Söldnerbund Dämmersturm

RP-Gilde - Die Aldor
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 Betreff des Beitrags: Re: Unsortierte Aktenberge
BeitragVerfasst: 17. Aug 2018, 15:36 
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Bericht über die Reise nach Aiden


Auftrag:
1. Aidens Bevölkerung davon überzeugen, Margarete von Bauergard zu folgen, sobald sie ihre Ansprüche geltend macht.
2. Den Konflikt lösen, der durch Aidens Rebellion entstanden ist. Die Lösung soll auf beiden Seiten für Ruhe sorgen und dazu führen, dass die Verlassenen wieder mit Leichen beliefert werden, die sie bisher vom Aidenner Friedhof bekommen haben. Ohne die Einhaltung dieser Vereinbarung muss mit einem offenen Krieg der Verlassenen gerechnet werden, die sich bisher in Schach halten ließen.

Teilnehmer: Viktorie Goldschild (Einsatzleitung), Jessica Lichtenherz, Lanzenträger aus Gorheim: Cornelius Thronraub, Benedikt Ratzinger, Garfield Hammermann, Iwein Frühwurmfänger, Ulfbert Rannes


Hinweg
Die Reise begann mit einem Besuch beim Hüter der Ländereien in Gorheim. Als wir ankamen, sahen wir einige besser betuchte Gorheimer, die sich an der geplanten Zahlung für Mütter, die das Kind eines Dämmersturmsöldners empfangen, stören. In einer kleinen Traube standen sie vor dem Gasthaus, in dem der Hüter zu gastieren pflegt und verliehen ihrem Unmut schimpfend Ausdruck. Während wir die Traube beobachteten, machte der Dämmersturm mobil. Fünf Reiter stürmten aus dem Gasthaus und mobilisierten ganze Tagelöhnerzüge, die eilig dem Wald entgegen strebten.
Als der Hüter der Ländereien uns empfing, teilte er mir den Grund der Aufregung mit: Margarete von Bauergard, die nach Tobiasstadt gebracht wurde um sich auf ihre bevorstehende Ehe mit Njörn Cherusk vorzubereiten, legte am Abend vor der Hochzeit ein Feuer in ihrem Gasthaus und nutzte das ausbrechende Chaos zur Flucht aus dem Fenster und folgend, so die Annahme, aus dem Ort. Margaretes Verhalten teilt uns unmissverständlich mit, dass weder mit ihrer Loyalität, noch Pflichterfüllung und somit auch nicht mit einer Hochzeit zu rechnen ist. Nach einer längeren Besprechung möglicher Optionen trug mir der Hüter der Ländereien auf, die Reise nach Aiden weiter fortzusetzen und alles daran zu setzen, dass der Ort seiner Pflicht wieder nachkommt. Zur Vorbereitung auf diese Aufgabe bat ich Heineken um Informationen über den Ortsvorsteher, sodass wir vor unserer Abreise erfuhren, dass die Dorfvorsteherin Ingrid Fichtenlump heißt und aufgrund ihres Ranges den Namen Ingrid von Aiden tragen darf. Über ihre Person ließ sich nicht viel in Erfahrung bringen. Sie ist von niederem Stand und wurde vom Volk gewählt, was für ihre dortige Beliebtheit spricht.

Begleitet von fünf Lanzenträgern zu Pferde begaben wir uns auf den Weg nach Aiden, wobei wir die südliche Route entlang des Westberges wählten. Ich wollte mir einen Eindruck des Landes machen und auf dem Rückweg die nördliche Route wählen. Um keinen Konflikt mit den Höhlingern zu riskieren, die dem Bund nicht besonders wohlgenossen sind, umgingen wir den Ort und genossen eine ruhige und gefahrlose Reise.

Nahe einer Weggabelung, die zur linken Hand nach Aiden und zur rechten nach Dörflingen führt, legten wir eine Rast ein und wurden inmitten der Nacht von der Nachtwache geweckt, Schritte näherten sich unserem Lager. Man versuchte, uns zu umstellen. Wie sich herausstellte, handelte es sich um mehrere Männer, zwei von ihnen trugen die Plattenrüstung der Wolfsleute, drei weitere von ihnen trugen Kette und Lanzen. Sie forderten von uns, dass wir ihnen unsere Vorräte und unsere Pferde geben. Auf unser Gold wollten sie verzichten und verwiesen auf die Nähe zu Dörflingen. Dort könnten wir einkaufen. Da ich nicht im Sinn hatte, ohne Pferde und Proviant weiter zu reisen, musste ich diese Anfrage ablehnen. Nachdem erste Verhandlungsversuche scheiterten, entfachte ein kurzes Aufeinandertreffen der Männer, die sich als einander ebenbürtig erwiesen. Einige von ihnen schienen sich sogar von der Schlacht in Alterszapfen zu kennen. Während des Gefechts mussten beide Seiten einsehen, nicht ohne Verluste davon kommen zu können. Mit einem letzten Versuch, zu einer Einigung zu kommen gelang es mir, den Kampf zu unterbrechen.
Wie sich herausstellte, handelte es sich um Koalitionssoldaten, die nach den erschütternden Ereignissen in Markstadt desertierten. Drei von ihnen, Raphael, Alphons und ein weiterer, dessen Namen ich nicht kenne, gehörten zum Dämmersturm, ihr Rädelsführer Hans und ein weiterer Plattenträger, er schien ein betagter Ritter zu sein, zu den Männern des Wolfes. Dabei fiel die Sprache auf Salma von Wolke, auch bekannt als Die Braut des Dämmersturms. Ich erklärte ihnen, dass die echte Braut seit Markstadt vermisst wird, was sie ein wenig zu beruhigen schien, da sie ihr sehr zugetan waren und bisher annehmen mussten, dass sie als Dämon getötet wurde. Im Gegenzug erklärten sie mir unmissverständlich, dass sie keine andere Wahl hätten, als weiter zu flüchten. Sie wollten dem Land den Rücken kehren, kämen ohne Pferde und Vorräte jedoch nicht weiter. Das Aufeinandertreffen ließ sich nicht anders lösen, als ihren Forderungen entgegen zu kommen. Ich versprach ihnen eines der Pferde als Packpferd sowie genügend Vorräte für drei Wochen. Damit zeigten sie sich einverstanden und ich glaube, dass die Männer auf beiden Seiten letztlich nur froh darum waren, dass es nicht zu weiterem Blutvergießen kam. Ich versuchte, die Gemüter weiter zu beschwichtigen, indem ich alle vom Kampf verletzten Männer versorgte. Am nächsten Morgen ritten wir nach Dörflingen, um die Vorräte zu besorgen und ließen ein Pferd und einen der Lanzenträger bei ihnen, um niemanden zu beunruhigen.

Dörflingen, erster Besuch
Aufgrund der gegebenen Umstände verbrachten wir bei unserem ersten Besuch in Dörflingen nicht viel Zeit. Während sich Jessica im Ort ein wenig umgehört hat, erledigten die Lanzenträger unsere Einkäufe. Uns allen fiel auf, wie freizügig sich die Bewohner geben und kleiden. Wir nahmen zunächst an, dass Hurerei auf offener Straße und insbesondere im Gasthaus betrieben wird, doch auf den zweiten Blick und nach ein paar Nachfragen wurde ersichtlich, dass die Menschen dies nicht unbedingt für Geld, sondern schlicht zu ihrem Vergnügen tun. Ich nahm mir Zeit, ein längeres Gespräch mit einem Händler zu führen und erfuhr dabei unter anderem, dass sich in Stahlkamm und Weißhaupt zwei neue Burgherren aus den Reihen der Wolfsmänner hervorhetan hätten. Die beiden Orte können sich untereinander nicht einig werden. Die westlichen Orte lägen alle miteinander im Streit. Händler haben bereits begonnen, die Wolfsländer, darunter auch Aiden, zu meiden und vertreiben ihre Waren lieber in Dörflingen oder Pökelheim. Einen Teil der Waren, die wir erwerben wollten, haben uns die Händler einfach geschenkt, so beliebt ist der Dämmersturm dort. Immer wieder rühmte der Händler die Braute als Retterin von Dörflingen. Ihr hätten die Bewohner ihre neue Freiheit zu verdanken, da sie in Dörflingen über den Wolf triumphierte. Der Händler berichtete außerdem von einem Mann in Robe, der sich auf den Feldern herumtreibe, das Dorf gelegentlich besuche und zu den Menschen spreche.

Ich entschied mich, diesen Mann aufzusuchen, fand ihn wie vom Händler beschrieben am Stadtrand auf einem Felsen und frug ihn, was ihn nach Dörflingen führe. Er stellte sich als Bruder Arnold vom Orden „Andorhals Vergeltung“ vor. Sein Großmeister Thomas Orodaro habe ihn nach Dörflingen geschickt, um nach dem Rechten zu sehen. Bruder Arnold scheint ein angenehmer Mensch zu sein. Er wirkte vernünftig und zeigte, anders als von manch einem erwartet, keinen sofort erkennbaren Fanatismus. Er war äußerst besorgt über die Dörflinger und vermutete den Einfluss eines dämonischen Zaubers, der sie in seinem Bann hält. Zugleich konnte er, ebenso wie auch ich, keine Magie, Verzauberungen oder dunkle Auren wahrnehmen. Wir unterhielten uns eine ganze Weile, bis er zu dem Schluss kam, dass die Menschen eine Art Personenkult um die Braut gebildet haben, nachdem sie sich die Wolfssoldaten öffentlich unterwerfen konnte, sodass sie künftig ihr dienten. Und nicht ihrem Herren, der ebenfalls zugegen war. Mit dieser Erkenntnis begab sich Bruder Arnold unverzüglich zurück nach Markstadt, um seinem Großmeister davon zu berichten. Ich gehe dennoch fest davon aus, dass mit weiteren Besuchen der Paladine zu rechnen ist. Um die Geduld der desertierten Soldaten nicht zu strapazieren, setzten wir unsere Reise kaum zwei Stunden später fort, übergaben ihnen die Vorräte und ließen ihnen eines der Pferde. Weitgehend unversehrt und mit einem Pferd weniger setzten wir unsere Reise fort.

Aiden
Nach einer kurzen Wegstrecke erreichten wir Aiden und wurden ohne nennenswerten Widerstand in den Ort gelassen. Unsere Waffen gaben wir dabei am Eingang ab, um das aufkommende Misstrauen zu beschwichtigen. Ingrid von Aiden begrüßte uns verhalten und räumte die Möglichkeit eines Gespräches ein. Zugleich konnte ich veranlassen, dass Jessica sich um Kranke und Verletzte kümmert. Bereits vor dem Ort habe ich sie dazu angehalten, sich dabei unter den Leuten umzuhören.

Während Jessica ihrer Pflicht, die Kranken und Verwundeten zu versorgen nachkam, sprach ich mit Ingrid. Es war ein zähes und sehr langes Gespräch, bei dem sich folgendes herauskristallisierte: Stahlkamm und Weißhaupt bedrohen Lichtnah und Aiden und haben die Straße gen Süden (für Aiden) abgeschnitten. Lichtnah könne sich aufgrund seiner guten Verteidigung noch eine Weile halten, während Aiden im Fall eines Angriffs untergehen würde. Als Grund gab sie den Tod von Thomas Reiter an und bat mich darum, dafür zu sorgen, dass Aiden nicht angegriffen wird. Sie wird zudem keine Gebeine des Aidenner Friedhofes mehr zur Verfügung stellen. Die Grausamkeit dieses Unterfangens hat die Aidenner mürbe gemacht, sodass sie insgesamt bereit scheinen, für diese Entscheidung zu sterben. Ingrid schien sehr sicher zu wissen, dass ihren Leuten nicht mehr zuzumuten ist und daran ließ sich nicht rütteln. Je länger wir darüber sprachen, desto angespannter wurde die Stimmung, bis Ingrid kurz davor schien, das Gespräch abzubrechen. Unvernünftig ist Ingrid jedoch nicht, also suchten wir nach weiteren Möglichkeiten. Dabei kam sie schließlich darauf zu sprechen, andere Orte in die Verantwortung zu ziehen. Ingrid zeigte sich bereit, die Übergabe der Gebeine in Aiden stattfinden zu lassen, solange die Gebeine von anderswo geliefert werden. Gefordert werden etwa dreißig Stück alle zwei Wochen. Aidens Friedhof ließe sich noch etwa ein Jahr dafür nutzen. Besuche der Verlassenen im Osten lehnte ich kategorisch ab, da es strategisch nicht zu verantworten ist, ihnen mehr Observationsmöglichkeiten einzuräumen. Sie sind bereits zu tief ins Gefälle vorgedrungen. Dies lenkte das Gespräch erst gar nicht auf Orte im Einflussgebiet des Dämmersturms, die im Vorfeld bereits ausschieden. Insgesamt bevorzugte ich die Möglichkeit, die Gebeine vergessener Schlachtfelder zu nutzen, um Aidens und Lichtnahs Schicksal keinem weiteren Ort zuzumuten.

Um Ingrid und mir mehr Zeit zu verschaffen und um die Verhandlungen nicht platzen zu lassen, unterbrachen wir das Gespräch und ich schickte einen Boten zum Hüter der Ländereien, um nähere Erkundigungen einzuholen. Unsere schriftliche Kommunikation lässt sich wie folgt zusammenfassen: Ältere Schlachtfelder, die nicht geräumt wurden, wären im Westberg zu finden. Auch könnte man das Schlachtfeld der Schlacht bei Straßenwald in Betracht ziehen, sofern die Gebeine dort noch nicht geräumt wurden. Außerdem gäbe es Massengräber vor Markstadt aus dem Ersten Frühlingskrieg. Da der Westberg schwierig zu begehen ist und das Fleddern von Leichen nahe Höhlingen und den Wolfslanden für Empörung oder Profitgier gegenüber des Dämmersturms sorgen könnte, bleiben diese beiden Optionen zwar offen, waren jedoch nicht zu präferieren. Die Massengräber vor Markstadt schloss ich aus, um die Beziehungen des Paladinordens zum Dämmersturm nicht zu gefährden. Ich entschied, dass es lohnenswert ist, das Schlachtfeld bei Straßenwald zu observieren, um diese Möglichkeit abzuklopfen. Bei Dörflingen, Karpfenfang, Pökelheim und Neuringen, alle im Norden nahe des Sees gelegen, ist die Machtfrage und Zugehörigkeit durch die Koalition nicht genau geklärt. Der Hüter der Ländereien wies darauf hin, dass sich diese Orte nutzen ließe. Er und ich stimmten außerdem dahingehend überein, dass Stahlkamm und Weißhaupt sich nicht auf einen Kampf gegen Aiden einlassen werden, sobald die Verlassenen wieder ihre Lieferungen bekämen. Er bezweifelte außerdem, dass sie die nötige Kampfkraft dafür hätten. Nach gründlichem Abwägen entschied ich, Ingrid anzubieten, das Schlachtfeld bei Straßenwald observieren zu lassen und auf seine Tauglichkeit hin zu prüfen. Außerdem sagte ich ihr zu, mich umgehend auf den Weg zu anderen Orten zu begeben, um die dortigen Möglichkeiten abzuklopfen. Im Gegenzug zeigt sich Ingrid auf meine Anfrage hin bereit, uns auf Anfrage mit Informationen zu versorgen, da sie mehr aus dem Westen des Gefälles mitbekommt als die Orte im direkten Einflussgebiet des Dämmersturms. Außerdem erkundigte ich mich nach ihrer Bereitschaft, mit dem Dämmersturm zu handeln. Dies begrüßt sie ausdrücklich, da Aiden nach neuen Abnehmern für seine Erzeugnisse sucht. Nach einem Handschlag und einer freundlichen Verabschiedung brachen wir ohne Zeitverzögerungen nach Dörflingen auf.

Dörflingen, zweiter Besuch
In Dörflingen kam ich im Gasthaus mit Sarah Grau ins Gespräch. Sie hat eine sehr hohe Stellung im Ort inne und spricht offiziell für die Dörflinger. Von ihrer Art her ist sie eine verruchte Verfüherin, dabei ist sie nicht unklug oder gar kaltherzig. Während eines langen und mitunter sehr ernsten Gespräches öffnete ich ihr die Augen in Bezug auf die Braut, die weitaus mehr war als ihr verruchtes und imposantes Auftreten in Dörflingen. Es war ihre Aufgabe und erdrückende Pflicht, den Frieden im Gefälle wieder herzustellen und zu wahren. Durch die Verblendung und Triebhaftigkeit der Dorfbewohner wurden sie blind für die wahren Gefahren, die im Gefälle lauern und sahen nur noch ihr eigenes Vergnügen und folgen nicht dem Bild der Friedensbringerin, die Salma wirklich war: Eine ganz normale Frau, erdrückt von ihren Pflichten, zerrissen von den höheren Mächten. Ich vermag nicht zu sagen, ob Sarah Grau meine Worte zum Anlass nimmt, um die Lebensart der Dörflinger zu zügeln. Ich riet ihr dazu, wenigstens für Wachpräsenz zu sorgen. Und ich sagte zu ihr, dass es eine Möglichkeit gäbe, den Frieden im Gefälle zu wahren, was auch die Aufgabe ihres Vorbildes war. Sarah zeigte sich sehr einsichtig und wir kamen darin überein, dass die Lieferungen nach Aiden von Dörflingen übernommen werden. Dies kann sofort in die Wege geleitet werden. Sarah Grau wird außerdem für Diskretion sorgen, sodass die Bewohner so wenig wie möglich und die Paladine Markstadts am besten gar nichts von dieser Übereinkunft erfahren.

Pökelheim
Unser weiterer Weg führte uns nach Pökelheim. Dort begrüßten uns die wachhabenden Wolfssodaten und ließen sich auf ein Pläuschchen ein. Dabei erfuhr ich, dass der Wirt eine gute Ansprechperson sei, wenn man an die Bewohner herantreten möchte. Der Wirt begrüßte uns mit äußerster Gastfreundschaft und war sogar bereit, uns die Zimmer kostenlos zu überlassen. Noch genießt der Dämmersturm dort ein gutes Ansehen. Während eines Gespräches unter vier Augen teilte ich dem Wirt die Ereignisse im Westen des Gefälles mit; die Zerstrittenheit der verschiedenen Orte, Lichtnahs und Aidens Rebellion und die Konsequenzen daraus. Ich habe bemerkbar angedeutet, dass es sein kann, dass die Verlassenen auch vor Pökelheim stehen könnten, sei es durch eine Invasion oder um den Ort als Quelle für ihr abscheuliches Geschäft zu nutzen. Dabei ließ ich einfließen, dass es die Möglichkeit gäbe, lediglich eine Abgabe zu tätigen, die über Aiden liefe. Der Wirt zeigte sich verständlicherweise erschrocken und teilte mir mit, dass die Bewohner ihre Entscheidungen gemeinsam treffen. Außerdem wies er wiederholt darauf hin, dass Pökelheim sich auch an Markstadt wenden könnte, wenn die Verlassenen Druck machen. Um selbst keinen Druck zu erzeugen, beließ ich es bei diesem Vortasten. Der Wirt wollte dies mit weiteren Bewohnern besprechen. Außerdem rechnete er damit, dass ein Vertreter von „Andorhals Vergeltung“ bald wieder im Ort auftauchen werde. Insgesamt war die Nähe zu Markstadt und die damit verbundene Sehnsucht nach Sicherheit bemerkbar. Ich beließ es bei den bereits gesprochenen Worten. Am nächsten Tag verabschiedeten wir uns und reisten über Tobiasstadt zurück.

Tobiasstadt
Tobiasstadt empfing uns mit Trauerglocken und einem Trauermarsch, der von nahezu allen Bewohnern begleitet wurde: Njörn Cherusk erlag seinen schweren Verletzungen und wurde zu Grabe getragen. Wir begleiteten den Trauerzug dezent und zurückhaltend. Nach einer kurzen Nacht im Gasthaus, der Wirt teilte uns dabei mit, dass der Dämmersturm aufgrund von Margaretes Verhalten nicht sehr beliebt ist, brachen wir im frühen Morgengrauen auf und erreichten Gorheim am Nachmittag. Da die Kunde von Cherusks Tod noch nicht bis Gorheim vorgedrungen war, setzte ich den Hüter der Ländereien in Kenntnis.

Zusammenfassung
  • Margarete ist eine Nacht vor ihrer Hochzeit mit Njörn Cherusk geflohen und konnte bisher nicht aufgefunden werden.
  • Stahlkamm und Weisshaupt liegen im Streit miteinander, seitdem sich dort Emporkömmlinge zum Burgherren haben küren lassen. Zugleich üben sie Druck auf Lichtnah und Aiden aus und haben die Straße gen Süden für Aiden abgeschnitten.
  • Aiden erklärt sich bereit, den Übergabeort für das Abkommen mit den Verlassenen zu stellen. Im Gegenzug wird Aiden (derzeit von Dörflingen) mit Gebeinen versorgt, um den dortigen Friedhof nicht weiter zu schröpfen. Der Dämmersturm wird diese Übergaben koordinieren, auch, um Streit zwischen den beiden Orten zu vermeiden. Aidens Dorfvorsteherin Ingrid erklärte sich bereit, uns mit Informationen zu dienen, solange Aiden beliefert wird. Außerdem strebt Aiden einen Handel mit dem Dämmersturm an, um sein Erz zu verkaufen. Im Gegenzug können Waren des Dämmersturms angeboten werden, die in Aiden benötigt werden.
  • Dörflingen erklärte sich bereit, seinen Friedhof für die Lieferungen der Gebeine zu öffnen.
  • Die Bereitschaft von Pökelheim ist ungeklärt.
  • Das Schlachtfeld bei Straßenwald sollte sehr zeitnah observiert und gegebenenfalls als zweite Quelle genutzt werden.
  • Markstadt versucht, seinen Einfluss auszuweiten und schickte Gesandte nach Dörflingen, Pökelheim, Legdenstein und anzunehmenderweise auch zu anderen Orten.


Abschließende Bemerkungen
Aidens Schicksal sollte sich möglichst nicht wiederholen. Es ist ratsam, weitere Quellen aufzutun, um Dörflingen nicht ebenso zu schröpfen und dadurch den Widerstand der Dorfbewohner zu erregen. Die blinde Verliebtheit der Dörflinger muss nicht für immer halten und sollte nur sehr bedingt zu manipulativen Zwecken genutzt werden; Sobald die Menschen wieder klarer sehen, werden sie kaum anders handeln und empfinden als andere Alteracer.

Dem Sturm entgegen!
Viktorie Goldschild






Zusammenfassender Bericht der jüngsten Ereignisse sowie Verhältnisse im Gefälle

Dörflingen
Dorfsprecherin für offizielle Anliegen: Sarah Grau
Dem Dorf geht es wirtschaftlich gut, die Dorfgemeinschaft ist sichtbar vorhanden. Beim Einreiten fällt auf, dass es keine Wachpräsenz gibt. Der Dorfplatz nahe des Gasthauses wird für Handel und andere Belange des alltäglichen Lebens genutzt. Das Gasthaus stellt das Herzstück und Zentrum der Begegnung dar. Gehandelt wird überwiegend mit Wolle der dorfeigenen Schafe. Fleisch genießt keinen großen Stellenwert mehr, in Dörflingen achtet man auf seine Figur. Zwei Schneider sollen im Ort zu schnellem Reichtum gekommen sein, denn man kleiden sich in gute Tuche. Kinder, Alte, Kranke und Schwangere sieht man nicht auf den Straßen, sie wurden fernab des Dorfzentrums untergebracht und genießen eine äußerst zufriedenstellende Versorgung. Dorthin kehren auch die Dorfbewohner nach erlediger Arbeit oder ausgelebtem Vergnügen zurück.
Das alte Hurenhaus, für das Dörflingen bekannt war, wurde zum Gasthaus. Im Ort fließt anscheinend kein Geld mehr für körperliches Vergnügen. Die Menschen sind dafür so offen, dass sie dem einfach nachgehen, überwiegend im Gasthaus, jedoch nicht abseits des Ortskerns.
Der Dämmersturm genießt in Dörflingen ein hohes Ansehen. Die Bewohner haben einen Personenkult um Salma von Wolke, auch bekannt als Die Braut des Dämmersturms gebildet, lassen ihr Andenken hochleben und rühmen somit auch ihre Nähe zum Bund.
Dörflingen hat sich verpflichtet, seinen Friedhof für das Geschäft mit den Verlassenen zu öffnen. Die Lieferungen nach Aiden werden vom Dämmersturm koordiniert. Dörflingen eignet sich hierfür besonders, da die Menschen den Lebenden einen höheren Stellenwert zurechnen als den Toten. Trotzdem ist dringend festhalten, dass dies nicht überstrapaziert werden darf. Schwindet der Glanz der Braut in den Augen der Dörflinger, könnte es ihnen ähnlich ergehen wie Aiden.

Aiden
Dorfvorsteherin (gewählt): Ingrid Fichtenlump, auch als Ingrid von Aiden bekannt
Aiden handelt mit Eisen aus der Mine und Holz aus den Wäldern. Die Aidenner sind starke, eigensinnige Menschen, die sich weitgehend aus den größeren politischen Konflikten herauszuhalten scheinen. Seit Aidens Rebellion sieht sich der Ort von Weißhaupt und Stahlkamm bedroht. Diese Bedrohung konnte abgewendet werden, da das Abkommen mit den Verlassenen wieder aufgenommen wurde und maßgeblich für dafür sorgt, dass die Verlassenen eine Invasion hinauszögern. Die Konflikte mit den westlichen Orten haben dafür gesorgt, dass Händler Aiden zu meiden begonnen haben. Der Ort sucht nach neuen Abnehmern für seine Erzeugnisse, die bisher in die Ländereien des Wolfes verkauft wurden. An einem Handel mit dem Dämmersturm zeigte sich Aiden sehr interessiert. Wieder aufblühender Handel und wirtschaftliche Stabilität könnten dazu beitragen, dass das Geschäft mit den Verlassenen so unbeeinträchtigt wie möglich vonstatten geht. Aiden steht hierbei lediglich als Übergabeort zur Verfügung. Gefordert werden etwa dreißig Leichen im Abstand von zwei Wochen. Solange der Nachschub durch den Dämmersturm gewährleistet wird, ist Ingrid von Aiden bereit, Informationen an den Dämmersturm weiter zu geben.

Weisshaupt
Burgherr: Karl Reikwald
Reikwald ist ein ehemaliger Hauptmann und Freund von Thomas Reiter. Er kann angeblich gut mit Geld umgehen. Hat sich, ebenfalls angeblich, als Adliger ausgegeben. Er hat einen schlechten Ruf bei manchen Wolfssoldaten und soll ein "Ekelpaket" sein.

Stahlkamm
Burgherr: Hans Fenri
Fenri ist ein ehemaliger Hauptmann und Freund von Thomas Reiter. Nach dem Ersten Frühlingskrieg und der Schlacht um Markstadt wurde er befördert.

Pökelheim
Ansprechperson: Rudolph, Wirt.
Pökelheim profitiert nach wie vor vom Fischfang. Den Menschen scheint es weitgehend gut zu gehen. Sie zeigen sich dem Dämmersturm gegenüber dankbar für die Befreiung und begegneten uns mit äußerster Gastfreundschaft. Entscheidungen, die das Dorf betreffen, werden in der Regel über Zusammenkünfte im Wirtshaus getroffen. Ein Paladin vom Orden „Andorhals Vergeltung“ hat Pökelheim besucht. Die Menschen dort sprechen zwar nicht sehr gut von Markstadt, scheinen eine politische Nähe aus Sicherheitsgründen jedoch zu bevorzugen. Eine Annäherung an Markstadt ist nicht unwahrscheinlich.
Feldwaibel Erich Becker, ein Wolfssoldat, hat ein Abkommen mit Rudolph, dem Wirt, getroffen. Für etwas Geld, Essen und Unterkunft bewachen die Wolfssoldaten den Ort nach wie vor.

Markstadt
Die Paladine des Ordens „Andorhals Vergeltung“ arbeiten daran, den Einfluss von Markstadt auszuweiten und zeigen sich dabei an den Orten interessiert, deren Herrscherfrage und Zugehörigkeit ungeklärt ist. In Dörflingen, Pökelheim und ferner in Legdenstein berichteten die Menschen von der Anwesenheit eines Gesandten.
Augenzeugen haben von neu gebauten "Kampfbooten" oder "Kriegsschiffen" berichtet, Markstadt hat also mit der Umsetzung des geplanten Vorhabens begonnen, eine Seeflotte zu errichten, um die Verteidigung und Schlagkraft zur See zu erhöhen und Fenris im Falle eines Angriffs unattraktiv für die Horde zu gestalten.

Tobiasstadt
Nach Cherusks Tod ist die Nachfolge nicht geklärt. Tobiasstadt scheint sich aufgrund der Entwicklungen um Margarete von Bauergard vom Dämmersturm zu distanzieren. Während unseres Besuches wurden wir nicht mehr als geduldet.

Die Braut des Dämmersturms
Salma von Wolke hat Dörflingen gemeinsam mit ihrem Gatten und den Wolfssoldaten besucht. Dies war kurz bevor die Legion Alterszapfen angegriffen hat. Während ihres Aufenthaltes gab es ein großes Fest im Dorf. Ihre Anwesenheit und Präsenz scheint die Menschen derart in ihren Bann gezogen zu haben, dass sie am Ende bereit waren, alles für die Braut zu tun. Ihren Gatten, den Wolf, hat diese Hingabe sehr erschüttert, er verließ das Fest frühzeitig. Seine Frau hat ihm vor allen Menschen, die ihr und nicht ihm die Treue schworen, die Blöße gegeben und ihn gedemütigt. Dörflingen hat Salmas triumphalen Auftritt zur Inspiration genommen und genießt seine neu gewonnene Freiheit (die Loslösung vom tristen Dasein der Bauern) mit Sorglosigkeit, Freude und voller Leibeswonne. Ebenfalls nach Salmas Vorbild, denn in jener Nacht muss es sehr triebig zugegangen sein. Nach jener Nacht kamen die Dorfbewohner zusammen und waren sich in ihrer Verliebtheit und Faszination für die Braut einig. Sie beschlossen, nach ihrem Vorbild zu leben.
Sie sprechen sehr verklärt von den Ereignissen und scheinen sich teilweise nicht gut erinnern zu können, warum sie so fasziniert von der Braut waren. Deswegen ist dringend festzuhalten, dass es während meines Besuches keine Anzeichen auf Zauberei gab. Die Menschen wirkten nicht bezaubert, zeigten einen klaren Geist und nahmen meine Segen des Lichts mit Freuden an. Auch ist festzuhalten, dass sie alle freiwillig in das recht offene Liebesspiel einsteigen. Niemand wird gezwungen. Man kümmert sich außerdem gut um Schwache, Kranke und Schwangere. Da die Braut ihre Kinder so sehr liebt, passt man auch in Dörflingen auf den Nachwuchs auf, der von dem triebigen Verhalten im Gasthaus und teilweise auf offener Straße nichts mitbekommt. Das Werk eines Dämons läuft auf Zerstörung und Zerwürfnis hinaus, die Dorfbewohner wirken jedoch sehr ausgeglichen und gar etwas zu sorglos. All dies ist auf Salmas Einfluss zurückzuführen, dessen Stärke und Intensität bemerkenswert ist. Ich vermag nicht zu sagen, was sie benutzt hat, um die Menschen so zu bezaubern, ob Magie oder Alchemie oder eine Mischung aus beidem. Sicher ist nur, dass selbst die schönste Frau keine solche übermenschliche Wirkung auf andere hat.

Dem Sturm entgegen!
Viktorie Goldschild

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"StaPhi"


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 Betreff des Beitrags: Re: Unsortierte Aktenberge
BeitragVerfasst: 9. Sep 2018, 23:23 
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Operation Murloc


Dieser Bericht beschreibt die Ereignisse der Invasion von Fenris durch die Streitkräfte Markstadts und des Dämmersturms zu Beginn der großen Lordaeronoffensive unter Hochkönig Anduin Wrynn.

Da ein neuer Krieg zwischen Horde und Allianz absehbar war und das Nordwestgefälle von Alterac, in welchem der Dämmersturm eine profitable Interessensphäre sieht, unmittelbaren Zugang zum Lordaemersee hat und dieser sich als zukünftige Frontlinie erweisen könnte, entwickelte der Kommandant einen Makroplan, bekannt als Operation Entsetzlich. Dieser Plan sah die Stärkung der Grenzen des Nordwestgefälles und weitere Maßnahmen vor, um es zu einem attraktiven Verhandlungspartner und zu einer relevanten Regionalmacht in Alterac zu machen. Während Teile des Makroplans erfolgreich waren und andere scheiterten oder nicht rechtzeitig vor dem plötzlichen Kriegsbeginn durchgeführt werden konnten, stellte die Invasion von Fenris einen wichtigen Höhepunkt der Operation dar. Die Invasion von Fenris trug den Namen Operation Murloc.

Operation Entsetzlich und Operation Murloc gingen davon aus, dass die Streitmacht der Allianz ihren Angriff auf Lordaeron in Süderstade beginnen wird. Von dort wäre es in einem raschen Schlag möglich gewesen, das Bollwerk des Silberwaldes zu umgehen und durch das von der Horde nur dürftig besetzte Alterac zu den Ufern des Lordaemere vorzustoßen. Von einem gesicherten Lordaemersee, der maßgeblich von Fenris aus kontrolliert wird, ließe sich dann ein direkter Angriff auf Unterstadt durchführen. Gleichzeitig bieten ein erobertes Hügelland und ein allianzfreundliches Alterac den Rückhalt, um Lordaeron langfristig von der Horde zu befreien und schnellen Nachschub von Menethil aus zu gewährleisten. Insofern sollte sich Operation Murloc nahtlos in den schnellen Vorstoß der überlegenen Allianzarmee fügen, um ihr - so sie den Lordaemersee erreicht - die Insel Fenris für einen fairen Preis zu übergeben und sie fortan bei ihrem weiteren Kriegsvorhaben profitabel zu unterstützen.

Um Fenris anzugreifen wurden von Markstadt im Vorfeld - wenngleich mit weniger Vorbereitungszeit als erhofft - zwei Kampfgaleeren gebaut. Dafür erhielten die dort residierenden Paladine des Ordens Andorhals Vergeltung finanzielle Unterstützung durch den Dämmersturm. Desweiteren wurden eifrige Markstädter unter ihren neuen Führern zu religiös inspirierten Milizionären ausgebildet; die an der Küste des Gefälles lebenden Fischer außerdem zu Galeerenmatrosen. Dazu muss aber gesagt sein, dass für die Ausbildung nur wenig Zeit blieb und es Markstadt vor allem an weiterer Kampfausrüstung fehlte. Mit Kupferlieferungen des Dämmersturms erhielten die Galeeren für etwaige Seegefechte bronzene Rammböcke. Es gelang Markstadt noch rechtzeitig, eine der beiden Galeeren mit einer Balliste auszustatten.

Als die Nachricht vom Beginn des Krieges und dem bevorstehenden Marsch der Allianz auf Lordaeron bekannt wurde, begannen schleunigst die taktischen Planungen einer Invasion von Fenris durch markstädtische und dämmersturmsche Truppen. Ein Aufklärungstrupp des Dämmersturms, bestehend aus der Sektion Beta, überflog das Gebiet von Fenris mit einer dämmersturmschen Transportmaschine und lieferte eine Serie von Luftbildaufnahmen mithilfe einer S.E.L.F.I.E.-Kamera. Diese Aufnahmen zeigten Murlocpopulationen auf den anliegenden Morgeninseln und eine bemerkenswert kleine Garnison auf Burg Fenris, die allerdings über schwere Ballisten an der West- und Ostseite verfügte. Von unterstädtischer Marine oder nennenswertem Küstenschutz war nichts zu sehen.

Vor diesem Hintergrund erschien die Landung als unproblematisch. Die starken Festungsanlagen von Burg Fenris zeigten dagegen zwar einige Beschädigungen aus dem Zweiten Krieg, gestalteten sich jedoch trotzdem als dick und äußerst wehrhaft. Die Verlassenen hatten sich bis dato nicht auf eine Schlacht auf dem Lordaemere vorbereitet und offenkundig nicht mit einem plötzlichen Angriff gerechnet. Es ist aber davon auszugehen, dass Fenris rasch hätte stärker besetzt werden können, wenn sich abgezeichnet hätte, dass die Allianz an die Ufer des Lordaemeresees marschiert. Umso wichtiger war es, einen überraschenden Schlag gegen Fenris zu führen, um der Streitmacht der Allianz den Weg zu ebnen.

Der Schlachtplan sah vor, Burg Fenris zugleich vom Land als auch zur See anzugreifen. Die beiden Galeeren erhielten die Aufgabe, zusammen mit markstädtischen Matrosen unter der Führung zweier Paladine und der Rotte Goldschild, die Westmauer der Festung anzugreifen, die feindlichen Ballisten auszuschalten und dann mittels Leitern und Enterhaken mit dem Sturm auf die Wehrgänge zu beginnen, um die Feindtruppen zu binden und bestenfalls von West nach Ost auszuschalten. Zugleich sollte eine Streitmacht, bestehend aus der Rotte Veidt, dämmersturmschen Lanzenträgern in zweifacher Rottenstärke, der Sektion Alpha und achtzehn Paladinen von Andorhals Vergeltung die Festung frontal angreifen, das dicke Tor mittels einer Thoriumbombe durchbrechen, den Burghof sichern und den Bergfried erobern. Der Oberbefehl der Operation lag beim Kommandanten des Dämmersturms, Tim Orodaro, und beim Großmeister von Andorhals Vergeltung, Thomas Orodaro. Nach vorherigen Schätzungen waren die Truppen des Nordwestgefälles den Verlassenen damit zahlenmäßig etwa 3 zu 1 überlegen.

Da die Galeeren nicht ausreichten, um alle Truppen auf die Insel Fenris zu bringen, wurden die Fischer von Lordamm darum gebeten, ihre Boote für das Unterfangen bereit zu stellen. Da die Paladine ein hohes Ansehen genießen, waren die Lordammer nur zu gerne dazu bereit. Die Dämmersturmtruppen aus Eisenschmiede wurden mittels Flugmaschine nach Gorheim gebracht, wo sie sich der Sektion Alpha und den dämmersturmschen Lanzenträgern (es handelte sich hierbei ausschließlich um Veteranen der Schlacht um Alterszapfen) anschlossen, um dann nach Lordamm zu fahren, wo die Paladine und Markstädter sie bereits mit der Flotte erwarteten. Dort wurden die Truppen aufmunitioniert, feierlich von der Bevölkerung verabschiedet und auf die Boote geschickt. Um die zweite Galeere ebenfalls mit Belagerungswaffen auszustatten, brachte der Dämmersturm zwei Kanonen von Burg Wellenheim in die Operation ein. Die Flotte nahm rasch Kurs auf Fenris. Dichter Nebel erschwerte die Sicht.

So kam es, dass die beiden Galeeren jäh unter Beschuss gerieten, als plötzlich die westlichen Klippen von Fenris vor ihnen auftauchten. Es gelang der kanonenbewaffneten Galeere unter Rottenmeisterin Goldschild und Bruder Arnold recht schnell, einen der drei westlichen Türme von Fenris auszuschalten. Die zwei verbliebenen verwickelten die beiden Schiffe jedoch in ein langes Artilleriegefecht aus dem die Verlassenen als Sieger hervorgingen, nachdem es ihnen gelang, die Kanonengaleere zu versenken. Die Rotte Goldschild und die meisten anderen Matrosen konnten sich auf die andere Galeere retten, doch fortan waren sie kampfunfähig und hatten den Großteil ihrer Ausrüstung verloren. Die zweite Galeere, nunmehr völlig überladen, ging trotz der weiterhin schießenden Ballisten zum Sturmangriff über, indem die Mannschaft sich mittels Enterhaken an die Klippe zog und dann die Sturmleitern an die Mauern führte. Bruder Balthasar und seine speerbewaffneten Matrosen versuchten den Angriff auf die Wehrgänge, während die geschundene Besatzung der anderen Galeere sich zwischen den Klippen in Deckung hielt.

Die Turmbesatzungen der Verlassenen gaben ihre Stellung auf und griffen die hochstürmenden Markstädter von zwei Seiten an. Sie waren zahlenmäßig weit unterlegen, doch da die Markstädter praktisch keine Kampferfahrung und kaum Rüstung besaßen, konnten die untoten Veteranen sie reihenweise niedermachen. Es stellte sich heraus, dass die Garnison - obgleich zahlenmäßig schwach - aus sogenannten Vergeltungsbringern bestand. Einer Eliteeinheit der Verlassenen, die in Nordend gegen die Geißel eingesetzt wurde. Bruder Balthasar befahl den wenigen Überlebenden seiner Mannschaft den Rückzug, während er selbst bis zum letzten Atemzug kämpfte, noch viele Verlassene mit in den Untergang riss, und schließlich auf einem Berg aus markstädtischen Leichen erschlagen wurde.

Unterdessen war die Rotte Veidt mit gesundem Abstand an der fenrisianischen Küste gelandet und hatte nach einem kurzen Gefecht mit feindlichen Armbrustschützen ein großes Loch ins Tor von Burg Fenris sprengen können. Die Rotte erlitt keinerlei nennenswerte Verluste, da sie geschickt von Nebel und Rauchgranaten Gebrauch machte. Die Armbrustschützen auf den Mauern räumten ihre Position und gaben das Torhaus frei. Die Sektion Alpha unter Hendrick Heineken rückte auf und mit ihr das Aufgebot an dämmersturmschen Lanzenträgern. Wohlwissend, dass der Feind eine Falle vorbereiten könnte, organisierte Rottenmeister Veidt zunächst das Erklimmen der Festungsmauern links und rechts des Torhauses, während die Lanzenträger vor dem freigesprengten Loch auf eine bessere Gelegenheit warten sollten. Dies erwies sich nachträglich als lebensrettend für die Phalanx.

Die Rotte Veidt und die Sektion gerieten daraufhin entlang des Torhauses unter schweren Beschuss durch einen Gasangriff der Verlassenen, die sich einige Meter weiter hinten im Burghof formiert hatten. Unter schweren Verlusten mussten sich beide Verbände zurückziehen, gaben das Torhaus aber nicht auf. In einem zweiten Versuch gelang es der Rotte Veidt eine Ladung Zephyrium von der Mauer aus in die Rotte der Verlassenen zu befördern. Die Explosion ließ die feindliche Formation unter ihrerseits großen Verlusten in Unordnung geraten. Dies konnten die Lanzenträger unter Heinekens Kommando ausnutzen, um unbeschadet durch das Tor zu dringen und den Vergeltungsbringern mit weiteren Granaten zuzusetzen, ehe sie selbige im Nahkampf mit ihren Lanzen angingen.

Während die dämmersturmschen Lanzenträger den Burghof eroberten, drang die Rotte Veidt auf die westlichen Wehrgänge, um den Vorstoß der Galeerenmannschaften zu unterstützen. Dies Unternehmen kam freilich zu spät, doch auf dem Weg da hin, konnten sie einen verbleibenden Vergeltungsbringer ausschalten und die Lanzenträger warnen, dass die Turmbesatzungen ihre Ballisten auf den Innenhof ausrichten. Nachdem die Lanzenträger sich in einen toten Winkel gerettet hatten, gaben die Turmbesatzungen ihre Stellung auf und zogen sich mitsamt der letzten Verlassenen aus dem Innenhof in den Bergfried zurück. Daraufhin erreichten Kommandant Orodaro und Großmeister Orodaro mit seinen Paladinen die Burg. Der Innenhof wurde in Beschlag genommen, die Verwundeten behandelt und der Bergfried umstellt. Kommandant Orodaro konnte erfolgreich Anspruch auf einen gefangen genommenen Vergeltungsbringer erheben, der daraufhin abgeführt wurde.

Nachdem die verbliebene Garnison der Untoten, die Möglichkeit auf eine faire Kapitulation ausschlug, begann der Sturm auf den Bergfried. Ein Sturmtrupp, bestehend aus der Rotte Veidt unter der persönlichen Führung des Kommandanten, gelangte mit Enterhaken von oben heran ins Innere des Bergfrieds, während die Paladine von Andorhals Vergeltung das heruntergelassene Fallgitter aufsprengten. Der Sturmtrupp stieß kaum auf nennenswerten Widerstand, nur immer wieder auf kleinere Hinterhalte einzelner Untoter. Es gelang dem Trupp schließlich, die feindliche Kriegskasse abzufangen, die von zwei Verlassenen quer durch die Festung in den Audienzsaal gebracht werden sollte. Der Beutewert belief sich auf 5.977 Sturmwinder Dukaten. Im Audienzsaal hatten sich die letzten Reste der Garnison eingefunden. Zwei untote Magier beschworen zum Entsetzen aller ein Portal nach Durotar, um Garnison und Kriegskasse dorthin zu evakuieren. Der Umstand, dass das Portal nicht nach Unterstadt führte, offenbarte eine schreckliche Tatsache. Kaum da die Reste der Garnison vernichtet waren und das kollabierende Portal den Saal verwüstete, setzte ein markerschütterndes Erdbeben ein.

Nördlich von Fenris verschwand der gesamte Horizont hinter einer giftgrünen Masse aus Seuchenwolken, die Tirisfal beinahe zur Gänze in Beschlag nahm und beständig auf den Lordaemeresee zu hielt. Das bedeutete: Die Hauptstreitmacht der Allianz war nicht etwa in Süderstade gelandet, sondern ohne jeden Rückhalt und ohne jede Form von beständiger Versorgung mitten im Herz des Feindes, in Tirisfal, und hatte versucht, Unterstadt anzugreifen. Dieses Vorhaben musste gerade eben gescheitert sein, auf das sich das ganze Land in todbringenden Seuchennebel hüllte. Zwar war Fenris erfolgreich erobert worden, doch angesichts der drohenden Gefahr musste die sofortige Evakuierung der Insel eingeleitet werden. Die Toten wurden verbrannt und die Truppen von Dämmersturm und Markstadt entkamen gerade noch rechtzeitig mit der verbliebenen Galeere und den angelegten Booten.


Fazit: Operation Murloc war erfolgreich. Von ihrem Erfolg konnte allerdings keine fünf Minuten gezehrt werden. Die Insel musste wieder aufgegeben werden und mit ihr ein großer Teil der dämmersturmschen Pläne für den auflodernden Krieg. Da die Allianz durch die Torheit Wrynns und seiner Berater derart jämmerlich in Lordaeron gescheitert war, würde sich der weitere Krieg ungeahnt in die Länge ziehen. Statt der zielgerichteten Etablierung einer stabilen Front und eines effektiven Vorstoßes hatte die Allianz alles auf eine Karte gesetzt und verloren. Einerseits verspricht das profitable Waffengänge für den Dämmersturm, andererseits aber eine sehr schwere Belastung für das Nordwestgefälle. Die Vorbereitungen, die mit Operation Entsetzlich eingeleitet wurden, werden in Zukunft eine noch wichtigere Rolle spielen. Es stellt sich ferner die Frage, wie lange die Verlassenen noch zögern werden, ehe sie das Nordwestgefälle angreifen - jetzt wo sie wissen, das von dort Gefahr ausgeht.

In diesem Zusammenhang muss außerdem der Schluss gezogen werden, dass die Kompetenz der sturmwindschen Generalität mangelhaft ist und es sich zukünftig besser planen lässt, wenn man auf ihre zu erwartenden Fehler statt auf ihre möglichen Erfolge baut. Außerdem ist die Allianz durch das Verheizen mehrerer Armeen und den Verlust der kaldoreiischen Territorien sehr geschwächt und dürfte kaum noch über mehr militärische Potenz als die Horde verfügen.

Die erbeutete Kriegskrsse konnte zumindest die Kosten der Operation decken und darüber hinaus die belastete Schatzkammer des Dämmersturms etwas auffrischen.

Dem Einsatz der Galeeren war nur mäßiger Erfolg bestellt. Das liegt vor allem daran, dass die markstädtischen Matrosen nicht genug Zeit hatten, für den Kampfeinsatz ausgebildet zu werden, die Paladine zwar große Krieger aber keine erfahrenen Admiräle sind und die noch sehr junge Rotte Goldschild weder eingespielt war, noch über Kampferfahrung auf See verfügte. Dennoch gelang es dem kleinen Marineunternehmen, die Westseite der Festung lange genug zu beschäftigen, sodass die Landstreitkräfte in die Burg eindringen konnten. Die Rotte Goldschild erhält dafür den Scharmützeltaler. Davon ausgenommen ist ein Mitläufer namens Cord, der auf Geheiß von Rottenmeisterin Goldschild außerdem keinen Sold erhält. Die Tagelöhner Jonnar McQuade und Aswin Schreckfrosch werden auf Geheiß von Rottenmeisterin Viktorie dagegen zu Mitläufern befördert. Da sich der Lordaemersee in Zukunft zu einer wichtigen Frontlinie entwickeln wird, müssen Markstadt und Dämmersturm eine größere Flotte errichten und ihre Kompetenzen im Seekrieg ausbauen.

Die Landstreitkräfte unter Rottenmeister Veidt und Rottenmeister Heineken erlitten zwar schwere Verluste unter den Gasangriffen der Verlassenen, doch es gelang ihnen dennoch, ihre zahlenmäßige Überlegenheit auszuspielen und die Festung schließlich für den Dämmersturm zu erobern. Ihre Erfolge im Kampf gegen Elitetruppen der Verlassenen qualifizieren sie für den ehrenwerten Rubinschädel. Auf Geheiß von Rottenmeister Veidt werden außerdem Phaeron Pfannenschwinger mit dem Zwillingsdrachen und Finnje Freitag mit der Meisterpfeilspitze ausgezeichnet.

Die Eroberung von Fenris hat zumindest einen moralischen Wert. Gilt es die Festung erneut zu nehmen, kennt man nun das Terrain und die Fehlerquellen. Außerdem trugen Veidt und Heineken dazu bei, das Schreckensgespenst der Festungsmauern zu brechen: Dem Dämmersturm war es vorher nie gelungen, eine Belagerung durch den Sturm auf eine Festung erfolgreich zu beenden. Um diesen Erfolg zu unterstreichen, werden außerdem sämtliche an der Operation beteiligte Lanzenträger des Dämmersturms unter Eid gestellt. Da es sich hierbei um Veteranen der Schlacht um Alterszapfen und nun auch der Schlacht um Fenris handelt, erscheint das mehr als angemessen und dürfte auch zukünftig die Moral der Alteractruppen steigern.

Die Murlocpopulationen auf den Morgeninseln haben angesichts der sich ausbreitenden Giftwolke ebenfalls die Flucht angetreten und suchen nun die Küsten des Nordwestgefälles heim. Dieser unmittelbaren Bedrohung muss nun zusätzlich getrotzt werden.



Sold (Truppen aus Eisenschmiede)

Alexander Veidt: 300 Goldmünzen, 50 Marken, Rubinschädel

Viktorie Goldschild: 300 Goldmünzen, 50 Marken, Scharmützeltaler

Marisa Grauwerth: 50 Goldstücke, 40 Marken, Rubinschädel

Finnje Freitag: 50 Goldstücke, 40 Marken, Rubinschädel, Meisterpfeilspitze

Alexander Garcia: 50 Goldstücke, 40 Marken, Rubinschädel

Phaeron Pfannenschwinger: 50 Goldstücke, 40 Marken, Rubinschädel, Zwillingsdrache

Henry Dorsett: 4 Goldstücke, 30 Marken, Rubinschädel

Hugo Pfeifer: 4 Goldstücke, 30 Marken, Scharmützeltaler

Cord: Kein Sold und keine Auszeichnungen

Shelly Aphra: 4 Goldstücke, 30 Marken

Marc Ernst: 1 Goldstück, 20 Marken, Rubinschädel

Paul Jäger: 1 Goldstück, 20 Marken, Scharmützeltaler

Aswin Schreckfrosch: 2 Goldstücke, 30 Marken, Scharmützeltaler, Beförderung

Jonnar McQuade: 2 Goldstücke, 30 Marken, Scharmützeltaler, Beförderung


Titt Wumpe: 25 Goldstücke, 40 Marken

Jamal ibn-Marask: 25 Goldstücke, 40 Marken

Bosco Bolzenschuss: 25 Goldstücke, 40 Marken

Jekk Nappler: 25 Goldstücke, 40 Marken




Dem Sturm entgegen
Die Lanze schützt
Und Kaderwulst ist eine Lüge

Tim Orodaro
Kommandant des Dämmersturms

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Dem Sturm entgegen! - Schlachtruf und Grußformel der Söldner des Dämmersturms.


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 Betreff des Beitrags: Re: Unsortierte Aktenberge
BeitragVerfasst: 11. Sep 2018, 00:34 
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Speis & Trank: 15 Goldstücke

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Sonstige Ausgaben: 10 Goldstücke


60 Goldstücke gesamt
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Einnahmen


Speis & Trank: 125 Goldstücke

Huren: 134 Goldstücke


259 Goldstücke gesamt
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Der Gewinn beläuft sich auf 199 Goldstücke.


Anteil des Dämmersturms: 149 Goldstücke und 25 Silberstücke

Ein Zehnt ist an den Landbesitzer zu bezahlen; 19 Goldstücke

Die übrigen 30 Goldstücke und 25 Silberstücke gehen an Jon Fischer




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 Betreff des Beitrags: Re: Unsortierte Aktenberge
BeitragVerfasst: 16. Sep 2018, 21:07 
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Zitat:

Dem Sturm entgegen, Kommandant

Ich kann erfreulicherweise berichten, dass ich Großabnehmer für unsere Kupfererzeugnisse gefunden habe. In unserer näheren Umgebung war das Militär von Gnomeregan interessiert, uns größere Mengen abzunehmen. Unglücklicherweise war der Transport nach Eisenschmiede kostspielig. Pilotin Shelly Aphra flog dabei die Flugmaschine, während ich persönlich mich um die Verkäufe gekümmert habe. Die andere Hälfte unserer Kupfervorräte gingen wie abgesprochen an Markstadt, zwecks unserer Kriegsvorbereitungen.

Anbei eine Liste der Erträge, abzüglich der Treibstoffkosten:

Verkaufserlöse von Gnomeregan: 6700 Goldstücke
Treibstoffkosten: 750 Goldstücke

Gewinn des Dämmersturms: 5950 Goldstücke

Rottenmeister Alexander Veidt



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 Betreff des Beitrags: Re: Unsortierte Aktenberge
BeitragVerfasst: 18. Okt 2018, 19:39 
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Speis & Trank: 102 Goldstücke

Huren: 142 Goldstücke


244 Goldstücke gesamt
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Der Gewinn beläuft sich auf 184 Goldstücke.


Anteil des Dämmersturms: 138 Goldstücke

Ein Zehnt ist an den Landbesitzer zu bezahlen; 18 Goldstücke und 40 Silberstücke

Die übrigen 27 Goldstücke und 60 Silberstücke gehen an Jon Fischer




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 Betreff des Beitrags: Re: Unsortierte Aktenberge
BeitragVerfasst: 27. Okt 2018, 15:34 
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Zitat:

Bericht: Die Befreiung von Murg dem Klotz

Ziel: Befreiung von Murg dem Klotz aus dem Verlies von Markstadt

Teilnehmer: Alexander Veidt ( Rottenmeister ), Finnje Freitag ( Söldnerin ), Kathlyn Lawley ( Söldnerin ), Alexander Garcia ( Söldner ), Dagobert Rosenluft ( Mitläufer ), Cord ( Tagelöhner ) Case Dorsett ( Tagelöhner) , Ashaine Agathon ( Haus Hekate )

Ergebnis: Erfolgreich

Missionsverlauf

Im Zuge des Beginns von Operation Entsetzlich galt es, den mächtigen Oger Murg den Klotz aus dem Kerker von Markstadt zu befreien, damit er fortan im Sinne des Dämmersturms handeln konnte, um das Nordwestgefälle zu stärken. Von entscheidender Wichtigkeit war dabei, diese Befreiung heimlich durchzuführen, um kein Zerwürfnis mit Markstadt und Thomas Orodaro zu riskieren. Während Kommandant Orodaro zu diesem Zwecke die Magierin Ashaine Agathon aus Kaltenbruch ausgeliehen hat, war es mein Vorschlag, einen Feiertag zur Ablenkung des Paladinordens zu nutzen. Portalmagie, Illusionsmagie, Finnjes Schlafmittel und eine Reihe von Alibis sollten uns hier den Erfolg bringen.

Dem Empfang von Ashaine Agathon in den frühen Morgenstunden folgte ein ereignisloser Flug nach Alterac, wo wir in Gorheim landeten und einen Karren mit den fünftausend Gold beladen ließen, die als finanzielle Unterstützung für Markstadts Flottenprojekt gedacht waren. Eine Delegation aus Soldaten nahm uns in Empfang und erklärte, dass ein Trupp bewährter Lanzenträger bereits unterwegs war, um im Sumpf nahe Markstadt Stellung zu beziehen. Man übergab mir also den Karren mit den Lasttieren sowie eine Karte und sobald das Gold aufgeladen war, machten wir uns auf den Weg.

Kurz vor Tobiasstadt kamen uns fünfzehn schwer gepanzerte Reiter entgegen. Sie trugen rotweiße Wappen mit einer rotweißen Rose und ihr Anführer stellte sich als Achim Traafmund von den Reitern der Rosenfurth vor, geschickt von Jane Rosenfurth, der Stellvertreterin von Lady Hekate - wie mir Miss Agathon verriet. Sie brachten bittere Kunde vom Angriff der Horde auf die Heimat der Nachtelfen und boten uns ihre Dienste an. Aufgrund unserer Mission schickte ich sie weiter, gen Gorheim mit der Gewissheit, dass Rottenmeister Heineken bessere Verwendung für die Männer hätte. So zogen wir weiter, vorbei an Tobiasstadt. Ich verzichtete darauf, die bittere Kunde den Cheruskern mitzuteilen und wollte auch keine Zeit verlieren.

Es war bereits dunkel und am regnen, als wir den Sumpf unweit von Markstadt erreichten. Ich gab Finnje die Karte und schickte sie gemeinsam mit Miss Agathon und Alexander Garcia los, um die markierte Stelle im Sumpf zu finden, wo unsere Soldaten mit einem toten Oger warten würden und wo der Befreiungstrupp mitsamt Murg später mittels Magierportal die Stadt verlassen sollte. Unglücklicherweise hatten die Soldaten keinen Oger im Gefälle gefunden, sondern eine krude Attrappe aus gefüllten Tierhäuten mitgebracht. Die Soldaten erwähnten auch Mug'thol, der angeblich noch leben sollte und irgendwo in Alterac aktiv war.
Finnje ließ besagte Attrappe verstecken und ich beschloss, dass der Tausch so nicht funktionieren würde. Sobald Miss Agathon sich mit der Umgebung vertraut gemacht hatte, kehrte die Gruppe zu uns zurück und wir fuhren weiter, nach Markstadt.

Markstadt war erstaunlich sauber und ordentlich. Ein Spalier aus Milizionären empfing uns, summte dabei eine feierliche Melodie, während uns der Duft von Friedensblume und Silberblatt in die Nase stieg. Wir überquerten die Brücke in die Stadt, passierten die dürftig gerüsteten Milizionäre und wurden von Thomas Orodaro empfangen, der in eine einfache Kutte gekleidet war. Ich überbrachte ihm die bittere Kunde vom Kriegsbeginn und übergab den Karren mit dem Gold an seine Männer, die diesen zum Anwesen des Statthalters brachten. Dann führte uns der Großmeister von Andorhals Vergeltung durch die nächtliche Stadt. Die nächtlichen Straßen waren wie leer gefegt und an den Straßenkreuzungen waren Wachen postiert. Der Großmeister, der uns anbot, ihn Bruder Thomas zu nennen, erklärte uns, dass sich des nachts niemand ohne Begleitung in den Straßen aufhalten durfte. Wachen begleiteten sogar die abendlichen Tavernenbesucher nach hause. Und die Verbrechensrate sei so weit gesunken, dass nur noch Murg im Gefängnis verweilte – was unserem Vorhaben zweifellos entgegen kam.

Bruder Thomas führte uns am Kasernengelände vorbei. Ich lobte den Großmeister für seine gute Arbeit und erzählte von ganz anderen Eindrücken, die ich von Markstadt bekommen hatte. Zum Abendessen führte uns der Großmeister in das Haus einer alten, stummen Frau, die für uns Eintopf gekocht hatte. Die alte Dame, Karin, schien ehrlich und unglaublich glücklich zu sein, als sie den Großmeister erblickte. Wir unterhielten uns ein wenig über die Kriegsbemühungen, wollte ich doch den Schein unseres Besuches aufrechterhalten. Der Großmeister beklagte sich über den Mangel an Rüstungen und ich versprach ihm, dies nicht zu vergessen. Nach dem Essen beschrieb der Großmeister uns den Weg zu einem nahen Gasthaus, wo Zimmer für uns vorbereitet worden waren. Die Gedenkfeier zu Andorhals Fall aber würde schon am frühen Morgen, um sechs Uhr beginnen. Ich erzählte ihn von meiner Absicht, einige Mitglieder aus der Stadt zu schicken, um dort Rottenmeister Heldenhammer zu ehren, was er uns nicht verwehrte. Auch er verabschiedete sich und im Gasthaus fanden wir etwas Ruhe und besprachen unser weiteres Vorgehen.

Der Mangel an einem toten Oger machte es nötig, den Plan ein wenig anzupassen, ebenso die Tatsache, dass die Feierlichkeiten am frühen Morgen begannen und wir keine Möglichkeit hatten, vorher die Kaserne zu besuchen. Vor Sonnenaufgang schickte ich Finnje, Case und Ashaine los, um das Kasernengelände auszukundschaften. Doch die Wachen auf den nächtlichen Straßen machten es ihnen unmöglich, überhaupt so weit zu kommen. Und so würden sie später ihr Glück versuchen, während ich mit den anderen Rottenmitglieder die Messe besuchte.

An dieser Stelle füge ich den Bericht von Finnje ein, während ich noch von der Messe selbst schreiben werde.

( Es folgen zwei Seiten mit der Handschrift von Finnje )

Zitat:

Wir haben Markstadt offiziell verlassen, vorgebend, dass wir vor der Stadt unseren eigenen Angelegenheiten nachgehen und die Stelle aufsuchen, an der Heldenhammer fiel, um ihn zu ehren und Neuzugängen von ihm zu erzählen. Nahe der Stadt haben wir uns in ein Wäldchen geschlagen. Dort haben wir unsere Rüstungen gegen zivile Kleidung und Verkleidungen als Küchenhilfe ausgetauscht und uns mittels eines Portals, das Magierin Agathon erstellt hat, wieder in die Stadt begeben. Zu erwähnen ist, dass nach Angaben von Magierin Agathon irgendetwas mit der Magie nicht zu stimmen schien, es fiel ihr bemerkbar schwer, das Portal zu öffnen und aufrecht zu halten. Trotzdem haben wir es alle geschafft, hindurchzuschlüpfen und kamen nahe der Kaserne in einer Seitenstraße an.
Von dort aus hat sich Magierin Agathon, verkleidet als altes Muttchen, zur Kaserne begeben. Vor dem offenen Tor standen nur zwei Wachen, die sich sofort als hilfsbereit genug erwiesen haben, dem etwas schusseligen Muttchen zu helfen und sie in die Küche zu bringen. In der Küche hat sie es geschafft, eine Flasche des von mir präparierten Giftes unter das köchelnde Essen zu mischen, bevor sie von der Wache wieder hinausbegleitet wurde und uns sicher und unentdeckt erreichen konnte. Wir warteten und beobachteten, bis das Gift seine Wirkung zeigte: Bei einem Wachwechsel wurden die zwei Wachen vor dem Tor durch zwei andere ausgetauscht, die ihren Dienst bereits gähnend begonnen haben und ein paar Minuten später tief und fest eingeschlafen sind.
Das war unsere Gelegenheit, uns auf das Kasernengelände zu begeben. Rosenluft und Cord blieben zurück, um Schmiere zu stehen und notfalls ein Ablenkungsmanöver einzuleiten, während Magierin Agathon, Garcia und Case mich begleiteten. Als wir gerade losliefen, hat ein Passant unseren Weg gekreuzt, ein alter Mann, der ein wenig dumm geguckt hat. Er war ärmlich gekleidet und hat sich nicht besonders schnell bewegt. Angehalten oder angesprochen hat er uns nicht. Ich erwähne es trotzdem, denn die Straßen waren menschenleer und außer uns und ein paar Wachen war niemand zu sehen. Nur dieser komische Alte.
Auf dem Kasernengelände traten wir in einen leeren Innenhof, von dem drei Türen abgingen. Eine führte zur Küche, eine weitere, so schätzte ich, zu den Mannschaftsquartieren. Eine dritte hinab ins Verlies. So war unsere Hoffnung, die sich kurz darauf als richtig erwies. Wir öffneten eine der Türen, hinter der eine Treppe hinabführte. Sie war unverschlossenen, was mich ein wenig irritierte. Wer lässt denn eine Verliestür offen? Der uns entgegenströmende Schweißgeruch war hingegen ein gutes Zeichen für die Anwesenheit des Ogers. Leise stiefelten wir die Treppe hinab und kamen in einen Vorraum, von dem die Zellen abgehen. Allesamt leer, bis auf eine. Zwei Wachen saßen dort, tief und fest schlafend. Case hat die Wachen im Auge behalten und Garcia die Treppe, während ich mit dem Oger sprach.
Murg war in einem schlechten Zustand, als wir ihn aufgefunden haben. Er roch nach Verwesung. So stark, dass ich kurz befürchtete, er könnte untot sein. Das war zum Glück nicht der Fall, aber er ist krank und unterernährt. Seine Haut hängt schlaff an ihm herab und er wirkte (für seine Größe und Kraft) geschwächt. Man schien nicht mit seiner Flucht gerechnet zu haben, was die unverschlossene Tür erklären würde. Allem Anschein nach wurde er gerade so am Leben gehalten. Als wäre es besser, ihn langsam dahinsiechen zu lassen und ihm die Kräfte zu rauben, bis er verreckt.
Mit einem guten Stück Fleisch, das ich vorsorglich mitgenommen und ihm angeboten habe, um mir sein Entgegenkommen zu sichern, konnte ich feststellen, dass er einen gesunden Appetit zeigte und das Essen bei sich behalten kann. Das ist wichtig, für seine Genesung und natürlich seine gesamte Verfassung. Er sagte, dass er laufen kann, was auch wichtig war, schließlich wollten wir ihn mitnehmen. Dem hatte er nichts entgegen zu setzen, überhaupt war er kooperativ und wollte nur wissen, ob wir spitze Ohren haben.
Magierin Agathon erstellte mit viel Mühe und Not ein weiteres Portal. Case und Murg konnten es durchqueren, bevor es seine Stabilität verlor und der Rest von uns gezwungen war, nach anderen Wegen zu suchen. Wir begaben uns wieder vor die Kaserne zu den anderen, unentdeckt. Alles war ruhig, die Wachen schliefen und kein komischer Alter kreuzte unseren Weg. In der Seitengasse strickten wir rasch den Plan zusammen, uns zu trennen und die Stadt zu Fuß zu verlassen. Bei Nachfragen auf den bewachten Brücken wollten wir angeben, aus Lordamm zu kommen und wieder dorthin zurückzukehren. Cord und Garcia kamen ohne Schwierigkeiten über eine der Brücken. Rosenluft, Magierin Agathon und ich passierten eine andere Brücke. Eine der Wachen wurde auf uns aufmerksam und hat sich erkundigt, warum wir die Feierlichkeiten so früh verlassen. Es ist Rosenlufts rascher Improvisation und seiner Überzeugungskraft zu verdanken, dass die Wache keinen weiteren Verdacht geschöpft hat und uns passieren ließ: Er konnte glaubhaft versichern, dass er uns arme Weiber nach Hause bringt, da uns der Weihrauch nicht bekam.
Alle sammelten sich abseits der Stadt, dort, wo wir unseren Krempel versteckt hatten. Ich rüstete mich wieder und begab mich wie der Wind in den Sumpf zu den Lanzenträgern, Case und Murg. Als ich dort ankam, wurde Murg bereits von Muhbrak in Empfang genommen und weggeführt. Case hat die Lanzenträger hinterhergeschickt und so konnten er und ich rasch zurück zu den anderen. In voller Montur betraten wir die Stadt erneut. Man schien bereits auf unsere Rückkehr gewartet zu haben, doch ließ man uns ohne Nachfragen passieren, sodass wir uns zurück ins Gasthaus begeben konnten.

Dem Sturm entgegen!
Finnje Freitag



Während Finnje Murg und ihr Trupp Markstadt verließ, um Murg zu befreien, gingen wir übrigen zur Kirche von Markstadt. Der große Platz vor der Kirche war voller Leute und zu unserem Glück hatte der Großmeister uns Plätze in der Kirche freigehalten. Auch lang nachdem wir Platz genommen hatten, strömten noch Menschen in die Kirche, die reichlich verziert war, mit Blumensträußen, Kerzen und schwarzen Tüchern auf den Bänken. Die Predigt des Großmeisters war mit geschickten Worten geschmückt, in denen er Andorhals Fall mit dem von Alterac verglich. Beide verraten von ihrer Herrschaft und beide aus ihren eigenen Reihen heraus vernichtet. Schließlich kam er auch auf die Tage der Braut und die schlimmsten Tage von Markstadt zu sprechen. All das mit sehr clever gewählten Worten, die ihm das Wohlwollen des Volkes sichern sollten. Dabei beweihräucherte er nichts, fiel aber auch nicht auf das Niveau einer Hasspredigt. Sehr interessant waren seine Worte, dass nur das Licht die größte Ehrerbietung erfahren durfte, kein König keine Schönheit, kein Prophet und auch er selbst nicht.
Ich glaube, dass diese immer wieder hervorgehobene Bescheidenheit das ist, was das Volk so sehr in des Ordens Bann zieht. Sie wollen nicht offenkundig verehrt werden. Sie brachten Ordnung zurück in die Stadt. Und so sind Kompromisse wie die abendliche Ausgangssperre wohl das geringste Übel, denn zu deutlich ist die Erinnerung an die alten Zeiten unter der Kobra.

Das Schicksal Andorhals aber mahnte zur Vorsicht, meinte der Großmeister. Nach dem Zweiten Krieg wähnte sich Lordaeron sicher. Und auch Markstadt sei nun in einer trügerischen Sicherheit. Die Zeit der Braut sei vorbei, doch im Norden herrsche die Dunkle Fürstin und Arroganz spiele ihr in die Hände. Er sprach vom Kampf gegen die Dunkelheit und von Disziplin und Tugend und vom Feindbild, dass Schatten und Untod darstellten. Die Menge war gebannt und sogar die Kinder schwieden. Keine quengelnden Säuglinge, keine unaufmerksamen Lausbuben. Alle hingen dem Großmeister an den Lippen. Doch fiel mir auch auf, wie er die Braut in einem Satz mit Arthas Menethil nannte. Und keinen Unterschied machte zwischen Salma und dem Dämon, der sie ersetzt hatte. Jedes Wort musste sorgsam gewählt worden sein. All das, um die Feindbilder zu stärken und den Markstädtern in ihren Meinungen zu bestärken. Jede Beeinflussung in eine andere Gedankenrichtung war sehr subtil, um eben keinen Abscheu auf die Ausländer zu wecken, kam es mir in den Sinn.

Lieder wurden gesungen. Der Großmeister sprach auch davon, dass sie nicht alleine stünden, im Kampf gegen die Bedrohungen von jenseits der Berge. Er sprach von Freunden im Osten und - wie er hoffte - bald auch im Westen. Er sprach davon, dass sich die Allianz endlich dem Wert von Alterac bewusst werden würde. Er sprach von unserem geplanten Angriff auf die Insel Fenris. Dann las er aus der Chronik seines Ordens vor. Sprach vom Ende Andorhals und vom Kult der Verdammten, von der Seuche und vom Ende Lordaerons. Dabei gab er Terenas Menethil auch eine Mitschuld an den Ereignissen, was ein geschickter Schachzug gewesen sein kann, um das Volk weiterhin wohlwollend auf ihn reagieren zu lassen. Anschließend wurde eine Litanei gesungen, mit Inhalten, die an den Zweiten Krieg angelehnt waren. In einer Pause wurden Gabenkörbe gesegnet und verteilt, ebenso Wasser und Bier. Danach ging es weiter, mit lordaeronischen Kirchenliedern. Dem folgte eine halbe Stunde, in der das Volk nach vorne trat, um seinem Glauben Ausdruck zu verleihen. Dabei brachten die Bürger keinerlei Kritik zum Ausdruck, sondern schienen einfach nur dankbar zu sein. Nichts davon schien einstudiert zu sein. Einige Frauen übergaben Geschenkkörbe an die rund zwanzig Paladine. Auch ich hätte Gelegenheit gehabt, nach vorne zu treten, entschied mich aber dagegen. Zu nah ist die Lektion, dass beste Absichten oft böse enden können. Und da der Großmeister bereits von Freunden im Osten gesprochen hatte, wollte ich keine unnötige Aufmerksamkeit auf mich oder mein Wappen lenken.

In einer weiteren Pause vertrat ich mir etwas die Beine und dabei konnte ich deutlich das Licht spüren, welches die Halle erfüllte. Es erinnerte mich an die Macht der Lanze, als diese noch ihre volle Kraft gehabt hatte. Auch mich beeinflusste sie, so kann ich zumindest jetzt mit Sicherheit sagen. Das Licht und die Gefühle, die es mit sich bringt und verstärkt, unterstreichen jedes Wort und jede Tat der Paladine, die kein bisschen fanatisch erscheinen - wie beispielsweise der Scharlachrote Kreuzzug. Demut und Tatendrang scheint Andorhals Vergeltung auszuzeichnen. Ich nutzt die Pause, um mit Bruder Thomas zu sprechen und lobte ihn um des Wandels, der sich in Markstadt vollzogen hatte. Ich zeigte mich beeindruckt und dankbar für die Einladung zur Gedenkfeier und sprach von der zukünftigen Zusammenarbeit im Kampf um das Wohl des Gefälles.

Der Rest der Messe erwähnte den Ewigen Streit zwischen Licht und Schatten, der das Leben selbst versinnbildlichte und nannte den Untod als ärgsten Feind. In diesen Worten lag eine gewisse Anerkennend der Leere, die mir auffiel. Ohne die Leere gäbe es kein Potential, diese mit Sinn zu füllen. Nach der Messe sprach ich noch kurz mit dem Großmeister und versprach, den Mangel an Rüstungen nicht zu vergessen. Wir verließen die Kirche nach angemessener Verabschiedung und kehrten ins Gasthaus zurück, wo ich vom Erfolg der Mission erfuhr. Wir verloren nicht viel Zeit und ohne einen überhasteten Eindruck zu machen machten wir uns auf den Heimweg. Wir waren keine halbe Meile von der Stadt entfernt, als wir Alarmglocken hörten. Der Rückweg blieb ereignislos und in Gorheim erwartete uns die Flugmaschine, um uns zurück nach Eisenschmiede zu bringen.

Abschließende Worte

Besonders hervorheben möchte ich Finnje, die ihren Teil des Auftrages souverän erfüllte - und dabei erfolgreich improvisierte und sich ein weiteres Mal als wertvolles Mitglied von Dämmersturm und Rotte Veidt zugleich bewies. Ohne ihre Fähigkeiten und ihr Geschick wäre die Herangehensweise an die Mission vermutlich eine andere gewesen. Ihrer Effizienz und Verlässlichkeit ist es zu verdanken, dass der Oger befreit werden konnte und keine offensichtliche Spur zurück zum Dämmersturm führte. Meiner Meinung nach hat sie dafür den Dreinachtsmond verdient. Lobend möchte ich auch Ashaine Agathon erwähnen, die als Außenstehende nichts desto trotz Können und Anpassungsfähigkeit an den Tag legte. Im Falle einer zukünftigen Zusammenarbeit wäre ich alles andere als abgeneigt, sie wieder zu sehen. Dagobert Rosenlufts Improvisation beim Verlassen von Markstadt soll auch nicht unerwähnt bleiben. Ich bin sehr zufrieden mit der gesamten Rotte, die ein weiteres Mal absolut professionell agiert hat.

Abschließend möchte ich noch einmal den Namen Mug'thol erwähnen. Möglicherweise nur ein Gerücht, doch kann es vermutlich nicht schaden, die Umgebung des Gefälles im Auge zu behalten, da ein weiterer Ogerkriegsherr unsere Pläne deutlich stören könnte. Auch möchte ich die Probleme erwähnen, die Ashaine Agathon beim Wirken ihrer Portalmagie hatte. Ich habe das Verschwinden des Marschalls nie vergessen können und obwohl die Interferenzen auch auf die Nähe zum Dalarankrater zurück geführt werden können, möchte ich daran erinnern, dass der Verbleib dieses mächtigen, geheimnisvollen Magiers immer noch ungeklärt bleibt.

Die Soldverteilung ergibt sich wie folgt:

Alexander Veidt ( Rottenmeister ) : 100 Goldstücke, 15 Marken
Finnje Freitag ( Söldnerin ) : 50 Goldstücke, 15 Marken
Alexander Garcia ( Söldner ) : 50 Goldstücke, 15 Marken
Dagobert Rosenluft ( Mitläufer ) 4 Goldstücke, 15 Marken
Cord ( Tagelöhner ) : 1 Goldstück, 15 Marken
Case Dorsett ( Tagelöhner) : 1 Goldstück, 15 Marken

Dem Sturm entgegen

Alexander Veidt


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 Betreff des Beitrags: Re: Unsortierte Aktenberge
BeitragVerfasst: 13. Nov 2018, 21:59 
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Einsatzbericht: „Murlocmigrationskrise“
Ziel: Die Murlocbedrohung an der Küste des Nordwestgefälles abwenden


Teilnehmer: Jon Fischer von Karpfenfang (Söldner), Bruder Phaeron Pfannenschwinger(Söldner), Klaus Hammelfleisch (Mitläufer), Moritz Treubleib (Mitläufer), Gunther Etzelberg (Tagelöhner), Harald Apfeldieb (Tagelöhner), Indrick Bordom (Tagelöhner), Boralt Bussikoffski (Tagelöhner), Piet Klaus (Tagelöhner), Ewald Ewaldson (Tagelöhner), Bernd Bäcker (Tagelöhner), Friedrich Dreimann (Tagelöhner)

Am ersten Tag, als wir, Jon Fischer und Bruder Phaeron Pfanneschwinger in Alterac ankamen war es regnerisch. Wir trafen auf Heineken. Dort schlossen sich uns ein Trupp Lanzenträger und zwei Westfaller mit Schrotflinten an. Wir hätten auch zwei Reiter haben können, jedoch haben wir uns nach Absprache dazu entschieden die Westfaller mitzunehmen.

Wir wollten zu Anfang den kürzeren Weg nach Karpfenfang nehmen, über Tobiasstadt, jedoch kam es dazu, dass wir an der Grenze von Tobiasstadt von zwei Menschen aufgehalten wurden (Diese haben eindeutig am vorherigen Abend etwas über die Strenge geschlagen haben, wobei sie einen Teil ihrer Kleidung verloren haben. Dennoch haben sie pflichtbewusst ihren Dienst an der Grenze angetreten.) Sie verlangten Wegzoll von uns und gaben uns zu verstehen, dass der Dämmersturm nicht mehr bei ihnen willkommen sei. Diese Menschen gehörten der Cherusker Fahne an.

Wir musste dann einen anderen Weg einschlagen, wobei wir an Markstadt und daraufhin an Lordamm vorbeikamen. In Lordamm trafen wir auf ein paar Paladine, welche sich zusammen mit ihren Lanzenträgern gegen die Murlocs stellten. Wir entschlossen uns die mächtigen Streiter des Lichtes im Kampf gegen die Brut aus den Tiefen des Lordaemersees zu unterstützen. (Es war uns eine Ehre an der Seite solcher heiligen Krieger zu stehen, welche für die Reinheit und Pracht des heiligen Lichtes stehen.) Wir siegten an dieser Stelle und die uns begleitenden Tagelöhner des Dämmersturm bekamen einen ersten Blick auf unseren Gegner. Einer der Paladine schloss sich dann, als Dank für unsere Hilfe uns an um uns zu unterstützen. Der Name dieses heiligen Ritters des Lichts ist Bruder Tristan.

Wir erreichten dann das Dorf Karpfenfang. Das Dorf war vollständig von den Murlocs eingenommen worden. Die Bewohner hatten sich in ihren Häusern verbarrikadiert. Wir schafften es die Murlocs aus dem Dorf zu locken und auf engen Raum in eine Falle zu locken. Dann haben wir sie von beiden Seiten aufgerieben. Bruder Tristan und der Eidträger Jon Fischer haben sich dabei besonders hervorgetan und zahlreiche der Murlocs mit der heiligen Macht des Lichtes und einem bleiernen Kugelhagel vernichtet. Einer der Lanzenträger hatte sich bei der ersten Auseinandersetzung in Karpfenfang schwer verletzt.

Wir mussten zum Dorf mit Booten übersetzen, da der durchgehende Regen die Straßen überschwemmt hatte. Im Dorf haben wir den Dorfbewohnern gezeigt, dass sie nun ihre Häuser verlassen konnten. Die armen Dorfbewohner waren ausgemergelt und kurz vor dem verhungern. Dennoch wurden wir feierlich empfangen. Sie berührten unsere Rüstungen und Waffen, als ob wir Heilige wären. Einer der Dorfbewohner versprach Jon Fischer sofort seine Tochter. Ihr Name ist Rita. (Ein nettes Mädchen. Natürlich ist er nicht sofort darauf eingegangen, aufgrund der Tatsache, dass er einen Eid geleistet hat.) Wir wurden von einem Boten davon informiert, dass eine Murlocsippe zu uns auf dem Weg sei. Dementsprechend begannen wir Verteidigungsanlagen aufzubauen, welche aus Booten und Pfählen bestanden.

Seltsamerweise stießen kurz vor der Schlacht stolze Kriegerinnen aus Dörflingen zu uns, welche uns ihre Hilfe in der Schlacht gegen die Horden der Murlocs aus dem Lordaemersee anboten. Sie sagten, dass sie von Sarah Grau geschickt worden sind. Wir nahmen ihre Hilfe dankend an. Die Schlacht verlief erfolgreich, während die Einwohner des Dorfes sich wieder in ihren Häusern verbarrikadierten. Die Murlocs brandeten gegen die improvisierten Mauern aus aufgestellten Booten und abermals zeigten Bruder Tristan und Jon Fischer ihre ausgezeichneten Fähigkeiten im Kampf, sowie auch die Lanzenträger und die beiden Mitläufer aus Westfall. Die Kriegerinnen deckten unsere Strandseite, welche wir mit angespitzten Pfählen befestigt hatten. Es war eine glorreiche Schlacht. Viele der Murlocs wurden von der Entfesselung der Macht des heiligen Lichtes zerschmettert. Sowie dem blanken Metall der Waffen die auf sie gerichtet wurden.

Nach der Schlacht kamen dann die Dorfbewohner wieder aus ihren Häusern. Auf der anderen Seite der überschwemmten Straße trafen wir dann auf den Kommandanten, welcher uns zu unserem Sieg beglückwünschte und Jon Fischer seinen zusätzlichen Namen von Karpfenfang gab, sowie der Erlaubnis die ihm versprochene Frau aus dem Dorf zu heiraten. Jon Fischer von Karpfenfang wurde damit zum Statthalter von Karpfenfang ernannt. Ich, Bruder Phaeron, traute die Beiden und es war ein schönes Fest. Am Tag darauf machte ich mich dann mit den Truppen auf den Rückweg.

Hiermit empfehle ich, Bruder Phaeron Pfannenschwinger, Eidträger des Söldnerbund Dämmersturm, die uns begleitenden Tagelöhner für eine Beförderung zum Mitläufer. Zudem empfehle ich, dass alle Teilnehmer des Auftrages zur Lösung der Murlocmigrationskrise mit dem Scharmützeltaler ausgezeichnet werden.

Soldverteilung:

Jon Fischer von Karpfenfang (Söldner) 50 Gold, 75 Marken
Bruder Phaeron Pfannenschwinger (Söldner) 50 Gold, 75 Marken

Die restlichen 50 Gold gehen an den Söldnerbund Dämmersturm.
Die Besoldung der Alteractruppen wird von Burg Wellenheim getragen.


Dem Sturm entgegen


Bruder Phaeron Pfannenschwinger


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