Söldnerbund Dämmersturm

RP-Gilde - Die Aldor
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 Betreff des Beitrags: Berichte: "Gegenwart"
BeitragVerfasst: 29. Jan 2018, 00:23 
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Der Sturm grüßt!

Diese neue Kartei sammelt die Berichte der aktuellen Zeitepoche in der Geschichte des Dämmersturms. Die vorherige Kartei, die diesen Namen trug, ist nun als "Post-Expansionistische Ära" in die Aufzeichnungen überführt worden. Die Post-Expansionistische Ära endete mit dem Beginn des Büßerfeldzuges, dessen Ende wiederum die aktuelle Zeitepoche einleitet. Die hier gesammelten Schriften dienen zur Dokumentation der Einsätze des Dämmersturms, als Lehrmaterial, als historiographische Ressourcen und zur Aufzeichnung des Werdegangs der zahlreichen Mitglieder unter dem Banner des Söldnerbundes.

Dem Sturm entgegen!
Die Lanze schützt!
Und Kaderwulst ist eine Lüge!

Das Skriptorium

_________________
Dem Sturm entgegen! - Schlachtruf und Grußformel der Söldner des Dämmersturms.


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 Betreff des Beitrags: Re: Berichte: "Gegenwart"
BeitragVerfasst: 29. Jan 2018, 00:45 
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Botengang in Sturmwind

Seid gegrüßt, Kommandant!

Es war meine Aufgabe, der Tavernenbetreiberin Marla Hedges die Nachricht zu übermitteln, dass ihr sie nicht in Sturmwind treffen werdet. Stattdessen sollte sie darüber in Kenntnis gesetzt werden, dass sie sich entweder mit einem hochrangigen Gesandten unterhalten oder euch in Eisenschmiede besuchen kann. Weitergehend sollte ich einen Termin einholen, an dem ihr sie oder sie euren Botschafter in Empfang nehmen werdet, beziehungsweise in Empfang nimmt.

Nachdem ich den Auftrag von euch erhielt, brach ich umgehend mit der Tiefenbahn nach Sturmwind auf. Die Fahrtkosten wurden zu meiner Verärgerung mal wieder erhöht, weswegen ich dringlichst um Erstattung selbiger von fünfzehn Stuwminder Silbermünzen - also insgesamt dreißig Silbermünzen! - bitte.

Ich bin euren Anweisungen gefolgt und habe die unweit entfernte Spielunke im Zwergendistrikt rasch finden können. Da mir das Gesicht von Frau Hedges nicht bekannt war, zog ich es vor, die Schenke von außen zu beobachten, um herauszufinden, wer dort das Sagen hat. Schließlich wäre es gewissermaßen töricht gewesen, mich einfach mit meinem Anliegen durchzufragen! Während meiner Observation kehrten viele zwielichtige Gestalten ein und aus. Ein auskehrender Mann mit dunklen Haaren, merkwürdigem Gesicht und Schwert am Gurt, lächelte mich verdächtig an. Ich ging dem aber nicht weiter nach und lächelte zurück. Bei ihm befand sich eine Frau. Die beiden platzierten sich am Kanal und besprachen irgendetwas. Als der Mann wieder hineinging, näherte sich mir die Frau und wollte wissen, was ich hier treibe. Ich gab ihr keinerlei Informationen preis. Kurz darauf wurde der besagte Mann in den Räumlichkeiten offenbar in ein Handgemenge verwickelt. Wie er aber sein Schwert zog, warf ihn die Hausherrin vor die Tür, die sich mir dann also zeigte, sodass ich sie ansprechen konnte.

Marla Hedges gab sich trotz meiner respektierlichen Versicherung, dass ihr euch über ihre Einladung gefreut habt, nicht sehr begeistert über das Ausschlagen ihrer Einladung. Ich will sogar behaupten, dass sie Verägerung ausstrahlte. Ferner lehnte sie es ab, sich nur mit einem Botschafter des Dämmersturms zu unterhalten. Sie betonte, dass sie euch dieses Mal persönlich sprechen muss. Dementsprechend ersuchte sie einen Termin, den ich ihr für übernächste Woche Dienstag anbot und den sie dankend annahm.

Damit war mein Auftrag erfolgreich beendet und ich hoffe, dass alles zu eurer Zufriedenheit geregelt wurde.


Sold


Dagobert Rosenluft: 50 Silbermünzen, 5 Marken



Dem Sturm entgegen!

Dagobert Rosenluft




Veidt hat geschrieben:
Bericht der Satisfaktion des Frederick von Reibstein

Teilnehmer:

Fischer ( Söldner )
Alexander Garcia ( Söldner )
Finnje Freitag ( Mitläuferin )
Hjalmar ( Tagelöhner )
Falkner ( Söldner )

Verlauf:


Die Gruppe traf sich nach Absprache auf der Straße westlich von Goldhain. Falkner übernahm das Kommando und Finnje Freitag verteilte Geschenke, in Form von Heiltränken und Sprengstoff. Hab nichts davon haben wollen, weil ich nicht gut werfen kann und manch anderem ging es ähnlich. Fand es aber gut, dass die Frau sowas selber herstellen kann. Muss ne Schießmeisterin an ihr verloren gegangen sein. Sind dann der Straße in Richtung Westfall gefolgt und bogen nach dem Überqueren eines kleinen Baches, der Sprenkel, gen Süden, zum Treffpunkt von Frederick von Reibsteins Leuten, die sich in einem kleinen Zeltlager unweit des Bachs versammelt hatten und insgesamt etwa ein Dutzend Mann zählten.

Wurde schnell klar, dass Frederick von Reibstein und seine Leute ein Haufen versoffener, unterbelichteter Goblinlutscher sind, die ihre eigenen Ziegen ficken und die dringend auf unsere Anwesenheit angewiesen waren, da sie selbst zum Kacken zu dämlich und zum gerade Pissen zu dicht waren und es ihnen an Intelligenz und Können fehlte, ihre Mistgabeln, Knüppel und Schwerter überhaupt anständig halten zu können.

Wir brachen nach Einbruch der Nacht auf und überquerten den Bach - oder eher, wateten durch eben diesen. Die Leute von Feigschwein Reibstein haben gequengelt wie kleine Bälger, als sie ins kalte Wasser mussten ziemlich gefroren und konnten nur durch auffordernde Worte von Seiten Falkner und das gemeinsame Voranschreiten unserer kleinen Gruppe ausreichend motiviert werden. Direkt auf der anderen Seite des Bachs aber erwarteten uns auch schon Leute von Bruno von Heckenberg, mit Mistgabeln und Knüppeln und einige wenige haben auch Armbrüste getragen. Falkner hatte noch Zurückhaltung befohlen, aber Fischer schiss einfach auf die Befehle des Einsatzleiters schritt voran und eröffnete nach vorgetäuschter Harmlosigkeit das Feuer auf den Heckenberger.

Es entbrannte ein kurzes Gefecht, bei dem Falkner und Finnje Freitag noch Schadensminimierung betreiben wollten, doch Fischer war mit seiner Bewaffnung dem Heckenberger und seinen Leuten weit überlegen. Alexander Garcia und ich sollten auf Falkners Befehl hin die rechte Flanke vor näher kommenden Bauern sichern und zu meiner Schade muss ich gestehen, dass ich dabei zwei Leute erschlagen habe, obwohl ich sie eigentlich nur ohnmächtig hauen oder verscheuchen wollte. Habe da sowohl meine Kraft überschätzt, als auch die Zerbrechlichkeit von menschlichen Körpern unterschätzt. Auch unter Garcias Klingen fielen Bauern und der Rest begriff schnell, dass Flucht die bessere Alternative war. Angeschossen und verwundet zog sich auch Bruno von Heckenberg mit seinen Leuten tiefer in seine Ländereien zurück und Lord von und zu Schnappsdrossel Reibstein ließ die nahen Gebäude plündern, Vieh auf seine Ländereien zurück bringen und begann direkt auf dem erstbesten Acker eine Siegesfeier mit reichlich Alkohol. Ich selber habe abseits auf den Morgen gewartet.

Als wir mit der versoffenen, verkaterten, kotzenden Bande dieses dämlichen, feigen Zickenfickers am nächsten Morgen weiter zogen, schickte Falkner Finnje Freitag und Alexander Garcia voraus, damit wir in keine Falle liefen. Ein naher Hof war jedoch absolut verlassen worden und so marschierten wir weiter, nachdem der Reibsteiner den Hof noch verwüsten und niederbrennen wollte. Starker Regen trotzte ihm da, allerdings. Falkner befahl Finnje, im Falle von weiteren Eskalationen direkt zum Fürsten zu laufen. Schließlich kamen wir zum Anwesen des Heckenbergers. Unterwegs war deutlich geworden, dass Von Reibstein nicht mehr so recht wusste, wer ihm überhaupt den Wein über die Klamotten gekippt hat und wahrscheinlich hat er sich im Suff selber eingesaut und die Sache erfunden, weil er einfach neues Vieh zum Ficken wollte ans Vermögen des Nachbarn ran wollte. Falkner rief nach wie vor zu Beherrschung auf und schließlich brachten Fischer und Garcia den feigen Pisser Reibsteiner auf die Idee, doch die Tochter zur Frau zu fordern, um die Fehde so zu beenden. Ich war sehr verlockt, die feige Sau in die nächstbeste Mistgabel zu schubsen, das Schicksal des armen Balgs irgendwie zu ändern, aber Fischer und Garcia geboten mir Schweigen.

Und so endete die Fehde und Frederick von Reibstein bekam seine Satisfaktion. Fischer meinte, ich solle keinen Sold bekommen, weil ich ja nichts gemacht habe. Auch sollte ich ihm zufolge den Bericht schreiben. Er und Garcia haben miteinander geflüstert, nachdem der Reibsteiner meinte, er könne uns nur siebzig Gold und zwei Kühe geben. Die Kühe lehnte Fischer ab, warum auch immer. Auch verzichtete er komischerweise auf den eigenen Sold. Da mir das Schreiben des Berichts aufgetragen wurde und sich auch keiner mehr bei mir gemeldet hat, liegt es an mir, den restlichen Sold festzulegen.

Soldverteilung:


Fischer ( Söldner ) -
Alexander Garcia ( Söldner ) 5 Goldstücke
Finnje Freitag ( Mitläuferin ) 4 Goldstücke
Hjalmar ( Tagelöhner ) -
Falkner ( Söldner ) 5 Goldstücke


56 Gold an den Dämmersturm.


Dem Sturm entgegen
Furiosa Chromzahn
im Auftrag von:
Hjalmar



Alexander hat geschrieben:
Kopfgeld auf Timo Strauch (Bericht)


Teilnehmer: Alexander García, Söldner; Delora Kendrick, Mitläufer; Dagobert 'Dago' Rosenluft, Tagelöhner

Die o.g. Söldner fanden sich gegen Abend in Dunkelhain ein um Informationen über den gesuchten Verbrecher Timo Strauch zu sammeln. Unser Aufeinandertreffen lief unkompliziert ab. Als Ranghöchster nahm ich, Alexander García die Aufgabe des Einsatzleiters ein. Gemeinsam entschieden wir, wie man vorgehen sollte. Die Heraldik wurde ausgezogen, damit Kopfgeldjäger, die, wie man im weiteren Verlauf dieses Berichts noch lesen wird, ihren Frust, das Kopfgeld für Timo Strauch nicht für sich beanspruchen zu können, nicht am Dämmersturm auslassen. Außerdem wussten wir im Vorhinein nicht, wie viel Aufmerksamkeit wir mit unserer Informationsbeschaffung erregen würden. Ich verteilte - eine Idee des Söldners Jon Fischer - Falschgold unter Mitläufer und Tagelöhner, damit wir, sollte es sich als nützlich erweisen, jemanden bestechen zu müssen, nicht mit leeren Händen dastehen. Der Plan war es sich in der örtlichen Taverne umzuhören.

Im Vorhinein wurde beschlossen, dass man in Zeitabständen zueiander eintreten sollte, damit das Risiko möglichst gering gehalten wird, von möglichen Komplizen des Gesuchten oder auch vom Gesuchten selbst als Gruppe erkannt zu werden. Ich machte den Vortritt. Nur wenige Minuten nach meiner Bestellung an der Theke, konnte ich die Erzählungen eines Waldhüters aufschnappen, die an zwei Pilger gerichtet waren. Es ging, wie es der Zufall wollte um die Dämonenaktivitäten im Gebirgspass der Totenwinde zum Zeitpunkt des Massakers von Dunkelhain. Ich setzte mich provokant dazu und kurbelte das Gespräch an. Dabei fielen mir die goldenen Ohrringe der vermeintlichen Pilger auf; auch Narben, die man bei solchen Personen nur selten zu Gesicht bekommt Als jene sich urplötzlich verabschiedeten, hielt ich einen von ihnen auf - packte ihm am Arm um dessen Reaktion zu testen. Zugegebenermaßen war dies relativ gefährlich, denn die Aufmerksamkeit der anderen Gäste wurde nun auf die Konfrontation gelenkt. Aber wie sich herausstellte lag ich mit meinem Gespür richtig: Die Pilger beteuerten, sie seien Priester und man solle sie in Frieden lassen, dabei konnte ich in der gleichen Sekunde einen Blick auf ihren Schmuck werfen. Untypisch für Priester. Ich ließ sie schließlich, um nicht noch mehr Aufmerksamkeit zu erregen, ziehen. Delora Kendrick trat zu diesem Zeitpunkt ebenfalls in die Taverne ein. Als die mutmaßlichen Pilger - mir war zu diesem Zeitpunkt schon klar, dass es sich hier um Kopfgeldjäger handeln müsse - die Taverne verließen, folgten Kendrick und ich ihnen im Laufschritt. Dagobert nahm draußen ebenfalls die Verfolgung auf.

In einer schmalen Seitengasse konnten wir einen von ihnen stellen. Das war gar nicht so leicht, denn beide hatten, wie wir später erfuhren, einen Hurtigkeitstrank intus. Der andere Kopfgeldjäger entkam. Viel haben wir nicht aus dem gestellten Kuttenträger herauskriegen können; als ich ihm, seinen Blutfluss stoppen wollend, einen Heiltrank verabreichte, tötete ihn die Überdosis Sekunden später. Die Informationen und Aufzeichnungen die er bei sich hatte erwiesen sich aber als nützlich; sie waren, wie wir auf der Suche nach Timo Strauch und konnten seinen Aufenthaltsort, nachdem sie einer irreführenden Fehlinformation in Rabenflucht nachgegangen sind, im Gebirgspass der Totenwinde unweit der Brücke von Hazad-Khun eingrenzen.

(Hier spürt man förmlich die Pause die zwischen Gedanken und Geschriebenem verbleibt)

Hier möchte ich auf die Worte des Waldhüters eingehen, die ich ihm, während unseres Gesprächs über Kultisten und Dämonen entlocken konnte. Als ich die Taten der Kultisten ganz klar als verabscheuungswürdig kennzeichnete, relativierte der Waldhüter dies; jeder hätte seine Leichen im Keller. Dies machte mich skeptisch. Dagobert Rosenluft hatte im Vorhinein schon die Vermutung aufgestellt - indem er durch das Fenster der Taverne geblickt hat - es könne sich um eine Nachtwache handeln. Nun musste ich nur noch kombinieren und kam so zu dem Verdacht, dass er möglicherweise zu den Komplizen Strauchs gehört.

Als wir den toten Kopfgeldjäger durchsucht hatten, stellte uns der Waldhüter, bedrohte uns mit der Armbrust - wollte, dass wir Abstand zum Kuttenträger nehmen und uns an die Wand stellen. Es gab keinen Grund, diesen Forderungen nicht nachzukommen. Erfolgreich konnte Delora Kendrick dem Waldhüter einreden, dass der Kopfgeldjäger unter dämonischen Einfluss stand, auf seinen, eigentlich der Überdosis zu verschuldenden Zustand hinweisend. Die, sich nun als zu erkennen gegebene Nachtwache war wie besessen davon, die Informationen der Kultisten zu erlangen. Dies verhärtete meinen o.g. Verdacht.

(Tock. Tock. Tock.)

Ich schlug ihn nieder.

Wir durchsuchten ihn und konnten seinen Haustürschlüssel ergattern. Die Leiche und der bewusstlose Waldhüter wurden vom Weg geschafft. Dagobert Rosenfluch kümmerte sich, bei einem weiteren Tavernenbesuch um den Namen der Nachtwache, ebenfalls um die Adresse. Wir waren fest entschlossen, an weitere Informationen zu gelangen, die im Kontext zu früheren dämonischen Aktivitäten stehen. Rosenluft erwies sich hierbei als sehr nützlich. Er konnte uns nach etwa einer halben Stunde alle gewünschten Informationen mitteilen, sodass wir..

(Tock. Tock. Tock.)

..im Haus befanden sich zwar keine Wertgegenstände aber dafür Informationen, die den Aufenthaltsort von Strauch bestätigten, sowie Aufzeichnungen über andere Nachtwachen, die eine Mitschuld am damaligen Massaker tragen. Ich habe von allen Aufzeichnungen, Karten und Notizen Kopien erstellt, nachdem diese bei der Wache abgeliefert wurden. Jene befinden sich im Anhang.

Wir zogen nach Osten, in Richtung des Gebirgspass der Totenwinde. Die Reise dorthin verlief, abgesehen von den typischen Naturphänomenen dieser Gegend relativ unkompliziert. Nach kurzer Rast - Dago hatte eine lecker aussehende Frickadellenstulle dabei, Delora steinhartes Brot und ich nur Zwieback! - zogen wir weiter. An der Brücke von Hazad-Khun trafen wir auf eine verhüllte Gestalt, die sich kurz darauf als verbliebender nicht von mir durchlöcherter Kopfgeldjäger herausstellte. Nachdem er uns klar machte, dass er es nicht zulassen würde, das Kopfgeld für Strauch einzustreichen, überwältigten wir ihn. Mir kam die Idee, ihn für uns kämpfen zu lassen; man versprach ihm, sein Schwert nicht den Klippen zu überlassen und ein ganzes Goldstück. Er willigte ein. Vielleicht mit dem Hintergedanken, dass wir ihn umbringen, sollte er nein sagen.

Endlich erreichten wir die Stelle, an der sich Strauch laut den Informationen aufhalten sollte. Motivierende Worte für jeden, dann brachen wir auf. Ich wies Delora und den Kopfgeldjäger an, die Sturmspitze zu bilden. Ich deckte die Flanken und Dagobert sollte sich als gelernter Sanitäter zurückhalten - denn er würde im Nahkampf vermutlich nur stören. Nachdem wir etlichen, von Timo Strauch aufgestellten Fallen ausgewichen sind, stellten wir ihn. Der Kopfgeldjäger jagte ihm seinen Zweihänder durch die Hüfte, Delora gab ihm den Gnadenstoß.

Man köpfte Timo Strauch, diesen vermaledeiten Kultisten. Seine Ausrüstung teilte ich unter den Anwesenden auf, als rechtmäßige Plünderung. Dem Kopfgeldjäger, sein Name ist mir entfallen, gab ich zehn Goldstücke, damit er mit zufriedenem Grinsen ins Bett geht und uns nicht auf unserer Heimreise in den Rücken fällt. Falschgold. Er schien durchaus Interesse am Dämmersturm zu haben. Da er mit uns kooperierte und erfahren wirkte, spreche ich im Vorfeld meine Empfehlung für ihn aus, sollte er sich beim Rekrutierungsoffizier melden.


Inviduelle Anmerkungen:

Delora Kendrick verhielt sich den ganzen Auftrag über kooperativ. Ihr Kampfgeschick, ihre Disziplin und ihre Fähigkeit, selbst in stressigen Situationen noch ein ruhiges Gemüt zu bewahren, verdienen Anerkennung und Lob.

Dagobert Rosenluft überraschte mit schneller Informationsbeschaffung, aufgeweckter Denkweise und der Idee, man könne das Haus der Nachtwache in Dunkelhain durchsuchen, die für den gesamten unten stehenden Bonus verantwortlich ist.



Soldverteilung:


200 Goldstücke für Timo Strauch's Kopf + 20 Gold zusätzlich für die Informationen seiner Komplizen = 220 Goldstücke

Alexander García, Söldner: 30 Goldmünzen / 25 Marken
Delora Kendrick, Mitläufer: 4 Goldmünzen / 10 Marken
Dagobert Rosenluft, Tagelöhner: 1 Goldmünze / 5 Marken

Kasse des Dämmersturms: 185 Goldmünzen


Dem Sturm entgegen

Alexander García



Zitat:
Die Rache der Gebrüder Blattschuss (Bericht)


Teilnehmer:
Alexander García, Söldner
Marisa Grauwerth, Söldner
Finnje Freitag, Mitläufer
Dagobert 'Dago' Rosenluft, Tagelöhner
Hjalmar, Tagelöhner


Die o.g. Söldner trafen sich, um das Kopfgeld der Gebrüder Blattschuss nachzugehen, an der McGuffin Station, einer kleinen Bergbau-Siedlung im Nordwesten von Dun Morogh, die um eine, durch das Weltenbeben entstandene Goldmine errichtet wurde. Die Einwohner befürchteten einen baldigen Angriff der Lepra-Gnome.
Das Aufeinandertreffen lief unkompliziert ab. Als Ranghöchster, denn Marisa verspätete sich übernahm ich die Aufgabe des Einsatzleiters. Wissend, dass ich der einzig anwesende Eidträger bin, denn Marisas Name lies sich nicht am Aushang wiederfinden, verteilte ich bereits im Vorfeld explosive Gemische - Grüße gehen raus an Finnje Freitag - an die Teilnehmer des Auftrags, mit dem Hintergedanken, auf große Gegnermassen zu stoßen, vielleicht auch auf Maschinen, deren Panzerung nicht mit schlichten Klingen durchbrochen werden kann. Der Verdacht kam mir, als ich einen Blick in den vorherigen Einsatzbericht geworfen hatte; denn der Dämmersturm hat ja bereits in der Vergangenheit mit den Gebrüdern Blattschuss zutun gehabt. Das Wetter war ziemlich beschissen war ziemlich ungünstig: Ein Schneesturm drückte die Temperaturen nach unten und verschlechterte die Sicht.

Nach dem üblichen Vorstellungs-Geplänkel legte ich die Formation fest um keine weitere Zeit zu verlieren. Hjalmar, der Zwerg, sollte voraus gehen - etwa zehn bis zwanzig Meter, denn er kennt das Gebiet durch seine Erfahrung und durch seine Zugehörigkeit als Zwerg ambesten und stemmte sich mit Leichtigkeit gegen den Schneesturm; Finnje und Marisa, die, die auch im Fernkampf begabt sind, sollten die Flanken decken; Ich hielt mich in der Mitte auf um, wenn es drauf ankommen würde, schnell rotieren zu können; Dago, der nur spärlich gerüstet war, gleich hinter mir, im Schutz der gedeckten Flanken und mir, der den persönlichen Aufpasser spielte der Sturmspitze. Wir begaben uns auf den, nach Norden führenden, schnellsten Pfad direkt nach Kreuzburg, der direkt an einem Gebirgssee vorbeiführte, anstatt die Stadt über die Gebirgskette zu erreichen. Zwar war dies ein ziemlich offensichtlicher Weg, doch hoffte ich, dass uns bereits ein Trupp der Gebrüder Blattschuss entgegenkommen würde - denn die Bewohner der Siedlung McGuffin vermutete genau dies - um jenen zu dezimieren damit die Goldmine den Lepragnomen nicht schutzlos ausgeliefert ist. Außerdem hatten die Brüder noch Geiseln in ihrer Gewalt. Um einen Kollateralschaden zu vermeiden, wollte ich also keine Sekunde vergeuden.

Der Marsch verlief absolut unproblematisch. Zwar war der gesamte Weg mit Minen ausgelegt, doch Freitags und Marisas stets aufmerksamen und geschulten Augen und der, jeden Sprengstoff wegdreschenden Axt des Zwergen, trat niemand aus Versehen umgingen wir die Minen mit Leichtigkeit. Vielleicht wäre es sinnvoll die Minen durch einen geschulten Trupp bergen zu lassen um die knappen Vorräte des Dämmersturms aufzustocken; Marisa scheint sich mit der Entschärfung jener auszukennen. Hab ich gehört.

Wenige Kilometer vor unserem Ziel schlug Hjalmar vor, über das Gebirge zu gehen um der befestigten Stellung der Brüder nicht in die Arme zu laufen. Ich stimmte zu und gemeinsam kraxelten wir die Berge hoch, stießen dann schließlich, als wir wieder auf einem befestigten Pfad ankamen, im Minutentakt auf, der Witterung ausgesetzten Wegweiser, die uns in unserem Tun, nämlich Kreuzberg zu erreichen, nur bestätigten. Rechts von diesem Pfad war bereits das Meer zu sehen, links die Gipfel von Dun Morogh. Der Schneesturm flaute allmählich ab. Plötzlich meldeten Marisa und Finnje, dass sie einen lauten Knall vernahmen. Vielleicht den einer ausgelösten Mine. Mir kam der Gedanke auf, dass wir verfolgt wurden, also hielt ich die Truppe dazu an, uns nichts anmerken zu lassen. Das Tempo erhöhten wir Stück für Stück, ohne offensichtlich davonzulaufen.

Kurz vor Kreuzberg schickte ich, nach kurzer Diskussion, Finnje Freitag und Marisa Grauwerth zum spähen aus. Endlich angekommen, machten wir uns ein Bild über höher liegende Stadt. Davor aber bemerkten wir wieder diese Erschütterung, deutlich lauter nun. Wir spekulierten auf akute Lawinengefahr, ich hielt Hjalmar aber dazu an, nach hinten abzudecken um mögliche Verfolger frühzeitig zu entdecken. Wir blieben unentdeckt. Die einzigen Seelen die wir zu Gesicht bekamen bis dato waren zwei Lepragnome, die allen Anschein nach Wachposten darstellten. Einer stand auf einem, nicht weit entfernten Dach. Der andere auf einem Abhang, der an die, ins Gebirge geschlagene Stadt grenzte. Letzterer war außer Schussreichweite. Ich fasste den Entschluss, dass Marisa vorrücken sollte, im Schutz der Felsen und der Bäume, damit sie mit ihren Messern den Wachposten auf dem Abhang in leiser Manier ausschalten konnte; der Rest hingegen sicherte nach hinten ab und bereitete todbringende Schüsse für den Wachposten auf dem Dach vor. Ziel war es, beide gleichzeitig zu töten, damit jene keinen Alarm schlagen konnten.

Ich weiß nicht was schief gelaufen ist, aber Marisa wurde entdeckt. Wir töteten den Wachposten auf dem Dach augenblicklich; der auf dem Abhang verständigte aber bereits seine Kumpanen und hielt die Eidträgerin mit einem Schockgewehr in Schach. Schnell kamen wir ihr zu Hilfe und Finnje war es, die schließlich ihren Pfeil ins Schwarze traf. Wir machten uns daran den Abhang zu erklimmen um schnellstmöglich in die Stadt zu gelangen, bestenfalls die Geiseln zu retten und die Gebrüder Blattschutz zu töten. Mit Seil und Enterhaken war ich der erste, der die Felswand erklomm. Darauf folgte Hjalmar, Marisa, Finnje und schlussendlich, nach einigen Komplikationen, Dagobert. Oben stand ich zuvor aber alleine zwei Lepragnomen mit Schockgewehren gegenüber, die nur wenig Gegenwind boten.

Wir standen also einem Platz, den ich hier, als die Mitte von Kreuzberg tituliere. Links befand sich ein schmaler Weg der zu zwei Häusern führte. Weiter vorne, ein Stück rechts ging es auf einer steinernen Treppe empor, dessen Rand eine große Zwergenstatue zierte. Ich fasste den Entschluss, dass wir diesem Weg als erstes nachgehen, weil sich dort wahrscheinlich, die Hauptstreitkraft aufhielt und mit etwas Glück die Geiseln. Die Häuser konnten später noch geplündert werden. Ich lies die Formation rotieren: Hjalmar und ich bildeten die Sturmspitze, Dago das Zentrum, Finnje und Marisa sicherten nach hinten ab, falls wir, ausgehend von den zwei nicht geplünderten Häuser, die ich oben angesprochen habe, eine Einkesselung durch feindliche Streitkräfte zu erwarten haben. Kaum haben wir die Treppe erreicht, zeigten sich einer der Brüder, sitzend in einem Schredder mit Sägeschwert und weitere Schockflinten-Einheiten weiter oben. Leider außer Wurfreichweite. Sofort gingen wir in den Angriff über, arbeiteten uns, Fernkampfangriffe hageln lassend, die Treppe hinauf. Finnje erwischte einen der Brüder - der in der Maschine - mit zwei Pfeilen, einen anderen der Gnome ebenfalls. Wir konnten ihnen enormen Schaden mit den explosiven Gemischen zufügen, während wir weiter vorrückten. Als der Schredder schließlich um die Ecke bog, reichten drei Bolzen um ihn, bevor er uns irgendwie gefährlich werden konnte, aus dem Weg zu räumen. Mir fällt auf, dass ich die Mitte von Kreuzberg nur einmal erwähnt habe - ein wenig unnötig, dem Platz dann diesen Namen zu geben.

Weiter oben, am Fuß der Treppe erwarteten uns ein Dutzend, in Kette gehüllter Fußsoldaten sowie ein weiterer Schredder, der vom letzten, bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht toten Bruder gesteuert wurde. Das darauffolgende Scharmützel besiegelte unseren endgültigen Sieg über die Gebrüder Blattschuss. Damit möchte ich aber keinesfalls sagen, uns wäre der dieser Kampf leicht von der Hand gegangen. Im Gegenteil: Mehrere Schockflinten-Trupps, in Kette gerüstete Gnome mit Sägeschwerter die man nicht an zwei Händen abzählen konnte und zwei Schredder. Hätten wir den feindlichen Streitkräften nicht mit Effizienz und Können geantwortet, wäre dies - auf beider Seiten - eine verlustreiche Schlacht gewesen. Als wir uns sammelten, bemerkten wir, dass wir nicht mehr vollzählig waren.

Dagobert fehlte ,dieser verrückte Hund. Hat sich packen lassen von einer üblen Bande, die uns von Anfang an verfolgt hatte. Das waren nicht die Geräusche von natürlichen Lawinen, die die Späher vernahmen, sondern gezielte Sprengungen in den Bergen um den Pass zu verschütten von , wie ich von Anfang an gesagt habe zwielichtigen Halunken! Nun: Sie haben Dago als Geisel genommen. Daraufhin habe ich befohlen, die Waffen niederzulegen um einen möglichen Kompromiss zu finden ,mit dem Hintergedanken, den Tagelöhner nicht mit einer Kugel durch den Kopf an seine Familie schicken zu müssen.. Außer Blickreichweite für die Banditen kamen langsam Zwerge aus den Hallen des Hauptgebäudes, das wir Minuten zuvor von den Gebrüdern Blattschuss bereinigt haben. Finnje, die noch nicht von den Banditen entdeckt wurde, wies die sich auszurüsten; das taten sie und gemeinsam nahmen wir den Kampf auf, nachdem Dago vollkommen ausgerastet ist einen Versuch unternommen hat die kritische Situation mit deeskalierenden Argumenten zu entschärfen.

Auch diese Auseinandersetzung konnten wir für uns entscheiden. Der Zwerg fiel, während er sich mehreren Streitkolben und Schwertern entgegenwarf, Dagobert kam ihm aber gleich entgegen um ihn zu versorgen. Marisa, die freigelassenen Zwerge und ich töteten alle Banditen während Finnje Freitag den flüchtenden Anführer aufhielt, der am Leben gelassen werden sollte. Die Banditen bekamen bald schon durch einen, uns feindlich gesinnten Gyrokopter Verstärkung der uns mit tosendem Maschinengewehrfeuer in Sach hielt. Die Verluste hielten sich in Grenzen, da ich dem Piloten nach wenigen Sekunden einen; mit Gift getränkten Bolzen in den Körper jagte und die Flugmaschine daraufhin abstürzte. Die Schlacht war geschlagen. Wir leckten unsere Wunden. Der Anführer der Bande konnte erfolgreich in Gewahrsam genommen, alle Geiseln von Kreuzberg befreit werden.


Alle Teilnehmer verhielten sich den gesamten Auftrag über kooperativ.

Inviduelle Anmerkungen:

Marisa Grauwerth ist eine ausgezeichnete Kundschafterin. Sie verstand sich darauf mit der Umgebung zu verschmelzen; gerade bei den Minen erwies sich ihr Wert, ihre todbringenden Stiche die einige der Halsabschneider in den Dreck schickte, bei den Wachposten hat sie aber vollkommen versagt..

Finnje Freitag überzeugte durch ihre Fähigkeiten als Späherin sowie der Tatsache, dass sie mir den gesamten Auftrag mit Rat und Tat zur Seite stand. Ihr Geschick mit dem Bogen machte den feindlichen Schredder, der uns in der letzten Schlacht entgegenstand und damit auch den Insassen, einer der gesuchten Brüder, mit einem todbringenden Pfeil den Garaus.

Dagobert 'Dago' Rosenluft erheiterte mit seinem Witz und seinen Kletterkünsten bewies ein weiteres Mal Temperament und einen aufgeweckten Geist. Sein ärztliches Fachwissen rettete Hjalmar zum Ende hin wahrscheinlich das Leben.

Hjalmar, der Zwerg erleichterte uns den Weg nach Kreuzberg, durch seine Kenntnisse über die Gegend sowie seine Erfahrung in schneeverwehten Gebieten. Widerspenstig hielt er den Schockflinten und Sägeschwertern stand und pflügte sich durch die Gegnermassen der letzten Etappe.


Anmerkung für den Kommandanten: Wir konnten dem Anführer der Bande seine Beweggründe entlocken: Sein Trupp wurde von der Venture Company angeheuert, die Gold für getötete Mitglieder des Dämmersturms bezahlt. Dabei haben sie es anscheinend besonders auf Mitglieder des Sturms abgesehen, die in der Hierarchie weiter oben stehen. Für die Sturmklinge wurden ihnen beispielsweise fünftausend Goldstücke geboten. Der Anführer ging nur seinem Auftrag nach, erwähnte aber, dass das von der Venture Company ausgesetzte Kopfgeld mit dem 'Dschungelsturm' zusammenhängt.

Anmerkung für Rottenmeister Veidt: Hiermit rate ich Rottenmeister Veidt, Dagobert Rosenluft schneetaugliche Kleidung zu leihen. Als Tagelöhner kann er dafür noch nicht das nötige Budget aufbringen. Dabei sollte ein Auftrag - auch ein freier Auftrag - nicht scheitern, weil Ausrüstung, die zur absoluten Grundausstattung gehört schlichtweg nicht vorhanden ist. Ich empfehle, dem Tagelöhner die gestellte Ausrüstung Stück für Stück abbezahlen zu lassen. Ich gedenke hier zumindest an einen wetterfesten Mantel und passendem Schuhwerk.


Soldverteilung

Alexander García, Söldner: [25] Goldstücke, [5] Marken
Marisa Grauwerth, Söldner: [15] Goldstücke, [5] Marken
Finnje Freitag, Mitläufer: [3] Goldstücke, [5] Marken
Dagobert 'Dago' Rosenluft, Tagelöhner: [1] Goldstück, [5] Marken
Hjalmar, Tagelöhner: [1] Goldstück, [5] Marken

Kasse des Dämmersturm: [155] Goldstücke


Plünderungen


Schredder: Zwei der Schredder gehören ab sofort dem Dämmersturm. Sie sind etwa drei Meter hoch, für Gnome und Goblins gebaut. Man könnte sie weiterverkaufen, außer es ließe sich ein Mitglied des Sturms finden, der sie steuern kann. Sie haben zwar leichte Blessuren davongetragen, aber sind nicht verheerend beschädigt.

Sprengstoff: Sechzehn leichte Granaten konnten erbeutet werden.

Waffen: Elf Blitzgewehre, ohne reichlich Munition sowie ein Dutzend Sägeschwerter gehen an das Lager des Dämmersturms.



gez. Alexander García

Dem Sturm entgegen


Zitat:
Aufzeichnungen des Markstadtbesuchs


Dies sind Aufzeichnungen aus der spätwinterlichen Zeit nach dem Ende des Büßerfeldzuges. Mir wurde aufgetragen, das Treffen unseres gelobten Kommandanten mit seinem Bruder, dem volkserwählten Herrn von Markstadt, zu verschriftlichen. Während die Brüder einander begegneten, war ich als erwählter Mitläufer des Dämmersturms zugegen. Der Kommandant hatte mich persönlich ausgesucht und ich nehme an, dass dies auf mein Glück bei Alterszapfen zurückzuführen ist, das mir bis zum heutigen Tage viel unverschuldete Anerkennung einbrachte.

Vor Markstadt wies der Kommandant mich an, meine Waffen abzulegen. Er selbst erschien ebenfalls unbewaffnet und ohne Rüstzeug, gleichwohl groß und einschüchternd, dass sich niemand traute, uns auf dem Weg hierher zu drohen. Eine leicht gerüstete Miliz führte uns über die große Kanalbrücke in die Stadt. Mir fiel sogleich auf, dass sie aufgeräumter erschien, als man es mir in den Geschichten erzählt hatte. Die Einwohner widmeten der Sauberkeit große Aufmerksamkeit, sodass nur wenig Müll und kaum Unrat die Straßen säumte, auf denen viele Menschen ihrem Tagewerk nachgingen. Mir schlich sich der Eindruck auf, dass es nur wenig Kriminalität gibt, da niemand verängstigt durch die vielen Gassen der hohen Fachwerkbauten eilte und gleichermaßen wenig bewaffnetes Volk am Straßenrand stand. Darüber hinaus schienen sich die unsittlichen Ausfälle des Volkes eingestellt zu haben. In meinen Augen wirkte es regelrecht züchtig und brav.

Der Kommandant und ich wurden zum Anwesen Bauergards in der Mitte der Stadt geführt, wo Thomas Orodaro residiert, der einen Lichtorden namens Andorhals Vergeltung anführt und dieser Tage Markstadt beherrscht. Dabei passierten wir einen großen Marktplatz, auf dem ein hoch gewachsener Rittersmann in gold schimmernder Rüstung eine Predigt hielt. Wir sollten uns nicht lange damit aufhalten; es fiel mir aber auf, dass der Prediger das Erscheinen und Verschwinden des grünen Mondes mit der Häresie und der anschließenden Befreiung Markstadts in Verbindung brachte.

Das Anwesen ist von hohen Mauern umschlossen und machte nach außen hin einen prächtigen Eindruck. Auf der Rückseite befindet sich ein Turm, der die Schutzmauern überragt und beinahe so weit emporreicht wie die Kirche Markstadts. Jedenfalls wurden wir vorne zunächst von weiteren Milizionären eskortiert, die abgesehen von einfachen Spießen kein nennenswertes Rüstzeug trugen. Vor dem Anwesen selbst empfingen uns dann die Paladine in starker Plattenrüstung, wovon einer unseren Kommandanten erkannte und mit knappen Worten einen Feldzug in Nordend ansprach.

Man begleitete den Kommandanten mit mir im Abseits durch die große Halle, die überraschend leer wirkte. Am Boden erkannte ich die Spuren eines Teppichs, der hier mal gelegen haben musste. Doch stattdessen hatte man sich offenbar jeglichen Prunkes entledigt und all die Möbel und den Schnickschnack ausgeräumt. In einem ärmlich eingerichteten Seitenzimmer empfing uns dann der zweite Orodaro, der seinem Bruder wahrlich ähnlich sieht und gigantisch zu betrachten ist. Doch trug Thomas Orodaro eine Mönchskutte und ich kam nicht umhin, in seiner Nähe die wärmende Berührung des Lichts zu erfühlen.

Die beiden Brüder schlossen sich in die Arme, dass ich mir sehr klein vorkam und überdies begann ihr Gespräch, das nur wenig Raum für Privates ließ, welches ich hier nicht weiter offen lege. Allem voran dankte der Kommandant für die Rettung der Stadt als der Dämmersturm mit seiner stärksten Truppe abwesend war und nicht die geschulten Augen hatte, um die Finsternis in seinen Reihen zu erkennen. Er versicherte zur Erleichterung aller Anwesenden, dass sein Bruder, seine Getreuen oder das Volk von Markstadt keinen Vergeltungsschlag für den Tod Derebron Darkwoods oder den der Falschen Braut zu befürchten habe.

Dem entgegen forderte der Kommandant jedoch mit Verweis auf die dämmersturmschen Statuten die Rückführen des Leichnams von Derebron Darkwood, damit der Söldnerbund seine gepeinigte Seele zur Ruhe betten kann. Der Paladin bedauerte, dass er dies nicht bewerkstelligen könne, da man den Toten bereits verbrannt und verstreut habe. Er versicherte aber, dass dies mit Andacht und großer Trauer getan wurde und Derebrons Leichnam die Segnung des Lichts empfing, ehe er zu gereinigter Asche zerfiel.

Daraufhin sprach der Kommandant umgehend die Befreiung Margarete von Bauergards durch die Sektion Alpha an. Diese befand sich als zweithöchste Frau der Stadt in der Gefangenschaft des Ordens, als die Paladine das Anwesen stürmten. Es hieß, da man nun beidseitig Schaden angerichtet habe, müsse eine Amnestie Margarete von Bauergards die Lösung sein, um beidseitig jede Schuld auszuräumen.

Thomas Orodaro schien nicht begeistert von dieser Lösung, willigte jedoch schließlich ein, um den Bruderfrieden nicht zu gefährden. Er sei nicht ins Gefälle gekommen, um einen Streit anzuzetteln, sondern zu helfen, wo er nur kann. Damit war die allgemeine Vergebung Margarete von Bauergards gemachte Sache – jedoch unter der Bedingung, dass sie auf ihre Ansprüche im Gefälle verzichtet, was wiederum vom Kommandanten bestätigt wurde.

Daraufhin hieß es, man habe den völlig verstümmelten Leichnam Herzog Lucius von Bauergards in einer Folterkammer unter dem Anwesen gefunden – sein Leib war bedeckt von finsteren Runen, was man auf die Tat der Kultisten schob, die hier herrschten, als die Falsche Braut die Macht an sich riss. Es roch nach Dämonenblut und ohne jeden Zweifel wurde er für ein grausiges Ritual geopfert, sodass sein Körper nach einer zweiwöchigen, unentwegt gesprochenen Litanei schließlich dem Licht übergeben wurde.

Der Kommandant erkannte den Volkswillen der Einwohner Markstadts an, Thomas Orodaro zu ihrem Schutzherren zu ernennen. Dies hatte eine Wahl ergeben, die kurz vor unserer Ankunft abgehalten wurde. Der Kommandant bemerkte überdies, dass die Stadt sich in einem ordentlichen Zustand befinde, der beispiellos sei und sie für die Kriege, die noch kommen werden, einen starken Herrscher an ihrer Spitze braucht. Thomas Orodaro bestätigte dies, gab jedoch zu verstehen, dass noch viel Arbeit zu tun sei und es für den Schutz der umliegenden Ländereien von Erwins Ruh, Talstadt, Legdenstein und den ehemaligen Gebieten des Ebers die Hilfe des Dämmersturms brauche. Man habe zwar bereits begonnen, eine Miliz zum Schutz des Volkes auszuheben, doch werde sie erst in einiger Zeit militärisch schlagkräftig sein.
Unser Kommandant gestand seinem Bruder diese Hilfe zu und äußerte den Willen, den Status Quo wiederherzustellen, der vor dem Angriff der Legion geherrscht hatte. Dies solle in Form einer Zweiten Markstädtischen Koalition geschehen, sobald man die Einwilligung Thomas Reiters erhalten habe. Thomas Orodaro stimmte diesen Plänen zu und gab sich noch einmal sichtlich erleichtert über die friedlichen Absichten seines Bruders.

Weiter hieß es, dass Thomas Reiter, der nun über die Gebiete im Westen herrscht, die einst dem verstorbenen Herzog von Wolke hörig waren, der vollständige Anspruch auf genau diese Gebiete bestätigt werden soll. Sollte er Probleme haben, seinen Anspruch durchzusetzen, werde der Dämmersturm ihn unterstützen, um die Westgrenze des Gefälles stabil zu halten.

Die Brüder einigten sich darauf, dass es angesichts der unverkennbaren Gefahr eines großen Krieges zwischen Horde und Allianz unbedingt notwendig sei, das Gefälle zu stärken. Dies fußt darauf, dass Alterac einen strategisch wichtigen Knotenpunkt bildet und Lordaeron durch die Expansion der Verlassenen mehr denn je das Ziel eines Feldzuges werden könnte. Sowohl Horde als auch Allianz könnten Alterac also als Marschroute wählen, dabei die schwachen Ländereien beanspruchen und als Nachschubreservoir ausbeuten. Desweiteren bietet das Gefälle direkten Zugang zum Binnenmeer des Lordaemersees und damit auch zum Brückenkopf der Insel Fenris und ihrer Nebeninseln. Fenris wiederum bietet die Möglichkeit, einen direkten Angriff auf Unterstadt zu starten, weswegen die Schlacht im Lordaemeresee zu einem entscheidenden Kriegsschauplatz und die Uferregionen zu strategischen Zielen werden könnten. Der Kommandant kündigte dabei an, auch die Region um Kaltenbruch zu konsultieren, um eine gemeinsame Front gegen die einmarschierenden Kriegsparteien zu bilden.

Hierbei gab es insofern Meinungsverschiedenheiten, als das Thomas Orodaro willens war, die Allianz umgehend zu unterstützen, so sie in Alterac einmarschiert und mit den Ambitionen vorgeht, die Verlassenen anzugreifen. Doch der Kommandant konnte ihn vorerst davon überzeugen, dass er durchaus willens sei, der Allianz zu helfen – sie dabei aber nicht das Wohl des alteracschen Volkes aus den Augen verlieren sollten. Der Plan sei daher, das Gefälle wie auch Kaltenbruch zu teuren Zielen für beide Seiten zu machen, gleichzeitig aber Gespräche mit der Allianz anzustreben, um eine beidseitig profitable Lösung zu erzielen. Es gehe vor allem darum, nicht ungefragt ausgebeutet zu werden, wie es nun einmal das Schicksal jener ist, die sich im Krieg nicht selbst zu helfen wissen.

Der Kommandant wies darauf hin, dass der Ausbau des Hafens von Lordamm ratsam wäre und Markstadt sich militärisch vor allem darauf konzentrieren sollte, eine Flotte aufzubauen, während Reiter und Dämmersturm die Landstreitkräfte bilden. Thomas Orodaro gab an, dafür finanzielle Unterstützung zu benötigen, die ihm der Kommandant zusicherte.

Ich wurde daraufhin gebeten, den Raum zu verlassen, da sich die Brüder persönlichen Gesprächen widmen wollten. Man quartierte mich ein und versorgte mich gut. Tags drauf brachen wir wieder auf und erreichten Gorheim ohne Zwischenfälle.


Dem Sturm entgegen!
Samuel Zukunft
Mitläufer des Dämmersturms



Zitat:
Besuch von Thomas Reiter auf Burg Wellenheim


Ich grüße den Dämmersturm in Eisenschmiede!

Ich richte mich mit dieser eiligen Botschaft an den Kommandanten, das Oberkommando und natürlich alle, die an der Verarbeitung dieser Informationen beteiligt sind. Ich bin sicher, dass sie viele von euch zufrieden stimmen wird, wenngleich sich damit die ein oder andere neue Aufgabe eröffnet, die ich mit meinen bescheidenen Mitteln noch nicht bewältigen kann. Doch ich will nicht weiter um den heißen Brei reden.

Zu unser aller Überraschung erreichte jüngst eine Delegation aus Burg Stahlkamm Gorheim und kurz darauf Burg Wellenheim, wo ich sie in Empfang nahm. Ihr Anführer erwies sich als Thomas Reiter persönlich. Ein überaus respektvoller Mann, was ich unverhoffterweise sagen muss. Ich ging eher davon aus, dass mir bei unserer ersten Begegnung ein zweiter Wolf unter die Augen treten würde. Doch offensichtlich war das nicht der Fall. Er machte gleich im ersten Satz auf unsere Waffenbrüderschaft aufmerksam und wie sehr der Verlust der Braut für das ganze Gefälle zu bedauern sei. Er entschuldigte sich, dass er bisher nichts von sich hören ließ - wobei er auf die Schwierigkeiten seiner angetretenen Herrschaft aufmerksam machte.

Jedenfalls versicherte mir schwor Thomas Reiter, noch ehe wir gemeinsam zu Abend aßen, feierlich den Eid, dass er treu an der Seite des Dämmersturms stehen wird, um das Nordwestgefälle gegen seine Feinde zu verteidigen. Und ferner gab er zu verstehen, dass er großes Interesse daran habe, die Markstädtische Koalition schnellstmöglich wiederherzustellen. Ich muss zugeben, dass mich die plötzliche Loyalität etwas überrumpelte, zumal wir all die Wochen vorher keinerlei Nachricht aus dem Westen erhalten hatten. Doch jäh zeigte sich mir, dass Reiter nicht vollkommen uneigennützig handelte. Er gestand ein, dass er Hilfe benötigte. Mit dem Tod des Wolfes und schließlich auch mit dem Verschwinden der Braut des Dämmersturms und der Herrschaft der Falschen Braut, gaben sich viele der Ortsvorsteher und Bürgermeister der einstmals wölfischen Gebiete misstrauisch und aufrührerisch. Sie trauten nicht länger seinem Wort und bestanden zudem darauf, niemals Thomas Reiter die Treue geschworen zu haben, sondern bestenfalls der Familie von Wolkes.

So erklärte Thomas Reiter, dass die Ländereien von Aiden und Lichtnah keine Steuern mehr überführen und nicht mehr auf die Nachrichten Reiters antworten. Tatsachengemäß hätten sie sich also von ihm losgesagt. Darüber hinaus seien viele Truppen desertiert, die in Markstadt stationiert waren, als die Falsche Braut fiel. Er könne daher den alten Gebieten des Ebers keine weitere Aufmerksamkeit schenken. Seine Truppenstärke belaufe sich gegenwärtig auf höchstens einhundert Mann, die zwar mit bester Verfassung und Ausrüstung kämpfen können, jedoch nicht zuletzt als Garnison seiner noch vorhandenen Ländereien dienen müssen. Eine Eroberung des befestigten Lichtnahs und ein Angriff auf Aiden sind aus dieser Situation heraus riskante Unternehmen. Mit der Hilfe des Dämmersturms aber, so Reiter, sei er zuversichtlicher, die Gebiete wieder seinem Einflussbereich einzuverleiben. Er bittet daher offiziell um Hilfe und verwies darauf, dass seine Loyalität für das Gefälle keiner Gegenleistung bedürfe, er andersherum aber bereit wäre, einen fairen Preis für schnelle militärische Hilfe zu zahlen.

Ich persönlich halte die Niederschlagung der Rebellen für eine gute Gelegenheit, unsere frisch ausgebildeten Truppen zu erproben und muss betonen, dass eine starke Westgrenze für die bevorstehenden Prüfungen, denen sich das Gefälle ausgesetzt sehen wird, unabdingbar - ja geradezu überlebenswichtig - ist. Ferner wäre mir aber Unterstützung aus Eisenschmiede sehr willkommen, um einen reibungslosen Erfolg unseres Eingreifens zu gewährleisten.

Ich bitte daher um eine schnelle Entscheidung aus Eisenschmiede!


Dem Sturm entgegen!
Hendrick Heineken
Hüter der Ländereien



Veidt hat geschrieben:

Bericht: Kopfgeld auf Narzissus Goldmund

Auftrag: Beschaffung von Kopf und Aktentasche der Zielperson, Narzissus Goldmund

Teilnehmer: Alexander Veidt ( Rottenmeister, Einsatzleiter ), Rena ( Söldnerin), Cord ( Tagelöhner )

Ergebnis: Erfolgreich

Zusammenfassung:


Im Vorfeld vergewisserte ich mich, dass die Flugmaschine des Dämmersturms nicht in Alterac war und auch in den kommenden Tagen nicht in den Norden fliegen würde. So wählte ich den Luftweg um schnellstmöglich mit Rena und Cord nach Beutebucht zu gelangen. Jek Nappler flog die Maschine absolut routiniert und setzte diese auf einem kleinen Rollfeld unweit der Stadt auf. Wir erreichten die Niederlassung der Freien Autorenvereinigung Azeroths ohne Zwischenfälle und ich suchte dort das Gespräch mit Janne Auster, der Generalsekretärin, zwecks einer Vorbesprechung.

Da der Gesuchte auf Grand Zastaria gesehen wurde, einem Erholungsort für Reiche im Schlingendorntal, sollten wir dort unser Glück versuchen. Zu diesem Zweck bekamen wir drei Tagestickets sowie eine Flugmöglichkeit zur Verfügung gestellt. Eine anfängliche Idee, Rena als Neureiche auszugeben und gemeinsam mit Cord als ihre Leibwache zu fungieren, wurde schnell verworfen, denn zum einen gab es dort nur wenige Reiche mit eigener Leibwache, zum anderen würden wir drei als Touristen weitaus unauffälliger sein. Wir hatten noch etwas Zeit, bis zum Abflug der Flugmaschine am nächsten Morgen also schickte ich Cord und Rena nach einer kurzen Besprechung los, zwecks einer glaubwürdigen Tarnidentität einkaufen zu gehen, was ich ebenso machte. Ich gab ihnen für die Nacht frei, mit der Bedingung, am nächsten Morgen bei einem vereinbartem Treffpunkt zu erscheinen. Da wir unsere Ausrüstung nicht einmal mit an Bord der Flugmaschine nehmen durften galt es, bereits als Touristen dort anzukommen. Ich ging mit Rena und Cord am nächsten Morgen also in die Taverne eines vertrauenswürdigen Bekannten, wo wir uns umziehen konnten und unsere Ausrüstung sicher verwahrt werden würde. Einzig den Sturmbumerang nahm ich mit mir.

Der Flug nach Grand Zastaria blieb ereignislos. Die Tagestickets allerdings gaben uns auch ein Zeitfenster vor, denn sie waren nur von zehn Uhr morgens bis zwei Uhr nachts des Folgetags gültig. Wir hatten also sechzehn Stunden Zeit um die Sache hinter uns zu bringen. Großes Lob geht hinsichtlich der Infiltration vor allem an Rena, die kaum wieder zu erkennen war und während der Nachforschungen absolut professionell vor ging. Auch Cord zeigte Eigeninitiative und hat die ihm erteilten Aufgaben erledigt. Wir haben uns also getrennt, jeder von uns mit einer Tarnidentität, um die Zielperson ausfindig zu machen. Die ersten Stunden brachten wenige Ergebnisse, doch schließlich erfuhren wir, dass Narzissus Goldmund drei eigene Leibwachen hatte; zwei Goblins und einen Menschen und das er eine Vorliebe für eine Prostituierte aus der Roten Mühle hatte. Dank etwas Glück mussten wir nicht sämtliche Gasthäuser für Wochen- und Dauergäste untersuchen, sondern fanden dank eines Gesprächs heraus, dass Goldmund in einem Gasthaus namens Schlitz Karlton wohnte und selbige wohl nur sehr selten verließ.

Ich beschloss daher, die Sache innerhalb seines Zimmers zu beenden und vorzugsweise die Wachen zu beschäftigen, da wir weder die Bewaffnung noch die Ausrüstung für ausgefeilte Kampfhandlungen dabei hatten. Cord gab ich etwas Geld um drei Amüsierdamen aus der Roten Mühle anzuheuern. Diese sollten die Wachen ablenken. Der Plan sah vor, dass Rena in der Rolle einer Prostituierten oder Botin zu Narzissus Goldmund aufs Zimmer ging und ihn ausschaltete, denn sie hatte etwas Gift mit auf das Gelände schmuggeln können. Cord und ich würden helfen oder darauf achten, dass die Wachen nicht störten. Ich selbst wurde jedoch plötzlich überrascht und abgelenkt, als mich eine meiner Kontaktpersonen aus Sturmwind wieder erkannte. Ich musste mit besagter Person daher auf Distanz gehen und brauchte einige Minuten, um den Kerl abzuwimmeln.

Während dessen hatten Rena und Cord zwei der Wachen von Goldmund von dessen Zimmertür fortlocken können, in die Bar im Erdgeschoss des Gebäudes. Die dritte Wache, ein Goblin, war jedoch bei Goldmund auf dem Zimmer. Und so mussten wir den Plan etwas anpassen: Die dritte unserer Amüsierdamen, ein Goblinmädchen, schickten wir mit vergifteten Getränken auf das Zimmer Goldmunds. Dann schickten wir sie fort. Tatsächlich hatte ich einiges an Gold locker machen müssen, denn die Damen waren nicht blöd, aber umso gieriger. Allerdings halfen sie uns auch deutlich weiter. Die vergifteten Getränke aber wurden nicht angerührt oder entfalteten ihre Wirkung zu langsam, denn als Rena vorsichtig horchte und durchs Schlüsselloch guckte sah sie, dass Goldmund und seine Wache eben noch wach waren. Und da ich befürchtete, dass die anderen Wachen sich nicht ewig ablenken lassen würden, klopfte ich an die Tür mit einer billigen Ausrede. Der Goblin machte die Tür auf, allerdings bereits mit einer Flinte in der Hand. Und so griff ich ihn mit dem Bumerang an und fing ihn anschließend mit dem selbigen, damit er weder Alarm schlagen noch auf uns feuern konnte. Cord eilte zu Goldmund und schlug ihn beherzt nieder, ehe dieser schreien konnte. Und als der Goblin beherzt durch den Wirbelwind springen wollte und ihm der Bumerang die Kehle aufschnitt, schlossen wir die Tür. Mit dem Entersäbel der Wache trennte Rena Goldmund den Kopf ab und ließ diesen kurz austropfen, ehe sie ihn in einen Koffer packte. Auch die Aktentasche war bald gefunden und so zogen wir ab, um das Gelände zu verlassen.

Wir hatten das Gebäude noch nicht lange verlassen, da läutete hinter uns eine Glocke. Die verbliebenen Wachen Goldmunds hatten die Sauerei offenbar entdeckt und Alarm geschlagen. Rasch aber auch nicht offenkundig übereilt steuerten wir weiter den Ausgang an, während weitere Glocken läuteten. Die Wachen von Grand Zastaria benötigten ein Weilchen, um sich zu formieren. Schließlich galt es auch, die Gäste nicht in Panik zu versetzen. Und so konnten wir das Gelände tatsächlich verlassen, ehe man uns aufforderte, stehen zu bleiben. Auf den letzten Metern wurde es heikel, denn die Wachen von Goldmund feuerten auf uns. Die abgestellten Flugmaschinen und die herein brechende Dunkelheit aber boten uns ausreichend Deckung und der Pilot, den uns die Autorenvereinigung zur Verfügung gestellt hatte, flog uns absolut elegant aus der Gefahrenzone. In Beutebucht übergaben wir Kopf und Aktentasche und kassierten das vereinbarte Kopfgeld und holten unsere Ausrüstung. Ich gönnte Rena und Cord einen freien Abend in Beutebucht und am nächsten Mittag brachen wir mit der Flugmaschine nach Eisenschmiede auf.

Die Zeitschriften am selbigen Tag berichteten davon, dass die verbliebenen Wachen von Goldmund für die Morde verantwortlich gemacht wurden. Da private Wachen dort eh ungern gesehen wurden und die Eigentümer der Anlage keine Kunden verlieren wollte, boten sie sich als Sündenböcke an. Das große Rätsel blieb lediglich, wohin der Kopf des Halbelfen verschwunden war. Das südliche Schlingendorntal scheint derzeit ein Garant für heikle Situationen für uns zu sein.

Soldverteilung und Anmerkungen:


Cord hat die ihm erteilten Befehle befolgt und ich war nicht unzufrieden mit seiner Leistung. Die ein- oder andere Lektion über Disziplin oder Respekt wird er vermutlich noch lernen müssen. Er bekommt 10 Marken und 1 Goldstück für seine Leistung, des weiteren hat er sich einen Scharmützeltaler verdient, da er Goldmund rasch ausschaltete, was den Zugriff extrem vereinfachte und einen raschen Abzug ermöglichte.

Rena hat mich mit ihren Infiltrationskünsten mehr als positiv überrascht und ihre professionelle Arbeit - trotz Eigenarten - hat einen nicht geringen Beitrag zum Missionserfolg geleistet. Sie bekommt 10 Marken und 50 Goldstücke und hat meiner Meinung nach eine Siegmarke verdient, für ihre Leistung.

Ich selbst nehme mir die übrigen 10 Marken und 149 Goldstücke als Sold. Die übrigen 300 Goldstücke gehen an den Dämmersturm.

Dem Sturm entgegen
Alexander Veidt

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Dem Sturm entgegen! - Schlachtruf und Grußformel der Söldner des Dämmersturms.


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 Betreff des Beitrags: Re: Berichte: "Gegenwart"
BeitragVerfasst: 19. Mai 2018, 17:20 
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Alexander hat geschrieben:

GEHEIM
Nur für Eidträger einsehbar


Es war einmal in Azeroth (Bericht)


Teilnehmer: Kathlyn Lawley (Söldner); Alexander García (Söldner); Jon Fischer (Söldner); Marisa Grauwerth (Söldner); Rorie Steinherz (Tagelöhner); Hjalmar (Tagelöhner)
Ausgang: Erfolgreich Gescheitert Es ist kompliziert
Ziel: Im Sinne der finanziellen Regeneration des Dämmersturms die, auf die McFarlane Bande ausgesetzten hoch dotierten Kopfgelder eintreiben.


Verlauf


Start und Informationsbeschaffung in Westfall

Die Söldner Kathlyn Lawley, Alexander García, Jon Fischer sowie der Tagelöhner Hjalmar trafen sich in Westfall, nahe des Übergangs zu Elwynn. Die Einsatzleitung ging an Kathlyn Lawley. Bevor wir zum Nazferiti aufbrechen wollten, besprach man, dass es sinnvoll wäre, sich vorher bei der Flussschiffgesellschaft nach Hinweisen und Informationen zur Bande umzuhören. Auch die Späherkuppe als größter Stützpunkt der Allianz kam uns in den Sinn. Bevor es aber endgültig zur Sache ging, zogen wir unsere Heraldik aus. Die Gründe dafür sind dem weiteren Verlauf des Berichtes zu entnehmen. Es ist noch anzumerken, dass Lawley und Hjalmar Pferde des Dämmersturms nutzen. Fischer und ich zogen mit unseren eigenen los. Außerdem führten wir mehrere Heiltränke, explosive Gemische sowie Rauchsätze mit uns.

Um Zeit zu sparen teilten wir uns auf. Fischer und ich galoppierten zur Späherkuppe. Ein aufkommender und stark tobender Sturm machte es uns aber unmöglich auch nur eine nützliche Information zu erhalten; die Miliz war schlicht damit beschäftigt ihren sowieso schon vollkommen abgeranzten den Stützpunkt vor Schäden zu bewahren. Daraufhin machten wir uns wie geplant – bereits jetzt schon knietief in der Scheiße steckend im Schlamm versinkend – zum Nazferiti auf, zu dem Punkt, der von der Späherkuppe am schnellsten zu erreichen ist. Dort warteten wir auf Lynn und Hjalmar die zuvor zur Flussschiffgesellschaft aufgebrochen ist. Da die Einsatzleiterin nicht das erste Mal mit ihr interagiert, war es naheliegend, dass sie die geeignetste Person ist um sich dort nach Informationen umzuhören. Es gab gespaltene Meinungen über die McFarlane Bande. Einerseits sympathisieren einige der Arbeiter der Gesellschaft mit der Bande – Arbeiter dessen Land ihnen zu einem Schleuderpreis abgeluchst wurde. Die Legende hält sich, der Anführer der gesuchten Verbrecher, Seff McFarlane, hatte ein ähnliches Schicksal und reagiert nun entsprechend auf diese Ungerechtigkeit. Die höheren Amtsträger der Flussschiffgesellschaft verfluchten die Bande allerdings. Bis vor einigen Wochen kam es immer wieder zu Überfällen auf neuere Kontore am Ufer – die Schäden seien mit zehntausend Dukaten kaum aufzuwiegen. Seitdem die Verbrecher aber auf einem gekaperten Schiff der Flussschiffgesellschaft bei einem Angriff auf das Hauptkontor – eine größere Schaluppe mit bronzener Gallionsfigur, rotem Segel und blauen Streifen am Rumpf die auf den Namen ‚Marie Elena‘ getauft wurde – noch wenige Male an den südlichen Docks gesichtet wurde, hörten die Übergriffe auf. Dies deckte sich mit unseren Mutmaßungen, die Bande habe Westfall über den Nazferiti gänzlich den Rücken zugekehrt. Außerdem erfuhr Lawley und Hjalmar, dass der Geschäftsführer der Flussschiffgesellschaft, Frank, nicht auf Weiteres zu sprechen sei. Er befinde sich auf einer Geschäftsreise in Richtung des südlichen Kaps.


Der Deal zwischen Defias und Beschäftige der Flussschiffgesellschaft


Nach der Informationsbeschaffung folgte wie oben angesprochen die Zusammenkunft am Ufer. Zwar war uns die Motivation der Bande noch nicht klar – denn die Flussschiffgesellschaft ist allen Anschein nach noch nicht besiegt – doch kam uns der Verdacht auf, dass die Geschäftsreise von Frank und der plötzliche Abmarsch der Verbrecher einen Zusammenhang haben könnte. Nach der Besprechung zogen wir weiter, den Nazferiti entlang, der McFarlane Bande auf den Fersen. In regelmäßigen und kurzen Abständen – etwa 15 Meilen – begegneten wir immer wieder Posten der Flussschiffgesellschaft, die ihr Einflussgebiet enorm vergrößert haben, vergleicht man ihre derzeitige Lage mit denen der, der früheren Einsatzberichten zu entnehmen ist. Nach wenigen Stunden der berittenen Reise zeigte sich in abschätzbarer Entfernung ein demolierter Bauernhof, den Fischer und ich zügig auskundschaften. Dabei kam heraus, dass der Bauernhof wohl schon seit längerer Zeit verlassen war – in Verbindung mit den gesuchten Verbrechern konnten wir dies aber nicht bringen.

Im Süden von Westfall angekommen wurde das Land, nachdem auch das letzte Dock der Flussschiffgesellschaft passiert wurde, wilder. Es ließen sich hier nur noch vereinzelte Farmen erkennen. Der lange und zügige, mir heftig am Arsch scheuernde Ritt den Nazferiti entlang erforderte eine Rast die wir einlegten.
Nach Stunden der Rast begegneten wir einem Schiff der Flussschiffgesellschaft, das den Nazferiti entlangfuhr. Nichts Außergewöhnliches, besonders nicht auf dieser Route, aber natürlich behielten wir es aufmerksam im Auge. Wie es der Zufall wollte – wir blieben währenddessen unentdeckt – öffnete die Besatzung, bestehend aus zwei Goblins, nicht unweit der Einsatztruppe des Dämmersturms die Ladeluke und warf kurzerhand einen großen Sack voll mit Fracht über das Ufer ohne vom Kurs abzukommen geschweige denn anzuhalten. Und wenig später erblickten wir drei berittene Gestalten die direkt auf die Ware zuhielten. Alle waren verhüllt in roten Tüchern. Und da wir uns in Süd-Westfall aufhielten war es naheliegend, dass es Anhänger der Defias-Bruderschaft waren – und dies erleichterte uns die Entscheidung ungemein ihnen die Parierstange über den Schädel zu ziehen sie kurzerhand auszuschalten. Lawley inzwischen befahl der Schiffbesatzung anzuhalten. Und weil Goblins störrisch und stur sind schickte sie noch einen Argumentverstärker in Form eines Pfeils hinterher, der einen der Grünhäute kurzerhand aufspießte. Aber das Schiff fuhr weiter. Wer hätte das gedacht. Während ich damit beschäftigt war einen der Defias-Anhänger zu der Ware zu befragen, versuchte Lawley, Fischer und Hjalmar das Schiff anzuhalten, dessen übrige Besatzung – bestehend aus einem Goblin – lauthals fluchte und mit seinem Passierschein wedelte. Die Befragung ergab, dass die Defias-Anhänger von der Flussschiffgesellschaft Dynamitstangen verkauft bekommen haben – wie sich später herausstellte bestand die gesamte Fracht des Schiffes aus Dynamit, aber nur ein kleiner Teil dessen ging an die berittenen Gestalten. Genauer gesagt 25 Stangen. In einem, nach unserem Überfall geschehenden waghalsigem Manöver konnte schließlich auch das Schiff gestoppt werden. Da mir die, mittlerweile ins Gebüsch kotzende Tuchfresse immens auf den Sack ging, schickte ich sieDass der letzte noch lebende Anhänger der Defias in diesem Moment in Ohnmacht gefallen war, war ein glücklicher Zufall, so konnte ich mich ebenfalls zum mittlerweile stehenden Schiff bewegen, die Pferde natürlich mitbringend.


Dem Nazferiti entlang ins Schlingendorntal, auf direktem Wege zur Venture Company

Während Hjalmar und Fischer sich um den Goblin kümmerten – denn die standen bereits mit beiden Beinen am Schiff – konnten Lawley und meine Wenigkeit Rorie Steinherz ausmachen, die verspätet zu uns stieß und die Einsatztruppe verstärkte. Sie brachte, neben ihren Dampfpanzer in Form einer Rüstung einen Widder mit, der ihr als Reittier dienen sollte. Bei der Befragung mit dem Goblin stellte sich heraus, dass im Auftrag der Flussschiffgesellschaft noch, im Vergleich zu den Handelspartnern in Süd-Westfall, größere Mengen Dynamit an weitere Abnehmer im Schlingendorntal geliefert werden sollten. Da wir ebenfalls vorhatten den Nazferiti entlang zu reisen – denn dies war bis dato unser einziger Anhaltspunkt um die McFarlane Bande ausfindig zu machen – handelten wir ein Geschäft mit dem Goblin aus, er solle uns mitnehmen, als einzig anwesende Person, die das Schiff trotz der gefährlichen Strömung navigieren konnte, getarnt als bewaffneter Begleitschutz. Nachdem er sich auch noch gehörig von uns bezahlen ließ – so gehörig, dass ein Großteil Fischers Falschgold ausmachte – führten wir unsere Reittiere sowie unsere restliche Ausrüstung an Bord. In der Hoffnung man könne die dämmersturmschen Sprengstoffvorräte nach dem Auftrag auffüllen, beschlagnahmten wir einen Teil des Dynamits und versteckten es am Ufer, den Sturm, der zuvor der Späherkuppe zu schaffen gemacht hat in jenem Moment vergessend. Nach kurzer Eröffnungsrede seitens unseres Kapitäns – sein Name ist war Hacklebertz – ging es auch schon weiter. Vom erschöpfenden Ritt zu Land zur entspannten, wenn auch holprigen Schifffahrt den Nazferiti entlang. Es dauerte nicht lang, da erreichten wir den, im Schlingendorntal ansässigen ersten Kunden. Die Venture Company. Ein Glück, dass wir uns zu Beginn entschieden, die Heraldik auszuziehen, denn vor uns erstreckte sich eine voll mechanisierte Anlage, die in der Lage war unser Schiff samt Besatzung innerhalb eines Wimpernschlags auszulöschen. Uns blieb deshalb nichts anderes übrig als das Geschäft abzuwickeln, der Venture Company also das gesamte, sich auf unserem Schiff befindende Dynamit zu überreichen. Nebenbei befragten wir einen der Vorarbeiter der V.C. nach der McFarlane Bande, nannten ihm dabei explizit das von der Flussschiffgesellschaft gekaperte Schiff, die Marie-Elena. Der Vorarbeiter behauptete, das Schiff vor zwei Wochen gesehen zu haben, auf der gleichen Route, auf der wir uns befinden. Nach der Übergabe ging es weiter, tiefer ins Schlingendorntal, die Venture Company hinter uns lassen, ohne Dynamit an Bord abgesehen von den 25 Stangen die von den roten Tuchfressen Defias beschlagnahmten. Die Fahrt verlief unkompliziert. Bei dem nächsten und letzten Handelspartner aufzutauchen – der sich in der Nähe des Kaps befinden sollte - ohne die ihm versprochene Ware an Bord wäre zu riskant gewesen, also beschlossen wir in der Nähe von Fort Livingston wieder an Land zu gehen.


Schiffbruch und Rast in Fort Livingston

Um den Goblin zum Schweigen zu bringen – immerhin brachten wir seinen Arbeitskollegen um und beschlagnahmten die Hälfte seines Dynamits – versuchten wir ihn zu rekrutieren, damit er sich als Tagelöhner in den Reihen des Dämmersturms versuchen kann. Dies lehnte er ab. Also sah ich keine andere Möglichkeit, als ihn zu töten. Keine Einwände. Zuvor aber sprang ich vom Bord ans Ufer um das Schiff mithilfe eines Seiles an einem nahgelegenen Baum zu befestigen. Daraufhin gab ich Fischer das Zeichen: Er griff daraufhin den Goblin an, scheiterte bei dem Versuch ihn zu töten und Hacklebertz setzte daraufhin als Racheakt die Motoren in Gange, auf das das Schiff vollkommen durchdrehte und drohte die Hälfte der Anwesenden über Bord zu schmeißen. Den Schrotangriff den ich daraufhin dem Goblin entgegenschickte – der ihn augenblicklich tötete – legte gleichzeitig auch die Schiffsteuerung lahm, was uns die Entscheidung abnahm, ob man noch versuchen solle, das Schiff zu retten oder über Bord zu gehen. Die Zwerge, Hjalmar und Rorie gingen zwar wie ein Stein unter, konnten sich aber aufgrund ihrer schweren Plattenrüstung schnell ans Ufer retten. Lawley und Fischer ebenfalls. Ich hingegen kam erst spät gegen die Strömung an und dank zahlreicher Rettungsversuche der anderen wurde ich nicht von den Wassergewalten zerdrückt. Fischers und Steinherz‘ Pferde hatten weniger Glück. Die restlichen Reittiere konnten sich an Land retten. Wir sammelten uns und zogen los, uns an der riesigen Zerklüftung orientierend, die der Kataklysmus mit sich gebracht hat. So mussten wir nicht allzu tief ins Dickicht eintauchen und hielten weitere Katastrophen vorerst auf Abstand. Es dauerte nicht lang da erreichten wir Fort Livingston. Man einigte sich darauf, die Wappen des Dämmersturms wieder überzustreifen und bei der Wahrheit zu bleiben: Das man Jagd auf die McFarlanes mache. Nachdem die Infanteristen unsere Gesichter mit denen der aktuellen Steckbriefe verglichen, nahmen sie uns unsere Waffen ab und erlaubten uns, eine Weile zu rasten. Die Informationsbeschaffung gestaltete sich mehr als schwierig. Zwar war fast jedem Reisenden, der hier in Fort Livingston rastete die Kriminellen, auf denen wir auf der Suche waren, ein Begriff, doch abgesehen von Mutmaßungen und nach Schlagzeilen gaffenden Gesichtern kamen uns nur wenig brauchbare Informationen zu Ohren. Allen Anschein nach sind die Verbrecher über den Nazferiti weitergereist – sie hätten sich, gerade weil die Allianzsoldaten jedem Reisenden auf ein potenzielles Kopfgeld untersuchen, niemals so offenkundig in der Nähe oder gar bei einem Stützpunkt der Allianz blicken lassen.


Zeppelin, Dschungelfieber und Verstärkung

Rorie Steinherz erfuhr von einem Fremdenführer der Forscherliga, der eine Gruppe reisender Studenten sich führte, dass sich nicht unweit von Fort Livingston – nämlich zwanzig Meilen nördlich – ein Stützpunkt der Forscherliga befindet, der mit einer erschlossenen Route mit dem der Allianz verbunden ist. Nachdem Hjalmar uns darauf aufmerksam machte, dass wir das am westfällischen Ufer gelagerte Dynamit mittlerweile vergessen konnten, sprach er einen Zeppelin an, der westwärts von uns am Horizont verschwand. Dem gingen wir aus irgendeinem Grund nach. Wir nahmen unsere gesamte Ausrüstung mit samt der Reittiere. Der Weg durchs Dickicht gestaltete sich mit den Vierbeinern aber als schwierig, weshalb Hjalmar mit den Pferden und den Dynamitstangen wieder zum Fort zurückkehrte. Der Rest, nämlich Kathlyn Lawley, Jon Fischer, Rorie Steinherz und ich kämpften sich weiter durchs Dickicht, schließlich über einen gefährlichen Fluss nur um schlussendlich auf Späher der Horde zu treffen, dessen Stützpunkt allen Anschein nach das Ziel des Zeppelins war. Wir legten es nicht darauf an, von der Horde entdeckt zu werden nur um noch mehr Ärger zu entfachen, also zogen wir schleunigst wieder von dannen und kehrten nach Fort Livingston zurück wo Hjalmar auf uns wartete. Kathlyn Lawley und Jon Fischer ging es von Stunde zu Stunde schlechter, bis bei ihnen das Dschungelfieber diagnostiziert wurde. Wir rasteten einige Tage in Fort Livingston. Da der Auftrag nicht mit zwei kampfunfähigen Söldnern durchgeführt werden konnte, forderten wir Verstärkung aus Eisenschmiede an. Marisa traf wenig später ein, mit der von Steinherz vorgeschlagenen, von der Forscherliga eingerichteten Reiseroute. Ich übernahm daraufhin die Einsatzleitung. Unser nächster und vorerst letzter Anhaltspunkt war Beutebucht.


Aufbruch nach Beutebucht 1 – die Gurubashi-Arena

Nachdem wir Fischer und Lawley von ihren explosiven Gemischen und Heiltränken befreiten, zogen wir weiter. Nach einem holprigen Ritt entlang der Zerklüftung eröffnete sich vor uns der tiefe, undurchsichtige Dschungel. Doch noch bevor einander unsere Orientierungskünste vorführen konnten, begegneten wir zwei Reisenden: Vater und Sohn. Beide legten noch ein Gebet am nächstgelegenen Wegschrein ab. Sie erklärten, dass sie auf dem Weg zur Gurubashi-Arena waren. Da dies sowieso auf unserer Route lag, boten wir ihnen unseren Begleitschutz an. Mit der Karte der Reisenden erreichten wir schon nach wenigen Stunden die Arena, auf der die dicht befahrene Haupthandelsroute in Richtung des Kaps führte. Zahlreiche Wesen tummelten sich hier, von denen die meisten auf dem Weg in die Arena waren. Wir hielten es für richtig, sich in diesem Ballungszentrum nach Informationen umzuhören. Leider konnten wir nicht in die Arena eintreten ohne Karten zu erwerben. Also machte ich mich auf, dies zu tun, während die anderen anfingen, sich nach den McFarlanes zu erkundigen. Da ich mehrere Stunden hätte warten müssen, drängelte ich mich schlicht und ergreifend vor und kam so nach wenigen Minuten schon an die von mir begehrten Karten. Wir entschieden danach trotzdem nicht in die Arena einzutreten. Einerseits tummeln sich drinnen genau die gleichen Personen wie draußen, andererseits ist es fraglich, ob man bei der in der Arena stattfinden Attraktion überhaupt dazu kommt, Leute zu befragen. Während Hjalmar sich mit einem Troll unterhielt, der ihm Glücksbringer andrehen wollte, erklärten Rorie und Marisa, dass sich die Informationsbeschaffung ähnlich schwierig gestaltete, wie schon zuvor in Fort Livingston. Es stellte sich immer wieder heraus, dass die einfachen Arbeiter und Bauern stark mit der Bande sympathisieren, was mit ihrem Hass auf die Flussschiffgesellschaft zusammenhängt. Da wir nun doch nicht vorhatten in die Arena einzutreten, hatte ich vor, die Karten wieder loszuwerden. Ich mischte mich ein weiteres Mal unter die Leute und traf schon nach kurzer Zeit auf einen Familienvater, der mir Informationen der McFarlane Bande im Tausch mit den Karten für die Arena anbot. Ich willigte ein. Er erzählte, dass er mit der Flussschiffgesellschaft Nord-Westfall zusammenarbeite. In letzter Zeit kam es immer wieder zu Lieferausfällen, die wohlmöglich mit den gesuchten Verbrechern zusammenhängen. Dabei hatte man es immer wieder auf schweres Gerät und Waffen abgesehen. Der Familienvater vermutete, dass da etwas im Busch sei. Ich verabschiedete mich und traf mich wieder mit den anderen. Wir trugen unsere Informationen zusammen. Hjalmar hatte in der Zwischenzeit einen Aufnäher der Blutsegelkabuniere sowie einen Anhänger des Dampfdruckkartells erworben. Dass die McFarlanes irgendetwas planten war uns nun klar. Es galt nur noch herauszufinden was.


Aufbruch nach Beutebucht 2 – Angriff der Troll-Armee

Wir ritten entlang der Haupthandelsstraße Richtung Beutebucht. Marisa schien das Klima besonders zuzusetzen. So drohte sie mehrere Male beinahe vom Pferd zu fallen. Ansprechbar war sie kaum noch, geschweige denn kampffähig. Abgesehen verlief unsere Reise davon relativ unproblematisch. Hin und wieder begegneten wir an uns vorbeiziehenden Händlern und Reisenden. Die mehrere Meter hohen Klippen, die die Handelsstraße auf der wir uns befanden in die Mangel nahm sowie die schwüle Hitze und die flimmernde Luft, ließ uns trotzdem die Augen offenhalten um nicht vollkommen überrascht in einen Hinterhalt zu geraten. Es kam wie es kommen musste. Hinter dem nächsten Felsen kam uns ein panisch schreiender Mensch entgegen, der einige Meter hinter sich bereits seinen Karren mit Waren liegen gelassen hat. Nachdem er uns vor angreifenden Trollen warnte, wurde er von einem Pfeil durchbohrt und starb augenblicklich. Augenblicke später kam uns eine Meute von hochgewachsenen, mit Knochen behangenen Trollen entgegen. Wir schalteten schnell, da diese offensichtlich auf Ärger aus waren und bewarfen sie mit Gemischen, ehe wir in den Nahkampf übergingen und die erste Welle vollkommen vernichteten. Wirklich gefährlich wurden uns die Trolle, die uns von den Klippen aus mit vergifteten Pfeilen beschossen. Nachdem Hjalmars Pferd getötet wurde und sein Besitzer sowie ich schwere Verletzungen davontrugen, gingen wir in Deckung, mit dem Rücken zur Klippe, sodass wir wenigstens nur noch aus einer Richtung beschossen werden konnten. Nach dem Kippen von Heiltränken folgte der Gegenangriff in Form von meiner Armbrust und schließlich der Idee, mit den 25 Dynamitstangen den ganzen Abhang zu sprengen. Während ich also alles nötige dafür packte und mich auf den Aufstieg vorbereitete, zogen die Zwerge das Feuer auf sich und schritten mit dem letzten verbliebenden Pferd, nämlich meines, zum Karren des zuvor getöteten Händlers. Steinherz hat sich dabei besonders hervorgetan – ohne die Deckung ihres Schildes hätte die Einsatztruppe nach wenigen Salven ausgesehen wie Alteracer Lochkäse. Aber auch mein Pferd raffte wegen dem Gift, mit das die hinterhältigen Trolle ihre Pfeile bestrichen irgendwann dahin. Kurz bevor ich ‚die Bombe‘ legen konnte, den ganzen Abhang sprengen wollte um den Trollen gehörig Angst einzujagen, stoppte der Angriff. Urplötzlich. Wir vermuteten, ihnen ist die Munition ausgegangen. Schnellstens packten wir das Wichtigste zusammen – so viel wir eben ohne Pferde tragen konnten – und zogen weiter, die Straße entlang, hin zu einer Passage, an der der Abhang abflachte und Einlass gewährte zu einer Lichtung mit Wasserfall.


Aufbruch nach Beutebucht 3 – Aufbruch zur Küste, zurück und das Aufeinandertreffen mit den Blutsegelkabunieren

An einen Fluss abseits der Straße konnten wir unser Wasser auffüllen. Um einen weiteren Hinterhalt zu vermeiden, brachen wir zur Küste auf um von dort aus nach Beutebucht zu reisen. Auf einer erhöhten Position verschafften wir uns einen Überblick. Dort entdeckten wir einen Gorilla. Wir hielten es für unklug mitten in sein Territorium zu laufen, also blieben wir gehörig auf Abstand und marschierten weiter durchs Dickicht. Zu unserer Überraschung stoßen wir urplötzlich auf eine alte, morsche Holzbrücke die wir aber, trotz der schweren Rüstungsträger, unbeschadet passieren konnten. Unbeschwert, wenn auch mitgenommen hielten wir weiter auf die Küste zu, ehe wir das Opfer von einem gut durchdachten Angriff eines Rudels aus Raptors wurden; dabei ging, meinem jugendlichen Leichtsinn zu Schulden meiner Tapferkeit meinem Leichtsinn wegen Hjalmar und ich unter den zahlreichen Angriffen unter. Rorie konnte sie im Alleingang danach mit einem explosiven Gemisch in die Flucht jagen und damit die gesamte Einsatztruppe davor bewahren, als Mittagessen zu enden. Nach einer geschlagenen Nacht – Marisa ging es langsam wieder besser – entschied die Truppe, man müsse, obwohl man die Küste schon fast erreicht hatte, wieder zurück auf die Handelsroute. Mittels einer Liege wurde ich transportiert, da bei dem Raptorangriff mein Bein schwer verletzt wurde. Hjalmar musste, der Erschöpfung wegen seine Rüstung ausziehen. Trotzdem erreichten wir die Handelsstraße, nachdem wir ein weiteres Mal dem Gorilla begegnete – wobei unklar ist, ob es sich um das gleiche Exemplar wie zuvor handelte – unbeschadet. Und dort begegneten wir dem fahrenden Volk, wie zuvor schon. Nur wurden sie in diesen Augenblick nicht mit Pfeilen durchbohrt. Im Gegenteil. Sie waren bestens gelaunt. So gut gelaunt, dass sie unserer Bitte, mit ihnen bis nach Beutebucht reisen zu dürfen, nachkamen; wir fuhren in ihrem Karren mit und wurden von einem Passagier namens Doktor Rob notdürftig verarztet.
Der Ärger wartete nicht lange auf sich. Der Karren, in dem sich die gesamte Söldnerschar befand, hielt urplötzlich an. Grund dafür war eine Straßensperre der Blutsegelkabuniere. Ich ließ es auf den Versuch ankommen, mich als der ihren auszugeben, indem ich mir den Aufnäher, den Hjalmar Tage zuvor an der Gurubashi-Arena erworben hat, in Sekundeneile auf die Schulter nähte. Währenddessen haben Hjalmar, Rorie und Marisa Zeit geschunden. Die einfachen Piraten haben mir noch abgekauft, dass ich zu den Blutsegelkabunieren gehörte – wer aber hätte damit rechnen können, dass sich unter ihnen ein hochrangiger Offizier befinde. Balthasar Jefferson. Dieser durchschaute das falsche Spiel und wollte die Wahrheit wissen. Damit rückten wir raus und erfuhren, dass Frank, der ja auf einer Geschäftsreise nach Beutebucht war, in den nächsten Tagen ein Treffen mit den Blutsegelkabunieren hat. Wo sich Frank befand, wusste er allerdings nicht. Wo das Treffen stattfinden sollte, wollte er uns ebenfalls nicht sagen. Dass wir daran schuld seien, dass die Blutsegelkabuniere ihr Dynamit nicht erhalten, verschleierten wir. Jefferson bot uns schließlich Begleitschutz nach Beutebucht. Dies nahmen wir dankend entgegen und verabschiedeten uns von Doktor Rob und seinem verbliebenen Anhang.


Ankunft und Informationsbeschaffung in Beutebucht

Die Ankunft in Beutebucht verlief unkompliziert. Wir hielten es nicht für nötig, noch eine Sekunde länger in der Nähe der Piraten zu verweilen als nötig. Dank Marisas Kenntnisse fanden wir uns relativ gut in der wirren ‚Stadt‘ zurecht und tauchten in einem Etablissement namens ‚Zum rasierten Hocker‘ unter. Dort besprachen wir das weitere Vorgehen. Der Hauptverdacht war, dass die McFarlanes das Treffen mit Frank, dem Geschäftsführer der Flussschiffgesellschaft und den Blutsegelkabunieren sprengen wollte. Also war es nun unser Ziel, die McFarlanes nach Möglichkeit vorher ausfindig zu machen, damit nicht einer der wichtigsten Geldgeber für die Kopfgelder dahinrafft, bevor wir auch nur eine Dukate gesehen haben. Bevor wir aber zur Hafenbehörde aufbrachen um uns nach Schiffen der Flussschiffgesellschaft zu erkundigen, schnappte ich das Gespräch zweier Menschen auf, die sich über einer der McFarlanes unterhielten: Einer der Verbrecher sei vor nicht allzu langer Zeit ins Geschäft gekommen und hätte sich dort über Präzisionswaffen erkundigt. Als ich die Menschen darauf ansprach, machten sie schleunigst die Biege. Die Suche nach einem exotischen Präzisionsgewehr verstärkte unsere Vermutung, dass die McFarlanes einen Anschlag auf Frank planten. Leider konnten wir Marisas fachkundigen Rat ein weiteres Mal nicht in Anspruch nehmen, da sie erschöpft im Gasthaus blieben musste. Also blieb es bei Steinherz, Hjalmar und mir den Auftrag in eine schlussendlich doch noch gute Richtung zu führen. Unser erster Anhaltspunkt war die Hafenbehörde. Hier erkundigte ich mich bei diesem degenerierten und korrupten Pack einem der Beamten nach den Schiffen der Flussschiffbehörde. Heraus kam, dass sich drei Schiffe am Hafen befinden. Nachdem er mir auch die dazugehörigen Stege mitteilte, zog ich ab und traf mich wieder mit Hjalmar und Rorie die in der Zwischenzeit, mit jemanden sprachen, der sich mit Präzisionsgewehren auskenne. Herauskam, dass sich ein Anhänger der McFarlanes – wahrscheinlich der, der zuvor schon den zwei Menschen in Matrosenkleidung aufgefallen war – nach einer gnomischen Waffe erkundigt hat, die HZZM2, die aber gar nicht auf dem öffentlichen Markt zu erwerben ist. Der Händler leitete die Zwerge weiter an einen gewissen Emmet, an dem der Händler auch den McFarlane Kriminellen verwiesen hat. Nun hatten wir zwei Anhaltspunkte: Den Hafen mit den dazugehörigen Informationen oder die Adresse von Emmet. Wir entschieden uns erst zu Emmet zu gehen.

Emmet und die McFarlane Bande

Bei der Adresse angekommen zögerten wir nicht und klopften schlicht und ergreifend an der Tür. Emmet stellte sich als ein älterer, hilflos paranoider Mensch heraus. Als wir ihn seiner Wohnung eine Unterredung hielten, bestätigte er, dass die McFarlane Bande bei ihm gewesen ist und Interesse an diesem exotischen Präzisionsgewehr hatten. Emmet hatte zugesagt, er könne es ihnen besorgen versicherte ihnen zwar, er könne diese Waffe über Umwege anschaffen, doch der Preis dafür soll die gesuchten Verbrecher allerdings stutzig gemacht haben. Seitdem hat er sie nicht mehr gesehen und er vermutet, dass er sie auch nicht mehr sehen wird. Bevor wir ihn aber weiter ausquetschen konnte, klopfte es an der Tür. Darauffolgte die Aufforderung, alle Insassen, also wir, die Söldner und Emmet, sollen ohne Waffen mit erhobenen Händen nach draußen kommen. Emmet schwafelte paranoid vor sich her, angeblich sei dies der Geheimdienst, der ihm auf die Schliche gekommen ist. Während die Zwerge drauf und dran waren sich festnehmen zu lassen, also ohne Waffen nach draußen spazieren wollten, redete Emmet auf uns ein, warten zu müssen und wenn nötig, zu kämpfen. Ich willigte ein, die Zwerge allerdings marschierten befehlsverweigernd nach draußen und ließen sich fesseln. Nicht lebensmüde marschierte ich also schließlich auch nach draußen und bekam so erstmals die Gestalten ins Blickfeld: Keine Uniform und maskiert, aber dafür eine breite und vor allem hochwertige Palette an Ausrüstung. Bevor sie jedoch auch noch Emmet zwangen, sich zu ergeben, fielen alle der verschleierten Personen, mit Ausnahme von mir einer gezielten Explosion zum Opfer. Die McFarlane Bande zog auf, die, zumindest für diesen Augenblick, unsere Retter darstellten, so ironisch es auch klingt. Seff, Cheryl, Dieter, Kwing-Schulze und Hango, Nikoslav und schließlich Joe – abgesehen von Jey Wahrer waren alle anwesend. Emmet trat schließlich heraus und erklärte, dass wir, die Söldner, die sich immer noch totstellten, nicht zu den maskierten, bewaffneten Personen gehörten. Dies rettete uns wohl vorerst das Leben, aber wir kamen trotzdem nicht darum herum, von der Bande gefesselt zu werden um schließlich, weit weg von Emmets Wohnung aber immer noch in Beutebucht, in einem Lagerhaus zu untergebracht zu werden, das voll war mit Sprengstoff, Waffen und sogar einem Maschinengewehr.


Der Plan

Bevor die McFarlane Bande uns also töteten, rückten sie erstmal mit der Sprache raus, wie das bei großen Verbrechern und Schurken ja üblich ist. Tatsächlich, sollte man Seff McFarlane, einen verbitterten, von der Flussschiffgesellschaft verarschten Mann tatsächlich Glauben schenken, handelte es sich bei den maskierten und schwer bewaffneten Gestalten, die Emmets Wohnung umstellten um den Geheimdienst. Man vermutet sogar, dass das SI:7 dahintersteckt. Wir hielten es für das Beste bei der Wahrheit zu bleiben und uns zu erklären. Hjalmar ließ dabei aber geschickt seine Antisympathie gegenüber Frank, dem Geschäftsführer der Flussschiffgesellschaft miteinfließen. Seff erklärte, dass sie tatsächlich hier sind um Frank zu töten, aber das reichte nicht, um die Gesellschaft zunichte zu machen. Franks Tod war die ‚persönliche Note‘ in seinem Plan, denn der Geschäftsführer hatte vor Jahren Seffs Frau getötet und dessen Tochter vergewaltigt, als jene ihren Hof nicht abtreten wollten. Plan war es, die Anwesenden des Treffens das bald stattfinden sollte zu töten; darunter also die Vertreter der Flussschiffgesellschaft, den Blutsegelkabunieren, sowie, und das erfuhren wir zu diesem Zeitpunkt, mit die Venture Company, die Defias und nicht zuletzt einer Geheimorganisation, die zumindest in den gesamten östlichen Königreichen agiert, ‚die Ungekrönten‘. Letztere sind schon seit geraumer Zeit hinter der Bande und Emmet hinterher. Da es nicht reichte, die Vertreter der größten Handelspartner der Flussschiffgesellschaft zu töten – denn sie würden nach kurzer Zeit schlicht ersetzt werden – ging der Plan noch einen Schritt weiter. Denn nachdem dermaßen viel Irritation gestiftet wurde, fallen, so laut Prognose der Bande, die Aktien der Gesellschaft ins Bodenlose. Diese würde man dann zum Großteil aufkaufen, die Geschäftsführung übernehmen und das Gewerbe schließlich vollends gegen die Wand fahren. Das war der Plan. Und für diesen Plan brauchte man nicht nur die HZZM1 sondern auch weit über hunderttausend Goldstücke. Um an das nötige Kapital zu kommen, wollte man vorerst die Bank von Beutebucht ausrauben. Das ist kein Scherz. Und wir sollten ihnen dabei helfen. Uns blieb gar nichts anderes übrig, wenn wir weiterleben wollten. Zum Dank wurde uns Gold in Höhe der Kopfgelder versprochen, die auf die McFarlanes ausgesetzt waren.


Der Bankraub der in die Geschichte eingehen soll – Teil 1

Zuallererst holten Strumpf, Joe und ich in den frühen Morgenstunden die restlichen Stangen Dynamit aus dem Gasthaus, in dem die Söldnerschar gerastet hat. Marisa liegt immer noch fiebrig im Bett und war zu diesem Zeitpunkt vollgepumpt mit schläfrig machenden Arzneimitteln, was mir die Erklärungsversuche ersparte, plötzlich mit den von uns gesuchten Verbrechern gemeinsame Sache zu machen. Die Marie-Elena bekam einen neuen Anstrich und wurde mit Schredder-Motoren versehen. Sie sollte den McFarlanes und den Söldnern als Fluchtvehikel dienen – nach dem Bankraub, versteht sich. Jey würde uns zu einem gegebenen Zeitpunkt mit der Schaluppe abholen. Während Nikoslav, Hjalmar und ich das Maschinengewehr auf dem Dach der Bank von Beutebucht in Stellung bringen sollten, war es die Aufgabe von Dieter und Joe das angrenzende Gasthaus in Brand zu setzen um die Zivilisten aus dem Weg zu räumen und den Haudraufs keine Möglichkeit einräumend, uns über einen direkten Weg zu erreichen. Nachdem das Feuer gelegt war – ein Inferno – ging es also los. Die Söldnerschar und Nikoslav kämpften sich durch das Gasthaus, im Gepäck das Maschinengewehr und eine Menge Munition. Wir schlängelten uns durch Zivilisten und auch wenn die brandheiße Luft im Gebäude uns den Atem nahm und der Haut Verbrennungen zufügte, gelangten wir schließlich heil nach draußen. Bestandteil unserer Aufgabe war es auch, die kezanischen Präzisionsschützen auf dem Dach der Bank auszuschalten. Hjalmar und Rorie hatten keine Probleme damit dies durchzuführen. Danach platzierten wir das Maschinengewehr auf dem Dach der Bank. Gleichzeitig erklang der Schuss eines Bankangestellten, der den Überfall meldete. Daraufhin mobilisierten sich zahlreiche Haudrauf-Einheiten am anderen Ende der Stadt und stiegen in kleineren Schiffen um zu uns überzusetzen. Hier kam das Maschinengewehr in Stellung an das ich mich setzte. Während ich also damit beschäftigt war, einen Haufen Grünhäute den Garaus zu machen, zeigten sich endlich auch Cheryl und Seff, die kurz zuvor die Heckenschützen an den naheliegenden Felsen ausgeschaltet haben. Seff brachte einen Handbohrer mit um eine gezielte Sprengung des Daches vorzubereiten. Als ich mich für wenige Sekunden umdrehte sah ich nur einen abgebrochenen Handbohrer und einen Zwergen der auf einen fluchenden Seff einredete. Mir ist schleierhaft, was da passiert ist. Plan war es nun, das Dach Stück für Stück zu sprengen – das ging solange gut, bis das Maschinengewehr irgendwann einfach weggefegt wurde, weil niemand Zeit hatte, es zur anderen Seite des Daches in Sicherheit zu ziehen. Direkt unter uns am Steg wurde die Konzentration von Sicherheitskräften immer größer. Hango wurde im Nahkampf getötet, Schulze landete blutend im Wasser. Doch nach einer gefühlten Ewigkeit offenbarte sich nach einer letzten Sprengung das Innere der Bank.


Der Bankraub der in die Geschichte eingehen soll – Teil 2

Ich hatte die Ehre, als erster in den Tresorraum zu steigen und wurde gleich von einem Paar Schrotflinten erwartet, die wir aber rasch ausschalten konnten. Nun zeigte sich auch endlich Jey Wahrer, der die Marie-Elena in unmittelbarer Reichweite zur Bank navigierte – sich selbst ankündigend, indem er eine Granate in Richtung der Goblins warf. In der Zwischenzeit stopften wir Gold in Säcke, mobilisierten handliche Kisten und ließen palettenweise Goldbarren eine improvisierte Rampe, die direkt zu unserem Fluchtschiff führte, herunterrutschen. Es dauerte nicht lang da öffnete sich die Tür der Bank und es zeigten sich weitere, mit Kettenhemd und Schrotflinten ausgestattete Haudraufs. Die blutrünstige Cheryl machte kurzen Prozess mit ihr und verhinderte schlimmeres. Ganze Schiffverbände des Dampfdruckkartells und der Blutsegelkabuniere waren mittlerweile damit beschäftigt uns den Weg abzuschneiden. Also mussten wir uns mit dem Gold zufriedengeben, das wir bis dahin auf das Schiff gebracht haben und machten nun selbst die Biege. Die Motoren, mit der die Marie Elena versehen wurden machten sich bezahlt, doch die Hafenblockade der Galeonen war mittlerweile so dicht, dass es unmöglich war, zu türmen. Strumpf und Joe haben glücklicherweise einige der Schiffen Stunden zuvor präpariert. Kurz bevor die Marie-Elena also drohte aufzuklatschen, explodierten einige der Galeonen, was uns letztendlich die Flucht ermöglichte. Doch noch bevor wir endlich in Sicherheit schippern konnten, machte eine Flugmaschine auf uns Jagd. Nikoslav überreichte uns Repetiergewehre; er selber griff zu einem Raketenwerfer. Doch es blieb bei wenigen Schüssen des ‚einfachen‘ Schießeisens um auch diese Gefahr zu bannen. Die McFarlane Bande setzte uns schließlich an der Küste ab unweit von Beutebucht. Man versprach uns, man melde sich in naher Zukunft bei uns um den Plan schließlich zu vollenden. Wir sollten warten. Also warteten wir.


Das Wiedersehen


Wir warteten. Doch kurz bevor sich die Zweifel in uns festsetzen konnten, man hätte uns über's Ohr gehauen, zeigte sich ein Mitglied der McFarlane Bande. Es war Vater Joe der uns darüber informierte, dass das Treffen von Frank, den Geschäftspartnern der Flussschiffgesellschaft sowie den Geheimdienst 'die Ungekrönten' am heutigen Tag stattfinden sollte. Da die Marie-Elena überall am Kap gesucht wird, mussten wir laut Joe den Treffpunkt mit dem Rest der Bande über den Dschungel erreichen. Außerdem wurden wir darüber in Kentniss gesetzt, dass Kopfgelder auf Hjalmar, Rorie und mich ausgesetzt waren in Höhe von fünfhundert Goldstücken. Das Kopfgeld der McFarlane Bande wurde pro Mitglied auf tausend Goldstücke erhöht. Auf einer Klippe angekommen, auf der man einen guten Blick auf das Geschehen werfen konnte - bisher waren nur Mitglieder der Blutsegelkabuniere zu sehen in Form einiger Dutzend Matrosen sowie drei Kriegsschiffen - verabschiedete sich Joe mit den Worten, der Rest würde gleich hier eintreffen. Nach einiger Zeit traf nicht nur ein Gyrokopter ein, sondern auch ein Flussschiff, dass mehrere bewaffnete Söldner beherbergte und einen, in schwarz gehüllten Mann, der, wie sich später herausstellte, Frank war. Weiter beobachten konnten wir nicht, da unweit von uns ein Haufen rotmaskierter, bewaffneter Gestalten auftauchten die uns ohne Vorwarnung festnahmen - dass sie zufällig auf ihrer Patroullie auf uns stießen war ziemlich unwahrscheinlich. Wir nahmen an, es gehörte zum Plan oder Vater Joe hatte uns verraten. Wir ließen uns also abermals auf diesem Auftrag die Waffen abnehmen und schließlich führten uns die Piraten oder die Defias, oder weiß der Geier wer das war uns ab.
Wir stiegen die Klippe entlang runter auf die Küste, wurden in ein Beiboot gesetzt und schipperten damit zu einem der Flakschiffe der Blutsegelkabuniere, wo wir dann unter Deck gebracht worden sind. Dort 'wartete' auch Jey Wahrer auf uns, ebenfalls gefesselt. Der wollte zu diesem Zeitpunkt aber kein Wort sagen. Irgendwann zeigte sich schließlich auch Cheryl, die von mehreren bewaffneten Matrosen zu uns geschleppt wurde. Außerdem zeigte sich Vater Joe, der seinen Verrat an der McFarlane Bande beichtete um von seinen Straftaten freigesprochen zu werden. Wir saßen fest aber dabei wollten wir es nicht belassen. Hjalmar war der erste, der es schaffte mit purer Kraft die Fesseln zu lösen. Daraufhin folgten die anderen; es folgte ein Gemetzel unter Deck bei dem wir als Sieger hervorgingen. Kurz bevor ein Unteroffizier drohte uns mit Schrot zu durchsieben, wurde er von hinten von Vater Joe erschossen, der dann doch kein Verräter war. Liest sich das nur so bescheuert? Der hatte nämlich nur so getan, als würde er den Fadenziehern, nämlich den großen Spielern der Geschäftspartner und der Flussschiffgesellschaft in die Hände spielen indem er die McFarlane Bande gegeneinander ausspielt. Der Waffenhandel der HZZM1 verlief nicht nach Plan. Deshalb kam der Verdacht auf, es befände sich ein Verräter in den eigenen Reihen. So änderte Seff den Plan, damit nicht jeder in eine Falle lief. Jeder bekam andere Befehle. Wir hatten aber keine Zeit darüber nachzudenken, wer uns denn verraten haben soll. Unser Ziel war es nun die Schiffbatterie auf die Küste auszurichten. Auch Nikoslav traf ein und tötete während er zu uns stieß mehrere Matrosen. Während Jey Wahrer sich die Kleidung eines toten Blutsegelkabuniers anneignete, warfen wir, also die Söldnerschar, einen Blick auf die Küste. Dort brach das reinste Chaos aus. Ein Großteil der Anwesenden wurde vergiftet, Piraten bekämpften Defias, Defias erschossen Söldner der Flussschiffgesellschaft und innerhalb weniger Sekunden lagen mehrere hochrangiger Mitglieder - darunter als Beispiel auch Balthasar Jefferson - im Dreck. Nur von Frank fehlte jede Spur, der allen Anschein nach immer noch auf dem Plumpsklo sitzt, dass er zu dem Zeitpunkt betrat, als wir durch die maskierten Kerle abgeführt wurden. Das Gefecht verlief zugunsten der Piraten, die daraufhin mit zwei Dutzend Matrosen das Plumpsklo umstellten. Frank wurde gezwungen mit niedergelassenen Waffen und erhobenen Händen aus dem Plumpsklo zu schreiten doch noch bevor er befragt werden konnte, musste er sich von seinen Eiern verabschieden. Das war Seff. Nun sollten wir die Kanonen abfeuern um der Küste ordentlich einzuheizen und das taten wir. Unterdessen zeigte sich auch Dieter Strumpf der im Chaos auf ein Beiboot geflüchtet ist um zu uns zu kehren. Er erklärte, dass er derjenige war, der ein Großteil der Anwesenden vergiftet hat indem er sich als Kellner der Versammlung verkleidet hat. Dadurch haben die Anwesenden sich erst gegenseitig verdächtigt. Er brachte auch den, auf dem Schiff versteckten Raketenwerfer mit. Nun wo Seff seinen Todfeind, nämlich Frank beim sterben zusah kam die Frage auf, wie es denn nun weiterging. Da offenbarte Vater Joe, dass Seff selbst der Verräter war: Denn der ganze Plan diente dazu, dass alle ohne Misstrauen ihre Aufgabe erledigen. Seff McFarlane selbst hatte Sturmwind informiert, aber nicht um die Bande auszuliefern, sondern um ihren Tod zu inszenieren. Und das klappte folgendermaßen: Während Seff Frank beim sterben zusah, tauchten Streitkräfte der Allianz mit Gyrokoptern auf. Sie seilten sich ein und umstellten ihn. Seff zeigte im nächsten Augenblick auf das Schiff wo der Rest der Bande sowie die Söldnerschar steckte und zog daraufhin die Waffen. Natürlich wurde er sofort erschossen. Um den Rest der Bande auszulöschen, richteten sich die Maschinengewehre der Gyrokopter auf das Flakschiff, auf dessen Oberdeck wir uns kurz zuvor noch präsentiert haben. Doch als die Gyrokopter endlich anfingen zu schießen, saßen wir alle schon sicher im Beiboot. Zeitgleich schoss Jey mit dem Raketenwerfer auf das Pulverlager des Schiffes - dies resultierte in einem riesigen Feuerball. So sah es aus, als hätten die Gyrokopter das Schiff explodieren lassen und alle wären im Glauben, sie hätten die McFarlanes und uns in die Luft gesprengt. Wir warteten in einem umgeworfenen Beiboot bis die Allianztruppen abgezogen sind und haben uns dann schlussendlich auf eine Sandbank gerettet.


Flucht und Ende

Für uns ging es in einer nochmals umgestrichenen Marie Elena nach Surwich. Abgeholt haben uns Emmet sowie Schulze, der doch nicht ertrunken ist und sich am Tag des Raubzugs an Land retten konnte. Vater Joe erklärte uns noch, dass nun alles nach Plan verlaufe. Sein Kontaktmann in Sturmwind hatte das Gold, was wir Tage zuvor gestohlen hatten, längst erhalten und wird nun die nötigen Anteile der Flussschiffgesellschaft aufkaufen damit die McFarlane Bande sie schlussendlich ruinieren kann. Die Bande teilte sich auf und bevor auch der Priester Joe verschwand, drückte er uns eine Schatzkarte in die Hand, die einen Ort südlich von Surwich auf einer Insel markierte. Dorthin reisten Hjalmar, Rorie und ich und hoben eine Kiste aus in der sich fünftausend Goldstücke befanden. Unser Lohn. Schlussendlich.



Soldverteilung


5000 Goldstücke

Kasse des Dämmersturms: [4798] Goldmünzen

Alexander García, Söldner: [50] Goldmünzen, [75] Marken
Kathlyn Lawley, Söldner: [50] Goldmünzen, [25] Marken
Marisa Grauwerth, Söldner: [50] Goldmünzen, [25] Marken
Jon Fischer, Söldner: [50] Goldmünzen, [25] Marken
Hjalmar, Tagelöhner: [1] Goldmünze, [25] Marken
Rorie Steinherz, Tagelöhner: [1] Goldmünze, [25] Marken



gez. Alexander García





Zitat:

Bericht: Angriff auf die Rotband-Piraten

Ziel: Lokalisierung des Piratenschiffes Magnifizenz und Beihilfe bei der Requisition des Schiffes

Teilnehmer: Alexander Veidt ( Rottenmeister ), Finnje Freitag ( Söldnerin ), Kathlyn Lawley ( Söldnerin ), Dagobert Rosenluft ( Tagelöhner )

Ergebnis: Erfolgreich

Missionsverlauf

Aufgrund der Informationen, die ich dank Jason Robards, einem ehemaligen Mitläufer des Dämmersturms und Karduin Malloc, einem Mann mit Verbindungen zum Allianzmilitär in Erfahrung bringen konnte, war eine hinreichende Vorbereitung und Planung möglich. Für die geplante Mission sollte die Rotte Veidt die Piratenfestung Küstenwacht im Nordosten des Schlingendorntals, nahe Zul'Gurub, infiltrieren. Die Rotte sollte zu diesem Zweck die Rolle fahrender Händler und ihrer Leibwache aus Glücksrittern verkörpern, mit Dagobert Rosenluft als reisender Arzt und Finnje Freitag als reisende Händlerin von Heilsalben und Tinkturen. Kathlyn Lawley und ich würden die Rolle von fahrenden Mietklingen spielen, die in den Süden wollten und die Mitfahrt auf einem Karren mit dem Schutz vor Banditen oder anderen Übergriffen bezahlen würden. Im Vorfeld lies ich meine Rüstung umlackieren um das Risiko zu vermeiden, von Piraten erkannt zu werden, hatte ich doch viel Zeit in Beutebucht verbracht. Ich besorgte außerdem einen kleinen Wagen und zwei günstige Pferde, um diesen zu ziehen. Finnje leistete bei der Vorbereitung die meiste Arbeit, denn sie gestaltete den Wagen, bemalte ihn und schmirgelte die Farbe stellenweise ab, um dem Karren ein abgenutztes Aussehen zu verleihen, auch bastelte sie originalgetreue Trollpfeile, die sie auf den Wagen feuerte, um nach der Fahrt durch das Schlingendorntal noch glaubwürdiger zu wirken. Finnje stellte außerdem falsche Tinkturen und Heilsalben her sowie Heiltränke und Gemische. Die Rotte hat sich eine Meile östlich von Goldhain getroffen und brach von dort aus in den Süden auf.

Die Reise war weitgehend ereignislos. Im Dämmerwald schlossen wir uns fahrenden Händlern an, die ebenfalls ins Schlingendorntal unterwegs waren. Eine reisendes Ehepaar verlor ihren Sohn bei einem Angriff durch Wildworgen, den wir ohne eigene Verluste abwehren konnten. Wir banden uns die Köpfe der Worgen an die Sattel der Pferde, um bei den Piraten und potentiellen Troll-Angreifern Eindruck zu schinden. Im Rebellenlager im nördlichen Schlingendorntal fanden wir weitere Mitreisende, allen voran einer Gruppe aus fünf verarmten Jugendlichen, die zur Küstenwacht wollte, um sich den Rotband-Piraten anzuschließen. Mara, meine Kontaktperson von der 101. Division, den sogenannten Luftgeborenen, wartete dort auf uns und begleitete uns bis kurz vor die Küstenwacht, die wir über einen Bergpass nördlich von Zul'Gurub erreichten, am frühen Abend. Wir sollten Mara kontaktieren, sobald wir genauere Informationen hatten.

Zweifellos war es von Vorteil, die Festung nicht als Rekruten oder heimlich des Nachts zu infiltrieren, denn obwohl es weit weniger Piraten als in den mir genannten Informationen gab, wurden die jungen Anwärter sofort in den unteren Teil des Lagers gebracht, während wir auf einem kleinen Platz lagern durften. Eben weil die Uhrzeit bereits fortgeschritten war, sollte Dagobert die Behandlung der Piraten erst am nächsten Tag beginnen. Finnje und Lynn gesellten sich an ein Lagerfeuer, wo Finnje den Piraten entlockte, warum die Rotband-Piraten so offen Anwärter suchten, aber trotz gutem Andrang das Lager nicht brechend voll war: Sämtliche Anwärter, die zu unfähig und zu schwach waren, wurden aussortiert und den Verlassenen überlassen, die in regelmäßigen Abständen ein Schiff vorbei schickten, den sogenannten Schwarzen Frachter. Im Austausch dafür bekamen die Piraten Waren aus Grom'gol und erhofften sich auch weitere Schiffe zu bekommen, während sie weiter rekrutierte und die Spreu vom Weizen trennte.

Am nächsten Tag begrüßte man uns mit der Nachricht, dass wir am nächsten Morgen verschwinden sollten. Hier muss ich Dagobert überaus lobend hervor heben, denn er bewirkte einen längeren Aufenthalt in der Basis, der mit seinem Wirken als Arzt zu rechtfertigen war. Auch kam er so in Kontakt mit General Grau, dem Zwergen, dem die ganze Küstenwacht unterstand. Nach einer ausgiebigen ärztlichen Behandlung seines entzündeten Stumpfes schien der Zwerg Dagobert sehr wollgesonnen zu sein. Dagobert könnte ihn im Zuge der Behandlung betäuben und erfuhr, dass die Piraten ewig nicht mehr auf See waren, dank eines Glücksgriffes, der mehr Geld einbrachte als die Geschäfte mit den Verlassenen. Er fand eine Karte, die eine Position im Süden markierte und eine Liste mit den vergangenen und geplanten Besuchen der Verlassenen. Er kopierte beides und fand sich wieder beim Wagen ein, wo er mit der Behandlung der Piraten begann. Finnje suchte gleichzeitig das Gespräch mit dem Versorgungsoffizier, einem Leerenelfen dem sie entlockte, dass das Piratenschiff nicht auf Beutezug war, sondern im Süden ankerte, bei einem neuen Hauptquartier. Sie verkaufte dem Leerenelfen außerdem fünf Kisten voller falscher Salben und Tinkturen, für fünf Goldstücke. Unglücklicherweise wurde uns anderen in der Zwischenzeit gesagt, dass der General den Doktor behalten wollte und wir anderen zum Abend hin das Lager zu verlassen hatten. Im Wagen tauschten wir die gesammelten Informationen aus und gingen die nächsten Schritte durch.

Wir ließen den Anwärtern im unteren Teil des Lagers eine versteckte Warnung zukommen, die sie hinsichtlich der Geschäfte mit den Verlassenen aufklärte. Auf Rat von Dagobert hin wurde auch General Grau ein Brief zugespielt, mit der Absicht, ihn auf unsere Seite zu ziehen, mit Aussicht auf Amnestie und einer reichen Belohnung, als Alternative zum sicheren Tod durch die Allianz. Dabei banden wir ihm nicht auf die Nase, dass wir nur so wenige waren, sondern warnten vor einer großen Streitmacht der er nur entkommen konnte, wenn er rechtzeitig die Seiten wechselte. Finnje und ich lenkten die Wachen am östlichen Eingang der Basis ab, damit Lynn sich nach draußen schleichen konnte. Dabei wurde Lynn jedoch entdeckt und obwohl sie sich trotzdem davon schleichen konnte war sie gezwungen, ein explosives Gemisch in die Basis zu werfen, um eine Ablenkung zu schaffen. Sie gab Mara die gesammelten Informationen, die Position der zweiten Basis - wie sie auf der Karte vermerkt war - und die Termine, zu denen die Verlassenen vorbei kamen. Mit einem Funkgerät in ihrem Rucksack gab Mara die Informationen weiter und gab Lynn eine Leuchtpistole, mit der sie Unterstützung rufen solle. Gleichzeitig versetzte die kleine Explosion das halbe Lager in Aufregung und im unteren Teil des Lagers brach ein Aufstand der Anwärter los, die sich gegen die Piraten stellten. Im Zuge dessen kam es bei unserem Wagen zu einem Schusswechsel, bei dem die übrigen beiden Offiziere der Küstenwacht ums Leben kamen und sich der General auf unsere Seite stellte. Ich wurde dabei angeschossen, konnte aber mit einem Heiltrank stabilisiert werden.

Wir zogen ohne Karren an der Ostküste entlang, in Richtung Süden, den das zweite Hauptquartier der Rotband-Piraten war südlich von Zul'Gurub an der Ostküste zu finden. General Grau blieb zurück holte uns jedoch ein, nachdem die Unruhen in der Küstenwacht ein Ende fanden - zugunsten der Anwärter und der Piraten, die dem General treu waren. Mit etwa drei Dutzend Überläufern holte er uns ein und führte uns durch den Urwald zur zweiten Basis der Piraten. Die große Überraschung war hier ein mit goldenen Fresken verzierter Gurubashi-Tempel, der beim Weltenbeben versunken war und innerhalb einer versteckten Bucht lag, in dem auch das Piratenschiff ankerte und die zweite, kleinere Basis zu finden war. So begann der letzte Teil der Mission, bei dem ich den General dazu aufrief, uns mitten ins Piratenlager zu führen. Einen Anwärter ließ ich draußen mit der Leuchtpistole zurück, er sollte nach zehn Minuten eine Leuchtrakete abfeuern und die eintreffende Allianz-Verstärkung auf den Stand der Dinge bringen.

Im kleineren, von einer Mauer umspannten Lager trafen wir auf etwa fünfzig Piraten die in einer hölzernen Kaserne und in zahlreichen Zelten lebten. Der erste Maat, ein Goblin, erwartete uns und führte uns zum Kommandanten der Piraten, der weder im Tempel noch im Lager zu finden war, sondern an Bord des Schiffes. Den Versuch, mit der gesamten Rotte dabei zu sein, als der Zwerg dem Kommandanten detailliert vom Angriff der Allianz erzählte, der die Küstenwacht zerstörte und ihn zur Flucht zwang, blockte der erste Maat ab. So konnte General Grau lediglich Dagobert und Finnje mit sich nehmen, während Lynn und ich mit den übrigen Überläufern warten mussten. Schließlich, als nach Minuten das Leuchtsignal am Himmel erschien, entschloss ich mich, die Initiative zu ergreifen.

Denn das Schiff war weitestgehend leer und es schien, als habe sich ein Großteil der Piraten in den Tempel begeben, der mit Beibooten erreicht werden konnte. Die übrigen Piraten waren im Lager, so dass das Schiff weitgehend unbewacht und unbemannt war. Und so stürmten Lynn und ich das Schiff, während die Überläufer sich gegen die Rotband-Piraten im Lager stellten. Im Vorfeld hatte ich noch erklärt, im besten Fall Deckung auf der Mauer oder auf dem Schiff zu suchen. Unter Deck des Schiffes band ich den Adjutanten und den Kommandanten mit dem Sturmbumerang, während der Bootsmann und der Erste Maat im Kampf gebunden wurden. Überraschenderweise griff der Pandaren-Söldner Tao Chow-Chow mich hinterrücks an. Im Zuge der Kämpfe verletzte er mich ernsthaft mit seiner exotischen Kampfkunst. Der Kommandant wurde vom wirbelnden Wind des Bumerangs zerrissen, der auch den Tauren schwer verwundete, so dass er von Lynn letztendlich bezwungen werden konnte. Der Bootsmann feuerte auf den Ersten Maat, in der Hoffnung, all das Dynamit an dessen Leib zum Explodieren zu bringen, was scheiterte und dem Goblin das Leben kostete. Auch General Grau fiel dem Revolverbeschuss des Orcs zum Opfer, ehe dieser von Finnje getötet werden konnte. Der Pandaren wurde von Dagobert mit einem beherzten Kopfschoss nieder gestreckt, unmittelbar nachdem er mich kampfunfähig geprügelt hatte.

Im Lager war gleichzeitig eine wilde Schlacht zwischen Piraten und Überläufern losgebrochen. Die Überläufer waren eingekreist und konnten sich nicht zur Deckung des Schiffes durchschlagen und zwei Dutzend starben bei den heftigen Scharmützeln. Der Mut der Verzweiflung muss sie jedoch angetrieben haben, denn trotz Unterzahl wurden die fünfzig Piraten im Lager auf die Hälfte reduziert. Ehe sich das Blatt jedoch zu unseren Ungunsten entwickeln konnten, trafen die Soldaten der Allianz ein und überwältigten die restlichen Piraten im Lager, ehe sie auch jene im Tempel überwältigten.

Das kleine Lager der Piraten - und hauptsächlich der mit Gold gefüllte Tempel - wurde von der Allianz gesichert, die schließlich mit dem erbeuteten Piratenschiff zur Küstenwacht segelten. Vor der Küste erwartete uns das eigentliche Schiff der Allianz, von dem die Verstärkung mittels Gyrokoptern über dem Urwald abgeworfen worden war. Wir konnten in der Küstenwacht lagern, wo ich mich von meinen Verletzungen erholte und wenige Tage später noch zusah, wie das Schiff der Verlassenen vor der Küste überrascht und versenkt wurde. Erst dann traten wir die Heimreise auf unserem Karren an. In Sturmwind berichtete ich in Anwesenheit von Mara und Karduin Malloc vom Missionsverlauf und bekam für unsere Rolle bei der Schiffsrequisition 1660 Goldstücke ausgehändigt.

Abschließende Bemerkungen und Besoldung

Jedes Mitglied der Rotte Veidt hat die zugewiesenen Aufgaben zu meiner vollsten Zufriedenheit erledigt. Ich möchte Finnje hervor heben, die mit ihrer Vorbereitungsarbeit betreffend des Wagens und der falschen Salben und Tinkturen großes Bemühen und Eifer für unsere Sache bewies. Lynn hat wie immer absolut präzise Arbeit geleistet und durch die Tötungen von Leutnant Vio Leth, Sergeant Scarless und Adjutant Schwarzhorn ihre Kameraden beschützt und den Missionserfolg voran getrieben. Dagobert hat - wie auch Finnje - wertvolle Informationen beschafft und trotz seines Wirkens als Feldschers hatte er meiner Meinung nach die größte Herausforderung zu bewältigen, im Angesicht des Feindes und in einer ungewohnten Umgebung. Er bewältigte diese Herausforderung und verdiente sich nicht nur meinen Respekt, sondern sollte außerdem zum Mitläufer befördert werden. Auch soll eine Siegmarke ihn an diese erste, größere Prüfung im Dienst der Rotte Veidt und des Dämmersturms erinnern. Ich bin sehr stolz, diese drei an meiner Seite wissen zu dürfen.

Gemeinsam mit den 1660 Goldstücken und den Köpfen von Iley Rot ( 100 Gold ), Schwarzhorn ( 25 Gold ), Broun ( 35 Gold ), Grehn ( 75 Gold ), Grau ( 75 Gold ) und Scarless ( 25 Gold ) sowie den Verkauf von falschen Salben für 5 Gold beläuft sich der Gewinn für den Dämmersturm auf exakt 2000 Goldstücke. Der Sold für die Rotte fällt folgendermaßen aus:

Alexander Veidt ( Rottenmeister) : 299 Goldstücke
Finnje Freitag ( Söldnerin ) : 50 Goldstücke
Kathlyn Lawley ( Söldnerin ): 50 Goldstücke
Dagobert Rosenluft ( Tagelöhner ): 1 Gold

Kasse des Dämmersturms: + 1600 Goldstücke

Im Zuge der Mission konnte der Pandaren-Söldner, Tao Chow-Chow zwar nicht lebendig gefangen werden, doch fielen seine Habseligkeiten in den Besitz des Dämmersturms. Dies wäre das Grüne Schwert der Unterwelt - eine hochwertige Shaktani-Kriegsklinge, eine reich verzierte Schwertlanze, eine der heiligen Drachenkugeln und zahlreiche Glücksbringer und Amulette. Da die Diebstähle dieser Gegenstände wohl auch das hohe Kopfgeld auf den Pandaren erklären, empfehle ich, entweder einen Gehilfen des Schatzamtes nach Pandaria zu schicken oder gar mehrere Mitglieder des Dämmersturms, die die Gegenstände ihren rechtmäßigen Besitzern zurück bringen - gegen entsprechenden Finderlohn.

Dem Sturm entgegen
Alexander Veidt



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Dem Sturm entgegen! - Schlachtruf und Grußformel der Söldner des Dämmersturms.


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 Betreff des Beitrags: Re: Berichte: "Gegenwart"
BeitragVerfasst: 17. Jun 2018, 16:24 
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Jaydenn hat geschrieben:
Bericht: Die Geschichte von Eis und noch mehr Eis

Auftragsziel: Beschaffung von Skroths abgeschlagenem Kopf und das aufsuchen des auf der Flucht verlorengegangenen Amuletts

Teilnehmer:
Aylen Thalindar (Söldner – Einsatzleitung)
Bernd (Söldner)
Jessica Lichtenherz (Mitläufer)
Jonnar McQuade (Tagelöhner)

Ausgang des Auftrags:
Erfolgreich

Zusammenfassung:
Am Abend vor dem Aufbruch habe ich mich von der in Eisenschmiede stationierten, auftraggebenden Forschergruppe auf den aktuellsten Stand setzen lassen, was die Lage angeht; sie haben mich darüber aufgeklärt und mir eine Karte gegeben, die zu dem Standort des zerstörten Lagers führt. Früh am nächsten Morgen brach die Gruppe, bestehend aus Bernd, Lichtenherz, McQuade und mir, zu dem Lager auf. Die Reise verlief ereignislos bis auf den Aufstieg auf die nächsthöheren Ebene Dun Moroghs, die nur durch eine Klettereinlage zu erreichen war.
Die sich auftuende Ebene war von Menschenhand unberührt und völlig der Natur überlassen, doch auch Wildtierübergriffe blieben uns erspart. Auf dem Weg zum Lager entdeckte Lichtenherz eine Höhle, von der wir zuerst vermuteten, es sei die Höhle des Yetis. Ihr Standort ist auf der Karte von mir vermerkt worden und kann so eventuell für weitere Nachforschungen in dieser Sache erreicht werde. Kurz darauf stießen wir auf das zerstörte Lager, welches ungünstig inmitten eines Passes lag, der zwei recht unstrategische, klaffende Eingänge besaß. Das Lager bestand aus drei Zelten, nun nicht mehr als zerrissene Laken und einer zerstörten Holzhütte. Trotz der Angabe des Auftraggebers, dass die dort lagernde Forschergruppe rechtzeitig die Flucht ergreifen konnte, fanden wir in der Nähe der Zelten mehrere, bis zur Unkenntlichkeit auseinander gerissene Leichen – eindeutig Gnome. Sie trugen einfache Winterkleidung, die sich nicht zuordnen ließ. McQuade fand am hinteren Ausgang des Passes bereits schneeverwehte Spuren, doch sie waren zu groß für einfache Wildtierspuren. Es wurde gemeinsam beschlossen, zuerst den Spuren zu folgen, statt die zuvor gefundene Höhle zu erkunden.

Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit und der sich ausbreitenden Kälte entfachten wir die Feuerstelle im Lager und blieben dort über Nacht, um Erholung und bessere Sichtverhältnisse beim aufspüren sicherzustellen. Selbstverständlich wurden Wachen für beide Pässe eingeteilt, damit uns nicht das gleiche Unglück wie die Forschergruppe ereilen würde.

Noch bevor die Sonne aufging packten wir unsere Sachen und verfolgten die Spuren – sie führten uns zu einem Höhleneingang, vor dem Knochenhaufen aufgestapelt waren. Die Tatsache, dass dort nicht nur kleine Wildtiergerippe lagen, sondern auch die Überreste eines Bären, bestätigten den Verdacht, dass es sich hierbei um die Höhle des Yetis handeln musste. Zu dem Zeitpunkt waren wir durch diverse Spuren noch davon überzeugt, dass es sich um mehrere Yetis handeln müsse. In der Höhle, die sich bloß als Durchgang entpuppte, fanden wir eine Wandmalerei eines offensichtlich relativ intelligenten Wesens; es zeigte eine Art Geschichte. Die erste Zeichnung zeigte viele Yetis während der Verlauf klar machte, dass nur einer übrig geblieben ist – nämlich Skroth. Auf der letzten Malerei jagte er wutentbrannt humanoide Wesen.
Die Höhle führte uns nicht in ihr Inneres, sondern offenbarte sich, wie bereits erwähnt, als einen Durchgang, der uns zu einem versteckten Hain führte. Merkwürdige Geräusche eines Wesens kamen aus einer uns nicht ersichtlichen Ecke; McQuade sah als erstes, dass es sich um Skroth handelte, der an etwas arbeitete. Daher rührten auch die schleifenden Geräusche.
Ohne große Umschweife positionierten wir uns und konfrontierten den Sohn des Winters; während magische Fesseln ihn an Ort und Stelle banden zeigte sich McQuade geschickt im Umgang mit seinem Bihänder und Bernd gelang es, dem Yeti in den Rücken zu fallen und ihn mit wenigen, gekonnten Hieben fast komplett zu zerlegen. Lichtenherz‘ Magie aus gleißendem Licht brachten ihn schließlich zum Fall. Während des Kampfes wurde deutlich, dass der Yeti Frostmagie durch seinen Odem heraufbeschwören kann, was seine Einzigartigkeit und seinen Ruf durchaus belegt. Glücklicherweise kam dadurch niemand zu Schaden.
Das gesuchte Amulett baumelte an einem seiner Hörner und war offensichtlich magisch – doch nach dem Kampf war es, als wäre die Magie des Amuletts mit dem Tod des Yetis gänzlich erloschen. Trotz mehrerer Versuche gab es keinen Weg, irgendetwas daraus zu filtern, weshalb wir das nun ordinäre Amulett ebenfalls samt enthauptetem Kopf Skroths abgegeben haben.



Entlohnung:
50 Goldstücke (Abgabe des Kopfes + Amulett)
4 Goldstücke (Trinkgeld der Forschergruppe)
5 Goldstücke (von Thalindar im Lager gefundene, anschließend verkaufte Uhr)

Gesamt: 59 Goldstücke
Übriger Betrag nach Soldverteilung: 52 Gold und 50 Silber

Soldverteilung:
(Aufgrund der finanziellen Lage und der vergleichsweise niedrigen Entlohnung für diesen Auftrag wurde davon abgesehen, die maximal zur Verfügung stehenden Löhne für alle Ränge auszuteilen. Ich bitte um Nachsicht.)
Bernd – 5 Goldstücke
Aylen Thalindar – verzichtet auf Sold
Jessica Lichtenherz – 1 Goldstück
Jonnar McQuade – 50 Silberstücke

Gezeichnet
Aylen Thalindar


Zitat:

Verkauf der gestohlenen Pandaren-Artefakte

Im Auftrag des Schatzmeisters habe ich Kontakt zu den Pandaren in Sturmwind aufgenommen. Die vom Kopfgeldjäger Tao Chow-Chow im Schlingendorntal erbeuteten Artefakte, die aus verschiedenen Klöstern Pandarias gestohlen wurden, sollten ursprünglich für 1000 Goldstücke gemeinsam mit einem lebendigen Tao Chow-Chow nach Pandaria gebracht werden. Da der pandarische Kopfgeldjäger, der Meister des schnellen Abschieds, jedoch getötet wurde und eine Reise nach Pandaria zu zeitaufwendig wäre, beauftragte der Kommandant das Schatzamt - und der Schatzmeister wiederum mich - die Artefakte in Sturmwind gegen einen entsprechenden Finderlohn abzugeben oder anderweitig zu verkaufen.

Das Gespräch mit einem der Pandaren, Stählerne Stirn, verlief anfangs wenig erfolgsversprechend. Man war deutlich enttäuscht, dass Tao Chow-Chow selbst nicht lebendig zurück gebracht werden konnte. Für die Artefakte wollte man mir 500 Goldstücke geben. Aber ich habe deutlich gesehen, dass man mich schnell abfertigen wollte und vermutlich wollte Stählerne Stirn selber auch ordentlich was verdienen. Also ging ich in die Offensive und erzählte von den wilden Kämpfen gegen die Rotbandpiraten und gegen Tao Chow-Chow selbst. Und ich deutete an, dass ich mir die Reise und all den Trubel auch einfach sparen könnte, um die Artefakte selber zu behalten, sie zu versteigern oder sie der Forscherliga zu geben.

Am Ende gab Stählerne Stirn jedoch klein bei. Volle 1000 Gold bekam ich für die Artefakte und all die Mühen, die der Dämmersturm auf sich nehmen musste, um sie zu bekommen. Das Geld wurde bereits dem Schatzmeister ausgehändigt.

Dem Sturm entgegen

Dr. phil Shelly Lorna Aphra



Zitat:

Verkauf der Gnomenwaffen in Kaltenbruch

Da der Kommandant mitsamt einiger hochrangiger Mitglieder des Dämmersturms bei den Feierlichkeiten zur Befreiung von Kaltenbruch vor einem Jahr eingeladen war, bot sich dem Dämmersturm eine Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen. Da der Kommandant bezüglich der erbeuteten Gnomenwaffen der Blattschuss-Bande mit Lady Hekate gesprochen hat, war es meine Aufgabe, mich mit dem Schatzmeister von Kaltenbruch zu treffen und über einen Preis für die Gnomenwaffen zu verhandeln.

Die beiden erbeuteten Schredder fanden unglücklicherweise auf wenig Interesse, da man in Kaltenbruch nicht bereit ist, Gnome oder gar Goblins zu beschäftigen. Einen Umbau der Fahrerkabinen halte ich für zu zeitaufwendig und teuer. Es bleibt noch abzuwarten, was mit den beiden Schreddern passieren soll. Bei den Feierlichkeiten suchte ich das Gespräch mit dem Schatzmeister, Jaquan von Geldenfels. Allerdings brauch ein Wettbewerb im Tauziehen unser Gespräch ab, bei dem Von Geldenfels als Kommentator dienen sollte. Aus Langeweile meldete auch ich mich an. Die Zweiergruppen wurden per Losverfahren ermittelt und ich bekam eine dürre Handwerkerin namens Kathul als Partnerin.

Gleichzeitig schloss der Kommandant mit Lady Hekate eine Wette ab, bei der es um 25 % der Verkaufserlöse ging, je nachdem, ob ich den Wettbewerb gewann oder nicht. In der ersten Runde gewannen wir gegen Payton Langzahn vom Haus Hekate und Lady Fiona Wynters vom Haus Van Haven. Am nächsten Tag gewannen wir gegen Anna van Ardhall und Gadrean Callaghan. Da wir restlos jede unserer Runden gewannen, bekamen Kathul und ich einen Pokal und ich obendrein einen Bonus von 25% für die Gnomenwaffen.

Und das sollte sich als sehr hilfreich erweisen, denn Von Geldenfels verhandelte knallhart. Gerade wegen dem Bonus wollte ich so gewinnbringend wie möglich verkaufen, ohne jedoch zu unverschämt zu werden. Am Ende verkaufte ich die 11 Schockflinten und 12 Sägeschwerter jedoch für 5500 Goldstücke, was mit den zusätzlichen 25% einen Gesamtgewinn von 6875 Goldstücken bedeutet. Ein ordentlicher Bonus für ein paar Runden Tauziehen.

Den Großteil des Geldes nahm ich bei der Abreise via Portal schon mit mir, der Rest wurde bei Lieferung der Waffen ausgehändigt. Ich beauftragte meine Gehilfin, Miss Aphra mit dieser Aufgabe. Sie sollte natürlich einige Reiter aus Gorheim mit sich nehmen. Die Übergabe verlief ereignislos. Jaquan von Geldenfels und das Haus Hekate könnten auch in Zukunft noch Interesse an Waffen zeigen. Besonders Belagerungswaffen aus Lichtnah wären für sie interessant - und für uns lohnenswert, sollte sich da etwas bewerkstelligen lassen.

Dem Sturm entgegen

Alexander Veidt



Zitat:

Bericht: Angriff auf Lichtnah und Aiden

Ziel: Unterwerfung von Lichtnah und Aiden zwecks Festigung von Thomas Reiters Herrschaft

Teilnehmer: Alexander Veidt ( Rottenmeister ), Finnje Freitag ( Söldnerin ), Kathlyn Lawley ( Söldnerin ), Dagobert Rosenluft ( Mitläufer ), Aylen Thalindar ( Söldnerin )

Ergebnis: Erfolglos

Missionsverlauf

Nach einem ereignislosen Flug und einem kurzen Zwischenfall in Gorheim, bei dem sich reiche Bewohner der Stadt lauthals über die neue Reichensteuer beschwerten, brach die Rotte gemeinsam mit Hendrick Heinekens Lanzenreitern auf, gen Westen. Uns wurden Pferde zur Verfügung gestellt. In den westlichen Ausläufern des Kaderwulstwaldes sah Finnje eine ungewöhnliche Lichtreflexion, fand aber keine Spuren, sondern lediglich einen beißenden Verwesungsgeruch, der sich nur langsam verflüchtigte. Aylen konnte keine magischen Spuren entdecken. Es drängte sich der Verdacht auf, dass die Verlassenen bereits im Gefälle herum wandern. Heineken bestätigte, dass der Wald seit dem Verschwinden des Söldnerbunds Helmstahl nicht mehr bewacht wurde, abgesehen von einem kleinen Außenposten. Der Rest der Reise blieb ereignislos und wir erreichten Höhlingen am Fuße des Grenzgebirges am frühen Abend, wo wir von Thomas Reiter in Empfang genommen wurden und ich ihn vor möglichen Verlassenen in den Wäldern warnte.

In einer Taverne schmiedeten wir die Angriffspläne. Thomas Reiter bestand auf einen gleichzeitigen Angriff auf beide Orte und während er mit seinen dreißig Soldaten am liebsten Aiden angegriffen hätte, hätte er dem Dämmersturm Lichtnah überlassen - das riskantere Ziel. Wir einigten uns schließlich darauf, dass Peter Appel Aiden angreifen würde, mit etwa fünfzehn Reitern. Mit Gemischen sollte die Palisade durchlöchert werden. Eine Täuschung mit gefärbten Granaten, wie von mir in Betracht gezogen, würde bei Lichtnah nicht funktionieren, wie mir Thomas Reiter versicherte. Lichtnah wüsste, wie Untote kämpfen. Ich schlug vor, dass Reiters Soldaten Wappenröcke von Aiden tragen sollten und das Tor ansteuern sollten, mit der Behauptung, Aiden wäre gefallen. Meine Rotte sollte mit den Blinzelruten zum Tor springen und dieses öffnen, falls die Täuschung nicht gelingen würde. Und ansonsten eben hilfreich dazu kommen, um den Kampf rasch zu beenden. Heineken und dreizehn Reiter sollten hinter den Wolfssoldaten den Hang hinab kommen und in die Stadt preschen. Ein rascher Überraschungsschlag. Als die falschen Wappenröcke fertig waren, zogen wir auch schon los. Unsere Truppen trennten sich und Appel und seine Reiter kamen weit schneller voran, während wir anderen uns durch tiefen Schnee kämpfen mussten. Dabei ritten unsere Reiter eine Schneise für die Wolfssoldaten in den Schnee. Eine kräftezehrende, ermüdende Reise.

Nahe Franzdorf entdeckten Finnje und ich einen Wachposten auf einem Berg. Ich vermutete, dass es sich um einen Wachposten handelte. Aus Sorge, man könnte Lichtnah vorzeitig alarmieren, ließ ich Aylen einen Fokus für die Ruten setzen und die Rotte blinzelte hoch. Es handelte sich um eine Stellung mit zwei gigantischen Triböken, die uns mühelos unter Beschuss hätte nehmen können. Etwa ein Dutzend Wachen war hier stationiert. Wir schalteten sie aus, verhörten jedoch einen Überlebenden, der uns erklärte, warum Lichtnah und Aiden eigentlich rebellierten: Der Wolf - und später Thomas Reiter - hatte zugelassen, dass sich die Verlassenen auf ihren Friedhöfen ihrer Toten bedienten. Reiter hatte uns angelogen, damit wir für ihn die Aufständischen nieder machten. Und natürlich wusste Lichtnah, wie Untote kämpften, da sie diese von ihrem Friedhof vertrieben hatten. Damit bestätigte sich auch der Verdacht, dass wir Untote in den Wäldern des Gefälles hatten. Den Wachmann versorgten wir, so gut es ging und ließen ihn in einer Hütte zurück. Offenbar gab es keine Wege Richtung Lichtnah und die Wachmänner schlugen sich die Munition für die Triböke selber aus dem Berg heraus.

Ich wollte Thomas Reiter zur Rede stellen, im Besten Fall mit dem Ergebnis, dass das Handeln der Verlassenen ein Ende hatte und Lichtnah und Aiden sich ohne einen Angriff wieder auf Reiters Seite stellen würden. Und so passte ich den Plan an, handelte dabei jedoch überstürzt. Ich hatte da oben, auf dem Berg, wenig Zeit für eine angemessene Planung und ich war unschlüssig, was Thomas Reiter wohlmöglich machen würde, wenn er bemerkte, dass wir stutzig geworden waren. Ich wollte Reiter nicht unten, auf der schneeverschneiten Straße ansprechen, denn im Falle eines Streites wären seine dreißig Mann unseren müden, dreizehn Reitern überlegen gewesen. Ich wollte Lichtnah warnen, auf unsere Seite bringen und Thomas Reiter vor den Toren von Lichtnah einkreisen und zur Rede stellen. Ich ließ Heineken eine Nachricht zukommen, steckte ihm einen Zettel zu, denn ich wagte kein offenes Gespräch, aus Sorge, Reiters Argwohn zu wecken, denn er war ohnehin skeptisch, warum wir so lange auf dem Berg waren. Und so reisten wir weiter, bis wir schließlich den Pass in Richtung Lichtnah erreicht hatten.

Die Soldaten des Wolfes gingen den Pass hinab, Heineken und seine Reiter warteten. Meine Rotte folgte der Klippe oberhalb des Passes, um einen besseren Überblick für den Fokus der Blinzelruten zu bekommen. Aylen setzte den Fokus bei einem Steg am Seeufer. Ich nahm allerdings nur Lynn und Finnje mit. Aylen und Dagobert sollten zu Heineken aufschließen, der Thomas Reiter in den Rücken fallen sollte. Dies gab Aylen außerdem die Möglichkeit, einen weiteren Fokus zu setzen, der uns bei Bedarf aus der Gefahr bringen sollte, vorzugsweise in die Nähe von ihr und Heineken. Und so sprangen wir drei nach Lichtnah, wo wir Von Kapen gerade rechtzeitig warnen konnten, denn Reiter und seine Männer standen direkt vor den Toren. Und eine weitere Entwicklung bestätigte sich hier: Die überlebende Wache bei den Triböken hatte es uns bereits gesagt: Der Rest vom Helmstahl lagerte in Lichtnah. Es folgte reichlich Diskussion zu Ansichten, Vorgehensweisen und Schuldzuweisungen. Und dann kam es zum Kampf.

Von Kapen hörte meinen Worten zu, Vincent Dürer jedoch nicht, war unzugänglich für jede Vernunft und Logik und fanatisch in seinem Hass auf den Dämmersturm. Der Helmstahl griff uns an, stürmte wie eine Meute Berserker auf uns zu, trotz meiner Bemühungen, sie davon zu überzeugen, dass der Dämmersturm nicht mit Dämonen und Untoten paktierte. Sie waren der Meinung, dass Salma Sinclaire von Anfang an eine Dämonin gewesen war. Das Dutzend wurde von uns dezimiert und auch die Armbrustschützen Von Kapens eröffneten schließlich das Feuer. Zwei Helmstahler und Dürer blieben übrig. Lynn rettete mir das Leben und kassierte dafür einen üblen Hieb Dürers, der mich erwischt hätte. Von Kapen wollte Blutvergießen eigentlich vermeiden und war der Ansicht, dass man Thomas Reiter zur Vernunft bringen müsse. Doch dieser hörte nicht zu, machte kehrt und zog mit seinen Soldaten ab. Gleichzeitig weigerte sich der Hüter der Ländereien, sich Thomas Reiter in den Weg zu stellen. Denn er sah die Dinge genau so wie Reiter. Aylen versuchte, ihn und seine Männer zu überzeugen, doch Heineken ritt dann alleine fort, nach Norden. Richtung Aiden.

Kommentar von Hendrick Heineken, dem Hüter der Ländereien: Mit Verlaub, hier muss ich die Mängel dieses Berichtes beheben und meine Sicht der Dinge darlegen. Wenngleich ich nie wusste, wie genau der Wolf (und später Thomas Reiter) die Verlassenen davon abhalten, die Westgrenze des Nordwestgefälles zu bedrohen, war ich mir doch im Klaren darüber, dass es irgendeine Abmachung gegeben haben muss. Dieser Pakt bestand darin, dass Lichtnah und Aiden ihre Friedhöfe für die Leichenkarren der Untoten öffnen sollten. Ein Abkommen, das vermutlich schon seit einiger Zeit anhielt. Das ist ekelhaft, ohne jeden Zweifel. Doch es erfüllte seinen Zweck und schützte das ganze Gefälle vor einer Invasion der Untoten. Durch die Destabilisierung der Westgrenze und nun auch noch den verdammten Tod Thomas Reiters ist dies alles verspielt und die Untoten haben kaum einen Grund, sich länger zurückzuhalten. Ich will nicht wissen, mit welcher Wucht uns ihr Zorn treffen wird. Reiter tat also Schändliches, doch er hatte keine Wahl und tat es letztlich, um das Gefälle zu schützen. Aiden und Lichtnah dagegen ergaben sich ihren egoistischen Gelüsten und ergriffen die Chance, das Nordwestgefälle im Stich zu lassen, kaum da der eiserne Griff des Wolfes sich von ihnen gelöst hatte. Da ein großer Krieg zwischen Horde und Allianz bevorsteht, hätte sich diese Situation langfristig für alle Beteiligten verbessern können. Doch so ist die Möglichkeit in den Wind geschossen, die Untoten bis zum Ausgang dieses Konfliktes von uns fernzuhalten. Sie mögen kommen, den Westen überrennen, Markstadt niederbrennen und dann nach unseren Ländereien trachten. Rottenmeister Veidt schien mit seiner lordaeronschen Leidenschaft zu glauben, wir könnten die Untoten aufhalten, so wir nur zusammenstehen: Ich muss nicht ausbreiten, was für eine närrische Idee das ist. Aiden und Lichtnah brachten ein düsteres Opfer - doch besser sie als wir selbst. Das alles im Angesicht einer möglichen Verbesserung der Situation in den nächsten Jahren, so die Allianz nur mit ausreichender Kraft nach Lordaerons Grenzen langt. Rottenmeister Veidt handelte wahrlich überstürzt und ohne jede Absprache mit mir, der die Suppe nun auslöffeln muss. Wir haben Monate, vielleicht sogar Jahre an Zeit verloren - und das könnte unser aller Untergang bedeuten.

In Lichtnah sahen Finnje und ich uns den Angriffen der überlebenden Helmstahler ausgeliefert, die den Soldaten und Schützen Von Kapens immer noch stand hielten. Ich griff mir eine Blinzelrute von Lynn und Finnje und ich teleportierten uns zurück, allerdings nicht ohne meine Bitte an Von Kapen, sich um Lynn zu kümmern. Auch versichte ich ihm, dass der Dämmersturm sich melden würde. Aylen hatte den Fokus zwischenzeitlich so gelegt, dass wir nicht oben auf der Klippe erschienen, sondern in ihrer Nähe, beim Pfad. Finnje und ich erschienen gerade rechtzeitig bei den Lanzenreitern, als Aylen eine hölzerne Brücke lichterloh in Flammen setzte. Denn die dreißig Männer von Thomas Reiter marschierten gnadenlos auf sie - und auf Finnje, mich und die Reiter - zu, waren für Worte nicht mehr zugänglich. Aylen vernichtete die Brücke und fast alle Soldaten verbrannten oder stürzten in die Tiefe. Reiters Schicksal war zu diesem Zeitpunkt noch ungewiss, doch eilten Soldaten aus Lichtnah durch das Tor. Wir jedoch zogen uns zurück, stiegen auf unsere Pferde und folgten Heineken nach Aiden, wo wir die Palisaden löchrig vorfanden, provisorisch vernagelt. Wir holten Heineken, Appel und die restlichen Soldaten unweit von Dörflingen ein. Nach einem Wortwechsel zogen wir weiter, nach Gorheim. Heineken erreichte Appel gerade rechtzeitig, um den Angriff auf Aiden abzubrechen. Es dürfte dort kaum Verluste gegeben haben. In Gorheim stiegen wir so rasch wie möglich in die Flugmaschine.

Dem Sturm entgegen

Alexander Veidt




Zitat:
Bericht: Kopfgeld auf Michael Schriller
Teilnehmer: Viktorie Goldschild (Einsatzleitung), Bernd, Jessica Lichtenherz, Hugo Pfeiffer
Ergebnis: Gescheitert. Der Auftrag wurde durch die sich entfaltenden Ereignisse abgebrochen.

Verlauf:
Wir trafen uns in Dunkelhain und wurden von Hauptmann Preiss der Nachtwache über den bevorstehenden Auftrag informiert. Zusätzlich zu den bereits gegebenen Informationen des Aushangs teilte er uns mit, dass Botschafter, Reisende und Söldner, die sich auf den Weg nach Stillhügel gemacht haben verschwunden sind, da man seit ihrem Aufbruch nichts mehr von ihnen gehört oder gesehen hatte.

Zeitig machten wir uns zu Fuß auf den Weg zu dem Ort, der im südlichen Dämmerwald nahe der Berge gelegen ist. Unser Hinweg führte uns durch ein Waldgebiet, in dem wir eine alte Mühle aufsuchten, um eine Rast einzulegen. Beim Sichern des Innenraums fiel uns auf, dass er kürzlich für ein Lager genutzt wurde. Die Spuren ließen auf mehrere Personen schließen, vielleicht drei bis fünf. Wir nahmen an, dass es sich um die verschwundenen Söldner gehandelt hat, von denen der Hauptmann der Nachtwache sprach. Das passt auch zu der Untoten, die wir zuvor am Wegesrand gesehen haben; sie wurde so gründlich zerschossen, dass sie nur noch aus Kopf, Armen und Torso bestand. Unsere Rast wurde durch laute Hilferufe gestört, die von einem einzelnen Söldner kamen, der die Straße hinablief, verfolgt von einer Gruppe Ghule. Trotz unserer Bemühungen, ihm zur Hilfe zu kommen, entschied er sich dafür, in den Wald zu laufen, woraufhin die Untoten ihn erreichen konnten und sogleich damit begonnen haben, ihn zu verspeisen. In einer kurzen Auseinandersetzung erlösten wir die Untoten von ihrem Dasein, um sie auf dem weiteren Weg nicht in unserem Rücken zu haben.

Ein kurzes Wegstück hinter der Mühle, in der wir nächtigten, stießen wir auf einen kleinen Vorort, der aus wenigen Häusern und einer Scheune bestand. Wir konnten zahlreiche Untote zwischen den Häusern wandeln sehen, ebenso fielen uns einige Leichen von Söldnern auf. Es kam der Verdacht auf, dass sie auf demselben Auftrag waren wie wir und daran scheiterten, bis auf den einen, dem wir zuvor auf dem Weg begegneten. Noch während wir darüber nachgesonnen haben, wie mit der Situation umzugehen ist, verließen die Untoten gesammelt den Ort und liefen weiter gen Stillhügel. Es kam die Vermutung auf, dass ihr Meister, der Nekromant, sie zu sich gerufen hat. Wir blieben wachsam und setzten unseren Weg fort.

Kurze Zeit später erreichten wir Stillhügel, einen Ort, der von Bergen umarmt wird und sich weitflächig erstreckt. Das große Stadttor, das nahtlos in die Bergkette übergeht, stand weit offen. Dahinter konnten wir weder Lebende, noch Tote sehen. Noch Leichen auf dem Boden. In der Ferne sahen wir Rauch, der von einem Gebäude ausging. Wir betraten den Ort und hielten uns abseits der Straße zwischen den Bäumen, als ein Horn geblasen wurde, woraufhin ohrenbetäubender Lärm begann. Wir sahen glühende Eisenkugeln den Weg hinabrollen und auch links und rechts des Tores lösten sie sich, prallten davor aufeinander und ließen nichts als glühendes Geröll und Asche zurück. Der Rückweg wurde uns somit blockiert.
Ein einzelner Reiter kam auf die Mitte des Ortes zugeritten. Bereits auf den ersten Blick ließ er sich als Lebender erkennen. Auf seinem Pferd konnten wir das Brandzeichen des Dämmersturms sehen, es war eines der Tiere aus Rottenmeister Veidts Pferdezucht. Der Mann, der sich zunächst ruhig verhielt und nur die Distanz zwischen uns und ihm verringerte, teilte uns mit, dass Schiller geflohen sei, was für ihn keine Rolle spiele, da wir sein eigentliches Ziel wären. Ein weiteres Mal blies er in sein Horn, was mehrere seiner Söldner, sechs bis acht an der Zahl, auf den Plan rief. Sie standen auf den Felsen neben dem Stadttor und richteten ihre Gewehre auf uns. Der Reiter stellte sich uns als Jerrod vor und war redselig genug, um uns mitzuteilen, dass andere seiner Bande sich in Westfall befinden, um Rottenmeister Veidts Kopf zu holen: Wir stießen auf Söldner der Venture Company. Und wir liefen ihnen geradewegs in die Falle.

Mit dieser neuen Erkenntnis fackelten wir nicht lange damit, Jerrod anzugreifen. Zugleich näherten sich uns mehrere Gruppen Untoter sowie zwei Gruppen weiterer Söldner, bestehend aus je sechs Mann. Jerrod begann, Granaten nach uns zu werfen. Es ist Bernds äußerst mutigem und kampfwilligem Einsatz zu verdanken, dass Jerrod sein Leben rasch verlor. Es verging nicht viel Zeit zwischen seinem Tod und dem schrecklichen Ereignis seines neuerlichen Erwachens als Untoter. Wir mussten annehmen, dass der Zauber des Nekromanten noch auf dem Gebiet lag oder der Nekromant doch nicht geflohen war. Da wir uns zahlreichen Gegnern, Lebenden wie Untoten gegenübersahen, waren wir zur Defensive gezwungen und zogen uns hinter die Mauer des Rathauses zurück und von dort aus in das Rathaus selbst. Dort verbarrikadierten wir die Zugänge und begaben uns in die Rathaushalle. Einige der Söldner bereiteten einen weiteren Angriff mit ihren glimmenden Kugeln auf uns vor. Das alte Gebäde, zu unserem Glück größtenteils aus Stein, hielt dem Angriff stand. Der Vorraum wurde völlig zerstört und der Rathausturm fiel auf den Vorplatz und nicht auf das Dach, was uns weiteres Glück bescherte und unversehrt davonkommen ließ. Während sich eine Gruppe der Söldner dem Rathaus näherte, stiegen wir zum Fenster hinaus und umquerten das Haus auf der Rückseiter, um uns ungesehen aus der brenzligen Situation zu befreien. Wir schafften es, uns an der Mauer des Rathauses entlang auf das Stadttor zuzubewegen, da die Söldner etwas weiter entfernt damit beschäftigt waren, ihren untoten Kameraden zu besiegen sowie die Schar Untoter, die sich mittlerweile angesammelt hatte, in Schach zu halten. Auch Schiller, der Nekromant, zeigte sich wieder und begann einen unerbittlichen Kampf gegen die Venture Company.

Hugo, der geschickteste Kletterer unserer Gruppe, begab sich auf die Felsen, befestigte ein Seil und ermöglichte es uns, ihm zu folgen und den Rückzug anzutreten. Wir hätten die Situation gerne bereinigt, doch waren wir zahlenmäßig unterlegen und mussten die oberste Priorität darauf legen, unser Leben zu wahren, um uns nach Westfall zu begeben.

Bevor wir uns auf den Weg nach Westfall machten, kehrten wir nach Dunkelhain zurück, um Hauptmann Preiss zu informieren. Ohne ihm zu viel verraten zu wollen, teilte ich ihm mit, dass Söldner der Venture Company es auf Schillers Kopf abgesehen hatten und uns um das Kopfgeld bringen wollten, woraufhin wir uns zurückzogen. Er war dankbar für die Informationen über Stillwasser, die wir ihm geben konnten und obwohl wir Schillers Kopf nicht abgeben konnten, war er bereit, uns mit Munition und einer Repetierarmbrust für Hugo auszustatten. Im Ort erwarben wir Brandflaschen und setzten unseren Weg ohne Zeitverzögerung nach Westfall fort. Ein Bote sollte unterdessen Kunde nach Eisenschmiede schicken, sodass der Kommandant über die Ereignisse und unseren Verbleib informiert wurde.

In Westfall stießen wir dazu, als der Kampf bereits im vollen Gange war. Die Venture Company hatte Feuer gelegt. Zwei Oger waren dabei, die Felder zu verwüsten, die wir passierten. Überall war Rauch, was uns Schutz bot und die Situation zugleich unübersichtlich werden ließ. Wir haben es geschafft, die zwei Oger mithilfe einiger Bauern, die Haus und Hof verteidigten, zu besiegen. Sie zeigten sich erfreut, uns zu sehen. Drei von ihnen, die alt genug und wehrfähig waren, schlossen sich uns bereitwillig an und führten uns zu Rottenmeister Veidt, der sich mit Muhbrak sowie weiteren wehrfähigen Bauern zum nächsten Hof zurückgezogen hatte. Als wir dort ankamen, sahen wir Rottenmeister Veidt auf dem Feld stehen und gegen einen Goblin kämpfen, der einen Raketenrucksack trug. Die weiteren Ereignisse und Details sind Rottenmeister Veidts Bericht zu entnehmen.

Abschließende Bemerkungen
Festzuhalten ist, dass die Venture Company bereit ist, stärkere Mittel als bisher gegen den Dämmersturm einzusetzen. Jerrods Gerede weist weiter darauf hin, dass sie ein Auge auf das Hauptquartier geworfen haben. Der Angriff auf die Pferdezucht von Rottenmeister Veidt, der vor den Ereignissen im Dämmerwald und in Westfall stattgefunden hat spricht dafür, dass sie uns bereits genauer beobachten und sich einen Überblick über unsere Standorte machen.
Jerrod und seine Söldner sprachen außerdem von einem Kalifen mit unbekanntem Namen, dem sie unterstellt zu sein scheinen. Ihren Anmerkungen zufolge gab es bereits in Tanaris einen Angriff auf den Dämmersturm, der von diesem Kalifen in die Wege geleitet wurde. Ich vermute, dass es sich um den Auftrag „Des Kommandanten neue Kleider“ handeln könnte, zu dem es bedauerlicherweise keinen Bericht mehr gibt. Während dieses Auftrages, bei dem wir Mithril erwerben sollten. wurden wir von der Venture Company angegriffen und konnten den Angriff abwehren.

Aus diesem gegebenen Anlass wird die Anzahl der Wachen unserer Lager in Sturmwind und Eisenschmiede erhöht, um die Bestände vor Diebstählen und/oder Sabotage zu schützen. Die neuen Einsatzpläne hängen bereits aus.

Viktorie Goldschild


Zitat:

Bericht: Oger-Training und Angriff der Venture Company auf den Hof in Westfall


( Eine kurze Schilderung des Trainingsprogramms sowie des Angriffes der Venture Company auf mein Leben )

Gemäß unserem Plan, Muhbrag nach Alterac zu bringen und bei unseren Vorhaben mit Murg dem Klotz zu assistieren, begann ich mit dem Training des Ogers, um ihn auf seine Aufgabe vorzubereiten. Der gutmütige Oger hat all die Jahre nach der Operation Blutsturm damit verbracht, auf den Höfen vom Bund freier Bauer zu leben. Er beschützte die Bauern vor wilden Tieren, Viehdieben und Banditen und wurde dafür untergebracht und versorgt. Man hatte eine alte Scheune für den Oger hergerichtet. Wie von mir vermutet war Muhbrag eingerostet und ist in all den Jahren ziemlich fett geworden.

Der wichtigste Teil des Trainings setzte sich daher aus einer Diät zusammen, sowie einer Mischung aus Ausdauer- und Muskelaufbau-Training. Über Wochen verlor der Oger also die überflüssigen Pfunde und gewann an alter Stärke zurück. Ich ließ ihn laufen - reichlich. Das gefiel ihm nicht besonders, aber Muhbrag ließ sich trotz allem immer wieder schnell von der Wichtigkeit seiner Aufgabe überzeugen. Auch ging ich mit ihm Murlocs, Gnolle und Kobolde jagen. So trainierte ich ihn über Wochen, um ihn bestmöglich in Form zu bringen. Dabei muss ich jedoch auch erwähnen, dass Murlocs, Gnolle und Kobolde keine wirklichen Gegner sind, weder für einen Oger, noch für mich. Dann jedoch geschah etwas unvorhergesehenes - welches das Training schlagartig zum Ernstfall machte und mir außerdem zeigte, dass Muhbrag definitiv bereit für seine kommende Aufgabe war.

Ich war wieder einmal in Westfall, war früh am Morgen mit meinem Streitross Fordring los geritten. Ich ließ Muhbrag einen Pflug ziehen, um eines der Felder umzupflügen. Dies war die beste Kraftanstrengung, die mir für den Oger einfiel. Und es hatte sich in den letzten Wochen als effektiv erwiesen. Ohne jede Vorwarnung kamen die ersten rollenden Bomben aus den nahen Wäldern gepoltert. Ich kenne Erzählungen über Garrosh Höllschreis Teufelswerk, über die schrecklichen Maschinen der Eisernen Horde. Es schien, als hätten einige Goblins noch immer das Wissen, derartige Technologie nachzubauen. Die Seitenwand der nahen Scheune explodierte und die Scheune brannte sofort lichterloh. Woanders wurde ein Wasserturm einfach in Stücke gesprengt, während zwei dieser kleinen 'eisernen Sterne' im Feld explodierten. Panik brach unter den Bauern aus. Seit dem Sieg von Rotte Everard damals, seit Muhbrag auf den Hof aufpasste, hatte es keine größeren Angriffe mehr gegeben. Die meisten Banditen hielten sich fern. Wegen Muhbrag und dem Banner des Dämmersturms, welches vor dem Hof aufgestellt war. Nun aber kamen die Angreifer genau wegen diesem Banner. Das wusste ich sofort, als ich den Goblin sah. Und als die ersten Schüsse auf mich abgegeben wurden. Vor Jahren hatte Freyri Heldenhammer den Bauern einige Schusswaffen gebracht und ihnen das Schießen beigebracht. Er hatte dafür gesorgt, dass die Fensterläden mit Metall verstärkt waren und Schießscharten hatten. Doch trotzdem dauerte es wertvolle Minuten, bis die Bauern sich vom Schrecken erholt hatten und endlich reagierten.

Zwischen den umliegenden Bäumen traten die Angreifer hervor. Kettenrüstung, Gewehre - und Granaten. Schüsse fielen und Granaten wurden geworfen. Ich scheuchte Muhbrag nach Westen und eröffnete das Feuer auf die Söldner der Venture Company. Doch was konnten ein Repetiergewehr, vier Schrotflinten und der Sturmbumerang gegen eine derartige Übermacht ausrichten? Ich überflog die Umgebung mit meinem Blick und schätzte etwa zwei Dutzend Angreifer. Die ersten Bauern wurden nieder geschossen, ehe sie ins Haus fliehen konnten. Und dann kamen auch noch die Oger dazu. Man musste eine Handvoll im Dämmerwald davon überzeugt haben, sich diesem Überfall anzuschließen. Möglicherweise kam diese Bande auch aus dem Schlingendorntal. Sofort kam mir der Gedanke, dass die Venture Company genau wusste, dass ich heute hier sein würde. Und das es hier Muhbrag gab. Nur deshalb hatten sie selber ein paar Oger mitgebracht. Sie hatten diesen Angriff geplant. Ich gestikulierte, brüllte Befehle, während sich die Flammen bei der Scheune und auf dem Feld weiter ausbreiteten. Ich gab einige Schüsse mit Freyri Heldenhammers Repetiergewehr ab und mittlerweile hatten auch die ersten Bauern ihre Gewehre ergriffen. Endlich fielen auch die ersten Angreifer. Doch die Übermacht war erdrückend. Ein Goblin mit Raketenrucksack und knallroter Rüstung führte den Angriff an und anhand seiner Gesten sah ich deutlich, dass ich das Ziel war. Und mehr noch: Sie konzentrierten ihre Angriffe nicht auf mich, sondern bedrohten auch deutlich die Bauern. Sie nutzten meine Ehre, meine Moral, gegen mich. Sie wussten, dass ich nicht einfach abhauen würde, während die unschuldigen Bauern in Gefahr waren. Und sie wussten, dass ich auch Muhbrag nicht zurück lassen würde. Die große Frage war nur, woher sie das wussten.

Weitere eiserne Sterne rollten aus dem umliegenden Wäldchen. Ein Getreidesilo wurde gestriffen und kippte einfach um. Und dann bebte die Welt, explodierte mein eigener Kopf, flammte mein Bewusstsein im Schmerz auf. Ich landete rückwärts im Dreck, irgendwo zwischen hüfthohen Tomaten. Blut floss in mein rechtes Auge und ich riss mir den Helm vom Kopf, nur um das Loch darin zu entdecken. Ich griff mir an den Kopf und sah, dass mein Handschuh blutbesudelt war. Meine Stirn blutete heftig. Die Kugel steckte noch im Innenfutter des Helms, war ausreichend gebremst worden, um sich nicht gänzlich in meinen Schädel zu bohren.

Ich stolperte benommen gen Westen, in Richtung des Haupthofes. Es hatte wenig Sinn, sich dieser Meute fast völlig alleine im offenen Kampf zu stellen. Ich war nicht so flink wie manch anderer. Abgesehen vom Bumerang mussten all meine Waffen nachgeladen werden. Hinter mir brannte die Scheune lichterloh und auch das Feld drohte, gänzlich in Flammen zu stehen. Die Venture Company und die fünf Oger rückten unerbittlich auf. Tatsächlich versuchten sie sogar, mich einzuholen und mir den Weg abzuschneiden. Doch der Rauch der Brände wehte ihnen entgegen. Das schenkte mir wertvolle Zeit, die ich nutzte, um mich fort zu schleppen und einen Heiltrank zu trinken. Beim westlichen Hof angekommen sah ich, wie Muhbrag aus seiner Hütte stürmte, mit Kettenhemd, Wappenrock und seiner gigantischen Keule. Er hatte die Hütte kaum verlassen, da krachten zwei rollende Bomben ins Gebäude und sprengten es in Stücke. Muhbrag wurde zu Boden geschleudert. Die Bauern hatten sich hier bereits in ihrem Gebäude verschanzt und feuerten mit ihren Gewehren aus den Fenstern. Weitere Angreifer gingen zu Boden. Nicht mehr ganz zwei Dutzend. Aber immer noch zu viel. Ich versuchte einen der Bauern mit meinem Pferd weg zu schicken, zur Späherkuppe oder Weststromgarnison. Er sollte Hilfe holen. Doch der Knabe erreichte mein treues Ross nicht einmal, denn Fordring wurde von einer rollenden Bombe getroffen und in Stücke gesprengt. Mit großem Kummer beklage ich diesen Verlust. Fordring hatte mich seit meiner Zeit bei der Wellenheimer Lanze begleitet und durch unzählige Schlachten gebracht - immer heil daraus hervor. Und nun hatte ich einen treuen Begleiter verloren. Und die Möglichkeit, um Hilfe zu bitten.

Die Angreifer hatten mir doch noch den Weg abgeschnitten. Der Goblin selbst zündete seinen Raketenrucksack und landete direkt neben mir, nur um mich sofort mit seinem Säbel zu attackieren. Benommen parierte ich den Hieb und sah, wie die Angreifer das umliegende Feld in Brand setzten und mit ihren Gewehren auf Muhbrag und auf die Bauern schossen. Ein Bengel nach dem anderen kippte tot in den Dreck. Doch soweit ich es beurteilen konnte, hatte die Venture Company auch einige Männer verloren. Aber es war nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Zwei Oger stürmten durch das rauchende Feld und nahmen Muhbrag in die Mangel, während ich mich darauf konzentrierte, den Goblin auf Distanz zu halten. Er war flink. Seine geringe Größe war sein Vorteil. Und mit seiner Armprothese parierte er so manchen meiner Hiebe. Um uns herum loderte das Feld und die Hitze war unerträglich. Der Rauch kratzte in meiner Lunge. Der Goblin sprach während unseres Duells von einem Kalifen und davon, auch im Dämmerwald eine Falle gestellt zu haben, für die Gruppe, die nach dem Nekromanten suchte. Der Goblin erwischt mich an der ohnehin schon blutenden Stirn und ich bekam ernste Probleme. Doch die Klinge des Säbles erwischte mich an der ohnehin schon blutenden Stirn und kurz knickte ich ein, ging auf ein Knie.

Ich kämpfte mich wieder auf die Beine, während Muhbrag sich mit seinen beiden Artgenossen prügelte. Blitzschnell droschen sie ihre gigantischen Keulen einander um die Ohren. Immer noch lieferten sich die Bauern und die Söldner einen heftigen Schusswechsel. Ich schleuderte den Bumerang auf eine Gruppe von Angreifern, die sich daran machten, das Bauernhaus zu stürmen. Sie alle wurden vom wirbelnden Wind zerfetzt, während ich mich mühsam verteidigte. Ich sah, dass der Goblin etliche Granaten am Gürtel hatte. Möglicherweise konnte ich damit eine Schneise ins brennende Feld sprengen. Dann blühten abseits vom Feld abermals Explosionen auf. Doch diesmal anders als vorher. Diesmal erwischte es die Söldner selbst! Hatten die Bauern das Blatt gewendet? Hatten sie aus Schwarzgebranntem ein paar Brandflaschen gebastelt? Oder war vielleicht doch jemand entkommen, um zur Späherkuppe zu reiten? Die Söldner der Venture Company aber waren überrascht. Und das war endlich wieder eine positive Überraschung. Es war eine Chance. Mit einem einzigen Hieb schlug Muhbrag seine beiden Gegner nieder und machte sich daran, ein Windrad umzuwerfen, damit es eine Brücke über die Flammen bilden würde. Und ich schleuderte dem Goblin etwas von Finnjes Blendpulver in die hässliche Visage, ging auf Distanz und feuerte meine Schrotgewehre leer. Doch der hässliche Mistkerl war flink. Einige Kugeln durchlöcherten seine Ohren und seine Rüstung, doch er aktivierte hektisch seinen Raketenrucksack und hob in den Himmel ab, um sich einen Überblick zu verschaffen.

Eine Granate explodierte neben Muhbrag und schleunderte ihn gegen das Windrad, welches knackend nachgab und endlich umfiel. Und dann spürte ich es: Die Hitze der Schlacht, die Müdigkeit und der Zorn wichen von mir, als eine ganz andere Wärme sich um meine Schultern schmiegte, mein Herz mit Zuversicht und neuer Kraft erfüllte. Sofort sah ich zur Seite, über das brennende Feld hinweg. Viktorie war hier. Natürlich erkannte ich ihren Segen, nach etlichen Schlachten. Alleine in Silithus hatte das Licht mir mehrmals das Leben gerettet. Muhbrag und ich schleppten uns über das Windrand, weg vom brennenden Feld. Der Goblin bemerkte, dass das Blatt sich wendete und begann zu toben, begann, Granaten nach mir zu werfen. Viktories Segen aber rettete mich. Ich wich aus, warf mich zu Boden. Einige der Angreifer brannten und hatten sich entfernt. Irgendwo zwischen den Bäumen mussten sie sein. Die Moral der Angreifer begann, zu wanken. Zwei der Kerle sahen sich an und ergriffen die Flucht, nachdem sie selber fast von den Granaten ihres Anführers erwischt worden wären. Drei weitere Kerle fing ich mit den wirbelnden Winden des Bumerangs. Der Goblin griff mich wieder an und Windlied konnte die Kerle nicht aufhalten. Einer opfterte sich, damit die anderen beiden zu mir stürmen konnten. Muhbrag gesellte sich an meine Seite und dann, als eine Klinge auf mein Gesicht zu sauste, riss es mich zur Seite und durch die Luft und plötzlich war ich bei Viktorie, Bernd und Hugo Pfeiffer. Der Goblin flog mit seinem Raketenrucksack davon. Vier Angreifer haben die Flucht ergriffen. Etwa acht Bauern sind bei dem Angriff getötet worden, andere wurden mehr oder weniger schwer verwundet.

Abschließende Bemerkungen:


Die Venture Company und die von ihnen angeheuerten Söldner sind gut über den Dämmersturm informiert. Sie wissen, wo unser Hauptquartier liegt und wussten obendrein, wo meine Pferdezucht liegt. Ein Tier wurde gestohlen, zwei Tiere wurden getötet - eigentlich drei, wenn ich Fordring mitzähle. Die Gebäude meiner Pferdezucht wurden beschädigt und mehrere Angestellte wurden leicht verwundet.

Die Venture Company wusste, dass ich in Westfall bin und vermutlich auch, dass ich dort einen Oger trainiere. Ich vermute, sie haben beim Ogerhort im Dämmerwald ein paar Oger für ihre Sache gewinnen können, um die Bedrohung durch Muhbrag effektiv kontern zu können. Ihre Bewaffnung in Form von Gewehren und Granaten machte sie zu einer ernstzunehmenden Bedrohung.

Sie wussten außerdem, dass der Dämmersturm unterwegs nach Stillhügel im Dämmerwald war, wo sie unseren Söldnern zuvor kamen und ihnen innerhalb des Dorfes eine Falle stellten. Ich rate zu erhöhter Wachsamkeit sämtlicher Mitglieder und schlage vor, dass Informationen eingeholt werden, zur Identität des mysteriösen Kalifen.

Dem Sturm entgegen

Alexander Veidt


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Dem Sturm entgegen! - Schlachtruf und Grußformel der Söldner des Dämmersturms.


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 Betreff des Beitrags: Re: Berichte: "Gegenwart"
BeitragVerfasst: 18. Aug 2018, 15:25 
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Finnje hat geschrieben:
Bericht über die Reise nach Aiden


Auftrag:
1. Aidens Bevölkerung davon überzeugen, Margarete von Bauergard zu folgen, sobald sie ihre Ansprüche geltend macht.
2. Den Konflikt lösen, der durch Aidens Rebellion entstanden ist. Die Lösung soll auf beiden Seiten für Ruhe sorgen und dazu führen, dass die Verlassenen wieder mit Leichen beliefert werden, die sie bisher vom Aidenner Friedhof bekommen haben. Ohne die Einhaltung dieser Vereinbarung muss mit einem offenen Krieg der Verlassenen gerechnet werden, die sich bisher in Schach halten ließen.

Teilnehmer: Viktorie Goldschild (Einsatzleitung), Jessica Lichtenherz, Lanzenträger aus Gorheim: Cornelius Thronraub, Benedikt Ratzinger, Garfield Hammermann, Iwein Frühwurmfänger, Ulfbert Rannes


Hinweg
Die Reise begann mit einem Besuch beim Hüter der Ländereien in Gorheim. Als wir ankamen, sahen wir einige besser betuchte Gorheimer, die sich an der geplanten Zahlung für Mütter, die das Kind eines Dämmersturmsöldners empfangen, stören. In einer kleinen Traube standen sie vor dem Gasthaus, in dem der Hüter zu gastieren pflegt und verliehen ihrem Unmut schimpfend Ausdruck. Während wir die Traube beobachteten, machte der Dämmersturm mobil. Fünf Reiter stürmten aus dem Gasthaus und mobilisierten ganze Tagelöhnerzüge, die eilig dem Wald entgegen strebten.
Als der Hüter der Ländereien uns empfing, teilte er mir den Grund der Aufregung mit: Margarete von Bauergard, die nach Tobiasstadt gebracht wurde um sich auf ihre bevorstehende Ehe mit Njörn Cherusk vorzubereiten, legte am Abend vor der Hochzeit ein Feuer in ihrem Gasthaus und nutzte das ausbrechende Chaos zur Flucht aus dem Fenster und folgend, so die Annahme, aus dem Ort. Margaretes Verhalten teilt uns unmissverständlich mit, dass weder mit ihrer Loyalität, noch Pflichterfüllung und somit auch nicht mit einer Hochzeit zu rechnen ist. Nach einer längeren Besprechung möglicher Optionen trug mir der Hüter der Ländereien auf, die Reise nach Aiden weiter fortzusetzen und alles daran zu setzen, dass der Ort seiner Pflicht wieder nachkommt. Zur Vorbereitung auf diese Aufgabe bat ich Heineken um Informationen über den Ortsvorsteher, sodass wir vor unserer Abreise erfuhren, dass die Dorfvorsteherin Ingrid Fichtenlump heißt und aufgrund ihres Ranges den Namen Ingrid von Aiden tragen darf. Über ihre Person ließ sich nicht viel in Erfahrung bringen. Sie ist von niederem Stand und wurde vom Volk gewählt, was für ihre dortige Beliebtheit spricht.

Begleitet von fünf Lanzenträgern zu Pferde begaben wir uns auf den Weg nach Aiden, wobei wir die südliche Route entlang des Westberges wählten. Ich wollte mir einen Eindruck des Landes machen und auf dem Rückweg die nördliche Route wählen. Um keinen Konflikt mit den Höhlingern zu riskieren, die dem Bund nicht besonders wohlgenossen sind, umgingen wir den Ort und genossen eine ruhige und gefahrlose Reise.

Nahe einer Weggabelung, die zur linken Hand nach Aiden und zur rechten nach Dörflingen führt, legten wir eine Rast ein und wurden inmitten der Nacht von der Nachtwache geweckt, Schritte näherten sich unserem Lager. Man versuchte, uns zu umstellen. Wie sich herausstellte, handelte es sich um mehrere Männer, zwei von ihnen trugen die Plattenrüstung der Wolfsleute, drei weitere von ihnen trugen Kette und Lanzen. Sie forderten von uns, dass wir ihnen unsere Vorräte und unsere Pferde geben. Auf unser Gold wollten sie verzichten und verwiesen auf die Nähe zu Dörflingen. Dort könnten wir einkaufen. Da ich nicht im Sinn hatte, ohne Pferde und Proviant weiter zu reisen, musste ich diese Anfrage ablehnen. Nachdem erste Verhandlungsversuche scheiterten, entfachte ein kurzes Aufeinandertreffen der Männer, die sich als einander ebenbürtig erwiesen. Einige von ihnen schienen sich sogar von der Schlacht in Alterszapfen zu kennen. Während des Gefechts mussten beide Seiten einsehen, nicht ohne Verluste davon kommen zu können. Mit einem letzten Versuch, zu einer Einigung zu kommen gelang es mir, den Kampf zu unterbrechen.
Wie sich herausstellte, handelte es sich um Koalitionssoldaten, die nach den erschütternden Ereignissen in Markstadt desertierten. Drei von ihnen, Raphael, Alphons und ein weiterer, dessen Namen ich nicht kenne, gehörten zum Dämmersturm, ihr Rädelsführer Hans und ein weiterer Plattenträger, er schien ein betagter Ritter zu sein, zu den Männern des Wolfes. Dabei fiel die Sprache auf Salma von Wolke, auch bekannt als Die Braut des Dämmersturms. Ich erklärte ihnen, dass die echte Braut seit Markstadt vermisst wird, was sie ein wenig zu beruhigen schien, da sie ihr sehr zugetan waren und bisher annehmen mussten, dass sie als Dämon getötet wurde. Im Gegenzug erklärten sie mir unmissverständlich, dass sie keine andere Wahl hätten, als weiter zu flüchten. Sie wollten dem Land den Rücken kehren, kämen ohne Pferde und Vorräte jedoch nicht weiter. Das Aufeinandertreffen ließ sich nicht anders lösen, als ihren Forderungen entgegen zu kommen. Ich versprach ihnen eines der Pferde als Packpferd sowie genügend Vorräte für drei Wochen. Damit zeigten sie sich einverstanden und ich glaube, dass die Männer auf beiden Seiten letztlich nur froh darum waren, dass es nicht zu weiterem Blutvergießen kam. Ich versuchte, die Gemüter weiter zu beschwichtigen, indem ich alle vom Kampf verletzten Männer versorgte. Am nächsten Morgen ritten wir nach Dörflingen, um die Vorräte zu besorgen und ließen ein Pferd und einen der Lanzenträger bei ihnen, um niemanden zu beunruhigen.

Dörflingen, erster Besuch
Aufgrund der gegebenen Umstände verbrachten wir bei unserem ersten Besuch in Dörflingen nicht viel Zeit. Während sich Jessica im Ort ein wenig umgehört hat, erledigten die Lanzenträger unsere Einkäufe. Uns allen fiel auf, wie freizügig sich die Bewohner geben und kleiden. Wir nahmen zunächst an, dass Hurerei auf offener Straße und insbesondere im Gasthaus betrieben wird, doch auf den zweiten Blick und nach ein paar Nachfragen wurde ersichtlich, dass die Menschen dies nicht unbedingt für Geld, sondern schlicht zu ihrem Vergnügen tun. Ich nahm mir Zeit, ein längeres Gespräch mit einem Händler zu führen und erfuhr dabei unter anderem, dass sich in Stahlkamm und Weißhaupt zwei neue Burgherren aus den Reihen der Wolfsmänner hervorhetan hätten. Die beiden Orte können sich untereinander nicht einig werden. Die westlichen Orte lägen alle miteinander im Streit. Händler haben bereits begonnen, die Wolfsländer, darunter auch Aiden, zu meiden und vertreiben ihre Waren lieber in Dörflingen oder Pökelheim. Einen Teil der Waren, die wir erwerben wollten, haben uns die Händler einfach geschenkt, so beliebt ist der Dämmersturm dort. Immer wieder rühmte der Händler die Braute als Retterin von Dörflingen. Ihr hätten die Bewohner ihre neue Freiheit zu verdanken, da sie in Dörflingen über den Wolf triumphierte. Der Händler berichtete außerdem von einem Mann in Robe, der sich auf den Feldern herumtreibe, das Dorf gelegentlich besuche und zu den Menschen spreche.

Ich entschied mich, diesen Mann aufzusuchen, fand ihn wie vom Händler beschrieben am Stadtrand auf einem Felsen und frug ihn, was ihn nach Dörflingen führe. Er stellte sich als Bruder Arnold vom Orden „Andorhals Vergeltung“ vor. Sein Großmeister Thomas Orodaro habe ihn nach Dörflingen geschickt, um nach dem Rechten zu sehen. Bruder Arnold scheint ein angenehmer Mensch zu sein. Er wirkte vernünftig und zeigte, anders als von manch einem erwartet, keinen sofort erkennbaren Fanatismus. Er war äußerst besorgt über die Dörflinger und vermutete den Einfluss eines dämonischen Zaubers, der sie in seinem Bann hält. Zugleich konnte er, ebenso wie auch ich, keine Magie, Verzauberungen oder dunkle Auren wahrnehmen. Wir unterhielten uns eine ganze Weile, bis er zu dem Schluss kam, dass die Menschen eine Art Personenkult um die Braut gebildet haben, nachdem sie sich die Wolfssoldaten öffentlich unterwerfen konnte, sodass sie künftig ihr dienten. Und nicht ihrem Herren, der ebenfalls zugegen war. Mit dieser Erkenntnis begab sich Bruder Arnold unverzüglich zurück nach Markstadt, um seinem Großmeister davon zu berichten. Ich gehe dennoch fest davon aus, dass mit weiteren Besuchen der Paladine zu rechnen ist. Um die Geduld der desertierten Soldaten nicht zu strapazieren, setzten wir unsere Reise kaum zwei Stunden später fort, übergaben ihnen die Vorräte und ließen ihnen eines der Pferde. Weitgehend unversehrt und mit einem Pferd weniger setzten wir unsere Reise fort.

Aiden
Nach einer kurzen Wegstrecke erreichten wir Aiden und wurden ohne nennenswerten Widerstand in den Ort gelassen. Unsere Waffen gaben wir dabei am Eingang ab, um das aufkommende Misstrauen zu beschwichtigen. Ingrid von Aiden begrüßte uns verhalten und räumte die Möglichkeit eines Gespräches ein. Zugleich konnte ich veranlassen, dass Jessica sich um Kranke und Verletzte kümmert. Bereits vor dem Ort habe ich sie dazu angehalten, sich dabei unter den Leuten umzuhören.

Während Jessica ihrer Pflicht, die Kranken und Verwundeten zu versorgen nachkam, sprach ich mit Ingrid. Es war ein zähes und sehr langes Gespräch, bei dem sich folgendes herauskristallisierte: Stahlkamm und Weißhaupt bedrohen Lichtnah und Aiden und haben die Straße gen Süden (für Aiden) abgeschnitten. Lichtnah könne sich aufgrund seiner guten Verteidigung noch eine Weile halten, während Aiden im Fall eines Angriffs untergehen würde. Als Grund gab sie den Tod von Thomas Reiter an und bat mich darum, dafür zu sorgen, dass Aiden nicht angegriffen wird. Sie wird zudem keine Gebeine des Aidenner Friedhofes mehr zur Verfügung stellen. Die Grausamkeit dieses Unterfangens hat die Aidenner mürbe gemacht, sodass sie insgesamt bereit scheinen, für diese Entscheidung zu sterben. Ingrid schien sehr sicher zu wissen, dass ihren Leuten nicht mehr zuzumuten ist und daran ließ sich nicht rütteln. Je länger wir darüber sprachen, desto angespannter wurde die Stimmung, bis Ingrid kurz davor schien, das Gespräch abzubrechen. Unvernünftig ist Ingrid jedoch nicht, also suchten wir nach weiteren Möglichkeiten. Dabei kam sie schließlich darauf zu sprechen, andere Orte in die Verantwortung zu ziehen. Ingrid zeigte sich bereit, die Übergabe der Gebeine in Aiden stattfinden zu lassen, solange die Gebeine von anderswo geliefert werden. Gefordert werden etwa dreißig Stück alle zwei Wochen. Aidens Friedhof ließe sich noch etwa ein Jahr dafür nutzen. Besuche der Verlassenen im Osten lehnte ich kategorisch ab, da es strategisch nicht zu verantworten ist, ihnen mehr Observationsmöglichkeiten einzuräumen. Sie sind bereits zu tief ins Gefälle vorgedrungen. Dies lenkte das Gespräch erst gar nicht auf Orte im Einflussgebiet des Dämmersturms, die im Vorfeld bereits ausschieden. Insgesamt bevorzugte ich die Möglichkeit, die Gebeine vergessener Schlachtfelder zu nutzen, um Aidens und Lichtnahs Schicksal keinem weiteren Ort zuzumuten.

Um Ingrid und mir mehr Zeit zu verschaffen und um die Verhandlungen nicht platzen zu lassen, unterbrachen wir das Gespräch und ich schickte einen Boten zum Hüter der Ländereien, um nähere Erkundigungen einzuholen. Unsere schriftliche Kommunikation lässt sich wie folgt zusammenfassen: Ältere Schlachtfelder, die nicht geräumt wurden, wären im Westberg zu finden. Auch könnte man das Schlachtfeld der Schlacht bei Straßenwald in Betracht ziehen, sofern die Gebeine dort noch nicht geräumt wurden. Außerdem gäbe es Massengräber vor Markstadt aus dem Ersten Frühlingskrieg. Da der Westberg schwierig zu begehen ist und das Fleddern von Leichen nahe Höhlingen und den Wolfslanden für Empörung oder Profitgier gegenüber des Dämmersturms sorgen könnte, bleiben diese beiden Optionen zwar offen, waren jedoch nicht zu präferieren. Die Massengräber vor Markstadt schloss ich aus, um die Beziehungen des Paladinordens zum Dämmersturm nicht zu gefährden. Ich entschied, dass es lohnenswert ist, das Schlachtfeld bei Straßenwald zu observieren, um diese Möglichkeit abzuklopfen. Bei Dörflingen, Karpfenfang, Pökelheim und Neuringen, alle im Norden nahe des Sees gelegen, ist die Machtfrage und Zugehörigkeit durch die Koalition nicht genau geklärt. Der Hüter der Ländereien wies darauf hin, dass sich diese Orte nutzen ließe. Er und ich stimmten außerdem dahingehend überein, dass Stahlkamm und Weißhaupt sich nicht auf einen Kampf gegen Aiden einlassen werden, sobald die Verlassenen wieder ihre Lieferungen bekämen. Er bezweifelte außerdem, dass sie die nötige Kampfkraft dafür hätten. Nach gründlichem Abwägen entschied ich, Ingrid anzubieten, das Schlachtfeld bei Straßenwald observieren zu lassen und auf seine Tauglichkeit hin zu prüfen. Außerdem sagte ich ihr zu, mich umgehend auf den Weg zu anderen Orten zu begeben, um die dortigen Möglichkeiten abzuklopfen. Im Gegenzug zeigt sich Ingrid auf meine Anfrage hin bereit, uns auf Anfrage mit Informationen zu versorgen, da sie mehr aus dem Westen des Gefälles mitbekommt als die Orte im direkten Einflussgebiet des Dämmersturms. Außerdem erkundigte ich mich nach ihrer Bereitschaft, mit dem Dämmersturm zu handeln. Dies begrüßt sie ausdrücklich, da Aiden nach neuen Abnehmern für seine Erzeugnisse sucht. Nach einem Handschlag und einer freundlichen Verabschiedung brachen wir ohne Zeitverzögerungen nach Dörflingen auf.

Dörflingen, zweiter Besuch
In Dörflingen kam ich im Gasthaus mit Sarah Grau ins Gespräch. Sie hat eine sehr hohe Stellung im Ort inne und spricht offiziell für die Dörflinger. Von ihrer Art her ist sie eine verruchte Verfüherin, dabei ist sie nicht unklug oder gar kaltherzig. Während eines langen und mitunter sehr ernsten Gespräches öffnete ich ihr die Augen in Bezug auf die Braut, die weitaus mehr war als ihr verruchtes und imposantes Auftreten in Dörflingen. Es war ihre Aufgabe und erdrückende Pflicht, den Frieden im Gefälle wieder herzustellen und zu wahren. Durch die Verblendung und Triebhaftigkeit der Dorfbewohner wurden sie blind für die wahren Gefahren, die im Gefälle lauern und sahen nur noch ihr eigenes Vergnügen und folgen nicht dem Bild der Friedensbringerin, die Salma wirklich war: Eine ganz normale Frau, erdrückt von ihren Pflichten, zerrissen von den höheren Mächten. Ich vermag nicht zu sagen, ob Sarah Grau meine Worte zum Anlass nimmt, um die Lebensart der Dörflinger zu zügeln. Ich riet ihr dazu, wenigstens für Wachpräsenz zu sorgen. Und ich sagte zu ihr, dass es eine Möglichkeit gäbe, den Frieden im Gefälle zu wahren, was auch die Aufgabe ihres Vorbildes war. Sarah zeigte sich sehr einsichtig und wir kamen darin überein, dass die Lieferungen nach Aiden von Dörflingen übernommen werden. Dies kann sofort in die Wege geleitet werden. Sarah Grau wird außerdem für Diskretion sorgen, sodass die Bewohner so wenig wie möglich und die Paladine Markstadts am besten gar nichts von dieser Übereinkunft erfahren.

Pökelheim
Unser weiterer Weg führte uns nach Pökelheim. Dort begrüßten uns die wachhabenden Wolfssodaten und ließen sich auf ein Pläuschchen ein. Dabei erfuhr ich, dass der Wirt eine gute Ansprechperson sei, wenn man an die Bewohner herantreten möchte. Der Wirt begrüßte uns mit äußerster Gastfreundschaft und war sogar bereit, uns die Zimmer kostenlos zu überlassen. Noch genießt der Dämmersturm dort ein gutes Ansehen. Während eines Gespräches unter vier Augen teilte ich dem Wirt die Ereignisse im Westen des Gefälles mit; die Zerstrittenheit der verschiedenen Orte, Lichtnahs und Aidens Rebellion und die Konsequenzen daraus. Ich habe bemerkbar angedeutet, dass es sein kann, dass die Verlassenen auch vor Pökelheim stehen könnten, sei es durch eine Invasion oder um den Ort als Quelle für ihr abscheuliches Geschäft zu nutzen. Dabei ließ ich einfließen, dass es die Möglichkeit gäbe, lediglich eine Abgabe zu tätigen, die über Aiden liefe. Der Wirt zeigte sich verständlicherweise erschrocken und teilte mir mit, dass die Bewohner ihre Entscheidungen gemeinsam treffen. Außerdem wies er wiederholt darauf hin, dass Pökelheim sich auch an Markstadt wenden könnte, wenn die Verlassenen Druck machen. Um selbst keinen Druck zu erzeugen, beließ ich es bei diesem Vortasten. Der Wirt wollte dies mit weiteren Bewohnern besprechen. Außerdem rechnete er damit, dass ein Vertreter von „Andorhals Vergeltung“ bald wieder im Ort auftauchen werde. Insgesamt war die Nähe zu Markstadt und die damit verbundene Sehnsucht nach Sicherheit bemerkbar. Ich beließ es bei den bereits gesprochenen Worten. Am nächsten Tag verabschiedeten wir uns und reisten über Tobiasstadt zurück.

Tobiasstadt
Tobiasstadt empfing uns mit Trauerglocken und einem Trauermarsch, der von nahezu allen Bewohnern begleitet wurde: Njörn Cherusk erlag seinen schweren Verletzungen und wurde zu Grabe getragen. Wir begleiteten den Trauerzug dezent und zurückhaltend. Nach einer kurzen Nacht im Gasthaus, der Wirt teilte uns dabei mit, dass der Dämmersturm aufgrund von Margaretes Verhalten nicht sehr beliebt ist, brachen wir im frühen Morgengrauen auf und erreichten Gorheim am Nachmittag. Da die Kunde von Cherusks Tod noch nicht bis Gorheim vorgedrungen war, setzte ich den Hüter der Ländereien in Kenntnis.

Zusammenfassung
  • Margarete ist eine Nacht vor ihrer Hochzeit mit Njörn Cherusk geflohen und konnte bisher nicht aufgefunden werden.
  • Stahlkamm und Weisshaupt liegen im Streit miteinander, seitdem sich dort Emporkömmlinge zum Burgherren haben küren lassen. Zugleich üben sie Druck auf Lichtnah und Aiden aus und haben die Straße gen Süden für Aiden abgeschnitten.
  • Aiden erklärt sich bereit, den Übergabeort für das Abkommen mit den Verlassenen zu stellen. Im Gegenzug wird Aiden (derzeit von Dörflingen) mit Gebeinen versorgt, um den dortigen Friedhof nicht weiter zu schröpfen. Der Dämmersturm wird diese Übergaben koordinieren, auch, um Streit zwischen den beiden Orten zu vermeiden. Aidens Dorfvorsteherin Ingrid erklärte sich bereit, uns mit Informationen zu dienen, solange Aiden beliefert wird. Außerdem strebt Aiden einen Handel mit dem Dämmersturm an, um sein Erz zu verkaufen. Im Gegenzug können Waren des Dämmersturms angeboten werden, die in Aiden benötigt werden.
  • Dörflingen erklärte sich bereit, seinen Friedhof für die Lieferungen der Gebeine zu öffnen.
  • Die Bereitschaft von Pökelheim ist ungeklärt.
  • Das Schlachtfeld bei Straßenwald sollte sehr zeitnah observiert und gegebenenfalls als zweite Quelle genutzt werden.
  • Markstadt versucht, seinen Einfluss auszuweiten und schickte Gesandte nach Dörflingen, Pökelheim, Legdenstein und anzunehmenderweise auch zu anderen Orten.


Abschließende Bemerkungen
Aidens Schicksal sollte sich möglichst nicht wiederholen. Es ist ratsam, weitere Quellen aufzutun, um Dörflingen nicht ebenso zu schröpfen und dadurch den Widerstand der Dorfbewohner zu erregen. Die blinde Verliebtheit der Dörflinger muss nicht für immer halten und sollte nur sehr bedingt zu manipulativen Zwecken genutzt werden; Sobald die Menschen wieder klarer sehen, werden sie kaum anders handeln und empfinden als andere Alteracer.

Dem Sturm entgegen!
Viktorie Goldschild






Zusammenfassender Bericht der jüngsten Ereignisse sowie Verhältnisse im Gefälle

Dörflingen
Dorfsprecherin für offizielle Anliegen: Sarah Grau
Dem Dorf geht es wirtschaftlich gut, die Dorfgemeinschaft ist sichtbar vorhanden. Beim Einreiten fällt auf, dass es keine Wachpräsenz gibt. Der Dorfplatz nahe des Gasthauses wird für Handel und andere Belange des alltäglichen Lebens genutzt. Das Gasthaus stellt das Herzstück und Zentrum der Begegnung dar. Gehandelt wird überwiegend mit Wolle der dorfeigenen Schafe. Fleisch genießt keinen großen Stellenwert mehr, in Dörflingen achtet man auf seine Figur. Zwei Schneider sollen im Ort zu schnellem Reichtum gekommen sein, denn man kleiden sich in gute Tuche. Kinder, Alte, Kranke und Schwangere sieht man nicht auf den Straßen, sie wurden fernab des Dorfzentrums untergebracht und genießen eine äußerst zufriedenstellende Versorgung. Dorthin kehren auch die Dorfbewohner nach erlediger Arbeit oder ausgelebtem Vergnügen zurück.
Das alte Hurenhaus, für das Dörflingen bekannt war, wurde zum Gasthaus. Im Ort fließt anscheinend kein Geld mehr für körperliches Vergnügen. Die Menschen sind dafür so offen, dass sie dem einfach nachgehen, überwiegend im Gasthaus, jedoch nicht abseits des Ortskerns.
Der Dämmersturm genießt in Dörflingen ein hohes Ansehen. Die Bewohner haben einen Personenkult um Salma von Wolke, auch bekannt als Die Braut des Dämmersturms gebildet, lassen ihr Andenken hochleben und rühmen somit auch ihre Nähe zum Bund.
Dörflingen hat sich verpflichtet, seinen Friedhof für das Geschäft mit den Verlassenen zu öffnen. Die Lieferungen nach Aiden werden vom Dämmersturm koordiniert. Dörflingen eignet sich hierfür besonders, da die Menschen den Lebenden einen höheren Stellenwert zurechnen als den Toten. Trotzdem ist dringend festhalten, dass dies nicht überstrapaziert werden darf. Schwindet der Glanz der Braut in den Augen der Dörflinger, könnte es ihnen ähnlich ergehen wie Aiden.

Aiden
Dorfvorsteherin (gewählt): Ingrid Fichtenlump, auch als Ingrid von Aiden bekannt
Aiden handelt mit Eisen aus der Mine und Holz aus den Wäldern. Die Aidenner sind starke, eigensinnige Menschen, die sich weitgehend aus den größeren politischen Konflikten herauszuhalten scheinen. Seit Aidens Rebellion sieht sich der Ort von Weißhaupt und Stahlkamm bedroht. Diese Bedrohung konnte abgewendet werden, da das Abkommen mit den Verlassenen wieder aufgenommen wurde und maßgeblich für dafür sorgt, dass die Verlassenen eine Invasion hinauszögern. Die Konflikte mit den westlichen Orten haben dafür gesorgt, dass Händler Aiden zu meiden begonnen haben. Der Ort sucht nach neuen Abnehmern für seine Erzeugnisse, die bisher in die Ländereien des Wolfes verkauft wurden. An einem Handel mit dem Dämmersturm zeigte sich Aiden sehr interessiert. Wieder aufblühender Handel und wirtschaftliche Stabilität könnten dazu beitragen, dass das Geschäft mit den Verlassenen so unbeeinträchtigt wie möglich vonstatten geht. Aiden steht hierbei lediglich als Übergabeort zur Verfügung. Gefordert werden etwa dreißig Leichen im Abstand von zwei Wochen. Solange der Nachschub durch den Dämmersturm gewährleistet wird, ist Ingrid von Aiden bereit, Informationen an den Dämmersturm weiter zu geben.

Weisshaupt
Burgherr: Karl Reikwald
Reikwald ist ein ehemaliger Hauptmann und Freund von Thomas Reiter. Er kann angeblich gut mit Geld umgehen. Hat sich, ebenfalls angeblich, als Adliger ausgegeben. Er hat einen schlechten Ruf bei manchen Wolfssoldaten und soll ein "Ekelpaket" sein.

Stahlkamm
Burgherr: Hans Fenri
Fenri ist ein ehemaliger Hauptmann und Freund von Thomas Reiter. Nach dem Ersten Frühlingskrieg und der Schlacht um Markstadt wurde er befördert.

Pökelheim
Ansprechperson: Rudolph, Wirt.
Pökelheim profitiert nach wie vor vom Fischfang. Den Menschen scheint es weitgehend gut zu gehen. Sie zeigen sich dem Dämmersturm gegenüber dankbar für die Befreiung und begegneten uns mit äußerster Gastfreundschaft. Entscheidungen, die das Dorf betreffen, werden in der Regel über Zusammenkünfte im Wirtshaus getroffen. Ein Paladin vom Orden „Andorhals Vergeltung“ hat Pökelheim besucht. Die Menschen dort sprechen zwar nicht sehr gut von Markstadt, scheinen eine politische Nähe aus Sicherheitsgründen jedoch zu bevorzugen. Eine Annäherung an Markstadt ist nicht unwahrscheinlich.
Feldwaibel Erich Becker, ein Wolfssoldat, hat ein Abkommen mit Rudolph, dem Wirt, getroffen. Für etwas Geld, Essen und Unterkunft bewachen die Wolfssoldaten den Ort nach wie vor.

Markstadt
Die Paladine des Ordens „Andorhals Vergeltung“ arbeiten daran, den Einfluss von Markstadt auszuweiten und zeigen sich dabei an den Orten interessiert, deren Herrscherfrage und Zugehörigkeit ungeklärt ist. In Dörflingen, Pökelheim und ferner in Legdenstein berichteten die Menschen von der Anwesenheit eines Gesandten.
Augenzeugen haben von neu gebauten "Kampfbooten" oder "Kriegsschiffen" berichtet, Markstadt hat also mit der Umsetzung des geplanten Vorhabens begonnen, eine Seeflotte zu errichten, um die Verteidigung und Schlagkraft zur See zu erhöhen und Fenris im Falle eines Angriffs unattraktiv für die Horde zu gestalten.

Tobiasstadt
Nach Cherusks Tod ist die Nachfolge nicht geklärt. Tobiasstadt scheint sich aufgrund der Entwicklungen um Margarete von Bauergard vom Dämmersturm zu distanzieren. Während unseres Besuches wurden wir nicht mehr als geduldet.

Die Braut des Dämmersturms
Salma von Wolke hat Dörflingen gemeinsam mit ihrem Gatten und den Wolfssoldaten besucht. Dies war kurz bevor die Legion Alterszapfen angegriffen hat. Während ihres Aufenthaltes gab es ein großes Fest im Dorf. Ihre Anwesenheit und Präsenz scheint die Menschen derart in ihren Bann gezogen zu haben, dass sie am Ende bereit waren, alles für die Braut zu tun. Ihren Gatten, den Wolf, hat diese Hingabe sehr erschüttert, er verließ das Fest frühzeitig. Seine Frau hat ihm vor allen Menschen, die ihr und nicht ihm die Treue schworen, die Blöße gegeben und ihn gedemütigt. Dörflingen hat Salmas triumphalen Auftritt zur Inspiration genommen und genießt seine neu gewonnene Freiheit (die Loslösung vom tristen Dasein der Bauern) mit Sorglosigkeit, Freude und voller Leibeswonne. Ebenfalls nach Salmas Vorbild, denn in jener Nacht muss es sehr triebig zugegangen sein. Nach jener Nacht kamen die Dorfbewohner zusammen und waren sich in ihrer Verliebtheit und Faszination für die Braut einig. Sie beschlossen, nach ihrem Vorbild zu leben.
Sie sprechen sehr verklärt von den Ereignissen und scheinen sich teilweise nicht gut erinnern zu können, warum sie so fasziniert von der Braut waren. Deswegen ist dringend festzuhalten, dass es während meines Besuches keine Anzeichen auf Zauberei gab. Die Menschen wirkten nicht bezaubert, zeigten einen klaren Geist und nahmen meine Segen des Lichts mit Freuden an. Auch ist festzuhalten, dass sie alle freiwillig in das recht offene Liebesspiel einsteigen. Niemand wird gezwungen. Man kümmert sich außerdem gut um Schwache, Kranke und Schwangere. Da die Braut ihre Kinder so sehr liebt, passt man auch in Dörflingen auf den Nachwuchs auf, der von dem triebigen Verhalten im Gasthaus und teilweise auf offener Straße nichts mitbekommt. Das Werk eines Dämons läuft auf Zerstörung und Zerwürfnis hinaus, die Dorfbewohner wirken jedoch sehr ausgeglichen und gar etwas zu sorglos. All dies ist auf Salmas Einfluss zurückzuführen, dessen Stärke und Intensität bemerkenswert ist. Ich vermag nicht zu sagen, was sie benutzt hat, um die Menschen so zu bezaubern, ob Magie oder Alchemie oder eine Mischung aus beidem. Sicher ist nur, dass selbst die schönste Frau keine solche übermenschliche Wirkung auf andere hat.

Dem Sturm entgegen!
Viktorie Goldschild





Zitat:
Operation Murloc


Dieser Bericht beschreibt die Ereignisse der Invasion von Fenris durch die Streitkräfte Markstadts und des Dämmersturms zu Beginn der großen Lordaeronoffensive unter Hochkönig Anduin Wrynn.

Da ein neuer Krieg zwischen Horde und Allianz absehbar war und das Nordwestgefälle von Alterac, in welchem der Dämmersturm eine profitable Interessensphäre sieht, unmittelbaren Zugang zum Lordaemersee hat und dieser sich als zukünftige Frontlinie erweisen könnte, entwickelte der Kommandant einen Makroplan, bekannt als Operation Entsetzlich. Dieser Plan sah die Stärkung der Grenzen des Nordwestgefälles und weitere Maßnahmen vor, um es zu einem attraktiven Verhandlungspartner und zu einer relevanten Regionalmacht in Alterac zu machen. Während Teile des Makroplans erfolgreich waren und andere scheiterten oder nicht rechtzeitig vor dem plötzlichen Kriegsbeginn durchgeführt werden konnten, stellte die Invasion von Fenris einen wichtigen Höhepunkt der Operation dar. Die Invasion von Fenris trug den Namen Operation Murloc.

Operation Entsetzlich und Operation Murloc gingen davon aus, dass die Streitmacht der Allianz ihren Angriff auf Lordaeron in Süderstade beginnen wird. Von dort wäre es in einem raschen Schlag möglich gewesen, das Bollwerk des Silberwaldes zu umgehen und durch das von der Horde nur dürftig besetzte Alterac zu den Ufern des Lordaemere vorzustoßen. Von einem gesicherten Lordaemersee, der maßgeblich von Fenris aus kontrolliert wird, ließe sich dann ein direkter Angriff auf Unterstadt durchführen. Gleichzeitig bieten ein erobertes Hügelland und ein allianzfreundliches Alterac den Rückhalt, um Lordaeron langfristig von der Horde zu befreien und schnellen Nachschub von Menethil aus zu gewährleisten. Insofern sollte sich Operation Murloc nahtlos in den schnellen Vorstoß der überlegenen Allianzarmee fügen, um ihr - so sie den Lordaemersee erreicht - die Insel Fenris für einen fairen Preis zu übergeben und sie fortan bei ihrem weiteren Kriegsvorhaben profitabel zu unterstützen.

Um Fenris anzugreifen wurden von Markstadt im Vorfeld - wenngleich mit weniger Vorbereitungszeit als erhofft - zwei Kampfgaleeren gebaut. Dafür erhielten die dort residierenden Paladine des Ordens Andorhals Vergeltung finanzielle Unterstützung durch den Dämmersturm. Desweiteren wurden eifrige Markstädter unter ihren neuen Führern zu religiös inspirierten Milizionären ausgebildet; die an der Küste des Gefälles lebenden Fischer außerdem zu Galeerenmatrosen. Dazu muss aber gesagt sein, dass für die Ausbildung nur wenig Zeit blieb und es Markstadt vor allem an weiterer Kampfausrüstung fehlte. Mit Kupferlieferungen des Dämmersturms erhielten die Galeeren für etwaige Seegefechte bronzene Rammböcke. Es gelang Markstadt noch rechtzeitig, eine der beiden Galeeren mit einer Balliste auszustatten.

Als die Nachricht vom Beginn des Krieges und dem bevorstehenden Marsch der Allianz auf Lordaeron bekannt wurde, begannen schleunigst die taktischen Planungen einer Invasion von Fenris durch markstädtische und dämmersturmsche Truppen. Ein Aufklärungstrupp des Dämmersturms, bestehend aus der Sektion Beta, überflog das Gebiet von Fenris mit einer dämmersturmschen Transportmaschine und lieferte eine Serie von Luftbildaufnahmen mithilfe einer S.E.L.F.I.E.-Kamera. Diese Aufnahmen zeigten Murlocpopulationen auf den anliegenden Morgeninseln und eine bemerkenswert kleine Garnison auf Burg Fenris, die allerdings über schwere Ballisten an der West- und Ostseite verfügte. Von unterstädtischer Marine oder nennenswertem Küstenschutz war nichts zu sehen.

Vor diesem Hintergrund erschien die Landung als unproblematisch. Die starken Festungsanlagen von Burg Fenris zeigten dagegen zwar einige Beschädigungen aus dem Zweiten Krieg, gestalteten sich jedoch trotzdem als dick und äußerst wehrhaft. Die Verlassenen hatten sich bis dato nicht auf eine Schlacht auf dem Lordaemere vorbereitet und offenkundig nicht mit einem plötzlichen Angriff gerechnet. Es ist aber davon auszugehen, dass Fenris rasch hätte stärker besetzt werden können, wenn sich abgezeichnet hätte, dass die Allianz an die Ufer des Lordaemeresees marschiert. Umso wichtiger war es, einen überraschenden Schlag gegen Fenris zu führen, um der Streitmacht der Allianz den Weg zu ebnen.

Der Schlachtplan sah vor, Burg Fenris zugleich vom Land als auch zur See anzugreifen. Die beiden Galeeren erhielten die Aufgabe, zusammen mit markstädtischen Matrosen unter der Führung zweier Paladine und der Rotte Goldschild, die Westmauer der Festung anzugreifen, die feindlichen Ballisten auszuschalten und dann mittels Leitern und Enterhaken mit dem Sturm auf die Wehrgänge zu beginnen, um die Feindtruppen zu binden und bestenfalls von West nach Ost auszuschalten. Zugleich sollte eine Streitmacht, bestehend aus der Rotte Veidt, dämmersturmschen Lanzenträgern in zweifacher Rottenstärke, der Sektion Alpha und achtzehn Paladinen von Andorhals Vergeltung die Festung frontal angreifen, das dicke Tor mittels einer Thoriumbombe durchbrechen, den Burghof sichern und den Bergfried erobern. Der Oberbefehl der Operation lag beim Kommandanten des Dämmersturms, Tim Orodaro, und beim Großmeister von Andorhals Vergeltung, Thomas Orodaro. Nach vorherigen Schätzungen waren die Truppen des Nordwestgefälles den Verlassenen damit zahlenmäßig etwa 3 zu 1 überlegen.

Da die Galeeren nicht ausreichten, um alle Truppen auf die Insel Fenris zu bringen, wurden die Fischer von Lordamm darum gebeten, ihre Boote für das Unterfangen bereit zu stellen. Da die Paladine ein hohes Ansehen genießen, waren die Lordammer nur zu gerne dazu bereit. Die Dämmersturmtruppen aus Eisenschmiede wurden mittels Flugmaschine nach Gorheim gebracht, wo sie sich der Sektion Alpha und den dämmersturmschen Lanzenträgern (es handelte sich hierbei ausschließlich um Veteranen der Schlacht um Alterszapfen) anschlossen, um dann nach Lordamm zu fahren, wo die Paladine und Markstädter sie bereits mit der Flotte erwarteten. Dort wurden die Truppen aufmunitioniert, feierlich von der Bevölkerung verabschiedet und auf die Boote geschickt. Um die zweite Galeere ebenfalls mit Belagerungswaffen auszustatten, brachte der Dämmersturm zwei Kanonen von Burg Wellenheim in die Operation ein. Die Flotte nahm rasch Kurs auf Fenris. Dichter Nebel erschwerte die Sicht.

So kam es, dass die beiden Galeeren jäh unter Beschuss gerieten, als plötzlich die westlichen Klippen von Fenris vor ihnen auftauchten. Es gelang der kanonenbewaffneten Galeere unter Rottenmeisterin Goldschild und Bruder Arnold recht schnell, einen der drei westlichen Türme von Fenris auszuschalten. Die zwei verbliebenen verwickelten die beiden Schiffe jedoch in ein langes Artilleriegefecht aus dem die Verlassenen als Sieger hervorgingen, nachdem es ihnen gelang, die Kanonengaleere zu versenken. Die Rotte Goldschild und die meisten anderen Matrosen konnten sich auf die andere Galeere retten, doch fortan waren sie kampfunfähig und hatten den Großteil ihrer Ausrüstung verloren. Die zweite Galeere, nunmehr völlig überladen, ging trotz der weiterhin schießenden Ballisten zum Sturmangriff über, indem die Mannschaft sich mittels Enterhaken an die Klippe zog und dann die Sturmleitern an die Mauern führte. Bruder Balthasar und seine speerbewaffneten Matrosen versuchten den Angriff auf die Wehrgänge, während die geschundene Besatzung der anderen Galeere sich zwischen den Klippen in Deckung hielt.

Die Turmbesatzungen der Verlassenen gaben ihre Stellung auf und griffen die hochstürmenden Markstädter von zwei Seiten an. Sie waren zahlenmäßig weit unterlegen, doch da die Markstädter praktisch keine Kampferfahrung und kaum Rüstung besaßen, konnten die untoten Veteranen sie reihenweise niedermachen. Es stellte sich heraus, dass die Garnison - obgleich zahlenmäßig schwach - aus sogenannten Vergeltungsbringern bestand. Einer Eliteeinheit der Verlassenen, die in Nordend gegen die Geißel eingesetzt wurde. Bruder Balthasar befahl den wenigen Überlebenden seiner Mannschaft den Rückzug, während er selbst bis zum letzten Atemzug kämpfte, noch viele Verlassene mit in den Untergang riss, und schließlich auf einem Berg aus markstädtischen Leichen erschlagen wurde.

Unterdessen war die Rotte Veidt mit gesundem Abstand an der fenrisianischen Küste gelandet und hatte nach einem kurzen Gefecht mit feindlichen Armbrustschützen ein großes Loch ins Tor von Burg Fenris sprengen können. Die Rotte erlitt keinerlei nennenswerte Verluste, da sie geschickt von Nebel und Rauchgranaten Gebrauch machte. Die Armbrustschützen auf den Mauern räumten ihre Position und gaben das Torhaus frei. Die Sektion Alpha unter Hendrick Heineken rückte auf und mit ihr das Aufgebot an dämmersturmschen Lanzenträgern. Wohlwissend, dass der Feind eine Falle vorbereiten könnte, organisierte Rottenmeister Veidt zunächst das Erklimmen der Festungsmauern links und rechts des Torhauses, während die Lanzenträger vor dem freigesprengten Loch auf eine bessere Gelegenheit warten sollten. Dies erwies sich nachträglich als lebensrettend für die Phalanx.

Die Rotte Veidt und die Sektion gerieten daraufhin entlang des Torhauses unter schweren Beschuss durch einen Gasangriff der Verlassenen, die sich einige Meter weiter hinten im Burghof formiert hatten. Unter schweren Verlusten mussten sich beide Verbände zurückziehen, gaben das Torhaus aber nicht auf. In einem zweiten Versuch gelang es der Rotte Veidt eine Ladung Zephyrium von der Mauer aus in die Rotte der Verlassenen zu befördern. Die Explosion ließ die feindliche Formation unter ihrerseits großen Verlusten in Unordnung geraten. Dies konnten die Lanzenträger unter Heinekens Kommando ausnutzen, um unbeschadet durch das Tor zu dringen und den Vergeltungsbringern mit weiteren Granaten zuzusetzen, ehe sie selbige im Nahkampf mit ihren Lanzen angingen.

Während die dämmersturmschen Lanzenträger den Burghof eroberten, drang die Rotte Veidt auf die westlichen Wehrgänge, um den Vorstoß der Galeerenmannschaften zu unterstützen. Dies Unternehmen kam freilich zu spät, doch auf dem Weg da hin, konnten sie einen verbleibenden Vergeltungsbringer ausschalten und die Lanzenträger warnen, dass die Turmbesatzungen ihre Ballisten auf den Innenhof ausrichten. Nachdem die Lanzenträger sich in einen toten Winkel gerettet hatten, gaben die Turmbesatzungen ihre Stellung auf und zogen sich mitsamt der letzten Verlassenen aus dem Innenhof in den Bergfried zurück. Daraufhin erreichten Kommandant Orodaro und Großmeister Orodaro mit seinen Paladinen die Burg. Der Innenhof wurde in Beschlag genommen, die Verwundeten behandelt und der Bergfried umstellt. Kommandant Orodaro konnte erfolgreich Anspruch auf einen gefangen genommenen Vergeltungsbringer erheben, der daraufhin abgeführt wurde.

Nachdem die verbliebene Garnison der Untoten, die Möglichkeit auf eine faire Kapitulation ausschlug, begann der Sturm auf den Bergfried. Ein Sturmtrupp, bestehend aus der Rotte Veidt unter der persönlichen Führung des Kommandanten, gelangte mit Enterhaken von oben heran ins Innere des Bergfrieds, während die Paladine von Andorhals Vergeltung das heruntergelassene Fallgitter aufsprengten. Der Sturmtrupp stieß kaum auf nennenswerten Widerstand, nur immer wieder auf kleinere Hinterhalte einzelner Untoter. Es gelang dem Trupp schließlich, die feindliche Kriegskasse abzufangen, die von zwei Verlassenen quer durch die Festung in den Audienzsaal gebracht werden sollte. Der Beutewert belief sich auf 5.977 Sturmwinder Dukaten. Im Audienzsaal hatten sich die letzten Reste der Garnison eingefunden. Zwei untote Magier beschworen zum Entsetzen aller ein Portal nach Durotar, um Garnison und Kriegskasse dorthin zu evakuieren. Der Umstand, dass das Portal nicht nach Unterstadt führte, offenbarte eine schreckliche Tatsache. Kaum da die Reste der Garnison vernichtet waren und das kollabierende Portal den Saal verwüstete, setzte ein markerschütterndes Erdbeben ein.

Nördlich von Fenris verschwand der gesamte Horizont hinter einer giftgrünen Masse aus Seuchenwolken, die Tirisfal beinahe zur Gänze in Beschlag nahm und beständig auf den Lordaemeresee zu hielt. Das bedeutete: Die Hauptstreitmacht der Allianz war nicht etwa in Süderstade gelandet, sondern ohne jeden Rückhalt und ohne jede Form von beständiger Versorgung mitten im Herz des Feindes, in Tirisfal, und hatte versucht, Unterstadt anzugreifen. Dieses Vorhaben musste gerade eben gescheitert sein, auf das sich das ganze Land in todbringenden Seuchennebel hüllte. Zwar war Fenris erfolgreich erobert worden, doch angesichts der drohenden Gefahr musste die sofortige Evakuierung der Insel eingeleitet werden. Die Toten wurden verbrannt und die Truppen von Dämmersturm und Markstadt entkamen gerade noch rechtzeitig mit der verbliebenen Galeere und den angelegten Booten.


Fazit: Operation Murloc war erfolgreich. Von ihrem Erfolg konnte allerdings keine fünf Minuten gezehrt werden. Die Insel musste wieder aufgegeben werden und mit ihr ein großer Teil der dämmersturmschen Pläne für den auflodernden Krieg. Da die Allianz durch die Torheit Wrynns und seiner Berater derart jämmerlich in Lordaeron gescheitert war, würde sich der weitere Krieg ungeahnt in die Länge ziehen. Statt der zielgerichteten Etablierung einer stabilen Front und eines effektiven Vorstoßes hatte die Allianz alles auf eine Karte gesetzt und verloren. Einerseits verspricht das profitable Waffengänge für den Dämmersturm, andererseits aber eine sehr schwere Belastung für das Nordwestgefälle. Die Vorbereitungen, die mit Operation Entsetzlich eingeleitet wurden, werden in Zukunft eine noch wichtigere Rolle spielen. Es stellt sich ferner die Frage, wie lange die Verlassenen noch zögern werden, ehe sie das Nordwestgefälle angreifen - jetzt wo sie wissen, das von dort Gefahr ausgeht.

In diesem Zusammenhang muss außerdem der Schluss gezogen werden, dass die Kompetenz der sturmwindschen Generalität mangelhaft ist und es sich zukünftig besser planen lässt, wenn man auf ihre zu erwartenden Fehler statt auf ihre möglichen Erfolge baut. Außerdem ist die Allianz durch das Verheizen mehrerer Armeen und den Verlust der kaldoreiischen Territorien sehr geschwächt und dürfte kaum noch über mehr militärische Potenz als die Horde verfügen.

Die erbeutete Kriegskrsse konnte zumindest die Kosten der Operation decken und darüber hinaus die belastete Schatzkammer des Dämmersturms etwas auffrischen.

Dem Einsatz der Galeeren war nur mäßiger Erfolg bestellt. Das liegt vor allem daran, dass die markstädtischen Matrosen nicht genug Zeit hatten, für den Kampfeinsatz ausgebildet zu werden, die Paladine zwar große Krieger aber keine erfahrenen Admiräle sind und die noch sehr junge Rotte Goldschild weder eingespielt war, noch über Kampferfahrung auf See verfügte. Dennoch gelang es dem kleinen Marineunternehmen, die Westseite der Festung lange genug zu beschäftigen, sodass die Landstreitkräfte in die Burg eindringen konnten. Die Rotte Goldschild erhält dafür den Scharmützeltaler. Davon ausgenommen ist ein Mitläufer namens Cord, der auf Geheiß von Rottenmeisterin Goldschild außerdem keinen Sold erhält. Die Tagelöhner Jonnar McQuade und Aswin Schreckfrosch werden auf Geheiß von Rottenmeisterin Viktorie dagegen zu Mitläufern befördert. Da sich der Lordaemersee in Zukunft zu einer wichtigen Frontlinie entwickeln wird, müssen Markstadt und Dämmersturm eine größere Flotte errichten und ihre Kompetenzen im Seekrieg ausbauen.

Die Landstreitkräfte unter Rottenmeister Veidt und Rottenmeister Heineken erlitten zwar schwere Verluste unter den Gasangriffen der Verlassenen, doch es gelang ihnen dennoch, ihre zahlenmäßige Überlegenheit auszuspielen und die Festung schließlich für den Dämmersturm zu erobern. Ihre Erfolge im Kampf gegen Elitetruppen der Verlassenen qualifizieren sie für den ehrenwerten Rubinschädel. Auf Geheiß von Rottenmeister Veidt werden außerdem Phaeron Pfannenschwinger mit dem Zwillingsdrachen und Finnje Freitag mit der Meisterpfeilspitze ausgezeichnet.

Die Eroberung von Fenris hat zumindest einen moralischen Wert. Gilt es die Festung erneut zu nehmen, kennt man nun das Terrain und die Fehlerquellen. Außerdem trugen Veidt und Heineken dazu bei, das Schreckensgespenst der Festungsmauern zu brechen: Dem Dämmersturm war es vorher nie gelungen, eine Belagerung durch den Sturm auf eine Festung erfolgreich zu beenden. Um diesen Erfolg zu unterstreichen, werden außerdem sämtliche an der Operation beteiligte Lanzenträger des Dämmersturms unter Eid gestellt. Da es sich hierbei um Veteranen der Schlacht um Alterszapfen und nun auch der Schlacht um Fenris handelt, erscheint das mehr als angemessen und dürfte auch zukünftig die Moral der Alteractruppen steigern.

Die Murlocpopulationen auf den Morgeninseln haben angesichts der sich ausbreitenden Giftwolke ebenfalls die Flucht angetreten und suchen nun die Küsten des Nordwestgefälles heim. Dieser unmittelbaren Bedrohung muss nun zusätzlich getrotzt werden.



Sold (Truppen aus Eisenschmiede)

Alexander Veidt: 300 Goldmünzen, 50 Marken, Rubinschädel

Viktorie Goldschild: 300 Goldmünzen, 50 Marken, Scharmützeltaler

Marisa Grauwerth: 50 Goldstücke, 40 Marken, Rubinschädel

Finnje Freitag: 50 Goldstücke, 40 Marken, Rubinschädel, Meisterpfeilspitze

Alexander Garcia: 50 Goldstücke, 40 Marken, Rubinschädel

Phaeron Pfannenschwinger: 50 Goldstücke, 40 Marken, Rubinschädel, Zwillingsdrache

Henry Dorsett: 4 Goldstücke, 30 Marken, Rubinschädel

Hugo Pfeifer: 4 Goldstücke, 30 Marken, Scharmützeltaler

Cord: Kein Sold und keine Auszeichnungen

Shelly Aphra: 4 Goldstücke, 30 Marken

Marc Ernst: 1 Goldstück, 20 Marken, Rubinschädel

Paul Jäger: 1 Goldstück, 20 Marken, Scharmützeltaler

Aswin Schreckfrosch: 2 Goldstücke, 30 Marken, Scharmützeltaler, Beförderung

Jonnar McQuade: 2 Goldstücke, 30 Marken, Scharmützeltaler, Beförderung


Titt Wumpe: 25 Goldstücke, 40 Marken

Jamal ibn-Marask: 25 Goldstücke, 40 Marken

Bosco Bolzenschuss: 25 Goldstücke, 40 Marken

Jekk Nappler: 25 Goldstücke, 40 Marken




Dem Sturm entgegen
Die Lanze schützt
Und Kaderwulst ist eine Lüge

Tim Orodaro
Kommandant des Dämmersturms


Zitat:

Dem Sturm entgegen, Kommandant

Ich kann erfreulicherweise berichten, dass ich Großabnehmer für unsere Kupfererzeugnisse gefunden habe. In unserer näheren Umgebung war das Militär von Gnomeregan interessiert, uns größere Mengen abzunehmen. Unglücklicherweise war der Transport nach Eisenschmiede kostspielig. Pilotin Shelly Aphra flog dabei die Flugmaschine, während ich persönlich mich um die Verkäufe gekümmert habe. Die andere Hälfte unserer Kupfervorräte gingen wie abgesprochen an Markstadt, zwecks unserer Kriegsvorbereitungen.

Anbei eine Liste der Erträge, abzüglich der Treibstoffkosten:

Verkaufserlöse von Gnomeregan: 6700 Goldstücke
Treibstoffkosten: 750 Goldstücke

Gewinn des Dämmersturms: 5950 Goldstücke

Rottenmeister Alexander Veidt


_________________
Dem Sturm entgegen! - Schlachtruf und Grußformel der Söldner des Dämmersturms.


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