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 Betreff des Beitrags: Der Umgang mit Feuerwaffen: Part I (Öffentlich)
BeitragVerfasst: 1. Jan 2013, 17:09 
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Der Umgang mit Feuerwaffen: Part I


Vorderlader

Das Laden der Vorderladerwaffen erfolgt - wie der Name schon sagt - von vorne durch den Lauf (Ausnahme: Revolver). Zunächst wird die Schwarzpulverladung eingefüllt und gegebenfalls verdichtet. Anschließend wird die Kugel oder das Geschoß mit einem Ladestock in den Lauf geschoben. Am häufigsten bei dieser Waffengattung kommen simple Bleikugeln zum Einsatz. Hierbei muss darauf geachtet werden, dass sowohl beim Verdichten des Pulvers als auch beim Einführen der Kugel die Pulverkörnung nicht zerstört wird. Die Kugel soll dennoch fest auf der Ladung sitzen. Es ist ratsam beim häufigen Gebrauch einer Waffe den Ladestock entsprechend zu markieren.
Wenn vorhanden, ist auch die Benutzung eines Schusspflasters zu empfehlen, da dieses gewährleistet, dass der Lauf zusätzlich abgedichtet wird. Ein solches Stoff- oder Lederstück, das oft bereits eingeölt ist und somit den positiven Effekt der Laufreinigung unterstützt, wird nach dem Einfüllen des Pulvers über die Mündung gelegt und dann zusammen mit der Kugel in den Lauf gestopft.

Vor dem Nachladen einer bereits benutzten Waffe mit Perkussionszündung sollte der Lauf entölt, also trocken gewischt werden. Dann werden 1-2 Zündhütchen abgeschlagen, um Ölreste im Zündkanal zu beseitigen, was die Schusspräzision erhöht.

Beim Schießen selbst kommen 2 Zündsystem zum Einsatz, Steinschloß- und Perkussionszündung.

  • Zunächst sind da die Steinschloßwaffen, bei denen die Zündung des Schwarzpulvers durch einen Funken erfolgt, welcher durch einen feinen glühenden Metallspan erfolgt, der durch Reibung eines Feuersteins über eine Metallscheibe erzeugt wird. Dazu wird ein Feuerstein, der im Schlaghahn befestigt ist, über eine metallene Schlagfläche abgeschlagen. Der dabei entstehende heiße Metallspan zündet zunächst eine lose Zündladung, die mit einer zeitlichen Verzögerung, über einen Zündkanal, die Hauptladung im Lauf entzündet.

  • Im Gegensatz zur Funkenzündung gibt es noch die Perkussionszündung. Hier erfolgt die Zündung mittels eines schlagempfindlichen Zündhütchens, welches mit meist mit Knallquecksilber gefüllt ist. Dieses wird erst aufgesetzt, wenn man bereits die Schussposition eingenommen hat. Zuvor sollte der Hahn in Ruherast stehen um eine ungewollte Zündung zu vermeiden. Wenn nun der Hahn auf dieses Zündhütchen trifft, entsteht ein heißer Feuerstrahl, der ebenfalls über einen Zündkanal die Hauptladung im Lauf entzündet. Diese Art der Zündung hat den Vorteil, dass mehrere Schüsse hintereinander abgegeben werden können

Generell gibt es bei Vorderladern noch die Unterscheidung zwischen glatten und gezogenen Läufen. Eine Waffe mit gezogenem Lauf unterscheidet sich von einer mit glatten dadurch dass sie einen mit spiralförmig angebrachten Zügen und Feldern ausgestatteter Lauf besitzt, in die das Projektil hineingepresst wird. Dieses wird dadurch in Rotation versetzt wird, was der Stabilisierung der Flugbahn und somit einer höheren Zielgenauigkeit dient. Auch die Reichweite einer Waffe mit einem gezogenen Lauf wird durch die somit erreichte erhöhte Geschwindigkeit verbessert, jedoch muss bedacht werden, dass aufgrund des erhöhten Widerstandes das Laden schwieriger und auch langwieriger ist. Schusspflaster die bereits erwähnt wurden, sind beinahe unabdinglich.

Auch Kanonen entsprechen dem Vorderladerprinzip. Ältere Modelle werden normal mit Zündpulver geladen ehe die Kanonenkugel in den Lauf gestopft wird, jedoch gibt es bereits auch Modelle in denen vorgefertigte Kartuschen stattdessen verwendet werden.
Dazu wird mit einem Ladestock eine Kartusche in den Lauf gepresst, gefolgt von einem Stopfen, dem Geschoss und einem weiteren Stopfen. Zur Zündvorbereitung wird die Kartusche mit einer Nadel durch das Zündloch am oberen Ende der Kanone durchstochen. Über eine Pulverspur oder eine Lunte erfolgt dann die Zündung.

Gerade bei Kanonen ist die Reinigung des Laufes unvermeidlich jedoch auch sehr gefährlich. Glimmende Pulverreste können auch nach dem Durchwischen durch Luftzufuhr nach einem Schuss jederzeit entzündet werden. Dementsprechend ist es ratsam den Lauf mit gehöriger Vorsicht feucht zu reinigen und erst danach nachzuladen. Außerdem besteht durchaus die Gefahr von Verbrennungen, da der Lauf durch die Zündung sehr heiß wird und bei vielen Modellen somit eine lange Schussfolge ohne Pause absolut unmöglich ist.


einige Grundliegende Verhaltensregeln beim Umgang mit Vorderladern sind hier noch einmal zusammengefasst:

  • Zündhütchen erst aufzusetzen, wenn die Schussposition eingenommen ist
  • KEIN RAUCHEN beim Umgang mit Schwarzpulver!
  • Kein hastiges Laden oder Beseitigen einer verkeilten Kugel nach einer Zündung (sogenannte Versager)
  • Pulvertaschen oder Hörner sollten nicht in der Sonne liegen gelassen werden
  • Finger und Hände haben in oder auf der Mündung einer Schusswaffe nichts verloren
  • Eine unbekannte Waffe sollte nicht geladen und geschossen werden, ohne vorher zu sicherzugehen, dass kein Fremdkörper im Lauf ist
  • Waffen sollten nicht längere Zeit in einem feuchten Keller aufzubewahrt werden, in einem Behälter, insbesondere einem Lederfutteral - Kondenswasser wird sich bilden und Rost ansetzen
  • Beim Laden wird auch der Körper nicht über die Mündung gebeugt


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Dateikommentar: Vorderladerprinzip
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