
Die Nahrungsversorgung ist im Zweifelsfall durch das Umland zu gewährleisten, reicht aber für die ersten Etappen der Reise vollkommen aus.
Der medizinische Status der Truppen des Dämmersturms und der Trossmitglieder muss regelmäßig überprüft und gefördert werden.
Freiwillige Rekruten sind in das Vorhaben des Dämmersturms einzugliedern.


Verlauf

Zitat:
Der Dämmersturm und sein Tross wurden gemäß der verordneten Theoretica und Practica formiert und in Bewegung gesetzt. Das Wetter war frisch, aber für moroghsche Verhältnisse mehr als friedlich. Es kam zu keinen Zwischenfällen, die auf das Wetter zurückzuführen sind.

Julius von Wellenheim, Hüter der Schriften


Zitat:
Bereits am ersten Marschtag kam es zu einem kurzen Gefecht. Nachdem ein Aufklärungstrupp Kampfeslärm weit abseits der Straßen nachging wurde Rottenmeister Heldenhammer mit einem Trupp entsandt um das Scharmützel - selbst wenn sie die Einheit oder das eigentliche Marschziel nicht zu betreffen schien - zu beenden: Eine Gruppe dunkeleisischer Söldner unter ihrem Wortführer Dungrimm Aschenbrand war in einen Hinterhalt der ortsansässigen Eistrolle geraten welche ihnen zahlenmäßig um ein dreifaches überlegen waren. Trotz guter Ausstattung war der Ausgang des Überfalls deutlich abzusehen, wenn auch die Angegriffenen durch Kugelhagel und Granaten die Aggressoren eine überaus angemessene Zeitlang auf Distanz halten konnten. Der Befehl des Rottenmeisters aus der Deckung heraus den fremden Söldnertrupp durch Feuergefecht zu unterstützen um einen Teil der Angreifer abzuziehen wurde reibungslos ausgeführt - während die herannahenden Axtstreiter wie Trollberserker durch Granateneinsatz und späteren Nahkampf letzendlich aufgehalten und unschädlich gemacht werden konnten. Auch der augenscheinliche Anführer des Überfalls - ein trollischer Frostschamane - wurde ausgeschaltet. Derart entlastet gelang es schließlich den Dunkeleisen welche mit dem Rücken zur Wand standen die übrigen Angreifer zurückzuschlagen. Nach kurzer Unterredung schlug man den Rückweg zum Nachtlager des Dämmersturms mit den Überlebenden unter Dungrimm Aschenbrand ein ohne Verluste oder schwerere Verwundungen verzeichnen zu müssen.

Iris Theane, Skriptorin


Zitat:
Der Kommandant lässt notieren: Dungrimm Aschenbrand und sieben erfahrene Dunkeleisen-Trolljäger schließen sich für 452 Goldstücke dem Vorhaben des Dämmersturms an. Sie sind gut gerüstet und unter anderem mit modernen Granatwerfern ausgerüstet.

Julius von Wellenheim, Hüter der Schriften


Zitat:
Die zweite Reiseetappe des Dämmersturms führte am Nordtoraußenposten vorbei durch Loch Modan bis zum Erreichen der Berge von Dun Algaz. Der Marsch durch Loch Modan war gezeichnet von schweren Regenfällen. Der Tross verlor einen Wagen an einen durch die unterspülten Straßen verursachten Erdrutsch. Die Güter konnten jedoch gerettet werden. Bei Dun Algaz konnte man dem Unwetter entkommen - ein zügiger Marsch durch die darauffolgende Nebelfront blieb unbehindert. Im südlichen Sumpfland ließ der Kommandant einen dreitägigen Stützpunkt errichten, um einen erholten Marsch nach Norden zu gewährleisten. Darüber hinaus ließ er Wilddornrosen sammeln, um etwaigen Erkrankungen durch das legendäre "Sumpffieber" vorbeugen zu können.

Julius von Wellenheim, Hüter der Schriften


Zitat:
Schaurig war es, als der Dämmersturm das Sumpfland durchschritt. Manch einer verlor sich mit den Blicken im Nebel, verlor das Gleichgewicht, stürzte - oder übergab sich im Dickicht. Die beschwerliche Reise durch das Sumpfland konnte jedoch ohne Verluste erfolgreich bestritten werden. Auf dem Thandolübergang las der Dämmersturm einen ortskundigen Alteracer auf. Das Lager wurde im Arathihochland zwischen zwei Felsvorsprüngen errichtet, um sich vor etwaigen Kriegerstämmen, der Horde oder Wegelagerern zu verbergen.

Julius von Wellenheim, Hüter der Schriften



Zitat:
Die Schlacht am Hinterlandpass

Die Reise durch Nord-Arathi gestaltete sich zunächst als uninteressant. Dem Spähbericht entsprechend hatte sich der Dämmersturm auf einen Überfall durch die kriegerischen Reiterstämme vorbereitet, die seit dem relativen Fall von Stromgarde und dem Thoradinswall an die Verlassenen, das Land aufwühlten. Eine Bedrohung durch die Horde wurde aufgrund des herrschenden Waffenstillstands ausgeschlossen. Zwar hätten die Verlassenen den Dämmersturm überfallen können, ohne eine Konsequenz fürchten zu müssen, - doch waren sie sich wohl kaum der Tatsache bewusst, es handle sich um einen freien Söldnerbund in eigener Mission, als um ein angeheuertes Berufsheer im Dienste eines Hochlandfürsten. Dementsprechend genoss die Ostflanke des weitläufigen Trosses die größere Aufmerksmkeit. Alle Streitkräfte, abgesehen von der Rotte Rotglut wurden dementsprechend positioniert. Tatsächlich kam es zu einem solchen Überfall durch die zu Marodeuren gewordenen Bergstämme Arathors. Die Rotte von Wellenheim parierte einen Reiterangriff mit einem ersten praktischen Auftritt der berittenen Wellenheimer Lanze, die sich als überaus effektiv erwies. Unter Befehl der Champions Grimaldus Fäller und Ingo Renfray errichtete der Tross binnen kürzester Zeit eine Artilleriestellung an der nördlichen Flanke des Dämmersturms. Die von dort aus koordinierten Kanonenschüsse richteten verheerende Schäden an und dezimierten die Hauptstreitmacht des Feindes des technologisch vollkommen unterlegenden Feindes. Die Rotte Heldenhammer leistete Unterstützungsfeuer. In der Endphase des Kampfes brach ein blutiger Nahkampf der Rotten Heldenhammer und Rotglut gegen die überlebenden Stammeskrieger aus. Besonders Rottenmeister Rarnulf Rotglut bewies in diesem Kampf fürchterliche Effizienz. Die letzten Scharmützel konnten mit geringen Verlusten siegreich, den Feind vernichtend schlagend, beendet werden. Allerdings wurde die Skriptorin, Scharfschützin und unter Eid stehende Söldnerin Iris Theane schwer verwundet, sodass sie dem Dämmersturm vorerst nicht weiter zum Einsatz auf dem Schlachtfeld zur Verfügung stehen konnte.

Der Ehre wegen ließ man die Leichen des Feindes unberührt. Der Dämmersturm entsandte außerdem einen Herold, der dem Feind den Respekt des Dämmersturms erwies und ihm das Ausbleiben der Plünderung versicherte. Nicht zuletzt sollte dies einer sicheren Rückreise dienen, - es war nicht im Interesse des Dämmersturms, den rachlüsterndern Zorn einer Streitmacht arathorianischer Highlander auf sich zu ziehen, auch wenn das Ergebnis der Schlacht mehr als eindeutig zugunsten des Dämmersturms war.

Die Folge der Schlacht war das zügige Durchqueren des Hinterlandtunnels und schließlich das Erreichen des Nistgipfels, wo die Wildhammerzwerge den Dämmersturm freundschaftlich empfingen. Die diplomatische Vorarbeit des Oberkommandos hatte für diesen Empfang gesorgt. Außerdem genoss der Dämmersturm schon seit langem wohlwollenden Kontakt zu den Wildhammerzwergen des Freisturmklans.

Tim Orodaro
Kommandant des Dämmersturms



Bild

Taktische Übersicht des Schlachtverlaufs



Zitat:
Der Dämmersturm hat einen schweren Verlust zu beklagen. Aufgrund mehrerer disziplinarischer Verfehlungen, Eidmissachtung und maßloser Respektlosigkeit gegenüber der Vorgehensweise des Söldnerbundes wurde Rottenmeister Rarnulf Rotglut seines Eides entbunden und aus dem Dämmersturm verbannt. Um die heiligen Hallen des Nistgipfels nicht mit Zwergenblut zu entweihen, wurde auf eine härtere Bestrafung verzichtet. Die mächtige Axt Fortbruch und der Wappenrock des Rottenmeisters befinden sich nun wieder in der Obhut des Hüters der Reliquien. Aufgrund des Mangels an potenziellen Nachfolgern, wird die Rotte Rotglut vollständig aufgelöst und auf die Rotten Everard, Heldenhammer und von Wellenheim verteilt. Desweiteren erwirbt der Dämmersturm Fuhrwerke und Vorräte im Wert von zweitausend Goldstücken. In erster Linie wird hier auf haltbares Getreide, Pökelfleisch und Alkohol gesetzt.

Julius von Wellenheim,
Hüter der Schriften


Zitat:
Der Dämmersturm brach vom Nistgipfel aus auf und durchquert die Seuchennebelklamm. Trotz schwerer Bedingungen, schlechter Straßenverhältnisse und steiler Hänge, kann der Marsch nach Lordaeron fortgesetzt werden. Erschöpfte Tiere werden von den Reitpferden des Dämmersturms unterstützt. Nachdem der Tross Caer Darrow ohne Zwischenfälle hinter sich ließ, setzte er im südlich des Darromersees gelegenen Flusstal an einer schmalen Furt nach Alterac über. Kurz vor Strahnbrad wurde das Lager in einer Waldlichtung aufgeschlagen, um Verhandlungen mit dem Syndikat bezüglich des militärischen Zugangs aufzunehmen und eine sichere Weiterreise zu gewährleisten.

Julius von Wellenheim
Hüter der Schriften



Zitat:
In Folge der Verhandlungen mit dem Syndikat in Strahnbrad, darf der Dämmersturm die Ostgrenze Alteracs für die gewaltige Summe von 10.000 Goldstücken überschreiten. Dies entsprach etwa einem Viertel des gesamten Vermögens, wurde aber trotz großer Proteste des amtierenden Schatzmeisters Rethorn Lightshadow gezahlt. Zwar wäre der Dämmersturm bei voller Sollstärke und unter Einsatz des Kriegsgerätes dazu in der Lage gewesen, Strahnbrad in einem Handstreich zu überrennen, doch begründete man diese friedliche Lösung mit dem Willen, keine Feindschaft mit dem Syndikat zu entwickeln, das auch über Strahnbrad hinaus aktiv ist. Nachdem Strahnbrad durchquert wurde, rastet der Dämmersturm auf den schneeumwehten Talstraßen von Zentral-Alterac in einer alten Turmruine. Man wollte einem Hinterhalt der hier zahlenmäßig starken Ogerstämme und Marodeurrotten vorbeugen und nur noch tagsüber marschieren.

Julius von Wellenheim
Hüter der Schriften




Zitat:
Schlacht am Strahnbrad-Pass

Die Turmstellung des Dämmersturms, die lediglich für eine Nacht bezogen werden sollte, wurde in der Morgendämmerung von zwei Ogerrotten überfallen. Der Angriff erfolgte aus den südwestlichen Schneewüsten und von den nördlichen Felshängen aus. Die Befehlshaber der Ogerstreitkräfte trugen die Namen Gorkamorka und Morkagorka. Ihre Zahl belief sich insgesamt auf etwa zwei Dutzend, wovon die Hauptlast des Angriffes von Gorkamorkas Horde aus dem Südwesten getragen wurde. Dem Aufgebot wurden die Rotte Heldenhammer und das Trolljägerkontingent unter Dungrimm Aschenbrand entgegengestellt. Die Rotte Everard vernichtete dagegen Morkagorkas Steinschleuderstellung in den zerklüfteten Felshängen durch einen Flankenangriff. Die Rotte von Wellenheim wurde rein defensiv als Infanterie eingesetzt, um den Tross zu schützen. Die Schlacht verlief weitgehend verlustfrei und hatte den sofortigen Abzug der Truppen in Richtung Nordwest-Gefälle zur Folge. Ausschlaggebend für den Erfolg war die Standhaftigkeit der Rotte Heldenhammer, das zügige Agieren der Rotte Everard und der effiziente Einsatz moderner Granatwerfer der Aschenbrand-Trolljäger. Außerdem trug die schnelle Formierung des Dämmersturms dazu bei, dass die Oger ihr Überraschungsmoment verspielten.

Tim Orodaro
Kommandant des Dämmersturms



War eine lange Nacht, in dem verfallenen Wachturm. Die Freude ob des Morgengrauens wich jedoch morgendlichem Grauen im wahrsten Sinne des Wortes, als einige Oger von zwei Seiten über uns herfielen. Rotte Everard kümmerte sich um jene, die unsere Späher im Norden des Wachturms erblickt hatten, während Rotte Heldenhammer den Auftrag bekam, die Oger aus südwestlicher Richtung aufzuhalten. Wir schnappten uns einige leichte Granaten. Ich wollte es wie bei den Trollen in Dun Morogh machen: Schießen, Granaten werfen und den Nahkampf möglichst lange verhindern. Besagte Oger scheuchten jedoch einige Wölfe vor sich her, die wir mit Schüssen zwar dezimierten, die uns aber lange genug im Nahkampf beschäftigten, bis die ersten Oger aus dem Nebel erschienen. Erwähnenswert ist, dass viel zu viele unserer Granaten nicht wirklich trafen oder Blindgänger waren. Ausnahmslos jedes Mitglied der Rotte Heldenhammer kämpfte tapfer, schließlich auch ein wenig unterstützt vom Granatenbeschuss von Dungrimm Aschenbrand und seinen Jungs. Am Ende stellten wir den Ogerboss Gorkamorka und weil dessen Kopf im Verlauf des Kampfes zerschmettert wurden, sicherten wir seinen mächtigen Kriegshammer als Trophäe für den Bund. Ernsthafte Verletzungen gab es keine. Kolstek Goldschnitter war noch angeschlagen von einer Verletzung im Sumpfland. Jedes Mitglied der Rotte hat sich Mühe gegeben, gut gekämpft und meiner Rotte und dem Bund Ehre bereitet.

Freyri Heldenhammer
Rottenmeister



Muss spät in der Nacht gewesen sein - oder früh am Morgen - als die Späher im Südwesten und auf dem Nordpass die Ogerbanden ausmachten. Der Befehl an die Rotte sich bedeckt zu halten und die Angelegenheit im Pass zu erledigen erfolgte unvermittelt. Nachdem sich rausstellte, dass die Marodeure über primitives Kriegsgerät mit katapultähnlichem Mechanismus verfügten wurde die Evakuierung des Turmes zur Südseite hinveranlasst um Tross wie zurückgebliebene Verletzte nicht durch den potentiellen Einsturz infolge eines Beschusses zu gefährden. Drei Schüsse konnten die Oger abgeben ehe sie nach zuvoriger Befehlsabsprache aus dem Hinterhalt mit dem mitgeführten Explosivstoffen attackiert wurden. Trotz einiger Blindgänger wurde das gewünschte Ergebnis erzielt - der vermeintliche Anführer wie das Katapult zusätzlich mit Magie und nonexplosiven Beschuss neutralisiert und vernichtet. Keine Verluste oder nennenswerten Verletzungen wurden bei dem Geplänkel davongetragen.

Alvrim Everard
Rottenmeister





Bild

Taktische Übersicht des Schlachtverlaufs



Zitat:
Der Dämmersturm durchquert Zentral-Alterac in Rekordzeit, allerdings werden die Nahrungsvorräte knapp. Auf den letzten Meilen vor dem Nordwest-Gefälle fehlt es an sämtlichen Lebensmitteln, außer Wasser, Brot und Alkohol. Der Fleischentzug schlägt auf die Psyche und lässt einen Teil der Männer schwächeln. Auch fehlt es an Gemüse und Obst - zu Skorbuterscheinungen kam es glücklicherweise nicht. Nach Erreichen des Nordwest-Gefälles bezieht der Dämmersturm Stellung in einem Dorf namens Alterszapfen. Die verschreckten Einwohner werden fürstlich für ihre Gastfreundschaft entlohnt, was sie wohlwollend stimmt und den Eindruck unterstreicht, beim Dämmersturm handle es sich nicht um die Banditen, die ihr Land sonst stets heimsuchten. Alterszapfen ist in einem schrecklich desolaten Zustand. Die armen Bauern sind dürr, ihre Felder sind verwüstet; Nutzvieh ist kaum noch vorhanden. Der Kommandant setzt sich gar persönlich für das Wohlbefinden dieser Menschen ein, indem er Vergehen gegen die Bevölkerung unter harte Strafe stellt.

Julius von Wellenheim
Hüter der Schriften


Ergebnis

Operation Wandersmann war ein voller Erfolg. Es kam zu keinerlei materiellen Verlusten. Auf personeller Ebene ist der Verlust Rarnulf Rotgluts zu bedauern. Die wenigen bewaffneten Geplänkel sorgten für keine weiteren nennenswerten Verluste in den Reihen des Dämmersturms. Trotz der zur Endphase hin karger werdenden Nahrungsmittelbestände des Trosses, kann der Schlachtzug das Nordwest-Gefälle wohlbehalten erreichen. In Alterszapfen wird vorübergehend eine erste Operationsbasis für weitere Unternehmungen im Nordwest-Gefälle errichtet. Die wohlwollende Meinung der Dorfbewohner über den Dämmersturm konnte aufgrund seiner entgegenkommenden Haltung und einer Großzahl hilfreicher Gesten rasch gewährleistet werden. Alterszapfen profitiert zunehmend von der Sicherheit, die ihm der hier lagernde Schlachtzug ermöglicht. Der Erfolg der Mission ist auf einen motivierten und gehorsamen Tross, sowie auf einen disziplinierten Dämmersturm zurückzuführen, der kleineren Problemquellen mit aller Konsequenz und Härte begegnete, um sie zügig zu beseitigen.

Aufgrund ihrer Führungsqualitäten trugen die Rottenmeister maßgeblich zum positiven Abschluss der Operation bei. Daher werden sowohl Freyri Heldenhammer und Alvrim Everard, als auch Julius von Wellenheim mit der Siegmarke ausgezeichnet.

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Dem Sturm entgegen! - Schlachtruf und Grußformel der Söldner des Dämmersturms.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der große Alterac-Bericht, Nordwest-Gefälle (Öffentlich)
BeitragVerfasst: 27. Jul 2014, 15:08 
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Der große Alterac-Feldzug

Eintrag III, Operation Flötenspiel


Operation Flötenspiel folgt der Intention, ein Abkommen mit Herzog von Bauergard (der Kobra) zu initiieren, das es dem Dämmersturm ermöglicht, unter dem Banner von Markstadt gegen den Eber zu ziehen. Militärische Manöver größeren Ausmaßes sind nicht Teil dieser diplomatischen Mission. Außerdem Teil von Mission Flötenspiel ist das Erreichen einer Koalition mit der Cherusker Fahne.


Observation


Zitat:
Es wurde eine Delegation des Dämmersturms nach Tobiasstadt entstandt, um diplomatische Kontakte zur Cherusker Fahne zu eröffnen.

An dieser Delegation beteiligt waren Derebron Darkwood, Kolstek Goldschnitter, Gorn von Treusang und Walter Torfstich. Wortführer war, trotz der Anwesenheit zweier vereidigter Söldner, der Mitläufer Derebron Darkwood.

Auf dem Weg nach Tobiasstadt kam es zu einem Überfall durch lokale Banditen, dem man jedoch bis auf kleinere Verletzungen problemlos entkommen konnte. Später kam es hier zu einem Vergeltungsschlag durch die Rotte von Wellenheim.

Tobiasstadt ist eine wohlbehütete, wenn auch etwas unterbevölkerte Stadt im Osten des Nordwest-Gefälles an strategisch bedeutsamen Bergpässen gelegen. Die Cherusker Fahne hat das Städtchen nach der Fehde zwischen Kobra und Wiesel als Belohnung erhalten. Die größten Erfolge gegen das Wiesel seien wohl auf die Cherusker Fahne zurückzuführen gewesen. Auf den Feldern wird ertragreiche Landwirtschaft betrieben, - die überaus kompetenten Schmiedemeister des Ortes haben sich auf die Waffenproduktion spezialisiert. Es ist der Verdienst der Cherusker Fahne diesen Ort aus den Wirrungen der zahlreichen Konflikte im Nordwest-Gefälle "geborgen" und wirtschaftlich abgesichert zu haben.

Hauptmann Njörn Cherusk empfing uns persönlich. Darkwood erwies sich als zuverlässiger Diplomat, weswegen er mittlerweile für eine Vereidigung vorzuschlagen ist. Allerdings ist der Anführer der Cherusker Fahne ein stolzer Mann von gewaltiger Erscheinung. Er gab sich nicht mit einem einfachen Trupp aus Gesandten zufrieden; wollte vielmehr sehen, wem genau er denn nun in die Schlacht folgen sollte. Die persönliche Anwesenheit des Kommandanten ist daher unerlässlich, um ein Bündnis mit Tobiasstadt zu erwirken. Am Ende dieser ersten Gespräche lag der Preis eines großen Kontingents der Cherusker Fahne bei eintausend Goldstücken pro Schlacht. Für die Versorgung würde man selbst sorgen.

Gorn von Treusang und Kolstek Goldschnitter sorgten für sicheres Geleit und hätten jeden direkten Angriff auf Befehl hin mutig zerschlagen.

Walter Torfstich
Skriptor des Dämmersturms



Zitat:
[align=center]Der Sturmwächter, in seiner Weisheit, befahl einen raschen Vergeltungsschlag gegen die Banditen des Gefälles. Gegen solche, die sich erbauten an der Kühnheit, eine Gesandtschaft des Dämmersturms attackiert zu haben. Drum formierte sich die Rotte von Wellenheim hoch zu Ross und bei voller Sollstärke, ehe sie auszog und dem Feind auf offener Straße alsbald begegnen konnte. Noch in der selben Nacht schlachtete man die fliehende Meute, riss ihnen die Häupter vom Leibe und brachte einen Gefangenen heim vor die Bauern, die sich seiner annahmen und ihn später hängten.

Julius von Wellenheim
Hüter der Schriften



Zitat:
Die Rotte brach mit dem Ziel auf die diplomatische Basis für eine Zusammenarbeit mit der Kobra in Erfahrung zu bringen. Bereits auf dem Weg zum ersten geplanten Zielpunkt - Erwins Ruh - wurde klar, dass die Banditen des Ebers selbst auf Feindgebiet eine nicht zu unterschätzende Bedrohung darstellten, als man auf die Reste einer überfallenen Karawane nahe der alten Handelstraße stößt. Trotz bewaffneter Eskorte der Karawane wurden noch Tote und Sterbende vorgefunden - ihnen auf Befehl hin die letzte Gnade erwiesen. Ein kurzes Gespräch brachte hervor, dass die Kobra den hiesigen Handel und die Wirtschaft mit einem Aufgebot der eigenen Kräfte zu unterstützen versucht. Eine fast wertschätzende Stimmung findet man ebenfalls bei der Landbevölkerung von Erwins Ruh vor, welche den Schutz des 'Fürsten' mittels einiger mäßig gerüsteter Gardisten genossen - und wurde durch die nicht zu verachtende Anzahl Handelsreisender die man auf den Straßen nach Markstadt traf untermauert. Ankunft der Rotte erfolgte einen zügigen Halbtagesritt später in den Abendstunden - das Quartier wurde im heruntergekommensten Distrikt der Stadt aufgeschlagen. Beiläufige Gespräche mit einigen Tavernenbesuchern ließen die Vermutung aufkommen, dass der Eber in naher Zukunft eine erneute Offensive auf das Gebiet der Kobra plante. Darüber hinaus konnte zweifelsohne festgestellt werden, dass selbst in kriminellen Machenschaften innerhalb der Gebietsgrenzen die Kobra selbst alle Fäden in der eigenen Hand vereinte - die Kontrolle über jeglichen Untergrund ebenso in der Hand hat wie auch Handel und Bevölkerung, selbst wenn offenkundig überführte Verbrecher mit aller Härte zur Rechenschaft gezogen werden.
Auch in militärischer Hinsicht wurde in Erfahrung gebracht, dass der letzte Angriff des Ebers in Lordamm den bisherigen Oberkommandierenden der Kobra das Leben kostete - seine Funktion nun von einem Marschall übernommen wurde der einen ausgenommen schillernden Ruf in der hiesigen Bevölkerung genießt. Wenn auch an den vermutlich angedichteten Heldentaten Zweifel bestehen lässt sich zweifelsohne sagen, dass es sich bei dem bezeichneten Mann um eine fachkundige Gestalt von bemerkenswerter magischer Begabung handelt - eine Feststellung die Jagellovsk traf als man dem Marschall in einer seltsamen Prozession mitsamt schwerer Gardisten aus der Stadt am darauffolgenden Tag ansichtig wurde.
Der weitere Ritt brachte die Teilnehmer nach Lordamm ohne eine weitere Spur des bewaffneten Trupps auszumachen. Die Kontrollen der dort stationierten Gardisten erwiesen sich den unruhigen Zeiten gegenüber erstaunlich lasch - der Vorwand einer Kopfgeldjagd wurde ohne größere Rückfrage akzeptiert. Die Hafensiedlung selbst verfügt über die von Torfstich beschriebenen Einheiten und Bewaffnungen mit sechs Ballisten auf den Hügelstellungen. Doch keine zwei Stunden nach dem Eintreffen in der Stadt wurde diese bereits unerwartet von zwei Punkten angegriffen. Männer des Ebers hatten sich unter der Tarnung Markstadt der Ballisten bemächtigt um deren Beschuss auf die Stadt zu eröffnen während im gleichem Zug ein Vorstoß von etwa zwei Dutzend schwer bemannter Landungsboote über den Lordameresee erfolgte. Der Befehl zum Rückzug statt dem Eingriff in die Kampfeshandlungen die allein in der zahlenmäßig Übernahme der Stadt, welche militärisch zahlenmäßig zu weit unterlegen war um dem Hinterhalt zu begegnen, enden konnte wurde gegeben - der Versuch die zivile Bevölkerung zur Flucht zu bewegen nur mit mäßigem Erfolg beendet - die Weiterreise nach Ledgenstein angeordnet.
Es sollte angemerkt werden, dass der Marschall trotz der bekannten Front weder eingriff - noch dort überhaupt ausgemacht werden konnte.
Auf dem Weg nach Ledgenstein wurde klar, dass es sich um eine Offensive größeren Ausmaßes handelte, denn Männer des Ebers schlugen sich ebenso im Versuch verborgen zu bleiben durch das Gebiet Richtung der südlichen Siedlung. Die dortigen Militärs wurden gewarnt - eine Hilfeleistung jedoch abgelehnt und stattdessen der Rückweg über den Wanderpfad durch das Gebirge angetreten. Nach Augensicht ist davon auszugehen, dass der Angriff wie vermutet auf die gewarnten Siedlung nicht mehr erfolgte, oder aber ohne größere Probleme zurückgeschlagen wurde, da die Möglichkeit zum HInterhalt nicht länger gegeben war.
Die Rückreise verlief ereignislos - ohne nennenswerte Verwundungen traf man wieder in Alterszapfen ein.

Alvrim Everard
Rottenmeister



Theoretica

Operation Flötenspiel sieht folgendes Theoretica vor.

Es muss ein Bündnis mit Markstadt erwirkt werden, um für die Kobra gegen den Eber in den Krieg ziehen zu dürfen. Dies etabliert den Dämmersturm vorerst nicht als eigenständige Partei im Konflikt um das Nordwest-Gefälle, sondern lenkt die Aufmerksamkeit auf Markstadt. Dem Dämmersturm wäre es somit möglich, einen Feind auszuradieren, ohne sich selbst im regionalpolitischen Kontext verwundbar zu machen. Markstadt muss den Dämmersturm in diesem Szenario mit mindestens fünftausend Goldmünzen entlohnen. Dies deckt die Proviantkosten für den gesamten Rest des Feldzuges im Nordwest-Gefälle. Außerdem sollen der dramatische Mangel an Nahrungsvielfalt im Tross durch Einkäufe in Markstadt beseitigt werden.

Der Dämmersturm muss ein Abkommen mit Tobiasstadt und der Cherusker Fahne erwirken, das ihm in Zukunft militärische Unterstützung zur Verfügung stellt.



Practica

Das Practica von Operation Flötenspiel unterteilt sich in zwei Bereiche. Der erste Bereich umfasst das Practica bezüglich der Verhandlungen mit Markstadt, der zweite Bereich die Verhandlungen mit Tobiasstadt.


Markstadt

Rottenmeister Alvrim Everard wird mit einer Eskorte nach Markstadt ziehen und umgehend die Verhandlungen aufnehmen.

Der Dämmersturm nutzt die bedrohliche Situation für Markstadt, das der Eber erst vor kurzem Lordamm erobern konnte. Dementsprechend erscheint der Dämmersturm als preisgünstige Alternative, um Lordamm zurückzuerobern und diesen Erzfeind auszuradieren, ohne eigene Truppen riskieren zu müssen.

Der Dämmersturm erwähnt schwere Kriegsgerät, technologische Überlegenheit und elitäres Truppenaufgebot.

Der Kobra wird mit Ehrfurcht und Respekt begegnet. Trotzdem geben sich die Abgesandten hartnäckig. Ein Fehlschlag wird erst akzeptiert, sollte die Kobra die Delegation des Dämmersturms aus dem Saal werfen.

Der Rottenmeister erscheint als hochrangiger Offizier mit Vollmacht, nicht als einfacher Abgesandter. Dies soll dem Status der Kobra gerecht werden.

Es wird betont, dass der Dämmersturm dazu in der Lage ist, den Eber ein für alle Mal auszuradieren. Es liegt nicht in seinem Interesse, nur die aktuelle Bedrohung abzuwenden.

Ein Teil der Eskorte mit Teilen des zivilen Trosses, kümmert sich in Markstadt um die Einkäufe von Lebensmitteln. Der Einheit wird ein Budget von eintausend Goldmünzen zur Verfügung gestellt.


Tobiasstadt

Der Kommandant wird auf das Gesuch des Hauptmanns Njörn Cherusk reagieren und ihn persönlich aufsuchen, um die Verhandlung auf Augenhöhe führen zu können.

Um Stärke und Selbstbewusstsein zu demonstrieren, reitet der Kommandant alleine, ohne Eskorte, nach Tobiasstadt.




Verlauf

Zitat:
Kommandant Orodaro, der Söldnerbaron, reagierte umgehend auf das Gesuch des Njörn Cherusk zur persönlichen Unterredung. Er brach alleine auf, um nicht weiter das Gemüt des Riesen zu erzürnen. Ein solcher war der Hauptmann - mit Fleisch, wie aus hundert toten Kriegern genäht und einer Stimme, die ganze Berggipfel zu erschütten vermochte. In Tobiasstadt trafen die beiden Feldherren aufeinander. Es heißt, um einander in Würde, Kraft und Können zu prüfen, duellierten sie sich in zahlreichen Wettkämpfen. Sieben Stunden sollen sie das feurigste Gesöff getrunken, sieben Stunden die fettigsten Schweine verschlungen haben. Sieben Stunden schlugen sie einander auf das nackte, stahlgewordene Fleisch - und sieben Stunden beharkten sie einander mit scharfen Klingen. Sie hebten Holz, hebten Kohle, hebten glühendes Eisen. Mal riss der Baron den Sieg an sich, mal war es der Hauptmann. Und als ihre erschöpften Leiber endlich zur Ruhe kamen, entschieden sie, diesen Kampf auf eine andere Zeit zu vertagen - und das sie bis zu diesem Tage einander "Freund" nennen werden.

Julius von Wellenheim
Hüter der Schriften



Zitat:
Der Kommandant lässt niederschreiben: Die Cherusker Fahne fordert für jede Schlacht, die sie im Namen des Dämmersturms austrägt, einen Sold von eintausend Goldstücken zu erhalten. Dies wurde vom Dämmersturm so angenommen.

Julius von Wellenheim
Hüter der Schriften



Zitat:
Die Rotte Everards, mit vier weiteren Mitgliedern des Sturms und fünf des Trosses, machte sich Samstags zur Vorratsbeschaffung von Alterszapfen Richtung Markstadt auf - drei leere Karren vorgespannt und eintausend Goldmünzen im Gepäck. In der Nähe von Erwins Ruh wurd der Trekk von einem Magieraufgebot wenigstens eines Dutzends aus einem Hinterhalt attackiert. Gute zehn davon konnten zur Strecke gebracht werden, der Rest floh. Keinerlei Verluste auf Seiten des Sturms - bis auf zwei ramponierte Karren, die jedoch fahrtüchtig blieben. Am Markstätter Haupttor angelangt, hat sich die Rotte Everards abgesetzt, um mit den zuständigen Wachbehörden zu verhandeln, während der restliche Trupp den grossen Markt aufsuchte. Die Gefährte wurden repariert, und derweil Besorgungen erledigt. Haltbare Nahrungsmittel, Werkzeuge, Ersatzteile und Decken - für insgesamt eintausend Goldstücke. Die Stadt schien ein grosses Einkommensgefälle aufzuweisen. Reiche, luxuriöse Handelsviertel und daneben ein bettelarmer Teil der Stadt, der unter den teils oppressiven Wachinstanzen litt. Abschreckung mittels öffentlicher Galgen und Gewaltbereitschaft seitens des Gesetzes schien gewähltes Mittel, um die Bevölkerung in ihre Schranken zu weisen. Bis auf einen vereitelten Diebstahlversuch blieb der Aufenthalt ohne nennenswerte Zwischenfälle, und nach Nächtigung in einer der einfacheren Raststätten wurd am darauffolgenden Tage (Sonntag) die Rückreise angetreten, die ebenso ohne namhafte Ereignisse verlief.

Salma Sinclaire - Gehilfin des Skriptoriums



Zitat:
Die Rotte brach mit einigen Mitgliedern des Trosses auf um den Kontrakt mit der Kobra zur Vernichtung des Ebers zu erwirken. Auf den Weg nach Markstadt kam es zu einem Zwischenfall als ein gutes Dutzend Magier die Gruppe überfielen - ihr Hauptaugenmerk offenbar darin lag Sergei Jagellovsk auszuschalten. Ohne ernsthafte Verwundungen konnte der Angriff zurückgeschlagen werden, drei der Angreifer entkamen durch ein Portal, eine Zuordnung an eine Gruppierung oder Fraktion war an den Leichen jedoch unmöglich.
In Markstadt erfolgte das Treffen mit dem 'Fürsten' - der Marschall und somit Zuständige für Militärische Angelegenheiten war jedoch nicht verfügbar. Die Verhandlungen brachten eine Bezahlung von 5000 Goldmünzen für die Vernichtung des Ebers und den Fall des Eberbaus hervor, einzig die Rückeroberung Lordamms soll in Kooperation mit den Truppen der Kobra erfolgen.
Die Vorräte wurden für insgesamt 1000 Goldmünzen wieder aufgestockt und die Versorgung für die nächste Zeit somit gesichert.
Die Rückreise am nächsten Morgen verlief ereignislos.

Anmerkung: Aufgrund verschiedener verdächtiger Anzeichen wird dringend empfohlen den Marschall unter Beobachtung zu halten sowie für Verschleierung der Bewegungen Sergei Jagellovsk wie auch sicherheitshalber Walter Torfstichs zu sorgen - und somit auch des Bundes. Letzters wurde bereits in die Wege geleitet

Alvrim Everard
Rottenmeister


Ergebnis

Operation Flötenspiel endet erfolgreich. Der Vertrag mit Markstadt konnte erwirkt werden. Markstadt wird dem Dämmersturm fünftausend Goldmünzen für die Vernichtung des Ebers zahlen. Lordamm wird mit der Unterstützung der Truppen von Markstadt genommen, danach ist er auf sich alleine gestellt.

Der Vertrag mit Tobiasstadt konnte geschlossen werden und bietet dem Dämmersturm nunmehr eine schlagfertige Unterstützung auf dem Schlachtfeld.

Die Versorgungsprobleme konnten gelöst werden.

Das Erscheinen einer mysteriösen dritten Fraktion, die irgendwie in Kontakt zum Marschall steht, wurde zur Kenntnis genommen und wird bei der weiteren Planung berücksichtigt.

Der Abschluss von Operation Flötenspiel mündet in die Vorbereitungen für Operation Schlachthaus, der Großoffensive gegen den Eber.

_________________
Dem Sturm entgegen! - Schlachtruf und Grußformel der Söldner des Dämmersturms.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der große Alterac-Bericht, Nordwest-Gefälle (Öffentlich)
BeitragVerfasst: 2. Aug 2014, 03:47 
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Der große Alterac-Feldzug

Eintrag IV, Operation Schlachthaus


Operation Schlachthaus beschreibt die militärische Intervention des Dämmersturms, die sich gegen Herzog Trüffel richtet und in seiner vollständigen Vernichtung münden soll. Auf diesem Feldzug dient der Söldnerbund den Streitkräften von Markstadt, bleibt in seiner militärischen Vorgehensweise allerdings unabhängig.


Zitat:
Vertragliche Regelung der Geschäftsbeziehung
Markstadt - Söldnerbund Dämmersturm

1. Markstadt verpflichtet sich, dem Söldnerbund Dämmersturm 2.500 Goldmünzen für das Mobilisieren seiner Streitkräfte zu zahlen. Weitere 2.500 Goldmünzen erhält dieser für die vollständige Vernichtung der Streitkräfte Herzog Trüffels und das Besetzen seines Territoriums im Namen von Markstadt.

2. Dem Dämmersturm werden sämtliche Plünderrechte zugesprochen, er hat sich allerdings auf Kollateralschäden in Höhe von 5.000 Goldmünzen zu beschränken, um die Zivilbevölkerung für die anschließende Besatzung zu schonen.

3. Bei auftretendem Zweifel an den Kompetenzen des Dämmersturms bezüglich ihrer militärischen Vorgehensweise, hat das Oberkommando von Markstadt die Befehlsgewalt.

4. Die Truppen von Markstadt werden lediglich die Rückeroberung von Lordamm vornehmen, den Dämmersturm bei seiner Offensive aber nicht weiter unterstützen.

Die unterzeichnenden Personen verpflichten sich stellvertretend für ihre Fraktion, zur Einhaltung dieses Vertrages. Verstöße machen diesen Vertrag umgehend ungültig. Änderungen müssen von allen beteiligten Fraktionen akzeptiert werden.

Lucius von Bauergard,
Herzog von Markstadt


i.A. Alvrim Everard



Observation

Die Informationen des Dämmersturms über das Territorium des Ebers basieren einerseits auf dem großen Alterac-Bericht von Walter Torfstich, andererseits auf den Berichten markstädtischer Späher. Diese besagen folgende Einzelheiten.

1. Das Territorium des Ebers umfasst die Ortschaften Pökelheim, Karpfenfang, Dörflingen und den sogennanten Eberbau, seine Hauptfestung, die vielmehr einem befestigten Höhlensystem, als einer Burg ähnelt.

2. Pökelheim dient dem Eber in seiner neusten Offensive als Sammelpunkt. Von dort aus lässt er seine Truppen mit Booten nach Lordamm rudern. Dementsprechend ist hier mittlerweile mit einem Truppenaufgebot von mindestens fünfzig Mann zu rechnen.

3. Karpfenfang ist militärisch und wirtschaftlich uninteressant und besitzt nach wie vor keine Garnison.

4. Dörflingen sichert den Nachschub des Ebers an Lebensmitteln, Kleidung und anderen Gütern. Der Ort hat in erster Linie wirtschaftlichen Nutzen. Da Großteile der Armee des Ebers sich bei Pökelheim sammeln, ist hier mit schwachem bis mittelmäßigem Widerstand zu rechnen.

5. Aufgrund der großen Truppenbewegungen auf das Gebiet der Kobra umfasst die Verteidigung des Ebers "nur noch" ungefähr einhundert Soldaten, die allerdings zum Teil mit Kriegsgeräten und Artillerie ausgerüstet ist.

6. Die Truppen bei Lordamm umfassen etwa einhundert gut gerüstete Sturmsoldaten. Sie befinden sich im Besitz von sechs schweren Ballisten.

7. Die Bevölkerung der Ländereien des Ebers verabscheut ihren Herrscher und wird ihren Befreiern wohlgesonnen sein.

8. Der Eber rüstet seine Truppen mit den Waffenlieferungen des Wolfes aus. Sie verfügen daher durchaus über qualitativ hochwertige, allerdings technologisch überholte Bewaffnung. Der Eber verfügt weder über Schusswaffen, noch über Kanonen. Luftangriffe hätten fatale Auswirkungen auf die Truppen des Ebers, denn sie sind ihnen beinahe schutzlos ausgeliefert.

9. Die Versorgung des Ebers basiert in erster Linie auf Plünderung, in zweiter Linie auf unregelmäßigen Lieferungen aus Dörflingen und Pökelheim.

10. Der Eber selbst hat sich in den Eberbau zurückgezogen um seinen Sturm auf Markstadt zu planen.

Weitere Informationen umfassen Stadtpläne, aktuelles Kartenmaterial und Versorgungslinien.


Theoretica

Der Dämmersturm wird den Eber gemäß des allgemeinen Practicas an mehreren Punkten gleichzeitig attackieren, Stärke demonstrieren und ihn bereits nach wenigen Stunden ausmanövriert haben. Aufgrund der zu vermeidenden Kollateralschäden fällt der massive Einsatz von Artillerie aus und muss daher auf einige wenige, präzise Angriffe beschränkt bleiben. Stattdessen wird das Geschwader Himmelsschatten die Rolle der Artillerie übernehmen und die Angriffe des Dämmersturms einleiten.

Die militärischen Ziele dieser Operation sind Lordamm, Pökelheim, Dörflingen und schließlich der Eberbau. Karpfenfang wird keine Rolle spielen. Die große Streuung der strategischen Missionsziele soll dazu führen, alle Schwachstellen des Feindes schnellstmöglich zu treffen und ihm die Möglichkeit zum Gegenangriff zu nehmen.

Die Hauptstreitmacht des Ebers lagert bei Lordamm, daher gilt es zunächst, diese restlos auszuschalten und einen möglichen Rückzug zu unterbinden.

Wenige Stunden später muss der Sammelpunkt bei Pökelheim und das Versorgungszentrum bei Dörflingen fallen. Dies raubt dem Feind die Kapazitäten zum Gegenangriff und die Möglichkeit sich fernab des Eberbaus neu zu sammeln. Ziel ist es, die feindlichen Streitkräfte beim Eberbau zu zentrieren und dort durch einen massiven Angriff zu vernichten.

Um den Dämmersturm mit einer Reservestreitmacht abzusichern, wird die Cherusker Fahne für 500 Goldmünzen mobilisiert. Ein tatsächlicher Einsatz kostet den Dämmersturm weitere 500 Goldmünzen.


Practica

1. Die Cherusker Fahne marschiert los und nutzt die alten Wanderpfade um bei Dörflingen in Stellung zu gehen.

2. Rotte Everard, Trupp Aschenbrand und eine Hand voll ausgewählter, ziviler Trossmitglieder wird mit Booten, Treibstoff und Munition über das Wasser fahren und bei Neuingen landen. Unter Befehl von Rottenmeister Everard wird dort ein Versorgungsstützpunkt errichtet.

3. Die übrige Hauptstreitmacht des Dämmersturms geht bei Lordamm in Stellung. Die Truppen von Markstadt werden einen Angriff zur Rückeroberung des Ortes einleiten. Das Geschwader Himmelsschatten wird die feindliche Artillerie durch einen Luftangriff vernichten und anschließend bei Neuingen landen um Treibstoff und Munition aufzutanken. Im Anschluss an den Luftangriff eröffnet die Rotte Heldenhammer mit zwei Kanonen das Feuer auf Lordamm, um die angreifenden Truppen Markstadts zu unterstützen. Nach einer, dem Kampfverlauf angemessenen Zahl an Kanonenschüssen, greift die Rotte von Wellenheim als Wellenheimer Lanze in den Kampf ein.

4. Das Geschwader fliegt von Neuingen aus direkt weiter und attackiert taktische Ziele in Pökelheim. Diese umfassen in erster Linie die Truppenquartiere von Pökelheim. Dieser Angriff bereitet den Sturm auf die Stadt durch die Rotte Everard. Anschließend wird das Geschwader wieder bei Neuingen landen, Treibstoff und Munition auftanken und schließlich die flüchtenden Truppen des Ebers bei Lordamm vernichten.

5. Ist der Sieg bei Lordamm errungen, wird die Rotte Heldenhammer mit der Transportmaschine nach Dörflingen geflogen. Als Startbahn wurde ein besonders ebener Bereich der alten Reichsstraße bei Markstadt erwählt. Die Rotte Heldenhammer wird bei Dörflingen mit Fallschirmen abspringen und den Ort erobern. Je nach Feindzahl kann hierbei auf die Unterstützung der Cherusker Fahne zurückgegriffen werden. Diese ist aber nach Möglichkeit zu schonen. Die Cherusker Fahne wird Dörflingen nach der Einnahme halten. Die Rotte Heldenhammer macht sich auf den Weg nach Pökelheim. Die Rotte von Wellenheim wird nach dem Sieg bei Lordamm über die südwestlichen Gebirgspfade abrücken und über einen Umweg auf Pökelheim galoppieren. Der Tross untersteht von diesem Zeitpunkt an dem persönlichen Befehl des Kommandanten, der bei Lordamm verbleibt und sich um die Enttarnung des Marschalls von Markstadt bemüht. Der Sturmwächter dient ihm hierbei als Leibwache.

6. Die Rotte Everard attackiert mit Aschenbrand den durch den Luftangriff geschwächten Ort Pökelheim. Kommt es hier zu Komplikationen muss auf das Eingreifen der Rotte von Wellenheim gewartet werden. Ist die Stadt genommen, dient der Ort als Sammelpunkt der Streitkräfte des Dämmersturms.

7. Der Kommandant rückt mit dem Tross bis nach Pökelheim vor, von wo aus der Angriff auf den Eberbau eingeleitet wird. Der Eberbau wird unter heftigen Artilleriebeschuss genommen, mit der Absicht, ihn mitsamt Truppenaufgebot vollständig zu zerstören. Anschließend werden die Rotte Everard und die Rotte Heldenhammer vorrücken, um etwaige Gefangene zu nehmen und den übrigen Widerstand zu brechen. Das Geschwader wird das Gelände nach flüchtenden Truppen absuchen und diese vernichten.


Ablaufplan der Rotte Everard

1. Die Rotte Everard, Trupp Aschenbrand und eine Hand voll ausgewählter, ziviler Trossmitglieder wird mit Booten, Treibstoff und Munition über das Wasser fahren und bei Neuingen landen. Unter Befehl von Rottenmeister Everard wird dort ein Versorgungsstützpunkt errichtet.

2. Die Rotte Everard unterstützt das Geschwader Himmelsschatten mit Treibstoff und Munition.

3. Die Rotte Everard wartet den Luftangriff des Geschwaders ab, dann erobert sie mit den verfügbaren Mitteln Pökelheim. Sollte sich der Feind als zu zäh erweisen, ist das Eintreffen der Rotte von Wellenheim zu erwarten.

4. Die Rotte hält die Stellung bei Pökelheim.

5. Der gesamte Dämmersturm sammelt sich bei Pökelheim und rückt schließlich auf den Eberbau vor, um ihn zu zerstören.


Ablaufplan der Rotte Heldenhammer

1. Die Rotte Heldenhammer bezieht mit der Hauptstreitmacht Stellung bei Lordamm. Nachdem das Geschwader Himmelsschatten die feindliche Artillerie vernichtet hat, eröffnet die Rotte Heldenhammer mit zwei schweren Kanonen das Feuer auf die feindlichen Truppen in Lordamm, bis sich ein Angriff der Kavallerie anbietet.

2. Die Rotte Heldenhammer wird mit einer Transportmaschine nach Dörflingen geflogen. Bei Dörflingen springt die Rotte mit Fallschirmen ab und erobert den Ort. Bei großer Feindzahl darf bereit stehende Cherusker Fahne um Unterstützung gebeten werden. Die Cherusker Fahne wird den Ort nach der Vernichtung der Feindeskräfte besetzen.

3. Die Rotte Heldenhammer rückt nach einem Sieg bei Dörflingen nach Pökelheim ab.

4. Der gesamte Dämmersturm sammelt sich bei Pökelheim und rückt schließlich auf den Eberbau vor, um ihn zu zerstören.


Ablaufplan der Rotte von Wellenheim

1. Die Rotte von Wellenheim bezieht mit der Hauptstreitmacht bei Lordamm Stellung. Nachdem die feindliche Artillerie per Luftangriff zerstört - und die Feindreihen durch die Artillerie der Rotte Heldenhammer dezimiert und durch die Truppen Markstadts im Nahkampf gebunden wurde, greift die Wellenheimer Lanze ins Geschehen ein.

2. Die Rotte von Wellenheim rückt nach einem Sieg bei Lordamm über Südwesten ab und erreicht auf einem beabsichtigten Umweg Pökelheim. Ist dieses noch nicht von der Rotte Everard erobert, unterstützt die Rotte von Wellenheim die Rotte Everard.

3. Der gesamte Dämmersturm sammelt sich bei Pökelheim und rückt schließlich auf den Eberbau vor, um ihn zu zerstören.


Ablaufplan des Geschwaders Himmelsschatten

1. Das Geschwader zerstört die feindliche Artillerie bei der Schlacht um Lordamm. Anschließend landet es in Neuingen, um Treibstoff und Munition aufzutanken.

2. Direkt danach startet es den Luftangriff auf Pökelheim und zerstört vornehmlich die auf dem Kartenmaterial markierten Truppenunterkünfte des Feindes.

3. Das Geschwader tankt in Neuingen Treibstoff und Munition auf.

4. Das Geschwader vernichtet die von Lordamm aus flüchtenden Feindeskräfte.

5. Der gesamte Dämmersturm sammelt sich bei Pökelheim und rückt schließlich auf den Eberbau vor, um ihn zu zerstören.


Ablaufplan der Cherusker Fahne

1. Die Cherusker Fahne geht über die verborgenen Gebirgspässe bei Dörflingen in Stellung.

2. Bei der Schlacht um Dörflingen steht die Cherusker Fahne für etwaige Kampfeinsätze bereit.

3. Die Cherusker Fahne besetzt Dörflingen bis zum Abschluss der Operation.


Ablaufplan des Kommandotrupps

1. Der Kommandotrupp geht bei Lordamm in Stellung und überwacht den Tross. Außerdem setzt er sich mit der fragwürdigen Identität des Marschalls von Markstadt auseinander und versucht, diese zu entschlüsseln.

2. Der Kommandotrupp rückt nach den Siegen bei Lordamm, Pökelheim und Dörflingen mitsamt Tross bis nach Pökelheim vor, um dann den Angriff auf den Eberbau einzuleiten.


Verlauf


Lordamm

Operation Schlachthaus beginnt mit dem Luftangriff des Geschwaders Himmelsschatten auf das von Ebertruppen besetzte Lordamm.

[Hier Bericht des Sturmboten einfügen.]

Zitat:
Dem Sturm entgegen, Kommandant.

Da ich mir nicht sicher bin, wie der Bericht des Sturmboten hinsichtlich des Einsatzes von Geschwader Himmelsschatten bei der Operation Schlachthaus ausfallen wird, habe ich mir erlaubt, die Geschehnisse selber zu erläutern. Aus dem Grund, weil ich nicht möchte, dass meine Befehlsverweigerung vom Sturmboten unter den Tisch gekehrt wird.

Die Mission stand bereits am Anfang unter einem schlechten Stern. Es stürmte, regnete und gewitterte. Bereits auf dem Weg nach Lordamm erwischte eine Windböe den Gyrokopter des Sturmboten und schmetterte ihn gegen meinen, wobei mein linkes Triebwerk leichten Schaden nahm. Wir flogen einen Bogen um das Dorf und nahmen die Ballisten auf einem Felshang bei der Straße unter Beschuss. Rethorn Lightshadow begann den Angriff. Von seinen beiden Bomben traf jedoch nur eine, zerstörte zwei Ballisten. Die andere entpuppte sich als Blindgänger. Von den Granaten, die wir dabei hatten, trafen nur wenige wirklich ihr Ziel. Die Wetterbedingungen waren miserabel. Anfangs waren die Truppen des Ebers noch gelähmt vor Schock und Überraschung. Doch als Rethorn Lightshadow einen Bogen flog, um seine letzte Granate abzuwerfen, steuerte er genau ins Schussfeld der Ballisten und wurde zweimal getroffen, stürzte darauf hin ab, direkt auf die Straße unterhalb des Hangs mit der feindlichen Artillerie. Nicht direkt mitten im Dorf, aber auch nicht außerhalb. Zu beiden Seiten der Straße gab es Hänge. Der Lärm lockte natürlich Soldaten des Ebers auf den Plan.

Manfred Ofenrichter und ich zerlegten die feindlichen Ballisten mit gezieltem Maschinengewehrfeuer. Der Sturmbote landete bei Rethorn Lightshadow, um ihn zu bergen. Als er von feindlichen Armbrustschützen beschossen wurde, entschied er sich schweren Herzens, Rethorn Lightshadow "später zu holen", eilte zurück zu seinem Kopter, den er nahe von Lightshadows Wrack gelandet hatte. Er befahl den Rückzug und hob ab. Ich verweigerte den Befehl.

Ich war der Ansicht, dass Lightshadow gerettet werden konnte. Dass ich selber Lightshadow retten konnte. Als mir die Munition ausging, steuerte ich meinen Kopter mit dem Rotor voran in eine Gruppe Armbrustschützen, drängte sie zurück und zerfetzte einen, der nicht schnell genug fliehen konnte. Dann landete ich unweit von Lightshadow. Ich möchte an dieser Stelle hervor heben, dass Manfred Ofenrichter, Sturmbote und Rethorn Lightshadow selbst mit mir schimpften. Ofenrichter und Sturmbote gaben mir nun Deckung, während ich mit meinem Sägeschwert Rethorn aus den Trümmern seines völlig zerstörten Kopters befreite. Gerne hätte ich das Wrack noch mit einer Granate gesprengt, um Rückschlüsse auf die Technologie und Funktionsweise zu verhindern. Allerdings war das Gefährt auch ziemlich zerschmettert und mein Sägeschwert machte es nicht besser. Ich zerrte Rethorn zu meinem Kopter. Ofenrichter hielt einen Trupp Armbrustschützen auf Distanz, ehe er selber getroffen wurde und der Schaden an seinem Kopter ihn zum Rückzug zwang. Der Sturmbote hielt einen Trupp in meiner unmittelbaren Nähe mit Maschinengewehrfeuer auf, ehe auch er an Höhe gewann. Ich schaffte Lightshadow in meinen Kopter und wir hoben ab, wobei mein Kopter noch mit Armbrustbolzen gespickt wurde.

Lightshadows Schicksal ist derzeit ungewiss. Wird er durchkommen? In welchem Zustand? Mein Gedanke bei seiner Rettung und meiner Befehlsverweigerung war, dass ein Befehlsverweigerer zwar ein Bastard ist, aber jemand, der Kameraden im Stich lässt, ein verdammter Bastard war. Ich sah eine Chance, ihn zu retten. Und nutzte sie. Und hatte Recht. Das mein Kopter und Ofenrichters Kopter beschädigt wurden, ist dabei wohl meine Schuld. Ebenso wie Ofenrichters Verletzung. Ich werde mich den Konsequenzen meiner Handlung stellen. Dabei muss ich hervor heben, dass ich natürlich nicht unter allen Umständen den Rettungsversuch unternommen hätte. Manchmal hat man eben keine Chance. Aber zu dem Zeitpunkt meiner Landung waren verhältnismäßig wenige Armbrustschützen in der Nähe.

Der Preis für Lightshadows Rettung ist hoch. Hoffentlich überlebt er, auf dass wir - insbesondere ich - den Preis nicht umsonst bezahlt haben. Doch möglicherweise wäre eine Gefangennahme Lightshadows ein höherer Preis gewesen als zwei beschädigte Kopter. Der Eber hätte eine Geisel gehabt. Hätte unter Umständen auch Lightshadow foltern können um ihm Informationen zu entlocken, die unsere gesamte Operation gefährdet hätten.

Ja, ich habe den Befehl zum Rückzug verweigert, habe Sturmbote und Ofenrichter in Gefahr gebracht und zwei beschädigte Gyrokopter zu verantworten. Das tut mir auch leid. Allerdings würde ich ihm Nachhinein nichts an meiner Entscheidung ändern. Selbst wenn der einzige Vorteil nur eine Beisetzung von Lightshadow im Kreise seiner Kameraden sein könnte.

Dem Sturm entgegen

Trixine Turbostich


Anmerkung: Es wurde auf eine Bestrafung Turbostichs verzichtet.

Im Anschluss an den letztendlich erfolgreichen Luftangriff des Geschwaders Himmelsschatten, folgte der schwere Artilleriebeschuss durch die Rotte Heldenhammer, das Manöver der markstädtischen Truppen und der Einsatz der Rotte von Wellenheim.

Zitat:
Die Schlacht von Lordamm

Die Rotte Heldenhammer sammelte sich unweit von Lordamm mit zwei großen Kanonen, mit der Absicht, wie geplant die Soldaten des Ebers zu dezimieren und den Vorstoß der Truppen Markstadts zu decken. Wir machten die Kanonen einsatzbereit, was anhand der schlechten Wetterverhältnisse und des starken Regens kein Vergnügen war. Ich befahl Iris Theane, gemeinsam mit Salma Sinclaire, Ian Falkner und Krudnir Volgrimsson eine der Kanonen zu bedienen und durch eine gute Koordination ein rasches Nachladen und somit eine hohe Feuerrate zu ermöglichen. Ich selber machte es genau so mit Walter Torfstich, Skalen Steinherz und Kolstek Goldschnitter. So eröffneten wir das Feuer auf Lordamm. Als bei meiner Kanone zwei Kugeln daneben gingen, überließ ich Skalen Steinherz das Zielen und Abfeuern. Er und Goldschnitter hatten schon damals in den Aschenlanden, bei Operation Bumerang, beste Arbeit mit dem Mörser geleistet. Auch diesmal enttäuschten sie nicht. Wir konzentrierten unser Feuer auf die Straßen und Plätze des Dorfes, vermieden aber Schäden an den Gebäuden. Als ein Trupp Armbrustschützen das Dorf verließ und uns unter Beschuss nahmen, beendeten wir unseren Kanonenbeschuss. Gewehrfeuer unsererseits brachte wenig, da der Trupp hinter einer Häuserruine Deckung genommen hatte. So vernichteten wir die Ruine mit den Kanonen und als wir in Lordamm selbst keine Ziele mehr sahen, stellten wir unseren Kanonenbeschuss ebenso ein, da wir nicht blind feuern wollten. Wir bauten die Kanonen daher ab und machten uns für die nächste Phase unseres Wirkens bereit.

Freyri Heldenhammer
Rottenmeister


Zitat:
Die verheerende Wirkung des Artilleriebeschusses durch die Rotte Heldenhammer ebnete den Streitkräften von Markstadt den Weg. Mit einer Truppenstärke von achtzig Mann, aufgeteilt zu je zwei vierzig Mann starken Formation; einer leichten und einer schwer gerüsteten; begann der Sturm auf Lordamm. Erste versprengte und/oder avantgardistische Feindverbände traten schon beim Anblick der disziplinierten Truppen die Flucht an oder wurden umgehend ausgeschaltet. In der Ortschaft selbst war der Widerstand jedoch verbissener. Früh ließ sich die schwere Infanterie an einer Engstelle binden, die sie bis zum Ende der Schlacht nicht verlassen konnte. Die Rotte von Wellenheim, als Kavallerieeinheit, erhielt den Befehl zum Vorstoß, als die leichte Infanterie auf den Feldern Lordamms geschlagen den Rückzug antrat; die Wellenheimer Lanze tat ihr bestes und fing die nachrückenden Ebertruppen ab, tötete sie bis auf den letzten Mann und stieß im weiten Bogen bei schnellem Galopp in die Stadtmitte vor, um dem Feind an der Engstelle in den Rücken zu fallen. Hoch sei die disziplinierte Infanterie von Markstadt gelobt; zwar retteten wir Leben, doch den Sieg führte sie herbei. Lordamm wurde befreit; ich gewährte der Rotte vier Stunden Rast, ehe wir in Richtung Pökelheim aufbrachen. Wir hatten keine Verluste, geschweige denn schlimme Wunden zu beklagen; hielten uns wacker und eingeübt.

Julius von Wellenheim
Hüter der Schriften



Die Schlacht bei Lordamm
Bild



Dörflingen

Die Einnahme von Dörflingen erfolgte durch einen Sturmangriff der Rotte Heldenhammer, die unmittelbar nach der Schlacht von Lordamm mit Fallschirmen über dem Zielgebiet absprang.

Zitat:
Die Eroberung von Dörflingen

Schon der Fallschirmsprung war ein Schuss in den Ofen. Das Wetter war miserabel, die Fallschirme ebenso. Mir rettete nur der Ersatzfallschirm das Leben, der sich dennoch spät öffnete und mir eine schmerzhafte Landung mit einigen Kratzern und blauen Flecken bescherte. Salma Sinclaire ging es ähnlich, allerdings krachte sie so hart gegen einige Felsen, dass sie augenblicklich ohnmächtig und für den Rest der Mission kampfuntauglich wurde. Wir landeten alle weit verstreut. Ich hatte im Vorfeld den Süden des Dorfes als Treffpunkt festgelegt und Iris Theane die Autorität verliehen, Befehle zu geben, sollte mir etwas passieren. Walter Torfstich, Ian Falkner und ich sammelten uns bei der verwundeten Salma. Torfstich stabilisierte sie mit einem Zauber. Da man uns unglücklicherweise beim Abspringen und Landen gesehen hatte, kam nun ein Trupp Soldaten aus dem Dorf. Wir versteckten uns zwischen den Felsen. Der Trupp sah uns nicht, folgte der Straße. Während Walter bei Salma blieb, folgten Falkner und ich dem Trupp, in der Hoffnung, die Soldaten hinterrücks überraschen und erledigen zu können. Leider bemerkten sie uns. So kam es zum Kampf, der aber rasch entschieden wurde, da Iris Krudnir, Skalen und Kolstek ebenso hinterrücks an den Trupp heran geführt hatte. Ich befragte einen der Männer nach der Anzahl und dem Aufenthaltsort seiner Kumpane. Er sprach von etwas mehr als einem Dutzend, die sich im örtlichen Freudenhaus vergnügten. Am Leben ließ ich den Mann allerdings nicht. Iris blieb außerhalb des Dorf bei Salma, die bereits grob von Skalen behandelt worden war. Der Rest von uns schlich sich ins Dorf. Sehr schnell fanden wir das Freudenhaus. Ich gab Walter den Auftrag, mit einem Zauber die Cherusker zu rufen - nur für den Fall, dass wir unterlagen. Dann stürmten wir das Bordell. Ich versuchte hier zuerst, die Halunken mit meinen Granaten zur Aufgabe zu bewegen, bluffte, dass außerhalb weitere Männer warteten. Es funktionierte nicht und so kam es zu einem langen Kampf innerhalb des Freudenhauses. Erwähnenswert ist, dass keines der Mädchen zu Schaden kam. Wir gaben den Frauenschändern keine Gnade. Anschließend erklärte ich mich und die Absicht des Dämmersturms vor den Dorfbewohnern und organisierte eine kurzweilige Unterkunft, wo wir ein wenig Schlaf finden konnten. Als Njörn Cherusk mit seinen Männern eintraf, zeigte dieser sich wenig begeistert am Mangel, etwas zu tun zu haben und meinte, er wolle Tobiasstadt nicht lange allein lassen. Ich sagte ihm, dass er noch Gelegenheit haben würde, sein Können zu zeigen. Dann sorgte ich dafür, dass Salma, deren Blessuren sich scheinbar nur auf den Brustkorb beschränken, ausgiebig von Skalen versorgt wurde, organisierte auch eine Trage für den Weg nach Pökelheim.

Ich schlage vor, dass Walter Torfstich eine Siegmarke verliehen bekommt. Mit einer Art Arkanschild schützte er mehrere Kameraden - mich einschließlich - unermüdlich vor Treffern, die mitunter grässliche Verletzungen angerichtet hätten. Einen Großteil des reibungslosen Verlaufs und der Mangel nach schwereren Blessuren ist ihm zu verdanken.

Freyri Heldenhammer
Rottenmeister




Die Schlacht bei Dörflingen
Bild



Pökelheim

Pökelheim konnte nicht gemäß des Practicas durch das Geschwader Himmelsschatten bombardiert werden; es hatte bei Lordamm zu große Verluste erlitten. Das Practica des Dämmersturms bot jedoch die Option, die Ankunft der Rotte von Wellenheim zu erwarten, um die stark bemannte Stadt am Lordamere in einer offenen Schlacht zu erobern. Rottenmeister Everard wartete jedoch nicht auf die Ankunft der Wellenheimer Lanze und konnte den Ort trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit im Handstreich erobern. Die Rotte nutzte Nacht, Nebel und List mit Bravour, um unentdeckt in den Ortskern vorzustoßen und einen Großteil der Garnison im Schlaf zu überraschen. Dieser Erfolg brachte dem Rottenmeister sogar die Schlangenklinge ein.


Zitat:
Schlacht bei Pökelheim

Die Rotte löste sich mit einigen Trossmitgliedern auf der Höhe von Erwins Ruh vom Rest der Einheit. Die Küste des Lordameresees wurde ohne Zwischenfälle erreicht, Munition, Treibstoffe und Versorgung umgeladen, die Boote zu Wasser gelassen. Karren und Tiere wurden für einen später geplanten Bergungstrupp in geschützter Position am Ufer zurückgelassen. Die durchaus beschissene stürmische Wetterlage erschwerte das Übersetzen, ein Zwischenfall bei dem einer der Zivilisten über Bord ging konnte durch zeitnahes Reagieren und Zusammenspiel der Truppe ebenso wie die Weiterfahrt mit einigen Schäden an den Booten gelöst werden.
In Neuingen wurde ein Versorgunsstützpunkt nach der Landung errichtet, die Wartezeit auf das Eintreffen des Geschwaders genutzt um die Boote weitestgehend wieder in Stand zu Setzen.
Das Geschwader Himmelsschatten traf innerhalb der geschätzten Zeit ein, hatte jedoch eine Maschine verloren, die übrigen waren teils schwer beschädigt. Ebenso waren die Piloten teils schwer verwundet worden, wobei augenscheinlich vor allem Lightshadow und der Sturmbote die ernsthaftesten Verletzungen davongetragen haben. Lightshadow's Leben konnte durch die rechtzeitige medizinische Versorgung gerettet werden, der Champion wiederrum wurde durch eine Art steinerner Methamorfose ohne Einwirkung von außen geheilt. Ofenrichters und Turbostichs leichtere Verwundungen wurden ebenso versorgt, Salem zurückgelassen um auf etwaige Komplikationen reagieren zu können.
Durch den Ausfall des Geschwaders wurde beschlossen die Vorgehensweise anzupassen ohne auf das Eintreffen der Rotte Wellenheim zu warten. Mithilfe eines erhandelten Karrens samt Maultier wurden die zuvor zum Abwurf vorgesehenen Bomben nach Pökelheim transportiert nachdem sie mittels eines Zaubers von Jagellovsk in Gewicht reduziert wurden. Vor Ort stellte sich die nächtliche Verteidung als mehr als lückenhaft raus. Einer der patroullierenden Wachposten wurde beseitigt und durch Falkenbach ersetzt ehe der Zugang zur Stadt unter erschwerten Sichtbedingungen und erhöhter Tarnung eines zusätzlich beschworenen Nebels erfolgte. Die Kohorte Aschenbrand wurde zum Beschuss der Südlichen Hauptstrasse positioniert. Die unbemerkte Annäherung an die Truppenunterkünfte sowie das Ausschalten weiterer Wachposten verlief reibungsfrei, die Sprengladungen wurden entsprechend des Plans in Stellung gebracht und erfolgreich gezündet. Der Beschuss von Aschenbrand und das systematische Vorrücken mit Granaten und zusätzlicher Feuerunterstützung schaltete die verbliebenen Ebersoldaten aus.
Ein Mitglied der Kohorte fiel dem Eigenbeschuss der Rotte zum Opfer. Darüber hinaus gab es keine Verwundungen. Der Fehler des Eigenbeschusses wurde disziplinarisch geahndet. Fünf Überlebende der Explosion wurden in Gewahrsam genommen und zwecks weiterer Informationen verhört, während die Bevölkerung über die Situation knapp zweckdienlich informiert wurde.
Die Befragung brachte eine Bestätigung der bereits angenommenen Situation und der verbliebenen Truppenstärke des Eberbaus mit sich, ebenso wie einige taktisch wertvolle Informationen zu Lage und umgebenden Gelände.
Alle weiteren notwendigen Maßnahmen zur Ankunft der restlichen Einheit mit etwaigen Verwundeten wurden getroffen, Vereinbarungen für Unterkunft und Versorgung getroffen, Wachposten zur Absicherung eingeteilt.
Die Rotte von Wellenheim traf zeitgemäß ein, gefolgt von der Rotte Heldenhammer einige Stunden später.
Der noch in Neuingen entsandete Bergungstrupp unter Leitung von Ofenrichter wurde in Neuingen von einer Eskorte zum Schutz der Verwundeten abgeholt und nach Pökelheim geschafft.
Mit letztlichen Eintreffen von Kommandotrupp samt restlichen Tross wurde Truppensammlung und diese Teilmission abgeschlossen.

Alvrim Everard
Rottenmeister




Die Schlacht bei Pökelheim
Bild



Der Eberbau

Zitat:
Nach den Siegen bei Lordamm, Dörflingen und Pökelheim wollte Kommandant Tim Orodaro keine Zeit verlieren; nach einer kurzen Ruhephase marschierte der gesamte Dämmersturm auf die Grabenstellungen des Eberbaus zu. Das kurzfristig angelegte Practica sah vor, dass die Rotte Everard einen Überraschungsangriff auf die rechte Flanke des eingegrabenen Feindes ausführt, um zumindest einen Teil der befestigten Artillerie am Abwehrfeuer zu hindern. Die Rotte von Wellenheim sollte hierbei den everard'schen Rückzug decken. Zeitgleich hatte die Rotte Heldenhammer mit der Unterstützung des Geschwaders unter der persönlichen Führung des Kommandanten, die Aufgabe, die schweren Geschütze des Dämmersturms auf der verschneiten Hochebene in Stellung zu bringen.

Everards Angriff zerstörte eine Turmstellung und sorgte für reichlich Chaos in den Reihen des Ebers, konnte jedoch nicht verhindern, dass es zu einem gefährlichen Artilleriegefecht kam, dass der Dämmersturm jedoch für sich entscheiden konnte. Tatsächlich entstanden die größten Verluste nicht durch Feindbeschuss, sondern durch das Explodieren eines Destruktorgeschosses im Lauf einer Kanone; die verheerende Zerstörungskraft der Waffe kostete den Dämmersturm zwei große Kanonen und fast ein volles Dutzend seiner Trossmitglieder. Die bereits zuvor abgeschossenen Geschosse waren den Ballisten des Feindes jedoch soweit überlegen, dass am Ende der Schlacht wenig mehr als ein Trümmerhaufen der Defensive des Ebers übrig geblieben war.

Aufgrund des Unfalls bei den Kanonen, befahl der Kommandant den sofortigen Rückzug der Streitkräfte, schloss aber die Rotte Everard davon aus und führte sie persönlich auf die Trümmer des Eberbaus. Dort konnten die letzten demoralisierten Feindeskräfte vernichtet und der Eber schließlich getötet werden.

Der Dämmersturm zog sich nach Pökelheim zurück, um sich zu erholen und das erfolgreiche Ende von Operation Schlachthaus bekannt zu geben. Beinahe alle derzeitigen Tagelöhner wurden zu Mitläufern befördert und gleich vier Mitläufer zu Söldnern vereidigt.

Walter Torfstich
Skriptor des Dämmersturms


[Hier weitere Rottenberichte einfügen.]


Der Eberbau
Bild



Ergebnis

Operation Schlachthaus endet trotz ausgefallenem Geschwader mit großem Erfolg.

Die Streitkräfte des Ebers sind vollständig aufgerieben und nicht mehr dazu in der Lage, eine Bedrohung darzustellen. Der Eber ist tot; die Verteidigungsstellungen des Eberbaus sind zerstört. Alle Ländereien des Ebers konnten befreit werden und wurden dem Herrschaftsgebiet der Kobra einverleibt.

Der Dämmersturm erhält dem Vertrag entsprechend eine Summe von insgesamt fünftausend Goldmünzen von Markstadt ausgezahlt. Im Eberbau kann der Dämmersturm außerdem einen, wenn auch überraschend kleinen Goldschatz von 2500 Dukaten und mehrere Monatsvorräte an Lebensmitteln erbeuten. Markstädtische Truppen lösen den Dämmersturm als Besatzungsmacht von Pökelheim und die Cherusker Fahne als Besatzungsmacht von Dörflingen ab.

Ein Großteil der dämmersturm'schen Tagelöhner wird zu Mitläufern befördert, während gleich vier Mitläufer den Eid des Dämmersturms ablegen. Es werden Auszeichnungen verliehen und im Anschluss die weiteren Schritte des Alterac-Feldzuges besprochen.

Der Dämmersturm erbittet Unterkunft in Tobiasstadt, diese wird ihm dann auch gewährt. Relativ zügig rückt er nach Osten hin ab.

Der Erfolg der Operation ist auf drei Faktoren zurückzuführen.

1. Die hiermit als Doktrin "Dämmersturm" betitelte Strategie des überfallartigen frontenlosen Krieges hat die in der defensive ausgesprochen nachlässig auftretenden Eberstreitkräfte vollkommen überrumpelt. An allen Brennpunkten konnten schnelle Siege errungen werden, ohne das der Feind zu irgendeinem Zeitpunkt die Möglichkeit hatte, sich für eine Gegenoffensive zu sammeln. Die Doktrin "Dämmersturm" definiert sich außerdem über den Einsatz sämtlicher verfügbarer Kriegsgeräte und Waffengattungen, wie etwa Luftangriff, Artillerie und Kavallerie bei Lordamm, der Einsatz von luftlandenden Schocktruppen bei Dörflingen oder die Perfektion des Überfallkommandos bei Pökelheim durch die Rotte Everard. All diese Mittel kamen schließlich beim Eberbau gebündelt zum Einsatz und ließen kaum Raum für eine mögliche Niederlage.

Die Perfektion dieser Doktrin ist unabdingbar, sollte sich der Dämmersturm einmal mit einem disziplinierteren Feind konfrontiert sehen. So muss über präzise Angriffe hinaus auch die Unterdrückung der feindlichen Mobilität und Befehlsstruktur ein Pflichtszenario darstellen. Das der Eber zwar eine zahlenmäßig starke, geübte Streitmacht befehligte, wurde durch mangelnde Disziplin und ein mangelndes Maß an strategischem Geschick negiert. Der Dämmersturm darf nicht immer von solchen Schwächen ausgehen.

2. Der Dämmersturm war den Streitkräften des Ebers technologisch in jeder Hinsicht überlegen. Hat der Eber mit Ballisten feuern lassen, tat der Dämmersturm es mit schweren Kanonen oder mit Luftangriffen. Im Nahkampf und bei Feuergefechten wurden Armbrustbolzen mit modernen Schusswaffen, Granaten und taktischen Sprengsätzen erwidert.

3. Das individuelle Geschick der Rottenmeister Everard, Heldenhammer und von Wellenheim konnte jede aufkeimende Komplikation im Keim ersticken und jedes Missionsziel erfüllen. Ohne derart kompetente Führungskräfte wäre die Operation zwar vermutlich nicht gescheitert, doch hätte sie wesentlich mehr Material, wesentlich mehr Verluste und wesentlich mehr Zeit eingefordert.

_________________
Dem Sturm entgegen! - Schlachtruf und Grußformel der Söldner des Dämmersturms.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der große Alterac-Bericht, Nordwest-Gefälle (Öffentlich)
BeitragVerfasst: 13. Aug 2014, 16:11 
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Historiographische Aufzeichnung der Expansions-Ära

Der große Alterac-Feldzug

Eintrag V, Operation Kammerjäger


Operation Kammerjäger beschreibt mehrere kleinere Einsätze unmittelbar nach Operation Schlachthaus, während zwischen den Fürsten Wolke und Bauergard eine Fehde um die Hegemonie im Land entflammt. Das Intervenieren des Dämmersturms soll diesen Konflikt in die Länge ziehen, um schließlich als dritte Partei in den Krieg einzugreifen und die geschwächten Kontrahenten zu entmachten.


Zitat:
Besprechung der Führungsebene in Pökelheim nach Fall des Eberbaus

Aufklärungseinsätze auf dem Gebiet des Wiesels, des Wolfes und in der Stadt Kaderwulst.
Herauszufinden ist der Zustand der Wieseltruppen, der etwaiger Produktionsstätten des Wolfes, sowie die Absichten der Bevölkerung von Kaderwulst.
Desweiteren ist die Identität des Marschalls aufzudecken; seine Ziele und seine Vorgehensweisen.
All dies soll bereiten den Niedergang der Herrschaft des Wiesels, die Schwächung der militärischen Schlagkraft des Wolfes, sowie eine Verlangsamung der Mobilisierung seiner Truppen. Hinsichtlich des Marschalls dient die kommende Prävention dazu, nicht später einem unberechenbaren Feind gegenüberstehen zu müssen.
Darüber hinaus bemüht sich der Dämmersturm, fortwährend eine Armee aufzustellen,
Verbündete um sich zu scharen und Gelegenheiten wahrzunehmen, neue Mitglieder zu rekrutieren.

Bruces Falkenbach
Gehilfe des Skriptoriums



Observation

Zitat:
Eine Patroullie unter Derebron Darkwood konnte die kaderwülstschen Flüchtlinge Heidi und Peter Geiss aus den Händen einiger Banditen befreien. Die Geschwister lieferten nach einer gründlichen Befragung folgende Informationen über die Stadt Kaderwulst.

Die Informationen, des von mir angefertigten Reiseberichtes deckten sich zum größten Teil mit den Angaben der Geschwister. Allerdings ergaben sich an einigen Stellen wesentlich detailiertere Angaben, die ich an dieser Stelle festhalte:

1. Kaderwulst hat sich bereits seit längerer Zeit vom Lichtglauben abgewandt und geht stattdessen einer neuen, düsteren Religion nach, die sich auf sprechendes Felsgestein bezieht. Täglich werden bis zu vier dunkle Messen abgehalten, bei der es zu Tier- und vereinzelt sogar zur Menschenopfern kommt. Diese Messen nehmen die Freizeit der Bevölkerung vollständig ein. Ein vermummter Priester rezitiert hierbei KADERWULST IST EINE LÜGE unverständliche Gebete in einer für die Menschenzunge nur schwer auszusprechenden Sprache. Woher diese Worte stammen ist unbekannt; der Priester, der zuvor ein normaler Hirte des Ortes war, scheint sie aus der bloßen Erinnerung heraus abzurufen. Weigerungen, an diesen Messen teilzunehmen werden mit Gefangenschaft bestraft, aus der die meisten nur als willenlose Wahnsinnige wieder hervorkommen. Ein Großteil der Gefangenen und Einwohner ist am Bau einer unterirdischen Tempelanlage beteiligt; es heißt, man würde in den Baugruben unheilvolle Stimmen vernehmen. KADERWULST IST EINE LÜGE

2. Die Einwohner arbeiten wie eine klösterliche Gesellschaft in strengen Schichtbetrieben; jeder Einwohner weiß eine Waffe zu nutzen, Vieh zu hüten und die Versorgung des Ortes zu gewährleisten, die durch reichlich Nutzvieh gewährleistet wird. Persönlicher Besitz wurde KADERWULST IST EINE LÜGEKADERWULST IST EINE LÜGEKADERWULST IST EINE LÜGEKADERWULST IST EINE LÜGEKADERWULST IST EINE LÜGEKADERWULST IST EINE LÜGEKADERWULST IST EINE LÜGEKADERWULST IST EINE LÜGEvollständig abgeschafft. Es ist unersichtlich, wer eigentlich die Führung über die Ortschaft hat; vielmehr ist eine merkwürdige, geistlose Gruppendynamik zu beobachten.

3. Fremde werden ausgesprochen abweisend behandelt; es kam sogar zur mehrfachen Entführung von Reisenden, die sich in der Nähe von Kaderwulst aufhielten. Diese wurden ebenfalls für die Arbeit in der unterirdischen Kapelle herangezogen oder brutal für pseudo-sakrale Akte missbraucht. KADERWULST IST EINE LÜGE

4. Der Eingang zur Tempelanlage liegt gut verborgen unter einer Falltür in der entweihten Kapelle des Lichts. Kerzen und dunkle Runen zieren das Gebäude und die Bauarbeiten, allerdings scheint sie niemand so recht entziffern zu können. Es kann sich auch niemand daran KADERWULST IST EINE LÜGEKADERWULST IST EINE LÜGEKADERWULST IST EINE LÜGE KADERWULST IST EINE LÜGE KADERWULST IST EINE LÜGE KADERWULST IST EINE LÜGE KADERWULST IST EINE LÜGE KADERWULST IST EINE LÜGEerinnern, wer sie überhaupt angefertigt hat. Der ganze Ort scheint hypnotisiert.

5. Der Ort scheint keine militärischen Vorbereitungen zu treffen, wäre aber jederzeit in der Lage sich gegen seine Feinde zur Wehr zu setzen. Aufgrund der verhältnismäßig großen Bevölkerungszahl ergibt sich aus Kaderwulst also KADERWULST IST EINE LÜGE ein unberechenbares Element, dass jederzeit in die Offensive gehen könnte.
Im Ort gibt es durchaus qualitativ hochwertige Waffen und Rüstungen; allerdings keine standardisierten Truppentypen oder Ausrüstungsnormen.

6. Heidi und Peter Geiss sind dem Ort während der KADERWULST IST EINE LÜGE Feldarbeit entkommen. Sie wirkten psychisch stabil und scheinen der Gehirnwäsche ihres Heimatortes widerstanden zu haben. Eine Untersuchung ihrer magischen Präsenz zeigte mir keine Verunreinigungen auf.

7. Das KADERWULST IST EINE LÜGE merkwürdige Verhalten der Bevölkerung begann schleichend, setzte sich aber schnell durch. Ihren Ursprung können die Befragten nicht zurückverfolgen, sie befanden sich zu diesem Zeitpunkt in Markstadt, um Getreide zu verkaufen.

Die beiden Befragten wurden für ihre Antworten entschädigt und haben eine Bleibe in Tobiasstadt gefunden.

Walter Torfstich
Skriptor des Dämmersturms



Zitat:
Der Spähtrupp brach in das Gebiet des Herzog de Pusché der unter bekannter unter dem Synonym "Das Wiesel ist." Ziel war es Näheres über die Truppenstärke, Infrastruktur sowie die Moral der militärischen wie zivilen Einheiten in Erfahrung zu bringen.

Der erste Wegpunkt - Gorheim - stellte sich als bezeichnend desolate Ortschaft heraus. Die Bevölkerung ist vollkommen verarmt und ausgezehrt während als Maßnahmen gegen potentielle Unruhen eine Vielzahl von Exekutionen, zumeist durch den Strang, angewendet werden. Ein Bild dass sich im Übrigen durch das gesamte Terrain hin gleich darstellt. Die äußerst spärlichen militärischen Vertreter der zerfallenden Stadt zeichnen sich durch absolut mangelhafte Disziplin aus, die sich beispielsweise in Trunkenheit im Dienst oder der Übertragung strafvollstreckender Aufgaben an Zivile niederschlägt und können zahlenmäßig auf ein bis zwei Dutzend geschätzt werden. So finden deren Streitangelegenheiten in Selbstjustiz oder Duell in Auftrag demotivierter hiesiger Wachen Klärung.

Burg Wiesel selbst befindet sich zu einigen Teilen in ruinösen Zustand. Auch hier ist die Moral und Disziplin der Wachen mehr als mangelhaft. So war es ein Leichtes unter einem vollkommen abwegigen Vorwand Zugang in den Festungsbereich zu erhalten. Einzig der Bergfried als Zentrum der Anlage kann noch als intakt bezeichnet werden. Die Truppenstärke der schlecht gerüsteten Militärs belief sich zum Zeitpunkt der Observation auf etwa 70 mit der bereits durch Walter Torfstich beschriebenen sinkenden Tendenz, die sich auf der durch die Paranoia des Herzogs und daraus resultierenden Exekutionen begründet. Zivilbevölkerung wurde nicht vorgefunden.

Als letzten Punkt erreichte der Trupp Kupferdorf, eine Sklavenortschaft zum Zweck der Ausbeutung der örtlichen Mine. Im Gegensatz zu Burg Wiesel und Gorheim ist die Moral und Ausrüstung der Wachen hier vergleichsweise hoch und beläuft sich auf eine Mannstärke von etwa 20. Ein Dutzend dieser Einheit ist stets auf Posten um die Arbeit in den Minen zu überwachen. Jedoch reicht die Anzahl nicht aus um die Umgebung geschlossen sichern zu können, da gelegentlich manchen Arbeitskräften die Flucht gelingt. Wie auch in Gorheim ist die Stimmung unter derart beschwerlichen und ausbeuterischen Lebensbedingungen unter der zivilen Bevölkerung miserabel. Anzumerken ist dass in diesen beiden Orten Unruhen unter den unzufriedenen Bewohnern - oder ein Aufstand im Falle von Kupferdorf - vermutlich leicht zu entfachen wären.

Außermissionarische Anmerkung und Warnung: In den nordwestlichen Gebirgsregionen um Kupferdorf können nicht allein Gesetzlose oder Flüchtige zur Gefahr werden - es kann eine Augenmeldung von ansässigen Yetis die eine teilweise enorme Lebendgröße erreichen und aggressiv auf Reviereindringlinge reagieren oder diese als Jagdbeute betrachten, bestätigt werden.

Iris Theane, Skriptorin


Zitat:
Der Trupp, bestehend aus den Söldnern Sergei Jagellovsk, Manfred Ofenrichter und Iris Theane brach beritten zu einer Aufklärungsmission Richtung Strassenwald auf. Noch vor dem Passieren Talstadts - einige Meilen nördlich des Passes nach Gipfelhügel verließ man nach einer alamierenden Kognition Jagellovsk's die ad hoc befestigten Straßen. Wenige Minuten später zog eine schwer gerüsteten Einheit Soldaten der Kobra unter der Führung des Marschalls zur Eskorte von Zivilisten aus Talstadt Richtung Markstadt ohne den Trupp zu entdecken. Talstadt selbst kann somit als evakuiert betrachtet werden. Es ist anzumerken, dass der Marschall als militärisches Oberhaupt derart eine defensive Taktik gewählt hat statt beispielsweise einen Vorstoß nach Höhlingen zu wagen und den einzigen Zugangspass somit zu schließen.

Strassenwald wurde ohne weitere Zwischenfälle erreicht - die folgende Lage aus der Observation deduziert: In dem Söldnerlager halten sich mindestens 300 kampffähige Personen auf die in Rasse, Herkunft, Ausrüstung und Kampfähigkeit das ganze Spektrum des Möglichen ausschöpfen. Von herkömmlichen kriminellen Subjekten bishin zum augenscheinlich erfahrenen Veteranen, vom schäbigen Lederwams bis zur gut erhaltenen Vollplattenrüstung, vom Menschen bis zum Murloc konnte alles beobachtet werden. Ein Wortführer war nicht auszumachen, die Befehlsstruktur zeigte sich absolut unklar, auch wenn einige Gruppierungen bestehen. Ebenso gibt es somit selbstredend keine klar strukturierte Organisation oder feste Abläufe wie etwa vorgeschriebenen Wachturnus oder gezielte Aufgabenverteilung.
Zudem konnten die Spuren des Soldatentrupps den man zuvor umgangen hatte bis nach Strassenwald verfolgt werden. Entsprechend vermieden wir es uns offen zu zeigen, da unklar war welche Reaktion erfolgen würde - oder ob es bereits zu einem Vertragsabschluss gekommen war.
Um weitere Informationen zu erhalten nahm der Spähtrupp die Verfolgung einiger berittener Söldner auf, beendete diese aber an der Gebietsgrenze des Wolfes um dem Risiko einer Entdeckung auf offenem Gelände zu entgehen. Stattdessen bereitete man einen Hinterhalt vor um die Personen bei ihrer Rückkehr abzufangen. Alle Söldner bis auf einen wurden dem Plan entsprechend ausgeschaltet.
Ihr Vorhaben war es im Gebiet des Wolfes Soldaten auszuschalten, da für jeden Wappenrock ein Kopfgeld in Höhe von zwei Gold seitens der Kobra angeboten wird.

Auf dem Rückweg wählte man einen Abstecher nach Gipfelhügel - einerseits um der Intention Jagellovsks zu folgen - andererseits um die Vollständigkeit der Aufklärung zu gewährleisten. Vor Ort konnten keine feindlichen Subjekte ausgemacht werden dafür aber ein sogenannter dimensionaler Anker. Hierbei handelt es sich um ein kompliziert zu erstellendes magisches Hilfsmittel zum Zweck des Erreichens von mehrmals genutzten Wegpunkten über Langstreckenteleportation, die fundierte arkane Kenntnisse benötigt. Die Vorgehensweise bei dem Überfall des Versorgungstrosses vor geraumer Zeit kann somit wohl erschlossen werden. Ohne eine Entschlüsselung der Runen kann jedoch über genauen Start- und Zielpunkt keine exakte Aussage getroffen werden. Daher beschränkte man sich auf eine exakte Zeichenkopie des Kreises und eine Auslöschung der eigenen Spuren, statt die Möglichkeit einer gezielten Manipulation durch einen verräterischen Fehlversuch zu unternehmen.

Die weitere Rückreise verlief ohne nennenswerte Zwischenfälle, der Gefangene wurde dem Oberkommando zum Verhör übergeben, Sergei Jagellovsk und Walter Torfstich erhielten je eine Kopie der Runenanordnung des dimensionalen Ankers um an der Verschlüsselung zu arbeiten.

Iris Theane
Skriptorin des Dämmersturms



Zitat:
Die Befragung des Gefangenen aus der straßenwäldischen Aufklärungsmission führte zu folgenden Erkenntnissen:

1. Die Informationen des Befragten decken sich mit den Angaben des Spähtrupps unter Iris Theane.

2. Straßenwald hat keinen Vorstand, sondern zahllose kleinere Banden von vollkommen unterschiedlicher Qualität, die beiden größten heißen "Söldnerbund Helmstahl" und "Heerbanner Nord".

3. Söldnerbund Helmstahl besteht zum größten Teil aus lordaeronischen Deserteuren, die schon seit dem dritten Krieg in Alterac Zuflucht gefunden haben. Sie sind allesamt schwer gerüstet und umfassen etwa vierzig Infanteristen. In der Regel sei es ein großes Wagnis, sich auf Ärger mit Helmstählern einzulassen, da sie zu Kompromisslosigkeit neigen, wenn es darum geht, ihren Teil von Straßenwald zu behaupten. Kommandant des Helmstahls ist Vincent Dürer, ein Veteran des Massakers von Stratholme.

4. Das "Heerbanner Nord" umfasst etwa dreißig Infanteristen und zwanzig Kavalleristen, wobei letztere aus orcischen Wolfsreitern bestehen, die aufgrund von ehrlosem Verhalten vom Frostwolfklan verstoßen wurden. Die Ausrüstung der Söldner ist nicht standardisiert, in der Regel verfügt jedes Mitglied aber wenigstens über einen Lederharnisch. Das Heerbanner hat sich in älteren Konflikten durch überfallartige Angriffe einen Namen gemacht. Anführer des Heerbanners ist aktuell ein Orc namens Wazdukh, der allerdings keine Hemmungen hat, auch Menschen, Zwerge und anderes Volk in seine Reihen aufzunehmen.

5. Es geht das Gerücht um, Helmstahl und Heerbanner würden warten, bis Höhlingen durch die kleineren Banditenbanden weichgeklopft ist, um es dann zu plündern und das Kopfgeld der Kobra einzustreichen. Inwiefern die beiden Gruppierungen die Aufteilung der Beute handhaben, ist nicht bekannt. Erfahrungsgemäß würde es nach dem Fall von Höhlingen zu einer kämpferischen Auseinandersetzung zwischen den beiden kommen.

6. In Straßenwald finden regelmäßig brutale Wettkämpfe statt; die Sieger gewinnen in der Regel Anerkennung, Gold und die Aufmerksamkeit der größeren Bandenbosse.

Walter Torfstich
Skriptor des Dämmersturms


[Hier Bericht über Aufklärungsmission auf Wolfgebiet eintragen]


Theoretica

Operation Kammerjäger setzt sich zum Ziel, die kraftlose Herrschaft des Wiesels zu beenden und Maßnahmen auf dem Gebiet des Wolfs zu ergreifen, um seine militärische Potenz zu schwächen und die Mobilisierung seiner Truppen zu sabotieren.

1. Die Herrschaft des Wiesels muss gebrochen werden, um dem Dämmersturm eine eigene Operationsbasis im Nordwestgefälle zu sichern. Hierbei werden alle Ländereien des Wiesels erobert und dem Einflussgebiet des Söldnerbundes einverleibt. Diese heißen Gorheim, Kupferdorf und Burg Wiesel. Die strategisch vorteilhafte Lage der Ländereien gewährleistet nach der Eroberung ein langes Ausharren gegen die zahlenmäßig stärkeren Truppen von Wolkes und von Bauergards.

2. Der Wolf zieht seine Truppen auf dem Gebiet von Burg Stahlkamm und Weisshaupt zusammen. Die wirtschaftlich potenten Ortschaften Aiden und Höhlingen sind militärisch zu bewältigende Ziele. An diesen Schwachpunkten muss angesetzt werden, um die Grenzen des Wolfs für den aufkeimenden Krieg zu schwächen.

3. Die kezanische Waffenfabrik bei Franzdorf muss zerstört werden, um den technologischen Vorteil des Dämmersturms aufrechtzuerhalten.

4. Die Belagerungswaffenmanufakturen bei Lichtnah müssen zerstört oder entschärft werden, um dem Feind die Möglichkeit zu berauben, effektiv befestigte Ziele anzugreifen oder Artillerie auf dem Schlachtfeld einzusetzen.

5. Die militärische Führung des Wolfs muss ausgedünnt werden, um die Truppenmobilisierung zu beeinträchtigen. Truppenbewegungen und Ressourcenlieferungen auf dem Gebiet des Wolfs müssen unterbunden werden, um die Truppenmobilisierung weiter zu beeinträchtigen.

6. Es müssen zuverlässige Informationen über den Marschall in Erfahrung gebracht werden; dabei bietet sich nur der Einsatz eines Sonderkommandos auf markstädtischem Territorium an. Die Informationen sind unerlässlich, um die Unberechenbarkeit des Marschalls zu negieren.

7. Das unbekannte Flugobjekt, dem große Vernichtungskraft zugesprochen wird, muss identifiziert und entschärft werden.

8. Die dem Dämmersturm mittlerweile wohlgesonnene Bevölkerung von Alterszapfen soll vertraglich an den Söldnerbund gebunden werden. Eine Delegation soll die Einverleibung des Ortes in den Einflussbereich des Dämmersturms aushandeln.

9. Diese Ziele müssen in schneller Abfolge erreicht werden, um dem Feind größtmöglichen Schaden zuzufügen.


Practica

1. Die Bevölkerung der Wieselgebiete ist moralisch am Boden; fast jeder lebt in großer Armut und ist trotz Garnison den Banditen im Umland oder der Willkür ihres Herrschers ausgeliefert. Die Wirtschaft ist fast vollständig zum Erliegen gekommen. Lediglich Kupferdorf gewährt dem Wiesel ein knappes Einkommen, das seine Herrschaft am Leben hält. Die undisziplinierte Garnison scheint außerdem schon seit längerer Zeit nicht bezahlt worden zu sein. Da es kaum im Interesse der Einwohner und Truppen des Wiesels liegt, ihr trostloses Leben für den Herzog zu opfern, wird der Dämmersturm eine kampflose Einnahme der Region anstreben. Der bewaffneten Garnison wird jeweils das Angebot unterbreitet, sich für ein Goldstück pro Soldat als Tagelöhner dem Dämmersturm anzuschließen. Bleibt der Widerstand zu groß, wird der Söldnerbund ein Destruktorgeschoss in Ortsnähe abfeuern und das Angebot erneuern, diesmal ohne die Ablösesumme von einem Goldstück. Sollte auch diese Machtdemonstration den Widerstand des Feindes nicht brechen, werden Maßnahmen ergriffen, um den Feind militärisch zu vernichten. Herzog de Pusché wird nach Möglichkeit an der Flucht gehindert und getötet.

2. Operation Kammerjäger wird sich insofern auf die beiden Orte Höhlingen und Aiden beziehen, als das jeweils eine ausgewählte Zweiergruppe ein Attentat auf die hiesigen Statthalter durchführt. Der Tod eines Erwin von Balpadure würde der moralischen Verfassung der Einwohner und Soldaten Aidens beträchtlichen Schaden zufügen und den nördlichsten Teil der wölfischen Ländereien eines überaus talentierten Herrschers berauben. Die Truppen der Kobra bei Dörflingen hätten somit eine realistische Chance, den Ort in der resultierenden Schockstarre zu erobern. In Höhlingen dagegen könnte der Tod Gilderoy Locks die unterjochten Einwohner dazu ermutigen, erneut gegen die Herrschaft des Wolfs aufzubegehren. Außerdem wird der Ort um einen gnadenlosen Strategen gebracht; die Söldner von Straßenwald hätten somit realistischere Chancen einen Sieg gegen die wölfischen Truppen zu erringen. Je nach Wetterlage wird man die Attentäter aus der Luft heraus über dem Gelände absetzen oder beritten ins Feindgebiet vorstoßen lassen.

3. Die Rotte Heldenhammer wird aus der Luft heraus hinter feindlichen Linien abgesetzt, um mit reichlich Sprengstoff bewaffnet einen Anschlag auf die kezanische Waffenfabrik durchzuführen. Die Rotte wird hierbei vom Überraschungsmoment profitieren; sollte der Feind seinen zahlenmäßigen Vorteil aber zu schnell mobilisieren können, muss das Vorhaben umgehend abgebrochen werden. Eine Zerstörung der Waffenfabrik wäre an dieser Stelle auf eine spätere Operation verschoben.

4. Die Rotte Heldenhammer wird ihren Einsatz fortsetzen und die Klippenwege bei Lichtnah sprengen, um dem Feind die Möglichkeit zu rauben, seine Belagerungsmaschinen zeitnah an die Front zu bringen. Anschließend zieht sich die Rotte nach Osten zurück und wird durch die Rotte Everard abgelöst.
Größeren Gefechten sollte an dieser Stelle aus dem Weg gegangen werden, um die Einsatzfähigkeit der Rotte nicht für spätere Operationen zu gefährden. Im Zweifelsfall ist stets auch ein Abbruch des Einsatzes in Erwägung zu ziehen.

5. Die Rotte Everard führt Überfälle auf die Straßen zwischen Weisshaupt und Burg Stahlkamm durch, mit Offizieren und Amtsträgern des Wolfs als erste Zielpriorität. Außerdem sollen Versorgungslieferungen aufgehalten und Sold oder Kriegsgut erobert oder vernichtet werden. Es liegt im Ermessen des Rottenmeisters, wann er seine Aufgabe für beendet erklärt; spätestens aber dann, wenn die mitgeführte Ausrüstung verbraucht und kein Proviant mehr vorhanden ist. Die Rotte Everard wird danach nach Osten hin abrücken.

6. Ein Sondertrupp, der sich auf das lautlose Vorrücken und Töten versteht, wird wappenlos auf markstädtisches Territorium vorrücken, Informationen über das Anwesen der Kobra sammeln und dort eindringen, um die Gemächer nach militärischen Informationen, vor allem aber nach Informationen über den Marschall abzusuchen. Die Gruppe hat hierbei die Erlaubnis, jeden zu töten, der ihnen im Weg steht.

7. Manfred Ofenrichter wird im Laufe der Operation für aktuelle Spähberichte sorgen, indem er das Gebiet des Wolfs überfliegt und dabei auch Informationen über das unbekannte Flugobjekt sammelt. Die Entschärfung des Objekts muss an dieser Stelle auf spätere Planung verschoben werden, um den Fortschritt des Feldzuges nicht zu hemmen.

8. Derebron Darkwood wird mit einer kleinen Delegation des Dämmersturms nach Alterszapfen aufbrechen, um einen bindenden Lehensvertrag mit der Ortschaft auszuhandeln. Das bedeutet, dass sich der Ort auf langfristige Sicht (nicht unbedingt sofort) zu Zahlungen an den Dämmersturm verpflichtet, dafür aber von den Streitkräften desselbigen geschützt und gegebenenfalls sogar strukturell unterstützt wird. Alterszpapfen soll als zum Territorium des Dämmersturms werden; mit der Legitimation des Volkes.

Anmerkung. Der Dämmersturm befindet sich in der vorteilhaften Position, als Außenstehender in einen aufkeimenden Konflikt einzugreifen; er unterliegt also keinen Zwängen. In besonderen Gefahrensituationen, in denen das Risiko zu groß ist, sollte stets auch ein Abbruch des jeweiligen Einsatzes in Erwägung gezogen werden. Gegebenenfalls ließe sich das zu erreichende Ziel zu einem anderen Zeitpunkt neu bearbeiten. Die Operation Kammerjäger sollte vor Wintereinbruch beendet werden, um die Truppenmobilisierung nicht vollständig zum Erliegen zu bringen und den Konflikt im Anschluss daran in einen ineffizienten Winterkrieg zu führen, den sich beide Parteien höchstwahrscheinlich aufzwingen werden.


Verlauf

Zitat:
Von Tobiasstadt aus mobilisiert sich der Dämmersturm in Richtung Südosten; gar erschreckend ist die Anzahl derer Zivilisten, die sich dieser Tage vom Vorhaben des Söldnerbundes abgewandt und zur Heimkehr aufgemacht haben. Mit fürstlicher Auszahlung sollte es ihr Schaden nicht sein, doch die Mobilität des Dämmersturms hatte darunter zu leiden, da sich um vieles wieder selbst gekümmert werden musste. Vor Gorheim ließ der Kommandant halten und entsandte einen Trupp unter Befehl des Sturmboten in den Ort. Das einschüchternde, bloße Auftreten des Champions ließ die ohnehin schon demoralisierte und disziplinlose Garnison von Gorheim kampflos kapitulieren. Der Ort wurde dem Dämmersturm übergeben. Neunzehn der Zwanzig Lanzenträger des Wiesels schrieben sich daraufhin als Tagelöhner in den Dämmersturm ein. Alexander Veidt wurde zu ihrer Disziplinierung eingesetzt. Der kühlen Bevölkerung schien ihr Eroberer fast gleichgültig, hatten sie doch schrecklich unter den Herrschaftsformen der letzten Jahre zu leiden. Fürwahr, Gorheim hätte bei Ankunft des Dämmersturms kaum trostloser sein können. Auf Geheiß des Kommandanten ließ man reichlich Brot aus den Vorräten des Dämmersturms verteilen, um die Annäherung an den missmutigen Pöbel einzuleiten. Einem Bauern des Ortes wurde die Scheune bei großzügiger Entschädigung abgekauft; diese wurde fortan als Truppenunterkunft eingesetzt.

Julius von Wellenheim
Hüter der Schriften des Dämmersturms



Zitat:
Der Kommandant lässt auf Burg Wiesel marschieren. Alexander Veidt aus der Rotte von Wellenheim bleibt in Gorheim, um die Disziplinierung der Überläufer vorzunehmen. Der übrige Dämmersturm unter persönlicher Führung des Kommandanten leitet die Belagerung der Befestigung ein. Auf eine Idee des Magiers Sergei Jagellovsk hin, wird vor den Toren Gold platziert, dessen Auszahlung öffentlich demjenigen in Aussicht gestellt wird, der den Kopf des Wiesels ausliefert. Daraufhin brechen des Nachts Unruhen in der Festung der disziplinlosen Wieseltruppen aus. Als sich in den Morgenstunden die Tore kampflos öffnen, zeigt sich, dass es zu heftigen Kämpfen gekommen war. Das Wiesel wurde bereits mit den letzten Loyalisten in den Bergfried gedrängt. Unter der Führung der Rotte Everard wird der Bergfried mithilfe der Verrätertruppen gestürmt, das Wiesel gestellt und gefangen genommen. Bis auf wenige Ausnahmen waren die Wieseltruppen den Dämmersturmeinheiten in keinster Weise gewachsen. Im Anschluss an das Blutvergießen schließt sich ein Großteil der Verrätertruppen dem Dämmersturm an. Die Rekruten werden als Tagelöhner in die Listen des Söldnerbundes aufgenommen. Auf Befehl des Kommandanten hin, richtet sich der Dämmersturm in der Burg ein, fährt eine magere Ausbeute von dreihundert Goldmünzen ein und bespricht weitere Schritte. Noch am selben Tag wird die Rotte Heldenhammer ausgeschickt, um Kupferdorf möglichst kampflos für den Dämmersturm zu erobern.

Walter Torfstich
Skriptor des Dämmersturms




Zitat:
In Kupferdorf kommt es zu Verhandlungen mit der dortigen Garnison, die sich schnell als käuflich erweist. Aufgrund der Tatsache, dass ihr Fürst bereits entmachtet wurde, strecken sie für freies Geleit und einige Beutel Kupfererz freiwillig die Waffen. Auch diesen besser gerüsteten Truppen des Wiesels wird das Angebot gemacht, zum Dämmersturm überzulaufen; neun nehmen an. Die unter unwürdigen Bedingungen arbeitende Bevölkerung wird befreit; vier der Minenarbeiter schließen sich dem Dämmersturm an. Auf Befehl des Rottenmeisters wird Proviant verteilt und nach Verstärkung und Ressourcen gesandt.

Walter Torfstich
Skriptor des Dämmersturms



Zitat:
Die Wetterlage entwickelt sich zunehmend gegen die Pläne des Dämmersturms; der Wind weht ganz fürchterlich, es ist kalt und längst schon schneit es mehrere Stunden am Tag. Die alten Pfade nach Kupferdorf sind zu dieser Jahreszeit kaum mit dem Karren zu befahren.

Julius von Wellenheim
Hüter der Schriften



Zitat:
Die Rotte Heldenhammer wird in den Morgenstunden von einer Yetihorde überrascht, die den ganzen Ort überrennt und der Rotte katastrophale Schäden zufügt. Als die Verstärkung aus Burg Wiesel den Ort erreicht, ist der Großteil der Rotte, inklusive des Rottenmeisters, zusammen mit einem halben Dutzend Dorfbewohnern bereits niedergemacht und verschleppt worden.

Ich übernehme als das letzte unverletzte Mitglied der Rotte die Führung und verlagere die gesamte Bevölkerung mitsamt der Verwundeten in die Minen, um sie im Falle eines erneuten Angriffs besser verteidigen zu können. Es wird außerdem dringend nach Verstärkung gesandt, um die Verfolgung der Yetis aufnehmen zu können. Ich empfehle dringend, zum Wohl der Rotte Heldenhammer, Operation Kammerjäger abzubrechen und der Stabilisierung der eroberten Region mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Walter Torfstich
Skriptor des Dämmersturms



Ergebnis

Die Eroberung des Wieselgebietes geschah ohne Verluste; entsprechend der präzisen Spähberichte traf der Dämmersturm auf keinen ernsthaften Widerstand; nahm die Annektierung der Region also weitgehend kampflos vor. Die Führungsqualitäten von Rottenmeister Everard und die Kompetenz der Männer unter seinem Kommando, ließ auch die Burg des Wiesels schnell fallen.

Der große Zuwachs an Rekruten ist kritisch zu betrachten, da die meisten unter ihnen noch keine zufriedenstellende Militärausbildung genossen haben. Sie sind undiszipliniert, trinken viel und ähneln eher Banditen, als fähigen Truppen. Dies ist mit hartem Drill und Kampferfahrung zu korrigieren.

Die Wetterlage entwickelt sich gegen das Vorhaben des Dämmersturms, der Winter naht und die Ressourcen werden knapp. Da die Kobra ihre gesamte Bevölkerung nach Markstadt evakuiert, werden von dort keine weiteren Ressourcen bezogen werden können; schließlich müssen auch diese den Winter überstehen.

Aufgrund der erschütternden Rückschläge bei Kupferdorf wird Operation Kammerjäger abgebrochen und ein Vorhaben eingeleitet, dass die bereits eroberten Gebiete stabilisiert, den Yetis Einhalt gebietet und den Abzug der Hauptstreitmacht des Dämmersturms ermöglicht, um einen kräftezehrenden Winterkrieg zu vermeiden. Inwiefern man auf (mögliche) Eskalationen des Kobra-Wolf-Konfliktes reagiert, muss zu einem anderen Zeitpunkt geklärt werden.

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Dem Sturm entgegen! - Schlachtruf und Grußformel der Söldner des Dämmersturms.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der große Alterac-Bericht, Nordwest-Gefälle (Öffentlich)
BeitragVerfasst: 14. Nov 2014, 01:40 
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Der große Alterac-Feldzug

Eintrag VI, Operation Winterfell

Operation Winterfell setzt nach der abgebrochenen Operation Kammerjäger den Fokus auf die Erhaltung der eroberten Gebiete im Südosten des Gefälles. Sie beginnt mit der Befreiung der Rotte Heldenhammer aus den Fängen einer Yetisippe.


Observation

Da der Großteil der Operation auf bereits vorliegenden Spähberichten basiert, ist lediglich anzumerken, dass Manfred Ofenrichter die Yeti-Sippe aufspüren konnte. Sie lagert in einer Höhle, westlich von Kupferdorf, die von jeglichem Straßenverlauf weit abgeschnitten ist.


Theoretica

1. Operation Winterfell muss mit der Rettung der Rotte Heldenhammer beginnen.

2. Aufgrund des plötzlich einfallenden Winters und der drohenden Versorgungsengpässe wird der Dämmersturm den Alterac-Feldzug beenden und sich mit Operation Winterfell auf den Abzug der Streitkräfte und die Sicherung der eroberten Ländereien konzentrieren. Die eroberten Ländereien müssen langfristig versorgt werden. Die Wirtschaft liegt brach und die Orte wären kaum dazu in der Lage, ohne Hilfe zu überwintern.

3. Mit dem Winter mehrt sich die Zahl der herumstreifenden Banditen, Wölfen und Marodeuren. Dem muss Einhalt geboten werden.

4. Alterszapfen muss als letzter Ort in das Herrschaftsgebiet des Dämmersturms eingegliedert werden. Der Auftrag Darkwoods fand noch nicht statt. Man entscheidet sich für einen anderen Vertreter.

5. Kaderwulst stellt nach wie vor eine Bedrohung für das Nordwest-Gefälle dar. Diese Bedrohung muss beseitigt werden. Außerdem bietet sich der Ort als reiche Einnahmequelle an, um die Verluste des bisherigen Feldzuges auszugleichen.



Practica

1. Ein Rettungstrupp, bestehend aus den elitärsten Einheiten des Dämmersturms, rückt unter persönlicher Führung des Kommandanten bei stürmendem Schnee aus, um die Rotte Heldenhammer aus den Fängen der Yetisippe zu befreien. Der Trupp wird mit Gyrokoptern im zerklüfteten Gebiet vor der Yetihöhle abgesetzt, um die Rotte zu bergen.

2. Am Ende des Feldzuges wird etwa die Hälfte des Dämmersturms; also eine alteingesessene Rotte und die alterac'schen Überläufer als Garnison im Südosten des Gefälles stationiert. Die Verwaltung über das Gebiet übernimmt Rottenmeister Julius von Wellenheim als Statthalter des Dämmersturms; als Rotte wird ihm seine eigene zur Verfügung gestellt. Um die Versorgung der dämmersturmschen Ländereien zu gewährleisten, wird man von Eisenschmiede aus eine Luftbrücke einrichten, die keine Kosten scheut, um die eroberten Gebiete wohlgenährt durch den Winter zu bringen.

3. Der Dämmersturm wird mehrere kleinere Einsätze durchführen, um die Zahl der Banditen und gefährlichen Wildtiere auszudünnen.

4. Der Sturmwächter wird die Verhandlungen leiten, die unter den bereits festgelegten Bedingungen die Annektierung von Alterszapfen regeln.

5. In einer großangelegten Offensive unter Einsatz aller vorhandenen Waffen wird Kaderwulst von mehreren Flanken aus attackiert, zerstört und geplündert. Der verfluchten Bevölkerung ist kein Pardon zu gewähren. Es wäre ein zu großes Risiko, eine "freie" Stadt wie Kaderwulst lediglich zu besetzen. Der eigentliche Grund für den Angriff ist aber der ortsansässige Zwielichtkult, der um jeden Preis vernichtet werden muss, um die Position des Dämmersturms im Gefälle zu sichern.


Ablauf

Zitat:
Der Rettungstrupp erreicht das Zielgebiet bei schlechtem Wetter mit Gyrokoptern, wird abgesetzt und rückt auf die Yetihöhle vor, in der die entführten Mitglieder des Dämmersturms vermutet werden. Inbrünstig wird das Feuer bei erstem Feindkontakt eröffnet; kluges Manövrieren des Trupps und technologische Überlegenheit vernichten die entgegenstürmenden Yetis mit Sprengstoff und Gewehrfeuer, ohne das es zu einem Nahkampf kommt. Die Rotte Heldenhammer muss in einen brutalen Nahkampf geraten sein, ansonsten sind diese Kreaturen durch geschicktes Plänkeln zu bewältigen. Vor der Yetihöhle zeigt sich der Patriarch der Sippe; eine monströse Kreatur, aufgestellt so hoch wie ein Turm. Nach einem harten Kampf, unter Einsatz aller mitgeführten Mittel, kann der Yetikönig bezwungen werden. In der Yetihöhle trifft der Rettungstrupp auf keinen weiteren Widerstand. Die Vermissten können geborgen werden, sind aber völlig unterkühlt und zum Teil schwer verletzt. Alle teilnehmenden Einheiten des Dämmersturms sind für den Sieg über den Yetikönig mit dem Stern des Bestienjägers auszuzeichnen. Die Yeti-Bedrohung wurde ausradiert.

Tim Orodaro
Kommandant des Dämmersturms



Zitat:
Der Sturmwächter kann folgenden Vertrag bei den Verhandlungen in Alterszapfen erwirken.
Bild



Zitat:
Sergei Jagellovsk führt erfolgreich ein Kontingent aus Tagelöhnern und Mitläufern gegen die hungernden Wölfe Alteracs, die eine zunehmende Bedrohung für die eroberten Ländereien des Dämmersturms darstellen. Die Kämpfe sind blutig, aber erfolgreich; das gewonnene Fleisch überbrückt die Nahrungsmittelknappheit für eine Woche und liefert Fell, das an die bedürftigen Einwohner von Gorheim und Kupferdorf verteilt werden kann. Infolgedessen erreicht die Räuberbande des "Kalten Thorsten" Gorheim und erbittet Nahrungsmittelvorräte zur Überwinterung. Der kalte Thorsten entpuppt sich als Untoter; seine Bande als wild zusammengewürfelte Koalition aus Menschen, Orcs, Trollen und sogar einem Oger. Ihrer Aussage nach seien sie aus Straßenwald geflohen, um den blutigen Machtkämpfen zu entgehen, die den Ort jeden Winter heimsuchen. Da der Dämmersturm unter anderem über ehemalige Mitglieder des scharlachroten Kreuzzugs verfügt, kommt es durch diese, wenn auch recht kleine Partei, zu heftigen Protesten. Trotzdem wird Thorsten und seiner Schar Unterstützung versichert; im Gegenzug soll sie die erste Angriffswelle beim Sturm auf Kaderwulst bilden.

Walter Torfstich
Skriptor des Dämmersturms



Zitat:
Ein fürchterlicher Verrat vergiftet den Dämmersturm. Grimaldus Fäller, der hochgelobte Sturmwächter, Champion unseres Kommandanten Tim Orodaro, begeht Eidbruch der schwersten Form. Eilend, auf die Worte des entschuldigten Mitverschwörers Alexander Veidt, wird dem Verräter der Prozess gemacht. Mit Eifer hat er geplant, das Vorgehen des Dämmersturms, das sich der Unterstützung des "Kalten Thorsten" und seiner gebeutelten Bande widmen sollte, zu manipulieren. Ian Samual Falkner und Alexander Veidt, seine scharlachfarbenen Waffenbrüder aus alten Tagen, soll er in diese Intrige involviert haben. Sogar putschen wollte er gnadenlos, der Wahnsinnige! - Der dreifach verdammte Sturmwächter! Spottend entzog er sich der Unterwerfung, auf das man ihm die Relikte des Dämmersturms nahm und der Kommandant ihn noch an Ort und Stelle hinrichtete. Die Kammer, in der diese vergeltende Tat stattfand, wurde daraufhin versiegelt und zum Raum der Buße erklärt. Ian Samual Falkner wurde stattdessen in den Turm gesperrt und für die Schlacht um Kaderwulst zum Dienst als Todgeweihter verurteilt. Alexander Veidt wurde aufgrund seiner Aufrichtigkeit nicht bestraft; musste aber durch seine anfänglichen Sympathien für den Plan an Vertrauenswürdigkeit einbüßen.

Julius von Wellenheim
Hüter der Schriften




Zitat:
Spähbericht

Zeitliche Einordnung:
Dreieinhalb Tage vor der Schlacht von Kaderwulst

Ziel:
Ermittlung der militärischen Bewegungen von Wolf und Kobra während des Winterquartals.

Mittel:
Luftaufklärung, Rokker Sw.1

1. Beobachtung:
Staßenwäldische Söldner haben Höhlingen überrannt und plündern den wehrlosen Ort.

2. Beobachtung:
Der Wolf sammelt seine Hauptstreitmacht bei Burg Stahlkamm. Gegenwärtige Stärke: Etwa vierhundert Mann, schwer gerüstete Infanterie, schwer gerüstete Kavallerie, moderne Artillerie.

Erklärungsversuch für den Sammelpunkt:
Vermeidung von schwächenden Sabotageakten. Da die Verbindungswege geschlossen im Territorium des Wolfs liegen, fällt es der Kobra schwerer, die Mobilisierung der Wolfstruppen zu unterbinden; nahe der Front wäre das Risiko größer, Truppen durch Guerillaangriffe zu verlieren. Ist die Armee des Wolfs erstmal versammelt, kann sie keine Streitmacht im Nordwest-Gefälle aufhalten.

3. Beobachtung:
Die Kobra hat ihre Hauptstreitmacht bei Dörflingen formiert. Gegenwärtige Stärke: Etwa einhundert Mann, moderat gerüstete Infanterie, keine Kavallerie, leichte Artillerie. Durch den Winter gestaltet sich die Versorgung der Truppen aus Markstadt heraus als schwierig.

4. Beobachtung:
Aiden würde einem Angriff durch die Kobra nicht standhalten. Ein Sturmangriff auf Aiden, würde der Kobra aber große Verluste zufügen.

5. Beobachtung:
In einer offenen Feldschlag wäre die Kobra dem Wolf katastrophal unterlegen.

Vermutung:
Die Kobra wird dem Wolf nach Osten ausweichen und die eroberten Gebiete des Ebers aufgeben, sollte dieser sich nach Norden in Bewegung setzen.

Vermutung 2:
Der Wolf wird in Kürze Maßnahmen einleiten, um die militärisch potente, wenn auch undiszplinierte Söldnerstreitmacht von Straßenwald auszuradieren.

Konklusion:
Die Bedrohung durch Straßenwald wird durch den Wolf neutralisiert. Die Kobra wird die eroberten Gebiete (zumindest für den Winter) aufgeben und sich nach Markstadt zurückziehen.


Dem Sturm entgegen!

Manfred Ofenrichter
Schatten Drei
Geschwader Himmelsschatten



Zitat:
Ergebnis einer Besprechung unmittelbar vor der Schlacht von Kaderwulst

Unter Einsatz aller KADERWULST IST EINE LÜGE verfügbaren Waffen des Dämmersturms wird Kaderwulst unter Beschuss genommen. Die Dorfbewohner, ob Mann, Frau, Kind, jung oder alt, sollen im Licht ihren Frieden finden. Jeder der nicht dazu im Stande ist ein Kind, welches KADERWULST IST EINE LÜGE heulend und ängstlich vor einem hockt, zu töten, soll es stehen lassen und die weiteren Mitglieder des Kultes zur Strecke bringen. Jeder Bewohner ist befallen von dem Fluch und soll zur Strecke gebracht werden. KADERWULST IST EINE LÜGE

Als erstes beginnt der Dämmersturm Kaderwulst mit Destruktorgeschossen einzudecken, um die Stadt und die meisten Bewohner und Kultanhänger zu beseitigen. Dann rücken der Todgeweithe Ian Samual KADERWULST IST EINE LÜGE Falkner, Thorsten der Gruppenanführer der in Gorheim aufgelesenen Truppe und die Lanzenträger aus Gorheim unter Führung von Alexander Veidt in die Stadt vor. Die Rotte von Wellenheim wird daraufhin KADERWULST IST EINE LÜGE ins Zentrum der Stadt vordringen und alle Flüchtenden ausmerzen.
Sollten Flüchtige versuchen aus der Stadt fliehen zu wollen, werden die Rotte Everard und der Sturmbote persönlich diese daran hindern.

Bruces Falkenbach
Gehilfe des Skriptoriums




Zitat:
Der Untergang von Kaderwulst

Der Dämmersturm KADERWULST IST EINE LÜGE marschierte vor Kaderwulst auf. Das Oberkommando KADERWULST IST EINE LÜGE besprach ein letztes Mal die abzuarbeitenden Schritte, um den Ort restlos zu vernichten. Kaderwulst schickte eine Delegation, um den Angriff auf diplomatischem Wege abzuwenden; KADERWULST IST EINE LÜGE dieser Versuch wurde allerdings durch augenbklicklichen Gewehrbeschuss beendet. Auf die Ansprache des KADERWULST IST EINE LÜGEKommandanten hin, der Ort möge in KADERWULST IST EINE LÜGE Vergessenheit KADERWULST IST EINE LÜGE geraten KADERWULST IST EINE LÜGE und die Kultisten von ihrem KADERWULST IST EINE LÜGE Irrglauben gereinigt werden, begann ein vierstündiges Bombardement der Stadt, bei dem achtzehn Destruktorgeschosse und eine ungezählte Menge leichterer Munition erst die Mauern und dann den KADERWULST IST EINE LÜGEGroßteil der Stadt KADERWULST IST EINE LÜGE selbst einebneten. KADERWULST IST EINE LÜGE Während dieser einleitenden Maßnahme kam es innerhalb der Streitkräfte KADERWULST IST EINE LÜGE zu schrecklichen KADERWULST IST EINE LÜGE Visionen von schattenhaften Schrecken, die durch die Straßen zogen, unter KADERWULST IST EINE LÜGE der Stadt hausten oder in die Köpfe der Krieger eindrangen: All jene, die auf den Ort KADERWULST IST EINE LÜGE vorzumarschieren hatten, durchlebten den Angriff bereits Stunden zuvor KADERWULST IST EINE LÜGEwährend die Kanonenbesatzungen noch damit beschäftigt waren, KADERWULST IST EINE LÜGE die Befestigungsanlagen von Kaderwulst zu zerstören. KADERWULST IST EINE LÜGE Als der Angriff dann tatsächlich begann, stießen weder die Truppen KADERWULST IST EINE LÜGE des kalten Thorsten, noch die kurz darauf eintreffenden Truppen des Dämmersturms auf ernsthaften Widerstand. Die Miliz war bereits im Artilleriebeschuss soweit dezimiert, dass erst sie und dann die KADERWULST IST EINE LÜGEganze Bevölkerung KADERWULST IST EINE LÜGE restlos ausradiert werden KADERWULST IST EINE LÜGE konnte. Außerdem verschwand die Tagelöhnerin Nicoletta Renfield spurlos. In den Ruinen von Kaderwulst konnten über 20.000 Goldmünzen erbeutet KADERWULST IST EINE LÜGE werden. Auf die Visionen und Berichte hin, KADERWULST IST EINE LÜGE lies man besonders die KADERWULST IST EINE LÜGE Kapelle des Ortes untersuchen, fand jedoch keine Auffälligkeiten, geschweige denn die zuvor erwähnte Falltür. Der Sturmbote, vermutlich im Glauben Unschuldige hingerichtet zu haben, erlitt einen schweren Schock. Beim Abrücken des Dämmersturms wurde der gesamte Ort in Brand gesetzt. Der kalte KADERWULST IST EINE LÜGE Thorsten und seine Schar rückten in die umliegenden Wälder ab. Aufgrund der unerklärlichen Visionen, Albträume und der widersprüchlichen Berichte wurden die Ruinen von Kaderwulst und das umliegende Waldgebiet zur Sperrzone erklärt. KADERWULST IST EINE LÜGE

Tim Orodaro
Kommandant des Dämmersturms


[Hier individuelle Berichte von den Visionen eintragen.]


Zitat:
Die Tobiasstädtische Koalition

Unmittelbar nach der Schlacht von Kaderwulst, der Plünderung und Vernichtung des Ortes, begab sich der Kommandant nach Tobiasstadt, um mit der Cherusker Fahne die Verwaltung der eroberten Ländereien zu klären. Das Ergebnis dieser Verhandlungen war die Gründung der Tobiasstädtischen Koalition, dessen Satzung in sechs Punkten das Funktionieren des Bündnisses klärt.

1. Die Cherusker Fahne mit den tobiasstädtischen Ländereien und der Dämmersturm mit den Ländereien von Alterszapfen, Gorheim, Burg Wiesel und Kupferdorf versprechen sich gegenseitig den freundschaftlichen Schutz ihrer Gebiete in Alterac; sei es im Frieden oder im Krieg. Dieses Schutzbündnis soll Tobiasstädtische Koalition heißen.

2. Weder Dämmersturm noch Cherusker Fahne sind dazu verpflichtet, einem Angriffskrieg des Vertragspartners zu folgen - die Tobiasstädtische Koalition ist nicht auf Expansion bedacht, sondern dient zur Erhaltung, Aufwertung und Verteidigung der Ländereien von Tobiasstadt, Gorheim, Alterszapfen, Kupferdorf und Burg Wiesel.

3. In Zeiten großer wirtschaftlicher Not sind die Vertragspartner zur gegenseitigen Unterstützung verpflichtet.

4. Die Ruinen von Kaderwulst werden zur allgemeinen Sperrzone erklärt. Das Aufrechterhalten dieser Sperrzone ist die Aufgabe des Dämmersturms.

5. Sowohl der Kommandant des Dämmersturms, als auch der Hauptmann der Cherusker Fahne erkennen sich als gleichwertige Vertragspartner an.

6. Die Wälder nördlich (bis Alterszapfen) und südlich (bis zu den Gebirgspässen) von Tobiasstadt werden dem Besitz der Cherusker Fahne zugerechnet. Die Wälder nördlich und westlich von Alterszapfen, sowie im Raum um Gorheim, sowie die Minen von Kupferdorf und die Gebirgspässe im Süden (in Richtung Kaderwulst) werden dagegen dem Besitz des Dämmersturms zugerechnet.


Der Vertrag trägt die Unterschriften von Kommandant Tim Orodaro und Hauptmann Njörn Cherusk.

zusammengefasst von
Walter Torfstich
Skriptor des Dämmersturms




Ergebnis

Operation Winterfell war in allen Punkten erfolgreich. Die Position des Dämmersturms im Osten des Nordwest-Gefälles wurde gestärkt und mit einem Bündnis zur Cherusker Fahne bestätigt. Die Bedrohung durch Kaderwulst wurde scheinbar ausradiert; um sicherzugehen sind die Ruinen nunmehr zur Sperrzone erklärt worden. Das geplünderte Gold deckt die Kosten des Feldzuges.

Die Rettung der Rotte Heldenhammer bestätigt das elitäre Wesen des Dämmersturms; es ist jedoch kritisch zu sehen, wie es geschehen konnte, dass große Teile der Rotte von Yetis entführt werden konnten. Die Vorgehensweise des Dämmersturms weiß mit solchen überfallartigen Angriffen, in der er als Verteidiger auftritt, noch nicht umzugehen. Dem muss in Zukunft vorgebeugt werden.

Die Sturmwächter-Kabale war dem Dämmersturm ein schwerer Schlag. Der Verlust des Champions hatte zwar keine direkten Folgen auf das Kriegsgeschehen, könnte sich in Zukunft jedoch als problematisch erweisen, da dem Söldnerbund nun eine beratende und militärisch potente Kraft weniger zur Verfügung steht. Der dreifach verdammte Grimaldus Fäller hat sein Schicksal selbst gewählt; doch wäre es im Dämmersturm besser aufgehoben gewesen.

Der Fall von Kaderwulst war militärisch gesehen keine Herausforderung für den Dämmersturm; der Einsatz der Destruktorgeschosse hat die Schlacht bereits im Voraus entschieden und die militärische Führung von Kaderwulst schien eher auf eine Beilegung des Konfliktes, als auf militärische Prävention bedacht.

Besorgniserregend erscheint die Situation außerhalb der Tobiasstädtischen Koalition, wo sich trotz des Winters ein Krieg anbahnt. Noch scheinen die Feldherren ihre Karten zu mischen und sich uneinig darüber, wo sie ihre Schlacht zu schlagen haben, doch ist es nur eine Frage der Zeit, bis Wolf und Kobra einander offen bekriegen. Es bleibt vorerst unsicher, ob die Koalition in dieser Frage Stellung beziehen oder neutral bleiben sollte. Diese Entscheidung darf jedoch nicht zu spät getroffen werden, ansonsten könnte die Koalition zum Spielball der Fürsten degenerieren.


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Dem Sturm entgegen! - Schlachtruf und Grußformel der Söldner des Dämmersturms.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der große Alterac-Bericht, Nordwest-Gefälle (Öffentlich)
BeitragVerfasst: 29. Jan 2015, 09:16 
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Der große Alterac-Feldzug

Eintrag VII, Abschlussbericht


Trotz technologischer Überlegenheit und massiven Eingriffen in das Machtgefüge des Gefälles, blieb dem Dämmersturm ein totaler Sieg über die ansässigen Fürsten verwehrt. Das vollständige Ausradieren des Ebers hat die Position der Kobra zeitweise gestärkt; jedoch Herzog von Wolke auf den Plan gerufen, der seine große Streitmacht mobilisiert, um den Einfluss Markstadts wieder zurückzutreiben. Die harten Wetterbedingungen des Winters von Alterac lassen eine mögliche Inervention des Dämmersturms in diesen Konflikt als unberechenbares Wagnis erscheinen. Daher war es sinnvoll, den Feldzug abzubrechen, nachdem die Ländereien des Wiesels erfolgreich besetzt werden konnten. Die Plünderung von Kaderwulst hat die Kosten des Einsatzes gedeckt, während die vier genommenen Ortschaften langfristig den Gewinn bestimmen werden, den der Alterac-Feldzug dem Dämmersturm eingespielt hat.

In militärischer Hinsicht war der Dämmersturm seinen Feinden in Alterac stets überlegen; das ist darauf zurückzuführen, dass er sich auch nur den Feinden gestellt hat, denen er gewachsen war. Hätte man frühzeitig einen Konflikt mit dem Wolf oder der Kobra provoziert, dann wären die Verluste größer und vermutlich unhaltbar gewesen. Der Eber bot zwar einen solide gerüsteten Kampfverband, der aber ohne strategisches Talent in den Untergang geführt wurde - und der Dämmersturm-Doktrin nicht gewachsen war. Die Synergie-Effekte, die ein geschlossenes Auftreten der Streitmacht des Ebers hervorgerufen hätte, wurden bereits frühzeitig unterbunden. Die Truppen des Wiesels sind beim Einmarschieren des Dämmersturms zu großen Teilen übergelaufen und haben die Größe des Dämmersturms damit mehr als verdoppelt. Ihr disziplinloses Auftreten wird mit der Zeit behoben sein. Die regelmäßige, großzügige Besoldung des Dämmersturms, dürfte sie diesbezüglich motivieren. An Kaderwulst hat sich die Zerstörungskraft der dämmersturmschen Kriegsmaschinerie in vollem Ausmaß gezeigt. Ein solcher Einsatz der Destruktorgeschosse muss aufgrund ihres begrenzten Vorrates aber weiterhin kritisch betrachtet werden.

Der Erfolg der Doktrin "Dämmersturm", besonders zur Zeit von Operation Schlachthaus, muss an dieser Stelle betont werden. Der Einsatz sämtlicher Truppen des Söldnerbundes; an Land und in der Luft, von schwerer Artillerie, bis hin zu leichter Infanterie, an mehreren Schwachstellen des Feindes, in einer einzigen, frontenlosen Offensive, war das Erfolgskonzept des Alterac-Feldzuges und sollte in Zukunft wieder aufgegriffen werden.

Die eroberten Ländereien befinden sich in einer wirtschaftlich katastrophalen Situation. Um die Versorgung aus dem Ausland zu gewährleisten, wird eine Luftbrücke eingerichtet. Außerdem muss der Dämmersturm alles daran setzen, die Region strukturell aufzuwerten und eine funktionierende Produktion in Gang zu setzen. Ansonsten wird sich der Feldzug langfristig als Verlustgeschäft erweisen. Die Zustimmung der Bevölkerung hat der Dämmersturm bereits durch seine Schutzmaßnahmen und das Verteilen von Nahrungsmitteln gewonnen. Man darf im Hinblick auf den Fleiß der Bevölkerung zuversichtlich sein; jedes Bestreben nach sozialem Aufstieg muss gefördert, die Felder bestellt - und Schäden repariert werden.

Der drohende Konflikt zwischen Herzog von Wolke und Fürst von Bauergard muss stets im Auge behalten werden, denn er könnte im Ernstfall auf die Gebiete der Koalition überspringen. Dies ist mit starken Grenzen und geschickter Diplomatie zu vermeiden. Das Schutzbündnis der Koalition leistet seinen Beitrag, die eroberten Ländereien nicht zum leichtfertigen Ziel einer Plünderung zu machen.

Um die Streitkräfte des Dämmersturms, die am Feldzug teilnahmen, zu ehren, wird der Splitter des Yetikönigs verliehen. Eine Auszeichnung, die ausnahmslos aus den Zähnen des Yetikönigs gefertigt wurde, den der Söldnerbund bei der Befreiung der Rotte Heldenhammer erschlagen hat. Außerdem wurden gleich mehrere Mitläufer unter Eid gestellt und einige weitere Beförderungen ausgesprochen, um das erfolgreiche Ende des Feldzuges zu unterstreichen. Der Vertrag zur Cherusker Fahne schreibt fest, dass sich die Koalition nun selbst genügt; dies dürfte man auch dahingehend interpretieren, dass zwar das Endziel des Feldzuges nicht erreicht wurde, sein rechtzeitiges Beenden aber als eigentlicher Sieg zu sehen ist; als Entscheidung, die das bereits gewonnene nicht unnötig aufs Spiel setzt.

Zum Hüter der Ländereien von Alterac wurde Rottenmeister und Hüter der Schriften Julius von Wellenheim ernannt. Die Wellenheimer Lanze und alle in Alterac übergelaufenen Truppen unterstehen nun ebenso seinem Kommando, wie die Verwaltung der genommenen Ländereien. Es ist seine Aufgabe, in Abwesenheit des Oberkommandos über die dämmersturmschen Gebiete der Koalition zu herrschen, sie zu schützen - und über die Sperrzone von Kaderwulst zu wachen. Um dies zu unterstreichen und seine Leistungen zu ehren, wurde Burg Wiesel in Burg Wellenheim umbenannt.

Jeder junge Rottenmeister, wenn nicht gar jeder Söldner sollte sich die Geschichte dieses Feldzuges zur inspirierenden Lektüre nehmen; denn nun wo der Dämmersturm wieder heimgekehrt ist, gilt es, aus den Erfahrungen zu lernen, die im hohen Norden gemacht wurden, die Verluste zu betrauern und die erbrachten Fehler in Zukunft zu vermeiden. Der Aufstieg des Dämmersturms, zur landnehmenden Macht, darf nicht mit bloßer Glorie verwechselt werden; denn mit ihm geht eine Aufgabe einher, die den Söldnerbund in die Verantwortung ruft, über das Schicksal hunderter Menschen zu wachen.



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Dem Sturm entgegen! - Schlachtruf und Grußformel der Söldner des Dämmersturms.


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