Söldnerbund Dämmersturm

RP-Gilde - Die Aldor
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 Betreff des Beitrags: Re: Vorschläge zum Würfelsystem
BeitragVerfasst: 6. Okt 2018, 00:53 
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Mir ist etwas bei den Fähigkeiten aufgefallen.

"Unbewaffneter Kämpfer: Ein Charakter mit dieser Fähigkeit erhält +3 auf seine NV, wenn er einen Nahkampfangriff unbewaffnet oder mit einer Faustwaffe ausgerüstet verteidigen muss. Dieser Bonus stapelt sich nicht mit anderen Fähigkeiten, die den Verteidigungsbonus erhöhen."


Ich hab' mich bis vor kurzem nie näher mit dieser Fähigkeit befasst, da die meisten Gegner immer Waffen tragen und es im ganzen Sturm glaub' ich nur zwei Personen gibt, die sie haben. Allerdings hab' ich mich letztens darüber unterhalten und dann ist mir aufgefallen, dass damit ziemlich derbe NVs möglich sind. Ich frag' mich allerdings, warum. Wenn man sich die großen, bekannten Kampfkünste mal anschaut, muss man kein Kenner sein um zu wissen: Selbst gegen ein Messer ist man damit sehr aufgeschmissen, wenn man nicht grade Bruce Lee ist. Man spricht immerhin davon, dass sich ein Boxer/Mönch weiß der Teufel gegen gegebenfalls sogar ein großes Schwert verteidigen muss und jeder der sich auch nur ein bisschen damit befasst hat, dürfte wissen, dass rein von der Logik her immer schlecht für den Unbewaffneten endet. Und die Tatsache, dass jemand gegen schwer bewaffnete Männer und Frauen einzig und allein mit seinen Fäusten in den Krieg zieht, lasse ich mal außen vor, da es nicht um Faustkampf allgemein gehen soll sondern darum, dass es schlichtweg unrealistisch ist, dass ein Kampfsportler ein Schwert/Hammer/Axt oder sonstiges besonders lange fernhalten kann ohne tödliche Verletzungen. (Rüstungen mit eingeschlossen)

Der Vorschlag also: Diese Regel sollte nur noch greifen, wenn das Gegenüber ebenfalls unbewaffnet ist, oder Schlagringe an hat. Alles andere.. kratzt nämlichen dermaßen an meiner Immersion, dass ich sogar einen Beitrag im Forum darüber schreibe.



Der andere Vorschlag betrifft eher eine Fähigkeit für Plotgegner. Ich will hier keinem PL Unkreativität unterstellen und auch niemanden zwingen, sie mal zu benutzen, aber ich hab' das dringende Bedürfnis, die Fähigkeit hier festzuhalten.


Name:

Blutlust, mehr Reiz, Instinkt: Je mehr vom eigenen Blut der Charakter sieht, desto intensiver befasst er sich damit, Gegner ebenfalls bluten zu lassen. Verliert der Charakter beispielsweise 3 Lebenspunkte, so macht ein beliebiger, nächster Angriff 1-3 Zusatzschaden. Bei 14 verlorenen Lebenspunkten demnach 1-14 Zusatzschaden. Der Zusatzschaden muss vor dem Trefferwurf des gewählten Angriffs angekündigt werden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Vorschläge zum Würfelsystem
BeitragVerfasst: 6. Okt 2018, 21:36 
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Für den "unbewaffneten Kämpfer" muss ich ein Wort einlegen! *g*
Als jemand, der schon mehrere Kampfsportarten im echten Leben durchgekaut hat, kann ich durchaus behaupten, dass einige absoluter show-off Schwachsinn sind - andere dagegen jedoch absolut effektiv sind, auch gegen bewaffnete/gerüstete Gegner.
Nehmen wir Krav Maga als Beispiel, so hat da sogar eine zierliche Frau von 1,50m eine Chance gegen einen türhohen, bulligen Kerl; alleine, weil sie ihre Möglichkeiten und die Grifftechniken nutzt.
Ich verstehe die Bedenken bei bewaffneten Gegnern, doch die kann man schlicht entwaffnen oder eben den Nahkampfboni anderweitig nutzen, damit man den Waffen eben ausweicht oder den Schlag schlichtweg durch Hebelgriffe abwendet.
Bei gerüsteten Gegnern ist es ein wenig schwieriger, aber gerade Lederrüstungen fangen eben nicht die Wucht ab und Plattenrüstungen beulen im besten Fall ein, was nachweislich die Atmung an den richtigen Stellen zum stocken bringt, was alles andere als kampfförderlich ist im Hinblick auf die Ausdauer und der Schmerz der eingedrückten Stellen.

..außerdem sieht speziell diese Fähigkeit auch Faustwaffen vor, die im Kampf auch nicht zu verachten sind. Bernd zerreißt mit seinen Klauen regelmäßig die Gegner und damit kann man auch angemessen verteidigen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorschläge zum Würfelsystem
BeitragVerfasst: 7. Okt 2018, 13:09 
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Da ich beabsichtige demnächst wieder mit dem System zu arbeiten, will ich auch mal meinen Senf einreichen.

An der Stelle erstmal: Hallo, lang ist's her!

Zum Thema "unbewaffneter Kämpfer" teile ich Jaydenns Argumentation, die ich um einen Punkt erweitern würde, bzw. einen Kompromiss mit dem man gerade im Kampf gegen bewaffnete Krieger einen Ausgleich schaffen kann, ohne die Fähigkeit in Grund und Boden zu nerfen und den Gegnern nen gewissen, möglichen Vorteil zu erschaffen:

Und zwar könnte man die Fähigkeit "Unbewaffneter Kämpfer" an maximal leichte Rüstungen binden, da man als trainierter waffenloser Nahkämpfer flink und schnell sein muss, was mit schweren oder mittelschweren Rüstungen natürlich nicht mehr der Fall ist. Schwingt jemand ein großes Zweihandschwert - als Beispiel - so ist die Waffe langsam (auch ein Einhandschwert ist immer langsamer als die blanken Hände) und erlaubt es damit dem unbewaffneten Kämpfer bei entsprechender leichten Rüstungsklasse und Wendigkeit, rechtzeitig zu reagieren.

Man könnte auch den NV Bonus auch an die Rüstungsklassen binden, sodass er bei schweren Rüstungen gar im negativen Bereich ist, in Mittelschweren bei 0/+1 und bei leichten Rüstungen eben wie aktuell gehandhabt wird.

VG

Dzul


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorschläge zum Würfelsystem
BeitragVerfasst: 7. Okt 2018, 13:35 
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"Unbewaffneter Kämpfer: Ein Charakter mit dieser Fähigkeit erhält +3 auf seine NV, wenn er einen Nahkampfangriff unbewaffnet oder mit einer Faustwaffe ausgerüstet verteidigen muss. Dieser Bonus stapelt sich nicht mit anderen Fähigkeiten, die den Verteidigungsbonus erhöhen."


Ich hab' mich bis vor kurzem nie näher mit dieser Fähigkeit befasst, da die meisten Gegner immer Waffen tragen und es im ganzen Sturm glaub' ich nur zwei Personen gibt, die sie haben. Allerdings hab' ich mich letztens darüber unterhalten und dann ist mir aufgefallen, dass damit ziemlich derbe NVs möglich sind. Ich frag' mich allerdings, warum. Wenn man sich die großen, bekannten Kampfkünste mal anschaut, muss man kein Kenner sein um zu wissen: Selbst gegen ein Messer ist man damit sehr aufgeschmissen, wenn man nicht grade Bruce Lee ist. Man spricht immerhin davon, dass sich ein Boxer/Mönch weiß der Teufel gegen gegebenfalls sogar ein großes Schwert verteidigen muss und jeder der sich auch nur ein bisschen damit befasst hat, dürfte wissen, dass rein von der Logik her immer schlecht für den Unbewaffneten endet. Und die Tatsache, dass jemand gegen schwer bewaffnete Männer und Frauen einzig und allein mit seinen Fäusten in den Krieg zieht, lasse ich mal außen vor, da es nicht um Faustkampf allgemein gehen soll sondern darum, dass es schlichtweg unrealistisch ist, dass ein Kampfsportler ein Schwert/Hammer/Axt oder sonstiges besonders lange fernhalten kann ohne tödliche Verletzungen. (Rüstungen mit eingeschlossen)

Der Vorschlag also: Diese Regel sollte nur noch greifen, wenn das Gegenüber ebenfalls unbewaffnet ist, oder Schlagringe an hat. Alles andere.. kratzt nämlichen dermaßen an meiner Immersion, dass ich sogar einen Beitrag im Forum darüber schreibe.



Die besondere Fähigkeit wurde schon oft in Frage gestellt, deswegen vielen Dank für den Einwand. Dann kann man das nochmal öffentlich kommunizieren.

Ich denke, Leoni hat da schon einen guten Einwand gebracht. Es gibt durchaus Techniken, die sich gerade gegen bewaffnete Gegner wenden. Die Entstehungsgeschichten der verschiedenen Kampfkünste sind da sehr unterschiedlich. Aber gerade modernere Kampfkünste, die zum Beispiel beim Militär gelehrt werden, zielen ja gerade darauf ab, sich gegen einen bewaffneten Feind wehren zu können, wenn man selbst keine Waffen mehr zur Verfügung hat. Ähnlich verhält es sich mit diversen Selbstverteidigungstechniken gegen Messerstecher und so weiter. Ein klassischer Boxer hätte da natürlich keine Chance - aber dessen Kampfkunst zielt ja auch eher auf den sportlichen Aspekt ab.

Es geht ferner nicht darum, Angriffe mit seinen blanken Fäusten abzufangen, sondern eben um besondere Grifftechniken, die übliche Schlagbewegungen ausnutzen oder um Mittel und Bewegungsabläufe, um gegnerischen Angriffen auszuweichen.

Wenn ich durch meine Trainingspraxis solche Techniken intuitiv umsetzen kann, bin ich unbewaffnet auch sicherer darin, als wenn ich irgendetwas in den Händen halte, was mich in meiner Bewegungsfreiheit einschränken könnte. Das heißt also auch, dass - sobald ich eine Waffe trage - meine erlernten Verteidigungstechniken an Effizienz verlieren. Natürlich ist es unterm Strich leichter, zu lernen, wie man sich mit einer Waffe verteidigt - und unterm Strich hat ein meisterlicher Waffennutzer gegenüber einem meisterlichen unbewaffneten Kämpfer immer einen Vorteil. Aber da beschränkt sich die Fähigkeit ja dann selbst. Man kann diese +3 nicht weiter in die Höhe schrauben. Diese Beschränkung gibt es bei "Verteidiger" nicht.

Trage ich zudem noch eine schwere Rüstung, macht mich das durchaus zu einem widerstandsfähigen Gegner. Wenn man sich ansieht, wie zwei abgesessene Ritter in Vollplatte einander bekämpfen, erinnert das ganze bisweilen auch an Wrestling. Zugegeben mit den Waffen als Hilfsmittel - aber eben mit dem Ziel, den Gegner zu entwaffnen und umzustoßen, weil ein Aufschlitzen oder Erdolchen durch die Rüstung nicht möglich ist. Insofern würde ich Dzul da widersprechen, dass man mit einer schweren Rüstung als unbewaffneter Kämpfer derart im Nachteil ist. Du kannst dadurch viel mehr auf Vollkontakt gehen. Aber auszuweichen wäre natürlich schwieriger, das stimmt schon.

Außerdem - und das nur am Rande - gilt das Argument, dass wir in einem Fantasy-Universum spielen. Das ist nicht das stärkste Argument in dieser Diskussion, weil wir uns ja in vielen Dingen um Realismus bemühen, aber man darf halt nicht außer Acht lassen, dass es eben durchaus diese pandarischen Dragonball-Mönche geben kann. Und die kann man mit solchen (und anderen) Fähigkeiten darstellen. Wenngleich die natürlich weniger zur Gilde passen und eher krasse Ausnahmen sind.

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 Betreff des Beitrags: Re: Vorschläge zum Würfelsystem
BeitragVerfasst: 7. Okt 2018, 17:08 
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Zu Leoni: Klar gibt es die und die hab ich in 'nem Gespräch auch schonmal aufgefasst, aber die Frage ist immer noch, wie gut die jeweilige Person das letztlich in der Praxis umsetzt und halt, wer der Gegner ist. Ich fasse Kampf auch immer gleich als.. 'ne Art 'routinierte' Hektik auf, wenn ich mich jetzt richtig ausdrücke. Aber dafür steht dann wohl auch das Zufallsprinzip der Würfel. Was die Klauen anbelangt, klar, damit kann man Waffen weitaus besser abwehren. Ich bezog mich auch mehr auf gewöhnliche Schlagringe und eben Fäuste.

Zu Dzul: Hallöchen. Ich finde das mit den Rüstungen ganz praktisch und hab' mir grade dazu was die Fähigkeit betrifft auch schon Gedanken gemacht. Und der Punkt, dass man mit Plattenrüstung direkt auf Vollkontakt geht finde ich ja ziemlich logisch, aber wenn das Gegenüber dann wiederrum gar keine oder eine leichte Rüstung trägt, dadurch viel beweglicher ist und eben eine Waffe trägt, dann sollte der waffenlose Faustwaffenkämpfer doch schon einen Nachteil haben, finde ich. Aber da dann wieder die ganzen Abzüge und Vorteile zu reglementieren wäre vermutlich wieder 'n ganz schöner Aufwand und auch dann im RP 'ne Sache, die alles 'unnötig' verkompliziert. Denn klar - wenn man 'n sehr starker Char ist, dann kann man die +3 auch sicher besser umgehen, als ein weitaus unerfahrener Kämpfer, der aber dennoch Waffen hat. Von daher.. kratzt mich das irgendwie immer noch ein wenig, aber ich seh' halt, woraus die Fähigkeit geschlussfolgert wird.

Und als letztes bleibt natürlich noch das Argument des Fantasy-Universums, Marco, mit dem ich schon fast gerechnet hab'. Sicher ist das in einer Welt mit oberkrassen Panda-Mönchen sinnig, allerdings beziehe ich mich auch nicht auf -die- Mönche, da ich mir sicher bin dass das eine der wenigen sind, die es sich wirklich erlauben können unbewaffnet in den "Krieg" zu ziehen. Meine Aussage betrifft eher typische Boxer, Straßenschläger und Mönche die aus unserer Welt bekannt sind und alles in der Richtung, da ich mich in der Gilde an keinen Mönch erinnern kann, sondern nur an Boxer und in dem Fall benutzt der einzige, von dem ich es weiß auch Handkrallen, die ja wie man's halt nimmt schon kleine Dolche sind. Also fällt der als Beispiel weg, es sei denn er benutzt eben keine Handkrallen, was er im richtigen Kampf soweit ich weiß ja nicht macht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Vorschläge zum Würfelsystem
BeitragVerfasst: 7. Okt 2018, 17:32 
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Hello darkness my old guild.

Bernd wurde ja schon als Beispiel aufgegriffen und da ergreife ich auch mal in dem Thema das Wörtchen, sind Krallen doch grade definitiv keine "kleinen Dölche" - weil die Verwendung gänzlich anders sind, es sind eben Faustkampfwaffen - Ich mein das Wort 'Krallen' erklärt eigentlich schon den Kampfstil und die Waffe - daher hinkt da der Vergleich mehr oder minder. Aber ich hab die Fähigkeit (bin ja glaube ich der letzte in der Gilde der sie aktiv benutzt hat) mehr verstanden als eine Art Kampfkunst - das man sich eben mit wenig Mitteln, oder eben 'kurzen' Mitteln, effektiv gegen Langwaffen wehren weiß. Daher auch der NV+3 (Da bin ich bei Bernd ja auch durch bei NV18+).

Daher verstehe ich einerseits die Kritik an der Fähigkeit, denn das ist irgendwo schon ziemlich krass sich mit kurzen Waffen gegen Langwaffen durchzusetzen - denn Länge ist in 90% aller Kämpfe ein Vorteil. *Kinnkratz* Ich hab da eher an eine andere Möglichkeit gedacht sowas zu .. minimieren - wenn man es so nennen kann. Einfach eine neue Sparte für Fähigkeiten die eben besonders 'krass' sind einführen. "Elite-Fähigkeiten" die man eben nicht einfach so bekommt. Gibt im System dann auch unter anderem mehr Anreiz auf etwas hinzuarbeiten.
Aber um wieder darauf zurückzukommen - da ich das immer als eine Art Kampfkunst verstanden habe, hab ich auch die Kritik von dir Luca irgendwie haltlos empfunden - ohne angreifend klingen zu wollen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Vorschläge zum Würfelsystem
BeitragVerfasst: 7. Okt 2018, 17:59 
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Ich habe ja auch nicht behauptet, dass es genau kleine Dolche sind, das war mehr ein Vergleich, da ich kein anderes Beispiel gefunden habe. Aber abstreiten, dass man mit Handkrallen deutlich bessere Verteidigungsmöglichkeiten hat als mit schnöden Schlagringen oder Fäusten willst du nicht, oder? Darum ging es mir nämlich und um mehr nicht. Das sollte noch nicht mal Thema der Diskussion werden, es war einfach meine persönliche Meinung dazu, weil die Handkrallen erwähnt wurden.

Du verstehst also, dass man meist mit Langwaffen unterlegen ist, schreibst aber gleichzeitig, dass meine Kritik haltlos ist, weil du es ja als Kampfkunst verstehst. Sehe ich das richtig? Falls nicht nehm' ich das zurück. Aber zum wesentlichen: Ich kreide ja genau das an, nämlich dass es selbst als Kampfkünstler schwer ist, sich gegen sowas zu verteidigen und dass die daraus resultierenden NVs mit der Fähigkeit in dem Bezug sehr heftig sind. Warum und weshalb ich das so sehe, hab' ich ja schon erklärt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Vorschläge zum Würfelsystem
BeitragVerfasst: 8. Okt 2018, 19:24 
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Hey

Ich stelle die Fähigkeit ebenfalls in Frage, nicht aber, weil sie unsinnig ist, sondern schlicht zu stark. Marco meinte ja schon, dass man damit argumentieren könnte, dass unsere Charaktere Teil eines Fantasy-Ablegers sind, demnach, solche starken Fähigkeiten prinzipiell möglich sind. Bei Ausnahmen. Ein elitärer Charakter kann mit 'Unbewaffneter Kämpfer' schnell auf die 18, 19+ NV zugehen - vergleicht man diesen Defwert mit den Boni der kürzlich neu hinzugefügten Fähigkeiten, so sehe ich hier ein deutliches Ungleichgewicht. Um solch einen NV mit Klingenwand zu erreichen, müsste man schon sehr viele Hits landen, dazu noch auf alle Gegner. Hirte ist zu speziell, um es damit vergleichen zu können. Unbewaffneter Kämpfer hingegen ist ein Allround-Talent. Du kämpfst gegen vier Wölfe gleichzeitig? Solange du keine Klinge in die Hand nimmst: NV+3. Ich würde es begrüßen, die Fähigkeit zumindest auf Humanoide zu beschränken. Möchte man in der Kunst der Verteidigung gegenüber anderen Kreaturen gewappnet sein, so kann man ja beliebig Ableger schaffen (siehe Hirte). Außerdem sollte speziell darauf geachtet werden, wer die Fähigkeit bekommt: Ein Mönch? Why not. Ich bin mir im Unklaren, wie Bernds Werdegang war, aber...war er nicht ein Soldat? Und danach Hafenarbeiter? Dazu ein Kraftbolzen. Ich persönlich empfinde die Fähigkeit als dermaßen stark, dass sie die Laufbahn des Charakters durchaus prägen muss.

Alex


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorschläge zum Würfelsystem
BeitragVerfasst: 9. Okt 2018, 14:28 
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Alexander hat geschrieben:
Hey

Ich stelle die Fähigkeit ebenfalls in Frage, nicht aber, weil sie unsinnig ist, sondern schlicht zu stark. Marco meinte ja schon, dass man damit argumentieren könnte, dass unsere Charaktere Teil eines Fantasy-Ablegers sind, demnach, solche starken Fähigkeiten prinzipiell möglich sind. Bei Ausnahmen. Ein elitärer Charakter kann mit 'Unbewaffneter Kämpfer' schnell auf die 18, 19+ NV zugehen - vergleicht man diesen Defwert mit den Boni der kürzlich neu hinzugefügten Fähigkeiten, so sehe ich hier ein deutliches Ungleichgewicht. Um solch einen NV mit Klingenwand zu erreichen, müsste man schon sehr viele Hits landen, dazu noch auf alle Gegner. Hirte ist zu speziell, um es damit vergleichen zu können. Unbewaffneter Kämpfer hingegen ist ein Allround-Talent. Du kämpfst gegen vier Wölfe gleichzeitig? Solange du keine Klinge in die Hand nimmst: NV+3. Ich würde es begrüßen, die Fähigkeit zumindest auf Humanoide zu beschränken. Möchte man in der Kunst der Verteidigung gegenüber anderen Kreaturen gewappnet sein, so kann man ja beliebig Ableger schaffen (siehe Hirte). Außerdem sollte speziell darauf geachtet werden, wer die Fähigkeit bekommt: Ein Mönch? Why not. Ich bin mir im Unklaren, wie Bernds Werdegang war, aber...war er nicht ein Soldat? Und danach Hafenarbeiter? Dazu ein Kraftbolzen. Ich persönlich empfinde die Fähigkeit als dermaßen stark, dass sie die Laufbahn des Charakters durchaus prägen muss.

Alex



Ich sagte ja schon, dass ich das Fantasy-Argument nicht in den Vordergrund rücken möchte. Das ist nur eine Komponente und die anderen Argumente funktionieren entsprechend auch ohne diesen Einwand.

Ich verstehe nicht so recht, woher der Vergleich mit neueren Fähigkeiten rührt. Viel nahliegender wäre doch der Vergleich mit Verteidiger. Verteidiger kann kumulativ zu anderen Boni eingesetzt werden und stärkt Schildwürfe, was ihn eigentlich zu einer besseren Fähigkeit macht als Unbewaffneter Kämpfer. Unbewaffneter Kämpfer muss darüber hinaus, wie jede andere Fähigkeit auch, kontextualisiert werden.

Ein pandarischer Mönch setzt dabei vermutlich seine chigebundenen Kräfte ein. Ein gepanzerter Charakter wie Bernd nutzt Vollkontaktbewegungen oder weicht aus. Ein leicht gerüsteter Charakter konzentriert sich wahrscheinlich aufs Ausweichen oder verwendet irgendwelche schmutzigen Tricks, für die er beide Hände respektive beide Beine braucht, um nicht getroffen zu werden.

Die Fähigkeit auf den Kampf gegen Humanoide zu beschränken ist ein Einwand, dem ich zumindest ein bisschen was abgewinnen kann. Aber das liefe der Kontextualisierung zuwider, weil ich mir auch vorstellen kann, dass irgendein trollischer Buschkrieger als begnadeter Faustkämpfer 'nen Tiger niederringt. Und ich gehe davon aus, dass jemand, der sich auf unbewaffnete Kampfkunst konzentriert eine bestimmte Form von Körperbeherrschung hat, die ihn auch gegen Wildtiere besser da stehen lässt. Da nun eine Unterscheidung zu machen, würde außerdem sehr viele andere Fähigkeiten in Erklärungsnöte bringen. Ein sturmwindscher Schildwall aus Verteidigern trainiert sicherlich auch nicht mit anstürmenden Bären.

Natürlich ist man bewaffnet besser dran. Aber das ist man sowieso, wenn man die Fähigkeit nicht hat. Die Fähigkeit zu haben ist eben eine Besonderheit, die das Thema von einer allgemeinen zu einer speziellen Frage macht.

Dass die Fähigkeit laufbahnprägend sein sollte, sehe ich aber auch so.

Man kann sich ferner darüber Gedanken machen, ob man den unbewaffneten Kampf generell in ein anderes, potenziell effektives Konzept einbettet, das weniger traditionell abläuft. Andere Schadenssysteme (ich spreche da nicht von der Höhe der Schadenswürfe) bzw. unkonventionelle Mechaniken. Das sollte dann nicht dazu führen, unbewaffnete Kämpfer einfach schwächer zu machen. Stattdessen könnte es aber diesen immer wieder auftretenden Vergleich von Bewaffneten und Unbewaffneten auflösen. Das aber nur am Rande. Es wäre natürlich kompliziert, würde aber die Andersartigkeit des unbewaffneten Kampfes betonen. An dieser direkten Vergleichbarkeit kann man sich nämlich dumm und dusselig diskutieren. "WARUM MACHT DER UNBEWAFFNET SO VIEL SCHADEN?" - "WARUM KANN ICH UNBEWAFFNET NIEMANDEN TÖTEN?" - "WARUM KANN ICH DEN NICHT UMSTOSSEN?!" - "WARUM STÖSST DER UNBEWAFFNETE ALLE UM?!" (Etc.)

Unabhängig davon gilt aber immer das Kredo, das da auch eine gewisse Verantwortung bei den Spielern liegt. Wer nur die stärksten Kombos aus dem System fischt und die Erklärung schuldig bleibt, was sein Charakter da eigentlich gerade macht, der macht halt was falsch. Und der provoziert auch solche Diskussionen, die durch gute und nachvollziehbare Emotes gar nicht zustande gekommen wären.

Wie gesagt, Kontext.

Ich habe fertig.

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 Betreff des Beitrags: Re: Vorschläge zum Würfelsystem
BeitragVerfasst: 9. Okt 2018, 14:47 
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Unabhängig der Diskussion grade will ich ein paar weitere Vorschläge machen, die den Umgang mit Parierdolchen betrifft, nämlich eine eigene Fähigkeit nur dafür.

Einen passenden Namen und eine Beschreibung kann man sich später ausdenken, erstmal will ich nur ein paar Ideen festhalten.

1. Wenn der Charakter mit einer Einhandwaffe und einem Parierdolch bewaffnet ist, erhält er auf den Schildwurf einen Bonus von +2, darüber hinaus darf er bei erfolgreichem Abwehren einen sofortigen Gegenangriff starten. Das ist nur einmal pro Runde möglich.

2. Wenn der Charakter mit Einhandwaffe und Parierdolch bewaffnet ist, erhält er einen Wiederholungswurf für jeden fehlgeschlagenen Angriff mit dem Parierdolch, darüber hinaus wird das Schadensmaximum, das mit dem Parierdolch abgewehrt werden kann, aufgehoben. Vorausgesetzt ist, dass der Parierdolch hierbei als Sekundärwaffe fungiert, der Beidhändigkeitswurf also erfolgreich war.

3. Wenn der Charakter mit Einhandwaffe und Parierdolch bewaffnet ist, regeneriert er einen Aktionspunkt, wenn er einen Angriff erfolgreich mit dem Parierdolch abwehrt. Darüber hinaus erhält er nach erfolgreichem Abwehren für eine Runde einen Bonus von +1 auf seine NV-Wert.

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