Söldnerbund Dämmersturm

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 Betreff des Beitrags: Grundlagen des Reitens (Öffentlich)
BeitragVerfasst: 28. Feb 2016, 16:08 
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( Ein weiterer, kleiner Leitfaden findet seinen Weg zu den Aufzeichnungen des Dämmersturms )

Grundlagen des Reitens
von Alexander Veidt


Das Reiten von Pferden ist seit langer Zeit ein Teil der menschlichen Kultur. Hauptsächlich wird aus nutzbringenden Gründen wie Arbeit, Reise und Kriegsführung geritten. Beim Adel ist Reiten größtenteils eine Freizeitbeschäftigung in der Natur die von vielen geschätzt wird. Fast jeder kann reiten. In Hinsicht auf die Doktrin Sturmerbe und dem Erreichen eines bestmöglichen Standards aller Mitglieder des Dämmersturms sollen diese simplen Zeilen eine Hilfe für jene sein, die noch nicht sicher auf einem Pferderücken sitzen können. Sie sind kein Ersatz für ausgiebigen Unterricht bei einem Lehrer.

Finde einen guten Reitstall. Wenn du ein Anfänger bist, wird es schwierig und wahrscheinlich auch gefährlich sein, dir selbst das Reiten beizubringen. Ein guter Reitstall hat erfahrene Reitlehrer und Schulpferde, die deinem Level angemessen sind sowie einen guten Reitplatz. Wenn du einen Stall auswählst, nimmst du eine oder zwei Reitstunden, um den Reitlehrer und das Schulpferd, das du reiten sollst, beurteilen zu können.

Der Reitlehrer sollte Erfahrung haben und gut reiten können. Er sollte ein geduldiger und guter Lehrer sein und dich nicht dazu zwingen, ein Level zu reiten, das du dir nicht angenehm ist. Das Pferd sollte ruhig, erfahren und mindesten acht Jahre alt sein. Bis du etwas mehr Erfahrung hast, wird die Auswahl eines erfahrenen und gut erzogenen Pferdes sicherer sein und dir mehr Spaß bereiten.

Bild


Bereite das Pferd zum Reiten vor. Bevor du reitest, striegelst und sattelst du dein Pferd mit der Hilfe deines Reitlehrers.

Die meisten Pferde mögen die Massage, die ihnen durch das Striegeln widerfährt, ziemlich gerne. Es gibt jedoch auch kitzlige Pferde oder solche, die generell nicht allzu gerne angefasst werden wollen. In diesem Fall sollte man das respektieren und dem Pferd nicht mehr als das Nötigste zumuten. Es bietet sich bei diesen Tieren auch an, auszuprobieren, ob Putzhandschuhe (Striegel und Bürsten) oder weichere Striegel Abhilfe schaffen und besser vom Pferd angenommen werden. Anderen Pferden kann jedoch vielleicht ein härterer Striegel mehr zusagen.

Das Striegeln beginnt man auf der linken Seite des Pferdes am oberen Teil des Halses. Bei ganz stark schlammverkrustetem Fell oder beim Wechsel von Winter- zu Sommerfell kann man zunächst mit einem Federstriegel den gröbsten Dreck und das lose Haar aus dem Fell holen.
Mit dem Striegel entfernt man dann in kreisenden Bewegungen den Dreck und Staub. Man arbeitet sich vom Hals bis zum Hinterteil des Pferdes vor, wobei die Bauchunterseite nur ganz vorsichtig gestriegelt werden sollte, weil die Haut hier sehr dünn ist und die Pferde daher relativ empfindlich sind. Die Beine werden aus diesem Grund ebenfalls nicht gestriegelt, sie werden mit Hilfe einer Wurzelbürste von grobem Dreck befreit.
Im Anschluss nimmt man die Kardätsche in die eine und den Striegel in die andere Hand und bürstet mit der Kardätsche in langen Zügen, dem Strich des Fells folgend. Auch hier beginnt man wieder oben am Hals und endet am Hinterteil. Alle paar Züge wird die Kardätsche über den Striegel gezogen, um so den Dreck aus der Kardätsche zu entfernen. Der Striegel wiederum wird alle paar Mal auf dem Stallboden (oder z.B. dem Absatz des angehobenen Schuhs, wenn man dabei nicht ins Wanken gerät) ausgeklopft. Mit der Kardätsche kann man auch die empfindlicheren Stellen an Bauch oder Beinen bürsten. Auf diese Art werden beide Seiten des Pferdes geputzt.

Sattele dein Pferd, indem du ihm zuerst einen Sattel auflegst, dann den Gurt befestigst und ihm den Zaum anlegst. Führe diese Schritte am Anfang mit der Hilfe des Reitlehrers aus, bis du und das Pferd sich bei dieser Prozedur wohlfühlen. Säubere die Hufe des Pferdes (unter Aufsicht deines Reitlehrers). Sei vorsichtig, weil das Pferd austreten kann und dies auch tut, weshalb du diese Aufgabe nicht allein bewältigen solltest, bis du erfahrener bist.

Das Aufsitzen und die ersten Schritte


Traditionell sitzt man von der linken Seite auf das Pferd auf. Halte die Zügel in deiner rechten Hand und drehe den Steigbügel mit der linken Hand zu dir hin. Stelle deinen linken Fuß in den Steigbügel, halte dich am Sattel fest und springe vorsichtig in den Steigbügel. Schwinge dann dein rechtes Bein über das Pferd und setze dich in den Sattel.

Finde deine Balance beim Reiten. Bei deiner ersten Lektion wird dein Reitlehrer das Pferd wahrscheinlich führen und es an einer Longe halten, während du dich daran gewöhnst, wie es sich anfühlt, ein Pferd zu reiten. Wenn du spürst, dass du aus dem Gleichgewicht gerätst, halte dich an der Mähne des Pferdes fest bis du deine Balance wieder erlangt hast.

Wenn du dich in einem schnellen Schritt bewegst, wirst du eine schaukelnde Bewegung beim Reiten bemerken. Dein Sitz sollte sich dieser Bewegung auf natürliche Weise anpassen. Deine Arme sollten sich auch an die Bewegung des Pferdes anpassen, da du einen leichten Kontakt zum Maul des Pferdes halten solltest. Halte deine Ellbogen entspannt und bewege sie im Takt des Pferdes.

Beim Reiten schaust du geradeaus und hältst deinen Rücken gerade. Etwa ein Drittel deines Reitstiefels sollte in dem Steigbügel stehen, wobei deine Fersen nach unten zeigen. Lasse dein Bein nicht zu weit nach vorn wandern, als ob du in einem Stuhl sitzt. Dies wird als "Stuhlsitz" bezeichnet und ist nicht korrekt. Deine Schulter, Hüfte und Ferse sollten eine Linie bilden.

Das Pferd kontrollieren


Setzte die Hilfen ein, um dein Pferd zu kontrollieren. Die Hilfen können natürlich sein und durch deine Hände, Sitz und Füße gegeben werden oder sie sind künstlich wie der Einsatz einer Gerte oder Sporen.

Um dein Pferd zum Vorwärts gehen zu bewegen, drücke mit deinen Waden. Pferde, die nach einem sanften Druck nicht vorwärts gehen, benötigen vielleicht etwas mehr Energie in deinem Schenkeldruck. Einige Leute werden sagen, dass ein faules oder stures Pferd, einen Kick mit deinen Beinen oder den Einsatz von Sporen braucht, aber wenn ein Pferd korrekt ausgebildet ist, dann ist der Einsatz von so viel Kraft nicht nötig. Denke daran, dir selbst die Frage zu stellen, warum ein Pferd, das eine Fliege auf seinem Rücken spüren kann, so viel mehr Krafteinsatz braucht, um es dazu zu bringen Dinge zu tun?

Um dein Pferd zu Halten zu bringen, sitze tief im Sattel und wende Druck auf die Zügel an. Du kannst auch "Hoo" sagen. Übe das Anhalten deines Pferdes ohne den Einsatz von Zügeln. Dein Pferd sollte auf deinen Sitz reagieren.

Um dein Pferd zu wenden, ziehst du den rechten oder linken Zügel seitwärts und wendest Druck mit deinem äußeren Schenkel an. Du musst den Druck mit deinem äußeren Schenkel anwenden oder dein Pferd wird den Kopf so weit drehen wie du willst und dabei geradeaus gehen.

Das Traben


Lerne zu Traben. Sobald du das Schritttempo sicher reiten kannst, drückst du etwas fester mit deinen Schenkeln und beginnst zu traben. Du kannst aussitzen oder leicht traben.

Wenn du den Trab aussitzt, sitze tief im Sattel und halte Kontakt mit deinen Beinen. Achte darauf, deine Ellbogen entspannt zu halten, so dass du das Maul des Pferdes nicht störst. Du kannst auch an einer Longe üben, den Trab zu sitzen, ohne die Zügel halten zu müssen.

Zum Leichttraben stehst du bei jedem zweiten Schritt in deinen Steigbügel auf. Richte deine Ferse nach unten und halte Kontakt zum Pferdemaul. Wenn beim Trab leicht trabst, musst du "diagonal" denken. Die Pferde traben, indem sie ihre Hufe diagonal bewegen. Wenn auf der linken Hand reitest, solltest du aufstehen, wenn die rechte Schulter des Pferdes vorgeht. Wenn du auf der rechten Hand reitest, stehst du auf, wenn die linke Schulter vorn ist. Versuche nur mit den Augen zu schauen, wenn du die diagonale Bewegung des Pferdes überprüfst. Du könntest sonst beim Drehen des ganzen Kopfes die Balance verlieren.

Das Galoppieren


Der Galopp ist eine schaukelnde Gangart, die der Bewegung bei einem Schaukelpferd ähnelt, jedoch schneller ist. Zum Galoppieren bewegst du dein äußeres Bein leicht nach hinten und drückst. Verwende dieses Signal, wenn du in einer langsamen Gangart reitest und beschleunige dein Pferd nicht, weil es sonst schneller traben wird anstatt zu galoppieren.

Wenn du den Galopp sitzt, bewegt sich dein Sitz mit der galoppierenden Bewegung des Pferdes und du bleibst in der Position, in der du normalerweise reitest. Verspanne dich nicht. Halte deinen Oberkörper ruhig und halte eine ständige Verbindung zum Pferdemaul.

Du kannst auch im leichten Sitz galoppieren. Du sitzt im leichten Sitz indem du deine Schultern leicht nach vorn beugst (sie aber nicht sinken lässt) und dein Becken nach vorn schiebst. Du kannst auch in der Zweipunktposition sitzen, wenn du galoppierst, die allerdings nur beim Springen eingenommen wird.

Tipps


Halte deine Fersen tief und schau in die Richtung, in die du reiten willst.

Pferde können wahrnehmen, in welchen Gemütszustand du dich befindest, wenn du sie reitest. Wenn du nervös bist, wird das Pferd es spüren und auch nervös werden. Deshalb solltest du auch in der schlimmsten Situation immer entspannt und ruhig bleiben.

Sprich mit deinem Pferd, wenn du um es herum gehst oder hinter ihm auftauchst, damit es weiß, dass du dich näherst.

Sei freundlich mit dem Gebiss. Ziehe nicht daran. Wenn dein Pferd buckelt, ist es essentiell, dass du vollständig ruhig bleibst und nicht anfängst, roh zu dem Pferd zu werden. Wenn du die Wahl hast, versuche dein Pferd auf einem Zirkel zu reiten und mache ihn nach und nach kleiner. Ziehe dein Pferd nicht einfach in eine Richtung, weil du es so aus der Balance bringen könntest (und dies meist auch tust). Siehe auch den Artikel: Wie du dich auf einem durchgehenden Pferd verhältst.

Akzeptiere, dass du auch herunterfallen könntest. Wenn das passiert, sitze einfach wieder auf und behandele die Situation als etwas Unangenehmes, jedoch nicht als Grund, Angst vor dem Reiten zu haben.

Frage deinen Reitlehrer, auf welche Körpersignale dein Pferd hört.

Denke daran, dein Pferd bei jeder Gelegenheit zu loben.

Vergiss nicht, die Hufe deines Pferdes zu säubern. Wenn du es vergisst, kann dein Pferd lahm werden. Spare aber den Strahl (eine weiche Stelle in der Mitte des Hufs) aus, weil dein Pferd austreten oder in schlimmen Fällen permanent lahm werden könnte wenn du dort kratzt.

Warnungen


Lasse die Zäumung deines Pferdes von einem erfahrenen Reiter überprüfen, bevor du aufsteigst.

Wenn du hinter das Pferd gehen musst, lege ihm die Hand auf das Hinterteil, damit es weiß, dass du hinter ihm bist.

Nähere dich einem Pferd niemals von hinten, weil es vielleicht nicht bemerkt, dass du kommst und sich erschreckt.

Versuche nicht, direkt vor einem Pferd zu stehen. Das Blickfeld eines Pferdes ist sehr unterschiedlich zu unserem. Ein Pferd kann nicht gut sehen, was vor ihm ist, weil seine Augen seitlich am Kopf platziert sind. Sie haben aber eine sehr gutes Sichtfeld um sich herum, jedoch direkt hinter sich. Versuche, dich deinem Pferd leicht von der Seite zu nähern und halte erschreckende oder fremde Objekte so, dass sie für das Pferd sichtbar sind.

Trage angemessene Kleidung beim Reiten.

Sitze oder knie niemals in der Nähe eines Pferdes

Schaue immer zwischen den Ohren des Pferdes hindurch. Das hilft dir, die Balance zu halten.

Versuche keine hohen oder schrillen Geräusche in der Nähe von Pferden zu machen. Es könnte sie erschrecken.


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