Söldnerbund Dämmersturm

RP-Gilde - Die Aldor
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AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Umgang mit dem Tod und Niederlagen (Öffentlich)
BeitragVerfasst: 26. Jan 2013, 16:27 
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Wohnort: Dortmund
Geschlecht: weiblich
Ja ich weiss ihr seid Söldner und in eurem Leben sicher mehr Leben beendet als ich.

Auch wird es als heldenhaft angesehen für den Soeldnerbund zu toeten sowie in einem Kampf als Sieger hervorzugehen.

Sterben unsere Kameraden, wird sicher meist geschwiegen denn Helden weinen nicht. Es gehört eben dazu, sagt man sich.
Doch was man da wirklich tut oder nicht tut ist vielen sicher nicht bewusst.

Man stumpft ab, von Einsatz zu Einsatz, sagt man sich, so lernt man den Umgang mit dem Tod. Dass man sogar schon aufhört zu zählen wieviele schon durch die eigene Waffe gestorben sind.

Immer wieder erwischt man sich aber dabei, wie man schon den nächsten Einsatz abwartet. Die Zeit dazwischen vergehen wie Stunden, Jahre. Wenn man sich nicht gerade in einer Kneipe volllaufen lässt.


Mir stellt sich dann die Frage, lernen Söldner den Umgang mit dem Tod überhaupt?
Meines Erachtens, Nein. Es ist wie wenn ein Pferd mit Scheuklappen seine Arbeit verrichtet.

Es konzentriert sich lediglich auf die Kommandos des Kutschers, alles Drumherum wird nicht wahrgenommen.

Nach getaner Arbeit, herrscht dann Stille, zuviel Stille. Die Gedanken drängen sich einem in den Kopf.

Hätte ich meinem Kollegen anders helfen sollen, wäre er vielleicht nicht tot.
Hat der Anführer den wir beseitigen mussten vielleicht Kinder die nun Waise sind und nun all die Nächte und Tage auf ihren verschwundenen Vater warten?

Nein, ein Held ,ein gestandener Mann hat sich darüber keine Gedanken zu machen.
Auf den Sieg wird in der nächsten Kneipe angestoßen, besoffen bis man in Alkoholdunst nach Hause torkelt, oder in das Soeldnerquartier....denn das Geld wird meist gut in Bier und Waffen investiert.

Sich Gedanken machen ist Weiberkram.
Doch wenn man genauer hinsieht, merkt man das einem etwas fehlt, das einem diese Scheuklappen nehmen.

Es ist im Prinzip ganz einfach.

Lerne zu erkennen dass so oder so alles vergaenglich ist. Leben, Sieg, Glück, selbst der Kampf selbst.

Haftet man zu sehr an etwas selbst wenn es nur der Sieg ist, wundert man sich wieso einen Trauer, Sieg oder anderes in ein tiefes Loch zieht, oder allein die Angst daran, manch einen zum Deserteur werden lässt,

sicher, jetzt kommt bestimmt ich habe keine Ahnung als Bardin.

Aber natürlich. Meine Familie bestand aus Freibeutern. Zu toeten und zu rauben war hier selbstverständlich wie Essen und trinken. Unsinn wurde hart bestraft. Machten wir es gut, lebten wir teilweise wie Adlige.

Der Preis dafür galt als Heldenhaft. Ich machte mir sehr viel draus, und fieberte schon daraufhin den Sieg?Platz meiner Mutter einzunehmen.
Erwartungen, an einen selbst und andere. Das festhalten an geliebte Menschen, allein das Zusammensein mit unseren liebsten Kameraden, lässt uns so sehr an die Gegenwart festtackern und unsere heissersehnte Zukunft wie ein Fantasiebildnis ausmalen dass uns die Realität wie ein defekter Fallschirm auf den Boden der Tatsachen fallen lässt.

Im übrigen, ich wurde irgendwann seekrank. Und es hörte nicht auf.
Ausser zu singen, Violine spielen und ein wenig lesen und schreiben konnte ich nichts.

Das toeten und rauben war so selbstverständlich dass ich nichtmal darüber nachdachte.

Da war ich nun und musste das Schiff verlassen. Alle Erwartungen umsonst.

Meile um Meile ging ich dann zu Fuss. Sah überall Leid, Elend, Helden,Waisen, auch der Tod selbst sah mir mal ins Gesicht, auch wenn nur für einen Bruchteil.

In den ersten Jahren ueberfing mich Depression. Allein die Tatsache dass all das Leid hätte auch durch meine Hand entstanden worden sein. Ich spielte sehr lange nur traurige und nachdenkliche Musik.

So entstanden meine Liedtexte und Balladen. Mit den Jahren erkannte ich, dass es verschiedene Todesursachen gibt. Und der Tod genauso Bestandteil des Lebens ist wie das Leben selbst. Jeder Tag kann anders werden, jeder neue Tag das Ende.


Und am Ende fragt man sich dann, wofür man eigentlich gelebt hat.



Zitate:

Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehn.

Unterzeichnet von Rahel.

_________________
wandle im Schatten.Alles ist vergaenglich.


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