Söldnerbund Dämmersturm

RP-Gilde - Die Aldor
Aktuelle Zeit: 25. Feb 2018, 10:16

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 1 Beitrag ] 
AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Der neue Alteracbericht (Öffentlich)
BeitragVerfasst: 2. Jan 2018, 05:38 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 01.2010
Beiträge: 1403
Wohnort: Münster
Geschlecht: männlich
Der Neue Alteracbericht

Dies sind die Worte des Kommandanten Tim Orodaro, aus der Zeit Winterhauchs, unmittelbar nach dem Ende des Büßerfeldzugs gegen den Leviathan und seine Schergen. Gelobt sei die Wellenheimer Lanze und das Banner des Dämmersturms.


Dieser Bericht aktualisiert den großen Alterac-Bericht, der vor dem Alteracfeldzug angelegt wurde, um über die Ländereien des Nordwestgefälles zu informieren. Zunächst bietet er dem Leser eine Einleitung, die über die Ereignisse berichtet, die während des Büßerfeldzuges in Alterac vonstatten gingen. Darauffolgend werden alle Wegpunkte Walter Torfstichs mit aktuellen Informationen überschrieben.



Bild



Informationen über die Geschehnisse während des Büßerfeldzugs

Kurz vor Aufbruch des Dämmersturms wurde das Nordwestgefälle von der sogenannten Markstädtischen Koalition beherrscht. Diese setzte sich aus dem Dämmersturm, der Cherusker Fahne in Tobiasstadt, dem Herzog von Bauergard in Markstadt und dem Herzog von Wolke in den westlichen Ländereien bei Burg Stahlkamm zusammen. Diese Koalition wurde maßgeblich durch den Markstädtischen Rat geregelt, bei der Vertreter aller Parteien in Markstadt zusammentrafen, um über die Geschicke des Nordwestgefälles zu entscheiden. Diese Koalition war das Ergebnis eines Friedensvertrages, der am Ende einer Reihe von Konflikten stand. Wenngleich man sich auf dem Papier einander Freundschaft versprochen hatte, wurde die Politik der Koalition dennoch durch einen Dualismus zwischen den Ambitionen von Wolkes (der auch "Der Wolf" genannt wurde) und denen des Dämmersturms, zusammen mit der Cherusker Fahne bestimmt. Markstadt tendierte anfangs dazu, den Dämmersturm politisch zu unterstützen, verlagerte sich dann aber immer weiter zugunsten des Wolfes, nachdem seine Nichte, Margarete von Franzdorf, den Herzog von Bauergard (der auch "Die Kobra" genannt wurde), geheiratet hatte. Daraufhin wurde von Bauergard immer seltener im politischen Geschehen gesehen, während die Angelegenheiten seiner Ländereien und seines Hofstaates mehr und mehr Margarete zufielen. Diese arbeitete daraufhin ihrem Onkel in die Hände und manövrierte das ohnehin geschwächte (aber bevölkerungsstarke) Markstadt mehr und mehr in finanzielle und militärische Abhängigkeit.

Markstadt hatte seit dem Frühlingskrieg seine Dominanz über das Nordwestgefälle vollständig verloren. Der Alteracfeldzug und der Erste Frühlingskrieg, wie auch darauffolgende Naturkatastrophen fielen zu weiten Teilen auf Kosten der markstädtischen Ländereien aus, weswegen große Teile der Bevölkerung vom Land in die Stadt selbst geflohen waren und die Produktion seither brach lag. Das führte dazu, dass die Versorgung seit mehreren Jahren traditionell auf der Kartoffelernte der Dämmersturmländereien basierte. Für den Dämmersturm, besonders für Alterszapfen und Gorheim, war das ein lukratives Geschäft. Die ärmlichen Kleinbauern konnten in Windeseile Vermögen anhäufen, indem sie der hungerleidenden Bevölkerung des Koalitionspartners die überschüssige Ernte verkauften. Alterszapfen und Gorheim wuchsen rasch an und wurden durch die Fördergelder des Dämmersturms zu ansehnlichen Siedlungen und der ersten Anlaufstelle für alteracsche Flüchtlinge aus ärmeren und unsichereren Bereichen des Verräterkönigreiches. Erst mit dem Ende des Zweiten Frühlingskrieges begann erst von Wolke und auf dessen Druck auch der Dämmersturm, militärischen Einfluss auf Markstadt auszuüben. Beide Parteien entstandten Truppen, um die alten markstädtischen Ländereien vor Räubern zu schützen und die öffentliche Ordnung wiederherzustellen. Dies diente vornehmlich dazu, dass die flüchtigen Bauern der markstädtischen Lande die Stadt sicheren Gefühls verlassen konnten, um wieder auf ihren Höfen an die Arbeit zu gehen. Von Wolke handelte vermutlich mit der Absicht, Markstadt wieder unabhängig von den Kartoffelernten des Dämmersturms zu machen; gleichwohl besetzte er de facto weite Teile des Gebietes von Markstadt, auch wenn es auf dem Papier hieß, dass seine Truppen nur die öffentliche Ordnung gewährleisteten. Um dem entgegenzuwirken tat der Dämmersturm das gleiche in den östlichen Gebieten Markstadts. Markstadt selbst war nicht dazu in der Lage, dieser Aufgabe nachzukommen und Margarete nahm die Hilfe dankend an, auch wenn sie wusste, dass sie damit nur den Vormachtsambitionen ihres Onkels in die Hände spielte. Mit dieser militärischen Präsenz gingen außerdem große Fördergelder seitens des Wolfes und Fachpersonal seitens des Dämmersturms und der Cherusker Fahne einher.

Am Ende des Zweiten Frühlingskrieges war nicht vollständig geklärt, auf welcher Seite von Wolke tatsächlich steht. Aller Wahrscheinlichkeit nach hatte er mit den Druiden vom Zirkel des Cenarius paktiert und die Niederlage (und den Tod vieler Söldner des Dämmersturms, einschließlich der Rottenmeister Julius von Wellenheim und Iris Theane) des Koalitionsheeres eingefädelt, das bei Erwins Ruh gegen die Oger von Murg dem Klotz und überraschenderweise gegen die Zwerge des Westberges stand. Seine Truppen hatten trotz der Niederlage bedenklich geringe Verluste hingenommen und den Zwergen, wie auch den Ogern die Flanke geöffnet. Vor der Schlacht auf dem Kaderwulstpass bekannte sich von Wolke dann allerdings wieder zur Koalition, insbesondere nachdem man ihm die Hochzeit mit Salma Sinclaire (der Geliebten des gefallenen Julius von Wellemheim) anbot. Auf dem Kaderwulstpass kämpften die gut ausgebildeten und zahlenmäßig starken Truppen von Wolkes zusammen mit dem Dämmersturm (wenn auch an unterschiedlichen Fronten) gegen die Armee des Zirkels und Salma Sinclaire wurde zu Salma von Wolke.

Die Zeit nach der Schlacht auf dem Kaderwulstpass gestaltete sich zunächst als ruhig. Alle Parteien leckten ihre Wunden, während der Handel auf dämmersturmschen Land florierte und Markstadt sich allmählich von den Kriegen der letzten Jahre zu erholen begann. Salma von Wolke gebar ihrem neuen Mann Zwillinge. Einen Jungen und ein Mädchen. Gleichzeitig kursierten chauvinistische Gerüchte über die Hochzeit und ihr Auftreten am Hofe von Wolkes als gutbetuchte Hure, die sich ihren neuen Herren mit Leib und Seele an den Hals wirft. Das Stichwort Die Hure Dämmersturm kursierte im ganzen Land. Diese Gerüchte reichten soweit, dass von Wolke zeitweise nicht zu den Sitzungen des Rates von Markstadt erschien, weil er sich offenbar mit seiner neuen Frau "verlegen" habe. Konträr zu den pejorativen Flüstereien, die man über Salma von Wolke aussprach, entwickelte sich jedoch auch ein gewisses Maß an wachsender Bewunderung für die schöne Braut des Landesherrn.

Auf dämmersturmschem Gebiet, in Gorheim und Alterszapfen, gedieh die Infrastruktur und unter der weisen Führung des Hüters der Ländereien, Derebron Darkwood, wurde das Militär reformiert und vergrößert. Durch den Verkauf der Erze aus Kupferdorf konnten weitreichende Erneuerungen verwirklicht werden. So wurden beispielsweise die Gorheimer Lanzenträger zu den Gorheimer Lanzenreitern ausgebildet und die Sektion Alpha blühte in ihrer Rolle als persönliche Agentenmannschaft des Hüters weiter auf. Die größte Änderung zeigte sich jedoch in der Etablierung eines neuen Typus Lanzenträger, basierend auf dem Gorheimer Lanzenträger der Vorjahre. Der sogenannte Dämmersturmsche Lanzenträger sollte fortan das Maß aller Dinge sein und sich beinahe ausschließlich aus Flüchtlingen zusammensetzen, deren Familien auf dem florierenden Gebiet des Dämmersturms eine Bleibe suchten. Wenngleich es an Ausbildern fehlte, um den bedeutend höheren Standard der Truppen von Wolkes zu erreichen, konnte Derebron dennoch bewerkstelligen, eine gut ausgerüstete Streitmacht aufzustellen, die ausreichte, die Ländereien des Dämmersturms abzusichern und gleichzeitig militärischen Einfluss auf die schutzlosen Ländereien Markstadts auszuüben.

Doch dann kam es zum Einfall der Brennenden Legion und mit ihr änderte sich die Situation dramatisch. Binnen einer Nacht fiel Alterszapfen einer Horde von Dämonen zum Opfer und wurde restlos zerstört. Nur ein überlebender Lanzenträger erreichte Tobiasstadt, um Meldung zu machen. Daraufhin entsandte Derebron den Anführer der Sektion Alpha - Hendrick Heineken - nach Burg Stahlkamm, um die Hilfe von Wolkes bei der Rückeroberung Alterszapfens anzufordern. Tobiasstadt, das ohnehin unmittelbar bedroht war, hatte bereits zugewilligt, Hilfstruppen zu schicken - Markstadt wiederum wäre dazu nicht in der Lage gewesen. Unter dem demütigenden Umstand, jenen Fürsten um Hilfe zu bitten, der sich der Frau seines gefallen Herren ermächtigt hat, konnte Hendrick am Hofe des Wolfs erwirken, dass dieser umgehend mit einer Streitmacht ausrückt und sich mit den anderen Truppen in Tobiasstadt vereint. Wir müssen an dieser Stelle festhalten, dass dies natürlich ein gewaltiger Triumph für den Wolf war, der einige Jahre zuvor, im Ersten Frühlingskrieg, noch durch den Dämmersturm geschlagen wurde.

Der Wolf traf also kurz darauf in Tobiasstadt ein, wo Derebron Darkwood und Njorn Cherusk bereits ihre Truppen versammelt hatten. Zum Überraschen aller wurde das schwer gepanzerte Heer von Wolkes jedoch nicht bloß vom Wolf selbst, sondern auch von Salma von Wolke angeführt, die - so wurde es mir zumindest zugetragen - beinahe zur Gänze entblößt in einem walkürenhaften Kriegsgewand, auf einem weißen Pferd, die Spitze der Streitmacht markierte. Fraglos sollte das eine weitere Demütigung für den Dämmersturm sein, dem sein eigenes Weib nun als Trophäe des Wolfs präsentiert wurde. Derebron und Njorn ließen sich davon weniger beeindrucken als die normalen Soldaten es taten. Tatsächlich wurde den Wolfstruppen nicht einmal ein offizieller Empfang bereitet, um gar nicht erst den Eindruck entstehen zu lassen, man sei auf die Hilfe von Wolkes angewiesen (was leider der Fall war). Kurz darauf brach ein Streit darüber aus, wer das Koalitionsheer in die Schlacht führen wird. Wolfstruppen würden niemals unter dem Befehl Darkwoods marschieren, während Cherusks Männer und die des Dämmersturms niemals dem Wolf Folge geleistet hätten. Man fand einen unkonventionellen Kompromiss und einigte sich darauf, die strategischen Entscheidungen gemeinsam zu besprechen, dem Koalitionsheer aber Salma von Wolke als Anführerin zu präsentieren, die in ihrer romantisierten Erscheinung, mit ihren Wurzeln beim Dämmersturm und ihrer fruchtbaren Mutterrolle auf Wolfsseite, als Symbol der Einigkeit fungieren sollte. Aus der Hure Dämmersturm wurde kurzerhand die Braut des Dämmersturms und die Einigerin des Nordwestgefälles, was mit großem Erfolg von den Truppen angenommen wurde und zu einer massiven Moralsteigerung führte. Das gegenseitige Misstrauen, das die vorhergehenden Konflikte geschürt hatten, war damit ausgeräumt und zum ersten Mal in der Geschichte der Koalition konnte ein geeintes Heer in die Schlacht gegen einen gemeinsamen Feind ziehen.

Kurz vor der Schlacht erlitt der Wolf eine heftige Durchfallerkrankung, weswegen er als aktiver Protagonist für das Schlachtfeld ausfiel. Das fiel Derebron und Njorn in die Hände, die nun über Salma auch freies Verfügen über die Wolfstruppen hatten. Als die Schlacht schließlich begann, präsentierte sich Salma von Wolke erneut in der freizügigen Rüstung, mit der man sie schon anfangs hatte durch Tobiasstadt reiten sehen, wobei sie an den Schutzinstinkt der Männer und die Einigkeit des Gefälles appellierte. Die Schlacht bei Alterszapfen gestaltete sich schließlich als heftiges Blutvergießen. Die vorrückenden Lanzenträger bewegten sich zu langsam, um gegen die kleinen Dämonen vorzugehen, die sie unablässig mit teuflischer Magie beharkten, sodass es eine ganze Weile dauerte, bis es zu ersten Scharmützeln kam, in denen die Lanzen auch tatsächlich eingesetzt werden konnten. Unter hohen Verlusten gelang der Vorstoß in den Ort, wo das Gemetzel weiter eskalierte. Die Braut, die selbst nicht mitkämpfte, aber sich stets in der Nähe der Truppen aufhielt, um sie mit anspornenden Rufen zu unterstützen, wurde verwundet und musste rasch außer Sichtweite gebracht werden. Während die Dämmersturmtruppen hohe Verluste erlitten, hatten die Truppen von Wolkes unter ihren Offizieren größere Erfolge zu verzeichnen und rückten immer weiter auf den Ortskern zu. Ihr Vorteil war, dass sie auch außerhalb der Formation über gut ausgebildete Streiter verfügten, die mit den Dämonenschergen fertig werden konnten.

Auf dem Höhepunkt der Schlacht zeigte sich schließlich eine riesige, fettleibige Abscheulichkeit mit Flügeln, die Höllenfeuer nach den Truppen warf. Njorn Cherusk und Darkwood begaben sich gleichermaßen an die Spitze der Front - wobei Derebron die Fluchform der Gilneer annahm - und attackierten das Monstrum gemeinsam mit den überlebenden Lanzenträgern des Dämmersturms und den Kriegern der Cherusker Fahne. Cherusk und viele andere Männer wurden bei diesem Vorhaben schwer verwundet, doch schließlich gelang es Derebron - unserem Hüter der Ländereien - das Monstrum zu enthaupten und den Spuk zu beenden. In der Folge der Schlacht wurden alle Verletzten und Toten nach Tobiasstadt gebracht und Alterszapfen, das zwar nun gesäubert, aber dennoch zerstört war, zurückgelassen.

Während Cherusk, Darkwood und die Braut ans Bett gefesselt waren, erholte sich der Wolf derweil von seiner Erkrankung, übernahm die Führung über seine Truppen und marschierte umgehend in die Ruinen von Alterszapfen ein. Er ließ die gesamte Lichtung brandroden und gen seiner Ländereien nach Verstärkung rufen. Er hatte die Gunst der Stunde erkannt. Dämmersturm und Cherusker Fahne waren beide nahezug manövrierunfähig, während seine Truppen in verhältnismäßig gutem Zustand mitten in den Ländereien des Söldnerbundes standen. Derebron, der nicht schwer verletzt aber immer noch verwundet war, erkannte die Brisanz der Situation, konnte allerdings nichts unternehmen. Gerüchten zufolge zog er in Erwägung, den Wolf zum Duell zu fordern, so er unehrenhafte Pläne hegen und die Koalition verraten sollte, doch Salma kam ihm zuvor, indem sie bei erster Gelegenheit ins Feldlager des Wolfs bei Alterszapfen aufbrach. Sechs Stunden später wurde Friedrich von Wolke von seinen eigenen Männern erschlagen; angeblich habe er betrunken versucht, seine Frau - die Braut des Dämmersturms und Einigerin des Gefälles - zu vergewaltigen.

Daraufhin entspannte sich die Situation. Die Wolfstruppen bekannten sich zur Braut und nach einer allgemeinen Genesungsphase zog das Koalitionsheer unter ihrer und Derebrons Führung nach Markstadt, um sich der Loyalität von Bauergards (der Nichte des Wolfs) zu vergewissern und eine neue Phase der Einigkeit auszurufen. Margarete von Bauergard (ihr Mann trat in all diesen Ereignissen nicht weiter auf den Plan) lenkte umgehend ein und übergab Markstadt dem Koalitionsheer. Derebron übernahm die Führung über das Heer und die Braut brach nach Burg Wellenheim auf, wo sie ihre Verletzungen vollständig auskurieren und einige Zeit mit ihren Kindern verbringen wollte. Die Abwesenheit der Braut sollte im Geheimen arrangiert werden, sodass nur ein kleiner Teil wusste, dass sie sich nicht mehr in Markstadt aufhält.

Hendrick Heineken, der Anführer der Sektion Alpha, der zu dieser Zeit in den Ländereien des Dämmersturms nach dem Rechten sah, schnappte kurz darauf das Gerücht auf, dass die Braut in Markstadt ein gewaltiges Fest plane, um den Sieg über die Dämonen und den einkehrenden Frieden zu feiern. Die Berichte über Festvorbereitungen in Markstadt mehrten sich - bishin zu abstrusen Geschichten von Schönheitswettbewerben und der Auswahl der schönsten Mädchen des Landes für das festliche Bankett, das man dem ganzen Volk kredenzen wollte, orgiastischen Ausschreitungen und einem allgemeinen Sittenverfall im ganzen Lande Markstadts. Unsinnigerweise befand sich die Braut zu diesem Zeitpunkt aber tatsächlich noch auf Burg Wellenheim und wusste nichts von alledem. Heineken berichtete ihr von den eigenartigen Meldungen, woraufhin sie verkleidet, aber mit Leibwache, nach Markstadt aufbrach, um der Sache auf den Grund zu gehen. Heineken unterdessen sammelte die Sektion und betrat ebenfalls die Stadt.

Die Wahrheit stellte jedes Gerücht über die Umstände in der Stadt noch in den Schatten. Die ausufernde Zügellosigkeit des Volkes hatte sämtliche Viertel in Beschlag genommen. Der Alkohol floss in Strömen und Männer und Frauen gingen einander wie geile Tiere ein. Der Wahnsinn hatte um sich gegriffen und die öffentliche Ordnung war gänzlich zusammengebrochen, während die Wachen und Koalitionstruppen ebenfalls dieses Umstandes frönten; immerzu auf der Suche nach den schönsten Weibern für den Hof ihrer neuen Herrin - und bei Bedarf auch für die Gier des eigenen Schoßes.

Die darauffolgenden Ereignisse sind überaus diffus. Jene Braut, die von Burg Wellenheim aus aufbrach, wurde nicht mehr gesehen. Stattdessen herrschte vom Anwesen der Kobra aus ein anderes Wesen, das mutmaßlich ihren Platz eingenommen hat. Derebron Darkwood war derweil immer noch in der Stadt zugegen, führte aber gedankenlos die Befehle der vermeintlichen Braut aus dem Anwesen aus, die ihn wie einen Sklavenhalter durch die Straßen marschieren ließ - stets mit einer Wachmannschaft bei sich - um ihre pervertierten, grotesken Pläne zu verwirklichen. Heineken, nun gewissermaßen ohne geistesgegenwärtigen Befehlshaber, verschanzte sich mit der Sektion in den Hinterhöfen und Dachstühlen; auf eine günstige Gelegenheit wartend. Derweil gelang Margarete von Bauergard unter dem Vorwand, die Festvorbereitungen zu überwachen, der Ausbruch aus dem Anwesen. Sie geriet kurz darauf an eine Gruppe von Mönchen, die sich außerhalb der Stadt eingefunden hatten. Sie vertraten die Absicht, die Botschaft des Lichts über den verkommenen Ort zu bringen und behaupteten, die Braut des Dämmersturms sei ein Dämon, der die Stadt korrumpiert. Schließlich entpuppten sie sich als schwergerüstete Paladine eines lordaeronischen Ordens namens "Andorhals Vergeltung". Ihr Anführer ist kein geringerer als Thomas Orodaro. Mit Margaretes Hilfe verschafften sie sich Zugang zur Stadt und begannen einen Marsch der Läuterung, bei dem sie jeden sündigen Passanten mit mächtigen Gebeten verstörten und ihm seine Fehler vor Augen führten. Der Marsch sollte geradewegs zum Anwesen der Kobra führen, um die Braut zu stellen, doch er wurde jäh unterbrochen, als Derebrons Wachmannschaft auf die Paladine traf. Versuche zur Deeskalation scheiterten und es kam zum Kampf in den Gassen von Markstadt, ehe Thomas Orodaro den korrumpierten Derebron im Zweikampf erschlug und den übrigen Truppen des Koalitionsheeres freies Geleit anbot. Diese nahmen allesamt moralisch gebrochen Reißaus. Nur ein kleiner Teil rettete sich ins Anwesen, um der Braut beizustehen.

Margarete, die sich offenbar erhofft hatte, wieder ihre Vormachtsstellung in der Stadt einnehmen zu können, wurde eines Besseren belehrt, als die Paladine sie unter Arrest setzen und abführen wollten - schließlich habe sie genauso Buße zu tun, wie alle anderen auch, die Beihilfe zum Wahnsinn in der Stadt geleistet haben. Gleichwohl wie Margaretes dekadenter Lebensstil kein gutes Licht auf sie warf. Während die Paladine das Anwesen der Kobra belagerten und Margarete abgeführt wurde, griff die Sektion ein und entführte Margarete, um mit ihr nach Burg Wellenheim zu fliehen.

Unterdessen zeigte sich Argus am Nachthimmel und überall brach Chaos aus. Das Volk schrie auf in Furcht vor dem Weltuntergang. Die Paladine wussten dies allerdings für sich zu nutzen, appellierten an das Licht - und zeigten auf, dass dies das Hexenwerk sei, welches das Volk und die Braut durch ihr krankhaft-gieriges Verhalten über die Stadt gebracht hatten. Dadurch brachten sie die ganze Stadt binnen einer Woche vollständig unter ihre Kontrolle. Aus Furcht vor Vergeltung durch das Hexenwerk am Himmel oder das Richturteil der Paladine unterwarf sich die Bevölkerung dem Orden. Kurz darauf wurde das Anwesen gestürmt. Die unverbesserlichen Fanatiker wurden getötet und die vermeintliche Braut entpuppte sich als groteske Dämonengestalt, die durch Thomas Orodaro vernichtet wurde. Es wurden Beweise gefunden, heißt es, der Dämon habe ein schreckliches Ritual vorbereitet, um ein Portal in den Nether zu öffnen und einer weitaus größeren Dämonenhorde (als der von Alterszapfen) den Weg zu bahnen. Offenbar handelte es sich bei der ganzen Alterszapfenverwickelung nur um eine fein eingefädelte Kalkulation, die erst einen Charakter wie "Die Braut" ermöglicht hat, der dann durch einen betrügerischen Dämon ersetzt werden konnte.

Da nicht bekannt ist, dass die wahre Braut verschollen ist und stattdessen gemeinhin der Glaube vorherrscht, der Dämmersturm habe sich mit Dämonen eingelassen, ist jeglicher diplomatischer Kontakt zu Markstadt abgebrochen. Es heißt, Thomas Orodaro sei nun willens, freie Wahlen in Markstadt abzuhalten, um auf demokratischem Wege einen neuen Herrscher zu ermitteln. Margarete gegenüber habe er gesagt, dass er "nur solange bleiben möchte, wie es nötig sei". Die Vermutung liegt allerdings nahe, dass er sich selbst zur Wahl aufstellt und als Retter der Stadt sind ihm die Wahlurnen mit allergrößter Wahrscheinlichkeit gewogen.

Im Westen, in den einstigen Ländereien von Wolkes, herrscht derweil ein Mann namens Thomas Reiter. Es heißt, die Braut - und hier sei von der wahren Braut gesprochen - habe ihn dort als Statthalter eingesetzt, bevor sie nach Burg Wellenheim aufbrach. Es handelt sich um einen ehemaligen Offizier und Aufsteiger aus dem Heer des Wolfs. Er genießt das Wohlwollen seiner verbliebenen Männer und gilt als Freund der wahren Braut; was gleichzeitig bedeutet, dass ihn die Situation in Markstadt genauso beunruhigen wird wie uns.

Margarete von Bauergard befindet sich derweil auf Burg Wellenheim unter Hausarrest. Genau wie die Kinder der Braut. Hendrick Heineken konnte sich in den verbliebenen Wochen, kurz vor unserer Rückkehr, die Unterstützung aller Sektionisten und der Gorheimschen Lanzenreiter zusichern. Ich habe ihn daher in seinem Amt bestätigt, zum Rottenmeister befördert und offiziell zum Hüter der Ländereien ernannt. Auch weil er uns geistesgegenwärtig Margarete von Bauergard ausliefern konnte, die mir weite Teile dieser Informationen übergab und/oder bestätigte. Ich habe noch keinen Kontakt zu meinem Bruder aufgenommen und gedenke, dies erst nach Absprache mit dem Rest des Dämmersturms zu tun. Die Situation hat sich massiv geändert und bedarf daher unserer Vorbereitung.




Ländereien



Alterszapfen

Alterszapfen exisiert nicht mehr. Der Ort im Osten des Nordwestgefälles, inmitten des tobiasstädtischen Forstes gelegen, wurde erst von Dämonen zerstört und dann mitsamt der Waldlichtung abgefackelt. Es gab keine Spuren auf unheilvolle Rückstände - die Diener des Wolfs haben ganze Arbeit geleistet. Die verbliebenen Ruinen lassen an eine florierende Kleinstadt erinnern.


Tobiasstadt

Tobiasstadt hat sich in den Jahren seit dem Großen Alteracfeldzug kaum verändert. Noch immer herrscht hier die Cherusker Fahne, doch bedauerlicherweise ist es um die Gesundheit ihres Anführers, Njorn Cherusk, sehr schlecht bestellt. Er hat sich von der Schlacht bei Alterszapfen nie erholen können und leidet noch immer an den verdorbenen Magien, denen er dort zum Opfer fiel. Da er keinen Erbe hat und die Cherusker Fahne mit den Jahren zusammengeschrumpft ist, tut sich die große Frage auf, wer in Zukunft für den Schutz der Stadt aufkommt. Die Cherusker Fahne hat hauptsächlich symbolischen Wert und ist als militärische Streitmacht nicht mehr wahrnehmbar. Tobiasstadt selbst besteht aus vielen ansehnlichen Fachwerkbauten und mehreren Schmieden, die zu den besten der Region gehören. Die öffentliche Ordnung und die Infrastruktur sind tadellos. Die Bevölkerung ist wohlgenährt und tüchtig.


Gorheim

Gorheim markiert den ganzen Stolz der dämmersturmschen Ländereien. Es ist eine weitläufige Kleinstadt mit Mühlen, wie auch Getreide- und Kartoffelfeldern. Palisaden umschließen den Ortskern, wo Fachwerkbauten und kleinere Bauernkaten das Stadtbild dominieren. Die vielen aufstrebenden Kleinbauern haben mit der Not der Markstädter in den letzten Jahren viel Vermögen angehäuft und genießen mitunter den höchsten Lebensstandard im ganzen Nordwestgefälle. Dem entgegen steht eine Unterschicht aus Tagelöhnern und Knechten, die mit ihren Familien entweder aus Alterszapfen oder aus anderen Teilen ganz Alteracs nach Gorheim flohen, wo sie sich nun ein besseres Leben erhoffen. Es gibt allerdings keine Obdachlosen, da bereits im Vorfeld für genügend Flüchtlingsunterkünfte gesorgt wurde. Gorheim ist gleichzeitig der Sammel- und Ausbildungsplatz der dämmersturmschen Alteractruppen und bietet über eine Start- und Landepiste den Kern der Flugbrücke von Eisenschmiede ins Nordwestgefälle. Die stetig wachsende Bevölkerung ist gut genährt und dem Dämmersturm aufgrund von Fördergeldern und relativ geringen Steuern treu ergeben. Angesichts der florierenden Wirtschaft - trotz der umtriebigen Zeiten - sind die Einwohner optimistisch gestimmt.


Burg Wellenheim

Burg Wellenheim, hoch auf einem eisigen Berg gelegen, ist der Sitz des Hüters der Ländereien und die einzige steinerne Befestigungsanlage im Besitz des Dämmersturms - hier im Nordwestgefälle. Seit ihrer Umbenennung (ursprünglich: Burg Wiesel) und ihrer umfassenden Reparatur bildet sie ein schwer einnehmbares Bollwerk, das auch mit wenigen Kriegern erfolgreich verteidigt werden kann. Die Unterkünfte reichen aufgrund der massiv gestiegenen Bevölkerungszahl Gorheims nicht mehr aus, um die gesamte Bevölkerung unter dem Schutz des Dämmersturms zu beherbergen - dennoch spendet ihre Präsenz ein Gefühl von Sicherheit und Respekt. Die mittlerweile recht behaglich gewordenen, wenn auch immer noch rustikalen Gemächer der Burg laden zum Verweilen ein. Anwärter des Dämmersturms beneiden jene, die dort als Garnison dienen dürfen.


Kupferdorf

Kupferdorf befindet sich nördlich von Burg Wellenheim, relativ hoch gelegen an einem Bergsee. Der Ort ist die meiste Zeit des Jahres über eingeschneit und mangels Straßen nur schwer zu erreichen. In einfachen Hütten lebt die hart arbeitende Bevölkerung, die zu fairen Löhnen in den Kupferminen des Dämmersturms arbeitet. Krudnir Volgrimsson, der oberste Minenaufseher des Dämmersturms, herrscht hier mit harter Hand und erwirtschaftet jeden Tag neue Gewinne für unsere Kassen. Die Bevölkerung ist dem Dämmersturm trotz Krudnirs grimmigem Charakter sehr wohlgesonnen, da er sie aus der Knechtschaft Herzog de Puschés befreit hat und ihr Tagewerk nun angemessen und steuerfrei vergütet. Die Bevölkerungszahl ist klein und hat sich über die Jahre kaum verändert. Flüchtlinge verschlägt es nicht nach Kupferdorf und der Dämmersturm bezieht keine Rekruten aus dem Ort.


Der Wald von Kaderwulst und der Kaderwulstpass

Westlich der Dämmersturmländereien führt der Kaderwulstpass hinunter in den Wald von Kaderwulst und in das dahinterliegende markstädtische Land. Hier patroullieren sporadische Wachkommandos des Dämmersturms. Der Helmstahl, eine Söldnereinheit im Sold des Dämmersturms, wachte einst über den verhexten Wald - ist mittlerweile aber desertiert. Der südliche Teil des Waldes von Kaderwulst ist eine Sperrzone und darf von niemandem betreten oder verlassen werden. Der Kaderwulstpass wiederum ist eine wichtige Verteidigungslinie und die einzige Marschroute im Südwesten der Dämmersturmländereien. Er liegt zu weiten Teilen im Gebirge und erfreut sich in den meisten Monaten regen Schneefalls.


Talstadt

Hinter dem Wald von Kaderwulst auf den weitläufigen Talebenen des markstädtischen Landes liegt Talstadt. Es handelt sich um mehrere Gehöfte, die langsam aus ihrem mehrjährigen Schlummer erwachen und wieder zur Produktion übergegangen sind. Die Einwohner wirken ärmlich, da sie zu weiten Teilen über lange Zeit als mittellose Flüchtlinge in Markstadt leben mussten. De facto regiert hier der Herrscher von Markstadt, doch nach dem Chaos der Legionsinvasion und den vorhergehenden Kriegen hat die Bevölkerung jegliche emotionale Nähe zu irgendeiner Fraktion verloren. Es sind einfache Bauern, die nunmehr versuchen über die Runden zu kommen. Sie erinnern sich aber, dass der Dämmersturm sich um ihren Schutz bemühte, als es Markstadt nicht mehr konnte. Auch heute fand ich keine markstädtischen Wächter in Talstadt. Der Ort ist auf sich alleine gestellt, leistet aber dennoch dürftige Abgaben nach Markstadt.


Legdenstein

Bei Legdenstein handelt es sich ebenfalls um eine Ansammlung weitläufiger Gehöfte mit Einwohnern, die für lange Zeit in Markstadt Zuflucht gesucht hatten und erst vor kurzem zurück an die Arbeit gingen. Durch die geographische Nähe zu Markstadt bekennt sich der übliche Legdensteiner aber zu ihr, wenngleich auch hier keine nennenswerte militärische Präsenz mehr zu bemerken ist.


Lordamm

Lordamm bildet den markstädtischen Hafen am Lordaemersee und hat die Umstürze der letzten Jahre gut überstanden. Das kleine Städtchen erfreut sich einer gut genährten, vom Fischfang lebenden Bevölkerung, die sich öffentlich zu Markstadt bekennt. Unvergessen ist aber die Schlacht bei Lordamm, in der Dämmersturm und Markstadt gemeinsam die Truppen des Raubritterfürsten Von Trüffel bezwangen. Wer den Mief der Großstadt nicht leiden kann, der verkauft seine Waren direkt in Lordamm oder genießt die kleineren Gasthäuser des Ortes, in denen auch die Paladine von Andorhals Vergeltung Zuflucht fanden, ehe sie auf das Anwesen der falschen Braut marschierten. Viele der Flüchtlinge, die erst in Markstadt Zuflucht fanden, haben sich später als Knechte und Gehilfen in Lordamm versucht, weswegen der Ort einen regen Bevölkerungsanstieg zu verzeichnen hat und wirtschaftliche Erfolge verzeichnen kann.


Markstadt

Markstadt ist die größte Stadt des Nordwestgefälles, überbevölkert, stinkend und von riesigen, gassenbildenden Fachwerkhäusern gezeichnet, die sich ringförmig um ein ummauertes Anwesen formieren. Selbige ist das Anwesen des Fürsten von Bauergard, das zum Zeitpunkt dieses Schreibens aber als Sitz der Paladine von Andorhals Vergeltung dient. Bevor die Paladine einkehrten, war Markstadt ein Ort mit hoher Kriminalität, ständigen Aufruhen und immer wieder aufkeimenden Hungersnöten, die aus unbewirtschaftetem Feldern im Rest des markstädtischen Landes resultierten. Die Nachwehen der "großen Orgie" oder auch "großen Schande", wie man die Ereignisse um die falsche Braut hier nennt, sind ein massiver Anstieg der Prostitution, der gleichzeitig zur Verbreitung unangenehmer Krankheiten geführt hat. Diese Prostitution wird zum Teil von den Paladinen geduldet, solange sie nicht offen auf der Straße praktiziert wird. Andererseits haben sich die weitestgehend unreligiösen Alteracer dieserorts durch den Einfluss der Paladine und die Angst vor Argus, wie auch dem Hexenwerk der falschen Braut zum Trotze, mit feurigem Eifer zum Licht bekannt. Der Dom der Stadt wird rege besucht und beinahe an jeder Straßenecke ist ein Prediger anzutreffen, der wilde Reden auf das Wohl der Paladine hält. Wirtschaftlich ist Markstadt trotz vieler Bettler das Zentrum des Gefälles und der größte Umschlagplatz für Waren aller Art. Auch deshalb ist Markstadt auf vielen Karten Alteracs der einzige markierte Ort im Bereich des Nordwestgefälles. Die Stadtwache setzt sich aus Freiwilligen zusammen, die allesamt miserabel ausgebildet sind. Die Präsenz der Paladine ist allerdings - auch ohne ihr ständiges Auftreten - so groß, dass die öffentliche Ordnung zumindest stabil ist. Das kirchliche Dogma von Andorhals Vergeltung leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Markstadt verfügt allerdings über kein stehendes Heer und ist auch sonst militärisch schwach. Befragt man die Bevölkerung nach dem Dämmersturm, bekommt man sehr unterschiedliche Antworten. Mindestens die Hälfte der Einwohner glaubt jedoch, der Dämmersturm lasse sich mit dunklen Mächten ein, da die Braut aus ihren Reihen hervorging und das ganze Volk verhext hat. Eigentlicher Herrscher der Stadt ist Herzog Lucius von Bauergard, der Gemahl Margarete von Bauergards. Kurz nach der Hochzeit verschwand dieser jedoch aus dem öffentlichen Leben. Doch auch vorher wurde Markstadt (vermutlich) de facto von einer Person beherrscht, die nur als "Der Marschall" bekannt ist. Es handelt sich hierbei um einen äußerst mächtigen Magier, über den nur wenige Informationen vorliegen. Auch dieser war zur Zeit des Zweiten Frühlingskrieges bereits verschwunden. Zum Zeitpunkt dieses Schreibens beherrschen die Paladine von Andorhals Vergeltung unter Thomas Orodaro uneingeschränkt die Stadt und theoretisch auch alle dazugehörigen Ländereien.


Erwins Ruh

Es waren Truppen des Dämmersturms, die in Erwins Ruh für Ordnung sorgten, als nach dem Erscheinen von Argus große Panik ausbrach. Das haben die Einwohner nicht vergessen, die hier - ähnlich wie in Talstadt und Ledgenstein - mehrere Gehöfte beackern und einem einfachen Tagewerk als Bauern nachgehen. Die Einwohner wirken ärmlich und unterernährt, da sie das Schicksal aller markstädtischen Bauern teilen.


Neuingen

Neuingen ist ein kleiner Fischerort an der Küste des Lordaemersees. Die Einwohner stehen de jure unter der Herrschaft Markstadts - stattdessen halten sich jedoch Wolfstruppen im Ort auf, die der Bevölkerung Schutz spenden. Dies tun sie auch nach dem Tode des Wolfs noch - auf Befehl ihres neuen Anführers Thomas Reiter hin. Die Einwohner sind wohlgenährt, haben ansonsten aber keinen nennenswerten Wohlstand vorzuweisen. Viele gebürtige Neuinger sind in den letzten Jahren aus dem überlaufenen Markstadt nach Neuingen zurückgekehrt und leisten hier ihren Beitrag.


Pökelheim

Pökelheim liegt am Lordaemersee und übertrifft selbst Lordamm im Hinblick auf seine Fischereierträge. Der Ort wurde während des Großen Alteracfeldzuges durch die Bemühungen der Sturmklinge aus den Händen des Raubritters Von Trüffel befreit, woran man sich hier auch heute noch gerne erinnert. Dem entgegen wird der Ort von Wolfstruppen geschützt, die - wenn auch nicht in großer Zahl - für Ordnung zu sorgen wissen. Pökelheim verfügt über viele kleinere und größere Häuser und bildet den größten Besitz der ehemaligen Trüffelländereien, was sich auch in der relativ großen Bevölkerung wiederspiegelt, die hier mit Eifer den Fischfang betreibt oder im anliegenden Wald der Forstwirtschaft nachgeht.


Der Eberbau

Der Eberbau ist eine Befestigungsruine. Sie bildete einst die Höhlenburg des Raubritters von Trüffel, besser bekannt als "Der Eber". Sein Hort wurde durch den Dämmersturm zerstört und gilt seit her als verlassen.


Karpfenfang

Karpfenfang ist ein winziges Fischerdorf an der Küste des Lordaemersees. Es beherbergt nur wenige Familien und spielte in den Konflikten der letzten Jahre keine Rolle. Offiziell gehört es seit dem Ende von Operation Schlachthaus zu Markstadt.


Dörflingen

Dörflingen ist eine Kleinstadt direkt an den Klippen des Lordaemersees und verfügt über einen hohen Aussichtsturm. Aus dem Ort stammen vornehmlich Getreide und Wolle der hier gehüteten Schafsherden. Der Ort mit nur leicht geringerer Bevölkerung als Pökelheim ist außerdem für sein Hurenhaus bekannt, das dereinst den Soldaten des Ebers zum Verhängnis wurde, als Rottenmeister Heldenhammer die Stadt im Handstreich nahm. Dörflingens rege Produktion hat der Stadt einen gewissen Wohlstand eingebracht, seit sie nicht mehr durch die Truppen des Ebers ausgebeutet werden. Stattdessen ist Thomas Reiter der neue Schirmherr von Dörflingen, auch wenn die Stadt de jure noch Markstadt zusteht. Auffällig ist, dass Dörflingen einer der wenigen Orte im ganzen Gefälle ist, in dem die Braut nicht als Dämon verteufelt wird. Tatsächlich genießt sie hier noch immer große Bewunderung und in vielerlei Hinsicht sogar fanatische Unterstützer.


Aiden

Aiden ist ein selbstbewusster Ort am Rande des Grenzgebirges und im Norden der alten Wolfsländereien, die nun von Thomas Reiter beherrscht werden. In den Minen wird Eisen abgebaut,
das dem Militär Reiters zugute kommt, während die angrenzenden Wälder Holz liefern. Traditionell verstehen sich Aidener zuerst als solche und erst an zweiter Stelle als die Diener irgendeines Fürsten oder Landesherrn. Dennoch - oder gerade deswegen - ist die Militärpräsenz von Reiters Truppen hier allgegenwärtig.


Weißhaupt

Weißhaupt ist das militärische Zentrum der ehemaligen Wolfsländereien. Reiter hat es als solches übernommen. Der Ort ist eine mächtige Klippenfestung, in der eine starke Garnison die Ausbildung neuer Truppen gewährleistet. Dicht anliegende Minen liefern den Schmieden von Weißhaupt jeden Tag neues Material zur Herstellung schweren Kriegsgeschirrs. Beinahe die gesamte Bevölkerung ist in die Militärmaschinerie eingebunden und ermöglicht Reiter selbst nach dem Verlust des wölfischen Hauptheeres für schnellen und unerbittlichen Nachschub zu sorgen. Die Befestigungsanlagen können unterdessen nur mit einer riesigen Armee, von einer Seite angreifend, attackiert werden, da sich auf der anderen Seite die tiefen Schluchten des Hochgebirges befinden. Bis dato hat es aber keine feindliche Streitmacht gewagt, sich Weißhaupt auch nur zu nähern. Den größten militärischen Erfolg gegen Weißhaupt markiert der Einsatz der Rotte Everard im Ersten Frühlingskrieg. Ihr gelang es einen kezanischen Zeppelin zu zerstören, der an den Klippen von Weißhaupt angedockt hatte.


Lichtnah

Lichtnah ist eine befestigte Stadt mitten im Hochgebirge, direkt an einem Bergsee. Sie ist von hohen Klippen umschlossen, die dem Ort, zusätzlich zur Stadtmauer, einen natürlichen Schutzwall bieten. Wer nicht über den Bergsee auf Lichtnah vorstoßen will, kann nur frontal gegen die Stadtmauer marschieren, so er versuchen will, den Ort anzugreifen. Lichtnah steht nach dem Tode von Wolkes unter dem Schutz Thomas Reiters. Die Bevölkerung lebt von der Forstwirtschaft und versorgt besonders die ehemaligen Ländereien von Wolkes mit Baumaterial und allseits bekannten, schweren Belagerungsgeräten. Lichtnah ist die einzige Stadt der ehemaligen Wolfsgebiete, die der Dämmersturm versucht hat, einzunehmen. Allerdings scheiterten die Rotten Heldenhammer und Theane an der Stadtmauer und der beherzten Gegenwehr der Bevölkerung unter Gottfried von Kapen.


Der Pass von Franzdorf

Franzdorf war einst ein Ort in den Ländereien von Wolkes, wurde aber von einer Lawine zerstört. Später diente die Region Mitgliedern des Bilgerwasserkartells als Operationsbasis, die allerdings ebenfalls zerstört wurde. Heute sind die Ländereien von Franzdorf unbewohnt und bezeichnen lediglich einen Pass durch das schwer begehbare Grenzgebirge.


Burg Stahlkamm

Burg Stahlkamm ist die stärkste Festung im Nordwestgefälle und nahezu uneinnehmbar. Während Weißhaupt auf den Klippen des Hochgebirges thront, liegt Stahlkamm von allen Seiten durch Felsen umschlossen, in niedrigeren Höhenlagen und am Ende eines schmalen, zusätzlich befestigten Wanderpasses. Die Mauern von Stahlkamm selbst sind so dick, dass es ein Bombardement mehrerer sturmwinder Himmelsschiffe bedarf, um sie zu zerstören. Doch selbst wenn es gelingen sollte, die Mauern zu überwinden, lassen die dahinterliegenden Bollwerke jede Hoffnung auf Sieg zusammenbrechen. Es gibt kaum Zivilbevölkerung - nur solche, die für das Wohl der Garnison und den Erhalt der Truppen zuständig ist, die hier mit ausgezeichneter Disziplin exerzieren. Selbst mit wenigen Soldaten wäre es möglich, von hier aus einer ganzen Armee zu trotzen. Stahlkamm war einst der Sitz von Wolkes und dient nun Thomas Reiter als Zuhause, der von hier aus die Geschicke seiner Ländereien leitet.


Höhlingen


Höhlingen ist eine palisadenumschlossene Minensiedlung. Die Bevölkerung befindet sich in ärmlichem Zustand und hat eine grundsätzliche Abneigung gegen den Dämmersturm und jede Form von Söldnervolk. Jede Familie ist in den Eisen- und Kohleabbau involviert. Besonders Kinder werden gerne für die Arbeit in den engen Stollen herangezogen. Der Ort liegt am Rande des Grenzgebirges auf einer kargen Ebene. Von hier aus können anrückende Feinde schon viele Meilen im Voraus erkannt werden, wodurch die Kunde rasch nach Burg Stahlkamm getragen werden kann, der das Dorf hörig ist. Die Einwohner geben sich verbittert, habe schlechte Manieren und verbringen ihre wenige Freizeit vorwiegend mit Alkohol.


Die Ruinen von Straßenwald

Straßenwald war eine alteracsche Stadt, die im Zweiten Krieg zerstört wurde und daraufhin allerlei Banditen und Söldnern als Unterschlupf diente. Dies war der Fall, bis das Heer des Wolfs den Ort und alle dort hausierenden Marodeure im Ersten Frühlingskrieg vernichtete, nachdem sie Höhlingen geplündert hatten.


Westberg

Auf dem Westberg hauste einst ein isolierter Zwergenklan, der im Zweiten Frühlingskrieg plötzlich mit dem Zirkel des Cenarius paktierte und gegen den Dämmersturm zu Felde zog. Nachdem der Dämmersturm eine schwere Niederlage gegen die Westbergzwerge einstecken musste, entsandte er die Rotte Torfstich in ihre eisige Bergfestung, ließ den gesamten Klan hinterrücks ausrotten und sprengte ihre Befestigungsanlagen. Heute ist auf dem Gipfel des Westberges nur noch ein versprengter Schutthaufen zu erkennen, der sich viele Meter in die Höhe stapelt und die eigentliche Bergspitze schneebedeckt umarmt. Den Berichten nach haben die Zwerge in ihrer Festung ein uraltes Übel behütet, das mutmaßlich noch immer eingeschlossen dort schlummert.


Gipfelhügel

Gipfelhügel ist eine Dorfruine, innerhalb einer Felsklamm. Der Dämmersturm hat vor geraumer Zeit herausgefunden, dass sich dort ein magischer Portalknotenpunkt befindet, den vermutlich der Marschall von Markstadt eingerichtet hat. Versuche, die arkane Verschlüsselung zu knacken, scheiterten auch nach langfristigen Versuchen der Magier des Dämmersturms.


Die Ruinen von Perenoldhügel

Dieser Ort, entlang einer alten Reichsstraße, war schon lange vor der Ankunft des Dämmersturms im Nordwestgefälle zerstört. Er diente den Ogern unter Murg dem Klotz im Zweiten Frühlingskrieg als Lagerstätte. Bei der Schlacht am Perenoldhügel verlor das Erste Koalitionsheer vernichtend gegen die Oger und wurde beinahe restlos aufgerieben.



Fraktionen


Der Dämmersturm

Der Dämmersturm verfügt de jure und de facto über die Ländereien von Burg Wellenheim, Kupferdorf und Gorheim. Außerdem stehen ihm die Gebiete zu, die dem zerstörten Alterszapfen zugeschrieben wurden. Seine wirtschaftliche Potenz ist groß, während besonders Gorheim stetig wächst und für viele Flüchtlinge aus Alterac, die sich nach einem sicheren Hafen sehnen, ein beliebter Anlaufpunkt ist. Militärisch ist der Dämmersturm in Alterac seit der Schlacht um Alterszapfen geschwächt, hat aber das Potenzial, sich schnell zu erholen. Es mangelt bis dato allerdings an genügend Ausbildern und einem geregelten Nachschub an Ausrüstung, weswegen der Standard der dämmersturmschen Lanzenträger eher gering ausfällt. Dem entgegen steht die ambitionierte Sektion Alpha, die es nach dem Tode Derebron Darkwoods eigenständig geschafft hat, sich friedlich als Führungsriege des Söldnerbundes im Gefälle zu etablieren, was nun auch von offizieller Seite bestätigt wurde. Außerdem verfügt der Dämmersturm über eine Kavallerieeinheit, die sich aus Veteranen des Ersten Frühlingskrieges zusammensetzt und vornehmlich aus gebürtigen Gorheimern besteht. Die Gebiete des Dämmersturms verfügen über eine gute Infrastruktur, allgemeine Zufriedenheit und sehr gute Zukunftsperspektiven.


Andorhals Vergeltung

Andorhals Vergeltung ist ein kleiner Paladinorden, dem es gelungen ist, nach der Schlacht bei Alterszapfen die Macht in Markstadt an sich zu reißen. Die Anhänger sind streng religiös und verbreiten eine konservative Lehre des Lichts im ganzen Land. Sie genießen besonders in Markstadt großes Ansehen, da sie es waren, die nach der kurzen Herrschaft der "Falschen Braut" die Ordnung wiederherstellen konnten und im Alleingang die Garnison aus Wolfs- und Dämmersturmtruppen bezwangen. Der Orden wird von Thomas Orodaro, dem Bruder des Dämmersturmkommandanten angeführt. Ihre Ambitionen sind nebulös. Obgleich sie militärisch in der Unterzahl gegen fast jede andere Partei des Gefälles sind, hat ihr gesellschaftlicher Einfluss etwas geschafft, was keinem Herrscher zuvor gelang: ganz Markstadt zu beruhigen und sozial, religiös und moralisch zu disziplinieren.


Die Cherusker Fahne

Dieses Söldnerbanner ist eng mit dem Dämmersturm befreundet und herrscht über Tobiasstadt. Die alteracschen Krieger unter Njorn Cherusk sind allesamt kampfgestählte, grimmige Veteranen die auf den Schlachtfeldern des Nordwestgefälles das Fürchten lehren. Doch die Konflikte der letzten Jahre haben ihre Reihen ausgedünnt und Njorn Cherusk ist schwer krank. Sie sind nicht länger von militärischer Bedeutung und sind politisch an die Entscheidungen des Dämmersturms gebunden.


Thomas Reiter

Thomas Reiter ist ein Aufsteiger, dem es durch seine Freundschaft zu Salma von Wolke gelungen ist, das Erbe seines Herrn, Friedrich von Wolke anzutreten. Als Offizier des Wolfsheeres genießt er großes Ansehen unter seinen Truppen. Er verfügt über schwer befestigte Ländereien und eine unbeschadete Militärmaschinerie. Seine Truppen, wie schon die des Wolfs, sind die am besten ausgebildeten und am besten ausgerüstetsten im ganzen Nordwestgefälle. Er setzt die Politik des Wolfs dahingehend fort, Einfluss auf die Ländereien Markstadts auszuüben, scheint aber gleichzeitig keine feindselige Haltung gegenüber dem Dämmersturm zu hegen, wie es noch bei Von Wolke der Fall war. Wie es bei bürgerlichen Aufsteigern der Fall ist, handelt es sich bei Thomas Reiter um eine überaus ambitionierte Persönlichkeit, die dem Dämmersturm ein mächtiger Feind, aber auch ein mächtiger Verbündeter sein kann.





Dem Sturm entgegen!
Die Lanze schützt!
Und Kaderwulst ist eine Lüge!

Tim Orodaro
Kommandant des Dämmersturms

_________________
Dem Sturm entgegen! - Schlachtruf und Grußformel der Söldner des Dämmersturms.


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 1 Beitrag ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron
© phpBB® Forum Software | phpBB3 Forum von phpBB8.de
» Kontakt & Rechtliches Support / Hilfe Forum Gooof Webdesign Kostenloses Forum Dein Forumo Forum web tracker