Söldnerbund Dämmersturm

RP-Gilde - Die Aldor
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 Betreff des Beitrags: Der Kongress von Markstadt (Öffentlich)
BeitragVerfasst: 26. Nov 2015, 13:29 
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Protokolle des Kongresses von Markstadt

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kongress von Markstadt
BeitragVerfasst: 26. Nov 2015, 14:08 
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1. Sitzung, Begrüßung

Anwesende Vertreter: Lucius von Bauergard (Gastgeber und Fürst von Markstadt, die Kobra), Marschall Markstadt (Marschall von Markstadt), Fürst Friedrich von Wolke (Herr von Burg Stahlkamm, der Wolf), Margarete von Franzdorf (Vasall des Wolfes), Njörn Cherusk (Anführer der Cherusker Fahne aus Tobiasstadt), Tim Orodaro (Kommandant des Dämmersturms), Julius von Wellenheim (Hüter der alteracschen Ländereien des Dämmersturms)


Lucius von Bauergard: "Feierlich begrüße ich die hier eingetroffenen Größen Alteracs! Mir ist es wahrlich eine Ehre, dieses bescheidene Städtchen als Schauplatz eines derart historischen Ereignisses darbieten zu dürfen. Friedrich von Wolke, Lord der hohen Gipfel, die da im Westen liegen. Die bezaubernde Margarete von Franzdorf; glücklich sind wir, solch' Schönheit an unserem Tisch empfangen zu können. Der mächtige Cherusk; Herr des Waldes! Tim Orodaro, hoher Kommandant des Dämmersturms - und Julius von Wellenheim, der nun im Osten des Gefälles herrscht. Nie vorher begrüßte Markstadt eine solch' feierliche Ansammlung großartiger Persönlichkeiten zu solch' edlem Anlass. Krieg hat unser Land lange Zeit zerrüttet. Die Schreckensherrschaft des Wiesels, die der Dämmersturm so glücklich beendet hat, die des Ebers, der die Küsten des Lordameresees heimsuchte; das marodierende Söldnerpack im Süden bei Straßenwald - ach und was trauern wir nicht heute noch um die schrecklichen Opfer des Frühlingskrieges, die ein jeder hier zu beklagen hat; schrecklicher Zwist und verabscheuungswürdige Streitereien, die auf unser aller Schulter ruhen, waren sein Anlass. Umso mehr ist diese Zusammenkunft zu begrüßen; denn ihr Ziel muss Friede und Wohlstand sein, auf das dies' Land, das wir "Nordwestgefälle" nennen in altem Glanze erstrahlt; ja diesen noch erblassen lässt!"

<Offenkundige Zustimmung von allen Seiten.>

Friedrich von Wolke: "Die Opfer des Frühlingskrieges beuteln das Land. Das ist richtig. Ihr sprecht da ein wahres Wort, Fürst von Markstadt. Es ist der selbe Zustand der uns heimsuchte, bevor wir einander bewaffnet entgegentraten. Damals waren es Banditen, heute sind es andere Personen, die das Gleichgewicht dieser Ländereien gefährden. Mir war es nie ein Bedürfnis, die Gipfel des Stahlkamms zu verlassen, nachdem ich sie dereinst den Marodeuren und Ogern abgerungen hatte, die das Königreich seit seinem Fall verwüsten, doch sah' ich mich dazu gezwungen. Zu meinem Bedauern hatte ich auf dem Schlachtfeld weniger Glück; wenngleich es mir an nichts mangelt, meine Interessen bei dieser Zusammenkunft mit Eifer zu vertreten. Frieden, ja. Das ist auch mein Motiv. Ich weiß aber nicht, ob wir damit für jeden der hier Anwesenden sprechen."

<Zustimmung bei den Markstädtern. Keine Reaktion bei den Vertretern der Tobiasstädtischen Koalition.>

Njörn Cherusk: "Und wenn es auch sonst keine Versammlung dieser Art gab, lege ich 'ne Menge Hoffnung hinein, die Unwürdigen zurechtzuweisen und meinem Volk Frieden und Sicherheit zu bescheren. Bald ist Winterhauch; das wäre immerhin ein Trost für diejenigen, die ihren Vater, Ehemann oder Sohn vor Markstadt verloren haben, wenn wir ihnen dieses Geschenk zum neuen Jahr hin überreichen könnten."

<Allgemeine Zustimmung>

Tim Orodaro: "Ich begrüße die Versammlung - und danke für die Gastfreundschaft der Markstädter. Wir wurden, unseren Wünschen entsprechend, hervorragend einquartiert. Es liegt im Interesse des Dämmersturms, die heutigen Grenzen des Gefälles zu akzeptieren und zu schützen. Alterac hat viel Blut gelassen. Und es ist für niemanden förderlich, wenn es weitergeht, wie es bisher Lauf der Dinge war. Verbrecherfüsten kamen und gingen; Menschen starben. Existenzen wurden ausgelöscht. Die heutige Situation, die sich im Gefälle offenkundig auf weit weniger Interessen stützt, als sie es vor Ankunft des Dämmersturms tat, hat das Potenzial, einen neuen, stabilen und friedlichen Status Quo zu generieren. Es mag wenig versöhnlich erscheinen, zu sagen, dass der Frühlingskrieg ein notwendiges Übel war. Doch er hat die politischen Wogen geglättet, die nach dem Fall des Ebers und nach dem Fall des Wiesels unumkehrbar aufgekommen sind. Nun erscheint das Gefälle in neuem Licht, wie wir es für die Menschen der Tobiasstädtischen Koalition und aller anderen Bürger des Gefälles festigen wollen. Ich erwarte eine Übereinkunft, die das Leben der Menschen im Gefälle erträglicher macht und ihren gemeinsamen Schutz, nach innen, wie nach außen, gewährleistet. Diese Übereinkunft wird jeder beteiligten Partei Ressourcen und Taten abverlangen; den einen mehr, als den anderen. Soviel ist sicher - so geschieht es nach Kriegen. Doch wer sich ihr tatkräftig zu widersetzen wagt, der prangert den Frieden an - und fordert den Krieg. Dem Sturm entgegen."

<Stille.>

Lucius von Bauergard: "Welch' wackere Worte eines Helden! Nun bitte ich die Herren - und selbstredend auch die Dame, sich in den Speisesaal zu bequemen, um gemeinsam das Festmahl einzunehmen, welches zu Ehren dieser feierlichen Veranstaltung bereitet wurde. Möge es unsere Sinne beflügeln - und zu hoher Geisteskraft anregen, auf das wir rasch und zufriedenstellend, Kontrakte beschließen und Frieden schaffen können!"

<Der Herzog beendet die erste Sitzung.>

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kongress von Markstadt (Öffentlich)
BeitragVerfasst: 29. Nov 2015, 14:50 
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2. Sitzung, Gremien

Anwesende Vertreter: Lucius von Bauergard (Gastgeber und Fürst von Markstadt, die Kobra), Fürst Friedrich von Wolke (Herr von Burg Stahlkamm, der Wolf), Njörn Cherusk (Anführer der Cherusker Fahne aus Tobiasstadt), Tim Orodaro (Kommandant des Dämmersturms)


Lucius von Bauergard: "Um ein solches Ereignis von derart politischer Tragweite zu bewältigen, ist es unumgänglich die zu besprechenden Themen in Ordnung zu bringen. Drum haben wir uns heute versammelt, diese zu nennen, auf das wir einander Interessen achten und von Anfang an wissen, worum es gehen soll. Markstadt, meine Herren, in all seiner Bescheidenheit ist das Zentrum des Gefälles; ein Ort, der - ja ich würde sagen - unbestreitbar mit dem Geschick dieser Ländereien verknüpft ist. Es zog sich Jahr um Jahr das Schlachtenglück mit der niederträchtigen Bande des fürchterlichen Ebers, der seine Bauern unterjocht und misshandelt hat. Nun, wo sie unter dem Schutze Markstadts stehen, wie auch die Täler und Ebenen des Landes, muss sichergestellt sein, ob dieser Anspruch unangefochten bleibt oder ob sich in der rechtmäßigen Annexion der Eberlande am Lordamere Zwiste zu regen und zu suhlen wagen. Das Thema also, um es - mhja - ganz allgemein zu fassen, meine Herren, ist die Diskussion der territorialen Grenzen, die wir akzeptieren müssen um einander in Frieden begegnen zu können."

<Zustimmung von allen Seiten. Die Diskussion der territorialen Grenzen wird als Diskussionsgegenstand festgelegt.>

Tim Orodaro: "Der Dämmersturm hat investiert, um die Kriege des Gefälles zu führen. Er hat den Eber vernichtet und das Wiesel im Handstreich entmachtet. Danach hat er im Frühlingskrieg an der Seite Markstadts gekämpft; wenngleich sich der Angriff von Wolkes nicht gegen ihn richtete. Die, unmittelbar nach dem Krieg drohende Hungersnot, in den verwüsteten Ländereien Markstadts, wurde durch die produktive und eifrige Landwirtschaft verhindert, die der Söldnerbund in den Gebieten der Tobiasstädtischen Koalition errichten konnte. Man spricht vom Kartoffelsommer. Es steht außer Frage, dass Markstadt in der Schuld des Söldnerbundes und der Cherusker Fahne steht; für das, was geleistet wurde. Der Dämmersturm erwartet, hierfür den angemessenen Tribut zu erhalten. Dieses Thema muss besprochen werden."

<Gemurmel.>

Tim Orodaro: "Ferner, so wenig der Dämmersturm wünscht, Friedrich von Wolke in seiner territorialen Größe zu beschneiden, ist er als Aggressor und als Verlierer des Frühlingskrieges dazu verpflichtet, die notwendigen Investitionen, die von allen Kriegsparteien aufgebracht wurden, zu entschädigen. Doch eine Entschädigung reicht noch nicht aus, um die, vom Frieden geforderte Reue zu markieren. Es muss also außerdem besprochen werden, inwiefern sich von Wolke für sein Handeln zu verantworten hat."

Friedrich von Wolke: "Das ist die Natur des Söldnerpacks! Der einzige Grund, warum ihr überhaupt hier seid, wie? Das könnte euch so passen. Aber bitte, bitte - schreibt es auf! Ich lasse mich nicht ausnehmen."

<Die Diskussionen über Abfindungen gegenüber der Tobiasstädtischen Koalition, Reperationszahlungen und der weiteren Verpflichtungen des Wolfes als Kriegsverlierer werden als Diskussionsgegenstand festgelegt.>

Njörn Cherusk: "Von allen Dingen, die hier besprochen werden, hat der Frieden oberste Priorität. Gold ist eine Sache; Tobiasstadt ist nicht arm - und Markstadt wird sich schon erholen. Hielt sich die letzten Jahre; wird's also auch weiterhin tun. Wir müssen darüber sprechen, wie wir in Zukunft einander nicht an die Gurgel gehen. Orodaro sagte es ja schon beim letzten Mal; wir sind jetzt weniger. Ich sehe da jedenfalls Potenzial."

<Allgemeine Zustimmung; Friedenssicherung und Friedensgestaltung werden als Diskussionsgegenstand festgelegt.>

Friedrich von Wolke: "Wir wissen, wie es um weite Teile des Gefälles bestellt ist. Viele Bauern sind durch den Krieg mittellos geworden; stehen mindestens ein Jahr ohne Ernte da und wissen sich nicht anders zu helfen, als die überteuerten Preise der Koalitionshändler anzunehmen. Ich sehe, wer den meisten Nutzen aus der Sache zieht. Nicht das es eine Überraschung wäre. Mir ist es bloß ein Ärgernis, dass es erst auffiel, als der Frühlingskrieg schon im Gange war. Was auch immer. Ich wünsche eine Diskussion über die Regulierung des Handels im Gefälle; es kann nicht sein, dass das Landvolk sein letztes Hemd für ein paar Kartoffeln verscherbeln muss."

<Zustimmung bei Markstadt; die Regulierung des Marktes wird als Diskussionsgegenstand festgesetzt.>

Friedrich von Wolke: "Außerdem war von einem neuen Status Quo die Rede, wie? Tim Orodaro. Es ist schwierig, Stabilität mit Menschen zu schaffen, die einander bis vor kurzem noch umbrachten. Wie soll dieser Status Quo denn aussehen? Werden wir zukünftig gemeinsame Gelage veranstalten? Unsere versteckten Aggressionen auf Turnieren auslassen? Werden wir uns beim Essen Gift in die Suppe spucken, anstatt einander offen zu begegnen? Wir können Verträge schreiben; unsere Anliegen mit Tinte festsetzen - aber das macht uns alles noch nicht zu Freunden. Wir sind Feinde. Wölfe. Jeder der, des anderen."

Lucius von Bauergard: "Nun, Fürst von Wolke; selbstredend wird der Punkt 'Friedenssicherung' bereits die Thematik umfassen, wie wir einander zu begegnen haben, um nicht wieder in einen Krieg dieses fürchterlichen Ausmaßes zu geraten."

Friedrich von Wolke: "Denkt an meine Worte."

Tim Orodaro: "Das Thema der 'Friedenssicherung' ist sehr frei gewählt. Wir werden viele Unterpunkte finden, die allesamt für sich besprochen werden müssen. Besonderer Wert sollte hierbei dem Verhalten gegenüber ausländischen Aggressoren zukommen; denn dann versteht sich das Nordwestgefälle als Einheit. Und ich bin sicher, es käme euren Bedenken entgegen, von Wolke, wenn wir - bloß einmal theoretisch gesprochen - nebeneinander stehend die Menschen unter unserem Banner verteidigten."

<Die Außenpolitik des Nordwestgefälles wird als Diskussionsgegenstand festgelegt.>

Lucius von Bauergard: "Nun, dabei sei es also vorerst belassen. Sollten sich weitere Anliegen eröffnen, wird der Kongress ihnen mit Eifer und Tatendrang begegnen. Auf das wir uns mit Eile dem Gegenstande nähern."

<Lucius von Bauergard beendet die zweite Sitzung.>

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kongress von Markstadt (Öffentlich)
BeitragVerfasst: 2. Dez 2015, 22:35 
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3. Sitzung, Diskussion der territorialen Grenzen (1)

Anwesende Vertreter: Lucius von Bauergard (Gastgeber und Fürst von Markstadt, die Kobra), Fürst Friedrich von Wolke (Herr von Burg Stahlkamm, der Wolf), Njörn Cherusk (Anführer der Cherusker Fahne aus Tobiasstadt), Julius von Wellenheim (Hüter der alteracschen Ländereien des Dämmersturms)


Lucius von Bauergard: "Das Volk von Markstadt musste jüngst so viel erleiden. Erst gegen die fürchterlichen Horden des Ebers - und dann im Frühlingskrieg gegen die Truppen von Wolkes, die zwar tapfer und ehrenhaft kämpften, doch fraglos das Land mit Krieg überzogen - und all jene da draußen, von Talstadt, über Legdenstein; bis Lordamm und Erwins Ruh, um ihre Ernte brachten. Doch wie's dem Volke und auch mir bewusst ist - mhjah - kann es nach solch' einem Kriege auch um eure Ländereien, von Wolke, nicht grandios bestellt sein. Drum mag' ich zumindest einmal darauf verzichten, euch unredlich zu behandeln, in dem ich gar Land verlange; nur um euch zu erzürnen - oder mir anzumaßen, ihr wärt mir derlei Gaben schuldig. Friedensschlüsse sind meist auch Kompromisse. Besonders, wenn sie unter solch' potenten Parteien, wie den unseren beschlossen werden. Ich - mhjah - will also diesen Kompromiss schon gleich vorweg offenbaren, als Zeichen des guten Willens, dass Markstadt euch kein Gebiet abringen will; wohl aber, was wir an anderer Stelle diskutieren, eine finanzielle Reperation verlangen muss. Nun, wie es um die Gebiete der heutigen Zeit bestellt ist; nämlich das die Ländereien des Ebers dem Einflussgebiet Markstadts einverleibt wurden, so kann ich mit Recht behaupten, dass sie im Kampfe abgerungen wurden - und das auch der Dämmersturm seine Ansprüche abgetreten hat, als er damals für die Stadt in den Krieg zog; nicht für sich selbst, wie es beim Wiesel der Fall war. Von Wolke, ihr, der ihr den Eber nicht bekämpft habt, habt ebenfalls keinen Anspruch auf Karpfenfang, Neuingen, Pökelheim und Dörflingen; um die Kinder einmal - mhjah - beim Namen zu nennen."

Julius von Wellenheim: "Oh, ihr sprecht mir da viele gute Worte, Herzog von Bauergard! Der Dämmersturm wird sich nicht an diesen Ländereien vergehen; und ich darf euch feierlich darüber informieren, dass mein Kommandant keine Zweifel an eurem rechtmäßigen Anspruch auf all diese Gebiete des zentralen Gefälles hegt. Doch eines muss da gesagt sein, Freund! Wer half euch denn, es zu erringen; wer half euch, es vor den wölfischen Invasoren zu bewahren? Wisse, wer deine Freunde sind, Markstadt! Und so muss es auch mit rechter Anerkennung vergolten werden; nämlich dafür, dass wir viele für eure Sache auf dem Schlachtfeld ließen."

Lucius von Bauergard: "Was mag es sein, was - mhjah - das bescheidene Markstadt euch für eure Mühen zuzutragen hat? Sicherlich - sicherlich, auf das ihr ohne verstimmten Magen unserer Freundschaft und eures Einsatzes gedenken könnt - ja mir ohne flüsterhaften Einspruch meine Ansprüche gestattet...?"

Julius von Wellenheim: "Freundschaft ist ein wertvolles Ding, nicht wahr? Und was muss Freundschaft erst heißen, wenn sie die schwarzen Striche einer Landkarte für existent hält; ach - sie unumstößlich akzeptiert; von heute bis in alle Zeit. Wie ich schon sagte, der Dämmersturm ließ viel Blut an euren Toren - und Zeit ist's, die rechten Gelder..."

Friedrich von Wolke: "Da hört ihr es, Bauergard! .. Gelder. Gold begehrt dieses Pack; nichts weiter. Sie kamen in unser Land, stifteten Chaos, trieben uns in einen Krieg - und jetzt wollen sie unser Geld. Lasst euch nicht für dumm verkaufen. Auch nicht für ein paar Fischerdörfer am Lordamere!"

Lucius von Bauergard: "Man darf ihn doch wohl ausreden lassen, den ehrenwerten Burgherren!"

Julius von Wellenheim: "Kurzum, dem Dämmersturm sind fünfzigtausend Dukaten zu zahlen. Dann ist alles beglichen; alles akzeptiert - und er wird sich mit Schluss des Vertrages und fortlaufender Zahlung wacker dafür einsetzen, dass die akzeptierten Grenzen auch geschützt werden. Natürlich ist nicht alles auf einmal zu entrichten."

<Entrüstung.>

Friedrich von Wolke: "Söldnerpack!"

Njörn Cherusk: "Ach, ihr seid nicht weniger Bandit, als sie es sind. Hört her, Mann. Bauergard. Tobiasstadt schließt sich dem Vertrage an. Wir einigen uns mit dem Dämmersturm und akzeptieren ebenfalls eure Grenzen; werden sie schützen - und so weiter."

Lucius von Bauergard: "Lichtlein! Mhja. Mh. Ich fürchte, Markstadt kann euch eine solch' stolze Summe nicht entrichten - auch nicht auf lange Zeit in Raten. Was ist da bloß zu tun? Wären es bloß zehntausend Münzen, man könnte leichteren Gemütes darüber reden. Doch so, nein. Das ist zuviel!"

Julius von Wellenheim: "Um des Friedens Willen, Herzog von Bauergard - ich muss euch warnen! Überbringe ich meinem Kommandanten die Nachricht, nur zehntausend Goldmünzen von euch zu erhalten, wird Betrübnis in fürchterlichen Zorn umschlagen; er wird's als Beleidigung empfinden. Und was sahen wir nicht alle vor Markstadt, wie's jenen geht, die den Zorn des Dämmersturms regen?"

Lucius von Bauergard: "Mhjah... Ihr sprecht in Drohungen, mein Freund."

Julius von Wellenheim: "Was mag das für eine Drohung sein, die euch eine ganze Küste schenken will?"

Friedrich von Wolke: "Phrasen! Sie sprechen von Frieden und halten in der Hinterhand das Zündholz ihrer verabscheuungswürdigen Kanonen! Nicht einmal auf dem Schlachtfeld habt ihr Ehre gezeigt; was muss man hier bei dieser ganzen Farce erst erwarten?"

Lucius von Bauergard: "Ich muss in diesen Punkten nach Beratung rufen; fürwahr. Das ist eine heikle Angelegenheit. Man will mich entschuldigen, sobald auch die Meinung von Wolkes geklärt ist."

Friedrich von Wolke: "Ihr ruiniert das Land, Bauergard, wenn ihr diesen Söldnern eure Schatzkammer auf dem Silbertablett darbietet. Markstadt kann eine solchen Diebstahl nicht bewältigen - besonders nicht nach dem jüngsten Krieg. Lasst mir Dörflingen; der Rest des Ebers soll euer sein - und mein Anspruch ist geklärt. Ich bin nicht so gierig, wie der Dämmersturm und diese lächerliche Koalition."

Lucius von Bauergard: "Gut, dann mag ich diese Sitzung beenden und mich zur Bera-"

Julius von Wellenheim: "Halte ein, Markstadt! Wenn dir etwas am Frieden liegt, dann sei dir bewusst, dass da im Osten eine Armee steht, stark genug das ganze Gefälle mit Eifer zu verwüsten. Bedenke, wie Kaderwulst im Handstreich fiel, wovon heute nichts mehr übrig ist. Wisse, dass diese Armee ruhen will und den Frieden wünscht; dafür bloß das Gold einfordert, das ihr zusteht! Wisse, dass diese Armee die Grenzen zu schützen gedenkt, die sie hier akzeptieren will; gegen jedes Übel, innen wie außen! Bedenke, dass dort draußen der Verlassene lauert - und jüngst erst beim Perenoldhügel sich wieder Oger regten! Bedenke, Markstadt - du brauchst diese Männer - und diese Männer sind bereit, an deiner Seite zu streiten! Verwehrst du ihnen, die dich allerdings nicht brauchen - die dir bloß die Hand reichen; ja verwehrst du ihnen dies, so wird ihr Zorn gewaltig sein! Und der Dämmersturm wird beben, über das Gefälle hinweg - und jeden zu Staub zermahlen, der stattdessen mit dir zu paktieren suchte; ehe er deine Häuser und Straßen und Menschen in feuernder Stampede untergehen lässt. Wir sind großzügig; seid es also auch! Dem Sturm entgegen."

<Die Sitzung wird beendet; der Diskussionsgegenstand vertagt.>

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kongress von Markstadt (Öffentlich)
BeitragVerfasst: 6. Dez 2015, 22:31 
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4. Sitzung, Abfindungen und Reperationen

Anwesende Vertreter: Lucius von Bauergard (Gastgeber und Fürst von Markstadt, die Kobra), Marschall Markstadt (Marschall von Markstadt), Fürst Friedrich von Wolke (Herr von Burg Stahlkamm, der Wolf), Margarete von Franzdorf (Vasall des Wolfes), Njörn Cherusk (Anführer der Cherusker Fahne aus Tobiasstadt), Julius von Wellenheim (Hüter der alteracschen Ländereien des Dämmersturms), Tim Orodaro (Kommandant des Dämmersturms)


Tim Orodaro: "Aufgrund der Tatsache, dass es dem Dämmersturm offenkundig am meisten nützt, die Diskussion über Abfindungen und Reperationszahlungen anzustoßen, werde ich an dieser Stelle die Fakten offenlegen, denen wir uns hier ausgesetzt sehen müssen. Fürst Trüffel, uns besser bekannt als der Eber, begann vor mehreren Jahren einen immerzu aufflackernden Konflikt mit Markstadt; das Motiv hierfür war bloße Habgier. Weder diente es den Interessen der Alteracer des Nordwestgefälles, noch hatte er persönliche Gründe, die sein Handeln hätten legitimieren können. Markstadt hatte demnach also jedes Recht, sich zu verteidigen."

<Stille, keine Einwände.>

Tim Orodaro: "Fürst Trüffel war ein Banditenhauptmann. Nicht mehr und nicht weniger. Die Ländereien, die man hier, gemäß der kurzen Tradition, seinem Einflussgebiet zuschrieb, waren nicht mehr als die Raststätten zerstreuter Räuberbanden, die in seiner Gunst standen. Als pflichtbewusster Führer des Volkes von Markstadt hat Herzog von Bauergard also die notwendigen Mittel ergriffen, um sich des Ebers zu entledigen. Er hat seine, zum Schutz der Ländereien gedrillten Truppen zurückgehalten, um sich vor Übergriffen zu bewahren und hat an ihrer statt den Dämmersturm in seine Dienste gestellt und in die Offensive geschickt. Dieser vernichtete alle Eberstreitkräfte innerhalb von zwei Wochen und wurde dafür angemessen entlohnt. Friedrich von Wolke, der bereits vor Eintreffen des Dämmersturms über die militärische Potenz verfügt hat, den Eber mit ähnlicher Effizienz zu vertreiben, hat zu keinem Zeitpunkt Anstalten gemacht, Markstadt zu unterstützen. Es ist offensichtlich, dass Friedrich von Wolke insofern vom Konflikt des Ebers mit Markstadt profitiert hat, als dass er den Einfluss Bauergards klein hielt. Gleichwohl legt das passive Verhalten von Wolkes offen, wie wenig Interesse er an der Stabilität des Gefälles hat; zumindest im Hinblick auf jene Ländereien, die sich seiner unmittelbaren Herrschaft entziehen."

Friedrich von Wolke: "Beim heiligen Licht, kommt auf den Punkt."

Tim Orodaro: "Wir wissen, dass Herzog von Bauergard die Ländereien des Ebers besetzt hat, nachdem dieser restlos vernichtet war. Dies war notwendig, um das Machtvakuum zu füllen. Natürlich weitete dieser Schritt den Einfluss Markstadts aus, doch daran ist nichts Falsches, denn von Wolke hatte keine Ansprüche auf die erkämpften Ländereien, da er sich nicht am Konflikt beteiligt hatte. Dementsprechend hat von Bauergard gehandelt, wie es jeder Fürst zum Wohle seines Volkes tun würde; er wollte dem Chaos vorbeugen und hat Ordnung an die Küste des Gefälles gebracht. Und natürlich wollte er seinen Einfluss ausweiten; daran sei erstmal nichts Verwerfliches festzustellen."

<Zustimmung von Markstadt.>

Friedrich von Wolke: "Doch dann hat er den Hals nicht voll bekommen! Ist es nicht so, Lucius?! Ihr habt an der Macht geschnuppert. Erst habt ihr den Eber vernichtet - und dann habt ihr euren Blick auf meine Gipfel gerichtet. Ihr wolltet mehr, als diesen Küstenstreifen - ihr wolltet das ganze Gefälle."

Lucius von Bauergard: "Nun - mhh. Ihr habt mir derlei Dinge schon damals vorgeworfen. Ich habe sie stets zu verneinen gewusst."

Tim Orodaro: "Ihr habt an dieser Stelle den Fehler begangen, nicht in die Besonnenheit Friedrich von Wolkes zu vertrauen. Ganz gleich, was er eurem Machtzuwachs gegenüber für Drohungen ausgesprochen haben mag, ihr habt einen Präventivkrieg initiiert, als ihr Straßenwald motivieren konntet, Höhlingen zu attackieren. Die Söldner aus Straßenwald marschierten, bei euch unter Sold stehend, ins Territorium von Wolkes und richteten großen Schaden an. Statt euch mit Fürst von Wolke zu einigen, habt ihr ihn angegriffen; zu allem Übel nicht einmal, indem ihr ihn vernichtend schlagen konntet."

Friedrich von Wolke: "Pah, offenkundig. Ja. Und er wollte mich umbringen, als er mir diese wahnsinnige Attentäterin an den Hals gehetzt hat. Ich hätte ja gerne eure Visage gesehen, als ihr erfahren habt, dass ich die Sache überlebt habe, Lucius von Bauergard."

Lucius von Bauergard: "Nun, ich sagte in - mhhh - unserer persönlichen Unterredung bereits, dass diese Attentäterin nicht im Sinne Markstadts gehandelt hat. Ich habe sie nicht beauftragt. Möglicherweise befand sich ein Verräter in euren eigenen Reihen, das mag' ein Rätsel bleiben, dessen Aufklärung sich unseren Möglichkeiten entzieht, nicht wahr?"

Friedrich von Wolke: "Spart euch das."

Julius von Wellenheim: "Fraglos ein höchst mysteriöser Umstand; das mag man gar nicht anzweifeln - doch müssen wir hier doch von jenen Taten sprechen, die's ganze Land betrafen, also vom losbrechenden Krieg - und wie ihr dann euren Sohn ausgesandt und Straßenwald vernichtet habt. Ich mag' sagen, das war sogar euer gutes Recht. Straßenwald war nicht nur ein Schandfleck vor euren Grenzen, sondern auch für das ganze Gefälle. Diebespack und Banditen, nicht besser als das Volk des Ebers, lauerte dort. Bravo, Fürst von Wolke - diese Säuberung muss man euch hoch anrechnen."

Friedrich von Wolke: "Meinem Sohn, Söldnerpack. Er hat Straßenwald vernichtet. Und wagt es nicht, mir vorzuschreiben, wie wir sein Andenken in Ehre zu halten haben. Ihr habt ihn schließlich getötet."

Julius von Wellenheim: "Fraglos fiel er ehrenhaft."

Friedrich von Wolke: "Hütet eure Zunge."

Tim Orodaro: "Nun, Straßenwald fiel also durch die Armee Ferdinand von Wolkes. Doch es war ein offenes Geheimnis, dass die Söldner Straßenwalds unter Befehl Markstadts standen, deswegen hat euer Sohn es nicht darauf beruhen lassen und ist in eurem Namen auf Markstadt marschiert. Dies nennen wir heute den Frühlingskrieg. Wir können sagen, dass Markstadt den Krieg bereitet, ihr ihn aber begonnen habt. Ihr habt Markstadt unter Druck gesetzt, als es die Ländereien des Ebers besetzte - und Markstadt hat reagiert, indem es Straßenwald für sich kämpfen ließ. Doch statt nur Straßenwald zu vernichten und es dabei zu belassen, habt ihr Markstadt direkt attackiert. Der Dämmersturm nun, der während all dieser Geschehnisse den Osten des Gefälles vom Wiesel befreite, womit er keine Interessen verletzte, sah nun, wie ein wichtiger Handelspartner, nämlich Markstadt, unmittelbar bedroht wurde. Ihr werdet sehen, dass es dem Wohl der gegeißelten Bevölkerung der alten Wieselländereien diente, Markstadt um jeden Preis zu schützen - und die angestrebte Stabilität des Gefälles zu gewährleisten. Und ihr müsst sehen, dass die Interessen des Dämmersturms übergangen wurden, als euer Sohn auf Markstadt marschiert ist."

Julius von Wellenheim: "Ich mag' gerne hinzufügen, dass ein Vasall von Wolkes, nämlich Gawein von Klippenturm, auf Tod oder Leben die Loyalität des Dämmersturms im Sinne von Wolkes einforderte; auf dass wir auch noch dabei helfen sollten, Markstadt zu nehmen und den Feldzug zu unterstützen, der's ganze Land bedrohte!"

Friedrich von Wolke: "Gawein ist ein arroganter Narr gewesen. Es war lächerlich, seinen Worten diese Bedeutung zuzuschreiben. Und glaubt mal ganz sicher, dass mein Sohn ihn nicht zu solchen Worten angestiftet hat."

Tim Orodaro: "Dem Dämmersturm und seinen Verbündeten in Tobiasstadt gegenüber wurde leichtfertig eine Drohung ausgesprochen, von Wolke - damit habt ihr im Frühlingskrieg jedwede Diplomatie mit dem Söldnerbund und euer Recht auf eine friedliche Lösung verspielt. Man mag eure Gründe für den Krieg gegen Markstadt, so maßlos seine Ausführung dann letztendlich war, noch nachvollziehen - doch eure Drohung gegenüber dem Dämmersturm konnte nicht ungesühnt bleiben. Und als letztlich vor Markstadt euer Sohn mit seiner Armee vernichtet wurde, hat sich gezeigt, wer bei dieser ganzen Verstrickung Recht behalten sollte."

Friedrich von Wolke: "Ich sehe, worauf das hinauslaufen soll."

Njörn Cherusk: "Ich will hier noch eine Sache anbringen."

Friedrich von Wolke: "Sind wir vor Gericht, oder was?"

Tim Orodaro: "Ganz recht."

Njörn Cherusk: "Wir wissen um eure Verbindungen zur Horde, von Wolke. Sowas ist Gift für Alterac. Das war es schon immer. Eure Kriegsmaschinen; das alles war teuflisches Hordewerk. Allein dafür musste man euch das Handwerk legen."

Friedrich von Wolke: "Das ist Siegerjustiz. Ihr könnt nicht erwarten, dass ich mich bedingungslos darauf einlasse. Ich bin nicht hergekommen, um mich vorführen zu lassen!"

Tim Orodaro: "Ihr habt die Stabilität des Gefälles gefährdet... <Rufe von Wolkes: "Die Dinge standen gut, bevor IHR gekommen seid!"> ... und neutralen Parteien gegenüber grundlose Drohungen ausgesprochen. Ihr habt versucht, mit militärischer Stärke euren Einfluss über das ganze Gefälle auszuweiten, dabei aber die Ansprüche der anderen Herrscher missachtet - und ihr habt mit der Horde paktiert, um euren Einfluss zu festigen. Die unangebrachten Präventivmaßnahmen Markstadts sprechen euch, dem Empfinden der Tobiasstädtischen Koalition nach, davon frei, Reperationen an Markstadt zu zahlen. Der Dämmersturm allerdings fordert fünfzigtausend Goldmünzen, um die ausgesprochenen Drohungen für getilgt und die Missachtung seiner Interessen für vergolten zu erklären."

<Entrüstung.>

Friedrich von Wolke: "Fünzigtausend - pfah! Das ist wohl eure Lieblingszahl, wie? Ihr habt meine Truppen vor Markstadt ehrenlos abgeschlachtet. Von mir habt ihr kein Gold zu erwarten."

Lucius von Bauergard: "Mhjah - nun. Mein Freund. Auch Markstadt wird nicht auf seine Ansprüche verzichten, wenngleich der Dämmersturm sie ihm abspricht."

Tim Orodaro: "Wenn ihr das Urteil des Dämmersturms nicht anerkennt, so solltet ihr trotzdem im Sinne eures Volkes handeln und diese Forderungen annehmen. Tut ihr dies nicht, wird der Dämmersturm die Kampfhandlungen wieder aufnehmen und euch vernichten; so wenig dies unser Wunsch ist. Doch für den Moment seid ihr eine Bedrohung, dessen Fortbestand noch nicht in ausreichendem Maße lohnenswert war. Die fünfzigtausend Goldstücke, die der Dämmersturm wiederum von Markstadt erwartet, sind noch verhandelbar; wenngleich wir uns an dieser Stelle ähnlich aggressiv positionieren. Betrachtet all diese Zahlungen als einen Garant des Friedens, denn danach wird der Dämmersturm sich um die Sicherheit und den Wohlstand des Gefälles unter der Herrschaft der hier versammelten Größen bemühen."

Marschall Markstadt: "Ihr werdet Markstadt nicht angreifen, denn ihr sagtet selbst, dass es eure Interessen verletzen würde, dieses wirtschaftliche Zentrum zu beschneiden und das Gefälle zu destabilisieren. Verstrickt euch nicht in Widersprüche, das lässt mich an eurer Glaubwürdigkeit zweifeln. Und bisher mochte ich eure Glaubwürdigkeit, so chiffriert sie sein mag, nicht in Frage stellen. Tim Orodaro, fünfzigtausend Goldmünzen sind zuviel; Markstadt kann euch diese Summe nicht zahlen. Doch nach reiflicher Überlegung halten der Herzog und meine Wenigkeit eine Zahlung von fünfzehntausend Goldstücken für angemessen, wovon monatlich zweitausendfünfhundert entrichtet werden sollen. Im Sinne des Friedens. Im Gegenzug habt ihr uns im Hinblick auf die Regulierung der Lebensmittelpreise entgegen zu kommen."

Tim Orodaro: "Wir werden dieses Angebot annehmen, wenn Markstadt zusätzlich fünfzig wehrfähige Männer bereit stellt, die sich unseren Reihen anschließen."

Marschall Markstadt: "Abgemacht."

Friedrich von Wolke: "Euch gehen wohl die Männer aus, wie? Sowas hier - und ihr wollt mir noch drohen?"

Marschall Markstadt: "Seid euch darüber im Klaren, dass Markstadt die Interessen des Dämmersturms achtet - wie ihr hier seht - und das es ihn bei weiteren Militärmaßnahmen unterstützen wird, wenn es denn sein muss, um euch zur Vernunft zu bringen."

Lucius von Bauergard: "Nun - mhjah. Soweit will ich noch gar nicht gehen, mein Freund. Markstadt spricht aus, dass eine Reperation zu entrichten ist. Auch an uns. Wie hoch diese ist, das ist ein ganz anderes Thema. Und das Markstadt in den Krieg zieht, um - mhjah - diese zu erwirken, halte ich doch für etwas kühn. Wir sind doch hier, um den Frieden zu besprechen, oder etwa nicht?"

Margarete von Franzdorf: "Ich muss dem Herzog in diesem Punkt beistimmen; wir sind hier, um den Frieden zu bereden. Nicht den Krieg. Mein Vater starb, um dieses Land vom Gift der Zwietracht zu befreien. Bedauerlicherweise sah er diese Zwietracht im mächtigen Markstadt - das wurde ihm zum Verhängnis. Doch ich will seine Absichten ehren und mich hier für ein Ende des Krieges erklären. Der mächtige Orodaro, oh natürlich hat er doch recht, wenn er sagt, dass der Kriegsverlierer sich dem Urteil des Siegers zu beugen hat - und Friedrich, ihr, mein Freund, mein zweiter Vater, wie ich sagen möchte... So tragisch euer Verlust ist, seid nicht so voller Gram und öffnet euch diesen edlen Angeboten."

Friedrich von Wolke: "Wie? Mhhh. Ich bin kein Freund, dieser Spielchen. Wie viel verlangt Markstadt?"

Lucius von Markstadt: "Ach, man mag sich - mhjah - mit fünftausend Goldstücken bereits zufrieden geben."

<Kurzes Getuschel bei der Koalition.>

Friedrich von Wolke: "Ich will also auf die Stimme der Vernunft hören. Dieses treue Weib hat recht - und als jemand, der nicht auf dem Schlachtfeld geboren wurde, weiß sie wohl am ehesten die Ängste und Interessen des Volkes zu vertreten. Abgemacht. Fünftausend für Markstadt."

Marschall Markstadt: "Wie kommt es zu dieser plötzlichen Kehrtwende?"

Friedrich von Wolke: "Ach, ist euch das etwa noch nicht genug, Totenkopf?"

Julius von Wellenheim: "Nun, wie steht es um eure Zahlungen an den Dämmersturm?"

Friedrich von Wolke: "Fünfzigtausend Goldstücke sind eine stolze Summe, die mein schuftendes Land nicht so einfach entrichten kann."

Tim Orodaro: "Ihr hattet das Geld, um die Kriegswaffen der Horde zu kaufen. Nun werdet ihr es haben, um die Waffen des Dämmersturms von euren Festungen abzuwenden."

Margarete von Franzdorf: "Bitte habt ein Herz, Söldnerfürst! Die Menschen des Gebirges hatten ebenso wie die Menschen Markstadts unter dem Frühlingskrieg zu leiden! Gedenkt doch nur der armen Einwohner Lichtnahs, als eure fürchterliche Schar vor ihren Mauern stand!"

Tim Orodaro: "Lichtnah hielt den Angriffen stand."

Margarete von Franzdorf: "Ja! Unter großen Verlusten!"

Friedrich von Wolke: "Mich ermüdet diese Diskussion. So sehr mich der Tod meines Sohnes erzürnt, Dämmersturm, so sehr wünsche ich allen Vätern, niemals das gleiche Schicksal erleiden zu müssen. Dreißigtausend Goldstücke sollt ihr erhalten; doch lasst mir genug Zeit, sodass ich es in sechs Raten entrichten kann. Es gibt noch Gefallen im Ausland einzufordern, die ihre Zeit in Anspruch nehmen werden; damit ich die Ressourcen habe, euren Forderungen nachzukommen."

Tim Orodaro: "Gut. Dem Sturm entgegen."

<Die Sitzung wird beendet. Dem markstädtischen Vertrag wird hinzugefügt, dass Markstadt in Raten von zweitausendfünfhundert Goldstücken insgesamt fünfzehntausend Goldstücke an den Dämmersturm zu entrichten hat, sofern dieser der Regulierung der Lebensmittelpreise zustimmt. Außerdem muss Markstadt fünfzig wehrfähige Männer bereit stellen und sie in den Dienst des Dämmersturms stellen. Fürst von Wolke wiederum hat in Raten von fünftausend Goldstücken insgesamt dreißigtausend Goldstücke an den Dämmersturm und eine einmalige Zahlung von fünftausend Goldstücken an Markstadt zu entrichten.>

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kongress von Markstadt (Öffentlich)
BeitragVerfasst: 8. Dez 2015, 20:39 
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5. Sitzung, Diskussion der territorialen Grenzen (2)

Anwesende Vertreter: Lucius von Bauergard (Gastgeber und Fürst von Markstadt, die Kobra), Fürst Friedrich von Wolke (Herr von Burg Stahlkamm, der Wolf), Njörn Cherusk (Anführer der Cherusker Fahne aus Tobiasstadt), Julius von Wellenheim (Hüter der alteracschen Ländereien des Dämmersturms)


Lucius von Bauergard: "Nun, Freunde - da wir - mhjah - einander im Hinblick auf die zu leistenden Zahlungen bereits annähern konnten, begegnen wir nun wieder einem Diskussionspunkt, an dem wir zunächst aufgehangen verbleiben mussten. Julius von Wellenheim, ihr habt das Wort."

Julius von Wellenheim: "Ich erneuere, nun auch mit Blick auf die Abfindungen, das Wort des Dämmersturms, indem ich sage, dass alle Grenzen, die am heutigen Tage bestehen, akzeptiert sein sollen - und das der Dämmersturm auch fortwährend nichts daran ändern mag."

Njörn Cherusk: "Die Fahne verbleibt in Tobiasstadt. Vor uns habt ihr auch nichts mehr zu befürchten."

Friedrich von Wolke: "Angesichts der Tatsache, dass ich mich bereit erklärt habe, euch die gewünschte Summe zu zahlen, halte ich es für angebracht, wenn ihr mir nun entgegenkommt und Dörflingen an mich abtretet. Nur so werden wir hier ohne böses Blut zu einer Einigung kommen."

Lucius von Bauergard: "Mhjah, nun. So sehr ich gewillt bin, euch diesen Wunsch zu erfüllen, Freund - die Reperationen waren doch keineswegs der Preis von Dörflingen, sondern das..."

Friedrich von Wolke: "Ich dachte mir bereits, dass ihr so antworten würdet, deswegen bin ich bereit, das Angebot auszuweiten. Hört gut her, Lucius - so ein Angebot sollt ihr kein zweites Mal erhalten. Ich biete euch die Hand der Margarete von Franzdorf. Sie ist gewillt - und brennt darauf, demütigst zur Frau des markstädtischen Herzogs zu werden. Was sagt ihr?"

<Entrüstung bei der Tobiasstädtischen Koalition.>

Lucius von Bauergard: "Famos! Welch' Ungnade würd' ich vom Licht verlangen, wenn ich mir dieses holde Weib verwehrte! In all den Tagen, die sie nun schon hier verweilt; mich beim Bereiten des Kongresses zu unterstützen und mir - mhjah - das schnöde Leben zu versüßen, da hab' ich längst so empfunden. Doch ich fürchtete, derlei Angebot käme von meiner Seite aus zu früh. Damit habt ihr mir nun wahrlich einen Wünsch erfüllt. Abgemacht, abgemacht! So soll es sein."

Friedrich von Wolke: "Schön."


<Die Sitzung wird beendet. Der Diskussionsgegenstand der territorialen Grenzen wird für beendet erklärt. Dem Vertrag werden die gegenwärtigen Grenzen beigefügt, die nun für alle Mächte im Gefälle bindend sind und von diesen akzeptiert werden. Darüber hinaus heißt es, dass sich alle Mächte um den Schutz dieser Grenzen zu bemühen haben. Dörflingen allerdings wird zuvor dem Einflussbereich von Wolkes zugeschrieben; Margarete von Franzdorf und Lucius von Bauergard besiegeln diese Beschlüsse mit ihrer Vermählung.>

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kongress von Markstadt (Öffentlich)
BeitragVerfasst: 12. Dez 2015, 16:35 
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6. Sitzung, Diskussion zur Friedenssicherung

Anwesende Vertreter: Lucius von Bauergard (Gastgeber und Fürst von Markstadt, die Kobra), Marschall Markstadt (Marschall von Markstadt), Fürst Friedrich von Wolke (Herr von Burg Stahlkamm, der Wolf), Njörn Cherusk (Anführer der Cherusker Fahne aus Tobiasstadt), Julius von Wellenheim (Hüter der alteracschen Ländereien des Dämmersturms), Tim Orodaro (Kommandant des Dämmersturms)


Njörn Cherusk: "Von allen Dingen, die hier besprochen werden, muss das Folgende am ergiebigsten sein. Wir sind hier, um den Frieden zu bereden. Es war wichtig, die anderen, giftigeren Dinge vorher abzuklären - aber jetzt sind wir hier, um über Langfristiges zu sprechen. Die Tobiasstädtische Koalition, womit ich auch für unsere Freunde vom Dämmersturm spreche, will das Nordwestgefälle zu einer Insel des Friedens im unsicheren Alterac machen. Wenn Leute anderswo vom Gefälle hören, dann sollte es das Ziel ihrer langen Reise sein; ihrer Flucht vor den Ogern, Banditen - und all dem unheilvollen Gesocks, dass sich noch so hinter unseren Berggipfeln und Wäldern verbirgt. Um das zu erreichen, braucht es eine geordnete Herrschaft über die Ländereien des Gefälles. Es gibt die Möglichkeit, sie alle im Krieg unter einem Banner zu unterwerfen, doch das zu versuchen würde uns nicht besser machen, als die Emporkömmlinge und Banditenfürsten, die wir vertrieben haben. Wir haben uns entschlossen, den Weg des Friedens zu gehen. Und deshalb braucht es einen Vertrag. Tinte und Papier mögen noch keine Taten anregen, aber diese Gespräche sollten es. Ich bin kein Freund von Geschwätz, aber ich erkenne, dass es wichtig ist, einander in Kontakt zu bleiben, um die Interessen des jeweils anderen kennen- und achten zu lernen. Deshalb muss es eine Gruppe von Leuten geben, ein Gremium oder einen Rat, bestehend aus Vertretern von Koalition, Markstadt und Wolke, die regelmäßig zusammenkommen, um sich auszutauschen, zu beraten und die kommenden Schritte zu besprechen. Außerdem müssen wir, wenn wir unsere Interessen untereinander schützen, auch wissen, wie wir uns nach außen hin verhalten. Ich weiß, dass dem ein anderer Tag gelten sollte, aber es ist Unfug diesen Punkt nun völlig auszuklammern. Wenn wir den Frieden sichern wollen, dann brauchen wir ein Schutzbündnis, das allen Hilfe verspricht, die von Mächten außerhalb des Gefälles angegriffen werden. Das habe ich also gesagt: Wir brauchen einen Rat des Nordwestgefälles und ein Schutzbündnis, um den Frieden zu festigen. Dann nämlich stehen wir gemeinsam für das Gefälle ein - und das erscheint mir der sicherste Weg."

<Allgemeine Zustimmung.>

Lucius von Bauergard: "Mhjah, das sind wahrlich erquickliche, zielgerichtete Worte, mein Freund! Meine Hochzeit mit der Margarete von Franzdorf mag doch ein erster Schritt in diese Richtung sein, nicht wahr? Das Gefälle wächst zusammen... Für Frieden und Einigkeit. Zwei Dinge, die Alterac bitternötig hat, auch mhjah - wenn es nur dieser bescheidene Rahmen ist. Ich will diesen Dingen zustimmen. Und ich wäre hocherfreut - mhjah - Markstadt und seine Räumlichkeiten für den genannten Rat anzubieten."

<Keine Einwände.>

Julius von Wellenheim: "Fürwahr, man wird es dann zwar den 'Markstädtischen Rat' nennen, oder dergleichen - aber hier sehe ich keines Mannes Eitelkeit verletzt, oder?"

<Keine Einwände.>

Friedrich von Wolke: "Schön und gut. Wirklich. Doch ich muss auf einen Missstand aufmerksam machen. Wenn wir also dieses Schutzbündnis schließen und sagen, dass wir einander helfen, dann will ich nicht außer Acht lassen, dass es bereits Verträge dieser Art im Gefälle gibt. Oder wie würdet ihr die Tobiasstädtische Koalition nennen, wenn nicht Schutzbündnis? Es wäre unfair, den anderen Parteien gegenüber, wenn diese Bindung weiterhin besteht. Es stünden stets bloß Markstadt und meine Wenigkeit gegen die fest verwachsene Bindung der Söldner zu Tobiasstadt."

Tim Orodaro: "Ihr wisst, dass auch ein Ende der Koalition, die Freundschaft zwischen Dämmersturm und Cherusker Fahne nicht ins Wanken bringen wird."

Friedrich von Wolke: "Selbstverständlich. Aber die Dinge müssen auf dem Papier ihre Richtigkeit haben."

Tim Orodaro: "Wenn an die Stelle der Tobiasstädtischen Koalition eine Markstädtische Koalition tritt, dann ist der Dämmersturm damit einverstanden."

Njörn Cherusk: "Ohne Frage."

Friedrich von Wolke: "Sehr schön. Dann zu etwas Anderem. Wenn wir einander als Freunde achten wollen, dann müssen wir uns über die militärische Stärke der jeweils anderen im Klaren sein - und wir müssen einander ebenbürtig bleiben. Ihr Söldner verfügt über ein beträchtliches Aufgebot moderner, ausländischer Bewaffnung, die in keinem Verhältnis zu unseren Armeen steht. Außerdem haltet ihr eine Luftbrücke aufrecht, was mir sagt, dass ihr über sowas wie Luftunterstützung verfügt. Nun. Es ist schwierig, die Bedürfnisse aller Parteien zu befriedrigen, denn Bauergard und meine Wenigkeit haben mehr Land zu verteidigen, als Cherusker Fahne und Söldnerbund."

Julius von Wellenheim: "Nennt es ruhig beim Namen, von Wolke. Dämmersturm. Söldnerbund Dämmersturm. Mit soviel Achtung sollten wir einander begegnen."

Friedrich von Wolke: "Ich schlage drei Dinge vor. Einerseits müssen wir bei diesen geplanten Zusammenkünften regelmäßig die Stärke unserer Streitkräfte offen legen. Dazu kommt, dass es jederzeit möglich sein muss, Einsicht in die Waffenkammern und Truppenstützpunkte der jeweils anderen Parteien zu erhalten. Die zweite Sache ist, dass für den Kriegsfall mit ausländischen Mächten bereits im Voraus festgelegt sein muss, wer von uns wie viele Truppen für die Verteidigung heranschaffen muss. Das Gefälle braucht ein stehendes Heer, bestehend aus Kontingenten aller beteiligten Mächte. Und, das sprach ich ja eben schon an: Es muss eine Beschränkung des militärischen Potenzials geben, individuell für jede Partei, gemäß der Ländereien, die sie zu verteidigen hat."

<Getuschel.>

Marschall Markstadt: "Nun, das würde euch, im Hinblick auf eure Lage an der Grenze und die Anzahl eurer Ländereien, die größte Streitmacht zusprechen. Es darf keinen Punkt geben, an dem eine der beteiligten Parteien dazu in der Lage ist, alle anderen Parteien militärisch zu überwältigen. Den anderen Punkten stimme ich ohne Weiteres zu."

Lucius von Bauergard: "Ja, gewiss - Freund. Mhja. Den anderen Punkten stimmt Markstadt zu."

Tim Orodaro: "Der Dämmersturm verfügt über Kräfte im Ausland, die von diesen Betrachtungen ausgeschlossen werden müssen. Ansonsten müsste er sein militärisches Potenzial unverhältnismäßig reduzieren. Ich sehe, dass dieser Umstand euch nicht zufrieden stimmt. Deshalb schlage ich vor, das Landen der dämmersturmschen Transportmaschinen auf einen Landeplatz vor Markstadt zu verlegen. Das ermöglicht die gründliche Kontrolle unserer Truppen im Gefälle. Der Landeplatz in Gorheim wird aufgelöst und nicht weiter genutzt. Außerdem bieten wir damit an, über die Flugmaschinen des Söldnerbundes, gegen geringe Aufwandsentschädigungen, Verbindungen ins Ausland zu unterhalten - für alle Parteien des Schutzbündnisses."

Lucius von Bauergard: "Mhja, das erscheint mir doch als ein durchdachter Vorschlag."

Friedrich von Wolke: "Ihr habt noch nichts zu den Beschränkungen gesagt."

Tim Orodaro: "Der Dämmersturm wird, im Sinne des Friedens, sein Aufgebot auf zehn Dutzend Mann beschränken, wenn seine Kriegsgeräte von dieser Einschränkung unberührt bleiben. Gleichzeitig geben wir uns damit zufrieden, wenn Markstadt sein Aufgebot auf zwanzig- und ihr, von Wolke, euer Aufgebot auf dreißig Dutzend Mann beschränkt. Für Tobiasstadt schlage ich fünf Dutzend vor."

Friedrich von Wolke: "Eure Kanonen haben mit weniger Männern meine Truppen vor Markstadt geschlagen. Die Einschränkungen müssen also auch euer Kriegsgerät betreffen!"

Tim Orodaro: "Ich kam euch entgegen, als ich euch mehr Männer zusprach als Markstadt - der Tatsache zum Trotz, dass Markstadt mehr Menschen zu schützen hat. Nun müsst ihr mir entgegen kommen und von Beschneidungen am Kriegsgerät absehen. Bei euch will ich es ähnlich halten."

Friedrich von Wolke: "Pah! Einhundert Mann und genug Artillerie für zwei Armeen. Würdet ihr danach trachten, ihr könntet das Gefälle immernoch zu Staub schießen!"

Tim Orodaro: "Deswegen rate ich euch, meinem Angebot zuzustimmen."

Marschall Markstadt: "Nun, es mag ein wenig spitzfindig daherkommen, doch wenn wir ein festes Heer aufstellen, dass unser Gefälle im Fall der Fälle zu verteidigen hat, dann wäre diese Artillerie ein wertvoller Verbündeter. Ist sie nicht Teil dieses Heeres, dann ist sie eine Bedrohung - das steht außer Frage. Man könnte unseren Konflikt so lösen, dass sich der Dämmersturm dazu verpflichtet, die Artillerie vollständig - oder zumindest überwiegend - diesem Heer zur Verfügung zu stellen. Natürlich nur innerhalb des Kontingentes 'Dämmersturm'."

Friedrich von Wolke: "Das verteilt die Macht nicht. Die Kanonen verbleiben in diesem Fall als ein - was soll man sagen - unnahbarer Verbündeter, der sich genauso gut gegen uns wenden könnte, wenn wir nicht nach seiner Pfeife tanzen. Der Dämmersturm muss im Gefälle abrüsten. Ansonsten sehen wir den Frieden zu jeder Stunde bedroht."

Tim Orodaro: "Wenn ich euch nun ein weiteres Mal entgegenkomme, von Wolke, dann fordere ich eure Dankbarkeit ein. Rechnet damit, dass ich kein zweites Mal so großzügig sein werde."

Friedrich von Wolke: "Ach was, haltet ihr mich für so dreist?"

Tim Orodaro: "Der Dämmersturm wird seine moderne Artillerie auf zwei Kanonen kleineren und eine Kanone größeren Kalibers reduzieren. Dies soll nur jene Geräte betreffen, die auf Schießpulver basieren. Alle anderen bleiben unbeachtet. Das sei als weitere Beschränkung dem Vertrag hinzuzufügen. Lasst es notieren."

Friedrich von Wolke: "Ausgezeichnet. Ich stimme meinerseits der genannten Truppengröße zu. Ihr auch, Lucius?"

Lucius von Bauergard: "Mhjah, durchaus. Ja."

Njörn Cherusk: "Tja. Ich werde mich dem Frieden nicht verwehren. Also stimme ich auch zu."

Julius von Wellenheim: "Nun, freilich ist unsereins nun aber nicht verpflichtet, die Artillerie bei jedem Schreck bereitzustellen, richtig?"

Friedrich von Wolke: "Sei's drum, weiter."

Marschall Markstadt: "Ich möchte auf den Rat von Markstadt zurückkommen. Wir sollten uns einmal alle zwei Monate versammeln - gibt es Einwände?"

<Keine Einwände.>

Marschall Markstadt: "Also versammeln sich Vertreter des Dämmersturms, von Markstadt, von Tobiasstadt und von Burg Stahlkamm, beginnend vom Tage der Vertragsunterzeichnung, alle zwei Monate hier in Markstadt, um über die Geschicke des Nordwestgefälles von Alterac zu bestimmen." <diktierend>

<Kein Einwände.>

Tim Orodaro: "Nun ist es eine lobenswerte Sache, diesen Vertrag zu schließen - er ist aber nutzlos, wenn wir nicht gleich über die Sanktionen sprechen, die mit einem Bruch der Koalition einhergehen. Schritt Eins sollte in jedem Fall die wirtschaftliche Isolation des Schuldigen sein; Schritt Zwei die territoriale Isolation auch für die Zivilbevölkerung - und Schritt Drei die militärische Intervention, die bis zur Annexion der Ländereien des Untreuen eskalieren darf. In diesem Fall müssen die Ländereien gleichmäßig unter den übrigen Mitgliedern der Koalition aufgeteilt werden. Dieser Punkt ist selbstredend eine Ausnahme von den vertraglich fixierten Ansprüchen auf die Ländereien des Nordwestgefälles. Derjenige, der den Vertrag gebrochen hat, darf jederzeit eine Kapitulation unterschreiben, die alle gegen ihn gerichteten Sanktionen aufhebt, ihn aber zur Zahlung von fünfzigtausend Goldstücken an die Koalition verpflichtet. Darüber hinaus muss dann die Truppenstärke der kapitulierenden Partei neu diskutiert werden - und alle im Verlauf der Fehde verlorenen Ländereien bleiben verloren."

Lucius von Bauergard: "Grandios durchdacht, mein Freund! Orodaro! Mhjah! Applaus!"

Friedrich von Wolke: "Gut."

Njörn Cherusk: "Hoffen wir, dass es nicht soweit kommt."

Tim Orodaro: "Ich habe ein weiteres Anliegen. Während unserer Feldzüge in Alterac sahen wir uns gezwungen, die von Schattenhammerkultisten besetzte Stadt 'Kaderwulst' zu vernichten. Der umliegende Wald ist verflucht. Er ist innerhalb der Tobiasstädtischen Koalition bereits eine Sperrzone. Dies sollten wir auf die Markstädtische Koalition ausweiten. Der Dämmersturm wird sich der Aufgabe annehmen, seine Grenzen zu bewachen."

Friedrich von Wolke: "Damit ihr eure Teufeleien vor uns verstecken könnt, wie?"

Marschall von Markstadt: "Markstadt stimmt diesem Anliegen zu; ich möchte aber veranlassen, dass wenigstens alle zwei Monate ein Gutachter jeder Partei der Koalition sich die Wacht an der Sperrzone ansehen darf."

Lucius von Bauergard: "Ja, ansonsten stimmt Markstadt aber - mhjah - zu!"

Tim Orodaro: "Dann halten wir es so. Irgendwelche Einwände?"

<Keine Einwände.>

Lucius von Bauergard: "Wohlan denn! So können wir diese ergiebige Sitzung beenden und uns den Rest des Tages angenehmeren Dingen widmen!"

<Lucius von Bauergard schließt die sechste Sitzung.>

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BeitragVerfasst: 6. Jan 2016, 04:31 
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7. Sitzung, Diskussion zur Regulierung des Marktes

Anwesende Vertreter: Lucius von Bauergard (Gastgeber und Fürst von Markstadt, die Kobra), Fürst Friedrich von Wolke (Herr von Burg Stahlkamm, der Wolf), Njörn Cherusk (Anführer der Cherusker Fahne aus Tobiasstadt), Julius von Wellenheim (Hüter der alteracschen Ländereien des Dämmersturms)


Friedrich von Wolke: Wir sahen uns im letzten Sommer, wie auch im Herbst - und nun im Winter, der Situation ausgesetzt, dass der Dämmersturm, der selbst kaum unter dem Frühlingskrieg zu leiden hatte, nun den Lebensmittelmarkt an sich gerissen hat, schamlos Profit aus dem Krieg zieht und uns seine Kartoffeln zu Wucherpreisen verkauft. Die Menschen hungern und verarmen, denn während des Krieges konnten die Bauern ihre Felder nicht bestellen."

Julius von Wellenheim: "Führwahr! Das Volk, das ich zu schützen geschworen, ist ein Volk gewiefter Geschäftsmänner und tücht'ger Arbeiter! Wer seid ihr denn, dies zu verurteilen? Ihr hier - der's begonnen hat!"

Njorn Cherusk: "Ja, - solche Worte aus eurem Mund, Wolf. Setzt euch. Ich sehe die Not Markstadts - aber euer scheinheiliges Getue ist Eurer nicht würdig."

Friedrich von Wolke: "Geldgierige Krämer - aber wir haben ja die Versicherung eures Kommandanten, dass ihr uns in dieser Sache an den Lippen hängen müsst, Wellenheim. Deshalb will ich's dabei belassen. Lucius, sprecht."

Lucius von Bauergard: "Nun, mhjah - ohne Zweifel ist das Leiden groß. Und wenn's einmal wieder soweit kommt; nein, bloß um nicht in dieser Situation zu verharren, muss der Kartoffelpreis, um den es ja eigentlich geht, festgelegt sein, damit jeder sich's leisten kann, zu überwintern, ohne ernsthaft den Hungertod oder die finanzielle Schmach fürchten zu müssen."

Julius von Wellenheim: "Ich mag's also richtig sehen, wenn sich das hier alles auf den Kartoffelpreis beschränkt, richtig?"

Lucius von Bauergard: "Mhjah, richtig."

Friedrich von Wolke: "Nein, falsch! ... Ich seh' euch schon im nächsten Jahr was anderes pflanzen. Veräppelt mich nicht. Wir legen hier etwas fest, dass sich auf alle Lebensmittel bezieht. Einen Höchstpreis pro Ration. Und mit Ration meine ich die Einheiten, die im Markstadt des letzten Jahres verkauft wurden."

Julius von Wellenheim: "Ich höre also euer Angebot, von Wolke."

Friedrich von Wolke: "Drei Silberstücke."

Julius von Wellenheim: "Ich seh's, - ihr wollt mir ganz fein mit was Niedrigem anfangen, wissend, dass es unrealistisch ist! .. Und dann treffen wir uns irgendwo mittig, wo's immernoch niedrig ist. Seht! .. Drei Silberstücke, was für eine lächerliche Zahl. Wollt uns wohl verarmen sehen? Ja! Das wollt ihr. Uns - und alle da im Osten. Drei Silberstücke, das ist eine Beleidigung! Ich protestiere - und mache erst gar kein Gegenangebot!"

Friedrich von Wolke: "Elender Schwätzer."

Julius von Wellenheim: "Einer vielleicht - aber einer mit Prinzipien!"

Lucius von Bauergard: "Markstadt gibt sich mit fünf Silbermünzen ... mhhhja. Zufrieden, das dürfte noch möglich sein."

Julius von Wellenheim: "Listig, listig! So soll's Sympathien schüren, wie? Ne-ne. Fangt anders an. Macht's bei Zwanzig!"

Friedrich von Wolke: "Dann finden wir uns am Ende bei Zehn wieder - das ist zuviel. Kommt uns entgegen - euer Kommandant hat's versprochen."

Njorn Cherusk: "Mhhhh. Ist Sieben eine Möglichkeit?"

Julius von Wellenheim: "Eine Neun! Gebt mir eine Neun! Das muss es euch doch wert sein!"

Friedrich von Wolke: "Sieben sind in Ordnung."

Lucius von Bauergard: "Ja, Sieben!"

Julius von Wellenheim: "Ich bin dagegen."

Lucius von Bauergard: "Doch seid ihr überstimmt, mein - mhjah - Freund."

Friedrich von Wolke: "Beugt ihr euch?"

Julius von Wellenheim: "Dem Wort meines Kommandanten folgend. Es sei euch vergönnt."


<Die Sitzung wird beendet.>

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kongress von Markstadt (Öffentlich)
BeitragVerfasst: 7. Jan 2016, 02:30 
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8. Sitzung, Diskussion zur Außenpolitik der Markstädtischen Koalition

Anwesende Vertreter: Lucius von Bauergard (Gastgeber und Fürst von Markstadt, die Kobra), Marschall Markstadt (Marschall von Markstadt), Fürst Friedrich von Wolke (Herr von Burg Stahlkamm, der Wolf), Njörn Cherusk (Anführer der Cherusker Fahne aus Tobiasstadt), Julius von Wellenheim (Hüter der alteracschen Ländereien des Dämmersturms), Tim Orodaro (Kommandant des Dämmersturms)


Tim Orodaro: "Wir werden es von Beginn an so halten, dass sich, sollte überhaupt einmal ein solcher Schritt in Erwägung gezogen werden, die Markstädtische Koalition nicht über die Grenzen des alten Alteracs hinaus ausbreiten wird. Das heißt, dass wir zu keinem Zeitpunkt die Annexion der Ländereien westlich eures Territoriums, von Wolke - oder jenseits des Lordaemeresees anstreben können. Ich bin mir darüber im Klaren, dass dieser Beschluss euren Spielraum am meisten einschränkt, Wolf, doch denkt an mein Entgegenkommen im Hinblick auf die Lebensmittelpreise; vor allem aber im Hinblick auf die militärische Potenz des Dämmersturms im Nordwestgefälle. Ihr seid an der Reihe, dem Dämmersturm die Hand zu reichen."

Friedrich von Wolke: "Ich stimme zu. Zähneknirschend."

Tim Orodaro: "Selbstredend stellt die Westexpansion eurer Ländereien, angesichts der weltpolitischen Lage, Zeit eures Lebens, eine Unmöglichkeit dar. Die Verlassenen werden sich kein Land von einem Kleinfürsten Alteracs abringen lassen. Ich zeige hiermit, wie langfristig meine Pläne orientiert sind. Selbst wenn Unterstadt eines Tages den Rückzug antreten muss, wird sich die Markstädtische Koalition nicht gen Dalaran und auch nicht gen Lordaeron ausbreiten."

Njorn Cherusk: "In dieser Sache schwingt mir zu sehr die Erwägung mit, es mit den anderen Richtungen zu versuchen. Wir sollten die akzeptierten Grenzen vollständig auf sich beruhen lassen. Um Streitigkeiten unter uns - und Streitigkeiten nach außen zu vermeiden."

Lucius von Bauergard: "Nun, mhja - Mann von Tobiasstadt. Man will die eifrigen Pläne unserer Söhne nicht zu sehr beschneiden, wie? Vielleicht ergibt sich eines Tages die Notwendigkeit, weitere Ländereien der Ordnung des Nordwestgefälles zuzuführen."

Njorn Cherusk: "Das sind nicht die Fragen unserer Zeit. Es wird lange Zeit in Anspruch nehmen, erstmal hier im Gefälle für Ordnung zu sorgen."

Tim Orodaro: "Das ist richtig. Wir legen also fest, dass sich die Außengrenzen des Nordwestgefälles für die nächsten fünf Jahre nicht verändern werden."

Friedrich von Wolke: "Fünf Jahre? Warum nicht ein Jahr - und dann diskutieren wir das Thema erneut?"

Lucius von Bauergard: "Ja, mhh. Nun, warum nicht so, mächt'ger Orodaro?"

Tim Orodaro: "Wenn der Fall eintreten sollte, dass die Markstädtische Koalition in ihrer Existenz bedroht ist - und nur dadurch gerettet werden kann, neue Gebiete ihrem Territorium einzuverleiben, dann tritt die fünfjährige Festlegung der Außengrenzen außer Kraft. Ein Gremium mit Vertretern aller Parteien der Markstädtischen Koalition, wird diese Situation beurteilen."

Friedrich von Wolke: "Na schön."

Marschall Markstadt: "Wir stimmen zu."

Lucius von Bauergard: "Ja, das tun wir."

Njorn Cherusk: "Tobiasstadt ebenfalls."

Tim Orodaro: "Dann ist da noch eine andere Sache. Die Markstädtische Koalition wird eure Verbindungen zur Horde als Kriegsakt deuten, wenn ihr sie nicht innerhalb des angebrochenen Jahres vollständig beendet, von Wolke. Ich bin mir darüber im Klaren, dass es nicht leicht sein wird, euch aus diesen Verwickelungen zu lösen - wenn ihr Unterstützung benötigt, dann soll sie euch gewährt werden. Sollte die Horde wiederum unmittelbar mit Krieg drohen, laden wir einen Vertreter nach Markstadt ein, um über einen Nichtangriffspakt zu verhandeln. Die Sache ist die Folgende. Wenn ihr als einzige Partei des Gefälles die Unterstützung der Horde genießt, herrscht ein unvermittelbares Ungleichgewicht - deswegen muss diese Verbindung gekappt werden. Möglicherweise zum Preis hoher Tributraten für uns alle - doch das wahrt zumindest den Frieden. Außerdem stärkt es unsere Einheit gegenüber dieser ausländischen Macht."

Friedrich von Wolke: "Ihr habt nicht mal Beweise für das, was ihr da sagt."

Julius von Wellenheim: "Bedenkt nur Franzdorf!"

Friedrich von Wolke: "Ihr Teufel..."

Marschall Markstadt: "Nun, mir erscheint diese Sache reichlich unlogisch, Orodaro. Ist euch das theoretische Ungleichgewicht wirklich solch' ein Dorn im Auge, dass ihr es riskieren wollt, mit der Horde verhandeln zu müssen - ihr auch noch Tribut zu zahlen? Ich bin entschieden dagegen. Es muss eine andere Möglichkeit geben."

Tim Orodaro: "Die Alternative ist der Krieg. Und es wäre ausgesprochen verlustreich, einen Angriff der Verlassenen abwehren zu müssen."

Njorn Cherusk: "Das würde uns vernichten."

Tim Orodaro: "Wir halten dabei im Blick, dass die Horde derzeit nicht offen in Alterac intervenieren darf. Die Pattsituation im Tal und der Waffenstillstand erlauben keine militärischen Unternehmungen in Alterac; zumindest solange Unterstadt etwas daran liegt, den Frieden zwischen Horde und Allianz zu wahren. Jede offene Annexion wäre eine Provokation gegenüber Sturmwind. Die unterstädtische Führung weiß das - und wird sich zurückhalten. Wir hätten es also im Kriegsfall mit Stellvertretern zu tun. Andere Günstlinge aus Alterac, wie der Wolf jetzt noch einer ist."

Marschall Markstadt: "Also spielt ihr nun mit dem Gedanken, diesen 'verlustreichen' Krieg als notwendiges Übel zu akzeptieren?"

Tim Orodaro: "Wir können nicht über Unterstadt verfügen, daher müssen wir wissen, was geschehen könnte. Wenn es diesen Krieg gäbe, wäre er durchaus zu gewinnen. Darauf sollten wir es aber nicht ankommen lassen, weshalb ich den Tribut akzeptiere - wenn er denn kommen mag."

Marschall Markstadt: "Markstadt wird die Horde nicht unterstützen."

Lucius von Bauergard: "Nun, aber mhja - es scheint mir doch die angenehmste Lösung, nicht wahr?"

Marschall von Markstadt: "Was? Wie bitte?"

Lucius von Bauergard: "Was mag das für ein Tribut sein? Gemeinsam ist er fraglos zu stemmen! Mhja. Und ist er's nicht, dann kämpfen wir. Andere Alternativen mag ich hier gar nicht erkennen."

Marschall Markstadt: "Mir erscheint die Verbindung von Wolkes zur Horde nicht so übel, wie ihr sie schildert, Orodaro. Wenn wir sie gemeinsam überwachen, ist sie uns nützlich - und kein Ungleichgewicht. Wir wüssten Dinge über die Horde, ohne dass sich die Horde darüber im Klaren ist, wie sich die Lage im Gefälle entwickelt hat."

Tim Orodaro: "Ich sehe, dass ihr die Horde an der Nase herumführen wollt, Marschall. Das ist eine dumme Idee. Zumindest mit diesem platten Kalkül. Das alles wäre schnell durchschaut."

Njorn Cherusk: "Mhhhrm. Was ist mit der Allianz? Wir fragen die Allianz, bitten um Schutz - und zahlen ihr Tribut. Dann wird sich die Horde nicht mehr einmischen, wenn es stimmt, was ihr sagt, Orodaro."

Tim Orodaro: "Treten wir vor der Allianz als Bittsteller auf, wäre sie dazu in der Lage, offene Forderungen an uns zu stellen. Nicht zuletzt, weil der Dämmersturm seinen Sitz in Eisenschmiede hat. Das Gefälle wäre rasch zum Spielball der Großmacht degradiert; unsere Truppen müssten ausziehen und die Kriege Wrynns führen. Entrichten wir Tribut an die Horde, dann geht es vielmehr darum, nicht von ihr angegriffen zu werden, als dass es uns in ihr Machtgefüge eingliedert. Wir wären unabhängiger, so absurd euch das erscheinen mag."

Lucius von Bauergard: "Nun, warum nicht beides versuchen? Mhjah! Und unweigerlich würd's zu Streitigkeiten führen, die sich dahingehend lösten, dass man beidseitig Abstand vom Gefälle nähme. Wie? Ihr fordert Tribut aus Landen, die unseren Schutz genießen? Wie? Diese Lande genießen euren Schutz? Oh! Welch' Unglück, - so vergessen wir's Gefälle, um des Friedens Willen."

Tim Orodaro: "Nehmt euch nicht zu wichtig. Die Idee mag nicht schlecht erscheinen, doch sie ist ein Sprössling der Unvernunft. Wir gehen zu viele Risiken ein. Man stelle sich vor, Horde und Allianz entwickelten Sympathien, um gegen unser falsches Spiel vorzugehen. Die Konsequenzen wären untragbar. Der Dämmersturm lehnt diesen Plan ab. Ich verweise abermals darauf, sich langfristig mit der Horde zu arrangieren."

Marschall Markstadt: "Ich sehe keine Lösung in Sicht. Ich schlage vor, dass wir dieses Thema vertagen und Friedrich von Wolke uns informiert, sobald sich in seiner Beziehung zur Horde neue Bewegungen abzeichnen. Diese beurteilen wir dann in der nächsten Zusammenkunft."

Tim Orodaro: "Diese Sache bleibt fortan, bis zur Lösung, immer erstes Thema bei Zusammenkünften der Markstädtischen Koalition. Das sei an dieser Stelle festgehalten."

Marschall Markstadt: "Gut."

Friedrich von Wolke: "Fein."

Tim Orodaro: "Wenn sich herumgesprochen hat, dass das Gefälle ein sicherer Hafen im zerütteten Alterac ist, werden viele Flüchtlinge hier eine neue Heimat suchen. Ebenso werden Räuberbanden, Oger und Kleinfürsten versuchen, dem Land seine jungen Reichtümer abzuringen. Es braucht daher gesicherte Grenzen, die regelmäßig - alle zwei Monate - inspiziert werden. Jede Partei der Koalition ist für ihren jeweiligen Grenzabschnitt verantwortlich. Die Befestigungen und Wacheinheiten müssen ausreichen, um eine Hundertschaft Banditenvolk für eine Woche aufzuhalten. Das ist die Zeit, in der die Koalition sein Heer mobilisieren muss. Dieser Zustand wird nicht von Anfang an erreicht werden - wir werden es aber forcieren, sodass wir in einem Jahr soweit sind. Außerdem sollte es in Markstadt, Stahlkamm und Gorheim jeweils eine provisorische Unterkunft für mindestens zweihundert Familien geben, die sich unter unseren Schutz stellen möchten. Jede dieser Familien hat einen wehrfähigen Mann bereit zu stellen, der sich für wenigstens ein Jahr unter das Banner stellt, in dessen Ländereien er leben möchte."

Marschall Markstadt: "Das klingt mir vernünftig."

<Keine Einwände.>

Tim Orodaro: "Zuletzt will ich ein Rätsel ansprechen. Im Frühlingskrieg wurde Markstadt von einer Armee unterstützt, die nicht ihr Wappen trug, sondern unbebannert große Verluste unter den Truppen des Wolfes verursachte, ehe es vertrieben werden konnte. Was war das für ein Heer, Lucius von Bauergard?"

Lucius von Bauergard: "Nun, mein Freund - lieber Orodaro. Das - nun - mhja. Das war ein Verbündeter. Bedauerlicherweise fiel er auf dem Schlachtfeld."

Tim Orodaro: "Erklärt mir, woher dieser Verbündete kam."

Marschall Markstadt: "Fakt ist, dass dieser Verbündete - nun wo er geschlagen ist - sich nicht mehr in die Angelegenheiten des Nordwestgefälles einmischen kann."

Julius von Wellenheim: "Könnte er es, wär's uns der gleiche Fall - wie eben mit der Horde."

Tim Orodaro: "Der Dämmersturm muss Details über diesen Verbündeten erfahren - ansonsten wird er diesen Vertrag nicht unterzeichnen. Ich garantiere, dass ihr keinen Schaden daran nehmen werdet. Betrachtet dies als Geschenk dafür, dass ihr an unserer Seite gekämpft habt."

Lucius von Bauergard: "Nun - mhja. Es handelte sich um ein Söldnerheer des Syndikates."

Friedrich von Wolke: "Welch' Überraschung."

Tim Orodaro: "Nun, der Marschall trug es uns bereits als Faktum vor, dass sich dieser Verbündete - nun also das Syndikat - nicht mehr in die Angelegenheiten des Gefälles einmischen wird. Tragt es also ein - und fügt hinzu, dass wir unser Verhältnis zum Syndikat, bei gegebenem Anlass so diskutieren, als sei es eine außenstehende Macht."

Marschall Markstadt: "Ich werde meine Aussage jedenfalls nicht zurücknehmen."

Tim Orodaro: "Schön. Also lasst es eintragen."

Njörn Cherusk: "Das will ich mindestens meinen. Dieses Syndikatspack hat auf unserem Grund und Boden nichts verloren."

<Keine Einwände.>

Tim Orodaro: "Nun, ich sehe, dass kein weiterer Anlass besteht, dieses Gespräch fortzuführen. Wir sind zusammengetreten und haben besprochen, was nötig war. Deswegen erheben wir uns jetzt, reflektieren das Gesagte und finden uns in zwei Tagen bei der Vertragsunterzeichnung wieder. Dem Sturm entgegen, meine Herren."

<Die Sitzung wird beendet.>

_________________
Dem Sturm entgegen! - Schlachtruf und Grußformel der Söldner des Dämmersturms.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kongress von Markstadt (Öffentlich)
BeitragVerfasst: 13. Jan 2016, 19:31 
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Vertrag der Markstädtischen Koalition


Präambel

Am Ende des Frühlingskrieges entsandte das Volk des Nordwestgefälles von Alterac seine hohen Vertreter, damit sie im Sinne des Friedens zusammenkommen, einander beraten und versöhnen konnten. Dieser Vertrag ist das Ergebnis jener denkwürdigen Zusammenkunft, die dem Gefälle und all seinen Einwohnern Ruhe und Wohlstand bescheren soll. Im Bestreben, das Nordwestgefälle zu einem Hafen des Friedens zu machen, inmitten des leidgeplagten, zerrütteten Verräterkönigreiches von Alterac, entstand nunmehr die Markstädtische Koalition als ein Garant der Sicherheit und Ordnung - all jene einladend, die sie hoffnungsvoll zu unterstützen wünschen.



1. Reperationen


1.1.
Markstadt verpflichtet sich, in Raten von zweitausenfünfhundert Goldstücken, die pro Mondlauf zu entrichten sind, insgesamt fünfzehntausend Goldstücke an den Söldnerbund Dämmersturm zu zahlen. Außerdem hat Markstadt fünfzig wehrfähige Männer bereitzustellen, die sich seinem Kommando unterstellen.


1.2
Fürst Friedrich von Wolke verpflichtet sich, in Raten von fünftausend Goldstücken, die pro Mondlauf zu entrichten sind, insgesamt dreißigtausend Goldstücke an den Söldnerbund Dämmersturm zu zahlen. Außerdem verpflichtet er sich, eine einmalige Zahlung von fünftausend Goldstücken an Markstadt zu entrichten.



2. Territoriale Grenzen


2.1
Es sei von allen Mächten des Gefälles, darunter Markstadt, der Söldnerbund Dämmersturm, die Cherusker Fahne und Friedrich von Wolke, allgemein anerkannt, dass die folgenden Grenzen unumstößlich zu akzeptieren sind. Friedrich von Wolke ist fortan Herr über die Ländereien von Dörflingen, Aiden, Weisshaupt, Lichtnah, Franzdorf, Burg Stahlkamm und Höhlingen. Lucius von Bauergard ist fortan Herr über die Ländereien von Karpfenfang, Pökelheim, Neuingen, Legdenstein, Lordamm, Talstadt, Erwins Ruh und Markstadt. Die Cherusker Fahne ist fortan Herr über die Ländereien von Tobiasstadt. Der Söldnerbund Dämmersturm ist fortan Herr über die Ländereien von Alterszapfen, Kupferdorf, Burg Wellenheim und Gorheim.

2.1.1
Da Dörflingen, im Zuge der Verhandlungen, aus markstädtischem Besitz heraus dem Anspruch Friedrich von Wolkes übergeben wurde, haben Lucius von Bauergard und Margarete von Franzdorf (als Vertreterin Friedrich von Wolkes) den Bund der Ehe zu schließen, um dieser friedlichen Übergabe lieblich Ausdruck zu verleihen und die territoriale Sicherheit zwischen Markstadt und Friedrich von Wolke doppelt zu besiegeln.


2.2.
Es sei von allen Mächten des Gefälles, wie sie oben genannt wurden, akzeptiert, dass es ihre hohe Pflicht ist, mit gemeinsamer Unterstützung, die hier festgeschriebenen Ansprüche zu schützen und ihre Grenzen zu erhalten.



3. Friedenssicherung


3.1.
Mit diesem Vertrag sei die Markstädtische Koalition ins Leben gerufen. Diese besteht aus den Fraktionen Friedrich von Wolkes, Lucius von Bauergards, der Cherusker Fahne und des Dämmersturms.

3.1.1.
Die zuvor bestehende Tobiasstädtische Koalition zwischen dem Söldnerbund Dämmersturm und der Cherusker Fahne wird hiermit aufgelöst.


3.2.
Um die gemeinsamen Interessen aller beteiligten Fraktionen zu achten, wird alle zwei Monate der Markstädtische Rat in Markstadt einberufen, bei dem Vertreter aller beteiligten Fraktionen anwesend sein müssen. Der Rat soll dazu dienen, die Geschicke der Koalitionsgebiete in gemeinsamer Abstimmung zu leiten.


3.3.
Die Markstädtische Koalition versteht sich außerdem als ein Schutzbündnis, das ausländischen Aggressoren gemeinsam begegnet und streng verbietet, dass sich die ihr angehörigen Fraktionen untereinander militärisch bekriegen.

3.3.1.
Um die Interessen der Koalition zu wahren, halten alle ihr angehörigen Fraktionen einen Teil ihrer Truppen bereit, um sie im Falle eines Krieges, dem Koalitionsheer zu unterstellen. Das impliziert, das im Kriegsfall ein Koalitionsheer, bestehend aus allen Fraktionen der Koalition ausgehoben wird.


3.4.
Alle Parteien der Koalition reduzieren ihr militärisches Aufgebot, um das Nordwestgefälle vor bedrohlichem Ungleichgewicht zu wahren. Friedrich von Wolke verpflichtet sich dazu, mit seinem militärischen Aufgebot die Sollstärke von dreißig Dutzend Soldaten nicht zu überschreiten. Die Cherusker Fahne verpflichtet sich dazu, mit ihrem Aufgebot die Sollstärke von fünf Dutzend Soldaten nicht zu überschreiten. Markstadt verpflichtet sich dazu, mit seinem Aufgebot, die Sollstärke von zwanzig Dutzend Soldaten nicht zu überschreiten. Der Söldnerbund Dämmersturm verpflichtet sich dazu, mit seinem Aufgebot, die Sollstärke von zehn Dutzend Soldaten nicht zu überschreiten; außerdem verpflichtet er sich dazu, sein auf Schießpulver basierendes Kriegsgerät auf zwei Kanonen kleineren und eine Kanone größeren Kalibers zu beschränken und diese Zahl niemals zu überschreiten.

3.4.1.
Die im Ausland stationierten Truppen des Dämmersturms sind von dieser Regelung ausgeschlossen.

3.4.2.
Jeder Fraktion der Markstädtischen Koalition muss es jederzeit möglich sein, Einsicht ins militärische Potenzial einer anderen Fraktion der Markstädtischen Koalition zu erhalten.


3.5.
Der Söldnerbund Dämmersturm verpflichtet sich, sein Flugfeld von Gorheim nach Markstadt zu verlagern und keine weiteren Flugfelder anzulegen. Außerdem stellt er seine Transportmaschinen für die Koalition bereit, um Verbindungen ins Ausland zu genießen.


3.6.
Die Ländereien von Kaderwulst sind fortan eine Sperrzone für alle Fraktionen der Markstädtischen Koalition. Der Dämmersturm ist damit beauftragt, diese Sperrzone zu überwachen. Alle zwei Monate muss ein Gutachter jeder Fraktion die Bewachung der Sperrzone überprüfen.



4. Wirtschaftliche Regelungen


4.1.
Um eine Grundversorgung zu gewährleisten, ist der Kartoffelpreis pro Ration in allen Ländereien der Markstädtischen Koalition auf sieben Silbermünzen festgelegt.


5. Außenpolitische Position


5.1.
Die Markstädtische Koalition wird sich niemals über die Grenzen des alten Königreiches von Alterac ausweiten.


5.2.
Die Markstädtische Koalition, die ihre internen Grenzen bereits festgelegt hat, erklärt, in den nächsten fünf Jahren ihre Außengrenzen nur dann auszudehnen, wenn es die einzige Möglichkeit ist, den Bestand der Markstädtischen Koalition zu wahren.


5.3.
Wie sich die Markstädtische Koalition gegenüber der Horde zu positionieren hat muss immer erster Diskussionsgegenstand in einer Sitzung des Markstädtischen Rates sein, bis sich die Fraktionen der Markstädtischen Koalition auf eine Haltung einigen konnten.


5.4.
Jede Fraktion der Koalition ist für ihren jeweiligen Grenzabschnitt verantwortlich.

5.4.1.
Diese Grenzen werden von Vertretern aller Fraktionen der Markstädtischen Koalition alle zwei Monate inspiziert.

5.4.2.
Die Befestigungen und Wacheinheiten des jeweiligen Grenzsabschnittes müssen ausreichen, um eine feindselige Hundertschaft für mindestens eine Woche aufzuhalten. Dieses Beurteilungskriterium tritt ein Jahr nach Unterzeichnen des Vertrages in Kraft.


5.5.
In Markstadt, Burg Stahlkamm und Gorheim muss es provisorische Unterkünfte für Obdachlose und Flüchtlinge geben, die mindestens zweihundert Familien fassen können. Dieses Beurteilungskriterium tritt ein Jahr nach Unterzeichnen des Vertrages in Kraft.

5.5.1.
Jede Familie, die ins Gebiet der Markstädtischen Koalition einwandern möchte, hat einen wehrfähigen Mann oder eine wehrfähige Frau für mindestens ein Jahr als Soldat dem Banner zu unterstellen, in dessen Ländereien sie leben möchte.


5.6.
Das Syndikat genießt keine Privilegien auf dem Gebiet der Markstädtischen Koalition, ist weder ihr Verbündeter, noch ihr Feind. Die genaue Haltung zum Syndikat ist bei gegebenem Anlass zu diskutieren.



6. Sanktionen bei Vertragsbruch


6.1.
Kommt es zu einem Bruch der Bedingungen und Erklärungen des Vertrages der Markstädtischen Koalition sind die folgenden Schritte einzuleiten. Schritt Eins: Zunächst wird die Fraktion, die den Vertrag gebrochen hat, wirtschaftlich vom Rest der Koalition isoliert. Dies muss für einen bestimmten Zeitraum festgelegt sein. Sollte sich keine Besserung der Situation abzeichnen, ist Schritt Zwei einzuleiten. Schritt Zwei: Die wirtschaftliche Isolation wird um eine territoriale Isolation erweitert; nicht länger darf es für die Zivilbevölkerung und das Militär möglich sein, in das Land der vertragbrechenden Fraktion ein- oder auszureisen. Zeichnet sich auch nach Schritt Zwei keine Besserung der Situation ab, ist Schritt Drei einzuleiten. Schritt Drei: Die militärische Intervention wird eingeleitet und darf bis zur Vernichtung der vertragbrechenden Fraktion und zur Annexion ihrer Ländereien eskaliert werden.


6.2.
Die Fraktion, die den Vertrag gebrochen hat, darf eine Besserung der Situation durch das Unterschreiben einer Kapitulationserklärung hervorrufen. In diesem Fall werden alle Sanktionen gegen die beschuldigte Fraktion aufgehoben und sie wird umgehend dazu verpflichtet, fünfzigtausend Goldmünzen an die Markstädtische Koalition zu zahlen. Danach darf sie wieder in die Reihen der Koalition aufgenommen werden. Tritt dieser Fall ein, muss die militärische Stärke der beschuldigten Fraktion neu diskutiert werden. Außerdem hat die beschuldigte Fraktion jeden Anspruch auf, in der Fehde verlorene, Ländereien verloren.


6.3.
Im Falle einer Annexion von Ländereien, während einer militärischen Intervention, im Zuge eines Vertragsbruches, müssen diese gleichmäßig unter den übrigen Fraktionen der Koalition aufgeteilt werden.



7. Erklärung

Die unterzeichnenden Fraktionen verpflichten sich, fortwährend und für alle Zeit, die im Vertrag der Markstädtischen Koalition festgelegten Punkte zu befolgen, zu achten und nach innen, wie nach außen zu schützen. Sie schwören mit der Unterzeichnung Missbrauch und Verrat ab, im Bestreben ihr Handeln auf das Wohl der Markstädtischen Koalition und den Frieden in ihren Grenzen auszurichten.


Lucius von Bauergard
Fürst von Markstadt

Friedrich von Wolke
Fürst von Stahlkamm

Tim Orodaro
Kommandant des Dämmersturms

Njorn Cherusk
Hauptmann der Cherusker Fahne

_________________
Dem Sturm entgegen! - Schlachtruf und Grußformel der Söldner des Dämmersturms.


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