Söldnerbund Dämmersturm

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 Betreff des Beitrags: Die Offensive "Schwarzer Ritter"
BeitragVerfasst: 30. Nov 2018, 00:24 
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Die Offensive "Schwarzer Ritter"
von Alexander Veidt

Die Planung und Ausführung der Kampfhandlungen gegen die Venture Company
mit dem Ziel eines Waffenstillstands nebst Reparationszahlungen


Definition laut Kurzenscheidt:

Schwar·zer Rit·ter
/Schwárzer Rítter/

Substantiv, maskulin [der]

1a.
Gerüsteter Krieger, der in schwarzer Rüstung mit Schild, Schwert [Lanze o. Ä.] zu Pferd in den Kampf zieht

1b.
Angehöriger des Ritterstandes, möglicherweise in Ungnade gefallen [ maskiert seine Identität, trägt oft keine Heraldik ]

2. Literatur:
Oft Bösewichte, die ihre Anonymität für Missetaten nutzen, Vergleich: Raubritter, Antithese des Helden [ des Weißen Ritters ]

3. Handel:
Ein Unternehmer oder Unternehmen, welches eine andere Firma mit destruktiven Absichten beeinflusst, zwecks Selbstbereicherung,
und die zuvor profitable Firma in einer geschwächten, finanziellen Position zurück lässt. [ Siehe: Feindliche Übernahme ]


Vorwort

Der Dämmersturm hatte immer schon Feinde. Damit sind nicht einfach nur die Zielpersonen verschiedener Aufträge gemeint, sondern feindliche Fraktionen oder Konkurrenten. Zwecks Selbsterhaltung und Profitsicherung ist es die Aufgabe des Dämmersturms, feindlichen Elementen entgegen zu wirken und sie gegebenenfalls zu neutralisieren.

Unsere jetzige Fehde mit der Venture Company ist eine Konsequenz eines längst vergangenen Konfliktes namens Operation Dschungelsturm ( Siehe die Aufzeichnungen für Details ). Kurz nach dem Krieg gegen den Lichkönig flammten die Streitigkeiten zwischen Allianz und Horde wieder auf. Vor den Küsten der Östlichen Königreiche bahnten sich Flottenkonflikte an und die neutralen Häfen des Dampfdruckkartells galten für längere Zeit als Ausnahme unter den gefährlichen Routen auf See und Land. Da die Horde nicht davor zurück schreckte, zivile Schiffe anzugreifen, richtete das Dampfdruckkartell Karawanen ein, um Import und Export mit neutralen Fraktionen zu sichern. Beutebucht war Ausgangsort dieser Karawanen und während Horde und Allianz davor zurück schreckten, es sich mit dem Dampfdruckkartell zu verscherzen, trat sich eine neue Problematik in Form der Venture Company auf.

Das kezanische Unternehmen galt als Feind des Kartells und war gemeinhin als gierig und skrupellos bekannt. Sie hatten längst damit begonnen, Einreisenden nur unter Wucherpreisen den weiteren Weg durch das Schlingendorntal zu genehmigen. Dicht an der gewählten Handelsstraße lag Plattform 51, jener Stützpunkt der Venture Company, welcher dafür verantwortlich war, eben jene Gebühren einzufahren. Und so heuerte das Dampfdruckkartell den Söldnerbund Dämmersturm an. Dieser hatte die Aufgabe, die Sicherung besagter Handelsstraßen zu gewährleisten. Aufgrund vorhergehender guter Beziehungen, zwischen Dampfdruckkartell und Dämmersturm, war ihm dessen Unterstützung gewiss. Dieser Einsatz sprengte jeglichen Rahmen, bisherigen Profits, den der Söldnerbund je gemacht hatte. Bei Erfolg würde er eine neue, wohlhabendere Zeit in seinen Reihen einleiten.

Ich möchte mich an dieser Stelle nicht in weiteren Details verlieren. Der Konflikt fand ein Ende. Doch der Groll der Venture Company gegen den Dämmersturm versiegte nie. Viele Jahre später, auf seinem Weg nach Kalimdor, wurde der Dämmersturm an der Küste des Schlingendornkaps von Truppen der Venture Company angegriffen. Einsatztrupps folgten dem Dämmersturm bis nach Tanaris. Es folgte eine Anzahl Überraschungsangriffe, bei der verschiedene Aufträge gestört wurden und Mitglieder und sogar Rottenmeister in Lebensgefahr gerieten. Dies setzte sich auch nach dem Büßerfeldzug fort, nach der Rückkehr des Dämmersturms in die Östlichen Königreiche.

Angesichts der Bedrohung für die Mitglieder des Dämmersturms, seiner Ziele und Bemühungen, muss der Dämmersturm reagieren. Jüngst würde ein verheerender Erfolg gegen die Venture Company verzeichnet, als eine Spionin bestätigt und unschädlich gemacht wurde. An der Küste des Schlingendornkaps wurde eine Raffinerie gesprengt und ein Verwaltungsposten zerstört. Wichtige Informationen wurden dabei von Rotte Goldschild erbeutet, was einen wichtigen Grundpfeiler für die kommende Offensive dar stellt.

Hier finden sich also Theoretica und Practica, die sich mit dem Lösen dieser langjährigen Fehde befassen. Es gilt, einen wichtigen Unterführer ausfindig zu machen - einen Kalifen namens Shrok - und der Venture Company größtmöglichen Schaden zuzufügen, mit dem Ziel, einen Waffenstillstand zu forcieren und - so wünscht es der Kommandant - Reparationszahlungen in Höhe von dreißigtausend Goldstücken einzufordern. Die Offensive wird dabei in mehrere Operationen aufgeteilt. Neben den von Rotte Goldschild gesammelten Informationen liegen dabei auch die Informationen der Spionin Shelly Aphra vor, die sich freiwillig offenbarte und Straffreiheit genießt. Ihrer Kooperation folgt der erste Schritt der Offensive "Schwarzer Ritter".


Zuletzt geändert von Veidt am 30. Nov 2018, 00:38, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Offensive "Schwarzer Ritter"
BeitragVerfasst: 16. Dez 2018, 15:47 
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Operation "Strafende Hand"

Die erste Phase der Offensive "Schwarzer Ritter" soll sich mit den naheliegenden Problemen beschäftigen, die zusätzliche Spione in unseren Reihen und weitere Spitzel der Venture Company außerhalb des Dämmersturms mit sich bringen: Sie stellen eine Gefahr für den Dämmersturm, für das Hauptquartier und für unsere gesamten Operationen dar. Es ist unklar, ob die Pilotin und Archäologin Shelly Aphra die einzige Spionin innerhalb des Dämmersturms war. Ferner ist unklar, ob - die folgenden Informationen außen vor gelassen - weitere wachsame Augen auf dem Dämmersturm ruhen. Die Operation "Strafende Hand" soll den ersten Schlag des Dämmersturms gegen die unmittelbare Gefahr durch die Venture Company symbolisieren. Es folgen Informationen von Shelly Aphra über ihre fünf Kontaktpersonen. Zu diesem Zweck werde ich hier Auszüge aus dem Verhörprotokoll nieder schreiben.

Ausgrabungsleiter Professor Mori Arthi

"Professor Mori Arthi. Mein ehemaliger Dozent, als ich bei der Forscherliga studierte. Mit ihm fing der ganze Ärger eigentlich an. Schon damals hat er mich gehasst. Vielleicht war ich keine Musterschülerin, aber er hat es mir vorsätzlich schwer gemacht. Weil ich ein Mensch bin und meinte, unter Zwergen studieren zu können. Die Aufnahmekriterien der Forscherliga sind... keine Kleinigkeit. Und bei mir haben sie sich richtig Mühe gegeben, es mir noch schwerer zu machen. Dass ich es trotzdem geschafft hab, war manchen ein Dorn im Auge. Ihm ganz besonders. [...] Archäologie braucht das richtige Gespür, aber auch Geduld und Beharrlichkeit. Ich kann gar nicht aufzählen, wie oft ich völlig umsonst im Dreck gebuddelt habe, ohne etwas wertvolles zu finden. Huh? Ja, schon gut, schon gut. [ ... ] Ich bin jedenfalls freudestrahlend zurück nach Eisenschmiede, nach diesem Wahnsinns-Fund. Vielleicht der Meilenstein meiner Karriere. Die Chance, den Namen meiner Familie aus dem Dreck zu ziehen. Man muss sich einfach vorstellen, wie viel Arbeit es mich gekostet hat, allein die ungefähre Position zu bestimmen. Kartenmaterial abgleichen. Die Bewegung und Veränderung der Kontinente berücksichtigen. Es war auch viel Glück im Spiel, wenn man bedenkt, wie viele Ruinen unter dem Meer liegen oder hoffnungslos verschüttet und zerstört sind. [ ... ] Aber ich war blind vor Freude. Ich hätte nach Sturmwind gehen sollen. Aber natürlich wählte ich den schnellsten Weg: Aus dem Sumpfland, über Kurlsgart, nach Eisenschmiede. Und dort direkt in die Halle der Forscher. Vermutlich hätte ich Glück gehabt und alles wäre gut ausgegangen, wäre ich in Ausgrabungsleiter Sturmlanze rein gerannt. Oder hätte Professor Doktor Eisenhos getroffen. Aber nein: Natürlich treffe ich auf Mori Arthi. Und was macht er? Er nimmt mir die Amphore weg. Lange Rede, kurzer Sinn: Er hat meinen Fund eiskalt als seinen ausgegeben. Mich des Diebstahls bezichtigt und das ganze Gezeter endete damit, dass er mich hat raus werfen lassen. Mein Doktortitel wurde mir entzogen. Alle meine bisherigen Arbeiten wurden mir aberkannt. Einige Tage später trat man dann an mich heran, bot mir dies-und-jenes an, wenn ich... ja, den Rest kennt ihr. Und da fiel dann auch der Kupferling: Wie abgekartet diese Sache doch war. Natürlich würde Mori Arthi mir meinen Fund nicht zurück geben. Der strich den Ruhm ja für sich selber ein. Aber ich wollte meinen Doktortitel zurück haben! [ ... ] Was Mori Arthi angeht, ist er ein Nutznießer. Seine eigenen Arbeiten sind nie eine große Sache gewesen. Nachforschungen meinerseits haben ergeben, dass er vermutlich schon ewig Kontakte zur Venture Company haben könnte. Er und ich waren auf so mancher Ausgrabung, im Schlingendorntal. Und unglaublich oft hat er fast zufällig etwas gefunden. Kleinigkeiten, natürlich. Aber ich denke, es läuft folgendermaßen ab: Die Venture Company interessiert sich für Profit. Für Ressourcen. Stößt Mori Arthi also zufällig auf eine Goldader, beispielsweise, hat die Venture Company mehr davon als er selber. Stößt die Venture Company auf einen hässlichen Götzen im Matsch, hat Mori Arthi mehr davon. Eine Hand wäscht die andere. Und die größten Erfolge verbuchte Mori Arthi im Schlingendorntal. Allesamt wie aus heiterem Himmel. Und ich verwette meinen süßen Hintern, dass der Professor auch so manchen Azeritfund an seine Gönner weiter geleitet hat. Nach meinem Rauswurf bei der Forscherliga habe ich Mori Arthi nicht mehr gesehen. Zumindest nicht in dem Maß, dass ich ihm etwas über den Dämmersturm verraten habe. Aber ich habe andere Kontaktleute mit ihm reden sehen. Ich habe überlegt, wie ich mich aus der Sache befreien kann, aber mir fiel nichts ein. [ ... ] Jedenfalls ist er aktuell im Sumpfland. Bei meiner verdammten Entdeckung! Mori Arthi ist ein alter Knochen. Kahler Schädel, grauer Bart. Strenger Blick. Violette Augen. Trägt Klamotten, die eher nicht an einen Ausgrabungsleiter erinnern. Ihr werdet ihn erkennen. Die Ruine ist nordöstlich der Blaukiemenmarschen, in den Bergen westlich von Dun Modr. Da irgendwo wird er auch sein Lager aufgeschlagen haben. Ich gebe euch die Koordinaten."

Diebesjäger Silbios Grotto

"Die Venture Company hat sich natürlich nicht nur auf mich und meine Informationen verlassen. Ich war ja nun auch recht oft unterwegs, mit dem Flieger nach Gorheim. Oder für den Schatzmeister Kram erledigen. Ich weiß von keinen anderen Spionen im Dämmersturm, aber natürlich wäre es möglich, dass es welche gibt. Was ich jedoch stark bezweifle ist, dass diese Spione dann andere Kontaktpersonen hätten als ich. Die Venture Company ist keine Armee. Sie ist ein Unternehmen. Sie mag sich Söldner und Schläger und Wachen und Waffen leisten können, aber sie ist nicht zu vergleichen mit der Allianzarmee oder dem Dämmersturm. [ ... ] Die meisten ihrer Schergen sind stupide Idioten, die gefährlich aussehen sollen. Wenige haben wirklich militärisches Geschick. Aber das ändert nichts daran, dass sich die Venture Company eben solche Leute anheuern kann. [ ... ] Worauf ich eigentlich hinaus wollte ist: Der Dämmersturm hat Ahnung in dem, was er tut. Fähige Schützen, Reiter, heh... Piloten, Späher. Die Venture Company kann schlecht eine Bande aus Gnollen, Goblins, Oger oder Hobgoblins nach Eisenschmiede schicken. Was sie jedoch kann, ist Geld ausgeben. Bestechen. Kaufen. Oder wie in meinem Fall: Erpressen. Natürlich kann die Venture Company keine ganze Bande aus Zwergen kaufen. Hoffe ich zumindest. Natürlich gibt es außerhalb von Eisenschmiede abgewrackte Zwerge, die für Geld alles machen. Aber Beschattung muss unauffällig geschehen. Die Venture Company hat meines Wissens nach jedenfalls kein Dutzend Zwerge bezahlt, um das Hauptquartier oder die Mitglieder des Dämmersturms zu beobachten. Das würde den Stadtwachen und Diebesjägern auffallen, wenn sie ihre Arbeit denn gut machen. Und spätestens seit Wachen vor dem Hauptquartier stehen, würden diese auch regelmäßige Beobachter bemerken. Dennoch gab es einen, dem ich regelmäßig Bericht zu erstatten hatte. Ein Diebesjäger. Silbios Grotto. Keine Ahnung, wie er in die Fänge der Venture Company geriet. Ob er bestochen oder erpresst wurde. Aber er hat oft ein Auge auf das Hauptquartier gehabt. Und auf Bewegungen der Söldner innerhalb von Eisenschmiede. Ich bin ihm einmal gefolgt und weiß, dass er eine ordentliche Sippe hat. Massenweise Blagen. Sein Weib ständig dick geschossen und bereit, die nächsten Kiesel raus zu drücken. Vielleicht hat man ihm gedroht oder er nahm nur zu bereitwillig Geld an. Ängstlich oder besorgt wirkte er eigentlich nicht auf mich. Und er pflegte Kontakte zu Mori Arthi und Solomon Grundi, auf den ich gleich noch zu sprechen komme. Silbios Grotto ist jedenfalls ein Eisenschmiedezwerg. Ein Diebesjäger, der durch die Stadt patrouilliert und auf Auffälligkeiten achten soll. Ich habe mich ein wenig schlau gemacht und weiß, dass er nach dem Weltenbeben einige Male mit Dunkeleisenzwergen aneinander geriet, als diese mit Moira Thaurissan in die Stadt kamen. Die knöpft er sich gerne vor. Und bevorzugt patrouilliert er im düsteren Viertel - was ihm natürlich ermöglicht, immer mal wieder zum Hauptquartier zu schauen. Ich bin ihm einige Male gefolgt und weiß, dass er sein Feierabendbier gern in einer Kaschemme in den unteren Ebenen genießt. Das 'Hintertürchen' ist eine recht zwielichtige Bar, wo Leute hin gehen, die woanders raus geworfen werden. Es heißt, dass da gern mal krumme Dinger abgesprochen werden. Ich weiß, dass er sich gern mal mit Dunklen zofft und sie bevorzugt einbuchtet. Er ist also ziemlich rassistisch. Und ich glaube, eventuell könnte er auch Kollegen dazu gebracht haben, auf den Dämmersturm zu achten. Klar, der Dämmersturm ist geachtet. Aber für manche wird er immer eine Bande unwillkommener Menschen in einer Zwergenstadt bleiben. Silbios Grotto ist recht klein, für einen Zwergen. Kurzer, blonder Bart und schütteres Haar. Eng zusammen liegende Schweineaugen. Trägt im Dienst dicke Plattenschultern und zwei handliche Äxte."

Gebirgsjäger Solomon Grundi

"Neben Silbios Grotto hat auch Solomon Grundi auf das Hauptquartier und auf Bewegungen des Dämmersturms auf dem Dun Morogh geachtet. Grundi ist ein Gebirgsjäger, stationiert in Kharanos. Meistens bewachte er die Straße, die hoch nach Eisenschmiede führte. Oder die Ortseingänge von Kharanos. Manchmal war er auch auf dem Flughafen zum Wachdienst eingeteilt. Er hat eine kleine Wohnung in Eisenschmiede, in der Nähe vom Militärviertel. Ich habe nicht oft mit ihm zu tun gehabt, da er meist außerhalb von Eisenschmiede war. Aber er hat so einige Male beobachtet, wie ich in den Flieger stieg. Hab so manche Male die Maschine wie wild abgesucht, weil ich Schiss hatte, dass man da etwas sabotiert hat. Die Räder gelockert oder eine Bombe dran gepappt hat. Und ich hatte eine Heidenangst, dass man irgendwann von mir verlangt, so etwas zu tun. Den Flieger sabotieren oder eine Bombe im Hauptquartier zu zünden [ ... ] Grundi erkennt man leicht, an seinen feuerroten Haaren und grünen Augen. Die langen Haare sieht man unter der grünen Kapuze eher nicht, aber sein Bart ist auffällig. Geflochten. Er ist ein ziemlich gieriger Mistkerl. Der hat die Kohle von der Venture Company gern genommen, um zu spielen, zu saufen und zu vögeln. Der hat denen alles gesteckt, was ihm zu Ohren gekommen ist. Bei dem Auftrag mit der Blattschuss-Bande, oben in Kreuzburg, hat er dem Angriffstrupp den Weg gezeigt. Und denen sogar noch gesagt, wo eine Sprengung vermutlich am verheerendsten wäre. Der hat sich noch Monate später kaputt gelacht, über die Lawine, die den Söldnern den Weg zurück abschnitt. Und ich glaube, er hat der Venture Company die ein- oder andere sichere Ecke auf dem Morogh genannt, denn ich weiß, dass ein paar Leute der Venture Company ein Weilchen auf dem Berg lagerten, ehe es ihnen zu kalt wurde. Deshalb hatten die auch einen Gyrokopter parat, als sie den Hinterhalt für den Dämmersturm legten. Klar, die Sache ging dann schief, für die Venture Company. Aber für seine Informationen hat Grundi eine Stange Geld bekommen. [ ... ] Ich glaube, als Finnje Freitag mit der Sektion Beta aufbrach, um den Schamanen zu suchen, hat er ebenso davon erfahren. Keiner hat das Hauptquartier rund um die Uhr beobachtet - soweit ich weiß. Jeder muss irgendwann schlafen. Grundi und Grotto mussten sich ihren Arbeitsplänen fügen, der sie nicht immer nach Eisenschmiede oder vor das Hauptquartier führte. Und natürlich war auch ich nicht immer anwesend. Es gab also genügend Zeitfenster, wo der Dämmersturm absolut unbeobachtet und sicher war, glaube ich. Zumindest in Eisenschmiede. In Sturmwind sah das anders aus."

Der ranzige Ron

"Informationen sind viel wert. Es gibt so einige, die sich nur auf ihren Erwerb und Verkauf spezialisieren. So auch Ronny Wiesel, besser bekannt als Ranziger Ron. Der hat beim Angriff von Todesschwinge sein Haus verloren, heißt es. Ebenso sein Weib und sein Kind. Der war mal ein angesehener Händler. Der Verlust von allem, was ihm lieb und teuer war, hat ihn etwas verrückt gemacht. Der wollte sich nicht mehr mit weltlichem Besitz belasten, heißt es. Lange lebte er auf der Straße, lebte von der Hand in den Mund und bettelte. Und irgendwann kam er auf die Idee, Informationen zu sammeln und zu verkaufen. Und er verdiente damit gutes Geld. So viel, dass er einige Straßenbengel und andere Halunken anzog wie Scheiße die Fliegen. Die haben sich also um ihn geschart und ihn zu ihrem inoffiziellen Anführer gemacht. Und es ist kein großes Geheimnis, dass es in Sturmwind reichlich Waisen gibt. Und die Armut außerhalb der Stadt auch nicht ohne ist. Jedenfalls hatte Ronny nun reichlich Augen und Ohren. Aber die Konkurrenz in Sturmwind ist ja auch nicht ohne. Es gab also Übergriffe auf ihn. Ich habe gehört, er wurde so einige Male wüst zusammen geschlagen. Und hat daher die Stadt verlassen. Ein Weilchen kamen er und seine Bande in Goldhain unter, dann haben sie es sich in einem verlassenen Haus gemütlich gemacht. Beim Spiegelsee, oberhalb der Donnerfälle. Also, westlich von der Straße, die von Sturmwind nach Goldhain führt. Der ranzige Ron wagte sich nicht mehr so oft nach Sturmwind. Nicht mehr des nachts. Aber seine Bande sammelte weiter Informationen. Und über Westfall, die Defias oder über den Nazferiti konnte er auch mühelos Nachrichten ins Schlingendorn schicken. Jedenfalls hat seine Bande den Dämmersturm beobachtet, wenn er sich in Sturmwind aufgehalten hat. Das Wappen des Dämmersturms ist bekannt. Es ist einfach, bei der Tiefenbahn zu lauern. Auch in Sturmwind gibt es Wachen, doch hier leben ja nun Menschen, Zwerge, Leerenelfen, Nachtelfen und Worgen. Ein Kuddelmuddel. Einfach, jemanden zu beschatten. Ronny ist jedenfalls dafür verantwortlich, dass die Venture Company wusste, wo sie Veidts Pferdezucht finden konnte. Ich... Ich habe Aufträge erwähnt. Ronnys Leute aber haben Veidt bis nach Westfall verfolgt. Ronny hat es der Venture Company gesteckt, dass Rottenmeisterin Goldschild im Dämmerwald einen Nekromanten jagen würde. Allerdings... Ja, natürlich habe ich so einige Informationen vorher an meine Kontaktpersonen weiter gegeben. Ronny ist ein wohl genährter Kerl mit einer ziemlichen Plauze, langen ergrauenden Haaren und einem Vollbart. Er ist deutlich der älteste Kerl in seiner Bande und schwer zu verwechseln. Er hat etwa ein Dutzend Handlanger. Lagern oberhalb der Donnerfälle. Das Gelände ist von da oben weitläufig einsehbar. Einfach hoch laufen geht also nicht, ohne gesehen zu werden. Aber seine Leute sind dürftig bewaffnet. Teure Schießeisen haben die nicht. Rüstungen auch nicht. Das sind wenig mehr als Penner."

Untergrundboxer Sebastian Moran

"Sebastian Moran ist ein in Sturmwind bekannter Schläger, der sehr oft in Bizmos Boxbar in der Tiefenbahn anzutreffen ist. Er ist hochgewachsen, hat eine Glatze und Blumenkohlohren, sowie markante Tätowierungen auf Oberarmen und Brustkorb und eine mehrfach gebrochene Nase. Moran ist kein aktiver Spitzel der Venture Company, gibt jedoch Informationen weiter. Er war Ansprechpartner von mir, sprach jedoch auch einige Male mit Grundi und Grotto und wurde von mir auch im Gespräch mit dem ranzigen Ron oder seinen Lakaien gesehen. Aktiv in etlichen Untergrundkneipen - so auch dem 'Hintertürchen' in Eisenschmiede, hat er zahlreiche Kontakte und kann etliche Informationen aufschnappen und weiter geben. In beide Richtungen der Tiefenbahn. Doch boxt der Kerl auch durchaus in Goldhain, Schattenschmiede oder im Schlingendorntal. Sein Hang zu Schlägereien macht ihn vorhersehbar. Meistens nimmt er an Wettkämpfen in der Boxbar teil, doch auch Turniere sagen ihm zu. Er ist bekannt für seine Wutausbrüche und sein Temperament und einmal soll er einem Kerl das halbe Ohr abgebissen haben. Er ist eigentlich nur ein kleiner Fisch, aber dennoch erwähnenswert, aufgrund seiner Kontakte. Wartet man auf lukrative Kämpfe mit hohen Wetteinsätzen, wird man ihn kaum verpassen können. Denn er setzt gerne auf sich und verdient bei diesen Kämpfen gutes Geld. So viel, dass sich die Weiber um ihn scharen, obwohl man ihm jeden ansehnlichen Zug längst aus dem Gesicht geprügelt hat."

Theoretica

1. Sämtliche Kontaktpersonen müssen eliminiert werden, um die unmittelbare Verknüpfung zwischen Dämmersturm und Venture Company abzuschneiden und jeden noch vorhandenen Informationsfluss versiegen zu lassen.

2. Sämtliche Eliminierungen werden möglichst zeitgleich stattfinden. In der gleichen Nacht, durch verschiedene Einsatzteams. Dies wird jede Reaktion, jede Warnung an andere Kontaktpersonen oder an die Venture Company erschweren.

3. Die Operation "Strafende Hand" unterliegt höchster Geheimhaltung. Die Informationen über die Zielpersonen und die Berichte werden erst nach Beendigung der Operation niedergeschrieben und zum Gespräch frei gegeben.

4. Die Operation mag von der Venture Company schließlich auf den Dämmersturm zurück geführt werden, doch darf in den Königreichen selber nichts auf den Dämmersturm zurück führen. Zeugen, Beweismittel und Unbeteiligte sind im Zweifelsfall aus der Welt zu schaffen.

Practica

1. Die Operation "Strafende Hand" beginnt am Samstag, den 8. Dezember. Jede Einsatztruppe - bestehend aus zwei Personen, jede mit einem vereidigten Söldner - wird im Laufe des Tages, zu unterschiedlichen Uhrzeiten, zu mir ( Rottenmeister Veidt ) ins Hauptquartier gerufen. Es folgt eine kurze Beschreibung der Mission, in Bezug auf die Eliminierung einer Zielperson und den Ort, den die Einsatztrupps bis zum Abend erreichen sollen. Jeder Gruppe wird Ausrüstung ausgehändigt: Ein versiegelter Briefumschlag mit den genauen Instruktionen sowie ein Rucksack mit weiterer, zuvor von mir vorbereiteter Ausrüstung. Es folgen Stunden, in denen die Gruppen sich nicht trennen dürfen, sich jedoch vorbereiten dürfen.

2. Am Abend des 8. Dezembers, wenn die Weiße Dame und das Blaue Kind gleichzeitig am Himmel stehen, ist es den Einsatztrupps erlaubt, die Umschläge und die Rucksäcke zu öffnen. Dies wird voraussichtlich um 22.30 Uhr der Fall sein. Anschließend soll mit der Operation begonnen werden, welche den Tod aller fünf Zielpersonen mit sich bringt.

3. Die Briefumschläge enthalten alle relevanten Informationen über die Zielpersonen. Die Rucksäcke enthalten Gegenstände, die der Tarnung oder Verkleidung dienen. Auch Heiltränke, explosive Gemische oder Gifte werden dabei sein.

4. Das Tragen von Wappenröcken ist verboten. Es wird zu Heimlichkeit und Verkleidung geraten.

5. Die Beendigung der Mission dürfte die unmittelbare Beobachtung des Dämmersturms beenden. Für die Venture Company dürften die Kontakte zeitgleich abreißen. Es werden keine Informationen über den Dämmersturm mehr die Venture Company erreichen. Ehe diese sich auf die Situation einstellt - wenn überhaupt - wird die zweite Phase der Offensive "Schwarzer Ritter" beginnen.

Es folgen die einzelnen Berichte der Truppführer


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Offensive "Schwarzer Ritter"
BeitragVerfasst: 16. Dez 2018, 22:09 
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Alexander hat geschrieben:
Die Eliminierung des Untergrundboxers Sebastian Moran


Teilnehmer: Alexander García [Söldner]; Hjalmar [Mitläufer]

Kurzfassung: Sebastian Moran, ein bekannter Schläger, der sowohl im, als auch in den umliegenden Gebieten des Königreichs Kontakte hat, die mitunter verantwortlich sind für den Informationsfluss der Venture Company in Bezug auf den Söldnerbund Dämmersturm, sollte auf Anweisungen von Rottenmeister Veidt ermordert werden. Der Akt der Tötung wurde erfolgreich ausgeführt. Er ist primär nicht auf den Dämmersturm zurückzuführen. Hjalmar verunglückte während des Auftrags.


Ausgang: Erfolgreich



Verlauf


Am Tag der Ausführung der Offensive "Schwarzer Ritter" wurden Hjalmar und ich zum Rottenmeister Veidt geordert, der uns, wie in der Practica ersichtlich, der Briefumschlag, der alle nötigen Informationen zu unserem Auftrag enthielt, und einen Rucksack zukommen ließ. Der Inhalt beider Dinge wurde, wie angeordnet, erst zu dem Zeitpunkt geöffnet, als der Mond am selben Tag am Höchsten stand.



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Auftragsbeschreibung in eigenen Worten:


Die Informationen, die uns der Brief mitteilte, fielen knapp aber prägnant genug aus, um offenen Fragen präventiv keinen Nährboden zu schaffen. Die Zielperson Sebastian Moran, ein stadtbekannter Schläger, sollte hinterrücks ermordert werden, ohne dass man den Akt der Tötung mit dem Dämmersturm, ferner den Auszuführenden - also Hjalmar und mir - zurückführen kann. Morran kann man an den Eigenschaften einer mehrfach gebrochenen Nase, eines kahlen Kopfes sowie Blumenkohlohren erkennen. Er ist von großer Statur und trägt zahlreiche Hautbilder. Als potenzieller Aufenthaltsort wurde Bizmos Boxbar genannt, ein Etablissement, das ein Distrikt der Tiefenbahn darstellt, in denen Grubenkämpfe ausgetragen wird. Wie sich später herausstellte, hielt sich am Tag der Offensive die Zielperson dort auf.

Inhalt des Rucksacks:


Die Gegenstände, die sich in dem von Rotten- und Schatzmeister Veidt mitgegebenem Ranzen, beliefen sich auf zwei Phiolen - eine, gefüllt mit tödlichem Gift, die andere mit ätzender Säure - sowie bürgerlicher Kleidung. Letzteres für jeweils beide der Auszuführenden.


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Nachdem Umschlag und Rucksack geöffnet wurden, wurden wir unsere Rüstung, darunter auch die Heraldik des Dämmersturms (Siehe Practica) in einem Gasthaus nahe des Zwergendistrikts los und tauschten jene mit den gestellten Kleidern ein. Der Weg zur Tiefenbahn und darüber hinaus zum eigentlichen Aufenthaltsort, der Tiefenbahn fiel den Auszuführenden leicht aufgrund guten örtlichen Kenntnissen. Die Boxbar erwies sich als brechend voll. Uns gelang es, sich unentdeckt in die zahlreichen Gäste zu mischen.

Wir beschlossen uns, im Zuge der Suche nach der Zielperson Moran, uns zu trennen. Ich begab mich an den Thresen, wo ich mir ein Getränk bestellte und mit der Bardame ins Gespräch kam. Dort konnte ich in Erfahrung bringen, wer für die Auskunft über die bevorstehenden Kämpfe verantwortlich ist: Ein weiblicher Gnom namens Tremi. Von ihr erfuhr ich, dass Moran heute ein Kampf mit einem, charakteristisch unberechenbaren und vorallem hitzköpfigen Zwergen bevorsteht.

Das Wiedertreffen mit Hjalmar - der mir dann auch zeigen konnte, wo sich Moran aufhielt, nämlich in einer Art Loge, mit einem großen runden Tisch und mehreren Sitzplätzen, für ihn und seine, zahlreich um sich versammelten Frauen - verlief problemlos. Wir tüftelten mehrere Pläne für mehrere individuelle Gegebenheiten aus. Zuerst wollte ich versuchen, herauszufinden, was Moran trinkt - sollte dies glücken, würde ich mir das Gleiche bestellen und das Gespräch mit ihm suchen, indem die Getränke ausgetauscht werden. Mein Glas sollte aber davor mit Gift präpäriert werden. Zeitgleich ersuchte Hjalmar das Gespräch mit Snorri Nasenbeißer, aus dem Grund, dass man nach dessen Ausschaltung selber den Kampf gegen die Zielperson antreten könnte. Und im Ring kann bekannterweise viel passieren, wie Hjalmar zu pflegen sagte.

Der Versuch, das Getränk des Boxers zu identifizieren, ohne direkt mit ihm in Kontakt zukommen erwies sich als schwierig und scheiterte nach mehreren, meiner Meinung nach absolut grandiosen Versuchen meinerseits. Danach gesellte ich mich zu Hjalmar, der mittlerweile nicht mehr, wie abgemacht, versuchte den Kerl zu überreden, an seine Stelle gegen Moran anzutreten, sondern sich mit ihm prügelte. Unvorteilhafterweise erst gegen einen von Snorris Kumpanen - nach kräftigen Hieben des Berserkerzwerges Hjalmar aber, gesellte sich nun auch Snorri hinzu. Ich sah meine Chance und beendete den Kampf, nachdem Hjalmar die Kumpanen zu Boden schickte, mit einem Fußtritt auf Snorris Schädeldecke. Moran hat das Spektakel mitbekommen und war außer sich, aufgrund eines nun fehlenden Rivalen.

Schnell ergriff ich unsere Chance und eilte zur Zielperson. Wir schlossen einen Pakt: Hjalmar kämpft gegen Moran, verliert aber absichtlich, damit Letzterer die zahlreichen Wetten auf ihn selbst erhält. Während ich also zum Schein verhandelte, begab sich Hjalmar wieder an die Theke, zudem ich dann nach mündlicher Vereinbarung, aufrückte. Wir planten, dass während Hjalmar und Moran kämpfen, ich aus bloßer Euphorie sein Getränk - das Kaffee war - umstoßen werde um dann an der Theke ein Neues zu ordern, das in der Menge von Leuten präpäriert wird.

Der Kampf begann. Ich musste mein schauspielerisches Talent zum Besten geben, aufgrund den zahlreichen Frauen, die sich in der von Moran gemieteten Nische aufhielten. Schnell aber wurde klar, dass Hjalmar die Zielperson nicht mit Samthandschuhen anpackte. Er ging so in seiner Rolle als Grubenkämpfer auf, dass er ihn nach wenigen Sekunden des Kampfes zur Aufgabe zwang - zu meiner Überraschung. Denn nun eilte Moran, wie vom Wolf gebissen, nach oben zur Nische um mich zur Rede zu stellen; schnell, genau zu dem Zeitpunkt, wo Moran im Ring die Hand zur Aufgabe hob, stieß ich den Kaffee um. Nachdem die Frauen angebrüllt wurden, sie sollen die Sauerei aufwischen, begab ich mich mit dem Becher zur Theke - orderte neuen Kaffee, präpärierte ihn verdeckt mit Gift und begab mich auf dem Weg zur Nische. Wenig später wurde er mir zornentbrannt aus der Hand gerissen, von der Zielperson, die stur an mir vorbeilief. Offensichtlich konnte er keinen Aufstand anzetteln, aus dem Grund, weil seine Anklage an mich, ein Schuss ins eigene Bein wäre, weil abgekartete Spiele ungerne gesehen werden.

Zufrieden mit unserer Arbeit schloss ich zu Hjalmar auf. Zu meiner Überraschung lag er mit einem Haufen Gold - das Siegergeld - auf dem Boden und blutete am Kopf. Nachdem ich die nahestehenden Gaffer befragt habe, wurde mir klar, dass Moran aus Frust meine stehengelassene Tasse nach dem Zwergen warf. Hjalmar starb in dieser Nacht. Später stellte sich heraus, dass Moran dem Gift im Kaffee erlag. Damit wurde die Zielperson erfolgreich ausgeschaltet.


Soldverteilung

Alexander García [Söldner]: [50] Goldstücke, [20] Marken




gez. Alexander García



Jaydenn hat geschrieben:
Operation „Strafende Hand“: Tötung des ranzigen Rons

Teilnehmer: Kathlyn Lawley (Söldner), Feritan Grauschmied (Tagelöhner)

Extrakt: Im Zuge der genannten Operation sollte Ronny Wiesel - bekannt als der ranzige Ron – eliminiert werden. Er ist ein bekannter Informationshändler, dessen Bande seine Augen und Ohren sind. Als Kontaktperson der ehemaligen Venture-Spionin Aphra ist Ron ein primäres Ziel, welches im Zuge der Bereinigung dieser Problematik eliminiert werden muss.

Zusammenfassung: Auf Anweisung des Rottenmeisters Veidt wurde der Auftrag exakt am Abend begonnen, als die Weiße Dame und das Blaue Kind gleichzeitig am Himmel standen. Grauschmied und Lawley konnten Ron nebst dem ein oder anderen, eher unbeabsichtigten Verlust einiger Bandenmitglieder erfolgreich töten, ohne dass die Täter erkannt oder erwischt wurden. Eine Rückführung auf den Dämmersturm ist dank der Tarnung und Schnelligkeit dieses Einsatzes nicht zu erwarten.

Ausgang: Erfolgreich

<Auftragsschreiberin Thalindar und die Berichtende Lawley scheinen sich zumindest zwangsweise auf einen Kompromiss geeinigt zu haben, zu sehen an den hineingequetschten Anmerkungen der Schützin und ihren „absolut und garantiert sinnverbessernden“ Abstrichen im Text.>




Verlauf
Wie das von Rottenmeister Veidt vorgelegte Practica vorgesehen hat, wurden am Abend des 8. Dezembers der mitgegebene Brief und Rucksack in Sturmwind geöffnet. Der Inhalt beider Gegenstände wurde zur Kenntnis genommen, bevor ordnungsgemäß die Heraldik des Sturms abgelegt wurde und der Auftrag offiziell mit dem Betritt der Wälder Elwynns begann. Zielort war ein damals von einer Bäckerfamilie bewohntes Haus oberhalb der Wasserfälle der Donnerfälle, eingekesselt von Gebirgsketten.
Nachdem das Areal ausgespäht wurde, konnten zwei Wachen am Eingang des schmalen, hochführenden Pfades ausgemacht werden, hinter dem weitere Bandenmitglieder vermutet wurden. Eine Infiltration kam nicht in Frage, also war der Weg über die Berge wesentlich simpler und effektiver. Grauschmied und Lawley überquerten den Kristallsee an einer flachen Stelle und kletterten eine nahe Steilwand hinauf, um so eine Überlegenheit durch Höhe zu erlangen. Der gesicherte Aufstieg verlief relativ sicher, bis Lawl demnach ohne besondere Vorkommnisse.

Oben angekommen wurde einmal mehr Überblick über das Lager und die allgemeine Lage beschaffen: Die Bande, bestehend aus etwa ein Dutzend Menschen, war weder alarmiert noch anderweitig beschäftigt.
Grauschmied und Lawley einigten sich auf einen schnellen Zugriff mittels eines gut gezielten Pfeiles, nachdem der ranzige Ron seinen Auftritt hatte, doch einmal mehr riss diese vermaledeitebescheuerteverdammteSehne der Bogenschützin. Nach dem verfehlten ersten Angriff wurde das im von Veidt mitgegebene, explosive Gemisch verwendet zwecks schneller, wenn auch nicht wirklich leiser und unauffälliger Eliminierung. Hinter dem Schutz einer Erhöhung, sodass die feindlichen, nun aufgestellten Bogenschützen kein Ziel haben, wurden gleich drei Gemische von Grauschmied und Lawley auf das Lager geworfen, um zumindest eine Ablenkung zu schaffen, damit einmal mehr auf Ron gezielt werden konnte.
Es stellte sich heraus, dass diese Absicherung gar nicht nötig war. Nach diesem explosiven, landschaftsgestaltenden Anschlag robbte Ron schwerverletzt weg, doch er starb noch an Ort und Stelle. Die abgelenkten, verletzten Banditen wurden blutend zurückgelassen, denn sie waren nicht Ziel dieser Operation.

Grauschmied und Lawley machten sich an den gesicherten Abstieg mittels des dort befestigten Seiles und stießen in den vermeintlichen Schutz des nächtlichen Waldes vor. Zuvor von Ron abkommandierte Banditen, die nun ganz in der Nähe waren, nahmen die Verfolgung quer durch den Wald auf, denn sie wussten um die wage Lokalisation des Aufstieges der zwei Söldner. Durch das Geschick und nicht das Plattengeschepper des begleitenden, karmesinroten Ritters der zwei Teilnehmer konnten die Verfolger jedoch nach einer rasanten Jagd durch den Wald abgehängt werden.

Grauschmied und Lawley konnten sich daraufhin sicher und unerkannt vom Tatort entfernen, um sofort nach Eisenschmiede zu reisen und den Rottenmeister von dem Erfolg der Mission zu unterrichten. Lawley möchte abschließend anmerken, dass Grauschmied sich als unnötig lauter eifriger und tüchtiger Begleiter herausgestellt hat, dessen Anwesenheit dem Auftrag keinen Abbruch getan hat.

Soldverteilung:
Kathlyn Lawley (Söldner): 10 Goldmünzen
Feritan Grauschmied (Tagelöhner): 1 Goldmünzen

Gezeichnet
i.A. Aylen Thalindar
Aushilfe des Skriptoriums



Veidt hat geschrieben:
Operation "Strafende Hand" : Die Eliminierung von Solomon Grundi

Teilnehmer: Alexander Veidt (Rottenmeister), Alva Lairnaugh (Tagelöhnerin)

Wie von Shelly Aphra geschildert hielt sich Solomon Grundi, ein Gebirgsjäger und Kontaktperson zwischen Aphra und der Venture Company, derzeit in Kharanos auf, wo er den nördlichen Ortseingang bewachte. Er war tatsächlich leicht zu erkennen, aufgrund seines auffälligen Bartes.

Mein Plan sah vor, den Gebirgsjäger von seinem Posten fort zu locken, ihn umzubringen und es nach einem Unfall aussehen zu lassen. Zu diesem Zweck nahm ich Tagelöhnerin Alva Lairnaugh mit mir, die neu genug sein dürfte, um Beobachtern des Dämmersturms noch nichts zu sagen. Im Vorfeld des zeitgleich abgestimmten Missionsbeginns verkleidete ich mich und erwarb in Kharanos einen Karren mit einem Widder und einer offenen Ladefläche, für die ich einige leere Kisten erwarb. Den Karren ließ ich in den Stallungen der Stadt unterbringen, wobei ich deutlich erklärte, dass eine Frau ihn abholen würde, wobei ich den Zwergen Miss Lairnaughs Decknamen nannte.

Mein Plan sah vor, abseits von Kharanos zu warten, auf der Straße in Richtung Neu-Tüftlerstadt. Dort sollte der Hinterhalt statt finden. Alva Lairnaugh hatte die Aufgabe, den Widder mitsamt Karren aus dem Stall zu holen und ihn aus der Stadt zu fahren, zum vereinbarten Treffpunkt. Der Plan sah vor, den Karren abseits der Straße zu positionieren und Grundi weiß zu machen, der Widder sei durchgegangen und Miss Lairnaugh sei vom Karren gestürzt und bräuchte Hilfe, den Karren wieder auf die Straße zu schaffen, da sie wertvolle Güter für ihren Auftraggeber in Neu-Tüftlerstadt transportiere. Auch sollte sie den gierigen Gebirgsjäger mit einem ordentlichen Trinkgeld für die Hilfe locken.

Unglücklicherweise gelang es Miss Lairnaugh nicht, Grundi alleine zum vereinbarten Ort des Hinterhalts zu locken. Drei weitere Gebirgsjäger brachte dieser mit sich und so waren wir gezwungen, auch diese zu beseitigen. Abseits der Straße griff ich die Zwerge an und fing drei von ihnen zunächst mit dem Sturmbumerang. Einer wurde getötet, als er in die Windschneise sprang, dabei aber seine beiden Kameraden befreite. Mit Flinten und Hämmern griffen die Zwerge uns an. Miss Lairnaugh und ich wurden im Zuge des kurzen aber erbitterten Kampfes leicht verwundet, konnten alle vier Zwerge aber ausschalten.

Hatte ich zuvor noch im Sinn, eventuell eine Lawine auszulösen oder die Leichen einfach im Schnee verschwinden zu lassen, entschied ich mich nun dafür, die Leichen unzugänglicher für eventuelle Suchmannschaften zu machen: Ich packte die Leichen auf die Ladefläche des Karren, versteckte sie inmitten der Kisten. Gemeinsam mit Miss Lairnaugh folgte ich der Straße gen Westen, Richtung Neu-Tüftlerstadt, bog dann aber nach Norden. Meine Absicht war, den Karren mitsamt Widder und Leichen in der Nähe des Schimmergrats verschwinden zu lassen. Sollten die Gebirgsjäger ruhig denken, Frostmähnen hätten ihre Leute getötet. Mit unseren explosiven Gemischen machten wir die Oberfläche eines nahen Sees brüchig und scheuchten den Widder auf das Eis, wo er mitsamt Karren und Leichen versank. Wir machten uns auf den Weg zurück nach Eisenschmiede, wobei wir die Straßen bei Kharanos mieden.

Keine Spur führt zurück zum Dämmersturm, denn selbstverständlich waren wir ohne Wappenrock unterwegs. Einzig der Stallbursche hat Miss Lairnaugh und mich gesehen, getrennt voneinander. Mich in Verkleidung und Alva ohne jeden Anhaltspunkt, wohin sie gehört. Ihr Deckname führt nirgendwo hin, ebenso wenig der ihres angeblichen Auftraggebers. Bedauerlich war der Tod der drei unbeteiligten Gebirgsjäger, allerdings war Solomon Grundi eine Bedrohung, die ausgeschaltet werden musste. Somit ist die Mission als Erfolg zu verbuchen. Miss Lairnaugh hat ihre Befehle befolgt und ihr Können im Nahkampf bewiesen.

Soldverteilung:
Alexander Veidt (Rottenmeister): 30 Goldmünzen. 10 Marken
Alva Lairnaugh (Tagelöhner): 1 Goldmünze, 10 Marken

Dem Sturm entgegen

Alexander Veidt


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