Söldnerbund Dämmersturm

RP-Gilde - Die Aldor
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 Betreff des Beitrags: Re: Unsortierte Aktenberge
BeitragVerfasst: 25. Nov 2018, 18:13 
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Reise zum Urtum im Forst von Kaderwulst

Auftrag: Das Urtum davon überzeugen, den Schutz der Südgrenze (Kaderwulstforst) zu gewährleisten
Teilnehmer: Finnje Freitag, Schamane des Irdenen Rings Fjölni Felhammer

Verlauf:
Wir begaben uns von Gorheim aus zum Forst von Kaderwulst. Die kurze Reise verlief nahezu ereignislos. Erwähnenswert ist eine Sichtung von toten Wölfen. Sie waren zu verwest und verschneit, um eine Todesursache auszumachen. Sicher ist, dass sie dort schon lange liegen. Kurz danach passierten wir einen Wachposten des Dämmersturms; Die Lanzenträger berichteten uns, dass Sichtungen von Tieren auf dem Pass selten sind und sie zudem keine Wölfe gesehen haben.
Der Wald von Kaderwulst empfing uns mit seiner gewohnten Dunkelheit. Fjölni und ich blieben ein gutes Stück auf dem Weg und schlugen uns schließlich ins Dickicht. Uns fiel beiden auf, dass der Wald nicht so düster und verdorben wirkte. Die Natur schien gesund zu sein und die wenigen Tiere, die wir sichten konnten, wirkten normal. Wir haben keine merkwürdigen Stimmen gehört und das Gefühl, der Wald beobachte einen, war nicht besonders präsent. Jedenfalls nicht auf eine schlechte Weise. Abseits des Weges versuchte Fjölni, Kontakt zum Urtum aufzunehmen. Wir konnten hören, wie der Wind seine Nachricht davontrug. Doch nichts geschah. Wir waren ein wenig ratlos. Dann zog ein schreckliches Unwetter auf und obwohl ich drauf und dran war, da einfach reinzulaufen um dem Wind zu folgen entschieden wir uns dazu, unter einem Baum auszuharren und das Wetter abzuarten.
Schlaf überfiel uns auf magische Weise, drückte uns die Augen zu und ließ uns im Stehen einschlafen. Wir hatten beide merkwürdige Träume und das Gefühl, dass wir auf einer Reise sind. Als würden wir getragen werden wie ein Blatt im Wind. Als wir erwachten, standen wir in der Mitte eines beeindruckenden Pilzkreises. Ein riesiges Gesicht schwebte über uns, die Haut aus Rinde, die Augen weich und magisch. Es war ergreifend, das Urtum von Angesicht zu Angesicht zu erblicken. Ich war so beeindruckt und gerührt, dass mir die Tränen kamen. Irgendwer hat geweint. Niemand hat geweint.

Das Urtum nahm sich Zeit für unser Gespräch und war außerdem so umsichtig in einer Sprache zu sprechen, die wir alle verstehen. Außerdem scheint es sich über das Geschenk, das ich ihm gebracht habe, gefreut zu haben. Ich habe mich für einige Liter frisches Quellwasser entschieden, da ich dachte, dass jeder Baum gutes Wasser zu schätzen weiß und somit auch das Urtum. Er hat die Vögelchen, die in seinen Ästen nisten, davon trinken lassen. Ich muss dazu sagen, dass es nicht irgendwelche Vögelchen waren und schon gar keine Singvögel. Vielmehr Kreischvögel. "Trololol".
Unser Gespräch fiel schließlich auf die Situation in Alterac. Fjölni und ich versuchten dem Urtum begreiflich zu machen, dass die Verlassenen eine Gefahr für Lebewesen und Natur darstellen. Das Urtum, Freund Immergrün genannt, hatte eine andere Auffassung von Gefahr. Ich glaube, er findet die Verlassenen gar nicht so schlimm. Er sagte, sie haben den Forst ab und an durchquert und schienen auf der Suche nach etwas zu sein. Mit sehr deutlichen Worten machte er uns klar, dass es die Menschen mit ihren Herdfeuern und Äxten sind, die eine viel größere Gefahr darstellen. Wir haben ein wenig hin- und herdiskutiert, aber ich glaube nicht, dass man ein Urtum von seiner Meinung abbringen kann. Erst, als Fjölni die Orcs als Verbündete der Verlassenen erwähnte, wurde Freund Immergrün hellhörig. Orcs, so sagte er sinngemäß, wären ein schrecklicher Feind, denn sie kämen und holzen die Wälder ab. Nun konnten wir eine Vereinbarung mit ihm treffen, denn gegen Orcs, so sagte er es sinngemäß, würde er den Wald schützen wollen.
Um den Wald dazu zu bewegen, sich Durchreisenden zu verschließen, müsse die Natur viel Kraft aufwenden. Nun, da der Winter da ist, ist dies ein ordentlicher Kraftakt, denn die Natur zieht sich in diesen Monaten meistens zurück, um sich gegen die Kälte zu wappnen und ihre Kräfte fürs Frühjahr zu speichern. Jedenfalls sagte Freund Immergrün, dass er nicht bereit wäre, dies dem Wald abzuverlangen, denn Bündnisse mit Kurzlebigen sind brüchig und ohnehin glaube ich nicht, dass er uns besonders vertraut. Aber gegen Orcs, so meinte er, wäre er durchaus bereit, die Natur auf einen möglichen Krieg vorzubereiten.
Wir kamen schließlich zu einer Einigung. Freund Immergrün ließ uns sogar schwören, dass wir uns daran halten. Ich hab ordentlich Bauchweh bei dieser Sache, denn solch Schwüre sind ernst zu nehmen und im Leben würd ich mich nicht mit der Natur selbst anlegen wollen. Aber da Freund Immergrün sich nur wünschte, dass wir den Forst von Kaderwulst in Ruhe lassen, was wir ja ohnehin schon tun, schien es das beste, sich seinen Wünschen zu fügen. Wir dürfen ihn zwar auf dem Hauptpfad passieren, aber wehe dem, der vom Weg abkommt, einen Ast abknickt, eine Maus erschießt oder gegen einen der Bäume pinkelt. Ich schneid euch die Schniedel scheibchenweise ab, wenn ihr euch wagt! Dies gilt für den Dämmersturm, darüber hinaus sollen wir auch dafür sorgen, dass der Forst für andere Parteien des Gefälles tabu bleibt. Freund Immergrün versprach im Gegenzug, den Wald unpassierbar zu machen. Kein Orc und keiner ihrer Verbündeten wird ihn durchqueren können.

Zu den toten Wölfen sagte Freund Immergrün, dass sie den Forst verlassen haben, als sie zum Dienst gerufen wurden. Leider hatten wir keine Gelegenheit, näher nachzufragen.
Zu erwähnen ist auch, dass die Anwesenheit des Urtums dem Wald gut zu tun scheint. Die Tiere wirken gesund und kräftig, der Natur geht es gut und wir konnten keine Spuren düsterer Einflüsse wahrnehmen.

Fjölni und ich empfehlen, den Pfad durch den Forst von beiden Seiten durch den Dämmersturm bewachen zu lassen und zugleich die Gerüchte um den Forst wieder zu schüren, um die Menschen davon abzuhalten, dort Holz zu schlagen oder zu wildern.

Dem Sturm entgegen!
Finnje Freitag

Sold:
Finnje Freitag: Das Urtum sehen und sprechen zu dürfen kann man mit Gold gar nicht aufwiegen. Es war mir eine Ehre, dabei zu sein.
Fjölni Felhammer: Fjölni will keinen Sold. Er hat diese Reise gerne unternommen, sagte er.

_________________
"StaPhi"


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 Betreff des Beitrags: Re: Unsortierte Aktenberge
BeitragVerfasst: 13. Dez 2018, 16:39 
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<NSC>

Bericht der Appelschen Truppen während der Murlocbedrohung

Dieser Bericht bezieht sich auf das Kontingent unter Peter Appel, das während der Murlocbedrohung im Nordwestgefälle neben anderen Truppen des Dämmersturms eingesetzt wurde, um die Kreaturen, die von den Morgeninseln geflohen waren, nachdem die Seuchenwolke von Lordaeron sich auf den Lordaemersee ausgebreitet hatte, mit Waffengewalt und insbesondere aus den Ländereien von Lordamm, Neuingen, Pökelheim und Karpfenfang wieder zu vertreiben; wobei dieses Kontingent im Genauen dazu aufgebracht wurde, Neuingen zu erreichen und das Umland von besagten Murlocrotten zu befreien.

Mir, Peter Appel, Eidträger und stellvertretendem Truppenführer der Sektion Alpha, war eine Schar von Lanzenträgern auf zweifacher Rottenstärke unterstellt, die im Ganzen erst vor kurzer Zeit ihre Ausbildung abgeschlossen hatte. Hendrick Heineken, Rottenmeister, Hüter der Ländereien und Truppenführer der Sektion Alpha kommandierte ein Kontingent aus Reitern und Veteranen von Alterszapfen und Fenris. Eidträger Pfannenschwinger und Eidträger Fischer kommandierten ein Kontingent aus kürzlich ausgebildeten Lanzenträgern und zwei Flintenschützen aus Westfall. Markstadt brachte ein Kontingent unter einem Rittersmann namens Bruder Arnold auf, welches etwa vierfache Rottenstärke umfasste und aus leicht gerüsteten Lanzenträgern ohne besondere Kampferfahrung bestand.

Das Kontingent Pfannenschwinger-Fischer zog voran und verließ den Sammelpunkt in Gorheim, um jäh Lordamm zu erreichen, wo es unplanmäßig das Kontingent von Markstadt unterstützte, das Probleme hatte, Lordamm von den marodierenden Murlocs zu befreien, die den Ort hatten überrennen können und nun in den Straßen wüteten, dass es eine Art war. Lordamm konnte erfolgreich befreit werden, doch die darauffolgende Ruhephase, die Pfannenschwinger und Fischer ihren Truppen gönnten, ließen sie etwas hinter den Zeitplan fallen, dass mein Kontingent und das Heinekens an ihnen vorbei nach Neuingen und Pökelheim zog. Ich beschloss, von Osten her auf Neuingen zu marschieren, um Nutznießer der aufgescheuchten und verängstigten Murlocs zu werden, die Zeuge wurden, wie ihre Artgenossen in Lordamm aufgerieben wurden. Das Terrain dort ist sehr sumpfig und meine Männer hatten die meiste Zeit über mit dem unwegsamen Gelände zu kämpfen, ehe wir noch vor Neuingen auf kleinere Laichgründe trafen, die wir ohne großen Widerstand zerstörten. Die markstädtischen Truppen aus Lordamm waren uns dabei behilflich.

In Neuingen empfingen uns Soldaten, die einstmals dem Wolfsheer angehörten und nun von der Bevölkerung für den Schutz von Heim und Herd bezahlt wurden. Die Männer hatten sich schon seit mehreren Tagen erfolgreich der eindringenden Murlocs erwehren können und brachten uns in ihren Plan ein, die verbliebenen Rotten in den Sümpfen zwischen Pökelheim und Neuingen anzugreifen. Das Unternehmen gelang, doch stießen wir unterwegs auf ein bemerkenswert großes Exemplar, das seinen Artgenossen befahl, vor unseren Lanzen in Richtung Westen zu fliehen, nachdem wir nur wenige Murlocs hatten töten können, während das unwegsame Gelände unser Vorankommen erschwerte, weswegen wir wiederum beschlossen, die Stellung in Neuingen zu halten und leichte Verletzungen auszukurieren.

Später erreichte uns ein Botenreiter von Heinekens Kontingent, dass er Pökelheim erreicht und dort ebenfalls mit ehemaligen Wolfstruppen verhandelt habe, die sich seinem Unternehmen anschlossen, eine besonders große Murlocansammlung unweit des Ortes aufzureiben, woraufhin ich vermelden konnte, dass diese noch Verstärkung durch die Murlocs erhalten würde, die uns entwischt waren. Heineken ordnete einige Stunden später an, unsere Stellung zu räumen und uns der Schlacht in den Sümpfen um Pökelheim anzuschließen. Wir erreichten das Schlachtfeld aufgrund des unwegsamen Geländes zu spät, doch Heineken hatte auch ohne unsere Hilfe den Sieg erringen können. Leider war auch ihm der Löwenanteil der Kreaturen entwischt, der nun auf Karpfenfang zuhielt, wo mittlerweile das Kontingent Pfannenschwinger-Fischer Stellung bezogen und den Ort von Murlocs gesäubert hatte, um nun den Ansturm der Hauptrotte zu erwarten. Aufgrund von ständigem Regen konnten wir nicht rechtzeitig nach Karpfenfang aufschließen. Heineken befahl mir, wieder in Neuingen Stellung zu beziehen, während er selbst nach Karpfenfang aufbrach und unterwegs unseren Kommandanten Tim Orodaro empfing, der sich ein Bild der Lage machen wollte und später, da er sah wie Pfannenschwinger und Fischer Karpfenfang befreit und selbst noch gegen die konzentrierte Murlocsippe verteidigt hatten, Fischer zum Statthalter von Karpfenfang ernannte.

Die Truppen hatten auf ganzer Linie gesiegt, obgleich die Wetterverhältnisse eine schnelle Unterstützung verhindert hatten, weswegen es umso erfreulicher ist, dass wir kaum Verluste zu beklagen hatten. Ich denke, dass die ungeordneten Murlocrotten, die überhaupt erst aus Angst von ihren Inseln geflohen waren, nicht vermochten, unsere eng stehenden Speerwände zu überwinden und überhaupt schienen sie vor allem getrieben zu sein und nicht mehr auf einen großen Kampf aus, sobald sich das Blatt gegen sie wandte. Ich schlage alle Beteiligten meines Kontingentes für den Scharmützeltaler vor, wie in der beigefügten Besoldungsliste noch einmal nachzulesen ist. Zwei Tage nach Ende der Kampfhandlungen übergaben wir auf Geheiß des Kommandanten Neuingen an markstädtische Truppen, denen sich im Übrigen die Wolfsmänner anschlossen, die noch dort waren.

Dem Sturm entgegen!

Peter Appel
Stellvertretender Truppenführer der Sektion Alpha






<NSC>

Bericht der Offensive gegen die Murlocbedrohung, Kontingent Heineken

Ich fasse mich in diesem Bericht kurz, da das meiste bereits von den Kontingenten Appel und Pfannenschwinger-Fischer zusammengetragen wurde. Nach der Schlacht von Fenris zog es große Murlocsippen von den Morgeninseln an die Küste des Nordwestgefälles, wo sie Lordamm, Neuingen, Pökelheim und Karpfenfang bedrohten. Eine Streitmacht aus vier Kontingenten, drei vom Dämmersturm (Heineken, Appel, Pfannenschwinger-Fischer) und eines von Markstadt (Bruder Arnold), rückte aus, um die Murlocs zu vernichten. Der Plan sah vor, dass Pfannenschwinger-Fischer Karpfenfang befreit, Appel Neuingen, Bruder Arnold Lordamm und meine Wenigkeit das schöne Pökelheim. Mir unterstanden die Rubinschädelträger von Fenris auf zweifacher Rottenstärke und vier gorheimsche Reiter, die ich vor allem als Botengänger einsetzte, um die Kommunikation der Kontingente zu unterstützen.

Entgegen dem ursprünglichen Plan unterstützte Pfannenschwinger-Fischer die Befreiung Lordamms, da die Markstädter offenbar Probleme hatten. Das war zwar eigenmächtig, kam uns aber gelegen, da es die Murlocs von Anfang an unter Druck setzte und sich die Kontingente Appel und Heineken nicht mehr damit befassen mussten. Außerdem hat es sicherlich einen guten Eindruck bei den Markstädtern hinterlassen.

Der ganze Frontverlauf gestaltete sich daraufhin so, dass die eher unsortierten Murlocsippen, die am Ufer gewütet hatten, nun von Lordamm aus nach Westen hin aufgerollt wurden. Erst vor und hinter Neuingen durch Appel, dann durch meine Männer in Pökelheim. Durch die Botengänger wussten wir stets, wann die Murlocs wo auftauchen werden und konnten uns entsprechend darauf einstellen. Hilfreich waren auch die Söldner, die einstmals der Wolfsarmee gedient hatten und nun in Neuingen und Pökelheim hausten. Sie hatten bis hierhin verhindert, dass die Orte selbst in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Dieses ganze Aufrollen führte letztendlich dazu, dass sich die Murlocs auf dem Weg nach Karpfenfang sammelten und den Ort, den Pfannenschwinger-Fischer bereits befreit hatte, attackierten. Die Kontingente Heineken und Appel konnten nicht mehr rechtzeitig aufschließen. Das war aufgrund des schlechten Wetters und mangels brauchbarer Straßen durch das sumpfige Küstengebiet aber ohnehin bereits klar, weswegen ich einen Reiter entsandte, der Pfannenschwinger und Fischer über die nahende Bedrohung aufklärte. Sie haben den Ort daraufhin befestigt und dem heftigen Ansturm erfolgreich getrotzt. Dabei kamen ihnen überraschend dämmersturmloyale Kriegerinnen aus Dörflingen zur Hilfe, die sich auf die Braut und auf Weisungen von Rottenmeisterin Goldschild beriefen.

Kurz vorher erreichte der Kommandant Pökelheim. Als wir mit ihm nach Karpfenfang zogen, war die Schlacht bereits entschieden. Er ernannte Fischer zum Statthalter von Karpfenfang und verlieh ihm die dazugehörigen Würden. Das Gebiet ist fortan dämmersturmsches Territorium. Neuingen und Pökelheim wurden wenige Tage später an die Markstädter abgetreten und sollen zukünftig offenbar in das markstädtische Land eingegliedert werden.

Die Murlocs hatten meiner erfahrenen Phalanx nichts entgegenzusetzen. Ihnen fehlten Waffen und koordinierte Führung. Lediglich ihre Zahl vermochte uns im ersten Moment großen Schrecken zu bereiten, doch wussten sie diese nicht einzusetzen. Auch der Einsatz unserer Granaten trieb sie schnell auseinander und verscheuchte die meisten, noch ehe sie den Nahkampf erreichen konnten. Es hat außerdem maßgeblich zum Erfolg beigetragen, dass wir uns durch die Botengänger schnell verständigen konnten und wir den Murlocs trotz des schlechten Wetters immer einen Schritt voraus waren.

Ich empfehle alle Beteiligten für den Scharmützeltaler, die Truppenführer indes für die Siegmarke und habe das alles rechtens in der beigefügten Besoldungsliste verzeichnet.


Dem Sturm entgegen!
Die Lanze schützt!
Und Kaderwulst ist eine Lüge!

Hendrick Heineken
Hüter der Ländereien
Rottenmeister des Dämmersturms

_________________
Dem Sturm entgegen! - Schlachtruf und Grußformel der Söldner des Dämmersturms.


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 Betreff des Beitrags: Re: Unsortierte Aktenberge
BeitragVerfasst: 13. Dez 2018, 22:40 
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<Ein Bote aus Karpfenfang ließ dem Hüter der Ländereien folgenden Brief zukommen.>


Karpfenfang

Dem Sturm entgegen,

in diesem Bericht beschreibe ich Erfahrungen aus dem ersten Monat in Karpfenfang, erste Zukunftsvisionen und eine Liste von Dingen, die dieser Ort dringend nötig hat.

Noch bevor wir den Ort befreit haben fiel mir auf, dass er über keine vernünftige Straße verfügt und bei solchen Regenschauern nur mit Booten zu erreichen ist. Das ist inakzeptabel, daher habe ich einen mehr oder weniger detailierten Bauplan anfertigen lassen - es geht um den Bau einer überdachten, breiten Stelzenbrücke, die Überschwemmungen fortan verhindern sollte. Der Bauplan ist in den Anlagen zu finden; da ich allerdings kein Architekt bin, sollte sich irgendjemand der halbwegs Ahnung hat diesen nochmal genauer ansehen.

Desweiteren sind die Häuser der Dorfbewohner mehr als ärmlich und ich befürchte, dass sie einem heftigen Gewittersturm nicht ohne erhebliche Schäden trotzen werden. Provisorische Maßnahmen wurden bereits in die Wege geleitet, um den ein wenig entgegenzusetzen - künftig sollte man jedoch in Betracht ziehen, die Häuser mit professioneller Hilfe (darauf gehe ich noch näher ein) zu verbessern; das wird die ohnehin sehr hoffnungsvolle Stimmung der Dorfgemeinschaft erheblich verbessern.

Wo ich grade bei der Stimmung bin: Obwohl dieses Dörfchen - noch, wohlbemerkt - ein absolutes Drecksloch ist, sind die Menschen hier guter Dinge und zufrieden, jetzt wo der Dämmersturm da ist; überaus dankbares Völkchen, diese Karpfenfänger.


Wie geschrieben gibt es Dinge, die noch benötigt werden. Die weniger zahlreichen Bäume rund um die Ländereien von Dörflingen sind zwar zum Bauen geeignet, allerdings wird viel mehr davon benötigt:

- genügend Baumaterial für den Bau einer Stelzenbrücke und Verbesserungen am Ort
- vernünftiges Werkzeug, Hämmer, Sägen, Nägel, Messzeuge
- unbedingt einen Vorarbeiter, der die Bauarbeiten leitet und im Idealfall eine Handvoll Arbeiter, die die Dorfbewohner unterstützen

Da die Fischerei sich noch immer nicht lohnt - der Fisch bleibt ungenießbar - mussten wir bis dato mit Schalentieren auskommen, die in Küstennähe hausen. Die gehen uns aber langsam aus; Lebensmittellieferungen würden dem Ort sehr entgegenkommen. Der Anbau von Obst und Gemüse ist aufgrund der Bodenbeschaffenheit nahezu ausgeschlossen, aber ich werde veranlassen dass wenigestens ein kleines Gemüsebeet angelegt wird; vielleicht haben wir ja Glück.

Als letzten Punkt zu den Verbesserungen für den Ort führe ich eine vorerst kleine Hütte auf, in der ich mit meinem Eheweib leben kann. Den Bau jener lässt sich vermutlich mit dem spärlichen Holz in der Umgebung machen, künftig soll daraus jedoch auch ein Zuhause werden - da das aber größtenteils mich betrifft, greife ich dafür in die eigene Tasche.


Nun zur Ausbildung der Banditen: Sie haben sich angestrengt, haben sich gut geschlagen - sind ein ganzes Stück mehr diszipliniert als noch vor einem Monat. Bei der Beseitigung letzter Murlochaufen haben sie sich ihre Sporen verdient und ich würde sie als vollwertige Kämpfer bezeichnen, die noch einiges zu lernen haben. Momentan lasse ich sie um die Nahrungsmittel zu bereichern Fallen im Wald aufstellen um Wild zu erlegen und das Gebiet patroullieren. Die Zeit wird zeigen, ob sie zu einer Vorzeigetruppe werden, aber ich bin zuversichtlich. Um Bedrohungen wie Murlocs muss sich der Ort nun aber keine Sorgen mehr machen.



Ein letzter Vorschlag ist es, überall in den Ländereien des Dämmersturms Flugblätter und Aushänge zu verteilen, um für Karpfenfang zu werben. Aus diesem Ort kann man viel machen. Wer etwas erschaffen will soll nach Karpfenfang kommen; jeder der fähig ist und etwas dazu beiträgt ist willkommen.


Das war es vorerst. Wie beschrieben bin ich zuversichtlich und die Bürger von Karpfenfang sind zutiefst untertänig. Für Aufenthalte in Eisenschmiede und Sturmwind habe ich Wilhem zu meinem Stellvertreter ernannt. Er ist der Vater meines Eheweibs und besitzt innerhalb des Ortes das meiste Ansehen, weswegen die Entscheidung auf ihn fiel.

Um die Geschäftlichkeiten im Wald von Elwynn, der Winkelhütte, kümmert sich derzeit mein Buchhalter, Vincent Mullinger. Er hat genaue Anweisungen erhalten und das Personal ist darüber im Bilde, dass er im Falle meiner Abwesenheit das Sagen hat. Während meines Alteracaufenthalts werden sämtliche Dokumente und Zahlungen für den Dämmersturm weiterhin vom selben Boten überbracht.


Insofern: Dem Sturm entgegen!

gez., Jon Fischer von Karpfenfang

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"Möge das Schlachtfeld
meine Leinwand,
und das Blut meiner
Feinde die Farbe sein."


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 Betreff des Beitrags: Re: Unsortierte Aktenberge
BeitragVerfasst: 16. Dez 2018, 14:53 
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<In den Akten Hendrick Heinekens findet sich eine Abschrift der Antwort auf Jon Fischers Schreiben.>

Antwort nach Karpfenfang

Seid gegrüßt, Jon Fischer von Karpfenfang, Statthalter des Dämmersturms in und von Karpfenfang, Befreier von Karpfenfang und - wenn Ihr denn mögt - auch der Schrecken der Murlocs,

ich habe Euer Schreiben erhalten und eine Eskorte mit Kartoffelsäcken, Getreide, Saatgut für das geplante Gemüsebeet, und ausreichenden Mengen an Arzneien auf den Weg gebracht. Sie wird Euch in Kürze erreichen. Sie hat außerdem die Aufgabe, eine Nachricht in Dörflingen zu hinterlassen, sodass Ihr Eure Hilfslieferungen künftig von dort beziehen werdet. Dörflingen wird Euch daraufhin mit Nahrungsmitteln und etwas Kleidung versorgen.

Ich lasse Euch außerdem Anteile am Besoldungsbudget zukommen, damit Ihr Eure Truppen angemessen bezahlen könnt.

Aufgrund der angespannten Situation mit Tobiasstadt, können wir vorerst kein Baumaterial aus dem Tobiasstädtischen Forst beziehen, während der Kaderwulstsche Forst zur verbotenen Zone erklärt wurde. Das heißt genauer gesagt, dass wir mit dem verfügbaren Baumaterial in Gorheim unseren eigenen Bedarf decken müssen. Da wir seit der Vermittlungsarbeit von Rottenmeisterin Goldschild Handelsbeziehungen nach Aiden genießen, das eine Forstwirtschaft unterhält, müsst Ihr Euch dort nach Holz für Eure geplante Brücke umsehen. Die wenigen vorhandenen Baumeister werden ebenfalls in Gorheim benötigt. Möglicherweise werdet Ihr auch diesbezüglich in der Region fündig.

Das nötige Werkzeug, einschließlich der Nägel und Messwerkzeuge werdet Ihr jedoch bald aus Gorheim erhalten.

Stünde es in meiner Macht, würde ich Euch dieser Tage gerne eine Truhe voll Gold überlassen, doch die geringen Steuern, der gestiegene Sold und nun auch noch die Vorbereitungen für Winterhauch lassen meine eigenen Kassen verebben. Der Schatzmeister wurde indes vom Kommandanten damit beauftragt, die aus Kupferdorf bezogenen Erze in eine regelmäßige Lieferung an die Allianz einzubetten, um unseren Haushalt in Alterac beständiger zu machen. Wenn das passiert ist, kann ich vielleicht etwas freigiebiger sein.


Dem Sturm entgegen!
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Hendrick Heineken
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 Betreff des Beitrags: Re: Unsortierte Aktenberge
BeitragVerfasst: 18. Dez 2018, 12:30 
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Operation „Strafende Hand“: Tötung des ranzigen Rons
[align=left]Teilnehmer: Kathlyn Lawley (Söldner), Feritan Grauschmied (Tagelöhner)

Extrakt: Im Zuge der genannten Operation sollte Ronny Wiesel - bekannt als der ranzige Ron – eliminiert werden. Er ist ein bekannter Informationshändler, dessen Bande seine Augen und Ohren sind. Als Kontaktperson der ehemaligen Venture-Spionin Aphra ist Ron ein primäres Ziel, welches im Zuge der Bereinigung dieser Problematik eliminiert werden muss.

Zusammenfassung: Auf Anweisung des Rottenmeisters Veidt wurde der Auftrag exakt am Abend begonnen, als die Weiße Dame und das Blaue Kind gleichzeitig am Himmel standen. Grauschmied und Lawley konnten Ron nebst dem ein oder anderen, eher unbeabsichtigten Verlust einiger Bandenmitglieder erfolgreich töten, ohne dass die Täter erkannt oder erwischt wurden. Eine Rückführung auf den Dämmersturm ist dank der Tarnung und Schnelligkeit dieses Einsatzes nicht zu erwarten.

Ausgang: Erfolgreich

<Auftragsschreiberin Thalindar und die Berichtende Lawley scheinen sich zumindest zwangsweise auf einen Kompromiss geeinigt zu haben, zu sehen an den hineingequetschten Anmerkungen der Schützin und ihren „absolut und garantiert sinnverbessernden“ Abstrichen im Text.>




Verlauf
Wie das von Rottenmeister Veidt vorgelegte Practica vorgesehen hat, wurden am Abend des 8. Dezembers der mitgegebene Brief und Rucksack in Sturmwind geöffnet. Der Inhalt beider Gegenstände wurde zur Kenntnis genommen, bevor ordnungsgemäß die Heraldik des Sturms abgelegt wurde und der Auftrag offiziell mit dem Betritt der Wälder Elwynns begann. Zielort war ein damals von einer Bäckerfamilie bewohntes Haus oberhalb der Wasserfälle der Donnerfälle, eingekesselt von Gebirgsketten.
Nachdem das Areal ausgespäht wurde, konnten zwei Wachen am Eingang des schmalen, hochführenden Pfades ausgemacht werden, hinter dem weitere Bandenmitglieder vermutet wurden. Eine Infiltration kam nicht in Frage, also war der Weg über die Berge wesentlich simpler und effektiver. Grauschmied und Lawley überquerten den Kristallsee an einer flachen Stelle und kletterten eine nahe Steilwand hinauf, um so eine Überlegenheit durch Höhe zu erlangen. Der gesicherte Aufstieg verlief relativ sicher, bis Lawl demnach ohne besondere Vorkommnisse.

Oben angekommen wurde einmal mehr Überblick über das Lager und die allgemeine Lage beschaffen: Die Bande, bestehend aus etwa ein Dutzend Menschen, war weder alarmiert noch anderweitig beschäftigt.
Grauschmied und Lawley einigten sich auf einen schnellen Zugriff mittels eines gut gezielten Pfeiles, nachdem der ranzige Ron seinen Auftritt hatte, doch einmal mehr riss diese vermaledeitebescheuerteverdammteSehne der Bogenschützin. Nach dem verfehlten ersten Angriff wurde das im von Veidt mitgegebene, explosive Gemisch verwendet zwecks schneller, wenn auch nicht wirklich leiser und unauffälliger Eliminierung. Hinter dem Schutz einer Erhöhung, sodass die feindlichen, nun aufgestellten Bogenschützen kein Ziel haben, wurden gleich drei Gemische von Grauschmied und Lawley auf das Lager geworfen, um zumindest eine Ablenkung zu schaffen, damit einmal mehr auf Ron gezielt werden konnte.
Es stellte sich heraus, dass diese Absicherung gar nicht nötig war. Nach diesem explosiven, landschaftsgestaltenden Anschlag robbte Ron schwerverletzt weg, doch er starb noch an Ort und Stelle. Die abgelenkten, verletzten Banditen wurden blutend zurückgelassen, denn sie waren nicht Ziel dieser Operation.

Grauschmied und Lawley machten sich an den gesicherten Abstieg mittels des dort befestigten Seiles und stießen in den vermeintlichen Schutz des nächtlichen Waldes vor. Zuvor von Ron abkommandierte Banditen, die nun ganz in der Nähe waren, nahmen die Verfolgung quer durch den Wald auf, denn sie wussten um die wage Lokalisation des Aufstieges der zwei Söldner. Durch das Geschick und nicht das Plattengeschepper des begleitenden, karmesinroten Ritters der zwei Teilnehmer konnten die Verfolger jedoch nach einer rasanten Jagd durch den Wald abgehängt werden.

Grauschmied und Lawley konnten sich daraufhin sicher und unerkannt vom Tatort entfernen, um sofort nach Eisenschmiede zu reisen und den Rottenmeister von dem Erfolg der Mission zu unterrichten. Lawley möchte abschließend anmerken, dass Grauschmied sich als unnötig lauter eifriger und tüchtiger Begleiter herausgestellt hat, dessen Anwesenheit dem Auftrag keinen Abbruch getan hat.

Soldverteilung:
Kathlyn Lawley (Söldner): 10 Goldmünzen
Feritan Grauschmied (Tagelöhner): 1 Goldmünzen

Gezeichnet
i.A. Aylen Thalindar
Aushilfe des Skriptoriums


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 Betreff des Beitrags: Re: Unsortierte Aktenberge
BeitragVerfasst: 28. Dez 2018, 19:00 
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Ausgaben


Gehälter: 25 Goldstücke

Speis & Trank: 8 Goldstücke

Wasser: 15 Goldstücke

Sonstige Ausgaben: 10 Goldstücke


58 Goldstücke gesamt
_________________________________________


Einnahmen


Speis & Trank: 76 Goldstücke 79 Silberstücke

Huren: 117 Goldstücke und 21 Silberstücke


194 Goldstücke gesamt
_________________________________________


Der Gewinn beläuft sich auf 136 Goldstücke.


Anteil des Dämmersturms: 102 Goldstücke

Ein Zehnt ist an den Landbesitzer zu bezahlen; 13 Goldstücke und 30 Silberstücke

Die übrigen 20 Goldstücke und 40 Silberstücke gehen an Jon Fischer




Gez., Vincent Mullinger, Buchhalter

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Unsortierte Aktenberge
BeitragVerfasst: 5. Jan 2019, 12:54 
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Bericht der Observation von Tobiasstadt

Der anhaltenden Krise mit Tobiasstadt wegen, wurde ich damit beauftragt, den Ort zu unterwandern und alles Wissen anzureichern, dass bei einer Lösung des Streits behilflich sein könnte. Aufgrund meiner alteracschen Herkunft und meiner Kenntnisse über Land und Leute fiel die Wahl auf mich. Da Tobiasstadt dem Dämmersturm mittlerweile unfreundlich gesonnen ist, wählte ich die Tarnung eines Fellhändlers. Die nötigen Felle erhielt ich dazu vom Dämmersturm. Es waren nicht viele und sie waren dem Umstand angemessen, dass ich vorgab, von außerhalb des Gefälles zu kommen. Meine mittelalteracsche Mundart leistete dazu ihren Beitrag und ich musste nicht lügen, wenn ich meine Herkunft behauptete.

Ich quartierte mich also, ohne das man mir ans Zipferl griff, in Tobiasstadt ein. Der Bevölkerung geht es dieser Tage nicht schlecht. Die meisten sehen wohlgenährt aus und keiner hat Hunger zu beklagen. Der Grund dafür ist ein reichhaltig gefüllter Kornspeicher, an dem sich die Bevölkerung in bekömmlichen Rationen bedienen darf, wenn der jeweilige Haushalt gerade keine Überschüsse verzeichnen kann. Tobiasstadt verfügt über eine kleine Landwirtschaft, die den Bedarf des Ortes jedoch nicht vollends deckt. Jagd im Tobiasstädtischen Forst und Händler aus dem Markstädtischen Land versorgen den Ort mit weiteren Fressalien. Tobiasstadt rühmt sich derweil seiner großen Schmieden und Werkstätten, die ordentliche Arbeit leisten, wie ich bemerken konnte. Mit Eisen und Holz versteht sich das Tobiasstädtische Volk, das über dem eine günstige Forstwirtschaft betreibt, die gereichen würde, den Ort viele Male mehr mit Holz zu versorgen. Holzwaren aus Tobiasstadt gehen nach Markstadt, aber auch weiter in den Westen. Da Tobiasstadt keine Minen hat, muss es die Erze für seine Schmieden von außerhalb einkaufen. Ich fand heraus, dass es ein Abkommen mit Aiden gibt, dass die Lieferungen von Eisen mit einem Teil des frisch geschmiedeten Waffen- und Rüstzeugs vergütet werden und sich derartig also beide Orte aufrüsten können.

Im Gros der Tobiasstädter besteht kein ehrliches Interesse daran, mit irgendwem Krieg zu führen. Die Sorge, es könne zu einer Fehde mit dem Dämmersturm kommen, ist in aller Munde. Dennoch geben die Tobiasstädter viel auf ihre Unabhängigkeit und finden sich im Zwiespalt, nicht kämpfen zu wollen, aber andererseits auch nicht unter die Fuchtel des Dämmersturms zu geraten, was sie wähnen, wenn sie ihm nicht die Stirn bieten. Sie bemerken, dass der Dämmersturm in der Vergangenheit versucht hat, seinen Einfluss über Tobiasstadt zu vergrößern und glauben, dass sie auf lange Sicht unter seine Vorherrschaft geraten, wenn sie die alte Freundschaft aufrechterhalten. So spricht es sich. Doch bei manch einem waren der Verlust des großen Njörn Cherusk, die eigenartigen Verwickelungen mit Margarete von Bauergard oder die Anbandelungen mit der Horde im Rat von Markstadt ausschlaggebend, dass sich Vorbehalte gegenüber dem Dämmersturm entwickelten. Es ist demnach weniger ein einziger Vorfall als doch vielmehr das Gesamtbild, dass die Tobiasstädter gegen den Dämmersturm aufgebracht hat.

Tobiasstadt wird zur Zeit dieses Berichtes von drei Männern angeführt, die gemeinsam einen Stadtrat bilden. Diese Männer heißen Kenno Tifferl, Bardock Kohlschlucht und Vincent Dürer. Kenno Tifferl ist der Vorsprecher der Schmiedezunft von Tobiasstadt und ein angesehener Bürger. Er vertritt vor allem die gewöhnlichen Einwohner und Handwerker, die keinen Kampf aber die Unabhängigkeit der Stadt aufrechterhalten möchten. Bardock Kohlschlucht ist der neue Hauptmann der Cherusker Fahne und daher oberster Verteidiger der Stadt. Die Fahne weiß, dass sie einen Krieg gegen den Dämmersturm nicht gewinnen kann, doch sie ist bestrebt, den Ort aufzurüsten und zu einem unappetitlichen Gegner zu machen. Sie fürchten die Schlacht nicht. Vincent Dürer ist uns bekannt. Er war der Hauptmann des Helmstahls, einem Söldnerbanner aus Lordaeron. Nachdem er sich vom Dämmersturm abgewandt hatte, half er Aiden und Lichtnah im Kampf um ihre Unabhängigkeit. Er gewinnt durch diesen Umstand großes Ansehen, da er die Geschichte für sich beanspruchen konnte, er wäre ausschlaggebend in der erfolgreichen Rebellion gewesen. Da die meisten seiner Männer jedoch getötet wurden, hat er eine neue Schar aus Vagabunden versammelt, die ebenfalls als Helmstahl auftritt. Sein militärisches Wissen ist sehr gefragt und ich muss nicht hinzufügen, dass er den Dämmersturm verabscheut und ihm gerne im Scharmützel entgegentreten möchte.

Die Truppenstärke von Tobiasstadt ist der des Dämmersturms weit unterlegen. Ich konnte eine Rotte der furchteinflößenden Cherusker zählen, die allesamt viele Schlachten gesehen haben. Doch ihre Zahl ist so gering, dass ich überzeugt bin, eine Speerwand des Dämmersturms könne sie umzingeln und mit Leichtigkeit niedermachen. Zur Cherusker Fahne kommen etwa zwanzig freiwillige Bürger, die den Umgang mit verschiedenen Waffen üben, aber über keine echte Kampferfahrung verfügen. Der neue Helmstahl zählt dazu etwa zehn Mann, sodass insgesamt mit nicht mehr als dreieinhalb Dutzend Waffenträgern zu rechnen ist. Sie alle tragen allerdings Waffen und Rüstungen von tödlicher Schärfe, erlesener Härte und beachtlicher Widerstandskraft.

Es gibt Anstalten, dass Tobiasstadt eine Palisade errichtet, die fertig sein wird, wenn wir ein Unternehmen gegen sie beginnen. Auf dem Tobiasstädtischen Pass ist man sogar mit einer Steinmauer und einem Turm zugange, doch deren Fertigstellung wird noch eine Weile dauern. Auch weil Tobiasstadt keinen eigenen Steinbruch hat. Den Wegzoll betreffend scheint sich Tobiasstadt sehr genau auszusuchen, wen es besteuert und wen nicht. Ich wurde nicht behelligt, als ich die Stadt betreten und wieder verlassen wollte.

Ich bemerke sechs Baulichkeiten, die von Belang sind. Das Rathaus, wo viel Papierzeug aufbewahrt wird und eine geringe Steinmauer als Rückzugspunkt dienen mag. Die Waffenkammer, wo sie Waffen und Rüstzeug lagern. Den Kornspeicher, wo die Stadt einen geraumen Teil seiner Fressalien bewahrt. Die drei großen Schmieden des Ortes, wo Waffen, Rüstzeug aber auch anderes Eisenzeug hergestellt werden und die Werkstätten, die sich auf viele Formen der Baumeisterei, Tischlerei und Schreinerei verstehen. Fünf davon haben eine ansehnliche Größe.


Damit schließe ich meinen Bericht. Den Preis der Felle konnte ich durch regen Handel wieder hereinholen. Pflichtbewusst reiche ich das Geld ein.


Dem Sturm zu und entgegen!

Hugo Pfeifer
Mitläufer des Dämmersturms




Besoldung

Hugo Pfeifer: 4 Goldmünzen, 20 Marken

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Dem Sturm entgegen! - Schlachtruf und Grußformel der Söldner des Dämmersturms.


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 Betreff des Beitrags: Re: Unsortierte Aktenberge
BeitragVerfasst: 5. Jan 2019, 21:04 
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Seltsame Geschehnisse im Dämmerwald

In Folge eines kleinen, von Rottenmeisterin Goldschild ausgerufenen Langzeittrainings von mir und Paul Jäger gelangten wir in den Dämmerwald. Als Abschluss und einzige tatsächliche Herausforderung dieses Trainings beschloss ich, einen Jünger der dunklen Künste - vorzugsweise per Steckbrief - ausfindig zu machen. Auf dem Weg nach Rabenflucht aber stießen wir auf einen Nekromanten und seine Schar aus ungefähr eineinhalb Dutzend hirnloser Ghule.

Fluchtmöglichkeiten blieben aus, da der Nekromant von seinem dunklen Ritual abließ und seine Ghule auf uns hetzte. In diesem Ritual betete er zusammen mit drei schattenhaften Wesen ein Feuer an, über dem sie einen glühenden Mann auf abscheuliche Weise mit ihrer Magie am Leben erhielten. Es wirkte, als würden sie aus seinem Leid Kraft schöpfen. Als wir entdeckt wurden vermischten sich die drei Wesen zu einem und strömten, einer dunklen Energie gleich, in den Nekromanten. Beim Kampf gegen die Ghule, die weniger ein Problem waren als die finsteren Zauber des Nekromanten, schien es, als würde er weiterhin Kraft aus dem Leidenden schöpfen, welcher unter Qualen markerschütternd schrie. Es war seltsam. Den Nekromant umgab dieser Schatten wie ein Schild und selbst nach dem Büßerfeldzug und allem, was ich dort erlebt habe, ist es mir schleierhaft mit welchen Mächten sich dieser Totenbeschwörer eingelassen hat.

Als sich der Kampf dem Ende neigte und seine untoten Diener fielen richtete sich der Schatten, so will ich meinen, gegen ihn selbst, in Form von leerenartiger Magie, mit der der Totenbeschwörer Paul Jäger und mir zusetzen wollte. Das Glück - oder aber die Macht, die den Magier leitete - war wohl auf unserer Seite. Kurz bevor ich meine Klinge in das dunkle Herz des Nekromanten stieß, verließ ihn die schattenhafte Präsenz, man könnte sagen sturzbachartig und manifestierte sich zuerst pfützenartig auf dem Boden, einem Ereignishorizont gleich und formte sich schließlich selbst zu einem fleuchenden Ungetüm.

Jäger und mir gelang es zwar, dieses Unding zu attackieren, allerdings war es von derartiger Transparenz, dass es ihm kaum schadete. Als es mich das letzte Mal angriff und dabei scheiterte, schwand seine Form erneut und dieses Wesen fiel wie ein fallengelassener Umhang auf den Boden, wo es schließlich in Sekundenbruchteilen vollkommen dahinschwand; zeitgleich starb der Mann auf dem Scheiterhaufen und sein Geschrei verstummte.


Ich habe unzählige Kämpfe gegen derlei Mächte hinter mir, aber nie ist mir etwas derartiges untergekommen. Es schien, als hätte dieses Wesen - und es sah sehr nach den Mächten der Leere aus - Besitz vom Nekromanten ergriffen, um sich dessen Fähigkeiten als Totenbeschwörer zu eigen zu machen. Um mir ein Urteil darüber zu bilden, wie es dazu kam, fehlt mir die Fachkenntnis; ein Magiekundiger sollte sich Gedanken darüber machen. Eventuell wird dieses Wesen erneut auftauchen und sein Unwesen treiben. Der Kopf des Nekromanten brachte bei der Nachtwache zehn Goldstücke und ich bin mir sicher, dass die Wesenheit erneut auftauchen wird. Sollte es dazu kommen, dass wir uns dieser Angelegenheit annehmen sollten wir vorbereitet sein; außerdem macht es mich verrückt, nicht zu wissen, was das für ein Ding war.

Außerdem bitte ich alle Mitglieder die sich im Dämmerwald aufhalten darum, nach Aushängen Ausschau zu halten; womöglich wurde in der Zwischenzeit bereits ein Steckbrief geschrieben, der zu meinen Beschreibungen passt.



Insofern: Dem Sturm entgegen!

gez., Jon Fischer von Karpfenfang

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"Möge das Schlachtfeld
meine Leinwand,
und das Blut meiner
Feinde die Farbe sein."


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 Betreff des Beitrags: Re: Unsortierte Aktenberge
BeitragVerfasst: 8. Jan 2019, 21:22 
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Bericht: Kupferliefererung nach Gnomeregan ( Dezember )


Dem Sturm entgegen!

Mit Freude kann ich davon berichten, dass ich zumindest für die nahe Zukunft einen dauerhaften Abnehmer für die monatlichen Kupfererträge aus dem Nordwestgefälle gefunden habe. Die technische Akademie von Gnomeregan wird uns jeden Monat abnehmen, was Kupferdorf gefördert hat.

Für den vergangenen Monat wurde die Kupfermenge für 456 Goldstücke an die technische Akademie verkauft.

Ich habe Rottenmeister Heineken ferner einen Brief geschickt, in dem ich vorgeschlagen habe, Minen in der verwüsteten Zone zu suchen und zu plündern. Eventuell finden sich nahe Minen abseits vom Gefälle, bei denen sich etwas Lukratives abbauen lässt. Mittels kurzer Ausflüge kleinerer Arbeitertrupps kann man so eventuell Material finden, welches die Mine von Kupferdorf nicht hergibt. Wichtig ist natürlich, dass für die Arbeiter kein Risiko besteht, in marodierende Oger oder gar in Späher der Horde zu rennen.

Alexander Veidt


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 Betreff des Beitrags: Re: Unsortierte Aktenberge
BeitragVerfasst: 18. Jan 2019, 00:30 
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Bericht des handelsbezogenen Besuchs in Aiden


Da Burg Wellenheim schon ausführliche Berichte vorliegen, halte ich mich kurz.

Nach dem Eintreffen wurde ich nach kurzem Gespräch mit einer Wache zu Ingrid von Aiden geschickt. Ich habe zwei meiner Karpfenfang-Truppe mitgenommen, damit sie als Augen und Ohren fungieren konnten. Auf dem Weg zu Ingrid fiel mir auf, dass die Stadt ordentlich aufrüstet. Sie zieht jeden wehrfähigen, jungen Mann ein, verstärkt die Palisaden und bestellt amtlich viele Katapulte. Soviel dazu.

Der Grund meines Besuchs war der Mangel an Bauholz und handwerklichen Fachleuten in Karpfenfang. Ich habe die Pläne, die ich schon nach Burg Wellenheim schickte, Frau von Aiden vorgelegt und sie legte einen Preis fest: 2000 Goldstücke - oder aber, Karpfenfang arbeitet für Aiden. Das missfiel mir aber. Ich schlug Ratenzahlung vor. Nachdem Frau von Aiden einen Zinssatz von 50 Prozent aufsetzen wollte, konnte ich sie auf 25 Prozent herunterhandeln; außerdem geht jeder zehnte Fisch, der - sobald genießbar - aus dem Lordamaere gezogen wird an Aiden. Das hielt ich für überaus annehmbar und willigte ein. So zahlt Karpfenfang nun achtzehn Monate lang rund 140 Goldstücke an Aiden, jeden Monat, und darüber hinaus, bis der See eines Tages verdunsten mag, 10 Prozent der Fischerträge an Aiden.


<Anbei ist eine Abschrift des Vertrages zwischen Karpfenfang und Aiden, unterzeichnet von Jon Fischer von Karpfenfang und Ingrid von Aiden.>



Außerdem ließ ich Frau von Aiden wissen, dass sie - sollte sie denn irgendwann Probleme haben - gut und gerne Karpfenfang oder einen anderen Ort des Dämmersturms damit behelligen darf. Ich schätze, Ingrid von Aiden hat der Handel gefallen. Hat zumindestens den Eindruck gemacht; kann mich auch täuschen. Sie kriegt einen Arschvoll Gold. Liege wohl richtig.



Wie dem auch sei: Dem Sturm entgegen!


gez., Jon Fischer von Karpfenfang

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