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 Betreff des Beitrags: Leitfaden zum Flechten
BeitragVerfasst: 12. Feb 2017, 21:43 
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Ein Leitfaden zum Flechten
von Alexander Veidt


Angesichts der Tatsache, dass wir derzeit dringend Seile benötigen, habe ich mir erlaubt, einen kurzen Leitfaden zusammen zu fassen. Damit auch wirklich niemand behaupten kann, er wisse nicht, wie man so etwas macht. Grundsätzlich ist es nicht schwer, zu flechten. Dies liegt daran, dass die Flechtmuster jeweils auf einem einfachen Schema basieren und dieses Schema auf jede beliebige Anzahl an Strängen angewandt werden kann.

Das bedeutet, wird ein Zopf mit beispielsweise einer ungeraden Anzahl an Strängen geflochten, spielt es keine Rolle, ob es sich dabei um drei, fünf, sieben oder neun Stränge handelt, denn die grundlegende Vorgehensweise ist immer gleich.

Flechtmuster


Unterschiedliche Flechtmuster ergeben sich durch mehrere Faktoren, und zwar in erster Linie durch die Anzahl der verflochtenen Stränge, daraus, ob die Stränge übereinander oder untereinander geflochten werden, und ob flach oder rund geflochten wird. Die jeweiligen Flechttechniken können für die unterschiedlichsten Materialien verwendet werden.

Das bedeutet, mithilfe der folgenden Flechtanleitungen können nicht nur Haare geflochten werden, sondern beispielsweise auch Lederbänder, Seile, Schnüre, Fäden, Garne, Papierstreifen, Draht, weiche Weidenäste oder Teige. Insofern können mit einigen wenigen Grundanleitungen die unterschiedlichsten Bastelobjekte und Flechtwerke angefertigt werden.

In der Theorie klingen die Flechttechniken dabei teilweise etwas kompliziert. Wer die Systematik jedoch verstanden hat und mehrere Male geflochten hat, wird schnell feststellen, dass das Flechten recht einfach ist. Zudem wird er mithilfe der grundlegenden Flechttechniken keine speziellen Anleitungen mehr benötigen, um mit mehr oder weniger Strängen zu flechten.

Anleitungen


Die folgenden Anleitungen sind so aufgebaut, dass zunächst die Flechttechnik erklärt wird. Danach folgt jeweils eine Tabelle, die die Flechttechnik mit einer unterschiedlichen Anzahl an Strängen aufzeigt. “Rechte Seite” beschreibt dabei, wie der jeweils rechte Außenstrang verflochten wird, “linke Seite” entsprechend die Gegenseite. “Über” bedeutet, dass der Strang über den benachbarten Strang geflochten wird, “unter” heißt, dass der Strang unter dem
benachbarten Strang hindurch geführt wird.

Flechten mit zwei Strängen


Die einfachste Art des Flechtens besteht darin, mit zwei Strängen zu flechten. Dabei werden zwei gleichlange Stränge umeinander geflochten und es entsteht eine Kordel. Beim Verflechten von zwei Strängen ist es am einfachsten, die beiden Stränge jeweils am unteren Ende zu halten und zu spannen. Anschließend können die beiden Stränge umeinander gelegt werden.

Bild


Flechten mit einer ungeraden Anzahl an Strängen


Beim Flechten mit einer ungeraden Anzahl an Strängen wird immer abwechselnd von rechts oder links zur Mitte hin geflochten. Ob dabei auf der rechten oder der linken Seite begonnen wird, spielt keine Rolle, wichtig ist nur, die Seiten bei jedem Flechtschritt zu wechseln. Bei jedem Flechtschritt wandert der Strang, der der Außenstrang der jeweiligen Seite ist, in die Mitte und wird zum neuen mittleren Strang. Geflochten wird dabei immer über den benachbarten Strang und anschließend unter und dann wieder über den benachbarten Strang.

Bei einem Zopf aus drei Strängen liegen die Stränge zunächst nebeneinander. Im ersten Flechtschritt wird der rechte oder der linke Strang über seinen Nachbarstrang hinweg in die Mitte geflochten. Damit liegt dieser Strang nun in der Mitte. Danach wird der Außenstrang auf der Gegenseite über seinen Nachbarstrang hinweg in die Mitte geflochten. Danach geht es wieder auf der ersten Seite weiter, anschließend auf der Gegenseite. Dies wird dann sooft
wiederholt, bis der Zopf die gewünschte Länge erreicht hat.

Bild


Bei einem Zopf aus fünf Strängen beginnt das Flechten damit, dass der Strang auf der echten oder der linken Außenseite erst über seinen benachbarten und dann unter dem dritten Strang in die Mitte geflochten wird. Dieser Strang ist damit der neue Mittelstrang. Die Flechtung wird dann auf der Gegenseite wiederholt, also wieder erst über und danach unter den Nachbarsträngen bis in die Mitte. Im Wechsel geht es dann weiter, bis der Zopf lang genug ist.

Bild


Diese Flechttechnik lässt sich auf jede beliebige Anzahl an ungeraden Strängen ausweiten:

Anzahl der Stränge Linke Seite Rechte Seite

3 über über
5 über unter über unter
7 über unter über über unter über

Nach jedem Flechtschritt ist der gerade verflochtene Außenstrang der neue Mittelstrang. Normalerweise werden die Stränge beim Flechten recht straff gezogen, damit zum einen eine gleichmäßige Flechtung entsteht und sich das Flechtwerk zu anderen nicht wieder löst. Die Strängen auf den Zeichnungen wurden jedoch bewusst nicht straff gezogen, damit die einzelnen Flechtschritte erkennbar bleiben.

Flach flechten

Das flache Flechten entspricht im Grunde genommen dem Weben. Der Strang wird immer abwechselnd über und unter seinen Nachbarsträngen auf die Gegenseite geflochten. Die Seite wird dabei jedoch nicht gewechselt. Das bedeutet, es wird immer nur entweder von links nach rechts oder von rechts nach
links geflochten. Ob mit einer geraden oder einer ungeraden Anzahl an Strängen geflochten wird, spielt dabei keine Rolle. Diese Flechttechnik wird häufig verwendet, wenn Papierstreifen oder beispielsweise Körbe und Matten aus Weide angefertigt werden. Bei einem Zopf aus vier Strängen wird beim flachen Flechten der linke oder rechte Außenstrang erst über den zweiten, dann unter dem dritten und anschließend über den vierten Strang zur Gegenseite hin geflochten. Anschließend wird wieder der linke oder rechte Außenstrang verflochten. Bei einem Zopf aus fünf Strängen wird genauso gearbeitet, der jeweilige Außenstrang wandert also immer über und unter den Nachbarsträngen auf die andere Seite.

Bild


Rund flechten


Beim runden Flechten wird mit einer geraden Anzahl an Strängen geflochten. Das Flechten erfolgt immer im Wechsel einmal von der linken und einmal von der rechten Seite aus. Der jeweilige Außenstrang wird dabei unter den benachbarten Strängen hindurch auf die Gegenseite und über einen Strang zurück zur Mitte hin geflochten. Unter wie vielen Strängen der Außenstrang geflochten wird, hängt von der Anzahl der Stränge ab, entspricht aber immer der Hälfte.
Bei einem Zopf aus vier Strängen lautet das Flechtschema unter zwei, über einen Strang zurück. Der linke Außenstrang wird also zuerst unter dem zweiten und dem dritten Strang nach rechts und danach über den dritten Strang hinweg wieder zurück nach links geflochten. Danach wird der rechte Außenstrang verflochten, indem auch dieser erst unter den beiden benachbarten Strängen nach links und dann über einen Strang wieder zurück nach rechts geführt wird.

Bei einem Zopf aus sechs Strängen lautet das Flechtschema unter drei, über einen zurück. Das bedeutet, der linke Außenstrang wird unter den drei benachbarten Strängen nach rechts und über einen Strang wieder nach links geflochten. Mit dem rechten Außenstrang wird dies wiederholt und danach geht es im Wechsel bis zum Ende des Zopfes weiter.

Aufliegend und innenliegend flechten


Diese Flechttechniken spielen vor allem beim Flechten von Haarfrisuren eine Rolle. Werden die Haare aufliegend geflochten, entsteht der sogenannte tirassische Zopf und es ergibt sich ein erhabener Zopf. Bei dem lordaeronischen Zopf hingegen handelt es sich um eine innenliegende Flechtung,
also um einen Zopf, der eng und flach verläuft. Die Grundanleitung ist für beide Zöpfe zunächst gleich. In beiden Fällen wird mit drei Strähnen geflochten. Allerdings werden nicht alle Haare auf einmal verflochten, sondern zuerst werden drei gleichmäßige Strähnen am Oberkopf abgeteilt. Bei jedem Flechtschritt werden dann weitere Haare mitverflochten, indem seitlich eine Strähne abgeteilt und zusammen mit dem jeweiligen Außenstrang in den
Zopf eingeflochten wird.

Beim lordaeronischen Zopf und damit dem innenliegenden Flechten werden die Strähnen ganz normal wie bei einem Zopf mit drei Strähnen geflochten. Das bedeutet, der Außenstrang wird immer über seinen Nachbarstrang hinweg in die Mitte geflochten und bildet den neuen Mittelstrang. Beim tirassischen Zopf und dem aufliegenden Flechten werden die Strähnen untereinander verflochten. Der jeweilige Außenstrang wird also nicht über, sondern unter
seinem Nachbarstrang in die Mitte geflochten.

Dank gebührt Fjölni Felhammer, "Weil Zwerge wissen, wie man Zöpfe flechtet" und James "Arbeit in der Taufabrik" Barker.


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