Söldnerbund Dämmersturm

RP-Gilde - Die Aldor
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 Betreff des Beitrags: Kategorisierung von Schwertern
BeitragVerfasst: 29. Mär 2014, 20:24 
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Kategorisierung von Schwertern

oder

"Was zur Hölle trag ich da eigentlich?"


Vorwort:
Diese kleine Einführung soll eine grobe Kategorisierung der Schwerter aufzeigen, da es leider noch viele Missverständnisse gibt. Es wird hier nicht explizit auf jedes Schwert eingegangen, da es zig verschiedene Variationen gibt. Am Ende summiert es sich dann jedoch wieder in die genannten Kategorien.
Auch soll es das verklärte Bild von nicht erfahrenden Schwertkämpfern auflösen, welche denken das Schwerter schwere, plumpe Hiebwaffen sind. Dies sind sie mitnichten und ein Langschwert ist in den Händen eines erfahrenden Schwertkämpfers eine tödliche und vorallem schnelle Waffe.
Ich beziehe mich hier unter Anderem auf die Texte von Suadya von Schattenschleier in "Rund um die Waffen" und spezifiziere die Schwerter noch genauer.



Kurzschwert:
Bild
Länge: 40-80cm
Klingenlänge:60–68cm
Gewicht: 0,8-1kg

Wie der Name schon vermuten lässt, ist das Kurzschwert das kürzeste Exemplar unter den Schwertern. Einige Kurzschwerter werden sogar unter der Kategorie der Dolche gelistet.
Die Vorteile des Kurzschwertes liegen auf der Hand. Sein niedrigers Gewicht erfordert keine hohe Körperstärke. Im Kampf ist es durch die geringe Größe schnell gezogen und eignet sich deswegen besonders in engen Gebieten. Auch ist der Preis vergleichsweise niedrig, da nicht viel Material benötigt wird.
Die Nachteile liegen ebenso auf der Hand. Durch die geringe Reichweite mach dieses Schwert keinen imposanten Eindruck. Paraden sind dank der geringen Klingenlänge nahezu unmöglich oder aber sehr gefährlich und die Verletzungen halten sich dank der geringeren Hebelwirkung in Grenzen, auch wenn man sie nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte.
Meistens wird das Kurzschwert nur noch zur Zierde getragen oder aber ist im Handgemenge im Gebrauch.



Breitschwert:
(auch Ritter- oder Kampfschwert)
Bild
Länge: 90-100cm
Klingenlänge:70-80cm
Gewicht: 0,9-1,2kg

Der "typische" Einhänder unter den Schwertern, ist es quasi die Weiterentwicklung des Kurzschwertes. Es bietet alle Vorteile des Kurzschwertes und addiert dazu noch eine höhere Hiebwirkung durch die längere Kinge. Das Breitschwert wird nicht nur von Schildkämpfern, sondern auch von Kavallerie bevorzugt, da es auf dem Pferd kaum Behinderung mit sich bringt wenn es im Wehrgehänge bleibt, gleichzeitig aber auch genug Reichweite vorweist um vom Pferd aus eine tödliche Waffe darzustellen.
Unter der Kategorie der Breitschwertern fallen auch die Säbel, Entermesser o.Ä. Waffen.



Korbschwert:
(auch Basket-hilted Sword oder Broadsword)
Bild

Das Korbschwert weist die Eigenschaften des Breitschwertes auf, jedoch wurde hier die Parrierstande gegen einen schützenden Korb ausgetauscht. Bei diesem Schwert lassen sich schon erste Tendenzen in Richtung Fechten erkennen, jedoch eignet sich dieses Schwert weiterhin für Hieb-und Schnittattacken. Beliebt ist diese Waffe bei der schweren Kavallerie, bleibt auf einem gerüsteten Pferd nicht all zu viel Zeit für ausgefallenden Parriertechniken.



Panzerbrecher:
(auch Estoc, Tuck oder Stocco)
Bild

Lies es sich beim Korbschwert noch ungefähr erahnen, ist es beim Panzerbrecher Gewissheit. Dieses Schwert zeichnet sich vorallem durch Stichattacken aus. Die dünne Klinge eignet sich hervoragend zum Einfädeln in Kettenrüstungen und durch die lange Klinge hinterlässt man deutlichen Schaden. Ziel mit dieser Waffe sind vorallem die Gelenke einer schweren Rüstung wie Achsel, Ellbogen oder auch der Schritt. Es gibt Berichte die besagen, dass Panzerbrecher keine geschliffende Klinge, sondern nur eine scharfe Schwertspitze besitzen. Andere Berichte besagen genau das Gegenteil. Am Ende kommt es auf die Vorliebe des Anwenders an.




Rapier:
(auch Degen oder Florett)
Bild

Diese Waffe eignet sich nur noch zum Fechten. Je nach Vorliebe besitzt diese Waffe eine flexible oder eine starre Klinge. Sie wird meist ohne Rüstung getragen und oft von adligen nicht Soldaten bevorzugt, da das Fechten als elegant und edel angesehen wird. Wenige dieser Adligen haben mit angesehen, wie ein durchlöcherte Mensch dank einem Rapier ausblutet. Das Fechten im Allgemeinen erfordert ein gezieltes Auge, hohe Konzentration und Kondition. Zu beachten ist jedoch, dass die schlanke Klinge durchaus zu durchbrechen ist. Einer Zwergenstreitaxt hat diese Waffe nicht viel entgegenzusetzen.
Beliebt in Schwertduellen ist es, den Rapier mit einem Parrierdolch zu kombinieren.




Langschwert:
(auch Bastardschwert oder Anderthalbhänder)
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Länge: 100-140cm
Klingenlänge:90-120cm
Gewicht: 1,1-1,8kg

Das wohl am weitverbreiteste Schwert, das Langschwert, wird mit zwei Händen geführt, bietet jedoch auch die Möglichkeit einhändige Attacken auszuführen. Hier ist jedoch hervorzuheben, dass die Nebenhand meist am Schwertknauf geführt wird. Dort verstärkt es die Hebelwirkung und damit den verursachten Schaden.
Das Langschwert bietet eine breite Variation von Kampf-und Parademöglichkeiten. Hier möchte ich auf das Werk von Iris Theane "Huten, Hiebe und Mensuren - Grundlagen des Schwertkampfs" verweisen, dir dort einen kurzen Auszug gibt. Auch ist es unter den Kämpfern beliebt, die Nebenhand an der Klinge zu führen um Stichattacken besser führen zu können. Gegen stark gerüstete Gegner empfiehlt es sich sogar, das Langschwert komplett an der Klinge zu führen und mit dem Knauf oder der Parrierstange zuzuschlagen um eine ähnliche Wirkung wie ein Streitkolben zu erzeugen.
Hier wird auch der Nachteil deutlich. Bei einem schwer gepanzerten Gegner eignen sich Schnittattacken gar nicht. Für Hiebattacken erzeugt das Langschwert rein mit der Klinge zu wenig Kraft. Lediglich Stichattacken können zu beachtlichen Schäden führen.
Das geringe Gewicht erlaubt einen schnelle Schlagreihenfolge die von vielen ungeübten Schwertkämpfern unterschätzt wird.
Unter den Langschwertern ist auch das Claymore zu finden.


Zweihänder:
(auch Bihänder oder Flamberge)
Bild
Länge: bis zu 180cm
Klingenlänge: bis zu 160cm
Gewicht: 2-3,2kg

Das Zweihandschwert ist ein reines Kampfschwert. Selten sieht man Schwertkämpfer damit rumlaufen. Oft kann es nur auf der Schulter getragen werden, da das Schwert an sich meist genauso lang ist wie der Kämpfer. Der Zweihänder dient primär dazu, die feindliche Verteidigung in Form von Speer- und Pikenträgern aufzubrechen. Ausserdem kann eine Frontlinie bewaffnet mit Zweihändern einschüchtern auf den Feind wirken.
Die meisten Zweihänder haben einen ungeschliffenden Klingen Part direkt an der Parrierstange, genannt ricasso. Dieser Part dient ähnlich wie beim Langschwert dazu, dass die Nebenhand an der Klinge geführt werden konnte um Stichattacken besser führen zu können.
Desweiteren besitzen viele Zweihänder noch eien Art zweite Parrierstange, oder besser ausgedrückt Parierhaken. Auch diese dienen dazu eine feindliche Klinge besser parrieren zu könne, und die Finger beim Halb-Griff zu schützen.


Abschließende Bemerkung:
Dies ist nur ein kurzer Einblick in die Welt der Schwerter und viele Arten wie z.B. das Khopesh, Falcata oder die Shotel wurden nicht genannt. Selbige Schwerter sind auf den Schlachtfeldern Azeroth kaum zu finden und werden wenn überhaupt nur von einzelnen Kriegern getragen. Selbst das Korbschwert ist nahezu unbekannt auf den Schlachtfeldern.
Primär dient es den nicht Schwertkämpfern des Dämmersturms einen kurzen Einblick in die Welt der Schwerter zu gewehren und ihnen eins aufzuzeigen:
Unterschätzt nie einen Schwertkämpfer, egal wir groß sein Schwert ist. Denn er ist alles, nur nicht langsam

Gez. C. Loren

_________________
Ein Zwerg und seine Axt, ist das beste was man als Freund hat.


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