Söldnerbund Dämmersturm

RP-Gilde - Die Aldor
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 Betreff des Beitrags: Grabesreden des Sturmboten (Öffentlich)
BeitragVerfasst: 22. Jul 2012, 17:00 
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Diese Rede wurde im Gedenken an Rottenmeister Todrian Grauschmied, der während des Kriegstreiber-Konfliktes im Hinterland starb, gehalten.

„Ich hatte nicht die Gelegenheit, Todrian über viele Jahre zu kennen. Aber einiges weiß ich trotzdem von ihm – zum Beispiel, dass er nie ein Mann großer Worte war, sondern lieber seine Taten für sich sprechen ließ.
Daher will ich sein Andenken nicht durch schnöde Floskeln entweihen. Ich werde nur Fakten aufzählen, offen und ehrlich, so wie er immer offen und ehrlich zu mir gewesen ist.

Vor allem Anderen war er ein Söldner – einer, der für Gold kämpfte. Aber er kämpfte nicht für sich selber. Er setzte sein Leben aufs Spiel, um für seine große Liebe und seinen Sohn zu sorgen, auch wenn er nicht oft darüber sprach.
Während des Kampfes im Hinterland bat er mich, dass ich Maldiv und Feritan noch einmal bestätigen soll dass er sie liebt, falls ihm etwas zustößt.

Er war in den Gefechten, die ich mit ihm durchgemacht habe, immer an der Frontlinie anzutreffen. Er schreckte vor keinem Feind zurück und war für uns immer ein starker und hilfsbereiter Kamerad.
Seine Loyalität gegenüber dem Söldnerbund hätte nicht größer sein können. Unsere Gemeinschaft braucht stets Leute wie ihn.

Auch über seinen Tod möchte ich ohne Floskeln sprechen, ohne Beschönigung durch Worte. Sein Tod hätte vielleicht vermieden werden können, aber ich vermochte es nicht, ihn zu retten.
Er starb nicht als Held in Glanz und Glorie. Doch er starb so, wie er gelebt hatte: ohne Furcht, ohne Reue und im Dreck. Als Söldner.

Also lasst uns unseres gefallenen Kameraden gedenken. Lasst sein Leben und seinen Tod uns als Beispiel und als Warnung dienen, welchen Weg wir eingeschlagen haben. Lasst unsere Taten für uns sprechen.

Das… ist alles. Dem Sturm entgegen.“



Diese Rede wurde im Gedenken an Rottenmeister Trodai Grünauge und Söldnerin Nayriel Grünauge gehalten, die beide während des Großeinsatzes in Gilneas verstarben.

„Ich erinnere mich noch, es war kurz nachdem mein Name in die Liste der Tagelöhner eingetragen wurde, da traf ich Trodai zum ersten Mal. Ich erkannte ihn an unserem schwarzen Wappenrock mit dem weißen Schwert und Schild.
Ich sprach ihn an, wir setzten uns auf eine Bank bei der Kathedrale in Sturmwind und ich fragte ihn über den Sturm aus. Er erzählte mir von unseren Rängen, unserer Gemeinschaft, unserer Verpflichtung.

So habe ich ihn in Erinnerung. Als einen Mann, der sich des Wertes eines Bundes bewusst war. In all der Zeit, in der ich ihn kannte, war er stets darauf bedacht, zum Wohle des Dämmersturms zu handeln. Der Sturm war sein Rückhalt.
Er kämpfte zusammen mit seiner Frau, ja mit seinem Sohn für Ziele, die nicht immer seine eigenen waren, unter einem Banner, das nichts versprach außer Sold und Tod. Aber daran glaubte er. Danach lebte er. Dafür starb er.

Wenn der Sturm Trodais Rückhalt war, dann war Nayriel stets seine Flankendeckung. Man konnte sie leicht übersehen. Sie schien zu verschwinden neben dem gewaltigen Krieger mit dem breiten Kreuz.
Aber wer genauer hinsah, der konnte ihre wachen Augen bemerken… ihre liebevollen Blicke zu ihm.

Ich bin überzeugt, ohne sie hätte er nicht so standhaft sein können in seiner Loyalität zu uns, seinen Kameraden. Sie war es, die ihn immer wieder aufraffte und mit ihm alle Hürden des Lebens nahm, wie sie auch gerade kamen.
Ich finde, sie beide haben zu wenige Auszeichnungen erhalten, waren sie doch immer da, wenn es darum ging, unsere Gemeinschaft zu verteidigen, still und unerschütterlich, nachsichtig gegenüber Freunden und unbarmherzig gegenüber Feinden.

Keine Särge heute. Die Körper unserer Kameraden sind in Gilneas geblieben, von Untoten zerfetzt oder von Maden zerfressen. Es schmerzt mich, dass wir ihnen einen so unwürdigen Abschied geben müssen, denn durch ihren Tod im Dienste des Sturms haben sie sich unsere größte Ehrerbietung verdient.

Also sage ich: VERGELTUNG! Vergeltung für unsere geehrten Toten. Wenn ihr das nächste Mal auf einem düsteren Schlachtfeld den Untoten entgegentretet, dann tragt Trodais und Nayriels Namen auf den Lippen und schlachtet die Monster nieder, dass ihre verfaulten Kadaver die Erde bedecken.

Rächt unsere Kameraden im Namen des Dämmersturms und vergesst niemals, dass wenn wir fallen, auch wir gerächt werden.

Das ist alles. Dem Sturm entgegen.“



Diese Rede wurde im Gedenken an Rottenmeister Bragnin Sturmfaust, der während des Großeinsatzes in Northrend starb, gehalten.

„Bei uns Zwergen gibt es ein Sprichwort: wenn der Tod zu einem Zwerg kommt, muss dieser nur trotzig den Kopf senken, sich breitbeinig hinstellen und Nein sagen, und der Tod wird wieder gehen. Wir haben einfach Besseres zu tun als zu sterben.
Bragnin hätte sicher noch viel zu tun gehabt. Ich kannte ihn immer als einen, der ruhelos und doch ruhig war, stets darauf bedacht, sich zu verbessern wie ein junger Kurzbart, aber mit der Geduld und der Standhaftigkeit eines alten Langbarts.

Er war auch einer, der seine Befehle gewissenhaft ausführte, aber immer den Mut besaß, selbst mitzudenken und Alternativen aufzuzeigen. Doch wenn er sich seines Ziels einmal gewahr wurde, dann konnte man sich auf ihn verlassen – als Kamerad und als Freund.
Seine Kampfkraft, sein Mitwirken in diesem Bund und sein steter Wunsch, alles für die, die ihm wichtig waren, zu geben, machten ihn zu einem der Besten von uns.

Besonders jedoch, so denke ich, war außerdem seine Verbindung zu seinem Greifen Saphiro. Getrennt waren sie stark, doch zusammen konnte sie kein Feind je bezwingen. Und so kam es auch, dass in der Schlacht, in der Bragnin fiel, Saphiro nicht an seiner Seite war.

Mich beschämt es zutiefst, dass dieser eifrige Krieger und treue Freund sein Ende so früh finden musste. Sein Tod hat uns alle ärmer gemacht.

Aber so wie ich ihn kannte, würde er nicht wollen, dass wir in Trauer versinken. Uns jetzt in dunklen Gedanken zu ertränken würde bedeuten, sein Andenken zu entehren, seines und das all jener die jemals im Dienst des Dämmersturms gefallen sind.

Also lasst euch nicht übermannen, Kameraden. Nehmt euch lieber ein Beispiel an seinem Eifer, seiner Standhaftigkeit und seiner Tapferkeit, auf dass er niemals vergessen wird.

Das ist alles. Dem Sturm entgegen.“



Diese Rede wurde im Gedenken an den Mitläufer Arthurroy Brown, posthum zum Söldner befördert, gehalten, der während der Expedition in den Sektor 13b von Gnomeregan starb.


„Ich kannte Arthurroy Brown nicht so gut, wie ich es vielleicht wollte. Aber wenn ich das, was ich gesehen habe, mit einem Wort beschreiben müsste, dann wäre dieses Wort „treu“. Ich kann mich nicht an ein einziges Mal erinnern, bei dem er einen Befehl ernsthaft infrage gestellt hat. Obwohl er erst nach seinem Tod zum vollwertigen Mitglied befördert wurde, war er das seiner Art nach schon bei seinem Beitritt. Sein Vertrauen in seine Vorgesetzten und Kameraden und die Sache des Dämmersturms war beispielhaft. Dieses Vertrauen war es, das ihn dazu gebracht hat, die Stellung in dem Kampf der ihn das Leben kostete, zu halten, wodurch er dem Rest des Geschwaders das Leben gerettet hat.

Es ist auf tragische Weise passend, dass er bei einem Kampf am Boden getötet wurde, denn im Himmel war er unbesiegt; und Manfred Ofenrichter, der Einzige, der ihn hätte herausfordern können, flog zusammen mit ihm als Freund und Kamerad. Aber… solche Tragödien sind Teil unserer Arbeit als Söldner. Selten bekommt einer im Leben, was er verdient, und im Tode noch seltener. Der Dämmersturm und vor allem das Geschwader Himmelsschatten hat einen seiner Besten verloren..

Wir stehen heute hier, um diesem großartigen Piloten und Ehrenmann, der seine Pflicht bis zuletzt erfüllt hat, Lebewohl zu sagen. Wenn nur alle von uns solche Treue und solches Geschick wie er an den Tag legten, müssten wir keinen Feind mehr fürchten. Also behaltet die Tugenden die er uns vorgelebt hat im Kopf, vergesst ihn nicht und falls ihr den Eid noch nicht abgelegt habt: denkt darüber nach, wie schnell man in diesem Geschäft in den Abgrund stürzen kann.

Das ist nun alles. Dem Sturm entgegen, Schatten Vier.“


Diese Rede wurde im Gedenken an den Söldner Manfred Ofenrichter gehalten, der während der Endphase der Schlacht um Markstadt während des Frühlingskrieges getötet wurde.

„Heute beklagen wir den Verlust eines genialen Fliegers, eines treuen Kameraden und eines standhaften Kriegers. Denn all das war Manfred Ofenrichter und noch mehr. In der Ausübung seiner Pflicht war er genau wie auch im normalen Umgang ein zackiger Kerl, durch und durch militärisch, von einem Wagemut erfüllt, der uns oft den Sieg brachte.
Er hatte bei uns seine Berufung gefunden und seine Arbeit machte ihn glücklich.
Sein Tod läutet eine dunkle Zeit für das ohnehin schon geschwächte Geschwader Himmelsschatten ein. Ich bin mit ihm über die Berge von Khaz Modan Luftangriffe auf Orc-Horden geflogen, habe ihn im Schredder in den Tiefen Gnomeregans gegen die unnatürlichen Lepragnome kämpfen sehen und in Alterac im eiskalten Regen zu Fuß gegen die gepanzerten Elitekämpfer des Wolfs. Die Operation „Heimkehr“… die Schlacht bei Lordamm… der Kampf gegen den Yetifürsten. All diese Kämpfe zeichnen ihn als Veteranen des Dämmersturms aus, einen Vorreiter unserer Sache, der viel zu früh von uns ging.

Wieder einmal ist einer meiner Flieger am Boden getötet worden. Wo es bei Arthurroy Brown noch schreckliches, tragisches Pech war, so ist Manfreds Tod doch eher ein Beweis für die verzweifelte Lage, in die wir uns zum Ende des Frühlingskriegs hineinmanövriert haben. Wenn man in so einer Lage noch gewinnen will, ist dafür ein blutiger Preis nötig. Manfred war leider einer derjenigen, die ihn bezahlen mussten.

Wir stehen hier, um diesem großartigen Piloten und Ehrenmann, der seine Pflicht bis zuletzt erfüllt hat, Lebewohl zu sagen. Sein Tod ist ein Mahnmal, eine Warnung, dass wir nachlässig geworden sind in unserer Planung und der Ausführung unserer Arbeit. Uns bleibt nur zu hoffen, dass wir seinem Vermächtnis gerecht werden, ihn niemals vergessen und uns nie wieder erlauben, unter so unglücklichen Umständen unsere eigenen Leben und die unserer Kameraden in die Waagschale zu werfen.

Das ist nun alles. Dem Sturm entgegen, Schatten Drei.“

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Wenn ich nicht so viel Scheisse bauen würde, käme ich mir dämlich vor.


Zuletzt geändert von Ingo am 9. Aug 2015, 22:38, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Grabesreden des Sturmboten (Öffentlich)
BeitragVerfasst: 9. Aug 2015, 22:34 
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Diese Rede wurde im Gedenken an Rottenmeister Freyri Heldenhammer gehalten, der während der Endphase der Schlacht um Markstadt im Frühlingskrieg fiel.

„Ich erinnere mich sehr gut daran, wie Freyri Heldenhammer im Zuge der Kämpfe in Northrend zu uns stieß. Er gehörte zu dem Verstärkungsverband aus Glücksrittern, der mit der zweiten Welle der Allianzflotte in den Grizzlyhügeln eintraf. Nachdem sie sich durch lebende und untote Trolle kämpfen mussten, kamen sie kampfesmüde an der Ammertannhütte an, genau wie ich, als ich gerade von einem Aufklärungsflug zurückkehrte. Ich landete den Eisengeier direkt auf der Straße und verlangte mit vorgehaltener Flinte von ihnen, sich zu identifizieren. So lernte ich Freyri kennen. Schon am nächsten Tag wurde er mir zugeteilt, um die Leichen der toten Trolle zu verbrennen. Dabei wurden wir von großen Wölfen angegriffen und mussten um unser Leben kämpfen. Als wir am Abend zusammen am Lagerfeuer saßen und Rethorns uralte Dosenbohnen fraßen, wusste ich: dieser Kerl hat etwas, was heutzutage in unserem Bund schmerzlich selten ist. Er war ein Mann, der das Herz am rechten Fleck hatte, voller Humor und Abenteuerlust. Wahrscheinlich mehr als jeder andere Söldner, der zu seiner Zeit im Dämmersturm diente, verkörperte er alles, was gut an unserer Truppe ist – Gemeinschaft, Standhaftigkeit, Loyalität.

Ich weiß noch, dass er zu mir sagte, er wäre nur aus dem Grund Rottenmeister geworden, weil es ihm erlauben würde, die Dinge für die Leute unter seinem Kommando zum Guten zu wenden. Dieser Wunsch war es wohl schließlich, der ihn getötet hat, als er sich alleine dem anstürmenden Feind entgegenstellte, um ihn von seiner Rotte abzulenken.

Es kommt irgendwann für jeden Söldner die Zeit, wo der Glanz des Goldes verblasst, das Blitzen des Stahls in den Händen nichts als stumpf ist und selbst das beste Bier schal schmeckt, wenn man es nicht mit einem Freund teilen kann. Freyri war so ein Freund und deshalb ist sein Tod umso schmerzhafter: er hinterlässt eine Leere, die mit Worten kaum zu beschreiben ist. Er zahlte, wie so viele von uns, den blutigen Preis des Sieges in Alterac. Ich habe mich oft mit ihm darüber unterhalten, ob es nicht besser für ihn wäre, wenn er um Entbindung vom Eid bitten würde. Denn bei all seinem Pflichtbewusstsein und seiner abenteuerlichen Natur war er nie einer, der das Töten genossen hat. Es ist wenigstens ein kleiner Trost, zu wissen, dass er sich letztendlich dafür entschieden hat, seinen Kurs bis zum Ende zu halten und sich selbst treu zu bleiben.

Für diese unerschütterliche Hingabe ehren wir Freyri Heldenhammer heute. Nie soll er vergessen werden und sein Name in die Aufzeichnungen eingehen an der Seite unserer größten Helden. Auch an ihm sollten wir uns ein Beispiel nehmen und uns fragen, ob wir dem, was er uns vorgelebt hat, gerecht werden.

Ruhe nun, Freyri. Finde deine Ahnen – und einen besseren Ort. Dem Sturm entgegen – und heil daraus hervor.“

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Wenn ich nicht so viel Scheisse bauen würde, käme ich mir dämlich vor.


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